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		<title>Handbuch - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Prunen&amp;diff=2696</id>
		<title>Prunen</title>
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				<updated>2012-09-25T11:36:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Prunen''' (Brunen, Brunnen) sind die sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei handelt es sich meistens um mehr oder weniger parallele und gleichtiefe Rillen im [[Gestein]]. Teilweise wurde auch der Grat zwischen den Rillen auch mittels eines kurzen [[Bergeisen]]s weggeschlagen, um wie beim [[Schrämen]] eine regelmäßige Gesteinsfläche zu erreichen (''Brunnen'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der ''Prunen'' lässt sich auch die [[Vortrieb]]srichtung, spätere Arbeiten ([[Nachreißen]]) aber auch oft das verwendete [[Gezähe]] erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
So sind die Vortriebsspuren bei [[Keilhaue]]narbeit kurz und kommen meist von oben bzw. schräg von vorn. Bei der Arbeit mit dem [[Fimmel]] sind die ''Prunen'' meist länger als die der Keilhaue, verlaufen aber parallel oder in einem größeren Bogen (Vierteleliptisch) in Richtung [[Sohle]]. Vortrieb mit Schlägel und Bergeisen hinterlässt ähnliche ''Prunen'' wie der Fimmel, allerdings gehen diese oft von einem Punkt aus und sind etwas länger. Charakteristisch ist hier auch das sogenannte Fischgrätenmuster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2695</id>
		<title>Bohren und Schießen</title>
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				<updated>2012-09-24T11:39:33Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Bohren und Schießen''' war eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der durch das manuelle anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver eine deutliche Erhöhung der Vortriebs- und Abbauleistung gegenüber der [[Schlägel- und Eisenarbeit]] erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische [[Gezähe]] des Bohrens und Schießens war der [[Bohrer]], der [[Schlägel|Fäustel]], der [[Krätzer]], der [[Lettenstampfer]] und die [[Räumnadel]]. Beim Schießen mittels [[Schießpflock]] wurden zusätzlich noch [[Schießblech|Schießbleche]] und [[Schießspreize]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Technologie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist gab der Steiger die Stelle vor, wo und wie (Richtung, Durchmesser, Teufe) das Bohrloch angelegt werden sollte.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„Wo nun ein Schuß weggethan werden soll, so weiset der Steiger die Arbeiter, so das Bohren verrichten sollen, ordentlich an, und bedeutet selbige auf was Weise sie den Bohrer, ob schräge, gerade nieder, oder über sich, anführen sollen.“'' (Kern, J.G. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(21)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde in das Gestein eine kleine Vertiefung ([[Zubrüsten]]) geschlagen und darin der Anfangsbohrer angesetzt. Mit den im [[Bohrpost]] vorhandenen Bohrern konnte nun das Bohrloch hergestellt werden. Dabei wurde der Bohrer wurde dabei nach jedem zweiten Schlag mit dem Fäustel leicht gedreht (umgesetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bohrgrus (Bohrmehl) wurde mit Wasser feucht gehalten, das in einem kleinen Holzgefäß ([[Bohrtrog]]) aufbewahrt wurde. Das letzte Stück wurde meist ohne Wasser gebohrt, damit man das Bohrloch im Anschluss besser trocken bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Krätzer]] wurde das Bohrgrus herausgeholt. Eine über das Bohrloch gelegte Lederscheibe mit einem Loch in der Mitte ([[Bohrdeckel]]) verhinderte das Herausspritzen des breiigen Bohrkleins. Am Schluss wurde durch den Ring am oberen Ende der Krätzers ein [[Bohrlappen]] gesteckt und mit ihm das Bohrloch trocken gewischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde die pulvergefüllte [[Patrone]] mit der Räumnadel aufgespießt und in das Bohrloch geschoben. Nach Einbringen eines Pfropfens aus Papier, Holz oder anderen Material (vormals wurden [[Schießpflock|Schießpflöcke]] verwendet) über der Patrone, wurde das Bohrloch mit [[Besatz]] oder [[Wolger]]n gefüllt und unter Zuhilfenahme des [[Schlägel|Fäustels]] sowie des [[Lettenstampfer]]s, dessen Hohlkehle an der Nadel liegt, mit Anfangs leichten und später kräftigen Schlägen der Besatz verdichtet. Letztendlich wurde das Bohrloch noch mit [[Letten]] verschmiert und die Räumnadel vorsichtig aus dem Bohrloch herausgetrieben, in dem eine [[Bohrer|Bohrstange]] durch den Ring der Bohrnadel gesteckt und leicht darauf geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
In den so bis zur Patrone entstandenen Zündkanal wurde nun der [[Halm]] als Zünder gesteckt. An das aus dem Bohrloch herausstehende Ende des Halmes wurde nun das [[Schwefelmännchen]], ein mit Schwefel getränkter Wollfaden, angebracht und mit der Öllampe entzündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor das Schießen mit Besatz durch Letten eingeführt wurde, verwendete man hölzerne Schießpflöcke zum Verschluss der oft zwei- oder dreimännisch hergestellten Bohrlöcher. Das Pulver wurde teilweise lose mittels der Pulverkelle und Pulverhorn in die Bohrlöcher eingefüllt oder hineingeschüttet, wobei sich aber durch entstandene Hohlräume und das Feuchtwerden de Pulvers die Sprengwirkung verminderte. Auch war diese Methode nur bei horizontal- oder abfallend gebohrten Löchern möglich und erhöhte die Gefahr von Unfällen. So ging man schnell dazu über, das Pulver in Patronen zu füllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schießpflöcke waren mit einem Loch oder eine Kerbe für die Pulverspur versehen und wurden nach dem Einfüllen des Pulvers mit Hilfe des Schlägels in das Bohrloch getrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Soferne keine Wasser darinnen zulauffen / kan alsbald geschossen werden / wenn zu vorhero alles darzu zugerichtet ist. Denn es muß ein Pflock von buchigen Holze nach der Grösse des Loches / und Länge desselben zugeschnitten werden / uff demselben wird der Länge nach eine Spur oder Kerbe ausgeschnitten / anstatt des Zünd-Loches.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Eintreiben der Schießpflöcke kam es durch Reibung und entstehende Funkenbildung bei quarzigem Gestein, besonders bei Rückständen von lose eingefülltem Pulver an den Bohrlochwänden, immer wieder zu Unfällen. Auch konnte das Loch oder die Kerbe für die Pulverspur zusammengedrückt werden und musste mit der [[Räumnadel]] wieder geöffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Wird / da die Spur durch das Schlagen zusammen setzen sollte / gebrauchet / damit in derselben auffgeräumet.“'', (Berward, C. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(26)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den eingetriebenen Schießpflock wurde bündig in ein entsprechendes [[Bühnloch|Bühnenloch]] das [[Schießblech]] gesetzt und dieses anschließend mittels [[Schießspreize]] befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Uff solchen Pflock muß ein sonderlich Schieß-Eisen / das ist ein Blech in gevier 2. Hände breit / ein oder zwey Finger stark / ins Gestein eingehauen werden / daß es sich nicht schieben kann / darüber das Zünd-Loch seyn muß. Auff solches Blech wird so dann ein Poltzen oder Stempel angetrieben, welcher wohl verwahret in einem Bühn-Loch stehen muß.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Entzündung der Patrone wurde entweder die Pulverspur, Schießröhrchen oder Halm in Verbindung mit dem Schwefelmännchen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geschichtliche Entwicklung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Sprengens in Bergwerken ist gerade für die Anfangszeit schwer urkundlich zu belegen. Da diese Technologie aber in Agricolas „De Re Metallica“ nicht beschrieben ist kann man davon ausgehen, dass ihm diese auch nicht bekannt war und somit in der Zeit vor 1550 nicht im mitteleuropäischen Bergbau zur Anwendung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lag natürlich nahe, sich die explosive Kraft des Pulvers auch im Bergbau zu Nutze zu machen und somit wird es sicherlich auch viele Versuche gegeben haben, die nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Es ist auch anzunehmen, dass man anfänglich die Ladung in Klüften oder im Schram anbrachte bzw. versuchte, in den Schram hineinzuschießen. Erfolgreich wurde diese Technologie aber erst, als man die Ladungen in eigens dafür hergestellten Bohrlöchern zur Explosion brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Staatsarchiv von Venedig wurde im Jahr 1959 ein Bericht des Generalvikars für den Bergbau der Republik Venedig gefunden, die auf erste untertägige Sprengungen hindeuten könnte. In diesem Bericht stand, dass Giovanni Battista Martinengo im Jahr 1573 einen Antrag auf Pacht von Gruben stellte und die Konzession zum Ausbeuten der Bergwerke in Schio bei Vincenza durch den „Rat der Zehn“ bekam, weil er 12% des Ertrages (üblich war der Zehnte) abführen wollte. Weiter heißt es in dem Bericht, dass ''„dieser Mann, nicht so arbeitete, wie man es normalerweise gewohnt war, nämlich zunächst das Gewölbe zu stützen und dann nach und nach vor zutreiben, um das Material herauszuholen. Er tat dies auf ganz ungewöhnliche Weise dadurch, dass er mit Hilfe von Schwarzpulver ein kleines Loch in den Berg machte, um ihn mit Gewalt aufzubrechen und auf diese Weise zu erfahren, was in ihm verborgen war.&amp;quot;''. Ebenso wurde in diesem Bericht erwähnt, dass Martinengo nach einigen Jahren erfolgloser Tätigkeit verschwunden sei. (Heinz Walter WILD, Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau; Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden: Stiftung Bergbaumuseum Schmelzboden-Davos, November 1984, 8. Jahrgang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Einführung des Schießens wird auch immer wieder der Freiberger Oberbergmeister Martin Weigel und das Jahr 1613 genannt. Diese Aussagen beziehen sich jedoch auf einen Freiberger Ausbeutebogen vom Quartal Trinitatis 1715, auf dem folgender Text zu finden ist:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„In der 11. Wo. dieses qvartals ist Samuel Wiedner / Unter-Steiger auf St. Anna und Alt-Väter Fgrb. an der Halßbrücke / nachdem der von ihn angelegte Schuß sich etwas verhalten / und er wieder dazu fahren wollen/vom Schuß ergrieffen und ums Leben kommen. Das Bohren und Schiessen auf den Gestein ist anno 1613. von Martin Weigeln Ober-Bergmeistern allhier erfunden worden / und wurden anfangs Pflöcke dazu gebraucht / und in die Bohr-Löcher getrieben / seit etlich 30. Jahren aber ist solches viel sicherer und leichter mit Letten verrichtet worden. Auch hat man nunmehro hiesiges Ortes gewisse kleine Hand-Bohrer introduciret / durch welche die Häuer dem festen Gestein / mit sonderlichen Vortheil / grossen Abbruch thun können.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anmerkung führte wohl dazu, dass August Beyer in „Das gesegnete Markgrafthum Meissen“ (Dresden, 1732), in dem die Ausbeutezahlen von 1529 bis 1729 aufgeführt werden, neben den Ausbeutezahlen des Jahres 1613 schrieb:&amp;lt;br /&amp;gt;''„In diesen Jahr hat Martin Weigold das Bohren im Gestein mit dem Pflock zu schießen erfunden.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätere Autoren übernahmen diese Aussage, ohne sie in irgendeiner Form urkundlich belegen zu können und verwiesen auf Beyer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen Zeit sind keine Dokumente aus der Zeit um 1613 bekannt, die diese Aussage belegen können. Es stellt sich auch die Frage, warum eine so bedeutende Neuerung erst 14 Jahre später von einem anderen Ort aus ihren Siegeszug antreten sollte und erst 30 Jahre später in Freiberg Einzug hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1617 gibt es aus Lothringen Belege, die auf Sprengungen mittels Schwarzpulver in den Bergwerken von Le Thillot hindeuten könnten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Rechnung für das 4. Quartal 1617 (Comptes trimestriels des mines du Thillot. Année 1617), die im Archive des Départements von Meurthe-et-Moselle. Archiv-Nr.: B 8366 vorhanden ist, wird Schwarzpulver aufgeführt. So wurde im 4. Quartal 1617 die Ausgabe von 9 Francs und 6 Gros für eine nicht näher präzisierte Menge von Pulver aufgeführt, um&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„zu schießen in dem Bergwerk und um den Felsen zu sprengen.“''. (Francis PIERRE: Les mines de cuivre et d’argent de la haute Moselle. Apparition et évolution des techniques de percement à la poudre noire. Le Thillot (Vosges). In: Lotharingia. T. 5. Nancy 1993).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch für folgende Quartale sind Abrechnungen über Schwarzpulver vorhanden. Allerdings deutet der ziemlich geringe Betrag von 9 Francs und 6 Gros auf eine ebenso geringe Menge an verwendeten Schwarzpulver (etwa 4 Pfund) und somit nicht auf eine kontinuierlicher, eher auf einen selektiven oder versuchsweisen Einsatz hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wirklich urkundlich belegt sind die Sprengungen am 08. Februar 1627 im „Ober Piberstolln“ in Schemnitz, die durch den Tiroler Caspar Weindl durchgeführt wurde. So findet sich im Schemnitzer Berggerichtsbuch von 1627 folgender Eintrag:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''&amp;quot;Adi 8. Februari, dits 1627 Jars, hat die Gancz Löblich Gewerkschafft beim hauptperkhwerch Ober Piberstolln, Ihr Kai: Mai: perggericht zur Schembnitz zur Einfart wegen des Casper Weindlesz Sprengwerch solches in Augenschein zu nehmen, ob es dem Gezimerwerch durch dasz schiessen schedlich sein mechte, in beratschlagung zu ziehen begrueszt, Über solchen eingenommenen Augenschein, vnd in Gegenwart der Ambtleut, Sowol des Perggerichts, beschehenen Schusz hat sichs befunden, dasz dieses Sprengwerch wol fürzunehmen sei, vnd nichts schedlichs causirn werde, ob zu Zeitten gleich ein Rauch entstehet, vergeet er doch in ainer Viertl Stundt, vnd ist den hewern ohne schaden, nimbt auch viel böses Wetter mit sich wegkh, Aber offt zu schiessen, würde es nit thuen, denn es würde die anderen Khüren im Arzthauen vnd Geföl, wenn Sie offt sollen stilhalten, verhintern, Aber für Rahtsamb war, die weillen im Danielschlag schöne Anbrüch vorfanden, die aber Zimblich fesst, doch keine heuer die man zuelegen mechte vorhanden sein, daselbst So wol in den Schächten vnnd Stolwenten auf der Soolen liesz sich dasz Sprengwerch gar wol an.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weiter ist dermallen Caspar Sprenger befragt worden, ob er diese Örtter im Danielschlag wollte zu Lehenschafft annemben, Weil das ainczige Ortt im tieffisten, den Vncosten mit dem Sprengen nicht ertragen würde, hierüber meldt solcher, wenn man Ime 40 oder 50 guette Heuer gibt, So traue er Ihme diese Örter gar wol mit der Herren Gewerckhen guetten Nuczen zu Lehenschafft anzunemben. Auf solch sein erpieten wird Ime Caspar darauf geantwort: Weil im Tieffisten viel Örtter aus Mangel Heier feiern müssen vnnd dits Orts allein ein 40 Heier von Nöten, vnd sein doch keine vorfanden, ob man nit Mitl haben könne, Soviel Heier etwo von anderen Darauf meldt Caspar, wann man den Uncossten, der darauf geen würde, nit ansehen, noch Sparen wolt, vnnd Ime ainen Paszbrieff von Ihr Kai: Mai: ausbringen vnd ertailen würde, trauet er Ime gar wol ausz Tyroll ain anzahl guetter Heier, zu Nottdurfft an solche Örtter als in das Tieffeste, Danielschlag, hintern Künsten, Schächten, Stolwant, an der Sol: vnnd andere Örtter zue zu weitten vnd ins werkh zusetzen herein zu bringen. Souil thuet das Kaiserlich Perggericht ain Gancze Löbliche Gewerckhschaft berichten, welche ohne maszgeben auf solcher verern beratschlagungen des Caspar Sprengers Zuesagen : Vnnd erpietten ins Werckh zuseczen wissen werden,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Datum Schembnicz den 16 Februari A. 1627.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Putscher Pergkmaister'',&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Caspar Pistorius,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Chri: Spilberger, Pergkgerichtsschreiber.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wurde kann man davon ausgehen, dass es sich hier um Sprengungen handelt, bei denen Bohrlöcher angefertigt wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Caspar Weindl, der den Beinahmen „Sprenger“ erhielt, war vor der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz, auf den in Tirol liegenden Bergwerken des Grafen Montecuccoli tätig, des Oberstkammergrafen von Schemnitz (Quelle: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass er bereits im Vorfeld der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz schon Versuche mit dieser Technologie in Schemnitz selber und in Tiroler Bergwerken unternahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue, nun erfolgreich angewandte Technologie, verbreitete sich schnell. So kam sie wohl schon im gleichen Jahr in den Kupfergruben im böhmischen Graslitz zum Einsatz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Erst im Jahre 1627 wurde aus Ungarn die Schießarbeit auf den Graslitzer Kupferwerken eingeführt, nach den vorhandenen abgeschossenen Bohrlöchern zu schließen - die zweimännische; doch hatte diese Verbesserung von keinem tiefgreifenden Einflüsse auf den dortigen Bergwerksbetrieb mehr sein können, da noch In demselben Jahre das Religlonsedict einen sehr  großen Teil der Einwohner von Graslitz, weil sie Protestanten waren, zur Auswanderung nöthigte.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Konstantin von NOWICKI „Die Wiedergewältigung des alten Kupferbergbaues von Graslitz in Böhmen“, Prag 1862)&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1628 gibt es im Stiftsarchiv St. Lambrecht einen Brief, der die Entsendung des Sprengkundigen Ruep Meytesperger in die Eisenstein- und Hittracherzgruben des Stiftes St. Lambrecht in der Steiermark beschreibt. Meytesperger soll den dortigen Arbeitern das Sprengen zeigen und diese darin unterrichten. Der Brief vom 29. Oktober 1628 von Georg Fischer aus Friesach an P. Andreas von St. Lambrecht hat folgenden Inhalt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ehrwürdig Edler und Wohlgelehrter Herr etc. Euer Ehrwürden seindt mein gantz gevlißne Dienst iederzeit bevohr.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Auf abgeredt und verlaßner massen vor dreyer tagen übersende Euren Ehrwürden etc. ich hiemit zeigern Ruep Meytespergern sambt andern zween guetter Pergkarbeiter zu belegung des Pleyglantzes und Hütrauch Erzt, denen zweyen wollen sie wöchentlich per 1 il iedem Cost oder gelt sambt Liechter und Eißen, wie der Meytesperger derselben anzaigen wirdt, ervolgen lassen, welche er Meydtesperger an die arbeit selbst anordnen und sobalt ich wider zu Hauß komb, sol ihnen nach dem Centner oder Kübl verdingt werden, damit Ihr Ehrwürden von ihnen nicht alle wochen uberlauffen werden, mögen sie ihnen (doch ohne maßgebung) auf etliche wochen die Cost ervolgen lassen, dann ihnen wol zu trauen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Dem Meytesperger aber hab ich selbst Zehrung ertheilt, würdt ungevor ein Tag 8 oder mehr drüben verbleiben und dennen arbeitern bei dem Eißenstein- sowohl bei dem Hüttrauch Erzt das Sprenngen zeigen und underrichten (deme sie uf sein begehren Pulffer preperieren und die schüß zu 8, 10 oder 12 Lot machen, wie er begern würdt, sowohl nach seinen angeben 2 oder dreierlei Porer den Schmidt verfertigen lassen, und würdt hiemit gedachter Meitesperger an seinen Vleiß nichts ermindern lossen. Wollen Ihr Ehrwürden denen arbeitern, so das Sprenngen von Ihme sehen und lehrnen, anzaigen, daß sie ihme treulich volgen und behuetsambt darmit umbgehen. Weil auch in den grueben bei dem Eißenstein auch zu sprenngen guete gelegenheit, soll Er sie auch daselbsten anweißen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Es haben Ihr Gnaden vor Irem abreißen dem Hanßen im Pach in meinem beisein schlecht hackhenpulffer zu machen bevohlen, das wollen Sie darzue preperieren und das Scheiben Pulffer, weil es noch so teuer, sparen, würdt dennoch störkher als das guete worden.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''Dem Meydesperger hab ich auch under andern bevohlen, in die grueben hinder dem Closster, davon ich einen schwardtzen schüffer mit herüber gefürt, zu fahren und denn augenschein einzunehmen, weil der stein Vitriolismum, würdt darinnen ein gantzer Vitriol viß zu finden sein, der zu Colnierung deß Eißens tauglich sein würdt, noch biß dato hab ichs, weil ich kein Floßeißen noch nicht empfanngen, kein prob machen khönnen, darumben auch Ir Hochwürden und Gnaden ich noch nichts zuschreiben kann, soll aber zu meiner widerkunft förderlichen beschehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Letzlichen sover Ir Ehrwürden das im Closter ligende Pleyerzt noch nicht nach dem Hof (= Mariahof) gesannt, das sie es morgen oder Erdag wollen dahin verschaffen, dann ich solches künfftigen Mitwoch gewiß abhoiien zu lassen bedacht. Auf dißmahl anders nichts Neus, dann Euer Ehrwürden ich mich zu dero Ehrwürden iederzeit befehlen thue.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Friesach den 29. Octobris Anno 1628.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Euer Ehrwürden dienstgevlißner''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Fischer''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''m. p.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Walter BRUNNER: Anfänge der bergmännischen Sprengtechnik in der Steiermark; in: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft von Ruep Meytesperger ist leider nichts bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass er vorher im näheren Umfeld von Caspar Weindl tätig war, da er so seine Kenntnisse als „Sprengkundiger“ sammeln konnte. Wichtig ist aber, dass in dem Brief sowohl die Verwendung von Bohrern als auch die Tiefe der Bohrlöcher erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich durch die Abwanderung von protestantischen Bergleuten aus Graslitz, wurde diese Technologie in den Harz gebracht, wo im Jahr 1632 in Clausthal die erste Sprengung erfolgt sein soll. Entsprechende Abrechnungen für Pulver sind aber erst ab dem Jahr 1634 belegt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Bohren und Schießen ist zuerst Anno 1632 auf den Clausthalschen Bergwerken aufgekommen, anfangs aber gar sparsam gebraucht worden, wie daher abzunehmen, daß man vor dem 1634sten Jahre kein Pulver in den wöchentlichen Anschnitten (Bergrechnungen) berechnet findet, wie nachhero.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Clausthal aus verbreitete sich diese Technologie weiter und wurde durch Caspar Morgenstern nach Freiberg in Sachsen gebracht, wo sie im Jahr 1643 nachweislich angewendet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Die Sprengarbeit in den Gruben ward, wie geschichtskundig, erst im Jahre 1627 aus Ungarn nach Teutschland versetzt, nach Gräßlit'z in Böhmen, kam von da auf den Harz und von diesem im Jahre 1643 durch Caspar Morgenstern nach Sachsen. Dieser Bergmann gab auf den Freyberger Gruben das Bohren mit eisernen Bohrern und Schießen zuerst an und beschäftigte sich anfangs blos neben der Schicht damit, indem man im Jahre 1644 z. B. auf der Grube Hohe Birke obere 9te bis l0te Maas im Quartal Reminiscere l n. 3 Gr. für 32 Zoll zu bohren nach seiner Schicht, sowie 6 Gr. für 2 Schichten die Löcher anzustecken (anzubrennen und wegzuschiessen) verschrieb. Im Jahre 1644 bis Ende 1652 gab sich Caspar Morgenstern sodann blos mit Bohren und Scbiessen auf genannter Grube ab, welchem Michael Eämler und Hans Werlich, nachdem Morgenstern ins Gnadengeld gesetzt worden, bis zum Jahre 1658. nachfolgten; von dieser Zeit an mußte jeder Häuer sein Loch bohren und anstecken und erhielt für jeden Schuß drei Groschen Schießgeld.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Christian Wilhelm Fridrich SCHMID, Kurze Geschichte der Erfindung der Meisnischen Bergwerke und der Entwicklung ihrer Technik, Freiberg (ungedruckt) aus dem Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Harzer und Sächsische Bergleute verbreitet sich das Schießen bis Mitte des 18. Jahrhunderts weiter über ganz Europa.&lt;br /&gt;
Diese Technologie selber setzte sich aber nur sehr langsam, anfänglich als Unterstützung und später in Kombination mit der Schlägel- und Eisenarbeit durch. Ursachen für den schleppenden Einzug des Bohrens und Schießens waren neben politischen Gründen (30jähriger Krieg, Vertreibung und Pest, während dieser Zeit der Bergbau weitestgehende zum Erliegen kam) und der noch unausgereiften Technologie (unpraktische Bohrköpfe der Kronen- bzw. Kolbenbohrer), auch der hohe Personalbedarf (zwei- und dreimännisches Bohren) bei der Herstellung der großen Bohrlöcher sowie der nicht unerhebliche und teure Pulververbrauch. So wurde es lange Zeit, auch in großen Bergbaurevieren, nur auf einzelnen Gruben praktiziert und findet in der Literatur dieser Zeit kaum Erwähnung.&lt;br /&gt;
So schreibt BAADER zur Freiberger Grube „Hohe Birke“ folgendes:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Man trift hier noch auf alte Oerter, wo bey einer Höhe von ¾ Lachtern und des Ganges Mächtigkeit von 3 Zoll, 3 und 4 zweymännische drittehalb Zollstarke Bohrlöcher anstehen, und es lässt sich also leicht begreifen, wie gering der Nutzen gewesen seyn muß, den unter diesen Umständen die Sprengarbeit gewährte''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die wichtigsten Verbesserungen waren unstreitig die Einführung einmännischer Böhrer und das Lettenschiessen. Wärend letzteres vom Harze hierher kam, haben die Harzer (nach Calvör) den einmännischen Bohrer von den Sachsen angenommen. Das Schiessen mit Zündern kam von Ungarn hierher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Der Einbruch vor Ort wurde zwar lange schon durch Schießen gemacht, aber den Ausschram auf Gängen glaubte man nur mit der Schlägel –und Eisenarbeit machen zu müssen.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: D. BAADER der Jüngere: Beytrag zur Geschichte der Sprengarbeit in Sachsen, im Bergmännisches Journal 1790 von Alexander Wilhelm KÖHLER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Reduzierung des Bohrlochdurchmessers konnte ab Ende des 17. Jahrhunderts auch einmännische Bohrlöcher hergestellt und somit auch der Pulver- und Personalbedarf reduziert werden. Im 18. Jahrhundert wurden statt der Kronen- bzw. Kolbenbohrer verbesserte Handbohrer mit Meißelköpfen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist ein Auszug aus der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669. Dort wird beschrieben, auf was die Steiger bei der Arbeit mit Pulver zu achten haben. Dabei wird auch erwähnt, dass die Häuer scheinbar schon länger vermehrt Bohren und Schießen und deswegen den Umgang mit Schlägel und Eisen nicht mehr so recht beherrschen. Dies kann man als Hinweis darauf deuten, dass das Schießen sich im Geltungsbereich dieser Bergordnung intensiv betrieben wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Vom Unterschied der Arbeit, mit Pulver''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weil die Stroßen in den Gruben unterschiedlich, soll jeder Grubensteiger seine Stroßen zum öftern bebauen, und deren Gelegenheit wohl betrachten, daß wo er einigen Vortheil haben vermeinet, da daselbst mit Schlägel und Eisen, oder mit Keilhauen, Keil, Stück und Eisen abzubrechen, soll er auf solchen Stroßen nicht straks bohren, und das Pulver unnöthiger Weise verschießen laßen, wie dann die Häuer seit dem das Schießen aufgekommen, sich der rechten Bergmanns-Arbeit, Schlägel und Eisen zu gebrauchen, und wie daßelbe anzubringen, entwöhnet, und nur auf das Bohren sich begeben, daß auch wohl vielmahl unnöthiger Weise geschossen, und an den Oertern eine Wand gesprengt wird, der wohl mit Gezäu Abbruch geschehen können.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669 findet man eine Passage, die das '''Schießen aus dem Ganzen''', also aus dem unveritzten Gebirge sowie die Verwendung von Patronen beschreibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, …“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''Schießen aus dem Ganzen'' hat sich wahrscheinlich in den Revieren, in denen das Schießen ab Mitte des 17. Jahrhunderts intensiver betrieben wurde, parallel entwickelt. Es ist auch zu vermuten, dass diese neue Art mit einem Technologiewechsel beim Bohren (einmännische Bohrlöcher, Einsatz von [[Bohrer|Meißelbohrern]]) einhergegangen sein könnte.&lt;br /&gt;
Beim ''Schießen aus dem Ganzen'' wurde statt des Anlegens eines [[Schram]]s zuerst ein Bohrloch mittig im Bereich der [[Sohle]] aus dem unveritzten Gebirge geschossen und anschließend die Masse abgefördert. Über dem so entstandenen [[Einbruch]] wurde ein weiteres Bohrloch erstellt, besetzt und in den Hohlraum geschossen. Dieser Vorgang wiederholte sich, bis man die [[Firste]] erreicht hatte. Teilweise wurden auch mehrere Sprengladungen gleichzeitig oder verzögert zur Explosion gebracht. Die [[Stoß|Stöße]] wurden anfänglich noch mit [[Schlägel- und Eisenarbeit]] hereingewonnen, später erfolgte der Vortrieb von [[Stollen|Stolln]] und [[Strecke]]n durch Sprengung auf dem ganzen Querschnitt und löste die Schlägel- und Eisenarbeit weitestgehend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich ab dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts wurde diese Technologie auch in Sachsen angewendet und in der ''Stollnordnung'' des Kurfürst Friedrich August II. aus dem Jahr 1749 als das ''&amp;quot;nutzbarliche Schießen aus dem Ganzen&amp;quot;'' vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Es soll auch, zu Erspahrung derer vielen Gedinge, und darzu erforderlichen grossen Auffwands, die kostbare Gewinnung des vesten Gesteines mit Schlägel und Eisen, so viel sich nach Beschaffenheit ieden Orts, ratione derer Wetter, thun lassen will, und äuserst möglich ist, abgeworffen und das nutzbarliche Schiessen aus dem gantzen eingeführet werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wannenhero die Bergmeistere und Geschworne, solches sofort zu veranstalten, die Stolln- Schichtmeistere und Steigere aber fleißige und pflichtmäßige Aufsicht zu führen haben, damit sothanes Schiessen, statt des viele Zeit und Kosten wegnehmenden Schrämens, bey obigen und denenjenigen Stoll-Oertern, wo keine Ertze brechen, auch wo die Gewercken-Steigere selbst mit arbeiten, bewerckstelliget- und die Löcher zum Schiessen, wo es thunlich, mit einmännischen Bohrern gemachet werden mögen. Dahingegen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vor solchen Oertern, wo das Schiessen nicht applicabel, und wegen des vesten Gesteines, der Einbruch auf das Tagwerk stärcker nicht, als zwey oder höchstens drey Zoll gemachet werden kann, zu ebenmäßiger Beförder- und Erleichterung der Arbeit, mehr als einmahl einzubrechen- und auf ieden solchen Einbruch, nicht allemahl gleicher Stoß zu halten ist.“''&lt;br /&gt;
(König August III. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(15)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2694</id>
		<title>Bohren und Schießen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2694"/>
				<updated>2012-09-24T11:38:35Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Bohren und Schießen''' war eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der durch das manuelle anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver eine deutliche Erhöhung der Vortriebs- und Abbauleistung gegenüber der [[Schlägel- und Eisenarbeit]] erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische [[Gezähe]] des Bohrens und Schießens war der [[Bohrer]], der [[Schlägel|Fäustel]], der [[Krätzer]], der [[Lettenstampfer]] und die [[Räumnadel]]. Beim Schießen mittels [[Schießpflock]] wurden zusätzlich noch [[Schießblech|Schießbleche]] und [[Schießspreize]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Technologie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist gab der Steiger die Stelle vor, wo und wie (Richtung, Durchmesser, Teufe) das Bohrloch angelegt werden sollte.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„Wo nun ein Schuß weggethan werden soll, so weiset der Steiger die Arbeiter, so das Bohren verrichten sollen, ordentlich an, und bedeutet selbige auf was Weise sie den Bohrer, ob schräge, gerade nieder, oder über sich, anführen sollen.“'' (Kern, J.G. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(21)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde in das Gestein eine kleine Vertiefung ([[Zubrüsten]]) geschlagen und darin der Anfangsbohrer angesetzt. Mit den im [[Bohrpost]] vorhandenen Bohrern konnte nun das Bohrloch hergestellt werden. Dabei wurde der Bohrer wurde dabei nach jedem zweiten Schlag mit dem Fäustel leicht gedreht (umgesetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bohrgrus (Bohrmehl) wurde mit Wasser feucht gehalten, das in einem kleinen Holzgefäß ([[Bohrtrog]]) aufbewahrt wurde. Das letzte Stück wurde meist ohne Wasser gebohrt, damit man das Bohrloch im Anschluss besser trocken bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Krätzer]] wurde das Bohrgrus herausgeholt. Eine über das Bohrloch gelegte Lederscheibe mit einem Loch in der Mitte ([[Bohrdeckel]]) verhinderte das Herausspritzen des breiigen Bohrkleins. Am Schluss wurde durch den Ring am oberen Ende der Krätzers ein [[Bohrlappen]] gesteckt und mit ihm das Bohrloch trocken gewischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde die pulvergefüllte [[Patrone]] mit der Räumnadel aufgespießt und in das Bohrloch geschoben. Nach Einbringen eines Pfropfens aus Papier, Holz oder anderen Material (vormals wurden [[Schießpflock|Schießpflöcke]] verwendet) über der Patrone, wurde das Bohrloch mit [[Besatz]] oder [[Wolger]]n gefüllt und unter Zuhilfenahme des [[Schlägel|Fäustels]] sowie des [[Lettenstampfer]]s, dessen Hohlkehle an der Nadel liegt, mit Anfangs leichten und später kräftigen Schlägen der Besatz verdichtet. Letztendlich wurde das Bohrloch noch mit [[Letten]] verschmiert und die Räumnadel vorsichtig aus dem Bohrloch herausgetrieben, in dem eine [[Bohrer|Bohrstange]] durch den Ring der Bohrnadel gesteckt und leicht darauf geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
In den so bis zur Patrone entstandenen Zündkanal wurde nun der [[Halm]] als Zünder gesteckt. An das aus dem Bohrloch herausstehende Ende des Halmes wurde nun das [[Schwefelmännchen]], ein mit Schwefel getränkter Wollfaden, angebracht und mit der Öllampe entzündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor das Schießen mit [[Besatz]] durch [[Letten]] eingeführt wurde, verwendete man hölzerne Schießpflöcke zum Verschluss der oft zwei- oder dreimännisch hergestellten Bohrlöcher. Das Pulver wurde teilweise lose mittels der Pulverkelle und Pulverhorn in die Bohrlöcher eingefüllt oder hineingeschüttet, wobei sich aber durch entstandene Hohlräume und das Feuchtwerden de Pulvers die Sprengwirkung verminderte. Auch war diese Methode nur bei horizontal- oder abfallend gebohrten Löchern möglich und erhöhte die Gefahr von Unfällen. So ging man schnell dazu über, das Pulver in [[Patronen]] zu füllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schießpflöcke waren mit einem Loch oder eine Kerbe für die Pulverspur versehen und wurden nach dem Einfüllen des Pulvers mit Hilfe des Schlägels in das Bohrloch getrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Soferne keine Wasser darinnen zulauffen / kan alsbald geschossen werden / wenn zu vorhero alles darzu zugerichtet ist. Denn es muß ein Pflock von buchigen Holze nach der Grösse des Loches / und Länge desselben zugeschnitten werden / uff demselben wird der Länge nach eine Spur oder Kerbe ausgeschnitten / anstatt des Zünd-Loches.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Eintreiben der Schießpflöcke kam es durch Reibung und entstehende Funkenbildung bei quarzigem Gestein, besonders bei Rückständen von lose eingefülltem Pulver an den Bohrlochwänden, immer wieder zu Unfällen. Auch konnte das Loch oder die Kerbe für die Pulverspur zusammengedrückt werden und musste mit der [[Räumnadel]] wieder geöffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Wird / da die Spur durch das Schlagen zusammen setzen sollte / gebrauchet / damit in derselben auffgeräumet.“'', (Berward, C. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(26)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den eingetriebenen Schießpflock wurde bündig in ein entsprechendes [[Bühnloch|Bühnenloch]] das [[Schießblech]] gesetzt und dieses anschließend mittels [[Schießspreize]] befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Uff solchen Pflock muß ein sonderlich Schieß-Eisen / das ist ein Blech in gevier 2. Hände breit / ein oder zwey Finger stark / ins Gestein eingehauen werden / daß es sich nicht schieben kann / darüber das Zünd-Loch seyn muß. Auff solches Blech wird so dann ein Poltzen oder Stempel angetrieben, welcher wohl verwahret in einem Bühn-Loch stehen muß.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Entzündung der Patrone wurde entweder die Pulverspur, Schießröhrchen oder Halm in Verbindung mit dem Schwefelmännchen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geschichtliche Entwicklung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Sprengens in Bergwerken ist gerade für die Anfangszeit schwer urkundlich zu belegen. Da diese Technologie aber in Agricolas „De Re Metallica“ nicht beschrieben ist kann man davon ausgehen, dass ihm diese auch nicht bekannt war und somit in der Zeit vor 1550 nicht im mitteleuropäischen Bergbau zur Anwendung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lag natürlich nahe, sich die explosive Kraft des Pulvers auch im Bergbau zu Nutze zu machen und somit wird es sicherlich auch viele Versuche gegeben haben, die nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Es ist auch anzunehmen, dass man anfänglich die Ladung in Klüften oder im Schram anbrachte bzw. versuchte, in den Schram hineinzuschießen. Erfolgreich wurde diese Technologie aber erst, als man die Ladungen in eigens dafür hergestellten Bohrlöchern zur Explosion brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Staatsarchiv von Venedig wurde im Jahr 1959 ein Bericht des Generalvikars für den Bergbau der Republik Venedig gefunden, die auf erste untertägige Sprengungen hindeuten könnte. In diesem Bericht stand, dass Giovanni Battista Martinengo im Jahr 1573 einen Antrag auf Pacht von Gruben stellte und die Konzession zum Ausbeuten der Bergwerke in Schio bei Vincenza durch den „Rat der Zehn“ bekam, weil er 12% des Ertrages (üblich war der Zehnte) abführen wollte. Weiter heißt es in dem Bericht, dass ''„dieser Mann, nicht so arbeitete, wie man es normalerweise gewohnt war, nämlich zunächst das Gewölbe zu stützen und dann nach und nach vor zutreiben, um das Material herauszuholen. Er tat dies auf ganz ungewöhnliche Weise dadurch, dass er mit Hilfe von Schwarzpulver ein kleines Loch in den Berg machte, um ihn mit Gewalt aufzubrechen und auf diese Weise zu erfahren, was in ihm verborgen war.&amp;quot;''. Ebenso wurde in diesem Bericht erwähnt, dass Martinengo nach einigen Jahren erfolgloser Tätigkeit verschwunden sei. (Heinz Walter WILD, Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau; Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden: Stiftung Bergbaumuseum Schmelzboden-Davos, November 1984, 8. Jahrgang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Einführung des Schießens wird auch immer wieder der Freiberger Oberbergmeister Martin Weigel und das Jahr 1613 genannt. Diese Aussagen beziehen sich jedoch auf einen Freiberger Ausbeutebogen vom Quartal Trinitatis 1715, auf dem folgender Text zu finden ist:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„In der 11. Wo. dieses qvartals ist Samuel Wiedner / Unter-Steiger auf St. Anna und Alt-Väter Fgrb. an der Halßbrücke / nachdem der von ihn angelegte Schuß sich etwas verhalten / und er wieder dazu fahren wollen/vom Schuß ergrieffen und ums Leben kommen. Das Bohren und Schiessen auf den Gestein ist anno 1613. von Martin Weigeln Ober-Bergmeistern allhier erfunden worden / und wurden anfangs Pflöcke dazu gebraucht / und in die Bohr-Löcher getrieben / seit etlich 30. Jahren aber ist solches viel sicherer und leichter mit Letten verrichtet worden. Auch hat man nunmehro hiesiges Ortes gewisse kleine Hand-Bohrer introduciret / durch welche die Häuer dem festen Gestein / mit sonderlichen Vortheil / grossen Abbruch thun können.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anmerkung führte wohl dazu, dass August Beyer in „Das gesegnete Markgrafthum Meissen“ (Dresden, 1732), in dem die Ausbeutezahlen von 1529 bis 1729 aufgeführt werden, neben den Ausbeutezahlen des Jahres 1613 schrieb:&amp;lt;br /&amp;gt;''„In diesen Jahr hat Martin Weigold das Bohren im Gestein mit dem Pflock zu schießen erfunden.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätere Autoren übernahmen diese Aussage, ohne sie in irgendeiner Form urkundlich belegen zu können und verwiesen auf Beyer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen Zeit sind keine Dokumente aus der Zeit um 1613 bekannt, die diese Aussage belegen können. Es stellt sich auch die Frage, warum eine so bedeutende Neuerung erst 14 Jahre später von einem anderen Ort aus ihren Siegeszug antreten sollte und erst 30 Jahre später in Freiberg Einzug hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1617 gibt es aus Lothringen Belege, die auf Sprengungen mittels Schwarzpulver in den Bergwerken von Le Thillot hindeuten könnten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Rechnung für das 4. Quartal 1617 (Comptes trimestriels des mines du Thillot. Année 1617), die im Archive des Départements von Meurthe-et-Moselle. Archiv-Nr.: B 8366 vorhanden ist, wird Schwarzpulver aufgeführt. So wurde im 4. Quartal 1617 die Ausgabe von 9 Francs und 6 Gros für eine nicht näher präzisierte Menge von Pulver aufgeführt, um&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„zu schießen in dem Bergwerk und um den Felsen zu sprengen.“''. (Francis PIERRE: Les mines de cuivre et d’argent de la haute Moselle. Apparition et évolution des techniques de percement à la poudre noire. Le Thillot (Vosges). In: Lotharingia. T. 5. Nancy 1993).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch für folgende Quartale sind Abrechnungen über Schwarzpulver vorhanden. Allerdings deutet der ziemlich geringe Betrag von 9 Francs und 6 Gros auf eine ebenso geringe Menge an verwendeten Schwarzpulver (etwa 4 Pfund) und somit nicht auf eine kontinuierlicher, eher auf einen selektiven oder versuchsweisen Einsatz hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wirklich urkundlich belegt sind die Sprengungen am 08. Februar 1627 im „Ober Piberstolln“ in Schemnitz, die durch den Tiroler Caspar Weindl durchgeführt wurde. So findet sich im Schemnitzer Berggerichtsbuch von 1627 folgender Eintrag:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''&amp;quot;Adi 8. Februari, dits 1627 Jars, hat die Gancz Löblich Gewerkschafft beim hauptperkhwerch Ober Piberstolln, Ihr Kai: Mai: perggericht zur Schembnitz zur Einfart wegen des Casper Weindlesz Sprengwerch solches in Augenschein zu nehmen, ob es dem Gezimerwerch durch dasz schiessen schedlich sein mechte, in beratschlagung zu ziehen begrueszt, Über solchen eingenommenen Augenschein, vnd in Gegenwart der Ambtleut, Sowol des Perggerichts, beschehenen Schusz hat sichs befunden, dasz dieses Sprengwerch wol fürzunehmen sei, vnd nichts schedlichs causirn werde, ob zu Zeitten gleich ein Rauch entstehet, vergeet er doch in ainer Viertl Stundt, vnd ist den hewern ohne schaden, nimbt auch viel böses Wetter mit sich wegkh, Aber offt zu schiessen, würde es nit thuen, denn es würde die anderen Khüren im Arzthauen vnd Geföl, wenn Sie offt sollen stilhalten, verhintern, Aber für Rahtsamb war, die weillen im Danielschlag schöne Anbrüch vorfanden, die aber Zimblich fesst, doch keine heuer die man zuelegen mechte vorhanden sein, daselbst So wol in den Schächten vnnd Stolwenten auf der Soolen liesz sich dasz Sprengwerch gar wol an.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weiter ist dermallen Caspar Sprenger befragt worden, ob er diese Örtter im Danielschlag wollte zu Lehenschafft annemben, Weil das ainczige Ortt im tieffisten, den Vncosten mit dem Sprengen nicht ertragen würde, hierüber meldt solcher, wenn man Ime 40 oder 50 guette Heuer gibt, So traue er Ihme diese Örter gar wol mit der Herren Gewerckhen guetten Nuczen zu Lehenschafft anzunemben. Auf solch sein erpieten wird Ime Caspar darauf geantwort: Weil im Tieffisten viel Örtter aus Mangel Heier feiern müssen vnnd dits Orts allein ein 40 Heier von Nöten, vnd sein doch keine vorfanden, ob man nit Mitl haben könne, Soviel Heier etwo von anderen Darauf meldt Caspar, wann man den Uncossten, der darauf geen würde, nit ansehen, noch Sparen wolt, vnnd Ime ainen Paszbrieff von Ihr Kai: Mai: ausbringen vnd ertailen würde, trauet er Ime gar wol ausz Tyroll ain anzahl guetter Heier, zu Nottdurfft an solche Örtter als in das Tieffeste, Danielschlag, hintern Künsten, Schächten, Stolwant, an der Sol: vnnd andere Örtter zue zu weitten vnd ins werkh zusetzen herein zu bringen. Souil thuet das Kaiserlich Perggericht ain Gancze Löbliche Gewerckhschaft berichten, welche ohne maszgeben auf solcher verern beratschlagungen des Caspar Sprengers Zuesagen : Vnnd erpietten ins Werckh zuseczen wissen werden,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Datum Schembnicz den 16 Februari A. 1627.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Putscher Pergkmaister'',&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Caspar Pistorius,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Chri: Spilberger, Pergkgerichtsschreiber.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wurde kann man davon ausgehen, dass es sich hier um Sprengungen handelt, bei denen Bohrlöcher angefertigt wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Caspar Weindl, der den Beinahmen „Sprenger“ erhielt, war vor der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz, auf den in Tirol liegenden Bergwerken des Grafen Montecuccoli tätig, des Oberstkammergrafen von Schemnitz (Quelle: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass er bereits im Vorfeld der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz schon Versuche mit dieser Technologie in Schemnitz selber und in Tiroler Bergwerken unternahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue, nun erfolgreich angewandte Technologie, verbreitete sich schnell. So kam sie wohl schon im gleichen Jahr in den Kupfergruben im böhmischen Graslitz zum Einsatz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Erst im Jahre 1627 wurde aus Ungarn die Schießarbeit auf den Graslitzer Kupferwerken eingeführt, nach den vorhandenen abgeschossenen Bohrlöchern zu schließen - die zweimännische; doch hatte diese Verbesserung von keinem tiefgreifenden Einflüsse auf den dortigen Bergwerksbetrieb mehr sein können, da noch In demselben Jahre das Religlonsedict einen sehr  großen Teil der Einwohner von Graslitz, weil sie Protestanten waren, zur Auswanderung nöthigte.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Konstantin von NOWICKI „Die Wiedergewältigung des alten Kupferbergbaues von Graslitz in Böhmen“, Prag 1862)&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1628 gibt es im Stiftsarchiv St. Lambrecht einen Brief, der die Entsendung des Sprengkundigen Ruep Meytesperger in die Eisenstein- und Hittracherzgruben des Stiftes St. Lambrecht in der Steiermark beschreibt. Meytesperger soll den dortigen Arbeitern das Sprengen zeigen und diese darin unterrichten. Der Brief vom 29. Oktober 1628 von Georg Fischer aus Friesach an P. Andreas von St. Lambrecht hat folgenden Inhalt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ehrwürdig Edler und Wohlgelehrter Herr etc. Euer Ehrwürden seindt mein gantz gevlißne Dienst iederzeit bevohr.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Auf abgeredt und verlaßner massen vor dreyer tagen übersende Euren Ehrwürden etc. ich hiemit zeigern Ruep Meytespergern sambt andern zween guetter Pergkarbeiter zu belegung des Pleyglantzes und Hütrauch Erzt, denen zweyen wollen sie wöchentlich per 1 il iedem Cost oder gelt sambt Liechter und Eißen, wie der Meytesperger derselben anzaigen wirdt, ervolgen lassen, welche er Meydtesperger an die arbeit selbst anordnen und sobalt ich wider zu Hauß komb, sol ihnen nach dem Centner oder Kübl verdingt werden, damit Ihr Ehrwürden von ihnen nicht alle wochen uberlauffen werden, mögen sie ihnen (doch ohne maßgebung) auf etliche wochen die Cost ervolgen lassen, dann ihnen wol zu trauen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Dem Meytesperger aber hab ich selbst Zehrung ertheilt, würdt ungevor ein Tag 8 oder mehr drüben verbleiben und dennen arbeitern bei dem Eißenstein- sowohl bei dem Hüttrauch Erzt das Sprenngen zeigen und underrichten (deme sie uf sein begehren Pulffer preperieren und die schüß zu 8, 10 oder 12 Lot machen, wie er begern würdt, sowohl nach seinen angeben 2 oder dreierlei Porer den Schmidt verfertigen lassen, und würdt hiemit gedachter Meitesperger an seinen Vleiß nichts ermindern lossen. Wollen Ihr Ehrwürden denen arbeitern, so das Sprenngen von Ihme sehen und lehrnen, anzaigen, daß sie ihme treulich volgen und behuetsambt darmit umbgehen. Weil auch in den grueben bei dem Eißenstein auch zu sprenngen guete gelegenheit, soll Er sie auch daselbsten anweißen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Es haben Ihr Gnaden vor Irem abreißen dem Hanßen im Pach in meinem beisein schlecht hackhenpulffer zu machen bevohlen, das wollen Sie darzue preperieren und das Scheiben Pulffer, weil es noch so teuer, sparen, würdt dennoch störkher als das guete worden.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''Dem Meydesperger hab ich auch under andern bevohlen, in die grueben hinder dem Closster, davon ich einen schwardtzen schüffer mit herüber gefürt, zu fahren und denn augenschein einzunehmen, weil der stein Vitriolismum, würdt darinnen ein gantzer Vitriol viß zu finden sein, der zu Colnierung deß Eißens tauglich sein würdt, noch biß dato hab ichs, weil ich kein Floßeißen noch nicht empfanngen, kein prob machen khönnen, darumben auch Ir Hochwürden und Gnaden ich noch nichts zuschreiben kann, soll aber zu meiner widerkunft förderlichen beschehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Letzlichen sover Ir Ehrwürden das im Closter ligende Pleyerzt noch nicht nach dem Hof (= Mariahof) gesannt, das sie es morgen oder Erdag wollen dahin verschaffen, dann ich solches künfftigen Mitwoch gewiß abhoiien zu lassen bedacht. Auf dißmahl anders nichts Neus, dann Euer Ehrwürden ich mich zu dero Ehrwürden iederzeit befehlen thue.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Friesach den 29. Octobris Anno 1628.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Euer Ehrwürden dienstgevlißner''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Fischer''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''m. p.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Walter BRUNNER: Anfänge der bergmännischen Sprengtechnik in der Steiermark; in: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft von Ruep Meytesperger ist leider nichts bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass er vorher im näheren Umfeld von Caspar Weindl tätig war, da er so seine Kenntnisse als „Sprengkundiger“ sammeln konnte. Wichtig ist aber, dass in dem Brief sowohl die Verwendung von Bohrern als auch die Tiefe der Bohrlöcher erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich durch die Abwanderung von protestantischen Bergleuten aus Graslitz, wurde diese Technologie in den Harz gebracht, wo im Jahr 1632 in Clausthal die erste Sprengung erfolgt sein soll. Entsprechende Abrechnungen für Pulver sind aber erst ab dem Jahr 1634 belegt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Bohren und Schießen ist zuerst Anno 1632 auf den Clausthalschen Bergwerken aufgekommen, anfangs aber gar sparsam gebraucht worden, wie daher abzunehmen, daß man vor dem 1634sten Jahre kein Pulver in den wöchentlichen Anschnitten (Bergrechnungen) berechnet findet, wie nachhero.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Clausthal aus verbreitete sich diese Technologie weiter und wurde durch Caspar Morgenstern nach Freiberg in Sachsen gebracht, wo sie im Jahr 1643 nachweislich angewendet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Die Sprengarbeit in den Gruben ward, wie geschichtskundig, erst im Jahre 1627 aus Ungarn nach Teutschland versetzt, nach Gräßlit'z in Böhmen, kam von da auf den Harz und von diesem im Jahre 1643 durch Caspar Morgenstern nach Sachsen. Dieser Bergmann gab auf den Freyberger Gruben das Bohren mit eisernen Bohrern und Schießen zuerst an und beschäftigte sich anfangs blos neben der Schicht damit, indem man im Jahre 1644 z. B. auf der Grube Hohe Birke obere 9te bis l0te Maas im Quartal Reminiscere l n. 3 Gr. für 32 Zoll zu bohren nach seiner Schicht, sowie 6 Gr. für 2 Schichten die Löcher anzustecken (anzubrennen und wegzuschiessen) verschrieb. Im Jahre 1644 bis Ende 1652 gab sich Caspar Morgenstern sodann blos mit Bohren und Scbiessen auf genannter Grube ab, welchem Michael Eämler und Hans Werlich, nachdem Morgenstern ins Gnadengeld gesetzt worden, bis zum Jahre 1658. nachfolgten; von dieser Zeit an mußte jeder Häuer sein Loch bohren und anstecken und erhielt für jeden Schuß drei Groschen Schießgeld.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Christian Wilhelm Fridrich SCHMID, Kurze Geschichte der Erfindung der Meisnischen Bergwerke und der Entwicklung ihrer Technik, Freiberg (ungedruckt) aus dem Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Harzer und Sächsische Bergleute verbreitet sich das Schießen bis Mitte des 18. Jahrhunderts weiter über ganz Europa.&lt;br /&gt;
Diese Technologie selber setzte sich aber nur sehr langsam, anfänglich als Unterstützung und später in Kombination mit der Schlägel- und Eisenarbeit durch. Ursachen für den schleppenden Einzug des Bohrens und Schießens waren neben politischen Gründen (30jähriger Krieg, Vertreibung und Pest, während dieser Zeit der Bergbau weitestgehende zum Erliegen kam) und der noch unausgereiften Technologie (unpraktische Bohrköpfe der Kronen- bzw. Kolbenbohrer), auch der hohe Personalbedarf (zwei- und dreimännisches Bohren) bei der Herstellung der großen Bohrlöcher sowie der nicht unerhebliche und teure Pulververbrauch. So wurde es lange Zeit, auch in großen Bergbaurevieren, nur auf einzelnen Gruben praktiziert und findet in der Literatur dieser Zeit kaum Erwähnung.&lt;br /&gt;
So schreibt BAADER zur Freiberger Grube „Hohe Birke“ folgendes:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Man trift hier noch auf alte Oerter, wo bey einer Höhe von ¾ Lachtern und des Ganges Mächtigkeit von 3 Zoll, 3 und 4 zweymännische drittehalb Zollstarke Bohrlöcher anstehen, und es lässt sich also leicht begreifen, wie gering der Nutzen gewesen seyn muß, den unter diesen Umständen die Sprengarbeit gewährte''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die wichtigsten Verbesserungen waren unstreitig die Einführung einmännischer Böhrer und das Lettenschiessen. Wärend letzteres vom Harze hierher kam, haben die Harzer (nach Calvör) den einmännischen Bohrer von den Sachsen angenommen. Das Schiessen mit Zündern kam von Ungarn hierher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Der Einbruch vor Ort wurde zwar lange schon durch Schießen gemacht, aber den Ausschram auf Gängen glaubte man nur mit der Schlägel –und Eisenarbeit machen zu müssen.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: D. BAADER der Jüngere: Beytrag zur Geschichte der Sprengarbeit in Sachsen, im Bergmännisches Journal 1790 von Alexander Wilhelm KÖHLER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Reduzierung des Bohrlochdurchmessers konnte ab Ende des 17. Jahrhunderts auch einmännische Bohrlöcher hergestellt und somit auch der Pulver- und Personalbedarf reduziert werden. Im 18. Jahrhundert wurden statt der Kronen- bzw. Kolbenbohrer verbesserte Handbohrer mit Meißelköpfen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist ein Auszug aus der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669. Dort wird beschrieben, auf was die Steiger bei der Arbeit mit Pulver zu achten haben. Dabei wird auch erwähnt, dass die Häuer scheinbar schon länger vermehrt Bohren und Schießen und deswegen den Umgang mit Schlägel und Eisen nicht mehr so recht beherrschen. Dies kann man als Hinweis darauf deuten, dass das Schießen sich im Geltungsbereich dieser Bergordnung intensiv betrieben wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Vom Unterschied der Arbeit, mit Pulver''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weil die Stroßen in den Gruben unterschiedlich, soll jeder Grubensteiger seine Stroßen zum öftern bebauen, und deren Gelegenheit wohl betrachten, daß wo er einigen Vortheil haben vermeinet, da daselbst mit Schlägel und Eisen, oder mit Keilhauen, Keil, Stück und Eisen abzubrechen, soll er auf solchen Stroßen nicht straks bohren, und das Pulver unnöthiger Weise verschießen laßen, wie dann die Häuer seit dem das Schießen aufgekommen, sich der rechten Bergmanns-Arbeit, Schlägel und Eisen zu gebrauchen, und wie daßelbe anzubringen, entwöhnet, und nur auf das Bohren sich begeben, daß auch wohl vielmahl unnöthiger Weise geschossen, und an den Oertern eine Wand gesprengt wird, der wohl mit Gezäu Abbruch geschehen können.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669 findet man eine Passage, die das '''Schießen aus dem Ganzen''', also aus dem unveritzten Gebirge sowie die Verwendung von Patronen beschreibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, …“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''Schießen aus dem Ganzen'' hat sich wahrscheinlich in den Revieren, in denen das Schießen ab Mitte des 17. Jahrhunderts intensiver betrieben wurde, parallel entwickelt. Es ist auch zu vermuten, dass diese neue Art mit einem Technologiewechsel beim Bohren (einmännische Bohrlöcher, Einsatz von [[Bohrer|Meißelbohrern]]) einhergegangen sein könnte.&lt;br /&gt;
Beim ''Schießen aus dem Ganzen'' wurde statt des Anlegens eines [[Schram]]s zuerst ein Bohrloch mittig im Bereich der [[Sohle]] aus dem unveritzten Gebirge geschossen und anschließend die Masse abgefördert. Über dem so entstandenen [[Einbruch]] wurde ein weiteres Bohrloch erstellt, besetzt und in den Hohlraum geschossen. Dieser Vorgang wiederholte sich, bis man die [[Firste]] erreicht hatte. Teilweise wurden auch mehrere Sprengladungen gleichzeitig oder verzögert zur Explosion gebracht. Die [[Stoß|Stöße]] wurden anfänglich noch mit [[Schlägel- und Eisenarbeit]] hereingewonnen, später erfolgte der Vortrieb von [[Stollen|Stolln]] und [[Strecke]]n durch Sprengung auf dem ganzen Querschnitt und löste die Schlägel- und Eisenarbeit weitestgehend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich ab dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts wurde diese Technologie auch in Sachsen angewendet und in der ''Stollnordnung'' des Kurfürst Friedrich August II. aus dem Jahr 1749 als das ''&amp;quot;nutzbarliche Schießen aus dem Ganzen&amp;quot;'' vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Es soll auch, zu Erspahrung derer vielen Gedinge, und darzu erforderlichen grossen Auffwands, die kostbare Gewinnung des vesten Gesteines mit Schlägel und Eisen, so viel sich nach Beschaffenheit ieden Orts, ratione derer Wetter, thun lassen will, und äuserst möglich ist, abgeworffen und das nutzbarliche Schiessen aus dem gantzen eingeführet werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wannenhero die Bergmeistere und Geschworne, solches sofort zu veranstalten, die Stolln- Schichtmeistere und Steigere aber fleißige und pflichtmäßige Aufsicht zu führen haben, damit sothanes Schiessen, statt des viele Zeit und Kosten wegnehmenden Schrämens, bey obigen und denenjenigen Stoll-Oertern, wo keine Ertze brechen, auch wo die Gewercken-Steigere selbst mit arbeiten, bewerckstelliget- und die Löcher zum Schiessen, wo es thunlich, mit einmännischen Bohrern gemachet werden mögen. Dahingegen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vor solchen Oertern, wo das Schiessen nicht applicabel, und wegen des vesten Gesteines, der Einbruch auf das Tagwerk stärcker nicht, als zwey oder höchstens drey Zoll gemachet werden kann, zu ebenmäßiger Beförder- und Erleichterung der Arbeit, mehr als einmahl einzubrechen- und auf ieden solchen Einbruch, nicht allemahl gleicher Stoß zu halten ist.“''&lt;br /&gt;
(König August III. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(15)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2693</id>
		<title>Bohren und Schießen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2693"/>
				<updated>2012-09-24T09:12:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Bohren und Schießen''' war eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der durch das manuelle anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver eine deutliche Erhöhung der Vortriebs- und Abbauleistung gegenüber der [[Schlägel- und Eisenarbeit]] erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische [[Gezähe]] des Bohrens und Schießens war der [[Bohrer]], der [[Schlägel|Fäustel]], der [[Krätzer]], der [[Lettenstampfer]] und die [[Räumnadel]]. Beim Schießen mittels [[Schießpflock]] wurden zusätzlich noch [[Schießblech|Schießbleche]] und [[Schießspreize]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Technologie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist gab der Steiger die Stelle vor, wo und wie (Richtung, Durchmesser, Teufe) das Bohrloch angelegt werden sollte.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„Wo nun ein Schuß weggethan werden soll, so weiset der Steiger die Arbeiter, so das Bohren verrichten sollen, ordentlich an, und bedeutet selbige auf was Weise sie den Bohrer, ob schräge, gerade nieder, oder über sich, anführen sollen.“'' (Kern, J.G. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(21)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde in das Gestein eine kleine Vertiefung ([[Zubrüsten]]) geschlagen und darin der Anfangsbohrer angesetzt. Mit den im [[Bohrpost]] vorhandenen Bohrern konnte nun das Bohrloch hergestellt werden. Dabei wurde der Bohrer wurde dabei nach jedem zweiten Schlag mit dem Fäustel leicht gedreht (umgesetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bohrgrus (Bohrmehl) wurde mit Wasser feucht gehalten, das in einem kleinen Holzgefäß ([[Bohrtrog]]) aufbewahrt wurde. Das letzte Stück wurde meist ohne Wasser gebohrt, damit man das Bohrloch im Anschluss besser trocken bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Krätzer]] wurde das Bohrgrus herausgeholt. Eine über das Bohrloch gelegte Lederscheibe mit einem Loch in der Mitte ([[Bohrdeckel]]) verhinderte das Herausspritzen des breiigen Bohrkleins. Am Schluss wurde durch den Ring am oberen Ende der Krätzers ein [[Bohrlappen]] gesteckt und mit ihm das Bohrloch trocken gewischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde die pulvergefüllte [[Patrone]] mit der Räumnadel aufgespießt und in das Bohrloch geschoben. Nach Einbringen eines Pfropfens aus Papier, Holz oder anderen Material (vormals wurden [[Schießpflock|Schießpflöcke]] verwendet) über der Patrone, wurde das Bohrloch mit [[Besatz]] oder [[Wolger]]n gefüllt und unter Zuhilfenahme des [[Schlägel|Fäustels]] sowie des [[Lettenstampfer]]s, dessen Hohlkehle an der Nadel liegt, mit Anfangs leichten und später kräftigen Schlägen der Besatz verdichtet. Letztendlich wurde das Bohrloch noch mit [[Letten]] verschmiert und die Räumnadel vorsichtig aus dem Bohrloch herausgetrieben, in dem eine [[Bohrer|Bohrstange]] durch den Ring der Bohrnadel gesteckt und leicht darauf geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
In den so bis zur Patrone entstandenen Zündkanal wurde nun der [[Halm]] als Zünder gesteckt. An das aus dem Bohrloch herausstehende Ende des Halmes wurde nun das [[Schwefelmännchen]], ein mit Schwefel getränkter Wollfaden, angebracht und mit der Öllampe entzündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geschichtliche Entwicklung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Sprengens in Bergwerken ist gerade für die Anfangszeit schwer urkundlich zu belegen. Da diese Technologie aber in Agricolas „De Re Metallica“ nicht beschrieben ist kann man davon ausgehen, dass ihm diese auch nicht bekannt war und somit in der Zeit vor 1550 nicht im mitteleuropäischen Bergbau zur Anwendung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lag natürlich nahe, sich die explosive Kraft des Pulvers auch im Bergbau zu Nutze zu machen und somit wird es sicherlich auch viele Versuche gegeben haben, die nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Es ist auch anzunehmen, dass man anfänglich die Ladung in Klüften oder im Schram anbrachte bzw. versuchte, in den Schram hineinzuschießen. Erfolgreich wurde diese Technologie aber erst, als man die Ladungen in eigens dafür hergestellten Bohrlöchern zur Explosion brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Staatsarchiv von Venedig wurde im Jahr 1959 ein Bericht des Generalvikars für den Bergbau der Republik Venedig gefunden, die auf erste untertägige Sprengungen hindeuten könnte. In diesem Bericht stand, dass Giovanni Battista Martinengo im Jahr 1573 einen Antrag auf Pacht von Gruben stellte und die Konzession zum Ausbeuten der Bergwerke in Schio bei Vincenza durch den „Rat der Zehn“ bekam, weil er 12% des Ertrages (üblich war der Zehnte) abführen wollte. Weiter heißt es in dem Bericht, dass ''„dieser Mann, nicht so arbeitete, wie man es normalerweise gewohnt war, nämlich zunächst das Gewölbe zu stützen und dann nach und nach vor zutreiben, um das Material herauszuholen. Er tat dies auf ganz ungewöhnliche Weise dadurch, dass er mit Hilfe von Schwarzpulver ein kleines Loch in den Berg machte, um ihn mit Gewalt aufzubrechen und auf diese Weise zu erfahren, was in ihm verborgen war.&amp;quot;''. Ebenso wurde in diesem Bericht erwähnt, dass Martinengo nach einigen Jahren erfolgloser Tätigkeit verschwunden sei. (Heinz Walter WILD, Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau; Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden: Stiftung Bergbaumuseum Schmelzboden-Davos, November 1984, 8. Jahrgang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Einführung des Schießens wird auch immer wieder der Freiberger Oberbergmeister Martin Weigel und das Jahr 1613 genannt. Diese Aussagen beziehen sich jedoch auf einen Freiberger Ausbeutebogen vom Quartal Trinitatis 1715, auf dem folgender Text zu finden ist:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„In der 11. Wo. dieses qvartals ist Samuel Wiedner / Unter-Steiger auf St. Anna und Alt-Väter Fgrb. an der Halßbrücke / nachdem der von ihn angelegte Schuß sich etwas verhalten / und er wieder dazu fahren wollen/vom Schuß ergrieffen und ums Leben kommen. Das Bohren und Schiessen auf den Gestein ist anno 1613. von Martin Weigeln Ober-Bergmeistern allhier erfunden worden / und wurden anfangs Pflöcke dazu gebraucht / und in die Bohr-Löcher getrieben / seit etlich 30. Jahren aber ist solches viel sicherer und leichter mit Letten verrichtet worden. Auch hat man nunmehro hiesiges Ortes gewisse kleine Hand-Bohrer introduciret / durch welche die Häuer dem festen Gestein / mit sonderlichen Vortheil / grossen Abbruch thun können.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anmerkung führte wohl dazu, dass August Beyer in „Das gesegnete Markgrafthum Meissen“ (Dresden, 1732), in dem die Ausbeutezahlen von 1529 bis 1729 aufgeführt werden, neben den Ausbeutezahlen des Jahres 1613 schrieb:&amp;lt;br /&amp;gt;''„In diesen Jahr hat Martin Weigold das Bohren im Gestein mit dem Pflock zu schießen erfunden.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätere Autoren übernahmen diese Aussage, ohne sie in irgendeiner Form urkundlich belegen zu können und verwiesen auf Beyer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen Zeit sind keine Dokumente aus der Zeit um 1613 bekannt, die diese Aussage belegen können. Es stellt sich auch die Frage, warum eine so bedeutende Neuerung erst 14 Jahre später von einem anderen Ort aus ihren Siegeszug antreten sollte und erst 30 Jahre später in Freiberg Einzug hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1617 gibt es aus Lothringen Belege, die auf Sprengungen mittels Schwarzpulver in den Bergwerken von Le Thillot hindeuten könnten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Rechnung für das 4. Quartal 1617 (Comptes trimestriels des mines du Thillot. Année 1617), die im Archive des Départements von Meurthe-et-Moselle. Archiv-Nr.: B 8366 vorhanden ist, wird Schwarzpulver aufgeführt. So wurde im 4. Quartal 1617 die Ausgabe von 9 Francs und 6 Gros für eine nicht näher präzisierte Menge von Pulver aufgeführt, um&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„zu schießen in dem Bergwerk und um den Felsen zu sprengen.“''. (Francis PIERRE: Les mines de cuivre et d’argent de la haute Moselle. Apparition et évolution des techniques de percement à la poudre noire. Le Thillot (Vosges). In: Lotharingia. T. 5. Nancy 1993).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch für folgende Quartale sind Abrechnungen über Schwarzpulver vorhanden. Allerdings deutet der ziemlich geringe Betrag von 9 Francs und 6 Gros auf eine ebenso geringe Menge an verwendeten Schwarzpulver (etwa 4 Pfund) und somit nicht auf eine kontinuierlicher, eher auf einen selektiven oder versuchsweisen Einsatz hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wirklich urkundlich belegt sind die Sprengungen am 08. Februar 1627 im „Ober Piberstolln“ in Schemnitz, die durch den Tiroler Caspar Weindl durchgeführt wurde. So findet sich im Schemnitzer Berggerichtsbuch von 1627 folgender Eintrag:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''&amp;quot;Adi 8. Februari, dits 1627 Jars, hat die Gancz Löblich Gewerkschafft beim hauptperkhwerch Ober Piberstolln, Ihr Kai: Mai: perggericht zur Schembnitz zur Einfart wegen des Casper Weindlesz Sprengwerch solches in Augenschein zu nehmen, ob es dem Gezimerwerch durch dasz schiessen schedlich sein mechte, in beratschlagung zu ziehen begrueszt, Über solchen eingenommenen Augenschein, vnd in Gegenwart der Ambtleut, Sowol des Perggerichts, beschehenen Schusz hat sichs befunden, dasz dieses Sprengwerch wol fürzunehmen sei, vnd nichts schedlichs causirn werde, ob zu Zeitten gleich ein Rauch entstehet, vergeet er doch in ainer Viertl Stundt, vnd ist den hewern ohne schaden, nimbt auch viel böses Wetter mit sich wegkh, Aber offt zu schiessen, würde es nit thuen, denn es würde die anderen Khüren im Arzthauen vnd Geföl, wenn Sie offt sollen stilhalten, verhintern, Aber für Rahtsamb war, die weillen im Danielschlag schöne Anbrüch vorfanden, die aber Zimblich fesst, doch keine heuer die man zuelegen mechte vorhanden sein, daselbst So wol in den Schächten vnnd Stolwenten auf der Soolen liesz sich dasz Sprengwerch gar wol an.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weiter ist dermallen Caspar Sprenger befragt worden, ob er diese Örtter im Danielschlag wollte zu Lehenschafft annemben, Weil das ainczige Ortt im tieffisten, den Vncosten mit dem Sprengen nicht ertragen würde, hierüber meldt solcher, wenn man Ime 40 oder 50 guette Heuer gibt, So traue er Ihme diese Örter gar wol mit der Herren Gewerckhen guetten Nuczen zu Lehenschafft anzunemben. Auf solch sein erpieten wird Ime Caspar darauf geantwort: Weil im Tieffisten viel Örtter aus Mangel Heier feiern müssen vnnd dits Orts allein ein 40 Heier von Nöten, vnd sein doch keine vorfanden, ob man nit Mitl haben könne, Soviel Heier etwo von anderen Darauf meldt Caspar, wann man den Uncossten, der darauf geen würde, nit ansehen, noch Sparen wolt, vnnd Ime ainen Paszbrieff von Ihr Kai: Mai: ausbringen vnd ertailen würde, trauet er Ime gar wol ausz Tyroll ain anzahl guetter Heier, zu Nottdurfft an solche Örtter als in das Tieffeste, Danielschlag, hintern Künsten, Schächten, Stolwant, an der Sol: vnnd andere Örtter zue zu weitten vnd ins werkh zusetzen herein zu bringen. Souil thuet das Kaiserlich Perggericht ain Gancze Löbliche Gewerckhschaft berichten, welche ohne maszgeben auf solcher verern beratschlagungen des Caspar Sprengers Zuesagen : Vnnd erpietten ins Werckh zuseczen wissen werden,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Datum Schembnicz den 16 Februari A. 1627.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Putscher Pergkmaister'',&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Caspar Pistorius,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Chri: Spilberger, Pergkgerichtsschreiber.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wurde kann man davon ausgehen, dass es sich hier um Sprengungen handelt, bei denen Bohrlöcher angefertigt wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Caspar Weindl, der den Beinahmen „Sprenger“ erhielt, war vor der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz, auf den in Tirol liegenden Bergwerken des Grafen Montecuccoli tätig, des Oberstkammergrafen von Schemnitz (Quelle: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass er bereits im Vorfeld der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz schon Versuche mit dieser Technologie in Schemnitz selber und in Tiroler Bergwerken unternahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue, nun erfolgreich angewandte Technologie, verbreitete sich schnell. So kam sie wohl schon im gleichen Jahr in den Kupfergruben im böhmischen Graslitz zum Einsatz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Erst im Jahre 1627 wurde aus Ungarn die Schießarbeit auf den Graslitzer Kupferwerken eingeführt, nach den vorhandenen abgeschossenen Bohrlöchern zu schließen - die zweimännische; doch hatte diese Verbesserung von keinem tiefgreifenden Einflüsse auf den dortigen Bergwerksbetrieb mehr sein können, da noch In demselben Jahre das Religlonsedict einen sehr  großen Teil der Einwohner von Graslitz, weil sie Protestanten waren, zur Auswanderung nöthigte.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Konstantin von NOWICKI „Die Wiedergewältigung des alten Kupferbergbaues von Graslitz in Böhmen“, Prag 1862)&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1628 gibt es im Stiftsarchiv St. Lambrecht einen Brief, der die Entsendung des Sprengkundigen Ruep Meytesperger in die Eisenstein- und Hittracherzgruben des Stiftes St. Lambrecht in der Steiermark beschreibt. Meytesperger soll den dortigen Arbeitern das Sprengen zeigen und diese darin unterrichten. Der Brief vom 29. Oktober 1628 von Georg Fischer aus Friesach an P. Andreas von St. Lambrecht hat folgenden Inhalt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ehrwürdig Edler und Wohlgelehrter Herr etc. Euer Ehrwürden seindt mein gantz gevlißne Dienst iederzeit bevohr.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Auf abgeredt und verlaßner massen vor dreyer tagen übersende Euren Ehrwürden etc. ich hiemit zeigern Ruep Meytespergern sambt andern zween guetter Pergkarbeiter zu belegung des Pleyglantzes und Hütrauch Erzt, denen zweyen wollen sie wöchentlich per 1 il iedem Cost oder gelt sambt Liechter und Eißen, wie der Meytesperger derselben anzaigen wirdt, ervolgen lassen, welche er Meydtesperger an die arbeit selbst anordnen und sobalt ich wider zu Hauß komb, sol ihnen nach dem Centner oder Kübl verdingt werden, damit Ihr Ehrwürden von ihnen nicht alle wochen uberlauffen werden, mögen sie ihnen (doch ohne maßgebung) auf etliche wochen die Cost ervolgen lassen, dann ihnen wol zu trauen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Dem Meytesperger aber hab ich selbst Zehrung ertheilt, würdt ungevor ein Tag 8 oder mehr drüben verbleiben und dennen arbeitern bei dem Eißenstein- sowohl bei dem Hüttrauch Erzt das Sprenngen zeigen und underrichten (deme sie uf sein begehren Pulffer preperieren und die schüß zu 8, 10 oder 12 Lot machen, wie er begern würdt, sowohl nach seinen angeben 2 oder dreierlei Porer den Schmidt verfertigen lassen, und würdt hiemit gedachter Meitesperger an seinen Vleiß nichts ermindern lossen. Wollen Ihr Ehrwürden denen arbeitern, so das Sprenngen von Ihme sehen und lehrnen, anzaigen, daß sie ihme treulich volgen und behuetsambt darmit umbgehen. Weil auch in den grueben bei dem Eißenstein auch zu sprenngen guete gelegenheit, soll Er sie auch daselbsten anweißen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Es haben Ihr Gnaden vor Irem abreißen dem Hanßen im Pach in meinem beisein schlecht hackhenpulffer zu machen bevohlen, das wollen Sie darzue preperieren und das Scheiben Pulffer, weil es noch so teuer, sparen, würdt dennoch störkher als das guete worden.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''Dem Meydesperger hab ich auch under andern bevohlen, in die grueben hinder dem Closster, davon ich einen schwardtzen schüffer mit herüber gefürt, zu fahren und denn augenschein einzunehmen, weil der stein Vitriolismum, würdt darinnen ein gantzer Vitriol viß zu finden sein, der zu Colnierung deß Eißens tauglich sein würdt, noch biß dato hab ichs, weil ich kein Floßeißen noch nicht empfanngen, kein prob machen khönnen, darumben auch Ir Hochwürden und Gnaden ich noch nichts zuschreiben kann, soll aber zu meiner widerkunft förderlichen beschehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Letzlichen sover Ir Ehrwürden das im Closter ligende Pleyerzt noch nicht nach dem Hof (= Mariahof) gesannt, das sie es morgen oder Erdag wollen dahin verschaffen, dann ich solches künfftigen Mitwoch gewiß abhoiien zu lassen bedacht. Auf dißmahl anders nichts Neus, dann Euer Ehrwürden ich mich zu dero Ehrwürden iederzeit befehlen thue.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Friesach den 29. Octobris Anno 1628.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Euer Ehrwürden dienstgevlißner''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Fischer''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''m. p.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Walter BRUNNER: Anfänge der bergmännischen Sprengtechnik in der Steiermark; in: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft von Ruep Meytesperger ist leider nichts bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass er vorher im näheren Umfeld von Caspar Weindl tätig war, da er so seine Kenntnisse als „Sprengkundiger“ sammeln konnte. Wichtig ist aber, dass in dem Brief sowohl die Verwendung von Bohrern als auch die Tiefe der Bohrlöcher erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich durch die Abwanderung von protestantischen Bergleuten aus Graslitz, wurde diese Technologie in den Harz gebracht, wo im Jahr 1632 in Clausthal die erste Sprengung erfolgt sein soll. Entsprechende Abrechnungen für Pulver sind aber erst ab dem Jahr 1634 belegt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Bohren und Schießen ist zuerst Anno 1632 auf den Clausthalschen Bergwerken aufgekommen, anfangs aber gar sparsam gebraucht worden, wie daher abzunehmen, daß man vor dem 1634sten Jahre kein Pulver in den wöchentlichen Anschnitten (Bergrechnungen) berechnet findet, wie nachhero.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Clausthal aus verbreitete sich diese Technologie weiter und wurde durch Caspar Morgenstern nach Freiberg in Sachsen gebracht, wo sie im Jahr 1643 nachweislich angewendet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Die Sprengarbeit in den Gruben ward, wie geschichtskundig, erst im Jahre 1627 aus Ungarn nach Teutschland versetzt, nach Gräßlit'z in Böhmen, kam von da auf den Harz und von diesem im Jahre 1643 durch Caspar Morgenstern nach Sachsen. Dieser Bergmann gab auf den Freyberger Gruben das Bohren mit eisernen Bohrern und Schießen zuerst an und beschäftigte sich anfangs blos neben der Schicht damit, indem man im Jahre 1644 z. B. auf der Grube Hohe Birke obere 9te bis l0te Maas im Quartal Reminiscere l n. 3 Gr. für 32 Zoll zu bohren nach seiner Schicht, sowie 6 Gr. für 2 Schichten die Löcher anzustecken (anzubrennen und wegzuschiessen) verschrieb. Im Jahre 1644 bis Ende 1652 gab sich Caspar Morgenstern sodann blos mit Bohren und Scbiessen auf genannter Grube ab, welchem Michael Eämler und Hans Werlich, nachdem Morgenstern ins Gnadengeld gesetzt worden, bis zum Jahre 1658. nachfolgten; von dieser Zeit an mußte jeder Häuer sein Loch bohren und anstecken und erhielt für jeden Schuß drei Groschen Schießgeld.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Christian Wilhelm Fridrich SCHMID, Kurze Geschichte der Erfindung der Meisnischen Bergwerke und der Entwicklung ihrer Technik, Freiberg (ungedruckt) aus dem Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Harzer und Sächsische Bergleute verbreitet sich das Schießen bis Mitte des 18. Jahrhunderts weiter über ganz Europa.&lt;br /&gt;
Diese Technologie selber setzte sich aber nur sehr langsam, anfänglich als Unterstützung und später in Kombination mit der Schlägel- und Eisenarbeit durch. Ursachen für den schleppenden Einzug des Bohrens und Schießens waren neben politischen Gründen (30jähriger Krieg, Vertreibung und Pest, während dieser Zeit der Bergbau weitestgehende zum Erliegen kam) und der noch unausgereiften Technologie (unpraktische Bohrköpfe der Kronen- bzw. Kolbenbohrer), auch der hohe Personalbedarf (zwei- und dreimännisches Bohren) bei der Herstellung der großen Bohrlöcher sowie der nicht unerhebliche und teure Pulververbrauch. So wurde es lange Zeit, auch in großen Bergbaurevieren, nur auf einzelnen Gruben praktiziert und findet in der Literatur dieser Zeit kaum Erwähnung.&lt;br /&gt;
So schreibt BAADER zur Freiberger Grube „Hohe Birke“ folgendes:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Man trift hier noch auf alte Oerter, wo bey einer Höhe von ¾ Lachtern und des Ganges Mächtigkeit von 3 Zoll, 3 und 4 zweymännische drittehalb Zollstarke Bohrlöcher anstehen, und es lässt sich also leicht begreifen, wie gering der Nutzen gewesen seyn muß, den unter diesen Umständen die Sprengarbeit gewährte''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die wichtigsten Verbesserungen waren unstreitig die Einführung einmännischer Böhrer und das Lettenschiessen. Wärend letzteres vom Harze hierher kam, haben die Harzer (nach Calvör) den einmännischen Bohrer von den Sachsen angenommen. Das Schiessen mit Zündern kam von Ungarn hierher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Der Einbruch vor Ort wurde zwar lange schon durch Schießen gemacht, aber den Ausschram auf Gängen glaubte man nur mit der Schlägel –und Eisenarbeit machen zu müssen.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: D. BAADER der Jüngere: Beytrag zur Geschichte der Sprengarbeit in Sachsen, im Bergmännisches Journal 1790 von Alexander Wilhelm KÖHLER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Reduzierung des Bohrlochdurchmessers konnte ab Ende des 17. Jahrhunderts auch einmännische Bohrlöcher hergestellt und somit auch der Pulver- und Personalbedarf reduziert werden. Im 18. Jahrhundert wurden statt der Kronen- bzw. Kolbenbohrer verbesserte Handbohrer mit Meißelköpfen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist ein Auszug aus der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669. Dort wird beschrieben, auf was die Steiger bei der Arbeit mit Pulver zu achten haben. Dabei wird auch erwähnt, dass die Häuer scheinbar schon länger vermehrt Bohren und Schießen und deswegen den Umgang mit Schlägel und Eisen nicht mehr so recht beherrschen. Dies kann man als Hinweis darauf deuten, dass das Schießen sich im Geltungsbereich dieser Bergordnung intensiv betrieben wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Vom Unterschied der Arbeit, mit Pulver''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weil die Stroßen in den Gruben unterschiedlich, soll jeder Grubensteiger seine Stroßen zum öftern bebauen, und deren Gelegenheit wohl betrachten, daß wo er einigen Vortheil haben vermeinet, da daselbst mit Schlägel und Eisen, oder mit Keilhauen, Keil, Stück und Eisen abzubrechen, soll er auf solchen Stroßen nicht straks bohren, und das Pulver unnöthiger Weise verschießen laßen, wie dann die Häuer seit dem das Schießen aufgekommen, sich der rechten Bergmanns-Arbeit, Schlägel und Eisen zu gebrauchen, und wie daßelbe anzubringen, entwöhnet, und nur auf das Bohren sich begeben, daß auch wohl vielmahl unnöthiger Weise geschossen, und an den Oertern eine Wand gesprengt wird, der wohl mit Gezäu Abbruch geschehen können.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669 findet man eine Passage, die das '''Schießen aus dem Ganzen''', also aus dem unveritzten Gebirge sowie die Verwendung von Patronen beschreibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, …“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''Schießen aus dem Ganzen'' hat sich wahrscheinlich in den Revieren, in denen das Schießen ab Mitte des 17. Jahrhunderts intensiver betrieben wurde, parallel entwickelt. Es ist auch zu vermuten, dass diese neue Art mit einem Technologiewechsel beim Bohren (einmännische Bohrlöcher, Einsatz von [[Bohrer|Meißelbohrern]]) einhergegangen sein könnte.&lt;br /&gt;
Beim ''Schießen aus dem Ganzen'' wurde statt des Anlegens eines [[Schram]]s zuerst ein Bohrloch mittig im Bereich der [[Sohle]] aus dem unveritzten Gebirge geschossen und anschließend die Masse abgefördert. Über dem so entstandenen [[Einbruch]] wurde ein weiteres Bohrloch erstellt, besetzt und in den Hohlraum geschossen. Dieser Vorgang wiederholte sich, bis man die [[Firste]] erreicht hatte. Teilweise wurden auch mehrere Sprengladungen gleichzeitig oder verzögert zur Explosion gebracht. Die [[Stoß|Stöße]] wurden anfänglich noch mit [[Schlägel- und Eisenarbeit]] hereingewonnen, später erfolgte der Vortrieb von [[Stollen|Stolln]] und [[Strecke]]n durch Sprengung auf dem ganzen Querschnitt und löste die Schlägel- und Eisenarbeit weitestgehend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich ab dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts wurde diese Technologie auch in Sachsen angewendet und in der ''Stollnordnung'' des Kurfürst Friedrich August II. aus dem Jahr 1749 als das ''&amp;quot;nutzbarliche Schießen aus dem Ganzen&amp;quot;'' vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Es soll auch, zu Erspahrung derer vielen Gedinge, und darzu erforderlichen grossen Auffwands, die kostbare Gewinnung des vesten Gesteines mit Schlägel und Eisen, so viel sich nach Beschaffenheit ieden Orts, ratione derer Wetter, thun lassen will, und äuserst möglich ist, abgeworffen und das nutzbarliche Schiessen aus dem gantzen eingeführet werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wannenhero die Bergmeistere und Geschworne, solches sofort zu veranstalten, die Stolln- Schichtmeistere und Steigere aber fleißige und pflichtmäßige Aufsicht zu führen haben, damit sothanes Schiessen, statt des viele Zeit und Kosten wegnehmenden Schrämens, bey obigen und denenjenigen Stoll-Oertern, wo keine Ertze brechen, auch wo die Gewercken-Steigere selbst mit arbeiten, bewerckstelliget- und die Löcher zum Schiessen, wo es thunlich, mit einmännischen Bohrern gemachet werden mögen. Dahingegen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vor solchen Oertern, wo das Schiessen nicht applicabel, und wegen des vesten Gesteines, der Einbruch auf das Tagwerk stärcker nicht, als zwey oder höchstens drey Zoll gemachet werden kann, zu ebenmäßiger Beförder- und Erleichterung der Arbeit, mehr als einmahl einzubrechen- und auf ieden solchen Einbruch, nicht allemahl gleicher Stoß zu halten ist.“''&lt;br /&gt;
(König August III. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(15)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2692</id>
		<title>Bohren und Schießen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2692"/>
				<updated>2012-09-24T09:11:21Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Bohren und Schießen''' war eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der durch das manuelle anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver eine deutliche Erhöhung der Vortriebs- und Abbauleistung gegenüber der [[Schlägel- und Eisenarbeit]] erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische [[Gezähe]] des Bohrens und Schießens war der [[Bohrer]], der [[Schlägel|Fäustel]], der [[Krätzer]], der [[Lettenstampfer]] und die [[Räumnadel]]. Beim Schießen mittels [[Schießpflock]] wurden zusätzlich noch [[Schießblech|Schießbleche]] und [[Schießspreize]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Technologie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist gab der Steiger die Stelle vor, wo das Bohrloch angelegt werden sollte.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„Wo nun ein Schuß weggethan werden soll, so weiset der Steiger die Arbeiter, so das Bohren verrichten sollen, ordentlich an, und bedeutet selbige auf was Weise sie den Bohrer, ob schräge, gerade nieder, oder über sich, anführen sollen.“''&lt;br /&gt;
(Kern, J.G. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(21)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde in das Gestein eine kleine Vertiefung ([[Zubrüsten]]) geschlagen und darin der Anfangsbohrer angesetzt. Mit den im [[Bohrpost]] vorhandenen Bohrern konnte nun das Bohrloch hergestellt werden. Dabei wurde der Bohrer wurde dabei nach jedem zweiten Schlag mit dem Fäustel leicht gedreht (umgesetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bohrgrus (Bohrmehl) wurde mit Wasser feucht gehalten, das in einem kleinen Holzgefäß ([[Bohrtrog]]) aufbewahrt wurde. Das letzte Stück wurde meist ohne Wasser gebohrt, damit man das Bohrloch im Anschluss besser trocken bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Krätzer]] wurde das Bohrgrus herausgeholt. Eine über das Bohrloch gelegte Lederscheibe mit einem Loch in der Mitte ([[Bohrdeckel]]) verhinderte das Herausspritzen des breiigen Bohrkleins. Am Schluss wurde durch den Ring am oberen Ende der Krätzers ein [[Bohrlappen]] gesteckt und mit ihm das Bohrloch trocken gewischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde die pulvergefüllte [[Patrone]] mit der Räumnadel aufgespießt und in das Bohrloch geschoben. Nach Einbringen eines Pfropfens aus Papier, Holz oder anderen Material (vormals wurden [[Schießpflock|Schießpflöcke]] verwendet) über der Patrone, wurde das Bohrloch mit [[Besatz]] oder [[Wolger]]n gefüllt und unter Zuhilfenahme des [[Schlägel|Fäustels]] sowie des [[Lettenstampfer]]s, dessen Hohlkehle an der Nadel liegt, mit Anfangs leichten und später kräftigen Schlägen der Besatz verdichtet. Letztendlich wurde das Bohrloch noch mit [[Letten]] verschmiert und die Räumnadel vorsichtig aus dem Bohrloch herausgetrieben, in dem eine [[Bohrer|Bohrstange]] durch den Ring der Bohrnadel gesteckt und leicht darauf geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
In den so bis zur Patrone entstandenen Zündkanal wurde nun der [[Halm]] als Zünder gesteckt. An das aus dem Bohrloch herausstehende Ende des Halmes wurde nun das [[Schwefelmännchen]], ein mit Schwefel getränkter Wollfaden, angebracht und mit der Öllampe entzündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geschichtliche Entwicklung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Sprengens in Bergwerken ist gerade für die Anfangszeit schwer urkundlich zu belegen. Da diese Technologie aber in Agricolas „De Re Metallica“ nicht beschrieben ist kann man davon ausgehen, dass ihm diese auch nicht bekannt war und somit in der Zeit vor 1550 nicht im mitteleuropäischen Bergbau zur Anwendung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lag natürlich nahe, sich die explosive Kraft des Pulvers auch im Bergbau zu Nutze zu machen und somit wird es sicherlich auch viele Versuche gegeben haben, die nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Es ist auch anzunehmen, dass man anfänglich die Ladung in Klüften oder im Schram anbrachte bzw. versuchte, in den Schram hineinzuschießen. Erfolgreich wurde diese Technologie aber erst, als man die Ladungen in eigens dafür hergestellten Bohrlöchern zur Explosion brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Staatsarchiv von Venedig wurde im Jahr 1959 ein Bericht des Generalvikars für den Bergbau der Republik Venedig gefunden, die auf erste untertägige Sprengungen hindeuten könnte. In diesem Bericht stand, dass Giovanni Battista Martinengo im Jahr 1573 einen Antrag auf Pacht von Gruben stellte und die Konzession zum Ausbeuten der Bergwerke in Schio bei Vincenza durch den „Rat der Zehn“ bekam, weil er 12% des Ertrages (üblich war der Zehnte) abführen wollte. Weiter heißt es in dem Bericht, dass ''„dieser Mann, nicht so arbeitete, wie man es normalerweise gewohnt war, nämlich zunächst das Gewölbe zu stützen und dann nach und nach vor zutreiben, um das Material herauszuholen. Er tat dies auf ganz ungewöhnliche Weise dadurch, dass er mit Hilfe von Schwarzpulver ein kleines Loch in den Berg machte, um ihn mit Gewalt aufzubrechen und auf diese Weise zu erfahren, was in ihm verborgen war.&amp;quot;''. Ebenso wurde in diesem Bericht erwähnt, dass Martinengo nach einigen Jahren erfolgloser Tätigkeit verschwunden sei. (Heinz Walter WILD, Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau; Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden: Stiftung Bergbaumuseum Schmelzboden-Davos, November 1984, 8. Jahrgang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Einführung des Schießens wird auch immer wieder der Freiberger Oberbergmeister Martin Weigel und das Jahr 1613 genannt. Diese Aussagen beziehen sich jedoch auf einen Freiberger Ausbeutebogen vom Quartal Trinitatis 1715, auf dem folgender Text zu finden ist:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„In der 11. Wo. dieses qvartals ist Samuel Wiedner / Unter-Steiger auf St. Anna und Alt-Väter Fgrb. an der Halßbrücke / nachdem der von ihn angelegte Schuß sich etwas verhalten / und er wieder dazu fahren wollen/vom Schuß ergrieffen und ums Leben kommen. Das Bohren und Schiessen auf den Gestein ist anno 1613. von Martin Weigeln Ober-Bergmeistern allhier erfunden worden / und wurden anfangs Pflöcke dazu gebraucht / und in die Bohr-Löcher getrieben / seit etlich 30. Jahren aber ist solches viel sicherer und leichter mit Letten verrichtet worden. Auch hat man nunmehro hiesiges Ortes gewisse kleine Hand-Bohrer introduciret / durch welche die Häuer dem festen Gestein / mit sonderlichen Vortheil / grossen Abbruch thun können.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anmerkung führte wohl dazu, dass August Beyer in „Das gesegnete Markgrafthum Meissen“ (Dresden, 1732), in dem die Ausbeutezahlen von 1529 bis 1729 aufgeführt werden, neben den Ausbeutezahlen des Jahres 1613 schrieb:&amp;lt;br /&amp;gt;''„In diesen Jahr hat Martin Weigold das Bohren im Gestein mit dem Pflock zu schießen erfunden.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätere Autoren übernahmen diese Aussage, ohne sie in irgendeiner Form urkundlich belegen zu können und verwiesen auf Beyer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen Zeit sind keine Dokumente aus der Zeit um 1613 bekannt, die diese Aussage belegen können. Es stellt sich auch die Frage, warum eine so bedeutende Neuerung erst 14 Jahre später von einem anderen Ort aus ihren Siegeszug antreten sollte und erst 30 Jahre später in Freiberg Einzug hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1617 gibt es aus Lothringen Belege, die auf Sprengungen mittels Schwarzpulver in den Bergwerken von Le Thillot hindeuten könnten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Rechnung für das 4. Quartal 1617 (Comptes trimestriels des mines du Thillot. Année 1617), die im Archive des Départements von Meurthe-et-Moselle. Archiv-Nr.: B 8366 vorhanden ist, wird Schwarzpulver aufgeführt. So wurde im 4. Quartal 1617 die Ausgabe von 9 Francs und 6 Gros für eine nicht näher präzisierte Menge von Pulver aufgeführt, um&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„zu schießen in dem Bergwerk und um den Felsen zu sprengen.“''. (Francis PIERRE: Les mines de cuivre et d’argent de la haute Moselle. Apparition et évolution des techniques de percement à la poudre noire. Le Thillot (Vosges). In: Lotharingia. T. 5. Nancy 1993).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch für folgende Quartale sind Abrechnungen über Schwarzpulver vorhanden. Allerdings deutet der ziemlich geringe Betrag von 9 Francs und 6 Gros auf eine ebenso geringe Menge an verwendeten Schwarzpulver (etwa 4 Pfund) und somit nicht auf eine kontinuierlicher, eher auf einen selektiven oder versuchsweisen Einsatz hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wirklich urkundlich belegt sind die Sprengungen am 08. Februar 1627 im „Ober Piberstolln“ in Schemnitz, die durch den Tiroler Caspar Weindl durchgeführt wurde. So findet sich im Schemnitzer Berggerichtsbuch von 1627 folgender Eintrag:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''&amp;quot;Adi 8. Februari, dits 1627 Jars, hat die Gancz Löblich Gewerkschafft beim hauptperkhwerch Ober Piberstolln, Ihr Kai: Mai: perggericht zur Schembnitz zur Einfart wegen des Casper Weindlesz Sprengwerch solches in Augenschein zu nehmen, ob es dem Gezimerwerch durch dasz schiessen schedlich sein mechte, in beratschlagung zu ziehen begrueszt, Über solchen eingenommenen Augenschein, vnd in Gegenwart der Ambtleut, Sowol des Perggerichts, beschehenen Schusz hat sichs befunden, dasz dieses Sprengwerch wol fürzunehmen sei, vnd nichts schedlichs causirn werde, ob zu Zeitten gleich ein Rauch entstehet, vergeet er doch in ainer Viertl Stundt, vnd ist den hewern ohne schaden, nimbt auch viel böses Wetter mit sich wegkh, Aber offt zu schiessen, würde es nit thuen, denn es würde die anderen Khüren im Arzthauen vnd Geföl, wenn Sie offt sollen stilhalten, verhintern, Aber für Rahtsamb war, die weillen im Danielschlag schöne Anbrüch vorfanden, die aber Zimblich fesst, doch keine heuer die man zuelegen mechte vorhanden sein, daselbst So wol in den Schächten vnnd Stolwenten auf der Soolen liesz sich dasz Sprengwerch gar wol an.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weiter ist dermallen Caspar Sprenger befragt worden, ob er diese Örtter im Danielschlag wollte zu Lehenschafft annemben, Weil das ainczige Ortt im tieffisten, den Vncosten mit dem Sprengen nicht ertragen würde, hierüber meldt solcher, wenn man Ime 40 oder 50 guette Heuer gibt, So traue er Ihme diese Örter gar wol mit der Herren Gewerckhen guetten Nuczen zu Lehenschafft anzunemben. Auf solch sein erpieten wird Ime Caspar darauf geantwort: Weil im Tieffisten viel Örtter aus Mangel Heier feiern müssen vnnd dits Orts allein ein 40 Heier von Nöten, vnd sein doch keine vorfanden, ob man nit Mitl haben könne, Soviel Heier etwo von anderen Darauf meldt Caspar, wann man den Uncossten, der darauf geen würde, nit ansehen, noch Sparen wolt, vnnd Ime ainen Paszbrieff von Ihr Kai: Mai: ausbringen vnd ertailen würde, trauet er Ime gar wol ausz Tyroll ain anzahl guetter Heier, zu Nottdurfft an solche Örtter als in das Tieffeste, Danielschlag, hintern Künsten, Schächten, Stolwant, an der Sol: vnnd andere Örtter zue zu weitten vnd ins werkh zusetzen herein zu bringen. Souil thuet das Kaiserlich Perggericht ain Gancze Löbliche Gewerckhschaft berichten, welche ohne maszgeben auf solcher verern beratschlagungen des Caspar Sprengers Zuesagen : Vnnd erpietten ins Werckh zuseczen wissen werden,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Datum Schembnicz den 16 Februari A. 1627.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Putscher Pergkmaister'',&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Caspar Pistorius,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Chri: Spilberger, Pergkgerichtsschreiber.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wurde kann man davon ausgehen, dass es sich hier um Sprengungen handelt, bei denen Bohrlöcher angefertigt wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Caspar Weindl, der den Beinahmen „Sprenger“ erhielt, war vor der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz, auf den in Tirol liegenden Bergwerken des Grafen Montecuccoli tätig, des Oberstkammergrafen von Schemnitz (Quelle: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass er bereits im Vorfeld der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz schon Versuche mit dieser Technologie in Schemnitz selber und in Tiroler Bergwerken unternahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue, nun erfolgreich angewandte Technologie, verbreitete sich schnell. So kam sie wohl schon im gleichen Jahr in den Kupfergruben im böhmischen Graslitz zum Einsatz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Erst im Jahre 1627 wurde aus Ungarn die Schießarbeit auf den Graslitzer Kupferwerken eingeführt, nach den vorhandenen abgeschossenen Bohrlöchern zu schließen - die zweimännische; doch hatte diese Verbesserung von keinem tiefgreifenden Einflüsse auf den dortigen Bergwerksbetrieb mehr sein können, da noch In demselben Jahre das Religlonsedict einen sehr  großen Teil der Einwohner von Graslitz, weil sie Protestanten waren, zur Auswanderung nöthigte.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Konstantin von NOWICKI „Die Wiedergewältigung des alten Kupferbergbaues von Graslitz in Böhmen“, Prag 1862)&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1628 gibt es im Stiftsarchiv St. Lambrecht einen Brief, der die Entsendung des Sprengkundigen Ruep Meytesperger in die Eisenstein- und Hittracherzgruben des Stiftes St. Lambrecht in der Steiermark beschreibt. Meytesperger soll den dortigen Arbeitern das Sprengen zeigen und diese darin unterrichten. Der Brief vom 29. Oktober 1628 von Georg Fischer aus Friesach an P. Andreas von St. Lambrecht hat folgenden Inhalt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ehrwürdig Edler und Wohlgelehrter Herr etc. Euer Ehrwürden seindt mein gantz gevlißne Dienst iederzeit bevohr.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Auf abgeredt und verlaßner massen vor dreyer tagen übersende Euren Ehrwürden etc. ich hiemit zeigern Ruep Meytespergern sambt andern zween guetter Pergkarbeiter zu belegung des Pleyglantzes und Hütrauch Erzt, denen zweyen wollen sie wöchentlich per 1 il iedem Cost oder gelt sambt Liechter und Eißen, wie der Meytesperger derselben anzaigen wirdt, ervolgen lassen, welche er Meydtesperger an die arbeit selbst anordnen und sobalt ich wider zu Hauß komb, sol ihnen nach dem Centner oder Kübl verdingt werden, damit Ihr Ehrwürden von ihnen nicht alle wochen uberlauffen werden, mögen sie ihnen (doch ohne maßgebung) auf etliche wochen die Cost ervolgen lassen, dann ihnen wol zu trauen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Dem Meytesperger aber hab ich selbst Zehrung ertheilt, würdt ungevor ein Tag 8 oder mehr drüben verbleiben und dennen arbeitern bei dem Eißenstein- sowohl bei dem Hüttrauch Erzt das Sprenngen zeigen und underrichten (deme sie uf sein begehren Pulffer preperieren und die schüß zu 8, 10 oder 12 Lot machen, wie er begern würdt, sowohl nach seinen angeben 2 oder dreierlei Porer den Schmidt verfertigen lassen, und würdt hiemit gedachter Meitesperger an seinen Vleiß nichts ermindern lossen. Wollen Ihr Ehrwürden denen arbeitern, so das Sprenngen von Ihme sehen und lehrnen, anzaigen, daß sie ihme treulich volgen und behuetsambt darmit umbgehen. Weil auch in den grueben bei dem Eißenstein auch zu sprenngen guete gelegenheit, soll Er sie auch daselbsten anweißen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Es haben Ihr Gnaden vor Irem abreißen dem Hanßen im Pach in meinem beisein schlecht hackhenpulffer zu machen bevohlen, das wollen Sie darzue preperieren und das Scheiben Pulffer, weil es noch so teuer, sparen, würdt dennoch störkher als das guete worden.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''Dem Meydesperger hab ich auch under andern bevohlen, in die grueben hinder dem Closster, davon ich einen schwardtzen schüffer mit herüber gefürt, zu fahren und denn augenschein einzunehmen, weil der stein Vitriolismum, würdt darinnen ein gantzer Vitriol viß zu finden sein, der zu Colnierung deß Eißens tauglich sein würdt, noch biß dato hab ichs, weil ich kein Floßeißen noch nicht empfanngen, kein prob machen khönnen, darumben auch Ir Hochwürden und Gnaden ich noch nichts zuschreiben kann, soll aber zu meiner widerkunft förderlichen beschehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Letzlichen sover Ir Ehrwürden das im Closter ligende Pleyerzt noch nicht nach dem Hof (= Mariahof) gesannt, das sie es morgen oder Erdag wollen dahin verschaffen, dann ich solches künfftigen Mitwoch gewiß abhoiien zu lassen bedacht. Auf dißmahl anders nichts Neus, dann Euer Ehrwürden ich mich zu dero Ehrwürden iederzeit befehlen thue.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Friesach den 29. Octobris Anno 1628.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Euer Ehrwürden dienstgevlißner''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Fischer''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''m. p.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Walter BRUNNER: Anfänge der bergmännischen Sprengtechnik in der Steiermark; in: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft von Ruep Meytesperger ist leider nichts bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass er vorher im näheren Umfeld von Caspar Weindl tätig war, da er so seine Kenntnisse als „Sprengkundiger“ sammeln konnte. Wichtig ist aber, dass in dem Brief sowohl die Verwendung von Bohrern als auch die Tiefe der Bohrlöcher erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich durch die Abwanderung von protestantischen Bergleuten aus Graslitz, wurde diese Technologie in den Harz gebracht, wo im Jahr 1632 in Clausthal die erste Sprengung erfolgt sein soll. Entsprechende Abrechnungen für Pulver sind aber erst ab dem Jahr 1634 belegt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Bohren und Schießen ist zuerst Anno 1632 auf den Clausthalschen Bergwerken aufgekommen, anfangs aber gar sparsam gebraucht worden, wie daher abzunehmen, daß man vor dem 1634sten Jahre kein Pulver in den wöchentlichen Anschnitten (Bergrechnungen) berechnet findet, wie nachhero.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Clausthal aus verbreitete sich diese Technologie weiter und wurde durch Caspar Morgenstern nach Freiberg in Sachsen gebracht, wo sie im Jahr 1643 nachweislich angewendet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Die Sprengarbeit in den Gruben ward, wie geschichtskundig, erst im Jahre 1627 aus Ungarn nach Teutschland versetzt, nach Gräßlit'z in Böhmen, kam von da auf den Harz und von diesem im Jahre 1643 durch Caspar Morgenstern nach Sachsen. Dieser Bergmann gab auf den Freyberger Gruben das Bohren mit eisernen Bohrern und Schießen zuerst an und beschäftigte sich anfangs blos neben der Schicht damit, indem man im Jahre 1644 z. B. auf der Grube Hohe Birke obere 9te bis l0te Maas im Quartal Reminiscere l n. 3 Gr. für 32 Zoll zu bohren nach seiner Schicht, sowie 6 Gr. für 2 Schichten die Löcher anzustecken (anzubrennen und wegzuschiessen) verschrieb. Im Jahre 1644 bis Ende 1652 gab sich Caspar Morgenstern sodann blos mit Bohren und Scbiessen auf genannter Grube ab, welchem Michael Eämler und Hans Werlich, nachdem Morgenstern ins Gnadengeld gesetzt worden, bis zum Jahre 1658. nachfolgten; von dieser Zeit an mußte jeder Häuer sein Loch bohren und anstecken und erhielt für jeden Schuß drei Groschen Schießgeld.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Christian Wilhelm Fridrich SCHMID, Kurze Geschichte der Erfindung der Meisnischen Bergwerke und der Entwicklung ihrer Technik, Freiberg (ungedruckt) aus dem Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Harzer und Sächsische Bergleute verbreitet sich das Schießen bis Mitte des 18. Jahrhunderts weiter über ganz Europa.&lt;br /&gt;
Diese Technologie selber setzte sich aber nur sehr langsam, anfänglich als Unterstützung und später in Kombination mit der Schlägel- und Eisenarbeit durch. Ursachen für den schleppenden Einzug des Bohrens und Schießens waren neben politischen Gründen (30jähriger Krieg, Vertreibung und Pest, während dieser Zeit der Bergbau weitestgehende zum Erliegen kam) und der noch unausgereiften Technologie (unpraktische Bohrköpfe der Kronen- bzw. Kolbenbohrer), auch der hohe Personalbedarf (zwei- und dreimännisches Bohren) bei der Herstellung der großen Bohrlöcher sowie der nicht unerhebliche und teure Pulververbrauch. So wurde es lange Zeit, auch in großen Bergbaurevieren, nur auf einzelnen Gruben praktiziert und findet in der Literatur dieser Zeit kaum Erwähnung.&lt;br /&gt;
So schreibt BAADER zur Freiberger Grube „Hohe Birke“ folgendes:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Man trift hier noch auf alte Oerter, wo bey einer Höhe von ¾ Lachtern und des Ganges Mächtigkeit von 3 Zoll, 3 und 4 zweymännische drittehalb Zollstarke Bohrlöcher anstehen, und es lässt sich also leicht begreifen, wie gering der Nutzen gewesen seyn muß, den unter diesen Umständen die Sprengarbeit gewährte''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die wichtigsten Verbesserungen waren unstreitig die Einführung einmännischer Böhrer und das Lettenschiessen. Wärend letzteres vom Harze hierher kam, haben die Harzer (nach Calvör) den einmännischen Bohrer von den Sachsen angenommen. Das Schiessen mit Zündern kam von Ungarn hierher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Der Einbruch vor Ort wurde zwar lange schon durch Schießen gemacht, aber den Ausschram auf Gängen glaubte man nur mit der Schlägel –und Eisenarbeit machen zu müssen.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: D. BAADER der Jüngere: Beytrag zur Geschichte der Sprengarbeit in Sachsen, im Bergmännisches Journal 1790 von Alexander Wilhelm KÖHLER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Reduzierung des Bohrlochdurchmessers konnte ab Ende des 17. Jahrhunderts auch einmännische Bohrlöcher hergestellt und somit auch der Pulver- und Personalbedarf reduziert werden. Im 18. Jahrhundert wurden statt der Kronen- bzw. Kolbenbohrer verbesserte Handbohrer mit Meißelköpfen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist ein Auszug aus der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669. Dort wird beschrieben, auf was die Steiger bei der Arbeit mit Pulver zu achten haben. Dabei wird auch erwähnt, dass die Häuer scheinbar schon länger vermehrt Bohren und Schießen und deswegen den Umgang mit Schlägel und Eisen nicht mehr so recht beherrschen. Dies kann man als Hinweis darauf deuten, dass das Schießen sich im Geltungsbereich dieser Bergordnung intensiv betrieben wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Vom Unterschied der Arbeit, mit Pulver''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weil die Stroßen in den Gruben unterschiedlich, soll jeder Grubensteiger seine Stroßen zum öftern bebauen, und deren Gelegenheit wohl betrachten, daß wo er einigen Vortheil haben vermeinet, da daselbst mit Schlägel und Eisen, oder mit Keilhauen, Keil, Stück und Eisen abzubrechen, soll er auf solchen Stroßen nicht straks bohren, und das Pulver unnöthiger Weise verschießen laßen, wie dann die Häuer seit dem das Schießen aufgekommen, sich der rechten Bergmanns-Arbeit, Schlägel und Eisen zu gebrauchen, und wie daßelbe anzubringen, entwöhnet, und nur auf das Bohren sich begeben, daß auch wohl vielmahl unnöthiger Weise geschossen, und an den Oertern eine Wand gesprengt wird, der wohl mit Gezäu Abbruch geschehen können.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669 findet man eine Passage, die das '''Schießen aus dem Ganzen''', also aus dem unveritzten Gebirge sowie die Verwendung von Patronen beschreibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, …“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''Schießen aus dem Ganzen'' hat sich wahrscheinlich in den Revieren, in denen das Schießen ab Mitte des 17. Jahrhunderts intensiver betrieben wurde, parallel entwickelt. Es ist auch zu vermuten, dass diese neue Art mit einem Technologiewechsel beim Bohren (einmännische Bohrlöcher, Einsatz von [[Bohrer|Meißelbohrern]]) einhergegangen sein könnte.&lt;br /&gt;
Beim ''Schießen aus dem Ganzen'' wurde statt des Anlegens eines [[Schram]]s zuerst ein Bohrloch mittig im Bereich der [[Sohle]] aus dem unveritzten Gebirge geschossen und anschließend die Masse abgefördert. Über dem so entstandenen [[Einbruch]] wurde ein weiteres Bohrloch erstellt, besetzt und in den Hohlraum geschossen. Dieser Vorgang wiederholte sich, bis man die [[Firste]] erreicht hatte. Teilweise wurden auch mehrere Sprengladungen gleichzeitig oder verzögert zur Explosion gebracht. Die [[Stoß|Stöße]] wurden anfänglich noch mit [[Schlägel- und Eisenarbeit]] hereingewonnen, später erfolgte der Vortrieb von [[Stollen|Stolln]] und [[Strecke]]n durch Sprengung auf dem ganzen Querschnitt und löste die Schlägel- und Eisenarbeit weitestgehend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich ab dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts wurde diese Technologie auch in Sachsen angewendet und in der ''Stollnordnung'' des Kurfürst Friedrich August II. aus dem Jahr 1749 als das ''&amp;quot;nutzbarliche Schießen aus dem Ganzen&amp;quot;'' vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Es soll auch, zu Erspahrung derer vielen Gedinge, und darzu erforderlichen grossen Auffwands, die kostbare Gewinnung des vesten Gesteines mit Schlägel und Eisen, so viel sich nach Beschaffenheit ieden Orts, ratione derer Wetter, thun lassen will, und äuserst möglich ist, abgeworffen und das nutzbarliche Schiessen aus dem gantzen eingeführet werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wannenhero die Bergmeistere und Geschworne, solches sofort zu veranstalten, die Stolln- Schichtmeistere und Steigere aber fleißige und pflichtmäßige Aufsicht zu führen haben, damit sothanes Schiessen, statt des viele Zeit und Kosten wegnehmenden Schrämens, bey obigen und denenjenigen Stoll-Oertern, wo keine Ertze brechen, auch wo die Gewercken-Steigere selbst mit arbeiten, bewerckstelliget- und die Löcher zum Schiessen, wo es thunlich, mit einmännischen Bohrern gemachet werden mögen. Dahingegen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vor solchen Oertern, wo das Schiessen nicht applicabel, und wegen des vesten Gesteines, der Einbruch auf das Tagwerk stärcker nicht, als zwey oder höchstens drey Zoll gemachet werden kann, zu ebenmäßiger Beförder- und Erleichterung der Arbeit, mehr als einmahl einzubrechen- und auf ieden solchen Einbruch, nicht allemahl gleicher Stoß zu halten ist.“''&lt;br /&gt;
(König August III. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(15)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Zubrüsten</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter '''Zubrüsten''' versteht man alle notwendigen Arbeiten an der Stelle, wo das Bohrloch angesetzt werden soll.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Fläche des Bohransatzes wurde dazu mit [[Schlägel- und Eisenarbeit|Schlägel und Eisen]] geebnet und anschließend eine kleine Vertiefung für den [[Bohrer]] geschlagen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Hierauf wird an der Stelle, wo das Loch abgebohret werden soll, ein Zubrüsten gehauen, oder dasjenige Gestein, so die Ladung hindern könnte, weggestuffet, auch um den Bohrer füglicher anzuführen, eine kleine Vertiefung eingehauen, sodann fänget man an zu bohren.“'' (Kern, J.G. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(21)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
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		<title>Zubrüsten</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter '''Zubrüsten''' versteht man alle notwendigen Arbeiten an der Stelle, wo das Bohrloch angesetzt werden soll.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Fläche des Bohransatzes wurde dazu mit [[Schlägel und Eisen]] geebnet und anschließend eine kleine Vertiefung für den [[Bohrer]] geschlagen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Hierauf wird an der Stelle, wo das Loch abgebohret werden soll, ein Zubrüsten gehauen, oder dasjenige Gestein, so die Ladung hindern könnte, weggestuffet, auch um den Bohrer füglicher anzuführen, eine kleine Vertiefung eingehauen, sodann fänget man an zu bohren.“'' (Kern, J.G. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(21)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

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		<title>Bergwörterbuch</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: /* Z */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Inhaltsverzeichnis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== A ====&lt;br /&gt;
* [[Abbau]]: Vorgang des [[Lösen]]s von [[Mineral]]ien aus einer [[Lagerstätte]], aber auch der Ort, an dem dies geschieht.&lt;br /&gt;
* [[Abbaue]]:  Orte, an denen der [[Abbau]] stattfindet.&lt;br /&gt;
* [[Abbaurichtung]]: Hauptrichtung, in der ein [[Lagerstätte]]nanteil mittels des jeweiligen [[Abbauverfahren]]s in Angriff genommen wird.&lt;br /&gt;
* [[Abbaustoß]]: Angriffsfläche für den [[Abbau]].&lt;br /&gt;
* [[Abbaustrecke]]: Horizontaler [[Grubenbau]] in der [[Lagerstätte]], der den [[Abbau]] begleitet.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverfahren]]: Technik, die im Bergbau dazu dient, eine [[Lagerstätte]] wirtschaftlich auszubeuten. Für jede Lagerstätte wird das jeweilige Abbauverfahren genau geplant.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverluste]]: Nicht abbaubare [[Lagerstätte]]ninhalte innerhalb eines [[Grubenfeld]]es, gerechnet in Prozent des anstehenden Lagerstätteninhaltes.&lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Abfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abfangen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abgang]] (oft im Plural, Abgänge): das Abfallmaterial aus einer ([[Erz]]-)[[Aufbereitung]]sanlage (engl. Tailings). Insbesondere im Steinkohlebergbau auch als [[Waschberg]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Abgeworfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Abkehren]]: Den Dienst aufgeben.&lt;br /&gt;
* [[Ablegen]]: Entlassen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Ablöser]]: Gesteinsbrocken, die sich von der [[Firste]] oder vom  [[Stoß]] ablösen und herunterfallen können oder bereits heruntergefallen sind.&lt;br /&gt;
* [[Abmuten]]: Bemühungen, den Freifall (ins Bergfreie fallen) eines [[Muten|gemuteten]] Bergwerkes mittels Antrag zu erreichen.&lt;br /&gt;
* [[Abortkübel]]: Auch Bergmannsklo genannt, ist ein Behälter mit verschließbarem Deckel, in dem die Bergleute Untertage ihre Notdurft verrichten.&lt;br /&gt;
* [[Abraum]]: Im Tagebau das die Lagerstätte überdeckende Gestein, von abräumen.&lt;br /&gt;
* [[Absaufen]]: Ungeplantes Volllaufen der Grubenbaue mit Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Abschlag]]: Vortrieb, der durch jeweils eine Sprengarbeit entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Absetzen]]: Im Tagebau das Aufschütten des Abraumes, oft mittels eines Absetzers; auch verkippen oder verstürzen genannt.&lt;br /&gt;
* [[Absetzig]]: &lt;br /&gt;
* [[Absinken]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abteufen]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abtreiben]]: auch [[bereißen]] oder ''berauben'': loses Gestein aus Sicherheitsgründen herunterreißen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbaufeldes]].&lt;br /&gt;
* [[Abwetter]]: Aus den Grubenbauen abgeleitete verbrauchte Luft.&lt;br /&gt;
* [[Ader]]: &lt;br /&gt;
* [[Akkulok]]:&lt;br /&gt;
* [[Alter Mann]]: Bereich, in dem der [[Abbau]] beendet ist. &lt;br /&gt;
* [[Altung]]:&lt;br /&gt;
* [[Anbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Anfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Anlegen]]: Einstellen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Anreichern]]: &lt;br /&gt;
* [[Anscharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Anschlagen]]: Beginn der Auffahrung (&amp;quot;einen [[Stollen|Stolln]] anschlagen&amp;quot;), aber auch Signalgebung bei der [[Förderung]] im [[Schacht]] durch den  [[Anschläger]], der die [[Fördertonne]]n ans Seil &amp;quot;anschlägt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* [[Anschläger]]: Bergmann, der im [[Füllort]] unter Tage und auf der [[Hängebank]] über Tage die [[Fördertonne]]n ans Seil anschlägt. Bedient die Signalanlage zur Verständigung mit dem Maschinisten.&lt;br /&gt;
* [[Anschnitt]]: Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben des [[Berggebäude]]s beim [[Bergamt]]. Der Anschnitt erfolgte in früheren Jahrhunderten mittels [[Kerbholz]].&lt;br /&gt;
* [[Anschnittbuch]] (auch ''Anschnittbogen''): Im [[Bergamt]] hinterlegtes Buch, in dem die [[Bergkosten]] der [[Grube]]n vermerkt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Anschnittregister]]: Auflistung der [[Bergkosten]] der [[Grube]], welche beim [[Bergamt]] zur Untersuchung vorgelegt werden musste.&lt;br /&gt;
* [[Anschützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Apophyse]]:&lt;br /&gt;
* [[Arschleder]]: Gesäßschutz des Bergmanns, insbesondere, wenn er auf dem Leder einfährt (über tonnlägige Schächte in den Berg rutscht). Hauptsächlich aber als Schutz vor Nässe und Kälte beim Sitzen, siehe auch: [[Kniebügel]].&lt;br /&gt;
* [[Assanisator]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Aufbereiten]]: Gewonnene Mineralien zerkleinern, sortieren, klassieren, anreichern und konzentrieren.&lt;br /&gt;
* [[Aufbruch]]: Von unten, von einer tieferen Sohle her, nach oben hergestellter vertikaler Grubenbau. Auch [[Überhauen]] genannt.&lt;br /&gt;
* [[Auffahren]]: Einen Grubenbau herstellen.&lt;br /&gt;
* [[Aufgehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufhauen]]: Eine in einer Lagerstätte aufwärts führende Strecke, z. B. Strebaufhauen zur Vorrichtung eines Strebbaus, Wetteraufhauen zur Wetterführung.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Auflassen]]: (Auflässig) Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbau]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Aufnehmen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsatteln]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsäubern]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufschliessen]]: Eine [[Lagerstätte]] durch ein neues Bergwerk zugänglich machen.&lt;br /&gt;
* [[Aufschluss]]: &lt;br /&gt;
* [[Öhr|Auge]]: Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[aufwältigen]]: Einen verbrochenen (eingestürzten) oder verfüllten Grubenbau wiederherstellen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbau]]: Abstützung innerhalb des Bergwerkes mittels verschiedener Materialien und Techniken.&lt;br /&gt;
* [[Ausbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbaugespann]]: Hydraulischer Schreitausbau, der aus zwei oder drei Ausbaurahmen besteht.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeissen]]: Auch ausgehen; bergmännisch für zu Tage kommen, sich verringern, verschmälern; ausgehendes Flöz: ein zu Tage sich verschmälerndes, selbst aufhörendes Flöz.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeute]]: Überschuss aus dem Ertrag eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeutebogen]]: Verzeichnis aller Zechen eines Bergbaureviers, die Gewinne abwarfen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbiss]]: Das Hervortreten einer Lagerstätte an der Tagesoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Ausblühen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbringen]]: Gesamte Rohförderung an nutzbaren Mineralien einer Grube.&lt;br /&gt;
* [[Ausfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausgehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushalten]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushieb]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskeilen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausklauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Auslängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Auspochen]] (auch Ausklopfen): Akustisches Signal zum Schichtende vom [[Steiger]] über Tage zu den Bergleuten im [[Schacht]] und dessen Weiterleitung durch Schläge mit dem [[Schlägel]] an den [[Stoß]] bis zu den [[Ort|Örtern]].&lt;br /&gt;
* [[Ausrichtung]]: Erschließung eines [[Grubenfeld]]es durch die Anlage von [[Schacht|Schächten]], [[Querschlag|Querschlägen]], [[Feldstrecke|Feld]]- und [[Richtstrecke]]n.&lt;br /&gt;
* [[Ausschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausschläger]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausstreichen]]: Flöz oder Gang streicht an der Erdoberfläche aus, d. h. schneidet die Erdoberfläche, und ist dort sichtbar; auch Ausbiß oder Ausgehendes genannt.&lt;br /&gt;
* [[Ausziehen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== B ====&lt;br /&gt;
* [[Bankrecht]] ist eine Senkrechte zum [[Streichen]] und [[Einfallen|Fallen]] einer Schichtenfolge.&lt;br /&gt;
* [[Barte]] (oder Bergbarte): Kleines Beil mit einer langen Spitze und einem langen Stiel, das zu festlichen Anlässen mitgeführt wird.&lt;br /&gt;
* [[Bau]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauhaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig|Bauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Befahrbar]]: &lt;br /&gt;
* [[Befahren]]: Begehung eines [[Stollen[[s, heute auch die generelle Begehung (Besichtigung) eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Beibrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegung]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnungsurkunde]]: Verleihungsurkunde, die bei der [[Verleihen|Verleihung]] einer [[Muten|gemuteten]] [[Grube]] in das [[Lehensbuch]] eingetragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Beleihen]]: &lt;br /&gt;
* [[Beraubefahrzeug]]: Mobile Arbeitsmaschine, die Untertage zum bereißen der Firste eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Berauben]]: siehe [[Bereißen]].&lt;br /&gt;
* [[Berechtsame]]: Nutzungsrecht an bestimmten [[Grubenfeld]]ern, wird heute im [[Bergrecht]] Bergbauberechtigung genannt.&lt;br /&gt;
* [[Berechtsamsurkunde]]: [[Bergrecht]]liches Dokument, das aus der sogenannten [[Verleihen| Verleihung]]surkunde und einer Ausfertigung des Lager[[riss]]es besteht und einem Bergbautreibenden bei der Verleihung von Bergwerkseigentum überreicht wird.&lt;br /&gt;
* [[Bereißen]]: Herunterreißen von losen Gesteinsstücken oder Kohlebrocken von der [[Firste]] mittels Bereißwerkzeugen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Berg]]: Eher flach geneigte Verbindungsstrecke zwischen [[Grubenbau]]en unterschiedlicher [[Teufe]], z. B. zwischen den [[Sohle]]n eines Bergwerks. Siehe auch [[Förderberg]].&lt;br /&gt;
* [[Bergamt]]: Für den Bergbau zuständige Aufsichtsbehörde.&lt;br /&gt;
* [[Bergamtmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbeamte]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigungsfonds]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbehörde]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbuch]]: Öffentliches Verzeichnis aller Rechtsgeschäfte des [[Bergamt]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berge]] (auch: Bergematerial): Vom Bergmann aus dem Gebirge gelöstes, taubes oder auch (Neben-)Gestein, das bei Gewinnung von Bodenschätzen unter Tage anfällt.&lt;br /&gt;
* [[Bergekasten]]: Geviert aus Grubenholz, das mit Bergen gefüllt wird und zur Abstützung des Hangenden dient.&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen]]: Länglicher Spitzkeil, welches meist an einem [[Helm]] befestigt und bei der [[Schlägel]]- und Eisenarbeit eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Berghammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Bergfeste]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergfreie]]: (ins Bergfreie fallen)&lt;br /&gt;
* [[Bergfreiheit]]: Der Landesherr konnte bestimmte wirtschaftlich wichtige Mineralien für bergfrei erklären und damit ihre Gewinnung anregen. Ein bergfreies Mineral durfte jeder Finder sich aneignen – ohne Rücksicht auf den Grundbesitz. Vorausgesetzt war die Verleihung von Bergwerkseigentum.&lt;br /&gt;
* [[Berggemach]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggericht]]: Gericht, das für bergrechtliche Angelegenheiten in den Bergbaurevieren zuständig war. Es überwachte die Konzessionen und vertrat die Rechtsansprüche der Landesherren.&lt;br /&gt;
* [[Berggeschrei]]: Beginn des Silberbergbaus im Erzgebirge und dem Harz, vergleichbar mit dem Goldrausch in Nordamerika.&lt;br /&gt;
* [[Geschworener|Berggeschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berggesetz]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergglocke]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggrundbuch]]: Ein öffentliches Register, das auch Berghypothekenbuch genannt wird und das beim Amtsgericht geführt wird. In ihm werden die Bergwerke, deren Eigentümer, Gewerke und Feldesgrössen aufgeführt.&lt;br /&gt;
* [[Berghauptmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergherr]]: &lt;br /&gt;
* [[Berghoheit]]: &lt;br /&gt;
* [[Berginspektor]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergkittel]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergknecht]]: Bergmann, der zu Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bergmannschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergmeister]]: Beamter, der beim [[Bergamt]] angestellt war und die [[Zeche]]n in seinem Bezirk verwaltete.&lt;br /&gt;
* [[Bergordnung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergpredigt]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergquartal]]: Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* [[Bergrecht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergregal]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergrichter]]: Beamter, der dem [[Berggericht]] vorstand und in strittigen Bergsachen entscheiden musste.&lt;br /&gt;
* [[Bergschaden]]: Schaden an Personen oder Gebäuden, der durch bergbauliche Aktivitäten entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Bergschmied]]: Handwerker, der die zum Bergbau erforderlichen Werkzeuge schmiedete und der [[Berggericht]]sbarkeit unterstand.&lt;br /&gt;
* [[Bergschreiber]]: Buchhalter und Protokollführer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Bergsenkung]]: Bodenbewegung, die aufgrund von Bergbautätigkeiten entsteht und sich bis zur Erdoberfläche auswirkt.&lt;br /&gt;
* [[Bergsucht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergvogt]]: Ein dem [[Bergmeister]] untergeordneter Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Bergwerkseigentum]]: Das Recht, innerhalb festgelegter Grenzen ein [[Mineral]] zu gewinnen. Bergwerkseigentum wird aufgrund einer [[Muten|Mutung]] durch den Landesherrn [[Verleihung|verliehen]].&lt;br /&gt;
* [[Besatz]]: Masse, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Besetzen]]: &lt;br /&gt;
* [[Besteg]]: &lt;br /&gt;
* [[Blasversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Blende]]: &lt;br /&gt;
* [[Blende (Geleucht)]]: &lt;br /&gt;
* [[Blick]]: &lt;br /&gt;
* [[Blindschacht]]: [[Schacht]] ohne Verbindung zur Erdoberfläche (Tageslicht).&lt;br /&gt;
* [[Bobine]]: schmale Seiltrommel mit seitlichen Führungen, auf der die Windungen eines Flachseils übereinander liegen.&lt;br /&gt;
* [[Bombe]]: Bezeichnung des Kumpels für eine bestimmte elektrische Handlampe.&lt;br /&gt;
* [[Bornmeister]]: Aufsichtsperson in einer Saline, er führt die Aufsicht über die Sole.&lt;br /&gt;
* [[Böse Wetter]]: Schädliche Gasgemische, die für den Menschen schädlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrdeckel]]: Über den [[Bohrer]] gesteckt Scheibe, die das Herausspritzen des Bohrkleins verhinderte.&lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Bohren]]: Tätigkeit des Herstellens von Bohrlöchern mittels [[Bohrer]] und [[Schlägel]]. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen]]: [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] durch manuelles Anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver.&lt;br /&gt;
* [[Bohrer]]: Ein [[Gezähe]] für die Herstellung von Bohrlöchern beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrgestänge]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrkern]]: &lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrkrätzer]]:Länglichers [[Gezähe]] mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrkruck]]: Hölzernes Hilfsmittel zum Umsetzen des Hand[[bohrer]]s beim [[Bohren und Schießen|Bohren]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrlappen]]: (auch Bohrhader) Lappen zur Reinigung und Trocknung des Bohrlochs.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrlöffel]]:Länglichers [[Gezähe]] mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrpost]]: Anzahl stärkerer und schwächerer [[Bohrer]], welche zum [[Bohren und Schießen|Abbohren]] eines Bohrlochs erforderlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrschacht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrstange]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrtrog]]: Holzgefäß zur Aufbewahrung des Wassers, mit welchem das Bohrgrus (Bohrmehl) beim [[Bohren und Schießen|Bohren]] feucht gehalten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bolzenschrot]]: &lt;br /&gt;
* [[Brecher]]: Maschine mit einer rotierenden Meißelwalze, um das abgebaute [[Mineral]] zu zerkleinern und transportfähig zu machen (meist ist an einem Brecher ein Transportband angehangen, um die zerkleinerten Mineralien zu befördern).&lt;br /&gt;
* [[Brecheisen]]: Eisenstange mit einer Spitze oder einer Schneide, welche für unterschiedliche Arbeiten (z. B. [[Durchschlag]]en) eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bremmer]]: &lt;br /&gt;
* [[Bremsberg]]: Berg, in dem mit Hilfe gebremster Förderwagen abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsbergförderung]]: Fördertechnik, bei der das abgebaute Mineral an einem Bremsberg mittels Schwerkraft abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsförderer]]: Rutsche mit angetriebenen Stauscheiben.&lt;br /&gt;
* [[Bremswerk]]: Maschinelle Einrichtung, die bei Förderung an Bremsbergen die niedergehenden Wagen abbremst.&lt;br /&gt;
* [[Bruch]]: Einsturz eines Teiles eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Bruchbau]]: Abbaumethode, bei der der das [[Hangendes|Hangende]] planmässig zu Bruch geworfen wird.&lt;br /&gt;
* [[Prunen|Brunen]] (Brunnen): Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Bühne]]: Künstlich geschaffene Arbeitsplattform.&lt;br /&gt;
* [[Bühnloch]] (auch Bühnenloch): Eine in das feste [[Gestein]] gehauene Vertiefung, um den Fuß eines [[Stempel]]s oder das Ende einer [[Kappe]] unverrückbar aufzunehmen.&lt;br /&gt;
* [[Bulge]]: Schlauchförmiger Ledersack, der im Mittelalter zum Schöpfen von Grubenwasser diente.&lt;br /&gt;
* [[Bulgenkunst]]: Wasserhebemaschine aus Holz, die zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bunker]]: Grubenräume oder betriebliche Einrichtungen, in denen Schüttgüter wie Rohkohle, Roherz oder Berge zwischengelagert werden.&lt;br /&gt;
* [[Butzen]]: eine kleine selbständige Masse eines bestimmten Minerals im Gestein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== C ====&lt;br /&gt;
* [[Caducieren]]: Kuxe für nicht mehr bestehend erklären, das Eigentum daran aufheben. &lt;br /&gt;
* [[Communbergbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Concedieren]]: &lt;br /&gt;
* [[Concession]]: &lt;br /&gt;
* [[Consolidation]]:auch Konsolidation: Zusammenschluss mehrerer Grubenfelder bzw. der dazugehörigen Berechtsamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== D ====&lt;br /&gt;
* [[Damm:]] Bauwerk, das einen Teilbereich des Grubengebäudes von den übrigen Grubenbauen trennt. Man unterscheidet Brand-, Wasser-, Streckenbegleit- und Abschlussdämme.&lt;br /&gt;
* [[Dammtor]]: Sicherheitstor, meist in Strecken, mit dem plötzliche Wassereinbrüche abgesperrt und somit ein Teil des Grubengebäudes zu Sumpfe gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
* [[Derb]]:&lt;br /&gt;
* [[Dingen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dopplhäuer]]: &lt;br /&gt;
* [[Doppltrümig]]: &lt;br /&gt;
* [[Dreiecksbau]]: Altes Abbauverfahren, das hauptsächlich im Schieferbergbau angewendet wurde und durch den Querbau abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
* [[Drittel]]: Bei Belegung eines Ortes mit mehreren, sich ablösenden Arbeitsgruppen eine dieser Schichten. Ein Ort kann auch mit zwei oder mit vier Dritteln belegt sein. Siehe 3- und 4/3-Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Druse]]: &lt;br /&gt;
* [[Drusig]]: &lt;br /&gt;
* [[Duckelbau]]: Abbauverfahren für unregelmäßig vorkommende Lagerstätten mit geringer Mächtigkeit, bei dem die Gewinnung mittels kleiner Schächte, sogenannter Duckel erfolgt.&lt;br /&gt;
* [[Durchfallen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchbauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchörtern]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchschlag]]: Herstellung einer offenen Verbindung zwischen zwei Grubenbauen.&lt;br /&gt;
* [[Durchsinken]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchteufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dürr]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== E ====&lt;br /&gt;
* [[Edel]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehner]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehnerzeche]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbringen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbruch]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfallen]]: Neigungswinkel der Lagerstätte zur Horizontalen, also die Neigung in Falllinie. Das Einfallen wird senkrecht zum Streichen gemessen.&lt;br /&gt;
* [[Eingesprengt]]: &lt;br /&gt;
* [[Einkommen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einlegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Einsprengung]]: &lt;br /&gt;
* [[Einstrich]]: Horizontaler Schachteinbau, der aus Holz oder aus Stahl gefertigt ist.&lt;br /&gt;
* [[Eintrümmig]]: &lt;br /&gt;
* [[Einziehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Eisen]]: Historische Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen]]: Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Entblössen]]: &lt;br /&gt;
* [[Enterben]]: Übergang der Rechte zwischen [[Erbstollen]], wenn der neu ins das [[Grubenfeld]] einkommende Erbstollen die erforderliche [[Erbteufe]] hat.&lt;br /&gt;
* [[Enterbungsteufe]]: Senkrechter Abstand zwischen [[Erbstollen]] und enterbten Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Erbbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbbelehnung]]: Verleihung der Rechte auf den [[Abbau]] eines [[Mineral]]s innerhalb eines bestimmten Bezirkes. &lt;br /&gt;
* [[Erbbereiten]]: Berggerichtliche Handlung, die der nochmaligen genauen Vermessung eines [[Grubenfeld]]es diente, wenn dieses zur [[Ausbeute]]verteilung gekommen war.&lt;br /&gt;
* [[Erbbereitungsbuch]]: Buch zur Aufzeichnung aller Handlungen im Zusammenhang mit dem [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erben]]: Begriff mit unterschiedlicher Bedeutung im Bergbau (Grundeigentum, Vorrangstellung, aber auch Vererbung). &lt;br /&gt;
* [[Erbfluss]]: Größeren Bach oder Fluss, der, die das [[Grubenfeld]] durchsetzenden [[Gang|Gänge]] teilt.&lt;br /&gt;
* [[Erbgerechtigkeit]]: Herstellen der Rechtmäßigkeit des Besitzes oder Anspruchs durch Vermessung oder [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erbhäuer]]: Ausgelernter und für [[Gedinge]] zugelassener [[Hauer|Häuer]] mit vollem Häuerlohn. &lt;br /&gt;
* [[Erbkux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e zur Entschädigung des Grundbesitzers, auf dessen Land die [[Zeche]] liegt.&lt;br /&gt;
* [[Erbstamm]]: Gesamtheit der [[Erbkux]]e.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollen]]: Stollen zur Wasserlösung und zur Wetterführung in einem oder mehreren Bergwerken. Dem [[Erbstöllner]], der den Stollen herstellte, stand dafür ein Anteil an der [[Ausbeute]] der Bergwerke zu.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengebühr]]: Betrag, den die Besitzer der [[Zeche]] an den [[Erbstöllner]] abführen mussten.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengerechtigkeit]]: Ein nach besonderer [[Muten|Mutung]] erworbenes Recht, einen [[Erbstollen]] nach erfolgter Verleihung zu betreiben.&lt;br /&gt;
* [[Erbstöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbstufe]]: Ein ins Gestein gehauenes Zeichen an der Grenze des [[Grubenfeld]]es.  &lt;br /&gt;
* [[Erbteufe]]: Gesetzlich vorgeschriebene [[Teufe]] eines [[Erbstollen|Erbstollns]], um die vollen [[Erbstollengebühr]]en beanspruchen zu können.&lt;br /&gt;
* [[Erbtiefste]]: Tiefster Bau eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Erbwürdig]]: &lt;br /&gt;
* [[Erlängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erliegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Ersaufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Erschliessen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erschroten]]: &lt;br /&gt;
* [[Schürfen|Erschürfen]]: Auffinden einer [[Lagerstätte]] beim [[Schürfen]]. &lt;br /&gt;
* [[Erstrecken]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz]]: In der Natur vorkommende Verbindungen von Metallen mit anderen Stoffen. &lt;br /&gt;
* [[Erzbringer]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzfall]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzführung]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzräuber]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz säen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzstufe]]: Kleines Erzstück, das aus der Lagerstätte herausgeschlagen wurde. Man unterscheidet Probierstuffen, Handstuffen und Schaustufen.&lt;br /&gt;
* [[Etage]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== F ====&lt;br /&gt;
* [[Fahrbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahren]]: Allgemeiner Ausdruck für jegliche Fortbewegung des Bergmannes im Bergwerk. Anfahren, einfahren, Ausfahren.&lt;br /&gt;
* [[Fahrkunst]]: Historische Vorrichtung zum Ein- und Ausfahren der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Fahrlader]]: Radlader niedriger Bauart für den untertägigen Einsatz.&lt;br /&gt;
* [[Fahrmarke]]: Unterschiedlich geformte Marke aus Blech, die zur Anwesenheitskontrolle dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrt]]: Leiter.&lt;br /&gt;
* [[Fahrtklammer]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahrtrum]]: freizuhaltender Raum in Schächten, Gesenken und Überhauen, der der vertikalen Fahrung dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrüberhauen]]: dient ausschließlich zur Fahrung. Mittels dieses steilen (bis nahezu senkrechten) Grubenbaus kann man zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
* [[Fahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Fall]]:&lt;br /&gt;
* [[Fallen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in vertikaler Richtung.&lt;br /&gt;
* [[Fallort]]:&lt;br /&gt;
* [[Fangstützen]]: Im Förderturm eingebaute bewegliche Stahlriegel, die den Förderkorb auffangen, wenn dieser aufgrund eines Anstoßes gegen den Prellträger seillos geworden ist.&lt;br /&gt;
* [[Fangvorrichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Fäustel]]: Hammer, welcher bei Schlägel- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit, dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Feld]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldgestänge]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldort]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldstrecke]]:&lt;br /&gt;
* [[Feste]]:&lt;br /&gt;
* [[Feuerkübeln]]: Veraltete Methode zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges mittels Feuer.&lt;br /&gt;
* [[Feuersetzen]]: Technik, die in vielen Bergbauregionen vom Altertum bis Anfang des neunzehnten Jahrhunderts benutzt wurde, um Gestein aufzulockern oder zu sprengen.&lt;br /&gt;
* [[Fimmel]]: Starker eiserner [[Keil]], welcher als [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit von festeren [[Gestein]]en verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Firste]]: Obere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstenbau]]: Abbaumethode, die bei steileinfallenden Lagerstätten angewandt wird, Vorläufer des Firstenstoßbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstengewölbe]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenkasten]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenstoßbau]]: Abbaumethode für steileinfallende Lagerstätten, schwebende Abbaurichtung mit streichendem Verhieb.&lt;br /&gt;
* [[Flach]]: In der Neigung der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flache]]:&lt;br /&gt;
* [[Flacher Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Flachriss]]: zeichnerische Projektion eines Flözes oder eines Gangs auf eine Ebene parallel zur Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flöz]]: Durch Sedimentation entstandene plattenförmige, flächig ausgedehnte Lagerstätte (z. B. Kohlenflöz, Eisensteinflöz).&lt;br /&gt;
* [[Fluder]] (auch Gefluder): Gerinne aus Holz oder Metall zum Zu- oder Ableiten von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Flügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Flügeleisen]]: Eine Doppelkeilhaue, insbesondere früher im Steinkohlenbergbau zur Kohlengewinnung verwendet.&lt;br /&gt;
* [[Flügelort]]: Das Flügelort ist eine seitliche Fortsetzung eines Stollens ins Feld hinein.&lt;br /&gt;
* [[Förderberg]]: Geneigte [[Strecke]], die [[Sohle]]n eines Bergwerks verbindet und zum Anschluss der [[Flöz]]e an die [[Grubenbau]]e dient.&lt;br /&gt;
* [[Fördergerüst]]: Das über dem [[Schacht]] stehende Gerüst („Förderturm“), das die [[Seilscheibe]]n trägt.&lt;br /&gt;
* [[Fördergestell]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderkorb]] (auch Fördergestell): Am Förderseil hängendes Transportmittel für Material, Personen und gewonnenes Mineral im [[Schacht]].&lt;br /&gt;
* [[Förderkübel]]: Fördergefäß aus Holz, das im frühen Bergbau zur Förderung von Erz, Kohle oder Haufwerk eingesetzt wurde. Heute aus Stahl, wird beim Schachtabteufen verwendet (Abteufkübel).&lt;br /&gt;
* [[Fördermann]]: Bergmann, der für den Transport zuständig war; der Transport erfolgte in der Regel manuell mit Schlepptrögen, Laufkarren oder Hunten.&amp;lt;&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschine]]: Antriebsmaschine zum Treiben des Förderseils und damit des Förderkorbes.&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschinist]]: Bergmann, der die Fördermaschine bedient.&lt;br /&gt;
* [[Fördern]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderseil]]: Seil zum Heben von Lasten in Schächten und Blindschächten.&lt;br /&gt;
* [[Fördertonne]]: Fassartig geformter Behälter, der an Seilen oder Ketten gehängt zur Förderung in saigeren Schächten diente.&lt;br /&gt;
* [[Förderwagen]]: traditionelles Transportmittel im Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Frei]]:&lt;br /&gt;
* [[Freibau]]:&lt;br /&gt;
* [[Freifahrung]]: Bergrechtlicher Akt, durch den einem Grubenbesitzer die Besitzrechte auf die Grube entzogen werden konnten, wenn er die Grube nicht vorschriftsgemäß belegte.&lt;br /&gt;
* [[Freikux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e ohne Stimmrecht, die von einer [[Zeche]] herausgegeben werden.&lt;br /&gt;
* [[Freiverbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Frisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Fristen]]: Das zeitweise Außerbetriebsetzen einer Zeche ohne gleichzeitigen Verlust des Bergwerkseigentums.&lt;br /&gt;
* [[Frosch]]: Öllampe; ein Geleucht.&lt;br /&gt;
* [[Füllort]]: Verladestelle unter Tage; Umschlagpunkt, an dem die Streckenförderung in die Schachtförderung übergeht.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrube]]: [[Grubenfeld]], das aufgrund eines [[Mineral]]fundes in [[bauwürdig]]er [[Lagerstätte]] an den [[Muter]] als Bergwerkseigentum [[Verleihen|verliehen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrübner]]: Besitzer des [[Grubenfeld]]es einer [[Fundgrube]].&lt;br /&gt;
* [[Fundpunkt]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundrecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundschächte|Fundschacht]]: Der erste auf der [[Fundgrube]] geteufte [[Schacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== G ====&lt;br /&gt;
* [[Gabel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit bei der [[Gewinnung]] in [[Seiffen]].&lt;br /&gt;
* [[Gaipel]]: Im Harz häufig anstelle von Huthaus genutzter Ausdruck für ein über dem Schacht stehendes Betriebsgebäude, abgeleitet von Göpel.&lt;br /&gt;
* [[Gang]]: plattenförmig ausgefüllte Kluft im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gangart]]: Jedes Mineral in der Gangausfüllung, das nicht Ziel der Gewinnung ist.&lt;br /&gt;
* [[Gangbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangkreuz]]: Kreuzungspunkt von [[Gang|Gängen]], die oft reich ver[[erz]]t waren,&lt;br /&gt;
* [[Gangmasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Gasausbruch]]: Plötzliches und verstärktes Austreten von Gasen aus dem Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Gebirge]]: Das Gestein, in dem sich die Grubenbaue des Bergwerks befinden.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsanker]]: Konstruktionselemente, die im Bergbau untertägige Hohlräume offen halten. Sie werden am Stoß oder an der Firste in das Gebirge (das Gestein) eingebracht und halten dieses zusammen.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsdruck]]: Unsichtbare Spannung um einen untertägigen Hohlraum oder im unverritzten Gebirge, Auslöser für Gebirgsschläge.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsschlag]]: plötzliche Entspannung im Gebirge, bei der größere Mengen potenzieller (elastischer) Energie frei werden und bei der intensive Zerstörungen in der Grube sowie normalerweise heftige Erschütterungen an der Erdoberfläche auftreten.&lt;br /&gt;
* [[Gebräch]]: Lockeres, zum Hereinbrechen oder Nachfallen neigendes Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gediegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedinge]]: Vertrag über eine für ein bestimmtes Entgelt zu erbringende Arbeitsleistung.&lt;br /&gt;
* [[Gedingehäuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingelohn]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingezeichen]]: Untertägige Zeichen zur Abrechnung der Arbeitsleistung, wenn nach [[Gedinge]] gearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Gefluder]]: siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Gefrierverfahren]]: Verfahren, mit dem künstlich gefrorene Bodenkörper hergestellt werden, um beim Abteufen nicht standfestes, oftmals stark wasserführendes Gebirge besser zu durchörtern.&lt;br /&gt;
* [[Gegenbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Gegenortbetrieb]]: Von mindestens zwei Ausgangsorten aufzufahrende Strecke mit dem Ziel, sich zu treffen und dadurch Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
* [[Gegenschreiber]]: Bergbeamter, der das Gegenbuch führte und alle Kuxe und Gewerken in das Buch eintrug.&lt;br /&gt;
* [[Gelenkbogenausbau:]] Gelenkiger Streckenausbau, der in Strecken mit hohem Gebirgsdruck eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]: Vom Bergmann mitgeführte Grubenlampen, z. B. Frosch, Bombe, Wetter-, Karbid-, Kopflampen.&lt;br /&gt;
* [[Generalbefahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Generalstreichen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gequehle]]:&lt;br /&gt;
* [[Gerechtsame]]: die in einem Recht oder Gesetz begründete Befugniss.&lt;br /&gt;
* [[Gerinne]]: eine oben offene Wasserleitung oder -rinne, siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Geschicke]]:&lt;br /&gt;
* [[Geschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Gesenk]]: Von oben nach unten abgeteufter vertikaler Grubenbau.&lt;br /&gt;
* [[Gesprenge]]:&lt;br /&gt;
* [[Getriebezimmerung]]: Methode zum Vortrieb in lockerem Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Geviertfeld]]: Rechtwinklig begrenztes Feld, das je nach Bergbaurevier unterschiedlich groß war und in dem der Muter nach der Verleihung Bergbau betreiben darf.&lt;br /&gt;
* [[Gewältigen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gewerken]]: Anteilseigner einer bergrechtlichen [[Gewerkschaft]].&lt;br /&gt;
* [[Gewerkschaft]]: Alle zu einer [[Zeche]] gehörenden [[Gewerken]]. Historische Unternehmensform im Bergbau, zulässig bis zum Inkrafttreten des Bundesberggesetzes 1980.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnung]]: Lösen des abzubauenden Minerals aus der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnungsarbeiten]]: Gesamtheit der bergmännischen Arbeiten, durch welche die nutzbaren [[Mineral]]ien abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezähe]]: Bezeichnung für alle Werkzeuge und Arbeitsgeräte, die vom Bergmann zur Arbeit benötigt werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezeugstrecke]]: Alte bergmännische Bezeichnung für [[Sohle]].&lt;br /&gt;
* [[Gleitbogenausbau]]: Nachgiebiger Ausbau mit der Verwendung als Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Glück Auf]]: Bergmannsgruß, Ende des 16. Jahrhunderts im Erzgebirge entstanden. Heute allgemein der deutsche Bergmannsgruß.&lt;br /&gt;
* [[Gnadengeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Gnadengroschenkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Göpel]]: Historische Förderanlage, im weiteren Sinn eine stärkere Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Göpelhaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Grabensteiger]]:&lt;br /&gt;
* [[Besatz|Grand]]: Masse bezeichnet, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Graupe]]:&lt;br /&gt;
* [[Grube]]: Alle untertägigen Anlagen einer [[Zeche]].&lt;br /&gt;
* [[Grubenausbau]]: Absichern und Offenhalten von Räumen unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbau]]: Oberbegriff für alle Hohlräume im Bergwerk, wie Strecken, Schächte, Strebe etc.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbrand]]: Untertägig ausgebrochenes Feuer, dass sich unter Tage unkontrolliert entwickeln kann.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeld]]: Raum unterhalb der Erdoberfläche, in dem sich ein Bergbauberechtigter die Minerale der Lagerstätte aneignen darf.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeldsteuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenfunk]]: drahtloses Kommunikationssystem unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubengebäude]]: Gesamtheit der unter- und übertägigen Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Grubenholz]]: Holz, das im Bergbau im Tagebau und Untertagebau verwendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Grubenjunge]]: Junger Bergmann im Alter von 14 bis 23 Jahren, der unter Tage für Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Grubenkompass]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenlok]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenmauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenriß]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwässer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwehr]]: Rettungstruppe für den Einsatz im Bergbau, analog zur Feuerwehr. Besteht aus freiwilligen, besonders qualifizierten Bergleuten.&lt;br /&gt;
* [[Grundsohle]]:&lt;br /&gt;
* [[Grundstrecke]]: Tiefste streichende Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== H ====&lt;br /&gt;
* [[Habit]]:&lt;br /&gt;
* [[Häckel]]: Zierwaffe in Form eines kleinen Beiles mit langem Stiel.&lt;br /&gt;
* [[Halm]]: Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Halmdose]]: Behältnis zur Aufbewahrung der [[Halm|Halme]] (Zünder).&lt;br /&gt;
* [[Hängebank]]: Auch Schacht- oder Tagekranz: Es ist der oberste Teil der Schachtmündung. Hier wird der Förderkorb bzw. die Fördertonne be- oder entladen. (siehe Rasenhängebank).&lt;br /&gt;
* [[Hängen]]: Abwärtsfördern im Schacht, auch Einhängen.&lt;br /&gt;
* [[Hängezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Halde]]: Im Bergbau eine künstliche Anhäufung von Material (Haufwerk) oberhalb der umgebenden Geländeoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Haldensturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Halbe Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Hammelpfoten]]: Im Altbergbau bis zum 18. Jh. 70 - 100 cm lange Guss- oder Eisenschienen, die aneinandergelegt Grubenbahnschienen bilden konnten.&lt;br /&gt;
* [[Handstück]]:&lt;br /&gt;
* [[Hangendes]]: Das Gestein oberhalb der Lagerstätte. Siehe Liegendes.&lt;br /&gt;
* [[Harnisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspel]]: Vorrichtung zum Aufwickeln eines Seiles. Historisch Handhaspel für die Förderung über Schaächte und Gesenke.&lt;br /&gt;
* [[Haspelhorn]]: &lt;br /&gt;
* [[Haspelknecht]]: Bergmann, der in der Förderung mittels Haspel tätig war.&lt;br /&gt;
* [[Haspeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspelnische]]: Aussparung im Stoß für die Haspelknechte.&lt;br /&gt;
* [[Haspelschacht]]: Schacht von geringer Teufe, mit einer (Hand-)Haspel als Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Haueisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Hauer]] (auch Häuer): Berg–Facharbeiter.&lt;br /&gt;
* [[Häuerglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Haufwerk]]: Herausgebrochenes oder -gesprengtes Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Hauptstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Heinzenkunst]]: Mittelalterliche Maschine zum Heben des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Helm (Bergbau)|Helm]]: Industrieschutzhelm (Kopfschutz) für den Bergbau. Meist mit einem Schuh zur Aufnahme des [[Geleuchts]].&lt;br /&gt;
* [[Helm (Gezähe)]]: Hölzerner Stiel (meist Esche) für das Gezähe ([[Schlägel]], [[Bergeisen|Eisen]], [[Keilhaue]] etc.),&lt;br /&gt;
* [[Hereinbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereingewinnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereintreibearbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der [[Gestein]] oder [[Erz]] nach Anlage eines [[Schram]] [[Hereingewinnen|hereingewonnen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Hilfsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Hinterfüllung]]: Ausfüllen des Hohlraumes zwischen dem Streckenausbau und dem Gebirge mit geeigneten Baumaterialien.&lt;br /&gt;
* [[Hobel]]: Maschine zur schälenden Gewinnung von Steinkohle.&lt;br /&gt;
* [[Hobelantrieb]]: Maschinelle Einrichtung, die der Bewegung des Kohlenhobel dient.&lt;br /&gt;
* [[Hobelverfahren]]: Verschiedene Verfahren zur Steinkohlengewinnung mittels Kohlenhobel.&lt;br /&gt;
* [[Höffig:]] ein Gebiet oder eine Gesteinsformation, die – vermutet oder nachgewiesen – abbauwürdige Erze oder Minerale führt.&lt;br /&gt;
* [[Höfflich]]:&lt;br /&gt;
* [[Hoffnungsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Holzkasten]]: Aus Kanthölzern oder Schwellen zusammengesetztes Stützelement.&lt;br /&gt;
* [[Holzkux]]:&lt;br /&gt;
* [[Horizont]]:&lt;br /&gt;
* [[Hornstatt]]: &lt;br /&gt;
* [[Hunt]] (eig. ''Hund''): Offener, kastenförmiger Förderwagen zum fördern der unter Tage gewonnen Materialien. &lt;br /&gt;
* [[Huntestösser]]:&lt;br /&gt;
* [[Hut]]:&lt;br /&gt;
* [[Huthaus]]: Zentrales Verwaltungsgebäude eines Bergwerks, das zugleich Materiallager, Gezähekammer, Werkstatt und Wohnung des Hutmannes war.&lt;br /&gt;
* [[Hutmann]]: Grubenaufseher mit der Aufgabe, das Bergwerk zu überwachen oder - wie man es damals bezeichnete - zu behüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I ====&lt;br /&gt;
* [[Imprägnation]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== J ====&lt;br /&gt;
* [[Joch]]:&lt;br /&gt;
* [[Jochkappe]]:&lt;br /&gt;
* [[Jungbergmann]]: Jugendlicher, der ohne Ausbildungsvertrag im Bergbau beschäftigt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== K ====&lt;br /&gt;
* [[Kamm]]:&lt;br /&gt;
* [[Kammeradschaft]]: Gruppe von Bergleuten, denen im Mansfelder-/Eislebener Bergbau ein Strebabschnitt zum Abbau überlassen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kammerbau]]: Abbauverfahren im Tiefbau.&lt;br /&gt;
* [[Kanone]]: Bezeichnung für das [[Einbruch]]bohrloch im [[Wismut]]-Objekt 01. &lt;br /&gt;
* [[Kappe]]: horizontal eingebauter Balken aus Holz oder Metall, Bestandteil des Grubenausbaus.&lt;br /&gt;
* [[Katze]]: An der Decke hängendes, motorbetriebenes Transportsystem.&lt;br /&gt;
* [[Kaue]]: Ursprünglich Gebäude über dem Schacht als Witterungsschutz, später als Waschkaue der Umkleide- und Waschraum, unterteilt in Schwarz- und Weißkaue.&lt;br /&gt;
* [[Kaukamm]]: einseitig geschliffenes Grubenbeil.&lt;br /&gt;
* [[Kehrrad]]: Wasserrad mit umkehrbarer Drehrichtung zum Antrieb der Schachtförderung.&lt;br /&gt;
* [[Keil]]: Eisernes [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Keilhaue]]: (Einseitige) Spitzhacke zur [[Gewinnung]] von weicherem [[Gestein]] im [[Vortrieb]]. &lt;br /&gt;
* [[Keilhauenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der weicheres [[Gestein]] losgehackt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kerbholz]] (auch Kerbstock, Zählholz oder Zählstab ):  Hölzerne Zählliste, um Abrechnungen (z. B. Fördermengen) und anfallende [[Bergkosten|Berg- und Hüttenkosten]] fälschungssicher zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
* [[Ketscher]]:&lt;br /&gt;
* [[Kettenkunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Kirchenkux]]:&lt;br /&gt;
* [[klauben]]: Auslesen der erzhaltigen Brocken und Krümel aus dem Fördergut. Erfolgte im historischen Bergbau von Hand, heute meistens maschinell.&lt;br /&gt;
* [[Kluft]]:&lt;br /&gt;
* [[Klüftig]]:&lt;br /&gt;
* [[Kluppe]]: Lange Zange oder Schere, mit der abgebrochene Handbohrer aus dem Bohrloch gezogen wurden.&lt;br /&gt;
* [[Knappe]]: Bergmann, der die Lehre abgeschlossen hat, Geselle.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Knappeneisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Knappschaft]]: Zusammenschluss von Bergleuten zur Durchsetzung von Berufsinteressen und zur gegenseitigen sozialen Absicherung. Heute auch Synonym für die Sozialversicherungen der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Knappschaftskasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftskux]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftsrolle]]:&lt;br /&gt;
* [[Kniebügel]]: Knieschutz des Bergmanns, als Schutz vor Nässe und Kälte beim Knien, siehe auch: Arschleder.&lt;br /&gt;
* [[Koepemaschine]]: Art der Schachtförderung (nach Carl Friedrich Koepe). Siehe auch: „Treibscheibenförderung“.&lt;br /&gt;
* [[Kohlengräberei]]: Methode der Kohlengewinnung mittels einfacher Werkzeuge am ausgehenden der Flöze.&lt;br /&gt;
* [[Konvergenz]]: Ist das Zusammendrücken des Streckenquerschnittes aufgrund des Gebirgsdrucks.&lt;br /&gt;
* [[Korb]]:&lt;br /&gt;
* [[Kräll]], auch Krahl, Krähl: Harkenähnliches [[Gezähe]] zum Wegfüllen des [[Haufwerk]]es.&lt;br /&gt;
* [[Kranz]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzler]]: Ein den Kauf- und Verkauf vermittelnder von den Bergbehörden vereidigter Makler.&lt;br /&gt;
* [[Kratze]], auch Krätzer: Hackenähnliches [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit, um [[Haufwerk]] in die dafür vorgesehenen Gefäße ([[Trog]], [[Korb]] oder [[Schleppkasten]]) zu ziehen oder die [[Sohle]] frei zu räumen.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Krummzapfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübel]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelort]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelwart]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Kuckuck]]: Mit [[Rüböl]] betriebene kleine Öllampe, die in der [[Blende]] getragen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kuhlenbau]]: Abbauverfahren bei dem mittels kleiner Schächte, sogenannter Kuhlen, eine Lagerstätte ausgebeutet wird.&lt;br /&gt;
* [[Kumpel]]: Bergmann.&lt;br /&gt;
* [[Kunst]]: Historische Bezeichnung für jede Form einer Maschine. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgestänge]]: Stangenwerk zur Übertragung der von einem Kunstrad erzeugten mechanischen Bewegung über kürzere Entfernungen. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstgraben]]: Übertägige Wassergräben, über die Bergwerke und Pochwerke mit Wasser zum Antrieb von Wasserrädern versorgt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Kunstkreuz]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kunstmeister]]: Bergmann, der die Kunst baut. &lt;br /&gt;
* [[Kunstknecht]]: Bergmann, der die Kunst wartet.&lt;br /&gt;
* [[Kunstrad]]: Wasserrad mit Krummem Zapfen (Kurbel) zum Antrieb von Künsten.&lt;br /&gt;
* [[Kunstschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstteich]]: Meist künstlich angelegte Wassersammler zur Bereitstellung von ausreichend Wasser zum Antrieb von Wasserrädern im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Kunstwinkel]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Kux]]: Anteilsschein an einer Gewerkschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== L ====&lt;br /&gt;
* [[Lachter]]: Altes Längenmaß im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Lachterkette]]: Zusammenlegbares aus Eisen und/oder Messingdraht gefertigtes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Lachtermaß]]: Holz oder Eisnstab zur Vermessung.&lt;br /&gt;
* [[Lachterschnur]]: Ein aus Hanf oder Bast bestehende und mit Knoten versehenes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Laden]]:&lt;br /&gt;
* [[Lader]] oder Ladewagen: ist ein vielfältig verwendeter Begriff für ein Gerät zum Wegladen des Haufwerks. &lt;br /&gt;
* [[Ladesäule]]: Durch Patrone oder lose Einblasung eingebrachter Sprengstoff im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Ladespitz]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Lager]]: unregelmässige plattenförmige Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Lagerstätte]]:&lt;br /&gt;
* [[Lagerung]]: Einteilung der Lagerstätten nach ihrer Neigung gegenüber der Horizontalebene.&lt;br /&gt;
* [[Lampennische]]: Geschlägelte Aussparung im [[Stoß]] zum Abstellen des [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]es.&lt;br /&gt;
* [[Längenfeld]]: Maßangabe für ein Berechtsamsmaß in Preußen, welches zunächst auf ein Flöz beschränkt war, ab 1821 aber auch für mehrere Flöze galt.&lt;br /&gt;
* [[Ledige Schicht]]: Zusätzliche Zeit bzw. Schicht die der Bergmann verfuhr und deren Lohn unter anderen in die [[Knappschaftskasse]] gegeben wurde bzw. der Abarbeitung der [[Zubuße]] bei [[Kux]]besitz diente.&lt;br /&gt;
* [[Legeblech]] (Legeeisen): Dünne Keile, die paarweise in die Ritzen eingelegt wurden, um zwischen ihnen [[Keil]]e, [[Plötz]]e und [[Fimmel]] einzutreiben.&lt;br /&gt;
* [[Lehen]]: Flächenmaß, aber auch die Übertragung von Rechten an einer Zeche.&lt;br /&gt;
* [[Lehensbuch]]: Buch, in dem die übertragenen [[Lehnschaft]]en verzeichnet werden.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschaft]]: Übertragung eines [[Lehen]]s an eine Gruppe von Personen.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschein]]: Bescheinigung, die vom [[Bergmeister]] erstellt und an den [[Gegenschreiber]] geschickt wurde, damit dieser dann die Eintragung im [[Gegenbuch]] machen konnte. Den Lehenschein erhielt der Lehnträger als Bestätigung.&lt;br /&gt;
* [[Lehenträger]]: Einzelperson, Gesellschaft oder [[Gewerkschaft]], welche eine gemutete [[Fundgrube]], eine [[Maaß]] oder einen [[Stollen|Stolln]] verliehen bekommen hat.&lt;br /&gt;
* [[Leichköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Leitbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Leseband]]: Förderband auf dem die geförderte Kohle manuell von Fremdstoffen, vorwiegend Gestein, befreit wurde.&lt;br /&gt;
* [[Letten]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenbesteg]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenstampfer]]: Eisenstange zur Verdichtung des [[Besatz]]es im Bohrloch beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Lichtloch]]: Kleiner Schacht auf einem Stolln.&lt;br /&gt;
* [[Liegendes]]: Das Gestein unterhalb der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Linse]]:&lt;br /&gt;
* [[Lochstein]]: Ein die [[Markscheide]] kennzeichnender Grenzstein über Tage.&lt;br /&gt;
* [[Lösen]]: Als lösen wird sowohl das Abführen des [[Grubenwässer|Grubenwassers]] oder der [[Abwetter]] aus dem [[Grubenfeld]], als auch das Erschließen einer [[Lagerstätte]] bezeichnet. Auch die Trennflächen zwischen Gebirgsschichten untereinander werden als Lösen bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Löser]]: Gestein, welches sich von der [[Firste]] oder dem [[Stoß]] ablöst (siehe auch [[Ablöser]]), aber auch ein Bergmann, der seinen Kameraden ablöst.&lt;br /&gt;
* [[Lutte]]: Luftleitung zur Heranführung frischer bzw. absaugen schlechter [[Wetter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== M ====&lt;br /&gt;
* [[Maaß]]: Bezeichnung für ein bergbauliches [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Maaßner]]: Besitzer eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mächtigkeit]]: Die Dicke einer Gesteinsschicht oder eines Flözes.&lt;br /&gt;
* [[Mannschaftsfahrt]]:&lt;br /&gt;
* [[Markenkontrolle]]: Jeder Bergmann hatte zum Einfahren eine Metallmarke mit seiner persönlichen Nummer an einer Belegungstafel auf dem jeweiligen Arbeitsplatz einzuhängen und zur Ausfahr wieder abzuwerfen. Dadurch war eine Information über das eingefahrene Personal und dessen Einsatzort möglich.&lt;br /&gt;
* [[Markscheide]]: Grenze eines [[Grubenfeld]]es, Grenze zwischen Grubenfeldern.&lt;br /&gt;
* [[Markscheider]]: Vermessungsingenieur unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Markscheidekunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Markscheiderei]]:&lt;br /&gt;
* [[Matte Wetter]]: Verdorbene bzw. verbrauchte Atemluft mit einem zu geringen Anteil an Sauerstoff.&lt;br /&gt;
* [[Matzel]]:&lt;br /&gt;
* [[Mauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Mehlkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Mettenschicht]]: Letzte verfahrene Schicht vor Weihnachten.&lt;br /&gt;
* [[Mineral]]: Natürlich vorkommenden Stoff mit definierter chemischer Zusammensetzung in zumeist kristalliner Form.&lt;br /&gt;
* [[Mitbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mitbaurecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Morgengang]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulde]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulm]]:&lt;br /&gt;
* [[Mundloch]]:&lt;br /&gt;
* [[Muten]]: Absichtserklärung auf [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Muter]]: Absichtserklärer für die [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mutterklötzchen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mutzettel]]: Vom [[Muter]] dem Bergmeister vorzulegender Zettel mit allen notwendigen Angaben zum [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Mutungskarte]]: Wird bei den für die Bergaufsicht zuständigen Bergbehörden geführt und gibt einen Überblick über die verliehenen [[Grubenfeld]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== N ====&lt;br /&gt;
* [[Nachbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachreissen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nebengestein]]v&lt;br /&gt;
* [[Nebenschicht]]: Eine Schicht neben den Hauptseilfahrzeiten im 3/3- oder 4/3-Betrieb. Bei diesen zusätzlichen Seilfahrten fahren z.B. Lokfahrer und Bedienungsleute eine Stunde vor der üblichen [[Seilfahrt]] an, um den Betrieb zur regulären Schichtzeit sicherzustellen.&lt;br /&gt;
* [[Nest]]:&lt;br /&gt;
* [[Nesterartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Nierbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niederbringen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niergang]]:&lt;br /&gt;
* [[Niedergehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niere]]:&lt;br /&gt;
* [[Nierig]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== O ====&lt;br /&gt;
* [[Oberbank]]: Oberer Teil eines zweiteiligen [[Flöz]]es (siehe auch [[Unterbank]]).&lt;br /&gt;
* [[Oberbergamt]]:&lt;br /&gt;
* [[Oberleitungslok]]:&lt;br /&gt;
* [[Observationsbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Offen]]:&lt;br /&gt;
* [[Öhr]] (Öhre): Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Orgel]]:&lt;br /&gt;
* [[Ort]] das: Die Stelle, wo abgebaut wird oder eine [[Strecke]] vorgetrieben wird („vor Ort“). Ende einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Örter]] (Örtchen): Historische Bezeichnung für die Spitzen am verwendeten [[Gezähe]]. &lt;br /&gt;
* [[Örterbau]]: Abbauverfahren, bei dem 50-100 Meter lange [[Strecke]]n - Örter - aufgefahren werden, um so die  [[Lagerstätte]] auszubeuten.&lt;br /&gt;
* [[Ortsbrust]]: [[Stoß]] am Ende eines [[Grubenbaus]], an der der [[Vortrieb]] stattfindet oder stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== P ====&lt;br /&gt;
* [[Panne]], Pannschüppe: Umgangssprachlich für Pfannenschaufel (regional). Siehe auch Weiberarsch.&lt;br /&gt;
* [[Patrone]]: Unten verschlossene Papier-, Leder-, Holz- oder Blechröhre, in die das zum [[Bohren und Schießen|Sprengen]] eines Bohrlochs erforderliche Pulver eingefüllt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Päuschel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei der Hereintreibearbeit oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pendelförderung]]: Ein Verfahren der Streckenförderung, bei der ein Gefäß hin- und herbewegt wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfändung]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfannenschaufel]]: Schaufel, mit deren Hilfe das gelöste Gut, z.B. Kohle, auf das Fördermittel geladen wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfeiffe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeilerbau]]: Abbauverfahren, das zum Abbau plattenförmiger Lagerstätten mit einem flachen Einfallen von maximal 50 Gon angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Pinge]]: Von früherem Bergbau zurückgebliebene meist mulden- oder trichterförmige Vertiefung an der Tagesoberfläche, entstanden durch oberflächennahen Abbau, Einsturz eines Schachts (Schachtpinge) oder eines untertägigen Hohlraums.&lt;br /&gt;
* [[Plötz]]: Leicht keilförmiges eisernes [[Gezähe]] ohne Schneide für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Pochschuhe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochstempel]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Polygonausbau (Bergbau)]]: Zusammengesetzter Vieleckausbau der zur Verstärkung des Streckenausbaus eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Posen]]:&lt;br /&gt;
* [[Prellträger]]: Träger zum Schutz der Seilscheiben vor Beschädigung durch die Fördermittel.&lt;br /&gt;
* [[Pressbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Presshauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Pumpenkunst]]: Wasserhebemaschine, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pumpensumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Prunen]]: Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Q ====&lt;br /&gt;
* [[Bergquartal|Quartal]]:Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
* [[Quartalgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Quartalstufe]]:&lt;br /&gt;
* [[Quatembergeld]]: Abgabe an das [[Bergamt]] zur Besoldung der Bergbeamten während des [[Bergregal|Regalbergbaus]]  &lt;br /&gt;
* [[Querbau]]: Abbauverfahren, das in mächtigen, steil einfallenden [[Lagerstätte]]n und in untertägigen Steinbrüchen angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Querschlag]]: Eine [[Strecke]], die quer zum [[Einfallen]] der Gebirgsschichten aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== R ====&lt;br /&gt;
* [[Rad]]:&lt;br /&gt;
* [[Radstube]]:&lt;br /&gt;
* [[Raithalde]]:&lt;br /&gt;
* [[Rampe]]: Geneigter, geradlinig oder spiralig („Wendel“) verlaufender Grubenbau. Rampen sind so angelegt, dass sie mit Großtechnik wie Fahrladern, Muldenkippern oder normalen Lkw befahren werden können. Auf diese Weise kann auch aus größeren Teufen mit gleisloser Großtechnik gefördert werden.&lt;br /&gt;
* [[Rasenhängebank]]: Hängebank zu ebener Erde.&lt;br /&gt;
* [[Raubbau]]: Auf kurzfristigen Höchstgewinn gerichteter Abbau, unter Verzicht auf vollständige Gewinnung und nachhaltigen Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Rauben]]: Entfernen der Betriebsmittel und des Grubenausbaus aus aufzugebenden Grubenbauen oder Betriebspunkten.&lt;br /&gt;
* [[Raubhilfe]]: Speziell für die Raubarbeit angefertigte Werkzeuge oder Arbeitsgeräte.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Regal]]:&lt;br /&gt;
* [[Retardat]]: Bergrechtlicher Vorgang im frühen Bergbau, durch den ein Kuxinhaber seine Anteile verlieren konnte, wenn er seine Zubuße nicht bezahlte.&lt;br /&gt;
* [[Retardat-Zettel]]:&lt;br /&gt;
* [[Revier]]: 1) im engeren Sinne eine Abteilung zur Ausführung von Abbau- und sonstigen Arbeiten an mehreren Betriebspunkten in einem bestimmten Teil eines Grubenfeldes sowie 2) im weiteren Sinne Bezeichnung für ein Gebiet, in dem bestimmte mineralische Rohstoffe abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Revierbeamte]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezess]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezessgeld]]: Abgabe, die ein Muter nach der Verleihung eines Grubenfeldes pro [[Quartal]] an das Bergamt zahlen musste.&lt;br /&gt;
* [[Rezessschreiber]]: Bergbaubeamter im Mittelalter, der am Bergamt die Tätigkeit eines Buchhalters ausübte.&lt;br /&gt;
* [[Richtschacht]]: Schacht, der saiger (ohne besondere Rücksicht auf den Verlauf der Lagerstätte) abgeteuft wird.&lt;br /&gt;
* [[Richtstrecke]]: Strecke, die geradlinig im mittleren Streichen („Generalstreichen“) der Lagerstätte aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen|Riemen]]: Lederner Riemen oder Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Ringausbau]]: Geschlossener Grubenausbau, der aus zusammengesetzten Stahlsegmenten besteht.&lt;br /&gt;
* [[Riss]]:&lt;br /&gt;
* [[Ritzeisen]]:Spezielles [[Bergeisen]], welches zu zur Anlage von Ritzen im [[Gestein]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Rolle]]: geneigter Grubenbau zur Förderung von Gut oder Bergen aus dem Abbau oder einer oberen Strecke in eine tieferliegende Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Rösche]]: Grubenbau der einer untertägigen Maschine ([[Wasserrad]], Turbine, [[Wassersäulenmaschine]]) die durch einen [[Kunstgraben]] herangebrachten Betriebswasser ([[Aufschlagwasser]]) zuführt ([[Aufschlagrösche]]) oder die benutzten Wasser ableitet ([[Abzugsrösche]]).&lt;br /&gt;
* [[Rüböl]]:&lt;br /&gt;
* [[Rücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Ruschel]]: Nicht mineralisierte Schergänge, die im Gegensatz zu mineralführenden Gängen nur zerriebenes Nebengestein enthalten und geringe Standfestigkeit besitzen.&lt;br /&gt;
* [[Rutengänger]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== S ====&lt;br /&gt;
* [[Saalband]]: Grenzfläche zwischen Gang und Nebengestein.&lt;br /&gt;
* [[Saline]]: Anlage, in der aus Salzlösungen durch Verdunstung des Wassers Kochsalz gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Salzlagerstätte]]: natürliches Vorkommen von Salzen, bilden sich vor allem durch Verdunstung von Meerwasser, enthalten meist verschiedene Salze.&lt;br /&gt;
* [[Sargdeckel]]: Ein sich an vorhandenen Trennflächen ohne Vorwarnung aus dem Hangenden lösender sehr großer Stein.&lt;br /&gt;
* [[Sattel]]:&lt;br /&gt;
* [[Satz]]:&lt;br /&gt;
* [[Saubern]]: reinigen, in Ordnung halten, Sohle planieren.&lt;br /&gt;
* [[Schacht]]: Seigerer, seltener auch tonnlägiger Grubenbau zum Fördern (Förderschacht) oder Bewettern (Wetterschacht). &lt;br /&gt;
* [[Schachtansatzpunkt]]: Bei Tagesschächten der Punkt an der Tagesoberfläche, an dem der Schacht abgeteuft werden soll.&lt;br /&gt;
* [[Schachtausbau]]: Verkleidung der Schachtwand, die dazu dient, den seitlichem Gebirgsdruck abzufangen.&lt;br /&gt;
* [[Schachtbruch]]: Plötzliches Abgehen der Schachtverfüllung bei abgeworfenen Tagesschächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtförderung]]: Förderung von Produkten, Versatz, Material und Personen vom Füllort bis zur Hängebank in Schächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtführung]]: Schachteinbauten, die den Fördergutträger in der Spur des jeweiligen Schachttrums lenken.&lt;br /&gt;
* [[Schachtpinge]]:&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheibe]]: Schachtquerschnitt mit Schachtausbau sowie der Einteilung der verschiedenen Trümer.&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheider]]: Bauelement aus Holz oder Mauerwerk zur Aufteilung des Schachtes in separate Trume.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsignalanlage]]: Technische Einrichtung im Schacht zur Kommunikation zwischen Fördermaschinist und Anschläger.&lt;br /&gt;
* [[Schachtstuhl]]: Konstruktion an den Anschlägen im Übergangsbereich vom Schacht ins Füllort.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsumpf]]: Tiefster Teil des Schachtes, unterhalb der tiefsten angeschlossenen Sohle. Dient der Aufnahme des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Schachtverwahrung]]: Abschluss eines abgeworfenen Tagesschachtes.&lt;br /&gt;
* [[Scharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schaufel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit.&lt;br /&gt;
* [[Scheffel]]: Altes Raummaß.&lt;br /&gt;
* [[Scheidebank]]: Aufbereitungshalle eines Bergwerks, in der das Erz manuell vom taubem Gestein getrennt wurde. &lt;br /&gt;
* [[Scheidehammer]]:Spezieller Hammer zur Erzscheidung.&lt;br /&gt;
* [[Scheidejunge]]: Lehrling, der in der Aufbereitung des Bergwerks tätig war und dort seine ersten Erfahrungen für den Beruf des Bergmanns sammelte (auch Klaubejunge oder im Oberharz Pochjunge genannt).&lt;br /&gt;
* [[Scheideplatten]]:Gesteins- oder Gußplatten, auf denen mit dem Scheidehammer die Erzscheidung erfolgte.&lt;br /&gt;
* [[Scheider]]:&lt;br /&gt;
* [[Schicht]]: Regelmäßige tägliche Arbeitszeit.&lt;br /&gt;
* [[Schichtgebet]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtmeister]]: Bergbeamter, der als Rechnungsführer des Bergwerks vereidigt war.&lt;br /&gt;
* [[Schichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schießblech]]: Viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Schießen]]: Gewinnungsarbeit durch gezielte Sprengung von Schwarzpulver in dazu angelegten Bohrlöchern. &lt;br /&gt;
* [[Schießpflock]]: Rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
* [[Schießspreize]]: Holz, welches zwischen dem auf den [[Schießpflock]] aufgelegtem [[Schießblech]] und dem gegenüberliegenden [[Stoß]] eingetrieben wird.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Schießnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Halm|Schießröhrchen]] (Halm): Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Schild]]:&lt;br /&gt;
* [[Schildausbau]]: Hydraulisches System zum Strebausbau im untertägigen Kohlebergbau.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eisenarbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel- und Eisenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] mittels [[Schlägel]] und [[Bergeisen]]. &lt;br /&gt;
* [[Schlagwetter]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlechten]]: Natürliche Trennflächen des Flözkörpers.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Schlegel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eise]arbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schleichwetter]]: Kleine, unkontrollierte Wetterströme, die durch abgeworfene Grubenbaue streichen und potentiell gefährlich sind.:&lt;br /&gt;
* [[Schlepper]]: Bergmann, der vorwiegend zur Förderung (Schleppen, Trecken) der Hunte eingesetzt wurde. In der Regel wurden Lehrlinge in ihrer Anfangszeit als „Treckejungen“ eingesetzt.&lt;br /&gt;
* [[Schleppungskreuz]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifkorb]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlotten]]: Im Mansfelder und Eislebener Kupferschieferbergbau angetroffene untertägige Hohlräume des Gipskarstes.&lt;br /&gt;
* [[Schmitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schneidkopf]]: Gewinnungswerkzeug an Teilschnittmaschinen.&lt;br /&gt;
* [[Schram]]: Bergmännisch hergestellter Schlitz im Nebengestein, der das [[Gewinnung|Hereingewinnen]] des [[Erz]]es erleichtert.&lt;br /&gt;
* [[Schrämen]]: Herausschlagen des tauben [[Gestein]]s neben einem [[Gang]], um das [[Erz]] von der Seite aus [[Gewinnung|hereingewinnen]] zu können. &lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Schrämhaue]]: Leichte Keilhaue, die ausschließlich zur Herstellung des [[Schram]]s verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhauer]] (Schrämer): Bergmann, welcher die [[Schräm]]e, meist mittels [[Schrämhammer]] herstellt&lt;br /&gt;
* [[Schrämkette]]: Umlaufende Gliederkette an Schrämmaschinen und Continuous Minern alter Bauart.&lt;br /&gt;
* [[Schrämkrone]]: An Säulen-Schrämmaschinen eingesetztes Werkzeug, zur Erzeugung der Schram.&lt;br /&gt;
* [[Schrämmaschine]]: Gerät im Bergbau und Steinbrüchen zur Erzeugung eines Schrams.&lt;br /&gt;
* [[Schrämspieß]]: Vierkantige gerade Eisenstange, die an einem Ende in einer an den Seitenflächen etwas gewölbten Spitze ausläuft.&lt;br /&gt;
* [[Schrämwalze]]: Walzenförmiger Werkzeugträger beim Walzenschrämlader.&lt;br /&gt;
* [[Schrapper]]:&lt;br /&gt;
* [[Schubort]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurf]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeldkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Schürfen]]:Aufsuchen einer Lagerstätte durch Aufdecken nahe der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Schürfschein]]: Amtlicher Erlaubnisschein, der dem Inhaber das Aufsuchen von Lagerstätten erlaubt. Offizieller Begriff: Aufsuchungserlaubnis.&lt;br /&gt;
* [[Schuss]]:&lt;br /&gt;
* [[Schüttelrutsche]]: Ein Abbaufördermittel im Kohlebergbau. Rinnenförmige Bleche werden langsam vor- und schnell zurückbewegt, dadurch rutscht die Kohle in Richtung Fußstrecke.&lt;br /&gt;
* [[Schütten]]:&lt;br /&gt;
* [[Schützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwaden]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebe]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebend]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwefelmännchen]]: Mit Schwefel überzogener starker bzw. doppelt gedrehter Woll- oder Baumwollfaden, welches an das Ende des [[Halm]]es gesteckt und mit der Öllampe angezündet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schwerköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Sechste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die statt des [[Siebente]]n gezahlt werden konnte, wenn die Ausgaben der [[Grube]]n zu hoch waren.&lt;br /&gt;
* [[Seife]]:&lt;br /&gt;
* [[Seiger]] (auch: saiger): senk-, lotrecht.&lt;br /&gt;
* [[Seigerriss]] (auch: Saigerriss): zeichnerische Projektion eines Bergwerkes, Vertikalschnitt.&lt;br /&gt;
* [[Seil]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilbruch]]: Durchreißen eines Förderseiles aufgrund von Materialermüdung oder Überlastung.&lt;br /&gt;
* [[Seileinband]]: (auch: Seilendverbindung) Konstruktion, die Förderseile oder andere Drahtseile mit Konstruktionsteilen oder anderen Festpunkten verbindet.&lt;br /&gt;
* [[Seilfahrt]]: Ein- und Ausfahrt der Bergleute in dem am Seil hängenden Förderkorb.&lt;br /&gt;
* [[Seilkorb]]: Vorrichtung an der Fördermaschine, auf der das Förderseil aufgewickelt wird.&lt;br /&gt;
* [[Seilrutsch]]: Rutschen des Förderseils auf der Treibscheibe, das vorwiegend bei starkem Anfahren oder scharfem Abbremsen auftreten kann. Siehe Koepeförderung.&lt;br /&gt;
* [[Seilscheibe]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilträger]]: Teil der Fördermaschine, mit dem das Förderseil bewegt wird. Siehe auch: Treibscheibe.&lt;br /&gt;
* [[Sekunde]]:&lt;br /&gt;
* [[Senken]]: Ist das Hereingewinnen der hochgequollenen Streckensohle, es dient zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der notwendigen Streckenhöhe.&lt;br /&gt;
* [[Senkstütze]]: Nachgiebiges Stützelement, das anstelle der stoßseitigen Ausbausegmente eingesetzt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Setzeisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitslampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitspfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitssteiger]]: Sicherheitsingenieur im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Siebente]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die in manchen [[Bergordnung]]en statt des [[Neunte]]n vorgeschrieben war. &lt;br /&gt;
* [[Sinkwerk]]: Untertägiger Hohlraum, in dem Salz durch Auslaugen mit Süßwasser gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Sinter]]:&lt;br /&gt;
* [[Sitzholz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sole]]: wässrige Steinsalzlösung mit einer Dichte von 1,204 g/cm3 und einen NaCl-Gehalt von 26,4 % (318 g/l). &lt;br /&gt;
* [[Sohle]]: 1. die Gesamtheit aller in einer Ebene gelegenen Teile eines Bergwerkes; 2. untere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus, z. B. einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Sohlenabstand]]: Abstand zwischen den einzelnen Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Söhlig]]: Horizontal, waagerecht.&lt;br /&gt;
* [[Spanne]]:&lt;br /&gt;
* [[Spanner]]:&lt;br /&gt;
* [[Spat]]:&lt;br /&gt;
* [[Spatgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Spitzeisen, Eisen, Bergeisen]]: Meißelartiges Werkzeug, das mit einem Stiel gehalten wird. Es gehört zum historischen Gezähe „Schlägel und Eisen“.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Spitzhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Spreize]]:&lt;br /&gt;
* [[Sprung]]:&lt;br /&gt;
* [[Spülversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Spurnagel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stalinpaket]]:&lt;br /&gt;
* [[Starrer Bogenausbau]]: Teilelliptischer starrer Streckenausbau aus einzelnen Ausbausegmenten.&lt;br /&gt;
* [[Stehender Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Steiger]]: Grubenaufseher, Bergingenieur, Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Steigort]]&lt;br /&gt;
* [[Steigbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Stempel]]: Stütze aus Holz oder Metall zum Abstützen des Gebirges.&lt;br /&gt;
* [[Stirn]]:&lt;br /&gt;
* [[Stock]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerksbau]]: Abbauverfahren&lt;br /&gt;
* [[Stollen]]: annähernd horizontale Strecke mit einem Mundloch an der Tagesoberfläche. In Sachsen, dem Erzgebirge, vor allem in Eigennamen und traditionell wird auch Stolln geschrieben.&lt;br /&gt;
* [[Stollenflügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollenhieb]]: Recht des [[Erbstöllner]]s, in bestimmten Maß angetroffene [[Erz]]e abzubauen. &lt;br /&gt;
* [[Stollenrösche]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollensteuer]]: Abgabe der [[Gerwerken]] an den [[Erbstöllner]] oder [[Stöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Stöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Störung]]: Trennfläche im Gebirge, an der z.B. eine Verschiebung von Gesteinsschollen stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
* [[Stoß]]: seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaus (z. B. Seitenwand einer Strecke).&lt;br /&gt;
* [[Streb]]:&lt;br /&gt;
* [[Strebausbau]]: Ausbau beim Strebbau.&lt;br /&gt;
* [[Strebbau]]: Untertage-Abbauverfahren, bei dem der Abbauraum im Flöz weiterrückt.&lt;br /&gt;
* [[Strecke]]: Horizontaler Grubenbau innerhalb des Grubengebäudes.&lt;br /&gt;
* [[Streckenausbau]]: Ausbau in untertägigen Strecken.&lt;br /&gt;
* [[Streckenbegleitdamm]]: Untertägiges Bauwerk, das in den Abbaustrecken dazu dient, den Streckensaum gegen den Alten Mann zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Streckenförderung]]: Horizontale Bewegung von Materialien, mineralischen Rohstoffen, Produkten und Versatz in Strecken und Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Streckensaum]]: Seitliche Begrenzung einer Abbaustrecke zum Flöz und zum Alten Mann hin.&lt;br /&gt;
* [[Streichen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in horizontaler Richtung, rechtwinklig zum Fallen. Entspricht dem Verlauf einer Höhenlinie.&lt;br /&gt;
* [[Strosse]]:&lt;br /&gt;
* [[Strossenbau]]: Älteste Abbaumethode für den Gangerzbergbau.&lt;br /&gt;
* [[Stube]]:&lt;br /&gt;
* [[Stufe]]: Kleines Gesteinsstück, insbesondere Erzstufe, aber auch ein vom [[Markscheider]] in das Gestein eingehauenes Zeichen.&lt;br /&gt;
* [[Stufenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Stufeneisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Stufenerz]]:&lt;br /&gt;
* [[Stunde]]: Einer der 24 Teile, in die der Grubenkompaß eingeteilt ist.&lt;br /&gt;
* [[Stundung (Bergbau)]]: Die (zeitweise/vorübergehende) Stilllegung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Sturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sturzbühne]]: Im Mansfelder Kupferschieferbergbau angewandte Methode des Umladens vom Strebhunt in den Förderwagen.&lt;br /&gt;
* [[Sumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen]] (auch Wassereisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sümpfen]]: Absenkung des Grundwasserspiegels, Trockenlegung überfluteter (ersoffener) Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Sumpfstrecke]]: Strecke, die als Sammelraum für das anfallende Grubenwasser verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== T ====&lt;br /&gt;
* [[Tag]] (über Tage, am Tage): Erdoberfläche, von der aus das Tageslicht sichtbar ist.&lt;br /&gt;
* [[Tagebau]]: Abbau des Nutzminerals von über Tage aus.&lt;br /&gt;
* [[Tagebruch]]: Verbruch der sich bis zur Tagesoberfläche durchschlägt.&lt;br /&gt;
* [[Tagegebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Tageschacht]]: Siehe [[Schacht (Bergbau)]].&lt;br /&gt;
* [[Tagewerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Taub]]: Ein Lagerstättenteil, der keine abbauwürdigen Mineralien enthält.&lt;br /&gt;
* [[Teufe]]: Die Tiefe eines Schachtes oder einer Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Teufen]]: Herstellen eines Grubenbaues von oben nach unten, siehe Abteufen.&lt;br /&gt;
* [[Tiefbau]]: Abbau unter Tage. &lt;br /&gt;
* [[Tiefste]]:&lt;br /&gt;
* [[Todt]]:&lt;br /&gt;
* [[Todter Mann]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonne]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonnlägig]]: Ein Schacht, der nicht senkrecht ins Bergwerk führt. Tonnlägige Schächte folgten im Gangerzbergbau dem von der Vertikalen abweichenden Einfallen des Ganges.&lt;br /&gt;
* [[Tonnung]]:&lt;br /&gt;
* [[Tradde]]: Abgabe an die Grundeigentümer.&lt;br /&gt;
* [[Tragwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Trecken]]:&lt;br /&gt;
* [[Treckejunge]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibehaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Treiben]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibe]]: Seilträger, bei dem die Energie der Antriebsmaschine mittels Reibschluss auf das Förderseil übertragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibenförderung]]: Schachtförderanlage, die nach ihrem Erfinder Carl Friedrich Koepe, auch Koepe-Förderung genannt wird. &lt;br /&gt;
* [[Treppenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Trog]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommel]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommelfördermaschine]]: [[Fördermaschine]], bei der das Förderseil auf eine [[Trommel]] gewickelt wird ([[Haspel]]).&lt;br /&gt;
* [[Trum]]: Von einem [[Gang]] abgetrennter Zweig des Ganges, aber auch ein abgeteilter Teil eines [[Schacht]]es, [[Gesenk]]es oder [[Überhauen]]s.&lt;br /&gt;
* [[Trümmerartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Tscherper]]: Ein Messer&lt;br /&gt;
* [[Tscherpertasche]]:&lt;br /&gt;
* [[Tummelbau]]: Abbauverfahren beim Braunkohlenbergbau mit bienenkorbförmigen Weitungen, sogenannten Tummel, das aufgrund seiner Gefährlichkeit im 19. Jahrhundert im deutschen Bergbau verboten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Tübbing]]: Segmente aus Gusseisen oder Stahl, die zum wasserdichten Ausbauen von Schächten bei nicht standfesten Nebengebirgen dienen.&lt;br /&gt;
* [[Türstock]]: Ausbaukonstruktion, bestehend aus einer Kappe mit zwei unterstützenden Stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== U ====&lt;br /&gt;
* [[Überfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Überhauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Überlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übrschar]]:&lt;br /&gt;
* [[Übersetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übertreiben]]: Vorbeifahren der Fördermittel über die Endanschläge hinaus.&lt;br /&gt;
* [[Übertreibsicherung]]: Dient dazu das Fördermittel abzubremsen damit es beim Übertreiben möglichst vor dem Prellträger zum Stehen kommt.&lt;br /&gt;
* [[über Tage]] oder Übertage: alles „an der Sonne“, also nicht der Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Ulm]]e: Seitliche Begrenzung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Umbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Umfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unbauwürdig]]:&lt;br /&gt;
* [[Ungeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Unschlitt]]: Tierische Körperfette (Talg), welche als Brennmaterial für offene [[Geleucht]]e, meist tönerne [[Frosch]]lampen, diente. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittgeld]]: Gebühr der [[Gewerkschaft]]en an den zuständigen [[Grabensteiger]] zur Deckung der ihm entstandenen Unkosten für das [[Geleucht]]. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittlampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterbank]]: Unterer Teil eines zweiteiligen Flözes.&lt;br /&gt;
* [[unter Tage]] oder Untertage: Stollen, Strecken, Schächte.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerk]]: Abbau unter der Stollnsohle.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerksbau]]: Abbau unterhalb der tiefsten Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Unverritzt]]:&lt;br /&gt;
* [[Urbar]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== V ====&lt;br /&gt;
* [[Ventilator]]:&lt;br /&gt;
* [[Verarmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbau]]:&lt;br /&gt;
* [[verblenden]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbolzung]]: Axiale Verkettung des Streckenausbaus um die Einzelbaue gegen eine Schubwirkung in Längsrichtung zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Verbrechen]]: Einbrechen oder Einstürzen und damit Unbrauchbarmachen eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Verbühnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbundbergwerk]]: Entsteht durch Zusammenlegung mehrerer Bergwerke.&lt;br /&gt;
* [[Verdingen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verdrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Veredeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verhieb]]: Art und Weise wie ein in Angriff genommener Abbaustoss abgebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Verlag]]:&lt;br /&gt;
* [[Verlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verleihen]]: Zueignung von Bergwerkseigentum durch den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* [[Verkippen]] / [[Verstürzen]]: Im Tagebau das Absetzen des Abraumes.&lt;br /&gt;
* [[Verritzen]]: Beginn des Abbaus einer Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Versatz]]: Verfüllung eines durch den Abbau entstandenen Hohlraums mit Bergen (Bergeversatz).&lt;br /&gt;
* [[Versetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verspünden]]: Wasserdichtes abdämmen einer [[Strecke]] durch einen Ziegel- oder Betondamm, früher auch Zimmerwerk.&lt;br /&gt;
* [[Verstufung]]: Bergrechtlicher Vorgang, durch den sich der [[Stöllner]] sämtliche Rechte an dem bisher aufgefahrenen Stollen gegen etwaige Ansprüche neuer [[Muter]] sicherte. Der [[Markscheider]] setzte ein [[Verstufung]]szeichen.&lt;br /&gt;
* [[Verwahren]]: Sicherung der Hohlräume eines stillgelegten (aufgelassenen) Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Verstufen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verstürzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Versuchsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Vertauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfung]]:&lt;br /&gt;
* [[Verziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzimmern]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzug]]: Auskleidung der Zwischenräume beim Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Vierter Pfennig]]: Kostenerstattung vom Besitzer der [[Grube]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Vierung]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorflut]]: Natürlicher Bach oder Fluss sowie künstlich geschaffene Möglichkeit (Kanal, Pumpwerk), um Wasser (auch Abwasser) abzuführen.&lt;br /&gt;
* [[Vorkommen]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorrichten]]: Vorbereitung des [[Abbau]]s der [[Lagerstätte]] und den Einbau von Gewinnungs– und Fördereinrichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== W ====&lt;br /&gt;
* [[Wolger|Walger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Walzenlader]]: Maschine zur schneidenden Gewinnung von Steinkohle und Erz.&lt;br /&gt;
* [[Wand]]:&lt;br /&gt;
* [[Wange]]: Im Harz verbreiteter Begriff für die seitlichen [[Stoß|Stöße]] eines horizontalen Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Wasseraufzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassereinfallgeld]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen|Wassereisen]] (auch Sumpfeisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Wasserhaltung]]: Anlagen und Maßnahmen zum Abführen des einer Grube zufließenden Wassers.&lt;br /&gt;
* [[Wasserknecht]]: Bergmann, der für die Wasserhaltung des Bergwerks zuständig war.&lt;br /&gt;
* [[Wasserkunst]]: System zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Wasserlauf]]: Regionale Bezeichnung für einen Wasserüberleitungsstollen im Oberharzer Bergbau (siehe auch [[Rösche]]). &lt;br /&gt;
* [[Wasserlösung]]: Abführen von Wasser, z. B. durch Wasserlösungsstollen.&lt;br /&gt;
* [[Wassernot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wasserregal]]: Königliches Hoheitsrecht zur Wassernutzung, meist zusammen mit dem [[Bergregal]] durch den Landesherren verliehenes Recht.&lt;br /&gt;
* [[Wassersack]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassersäulenmaschine]]: Maschine, die durch Wasserkraft angetrieben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wassersaige]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassertrommel]]: Bewetterungsmaschine, bei der der Sog des herabfallenden Wassers zur Bewetterung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wässerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wechsel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wegfüllarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der das gelöste [[Gestein]] und [[Erz]] mittels [[Gezähe]] in die [[Fördergefäß]]e verbracht wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wehr]]: Land, welches dem Bergbautreibenden zum [[Lehen]] gegeben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Weiberarsch]]: Umgangssprachliche Bezeichnung einer → Pfannenschaufel (regional).&lt;br /&gt;
* [[Weilarbeit]]: Schichten in der Freizeit, unter anderen in der [[Eigenlehner]]zeche.&lt;br /&gt;
* [[Weitung]]: Beim [[Weitungsbau]] entstandene Kammern.&lt;br /&gt;
* [[Weitungsbau]]: Variante des [[Kammerbaus]] bei mächtigen und durchwegs [[bauwürdig]]en [[Lagerstätte]]n.&lt;br /&gt;
* [[Wendelstrecke]], (auch kurz:) [[Wendel]]: Spiralförmige Rampe zwischen den einzelnen (Teil-)Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Wetter]]: Gesamtheit aller Gase im Bergwerk.&lt;br /&gt;
* [[Wetterbohrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterführung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterhut]]: beweglicher Holzaufsatz über dem Schacht.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlampe (Bergbau)|Wetterlampe]]: Mit Benzin betriebene Sicherheitslampe zur Kontrolle der Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlutte]]:&lt;br /&gt;
* [[Wettermann]]: Ein Bergmann, der in den einzelnen Grubenbauen die Wettermessungen durchführt.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlmaschine]]: Maschine, die zur direkten Wetterkühlung der Grubenbaue eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlung]]: Abkühlen von Teilwetterströmen mittels technischer Hilfsmittel und Maschinen.&lt;br /&gt;
* [[Wetternot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterofen]]: Konstruktion zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges.&lt;br /&gt;
* [[Wetterrad]]: Einfache Wettermaschine aus Holz zur Bewetterung der Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Wettersatz]]: Maschine, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur künstlichen Bewetterung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wetterschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterscheider]]: Wettertechnisches Bauwerk, das in den Grubenbauen die Frisch- von den Abwettern trennt.&lt;br /&gt;
* [[Wettersohle]]: Sohle, die hauptsächlich der Bewetterung dient.&lt;br /&gt;
* [[Wettertafel]]: Kontrolltafel unter Tage, auf der die erfolgte Überprüfung der Luftreinheit mit Datum, Uhrzeit und Unterschrift der Kontrollperson vermerkt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterwechsel]]: Jahreszeitlich bedingte Änderung der Wetterrichtung, aber auch Austausch der verbrauchten Luft gegen frische Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterzug]]: Von der Atmosphäre in den Grubenbauen angenommene Luftbewegung.&lt;br /&gt;
* [[Widersinnig]]:&lt;br /&gt;
* [[Wiederaufnehmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Winkel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wipperboden]]:&lt;br /&gt;
* [[Wirbellutte]]: Speziallutte, die in sonderbewetterten Streckenörtern zur Durchmischung von Wettern dient, auch Coanda-Wirbellutte.&lt;br /&gt;
* [[Wolger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Wünschelrute]]:&lt;br /&gt;
* [[Wurfschaufellader]]: Ladegerät, hauptsächlich im Streckenvortrieb. Gleisgebundene oder gleislose Ausführung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== X ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Y ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Z ====&lt;br /&gt;
* [[Zeche]]: Bergwerkseigentum der [[Gewerkschaft]], aber auch bei der [[SDAG Wismut]] ein Betrieb zur [[Beprobung]] von Uranerz.&lt;br /&gt;
* [[Zehnte]]: Abgabe des Bergwerksbesitzers an den Staat oder den [[Bergregal|Regal]]herren.&lt;br /&gt;
* [[Zehntner]]:&lt;br /&gt;
* [[Zertrümern]]:&lt;br /&gt;
* [[Ziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerling]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Zone]]:&lt;br /&gt;
* [[Zubrüsten]]: Alle notwendigen Arbeiten an der Stelle, wo das Bohrloch angesetzt werden soll.&lt;br /&gt;
* [[Zubuße]]: Zahlungen auf Basis der [[Kux]]e, die der Anteilseigner ([[Gewerken|Gewerke]]) einer Bergrechtlichen Gewerkschaft an diese zur Erfüllung von Verbindlichkeiten zu entrichten hat.&lt;br /&gt;
* [[Zug]]:&lt;br /&gt;
* [[Zulegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusammendrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zwanzigste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] (in Sachsen 1851 statt des [[Neunte]]n eingeführt).&lt;br /&gt;
* [[Zwischengeschirr]]: Verbindungselement zwischen Förderkorb und Förderseil.&lt;br /&gt;
* [[Zwischenmittel]]: dünne Schichten tauben Gesteins in einem Flöz oder einem Erzlager.&lt;br /&gt;
* [[Zwölfte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] für einen alten wieder aufgewältigten [[Erbstollen|Erbstolln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leere Artikelseiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=R%C3%A4umnadel&amp;diff=2688</id>
		<title>Räumnadel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=R%C3%A4umnadel&amp;diff=2688"/>
				<updated>2012-09-24T07:35:29Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Räumnadel''' (Schießnadel, Ladespitz) ist eine starke, lange und nach unten schwächer zulaufende Nadel aus Messing, Kupfer oder Bronze, die am oberen Ende mit einem stählernen Ring verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie diente dazu, den Zugang (Zündkanal) zum Pulver ([[Patrone]]) herzustellen und in einem mit [[Besatz]] gefüllten Sprengbohrloch offen zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu wurde die pulvergefüllte Patrone mit der Räumnadel aufgespießt und in das Bohrloch geschoben. Nach Einbringen eines Pfropfens aus Papier, Holz oder Moos (vormals wurden [[Schießpflock|Schießpflöcke]] verwendet) über der Patrone, wurde das Bohrloch mit [[Besatz]] oder [[Wolger]]n gefüllt und unter Zuhilfenahme des [[Schlägel|Fäustels]] sowie des [[Lettenstampfer]]s, dessen Hohlkehle an der Nadel liegt, mit Anfangs leichten und später kräftigen Schlägen der Besatz verdichtet. Letztendlich wurde das Bohrloch noch mit [[Letten]] verschmiert und die ''Räumnadel'' vorsichtig aus dem Bohrloch herausgetrieben, in dem eine [[Bohrer|Bohrstange]] durch den Ring der ''Räumnadel'' gesteckt und leicht darauf geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
In den so entstandenen Zündkanal wurde nun der [[Halm]] gesteckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Bestimmung der ''Räumnadel'' und somit auch die Ableitung des Namens scheint aber auf die älteste Wiese des Schießens mit Pflockbesetzung zurückzugehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wird / da die Spur durch das Schlagen zusammen setzen sollte / gebrauchet / damit in derselben auffgeräumet.“, (Berward, C. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(26)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Räumnadeln'' bestanden Anfangs aus Eisen, später aus Kupfer, Messing oder Bronze, um die Bildung von Funken beim Einbringen des Besatzes bzw. beim Heraustreiben der Räumnadel zu verhindern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fpflock&amp;diff=2687</id>
		<title>Schießpflock</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fpflock&amp;diff=2687"/>
				<updated>2012-09-24T07:21:22Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Schießpflock''' war ein rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ''Schießpflock'' wurde, wenn noch nicht vorgefertigt, auf die Größe des Bohrloches zugeschnitten und mit dem [[Schlägel]] in das Bohrloch eingetrieben. Besaß der ''Schießpflock'' kein Loch, wurde vorher noch eine entsprechende Kerbe für die (Zünd)Spur eingeschnitten oder ein Loch mit dem Pflockbohrer gebohrt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Hilfe des ''Schießpflockes'' wurde ein Verschluss des Bohrloches und somit eine Erhöhung der Sprengwirkung erzielt. Zusätzlich verhinderte der ''Schießpflock'', dass Funken an die Pulverladung gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Schiß-Pflöcker / sind Hölzer wodurch ein Loche gebohret / welche in das schiß Loch getrieben / und das zünd Pulfer hinein geschüttet wird.“'' (Junghans, G. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(29)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Soferne keine Wasser darinnen zulauffen / kan alsbald geschossen werden / wenn zu vorhero alles darzu zugerichtet ist. Denn es muß ein Pflock von buchigen Holze nach der Grösse des Loches / und Länge desselben zugeschnitten werden / uff demselben wird der Länge nach eine Spur oder Kerbe ausgeschnitten / anstatt des Zünd-Loches.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Schiessen ist hier vom ersten Anfange bis Anno 1687 mit Schießpflöcken verrichtet worden. Diese wurden von hartem Büchenholze im Walde aus dem gröbesten gehauen, hernach getrocknet oder geräuchert, und also auf die Gruben geliefert. Sie waren 30 bis 36 Zoll lang, rund, und so dicke, daß sie das gebohrte Loch über dem Pulver ausfüllen können. Ein jedes Schock ward mit 20 Mgr. (Mariengroschen) bezahlet, bis Anno 1681. da man 2 Groschen abgebrochen. Ein jeder Steiger, der seinen Untersteiger hatte, schnitt seine Schießpflöcke in der Nachmittagspose, da der Untersteiger in der Grube das Schiessen verrichtet, durchbohrte sie mit dem Pflockbohrer, und bereitete sie zum Gebrauch auf den folgenden Tag. Wenn aber auf seiner Grube kein Untersteiger gewesen, und der Steiger anderer nöthigen Arbeit halber die Schießpflöcke in der Schicht nicht ausbohren können; So ist es nach der Schicht verrichtet, und vor jedes Schock 8 Mgr. besonders bezahlet worden, daß also ein Schock völlig zubereiteter Schießpflöcke 28 Mgr. und zulezt von Anno 1681. auf 26 Mgr. zu stehen gekommen.“'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den eingetriebenen ''Schießpflock'' wurde bündig in ein entsprechendes [[Bühnloch|Bühnenloch]] das [[Schießblech]] gesetzt und dieses anschließend mittels [[Schießspreize]] befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Uff solchen Pflock muß ein sonderlich Schieß-Eisen / das ist ein Blech in gevier 2. Hände breit / ein oder zwey Finger stark / ins Gestein eingehauen werden / daß es sich nicht schieben kann / darüber das Zünd-Loch seyn muß. Auff solches Blech wird so dann ein Poltzen oder Stempel angetrieben, welcher wohl verwahret in einem Bühn-Loch stehen muß.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt aus Holz wurden teilweise auch eiserne ''Schießpflöcke'' verwendet. Bei Entzündung des Pulvers durch Funkenbildung beim Hineintreiben des Pflockes kam es aber immer wieder zu Unfällen. In Folge dessen wurden auch Kombinationen aus Holz und Eisen verwendet, welche sich aber bis zur Erfindung des Besatzes mit [[Letten]] durch Carl Zumbe nicht weiter durchsetzte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
''„Weil denn in solchen Schiessen das meiste an Verwahrung des Pflockes gelegen / also hat man statt des hölzernen / eiserne Pflöcker gebrauchet. Weil damit aber Unglück vorgegangen / indeme im Hineintreiben die Pflöcker an den Querzen Feuer gegeben / und die Schiesser darbey umgekommen. So brauchet man aniezo an statt eines ganzen / nur Stücke / eines einer Spannen lang / nach Unterscheid und Grösse der gebohrten Löcher / also / daß man zuvor ein Stück hölzernen Pflock uff das Pulver treibet / un so dann mit dem eisernen Stück das Loch vollends ausfüllet / daß man das Schieß-Blech darauff anbringen kann.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2686</id>
		<title>Bohren und Schießen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2686"/>
				<updated>2012-09-24T06:10:31Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Bohren und Schießen''' war eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der durch das manuelle anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver eine deutliche Erhöhung der Vortriebs- und Abbauleistung gegenüber der [[Schlägel- und Eisenarbeit]] erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische [[Gezähe]] des Bohrens und Schießens war der [[Bohrer]], der [[Schlägel|Fäustel]], der [[Krätzer]], der [[Lettenstampfer]] und die [[Räumnadel]]. Beim Schießen mittels [[Schießpflock]] wurden zusätzlich noch [[Schießblech|Schießbleche]] und [[Schießspreize]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Technologie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist gab der Steiger die Stelle vor, wo das Bohrloch angelegt werden sollte. Anschließend wurde in das Gestein eine kleine Vertiefung geschlagen und darin der Anfangsbohrer angesetzt. Mit den im [[Bohrpost]] vorhandenen Bohrern konnte nun das Bohrloch hergestellt werden. Dabei wurde der Bohrer wurde dabei nach jedem zweiten Schlag mit dem Fäustel leicht gedreht (umgesetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bohrgrus (Bohrmehl) wurde mit Wasser feucht gehalten, das in einem kleinen Holzgefäß ([[Bohrtrog]]) aufbewahrt wurde. Das letzte Stück wurde meist ohne Wasser gebohrt, damit man das Bohrloch im Anschluss besser trocken bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Krätzer]] wurde das Bohrgrus herausgeholt. Eine über das Bohrloch gelegte Lederscheibe mit einem Loch in der Mitte ([[Bohrdeckel]]) verhinderte das Herausspritzen des breiigen Bohrkleins. Am Schluss wurde durch den Ring am oberen Ende der Krätzers ein [[Bohrlappen]] gesteckt und mit ihm das Bohrloch trocken gewischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde die pulvergefüllte [[Patrone]] mit der Räumnadel aufgespießt und in das Bohrloch geschoben. Nach Einbringen eines Pfropfens aus Papier, Holz oder anderen Material (vormals wurden [[Schießpflock|Schießpflöcke]] verwendet) über der Patrone, wurde das Bohrloch mit [[Besatz]] oder [[Wolger]]n gefüllt und unter Zuhilfenahme des [[Schlägel|Fäustels]] sowie des [[Lettenstampfer]]s, dessen Hohlkehle an der Nadel liegt, mit Anfangs leichten und später kräftigen Schlägen der Besatz verdichtet. Letztendlich wurde das Bohrloch noch mit [[Letten]] verschmiert und die Räumnadel vorsichtig aus dem Bohrloch herausgetrieben, in dem eine [[Bohrer|Bohrstange]] durch den Ring der Bohrnadel gesteckt und leicht darauf geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
In den so bis zur Patrone entstandenen Zündkanal wurde nun der [[Halm]] als Zünder gesteckt. An das aus dem Bohrloch herausstehende Ende des Halmes wurde nun das [[Schwefelmännchen]], ein mit Schwefel getränkter Wollfaden, angebracht und mit der Öllampe entzündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geschichtliche Entwicklung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Sprengens in Bergwerken ist gerade für die Anfangszeit schwer urkundlich zu belegen. Da diese Technologie aber in Agricolas „De Re Metallica“ nicht beschrieben ist kann man davon ausgehen, dass ihm diese auch nicht bekannt war und somit in der Zeit vor 1550 nicht im mitteleuropäischen Bergbau zur Anwendung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lag natürlich nahe, sich die explosive Kraft des Pulvers auch im Bergbau zu Nutze zu machen und somit wird es sicherlich auch viele Versuche gegeben haben, die nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Es ist auch anzunehmen, dass man anfänglich die Ladung in Klüften oder im Schram anbrachte bzw. versuchte, in den Schram hineinzuschießen. Erfolgreich wurde diese Technologie aber erst, als man die Ladungen in eigens dafür hergestellten Bohrlöchern zur Explosion brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Staatsarchiv von Venedig wurde im Jahr 1959 ein Bericht des Generalvikars für den Bergbau der Republik Venedig gefunden, die auf erste untertägige Sprengungen hindeuten könnte. In diesem Bericht stand, dass Giovanni Battista Martinengo im Jahr 1573 einen Antrag auf Pacht von Gruben stellte und die Konzession zum Ausbeuten der Bergwerke in Schio bei Vincenza durch den „Rat der Zehn“ bekam, weil er 12% des Ertrages (üblich war der Zehnte) abführen wollte. Weiter heißt es in dem Bericht, dass ''„dieser Mann, nicht so arbeitete, wie man es normalerweise gewohnt war, nämlich zunächst das Gewölbe zu stützen und dann nach und nach vor zutreiben, um das Material herauszuholen. Er tat dies auf ganz ungewöhnliche Weise dadurch, dass er mit Hilfe von Schwarzpulver ein kleines Loch in den Berg machte, um ihn mit Gewalt aufzubrechen und auf diese Weise zu erfahren, was in ihm verborgen war.&amp;quot;''. Ebenso wurde in diesem Bericht erwähnt, dass Martinengo nach einigen Jahren erfolgloser Tätigkeit verschwunden sei. (Heinz Walter WILD, Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau; Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden: Stiftung Bergbaumuseum Schmelzboden-Davos, November 1984, 8. Jahrgang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Einführung des Schießens wird auch immer wieder der Freiberger Oberbergmeister Martin Weigel und das Jahr 1613 genannt. Diese Aussagen beziehen sich jedoch auf einen Freiberger Ausbeutebogen vom Quartal Trinitatis 1715, auf dem folgender Text zu finden ist:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„In der 11. Wo. dieses qvartals ist Samuel Wiedner / Unter-Steiger auf St. Anna und Alt-Väter Fgrb. an der Halßbrücke / nachdem der von ihn angelegte Schuß sich etwas verhalten / und er wieder dazu fahren wollen/vom Schuß ergrieffen und ums Leben kommen. Das Bohren und Schiessen auf den Gestein ist anno 1613. von Martin Weigeln Ober-Bergmeistern allhier erfunden worden / und wurden anfangs Pflöcke dazu gebraucht / und in die Bohr-Löcher getrieben / seit etlich 30. Jahren aber ist solches viel sicherer und leichter mit Letten verrichtet worden. Auch hat man nunmehro hiesiges Ortes gewisse kleine Hand-Bohrer introduciret / durch welche die Häuer dem festen Gestein / mit sonderlichen Vortheil / grossen Abbruch thun können.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anmerkung führte wohl dazu, dass August Beyer in „Das gesegnete Markgrafthum Meissen“ (Dresden, 1732), in dem die Ausbeutezahlen von 1529 bis 1729 aufgeführt werden, neben den Ausbeutezahlen des Jahres 1613 schrieb:&amp;lt;br /&amp;gt;''„In diesen Jahr hat Martin Weigold das Bohren im Gestein mit dem Pflock zu schießen erfunden.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätere Autoren übernahmen diese Aussage, ohne sie in irgendeiner Form urkundlich belegen zu können und verwiesen auf Beyer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen Zeit sind keine Dokumente aus der Zeit um 1613 bekannt, die diese Aussage belegen können. Es stellt sich auch die Frage, warum eine so bedeutende Neuerung erst 14 Jahre später von einem anderen Ort aus ihren Siegeszug antreten sollte und erst 30 Jahre später in Freiberg Einzug hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1617 gibt es aus Lothringen Belege, die auf Sprengungen mittels Schwarzpulver in den Bergwerken von Le Thillot hindeuten könnten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Rechnung für das 4. Quartal 1617 (Comptes trimestriels des mines du Thillot. Année 1617), die im Archive des Départements von Meurthe-et-Moselle. Archiv-Nr.: B 8366 vorhanden ist, wird Schwarzpulver aufgeführt. So wurde im 4. Quartal 1617 die Ausgabe von 9 Francs und 6 Gros für eine nicht näher präzisierte Menge von Pulver aufgeführt, um&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„zu schießen in dem Bergwerk und um den Felsen zu sprengen.“''. (Francis PIERRE: Les mines de cuivre et d’argent de la haute Moselle. Apparition et évolution des techniques de percement à la poudre noire. Le Thillot (Vosges). In: Lotharingia. T. 5. Nancy 1993).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch für folgende Quartale sind Abrechnungen über Schwarzpulver vorhanden. Allerdings deutet der ziemlich geringe Betrag von 9 Francs und 6 Gros auf eine ebenso geringe Menge an verwendeten Schwarzpulver (etwa 4 Pfund) und somit nicht auf eine kontinuierlicher, eher auf einen selektiven oder versuchsweisen Einsatz hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wirklich urkundlich belegt sind die Sprengungen am 08. Februar 1627 im „Ober Piberstolln“ in Schemnitz, die durch den Tiroler Caspar Weindl durchgeführt wurde. So findet sich im Schemnitzer Berggerichtsbuch von 1627 folgender Eintrag:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''&amp;quot;Adi 8. Februari, dits 1627 Jars, hat die Gancz Löblich Gewerkschafft beim hauptperkhwerch Ober Piberstolln, Ihr Kai: Mai: perggericht zur Schembnitz zur Einfart wegen des Casper Weindlesz Sprengwerch solches in Augenschein zu nehmen, ob es dem Gezimerwerch durch dasz schiessen schedlich sein mechte, in beratschlagung zu ziehen begrueszt, Über solchen eingenommenen Augenschein, vnd in Gegenwart der Ambtleut, Sowol des Perggerichts, beschehenen Schusz hat sichs befunden, dasz dieses Sprengwerch wol fürzunehmen sei, vnd nichts schedlichs causirn werde, ob zu Zeitten gleich ein Rauch entstehet, vergeet er doch in ainer Viertl Stundt, vnd ist den hewern ohne schaden, nimbt auch viel böses Wetter mit sich wegkh, Aber offt zu schiessen, würde es nit thuen, denn es würde die anderen Khüren im Arzthauen vnd Geföl, wenn Sie offt sollen stilhalten, verhintern, Aber für Rahtsamb war, die weillen im Danielschlag schöne Anbrüch vorfanden, die aber Zimblich fesst, doch keine heuer die man zuelegen mechte vorhanden sein, daselbst So wol in den Schächten vnnd Stolwenten auf der Soolen liesz sich dasz Sprengwerch gar wol an.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weiter ist dermallen Caspar Sprenger befragt worden, ob er diese Örtter im Danielschlag wollte zu Lehenschafft annemben, Weil das ainczige Ortt im tieffisten, den Vncosten mit dem Sprengen nicht ertragen würde, hierüber meldt solcher, wenn man Ime 40 oder 50 guette Heuer gibt, So traue er Ihme diese Örter gar wol mit der Herren Gewerckhen guetten Nuczen zu Lehenschafft anzunemben. Auf solch sein erpieten wird Ime Caspar darauf geantwort: Weil im Tieffisten viel Örtter aus Mangel Heier feiern müssen vnnd dits Orts allein ein 40 Heier von Nöten, vnd sein doch keine vorfanden, ob man nit Mitl haben könne, Soviel Heier etwo von anderen Darauf meldt Caspar, wann man den Uncossten, der darauf geen würde, nit ansehen, noch Sparen wolt, vnnd Ime ainen Paszbrieff von Ihr Kai: Mai: ausbringen vnd ertailen würde, trauet er Ime gar wol ausz Tyroll ain anzahl guetter Heier, zu Nottdurfft an solche Örtter als in das Tieffeste, Danielschlag, hintern Künsten, Schächten, Stolwant, an der Sol: vnnd andere Örtter zue zu weitten vnd ins werkh zusetzen herein zu bringen. Souil thuet das Kaiserlich Perggericht ain Gancze Löbliche Gewerckhschaft berichten, welche ohne maszgeben auf solcher verern beratschlagungen des Caspar Sprengers Zuesagen : Vnnd erpietten ins Werckh zuseczen wissen werden,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Datum Schembnicz den 16 Februari A. 1627.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Putscher Pergkmaister'',&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Caspar Pistorius,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Chri: Spilberger, Pergkgerichtsschreiber.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wurde kann man davon ausgehen, dass es sich hier um Sprengungen handelt, bei denen Bohrlöcher angefertigt wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Caspar Weindl, der den Beinahmen „Sprenger“ erhielt, war vor der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz, auf den in Tirol liegenden Bergwerken des Grafen Montecuccoli tätig, des Oberstkammergrafen von Schemnitz (Quelle: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass er bereits im Vorfeld der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz schon Versuche mit dieser Technologie in Schemnitz selber und in Tiroler Bergwerken unternahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue, nun erfolgreich angewandte Technologie, verbreitete sich schnell. So kam sie wohl schon im gleichen Jahr in den Kupfergruben im böhmischen Graslitz zum Einsatz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Erst im Jahre 1627 wurde aus Ungarn die Schießarbeit auf den Graslitzer Kupferwerken eingeführt, nach den vorhandenen abgeschossenen Bohrlöchern zu schließen - die zweimännische; doch hatte diese Verbesserung von keinem tiefgreifenden Einflüsse auf den dortigen Bergwerksbetrieb mehr sein können, da noch In demselben Jahre das Religlonsedict einen sehr  großen Teil der Einwohner von Graslitz, weil sie Protestanten waren, zur Auswanderung nöthigte.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Konstantin von NOWICKI „Die Wiedergewältigung des alten Kupferbergbaues von Graslitz in Böhmen“, Prag 1862)&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1628 gibt es im Stiftsarchiv St. Lambrecht einen Brief, der die Entsendung des Sprengkundigen Ruep Meytesperger in die Eisenstein- und Hittracherzgruben des Stiftes St. Lambrecht in der Steiermark beschreibt. Meytesperger soll den dortigen Arbeitern das Sprengen zeigen und diese darin unterrichten. Der Brief vom 29. Oktober 1628 von Georg Fischer aus Friesach an P. Andreas von St. Lambrecht hat folgenden Inhalt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ehrwürdig Edler und Wohlgelehrter Herr etc. Euer Ehrwürden seindt mein gantz gevlißne Dienst iederzeit bevohr.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Auf abgeredt und verlaßner massen vor dreyer tagen übersende Euren Ehrwürden etc. ich hiemit zeigern Ruep Meytespergern sambt andern zween guetter Pergkarbeiter zu belegung des Pleyglantzes und Hütrauch Erzt, denen zweyen wollen sie wöchentlich per 1 il iedem Cost oder gelt sambt Liechter und Eißen, wie der Meytesperger derselben anzaigen wirdt, ervolgen lassen, welche er Meydtesperger an die arbeit selbst anordnen und sobalt ich wider zu Hauß komb, sol ihnen nach dem Centner oder Kübl verdingt werden, damit Ihr Ehrwürden von ihnen nicht alle wochen uberlauffen werden, mögen sie ihnen (doch ohne maßgebung) auf etliche wochen die Cost ervolgen lassen, dann ihnen wol zu trauen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Dem Meytesperger aber hab ich selbst Zehrung ertheilt, würdt ungevor ein Tag 8 oder mehr drüben verbleiben und dennen arbeitern bei dem Eißenstein- sowohl bei dem Hüttrauch Erzt das Sprenngen zeigen und underrichten (deme sie uf sein begehren Pulffer preperieren und die schüß zu 8, 10 oder 12 Lot machen, wie er begern würdt, sowohl nach seinen angeben 2 oder dreierlei Porer den Schmidt verfertigen lassen, und würdt hiemit gedachter Meitesperger an seinen Vleiß nichts ermindern lossen. Wollen Ihr Ehrwürden denen arbeitern, so das Sprenngen von Ihme sehen und lehrnen, anzaigen, daß sie ihme treulich volgen und behuetsambt darmit umbgehen. Weil auch in den grueben bei dem Eißenstein auch zu sprenngen guete gelegenheit, soll Er sie auch daselbsten anweißen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Es haben Ihr Gnaden vor Irem abreißen dem Hanßen im Pach in meinem beisein schlecht hackhenpulffer zu machen bevohlen, das wollen Sie darzue preperieren und das Scheiben Pulffer, weil es noch so teuer, sparen, würdt dennoch störkher als das guete worden.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''Dem Meydesperger hab ich auch under andern bevohlen, in die grueben hinder dem Closster, davon ich einen schwardtzen schüffer mit herüber gefürt, zu fahren und denn augenschein einzunehmen, weil der stein Vitriolismum, würdt darinnen ein gantzer Vitriol viß zu finden sein, der zu Colnierung deß Eißens tauglich sein würdt, noch biß dato hab ichs, weil ich kein Floßeißen noch nicht empfanngen, kein prob machen khönnen, darumben auch Ir Hochwürden und Gnaden ich noch nichts zuschreiben kann, soll aber zu meiner widerkunft förderlichen beschehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Letzlichen sover Ir Ehrwürden das im Closter ligende Pleyerzt noch nicht nach dem Hof (= Mariahof) gesannt, das sie es morgen oder Erdag wollen dahin verschaffen, dann ich solches künfftigen Mitwoch gewiß abhoiien zu lassen bedacht. Auf dißmahl anders nichts Neus, dann Euer Ehrwürden ich mich zu dero Ehrwürden iederzeit befehlen thue.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Friesach den 29. Octobris Anno 1628.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Euer Ehrwürden dienstgevlißner''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Fischer''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''m. p.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Walter BRUNNER: Anfänge der bergmännischen Sprengtechnik in der Steiermark; in: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft von Ruep Meytesperger ist leider nichts bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass er vorher im näheren Umfeld von Caspar Weindl tätig war, da er so seine Kenntnisse als „Sprengkundiger“ sammeln konnte. Wichtig ist aber, dass in dem Brief sowohl die Verwendung von Bohrern als auch die Tiefe der Bohrlöcher erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich durch die Abwanderung von protestantischen Bergleuten aus Graslitz, wurde diese Technologie in den Harz gebracht, wo im Jahr 1632 in Clausthal die erste Sprengung erfolgt sein soll. Entsprechende Abrechnungen für Pulver sind aber erst ab dem Jahr 1634 belegt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Bohren und Schießen ist zuerst Anno 1632 auf den Clausthalschen Bergwerken aufgekommen, anfangs aber gar sparsam gebraucht worden, wie daher abzunehmen, daß man vor dem 1634sten Jahre kein Pulver in den wöchentlichen Anschnitten (Bergrechnungen) berechnet findet, wie nachhero.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Clausthal aus verbreitete sich diese Technologie weiter und wurde durch Caspar Morgenstern nach Freiberg in Sachsen gebracht, wo sie im Jahr 1643 nachweislich angewendet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Die Sprengarbeit in den Gruben ward, wie geschichtskundig, erst im Jahre 1627 aus Ungarn nach Teutschland versetzt, nach Gräßlit'z in Böhmen, kam von da auf den Harz und von diesem im Jahre 1643 durch Caspar Morgenstern nach Sachsen. Dieser Bergmann gab auf den Freyberger Gruben das Bohren mit eisernen Bohrern und Schießen zuerst an und beschäftigte sich anfangs blos neben der Schicht damit, indem man im Jahre 1644 z. B. auf der Grube Hohe Birke obere 9te bis l0te Maas im Quartal Reminiscere l n. 3 Gr. für 32 Zoll zu bohren nach seiner Schicht, sowie 6 Gr. für 2 Schichten die Löcher anzustecken (anzubrennen und wegzuschiessen) verschrieb. Im Jahre 1644 bis Ende 1652 gab sich Caspar Morgenstern sodann blos mit Bohren und Scbiessen auf genannter Grube ab, welchem Michael Eämler und Hans Werlich, nachdem Morgenstern ins Gnadengeld gesetzt worden, bis zum Jahre 1658. nachfolgten; von dieser Zeit an mußte jeder Häuer sein Loch bohren und anstecken und erhielt für jeden Schuß drei Groschen Schießgeld.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Christian Wilhelm Fridrich SCHMID, Kurze Geschichte der Erfindung der Meisnischen Bergwerke und der Entwicklung ihrer Technik, Freiberg (ungedruckt) aus dem Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Harzer und Sächsische Bergleute verbreitet sich das Schießen bis Mitte des 18. Jahrhunderts weiter über ganz Europa.&lt;br /&gt;
Diese Technologie selber setzte sich aber nur sehr langsam, anfänglich als Unterstützung und später in Kombination mit der Schlägel- und Eisenarbeit durch. Ursachen für den schleppenden Einzug des Bohrens und Schießens waren neben politischen Gründen (30jähriger Krieg, Vertreibung und Pest, während dieser Zeit der Bergbau weitestgehende zum Erliegen kam) und der noch unausgereiften Technologie (unpraktische Bohrköpfe der Kronen- bzw. Kolbenbohrer), auch der hohe Personalbedarf (zwei- und dreimännisches Bohren) bei der Herstellung der großen Bohrlöcher sowie der nicht unerhebliche und teure Pulververbrauch. So wurde es lange Zeit, auch in großen Bergbaurevieren, nur auf einzelnen Gruben praktiziert und findet in der Literatur dieser Zeit kaum Erwähnung.&lt;br /&gt;
So schreibt BAADER zur Freiberger Grube „Hohe Birke“ folgendes:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Man trift hier noch auf alte Oerter, wo bey einer Höhe von ¾ Lachtern und des Ganges Mächtigkeit von 3 Zoll, 3 und 4 zweymännische drittehalb Zollstarke Bohrlöcher anstehen, und es lässt sich also leicht begreifen, wie gering der Nutzen gewesen seyn muß, den unter diesen Umständen die Sprengarbeit gewährte''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die wichtigsten Verbesserungen waren unstreitig die Einführung einmännischer Böhrer und das Lettenschiessen. Wärend letzteres vom Harze hierher kam, haben die Harzer (nach Calvör) den einmännischen Bohrer von den Sachsen angenommen. Das Schiessen mit Zündern kam von Ungarn hierher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Der Einbruch vor Ort wurde zwar lange schon durch Schießen gemacht, aber den Ausschram auf Gängen glaubte man nur mit der Schlägel –und Eisenarbeit machen zu müssen.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: D. BAADER der Jüngere: Beytrag zur Geschichte der Sprengarbeit in Sachsen, im Bergmännisches Journal 1790 von Alexander Wilhelm KÖHLER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Reduzierung des Bohrlochdurchmessers konnte ab Ende des 17. Jahrhunderts auch einmännische Bohrlöcher hergestellt und somit auch der Pulver- und Personalbedarf reduziert werden. Im 18. Jahrhundert wurden statt der Kronen- bzw. Kolbenbohrer verbesserte Handbohrer mit Meißelköpfen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist ein Auszug aus der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669. Dort wird beschrieben, auf was die Steiger bei der Arbeit mit Pulver zu achten haben. Dabei wird auch erwähnt, dass die Häuer scheinbar schon länger vermehrt Bohren und Schießen und deswegen den Umgang mit Schlägel und Eisen nicht mehr so recht beherrschen. Dies kann man als Hinweis darauf deuten, dass das Schießen sich im Geltungsbereich dieser Bergordnung intensiv betrieben wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Vom Unterschied der Arbeit, mit Pulver''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weil die Stroßen in den Gruben unterschiedlich, soll jeder Grubensteiger seine Stroßen zum öftern bebauen, und deren Gelegenheit wohl betrachten, daß wo er einigen Vortheil haben vermeinet, da daselbst mit Schlägel und Eisen, oder mit Keilhauen, Keil, Stück und Eisen abzubrechen, soll er auf solchen Stroßen nicht straks bohren, und das Pulver unnöthiger Weise verschießen laßen, wie dann die Häuer seit dem das Schießen aufgekommen, sich der rechten Bergmanns-Arbeit, Schlägel und Eisen zu gebrauchen, und wie daßelbe anzubringen, entwöhnet, und nur auf das Bohren sich begeben, daß auch wohl vielmahl unnöthiger Weise geschossen, und an den Oertern eine Wand gesprengt wird, der wohl mit Gezäu Abbruch geschehen können.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669 findet man eine Passage, die das '''Schießen aus dem Ganzen''', also aus dem unveritzten Gebirge sowie die Verwendung von Patronen beschreibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, …“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''Schießen aus dem Ganzen'' hat sich wahrscheinlich in den Revieren, in denen das Schießen ab Mitte des 17. Jahrhunderts intensiver betrieben wurde, parallel entwickelt. Es ist auch zu vermuten, dass diese neue Art mit einem Technologiewechsel beim Bohren (einmännische Bohrlöcher, Einsatz von [[Bohrer|Meißelbohrern]]) einhergegangen sein könnte.&lt;br /&gt;
Beim ''Schießen aus dem Ganzen'' wurde statt des Anlegens eines [[Schram]]s zuerst ein Bohrloch mittig im Bereich der [[Sohle]] aus dem unveritzten Gebirge geschossen und anschließend die Masse abgefördert. Über dem so entstandenen [[Einbruch]] wurde ein weiteres Bohrloch erstellt, besetzt und in den Hohlraum geschossen. Dieser Vorgang wiederholte sich, bis man die [[Firste]] erreicht hatte. Teilweise wurden auch mehrere Sprengladungen gleichzeitig oder verzögert zur Explosion gebracht. Die [[Stoß|Stöße]] wurden anfänglich noch mit [[Schlägel- und Eisenarbeit]] hereingewonnen, später erfolgte der Vortrieb von [[Stollen|Stolln]] und [[Strecke]]n durch Sprengung auf dem ganzen Querschnitt und löste die Schlägel- und Eisenarbeit weitestgehend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich ab dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts wurde diese Technologie auch in Sachsen angewendet und in der ''Stollnordnung'' des Kurfürst Friedrich August II. aus dem Jahr 1749 als das ''&amp;quot;nutzbarliche Schießen aus dem Ganzen&amp;quot;'' vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Es soll auch, zu Erspahrung derer vielen Gedinge, und darzu erforderlichen grossen Auffwands, die kostbare Gewinnung des vesten Gesteines mit Schlägel und Eisen, so viel sich nach Beschaffenheit ieden Orts, ratione derer Wetter, thun lassen will, und äuserst möglich ist, abgeworffen und das nutzbarliche Schiessen aus dem gantzen eingeführet werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wannenhero die Bergmeistere und Geschworne, solches sofort zu veranstalten, die Stolln- Schichtmeistere und Steigere aber fleißige und pflichtmäßige Aufsicht zu führen haben, damit sothanes Schiessen, statt des viele Zeit und Kosten wegnehmenden Schrämens, bey obigen und denenjenigen Stoll-Oertern, wo keine Ertze brechen, auch wo die Gewercken-Steigere selbst mit arbeiten, bewerckstelliget- und die Löcher zum Schiessen, wo es thunlich, mit einmännischen Bohrern gemachet werden mögen. Dahingegen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vor solchen Oertern, wo das Schiessen nicht applicabel, und wegen des vesten Gesteines, der Einbruch auf das Tagwerk stärcker nicht, als zwey oder höchstens drey Zoll gemachet werden kann, zu ebenmäßiger Beförder- und Erleichterung der Arbeit, mehr als einmahl einzubrechen- und auf ieden solchen Einbruch, nicht allemahl gleicher Stoß zu halten ist.“''&lt;br /&gt;
(König August III. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(15)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2685</id>
		<title>Bohren und Schießen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2685"/>
				<updated>2012-09-21T09:05:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Bohren und Schießen''' war eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der durch das manuelle anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver eine deutliche Erhöhung der Vortriebs- und Abbauleistung gegenüber der [[Schlägel- und Eisenarbeit]] erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische [[Gezähe]] des Bohrens und Schießens war der [[Bohrer]], der [[Schlägel|Fäustel]], der [[Krätzer]], der [[Lettenstampfer]] und die [[Räumnadel]]. Beim Schießen mittels [[Schießpflock]] wurden zusätzlich noch [[Schießpflock|Schießpflöcke]] und [[Schießspreize]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Technologie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist gab der Steiger die Stelle vor, wo das Bohrloch angelegt werden sollte. Anschließend wurde in das Gestein eine kleine Vertiefung geschlagen und darin der Anfangsbohrer angesetzt. Mit den im [[Bohrpost]] vorhandenen Bohrern konnte nun das Bohrloch hergestellt werden. Dabei wurde der Bohrer wurde dabei nach jedem zweiten Schlag mit dem Fäustel leicht gedreht (umgesetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bohrgrus (Bohrmehl) wurde mit Wasser feucht gehalten, das in einem kleinen Holzgefäß ([[Bohrtrog]]) aufbewahrt wurde. Das letzte Stück wurde meist ohne Wasser gebohrt, damit man das Bohrloch im Anschluss besser trocken bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Krätzer]] wurde das Bohrgrus herausgeholt. Eine über das Bohrloch gelegte Lederscheibe mit einem Loch in der Mitte ([[Bohrdeckel]]) verhinderte das Herausspritzen des breiigen Bohrkleins. Am Schluss wurde durch den Ring am oberen Ende der Krätzers ein [[Bohrlappen]] gesteckt und mit ihm das Bohrloch trocken gewischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde die pulvergefüllte [[Patrone]] mit der Räumnadel aufgespießt und in das Bohrloch geschoben. Nach Einbringen eines Pfropfens aus Papier, Holz oder anderen Material (vormals wurden [[Schießpflock|Schießpflöcke]] verwendet) über der Patrone, wurde das Bohrloch mit [[Besatz]] oder [[Wolger]]n gefüllt und unter Zuhilfenahme des [[Schlägel|Fäustels]] sowie des [[Lettenstampfer]]s, dessen Hohlkehle an der Nadel liegt, mit Anfangs leichten und später kräftigen Schlägen der Besatz verdichtet. Letztendlich wurde das Bohrloch noch mit [[Letten]] verschmiert und die Räumnadel vorsichtig aus dem Bohrloch herausgetrieben, in dem eine [[Bohrer|Bohrstange]] durch den Ring der Bohrnadel gesteckt und leicht darauf geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
In den so bis zur Patrone entstandenen Zündkanal wurde nun der [[Halm]] als Zünder gesteckt. An das aus dem Bohrloch herausstehende Ende des Halmes wurde nun das [[Schwefelmännchen]], ein mit Schwefel getränkter Wollfaden, angebracht und mit der Öllampe entzündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geschichtliche Entwicklung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Sprengens in Bergwerken ist gerade für die Anfangszeit schwer urkundlich zu belegen. Da diese Technologie aber in Agricolas „De Re Metallica“ nicht beschrieben ist kann man davon ausgehen, dass ihm diese auch nicht bekannt war und somit in der Zeit vor 1550 nicht im mitteleuropäischen Bergbau zur Anwendung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lag natürlich nahe, sich die explosive Kraft des Pulvers auch im Bergbau zu Nutze zu machen und somit wird es sicherlich auch viele Versuche gegeben haben, die nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Es ist auch anzunehmen, dass man anfänglich die Ladung in Klüften oder im Schram anbrachte bzw. versuchte, in den Schram hineinzuschießen. Erfolgreich wurde diese Technologie aber erst, als man die Ladungen in eigens dafür hergestellten Bohrlöchern zur Explosion brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Staatsarchiv von Venedig wurde im Jahr 1959 ein Bericht des Generalvikars für den Bergbau der Republik Venedig gefunden, die auf erste untertägige Sprengungen hindeuten könnte. In diesem Bericht stand, dass Giovanni Battista Martinengo im Jahr 1573 einen Antrag auf Pacht von Gruben stellte und die Konzession zum Ausbeuten der Bergwerke in Schio bei Vincenza durch den „Rat der Zehn“ bekam, weil er 12% des Ertrages (üblich war der Zehnte) abführen wollte. Weiter heißt es in dem Bericht, dass ''„dieser Mann, nicht so arbeitete, wie man es normalerweise gewohnt war, nämlich zunächst das Gewölbe zu stützen und dann nach und nach vor zutreiben, um das Material herauszuholen. Er tat dies auf ganz ungewöhnliche Weise dadurch, dass er mit Hilfe von Schwarzpulver ein kleines Loch in den Berg machte, um ihn mit Gewalt aufzubrechen und auf diese Weise zu erfahren, was in ihm verborgen war.&amp;quot;''. Ebenso wurde in diesem Bericht erwähnt, dass Martinengo nach einigen Jahren erfolgloser Tätigkeit verschwunden sei. (Heinz Walter WILD, Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau; Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden: Stiftung Bergbaumuseum Schmelzboden-Davos, November 1984, 8. Jahrgang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Einführung des Schießens wird auch immer wieder der Freiberger Oberbergmeister Martin Weigel und das Jahr 1613 genannt. Diese Aussagen beziehen sich jedoch auf einen Freiberger Ausbeutebogen vom Quartal Trinitatis 1715, auf dem folgender Text zu finden ist:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„In der 11. Wo. dieses qvartals ist Samuel Wiedner / Unter-Steiger auf St. Anna und Alt-Väter Fgrb. an der Halßbrücke / nachdem der von ihn angelegte Schuß sich etwas verhalten / und er wieder dazu fahren wollen/vom Schuß ergrieffen und ums Leben kommen. Das Bohren und Schiessen auf den Gestein ist anno 1613. von Martin Weigeln Ober-Bergmeistern allhier erfunden worden / und wurden anfangs Pflöcke dazu gebraucht / und in die Bohr-Löcher getrieben / seit etlich 30. Jahren aber ist solches viel sicherer und leichter mit Letten verrichtet worden. Auch hat man nunmehro hiesiges Ortes gewisse kleine Hand-Bohrer introduciret / durch welche die Häuer dem festen Gestein / mit sonderlichen Vortheil / grossen Abbruch thun können.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anmerkung führte wohl dazu, dass August Beyer in „Das gesegnete Markgrafthum Meissen“ (Dresden, 1732), in dem die Ausbeutezahlen von 1529 bis 1729 aufgeführt werden, neben den Ausbeutezahlen des Jahres 1613 schrieb:&amp;lt;br /&amp;gt;''„In diesen Jahr hat Martin Weigold das Bohren im Gestein mit dem Pflock zu schießen erfunden.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätere Autoren übernahmen diese Aussage, ohne sie in irgendeiner Form urkundlich belegen zu können und verwiesen auf Beyer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen Zeit sind keine Dokumente aus der Zeit um 1613 bekannt, die diese Aussage belegen können. Es stellt sich auch die Frage, warum eine so bedeutende Neuerung erst 14 Jahre später von einem anderen Ort aus ihren Siegeszug antreten sollte und erst 30 Jahre später in Freiberg Einzug hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1617 gibt es aus Lothringen Belege, die auf Sprengungen mittels Schwarzpulver in den Bergwerken von Le Thillot hindeuten könnten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Rechnung für das 4. Quartal 1617 (Comptes trimestriels des mines du Thillot. Année 1617), die im Archive des Départements von Meurthe-et-Moselle. Archiv-Nr.: B 8366 vorhanden ist, wird Schwarzpulver aufgeführt. So wurde im 4. Quartal 1617 die Ausgabe von 9 Francs und 6 Gros für eine nicht näher präzisierte Menge von Pulver aufgeführt, um&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„zu schießen in dem Bergwerk und um den Felsen zu sprengen.“''. (Francis PIERRE: Les mines de cuivre et d’argent de la haute Moselle. Apparition et évolution des techniques de percement à la poudre noire. Le Thillot (Vosges). In: Lotharingia. T. 5. Nancy 1993).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch für folgende Quartale sind Abrechnungen über Schwarzpulver vorhanden. Allerdings deutet der ziemlich geringe Betrag von 9 Francs und 6 Gros auf eine ebenso geringe Menge an verwendeten Schwarzpulver (etwa 4 Pfund) und somit nicht auf eine kontinuierlicher, eher auf einen selektiven oder versuchsweisen Einsatz hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wirklich urkundlich belegt sind die Sprengungen am 08. Februar 1627 im „Ober Piberstolln“ in Schemnitz, die durch den Tiroler Caspar Weindl durchgeführt wurde. So findet sich im Schemnitzer Berggerichtsbuch von 1627 folgender Eintrag:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''&amp;quot;Adi 8. Februari, dits 1627 Jars, hat die Gancz Löblich Gewerkschafft beim hauptperkhwerch Ober Piberstolln, Ihr Kai: Mai: perggericht zur Schembnitz zur Einfart wegen des Casper Weindlesz Sprengwerch solches in Augenschein zu nehmen, ob es dem Gezimerwerch durch dasz schiessen schedlich sein mechte, in beratschlagung zu ziehen begrueszt, Über solchen eingenommenen Augenschein, vnd in Gegenwart der Ambtleut, Sowol des Perggerichts, beschehenen Schusz hat sichs befunden, dasz dieses Sprengwerch wol fürzunehmen sei, vnd nichts schedlichs causirn werde, ob zu Zeitten gleich ein Rauch entstehet, vergeet er doch in ainer Viertl Stundt, vnd ist den hewern ohne schaden, nimbt auch viel böses Wetter mit sich wegkh, Aber offt zu schiessen, würde es nit thuen, denn es würde die anderen Khüren im Arzthauen vnd Geföl, wenn Sie offt sollen stilhalten, verhintern, Aber für Rahtsamb war, die weillen im Danielschlag schöne Anbrüch vorfanden, die aber Zimblich fesst, doch keine heuer die man zuelegen mechte vorhanden sein, daselbst So wol in den Schächten vnnd Stolwenten auf der Soolen liesz sich dasz Sprengwerch gar wol an.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weiter ist dermallen Caspar Sprenger befragt worden, ob er diese Örtter im Danielschlag wollte zu Lehenschafft annemben, Weil das ainczige Ortt im tieffisten, den Vncosten mit dem Sprengen nicht ertragen würde, hierüber meldt solcher, wenn man Ime 40 oder 50 guette Heuer gibt, So traue er Ihme diese Örter gar wol mit der Herren Gewerckhen guetten Nuczen zu Lehenschafft anzunemben. Auf solch sein erpieten wird Ime Caspar darauf geantwort: Weil im Tieffisten viel Örtter aus Mangel Heier feiern müssen vnnd dits Orts allein ein 40 Heier von Nöten, vnd sein doch keine vorfanden, ob man nit Mitl haben könne, Soviel Heier etwo von anderen Darauf meldt Caspar, wann man den Uncossten, der darauf geen würde, nit ansehen, noch Sparen wolt, vnnd Ime ainen Paszbrieff von Ihr Kai: Mai: ausbringen vnd ertailen würde, trauet er Ime gar wol ausz Tyroll ain anzahl guetter Heier, zu Nottdurfft an solche Örtter als in das Tieffeste, Danielschlag, hintern Künsten, Schächten, Stolwant, an der Sol: vnnd andere Örtter zue zu weitten vnd ins werkh zusetzen herein zu bringen. Souil thuet das Kaiserlich Perggericht ain Gancze Löbliche Gewerckhschaft berichten, welche ohne maszgeben auf solcher verern beratschlagungen des Caspar Sprengers Zuesagen : Vnnd erpietten ins Werckh zuseczen wissen werden,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Datum Schembnicz den 16 Februari A. 1627.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Putscher Pergkmaister'',&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Caspar Pistorius,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Chri: Spilberger, Pergkgerichtsschreiber.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wurde kann man davon ausgehen, dass es sich hier um Sprengungen handelt, bei denen Bohrlöcher angefertigt wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Caspar Weindl, der den Beinahmen „Sprenger“ erhielt, war vor der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz, auf den in Tirol liegenden Bergwerken des Grafen Montecuccoli tätig, des Oberstkammergrafen von Schemnitz (Quelle: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass er bereits im Vorfeld der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz schon Versuche mit dieser Technologie in Schemnitz selber und in Tiroler Bergwerken unternahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue, nun erfolgreich angewandte Technologie, verbreitete sich schnell. So kam sie wohl schon im gleichen Jahr in den Kupfergruben im böhmischen Graslitz zum Einsatz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Erst im Jahre 1627 wurde aus Ungarn die Schießarbeit auf den Graslitzer Kupferwerken eingeführt, nach den vorhandenen abgeschossenen Bohrlöchern zu schließen - die zweimännische; doch hatte diese Verbesserung von keinem tiefgreifenden Einflüsse auf den dortigen Bergwerksbetrieb mehr sein können, da noch In demselben Jahre das Religlonsedict einen sehr  großen Teil der Einwohner von Graslitz, weil sie Protestanten waren, zur Auswanderung nöthigte.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Konstantin von NOWICKI „Die Wiedergewältigung des alten Kupferbergbaues von Graslitz in Böhmen“, Prag 1862)&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1628 gibt es im Stiftsarchiv St. Lambrecht einen Brief, der die Entsendung des Sprengkundigen Ruep Meytesperger in die Eisenstein- und Hittracherzgruben des Stiftes St. Lambrecht in der Steiermark beschreibt. Meytesperger soll den dortigen Arbeitern das Sprengen zeigen und diese darin unterrichten. Der Brief vom 29. Oktober 1628 von Georg Fischer aus Friesach an P. Andreas von St. Lambrecht hat folgenden Inhalt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ehrwürdig Edler und Wohlgelehrter Herr etc. Euer Ehrwürden seindt mein gantz gevlißne Dienst iederzeit bevohr.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Auf abgeredt und verlaßner massen vor dreyer tagen übersende Euren Ehrwürden etc. ich hiemit zeigern Ruep Meytespergern sambt andern zween guetter Pergkarbeiter zu belegung des Pleyglantzes und Hütrauch Erzt, denen zweyen wollen sie wöchentlich per 1 il iedem Cost oder gelt sambt Liechter und Eißen, wie der Meytesperger derselben anzaigen wirdt, ervolgen lassen, welche er Meydtesperger an die arbeit selbst anordnen und sobalt ich wider zu Hauß komb, sol ihnen nach dem Centner oder Kübl verdingt werden, damit Ihr Ehrwürden von ihnen nicht alle wochen uberlauffen werden, mögen sie ihnen (doch ohne maßgebung) auf etliche wochen die Cost ervolgen lassen, dann ihnen wol zu trauen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Dem Meytesperger aber hab ich selbst Zehrung ertheilt, würdt ungevor ein Tag 8 oder mehr drüben verbleiben und dennen arbeitern bei dem Eißenstein- sowohl bei dem Hüttrauch Erzt das Sprenngen zeigen und underrichten (deme sie uf sein begehren Pulffer preperieren und die schüß zu 8, 10 oder 12 Lot machen, wie er begern würdt, sowohl nach seinen angeben 2 oder dreierlei Porer den Schmidt verfertigen lassen, und würdt hiemit gedachter Meitesperger an seinen Vleiß nichts ermindern lossen. Wollen Ihr Ehrwürden denen arbeitern, so das Sprenngen von Ihme sehen und lehrnen, anzaigen, daß sie ihme treulich volgen und behuetsambt darmit umbgehen. Weil auch in den grueben bei dem Eißenstein auch zu sprenngen guete gelegenheit, soll Er sie auch daselbsten anweißen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Es haben Ihr Gnaden vor Irem abreißen dem Hanßen im Pach in meinem beisein schlecht hackhenpulffer zu machen bevohlen, das wollen Sie darzue preperieren und das Scheiben Pulffer, weil es noch so teuer, sparen, würdt dennoch störkher als das guete worden.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''Dem Meydesperger hab ich auch under andern bevohlen, in die grueben hinder dem Closster, davon ich einen schwardtzen schüffer mit herüber gefürt, zu fahren und denn augenschein einzunehmen, weil der stein Vitriolismum, würdt darinnen ein gantzer Vitriol viß zu finden sein, der zu Colnierung deß Eißens tauglich sein würdt, noch biß dato hab ichs, weil ich kein Floßeißen noch nicht empfanngen, kein prob machen khönnen, darumben auch Ir Hochwürden und Gnaden ich noch nichts zuschreiben kann, soll aber zu meiner widerkunft förderlichen beschehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Letzlichen sover Ir Ehrwürden das im Closter ligende Pleyerzt noch nicht nach dem Hof (= Mariahof) gesannt, das sie es morgen oder Erdag wollen dahin verschaffen, dann ich solches künfftigen Mitwoch gewiß abhoiien zu lassen bedacht. Auf dißmahl anders nichts Neus, dann Euer Ehrwürden ich mich zu dero Ehrwürden iederzeit befehlen thue.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Friesach den 29. Octobris Anno 1628.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Euer Ehrwürden dienstgevlißner''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Fischer''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''m. p.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Walter BRUNNER: Anfänge der bergmännischen Sprengtechnik in der Steiermark; in: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft von Ruep Meytesperger ist leider nichts bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass er vorher im näheren Umfeld von Caspar Weindl tätig war, da er so seine Kenntnisse als „Sprengkundiger“ sammeln konnte. Wichtig ist aber, dass in dem Brief sowohl die Verwendung von Bohrern als auch die Tiefe der Bohrlöcher erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich durch die Abwanderung von protestantischen Bergleuten aus Graslitz, wurde diese Technologie in den Harz gebracht, wo im Jahr 1632 in Clausthal die erste Sprengung erfolgt sein soll. Entsprechende Abrechnungen für Pulver sind aber erst ab dem Jahr 1634 belegt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Bohren und Schießen ist zuerst Anno 1632 auf den Clausthalschen Bergwerken aufgekommen, anfangs aber gar sparsam gebraucht worden, wie daher abzunehmen, daß man vor dem 1634sten Jahre kein Pulver in den wöchentlichen Anschnitten (Bergrechnungen) berechnet findet, wie nachhero.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Clausthal aus verbreitete sich diese Technologie weiter und wurde durch Caspar Morgenstern nach Freiberg in Sachsen gebracht, wo sie im Jahr 1643 nachweislich angewendet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Die Sprengarbeit in den Gruben ward, wie geschichtskundig, erst im Jahre 1627 aus Ungarn nach Teutschland versetzt, nach Gräßlit'z in Böhmen, kam von da auf den Harz und von diesem im Jahre 1643 durch Caspar Morgenstern nach Sachsen. Dieser Bergmann gab auf den Freyberger Gruben das Bohren mit eisernen Bohrern und Schießen zuerst an und beschäftigte sich anfangs blos neben der Schicht damit, indem man im Jahre 1644 z. B. auf der Grube Hohe Birke obere 9te bis l0te Maas im Quartal Reminiscere l n. 3 Gr. für 32 Zoll zu bohren nach seiner Schicht, sowie 6 Gr. für 2 Schichten die Löcher anzustecken (anzubrennen und wegzuschiessen) verschrieb. Im Jahre 1644 bis Ende 1652 gab sich Caspar Morgenstern sodann blos mit Bohren und Scbiessen auf genannter Grube ab, welchem Michael Eämler und Hans Werlich, nachdem Morgenstern ins Gnadengeld gesetzt worden, bis zum Jahre 1658. nachfolgten; von dieser Zeit an mußte jeder Häuer sein Loch bohren und anstecken und erhielt für jeden Schuß drei Groschen Schießgeld.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Christian Wilhelm Fridrich SCHMID, Kurze Geschichte der Erfindung der Meisnischen Bergwerke und der Entwicklung ihrer Technik, Freiberg (ungedruckt) aus dem Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Harzer und Sächsische Bergleute verbreitet sich das Schießen bis Mitte des 18. Jahrhunderts weiter über ganz Europa.&lt;br /&gt;
Diese Technologie selber setzte sich aber nur sehr langsam, anfänglich als Unterstützung und später in Kombination mit der Schlägel- und Eisenarbeit durch. Ursachen für den schleppenden Einzug des Bohrens und Schießens waren neben politischen Gründen (30jähriger Krieg, Vertreibung und Pest, während dieser Zeit der Bergbau weitestgehende zum Erliegen kam) und der noch unausgereiften Technologie (unpraktische Bohrköpfe der Kronen- bzw. Kolbenbohrer), auch der hohe Personalbedarf (zwei- und dreimännisches Bohren) bei der Herstellung der großen Bohrlöcher sowie der nicht unerhebliche und teure Pulververbrauch. So wurde es lange Zeit, auch in großen Bergbaurevieren, nur auf einzelnen Gruben praktiziert und findet in der Literatur dieser Zeit kaum Erwähnung.&lt;br /&gt;
So schreibt BAADER zur Freiberger Grube „Hohe Birke“ folgendes:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Man trift hier noch auf alte Oerter, wo bey einer Höhe von ¾ Lachtern und des Ganges Mächtigkeit von 3 Zoll, 3 und 4 zweymännische drittehalb Zollstarke Bohrlöcher anstehen, und es lässt sich also leicht begreifen, wie gering der Nutzen gewesen seyn muß, den unter diesen Umständen die Sprengarbeit gewährte''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die wichtigsten Verbesserungen waren unstreitig die Einführung einmännischer Böhrer und das Lettenschiessen. Wärend letzteres vom Harze hierher kam, haben die Harzer (nach Calvör) den einmännischen Bohrer von den Sachsen angenommen. Das Schiessen mit Zündern kam von Ungarn hierher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Der Einbruch vor Ort wurde zwar lange schon durch Schießen gemacht, aber den Ausschram auf Gängen glaubte man nur mit der Schlägel –und Eisenarbeit machen zu müssen.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: D. BAADER der Jüngere: Beytrag zur Geschichte der Sprengarbeit in Sachsen, im Bergmännisches Journal 1790 von Alexander Wilhelm KÖHLER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Reduzierung des Bohrlochdurchmessers konnte ab Ende des 17. Jahrhunderts auch einmännische Bohrlöcher hergestellt und somit auch der Pulver- und Personalbedarf reduziert werden. Im 18. Jahrhundert wurden statt der Kronen- bzw. Kolbenbohrer verbesserte Handbohrer mit Meißelköpfen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist ein Auszug aus der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669. Dort wird beschrieben, auf was die Steiger bei der Arbeit mit Pulver zu achten haben. Dabei wird auch erwähnt, dass die Häuer scheinbar schon länger vermehrt Bohren und Schießen und deswegen den Umgang mit Schlägel und Eisen nicht mehr so recht beherrschen. Dies kann man als Hinweis darauf deuten, dass das Schießen sich im Geltungsbereich dieser Bergordnung intensiv betrieben wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Vom Unterschied der Arbeit, mit Pulver''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weil die Stroßen in den Gruben unterschiedlich, soll jeder Grubensteiger seine Stroßen zum öftern bebauen, und deren Gelegenheit wohl betrachten, daß wo er einigen Vortheil haben vermeinet, da daselbst mit Schlägel und Eisen, oder mit Keilhauen, Keil, Stück und Eisen abzubrechen, soll er auf solchen Stroßen nicht straks bohren, und das Pulver unnöthiger Weise verschießen laßen, wie dann die Häuer seit dem das Schießen aufgekommen, sich der rechten Bergmanns-Arbeit, Schlägel und Eisen zu gebrauchen, und wie daßelbe anzubringen, entwöhnet, und nur auf das Bohren sich begeben, daß auch wohl vielmahl unnöthiger Weise geschossen, und an den Oertern eine Wand gesprengt wird, der wohl mit Gezäu Abbruch geschehen können.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669 findet man eine Passage, die das '''Schießen aus dem Ganzen''', also aus dem unveritzten Gebirge sowie die Verwendung von Patronen beschreibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, …“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''Schießen aus dem Ganzen'' hat sich wahrscheinlich in den Revieren, in denen das Schießen ab Mitte des 17. Jahrhunderts intensiver betrieben wurde, parallel entwickelt. Es ist auch zu vermuten, dass diese neue Art mit einem Technologiewechsel beim Bohren (einmännische Bohrlöcher, Einsatz von [[Bohrer|Meißelbohrern]]) einhergegangen sein könnte.&lt;br /&gt;
Beim ''Schießen aus dem Ganzen'' wurde statt des Anlegens eines [[Schram]]s zuerst ein Bohrloch mittig im Bereich der [[Sohle]] aus dem unveritzten Gebirge geschossen und anschließend die Masse abgefördert. Über dem so entstandenen [[Einbruch]] wurde ein weiteres Bohrloch erstellt, besetzt und in den Hohlraum geschossen. Dieser Vorgang wiederholte sich, bis man die [[Firste]] erreicht hatte. Teilweise wurden auch mehrere Sprengladungen gleichzeitig oder verzögert zur Explosion gebracht. Die [[Stoß|Stöße]] wurden anfänglich noch mit [[Schlägel- und Eisenarbeit]] hereingewonnen, später erfolgte der Vortrieb von [[Stollen|Stolln]] und [[Strecke]]n durch Sprengung auf dem ganzen Querschnitt und löste die Schlägel- und Eisenarbeit weitestgehend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich ab dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts wurde diese Technologie auch in Sachsen angewendet und in der ''Stollnordnung'' des Kurfürst Friedrich August II. aus dem Jahr 1749 als das ''&amp;quot;nutzbarliche Schießen aus dem Ganzen&amp;quot;'' vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Es soll auch, zu Erspahrung derer vielen Gedinge, und darzu erforderlichen grossen Auffwands, die kostbare Gewinnung des vesten Gesteines mit Schlägel und Eisen, so viel sich nach Beschaffenheit ieden Orts, ratione derer Wetter, thun lassen will, und äuserst möglich ist, abgeworffen und das nutzbarliche Schiessen aus dem gantzen eingeführet werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wannenhero die Bergmeistere und Geschworne, solches sofort zu veranstalten, die Stolln- Schichtmeistere und Steigere aber fleißige und pflichtmäßige Aufsicht zu führen haben, damit sothanes Schiessen, statt des viele Zeit und Kosten wegnehmenden Schrämens, bey obigen und denenjenigen Stoll-Oertern, wo keine Ertze brechen, auch wo die Gewercken-Steigere selbst mit arbeiten, bewerckstelliget- und die Löcher zum Schiessen, wo es thunlich, mit einmännischen Bohrern gemachet werden mögen. Dahingegen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vor solchen Oertern, wo das Schiessen nicht applicabel, und wegen des vesten Gesteines, der Einbruch auf das Tagwerk stärcker nicht, als zwey oder höchstens drey Zoll gemachet werden kann, zu ebenmäßiger Beförder- und Erleichterung der Arbeit, mehr als einmahl einzubrechen- und auf ieden solchen Einbruch, nicht allemahl gleicher Stoß zu halten ist.“''&lt;br /&gt;
(König August III. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(15)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2684</id>
		<title>Bohren und Schießen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2684"/>
				<updated>2012-09-21T07:44:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Bohren und Schießen''' war eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der durch das manuelle anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver eine deutliche Erhöhung der Vortriebs- und Abbauleistung gegenüber der [[Schlägel- und Eisenarbeit]] erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische [[Gezähe]] des Bohrens und Schießens war der [[Bohrer]], der [[Schlägel|Fäustel]], der [[Krätzer]], der [[Lettenstampfer]] und die [[Räumnadel]]. Beim Schießen mittels [[Schießpflock]] wurden zusätzlich noch [[Schießpflock|Schießpflöcke]] und [[Schießspreize]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Technologie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist gab der Steiger die Stelle vor, wo das Bohrloch angelegt werden sollte. Anschließend wurde in das Gestein eine kleine Vertiefung geschlagen und darin der Anfangsbohrer angesetzt. Mit den im [[Bohrpost]] vorhandenen Bohrern konnte nun das Bohrloch hergestellt werden. Dabei wurde der Bohrer wurde dabei nach jedem zweiten Schlag mit dem Fäustel leicht gedreht (umgesetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bohrgrus (Bohrmehl) wurde mit Wasser feucht gehalten, das in einem kleinen Holzgefäß ([[Bohrtrog]]) aufbewahrt wurde. Das letzte Stück wurde meist ohne Wasser gebohrt, damit man das Bohrloch im Anschluss besser trocken bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Krätzer]] wurde das Bohrgrus herausgeholt. Eine über das Bohrloch gelegte Lederscheibe mit einem Loch in der Mitte ([[Bohrdeckel]]) verhinderte das Herausspritzen des breiigen Bohrkleins. Am Schluss wurde durch den Ring am oberen Ende der Krätzers ein [[Bohrlappen]] gesteckt und mit ihm das Bohrloch trocken gewischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde die pulvergefüllte [[Patrone]] mit der Räumnadel aufgespießt und in das Bohrloch geschoben. Nach Einbringen eines Pfropfens aus Papier, Holz oder anderen Material (vormals wurden [[Schießpflock|Schießpflöcke]] verwendet) über der Patrone, wurde das Bohrloch mit [[Besatz]] oder [[Wolger]]n gefüllt und unter Zuhilfenahme des [[Schlägel|Fäustels]] sowie des [[Lettenstampfer]]s, dessen Hohlkehle an der Nadel liegt, mit Anfangs leichten und später kräftigen Schlägen der Besatz verdichtet. Letztendlich wurde das Bohrloch noch mit [[Letten]] verschmiert und die Räumnadel vorsichtig aus dem Bohrloch herausgetrieben, in dem eine [[Bohrer|Bohrstange]] durch den Ring der Bohrnadel gesteckt und leicht darauf geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
In den so bis zur Patrone entstandenen Zündkanal wurde nun der [[Halm]] als Zünder gesteckt. An das aus dem Bohrloch herausstehende Ende des Halmes wurde nun das [[Schwefelmännchen]], ein mit Schwefel getränkter Wollfaden, angebracht und mit der Öllampe entzündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geschichtliche Entwicklung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Sprengens in Bergwerken ist gerade für die Anfangszeit schwer urkundlich zu belegen. Da diese Technologie aber in Agricolas „De Re Metallica“ nicht beschrieben ist kann man davon ausgehen, dass ihm diese auch nicht bekannt war und somit in der Zeit vor 1550 nicht im mitteleuropäischen Bergbau zur Anwendung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lag natürlich nahe, sich die explosive Kraft des Pulvers auch im Bergbau zu Nutze zu machen und somit wird es sicherlich auch viele Versuche gegeben haben, die nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Es ist auch anzunehmen, dass man anfänglich die Ladung in Klüften oder im Schram anbrachte bzw. versuchte, in den Schram hineinzuschießen. Erfolgreich wurde diese Technologie aber erst, als man die Ladungen in eigens dafür hergestellten Bohrlöchern zur Explosion brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Staatsarchiv von Venedig wurde im Jahr 1959 ein Bericht des Generalvikars für den Bergbau der Republik Venedig gefunden, die auf erste untertägige Sprengungen hindeuten könnte. In diesem Bericht stand, dass Giovanni Battista Martinengo im Jahr 1573 einen Antrag auf Pacht von Gruben stellte und die Konzession zum Ausbeuten der Bergwerke in Schio bei Vincenza durch den „Rat der Zehn“ bekam, weil er 12% des Ertrages (üblich war der Zehnte) abführen wollte. Weiter heißt es in dem Bericht, dass ''„dieser Mann, nicht so arbeitete, wie man es normalerweise gewohnt war, nämlich zunächst das Gewölbe zu stützen und dann nach und nach vor zutreiben, um das Material herauszuholen. Er tat dies auf ganz ungewöhnliche Weise dadurch, dass er mit Hilfe von Schwarzpulver ein kleines Loch in den Berg machte, um ihn mit Gewalt aufzubrechen und auf diese Weise zu erfahren, was in ihm verborgen war.&amp;quot;''. Ebenso wurde in diesem Bericht erwähnt, dass Martinengo nach einigen Jahren erfolgloser Tätigkeit verschwunden sei. (Heinz Walter WILD, Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau; Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden: Stiftung Bergbaumuseum Schmelzboden-Davos, November 1984, 8. Jahrgang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Einführung des Schießens wird auch immer wieder der Freiberger Oberbergmeister Martin Weigel und das Jahr 1613 genannt. Diese Aussagen beziehen sich jedoch auf einen Freiberger Ausbeutebogen vom Quartal Trinitatis 1715, auf dem folgender Text zu finden ist:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„In der 11. Wo. dieses qvartals ist Samuel Wiedner / Unter-Steiger auf St. Anna und Alt-Väter Fgrb. an der Halßbrücke / nachdem der von ihn angelegte Schuß sich etwas verhalten / und er wieder dazu fahren wollen/vom Schuß ergrieffen und ums Leben kommen. Das Bohren und Schiessen auf den Gestein ist anno 1613. von Martin Weigeln Ober-Bergmeistern allhier erfunden worden / und wurden anfangs Pflöcke dazu gebraucht / und in die Bohr-Löcher getrieben / seit etlich 30. Jahren aber ist solches viel sicherer und leichter mit Letten verrichtet worden. Auch hat man nunmehro hiesiges Ortes gewisse kleine Hand-Bohrer introduciret / durch welche die Häuer dem festen Gestein / mit sonderlichen Vortheil / grossen Abbruch thun können.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anmerkung führte wohl dazu, dass August Beyer in „Das gesegnete Markgrafthum Meissen“ (Dresden, 1732), in dem die Ausbeutezahlen von 1529 bis 1729 aufgeführt werden, neben den Ausbeutezahlen des Jahres 1613 schrieb:&amp;lt;br /&amp;gt;''„In diesen Jahr hat Martin Weigold das Bohren im Gestein mit dem Pflock zu schießen erfunden.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätere Autoren übernahmen diese Aussage, ohne sie in irgendeiner Form urkundlich belegen zu können und verwiesen auf Beyer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen Zeit sind keine Dokumente aus der Zeit um 1613 bekannt, die diese Aussage belegen können. Es stellt sich auch die Frage, warum eine so bedeutende Neuerung erst 14 Jahre später von einem anderen Ort aus ihren Siegeszug antreten sollte und erst 30 Jahre später in Freiberg Einzug hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1617 gibt es aus Lothringen Belege, die auf Sprengungen mittels Schwarzpulver in den Bergwerken von Le Thillot hindeuten könnten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Rechnung für das 4. Quartal 1617 (Comptes trimestriels des mines du Thillot. Année 1617), die im Archive des Départements von Meurthe-et-Moselle. Archiv-Nr.: B 8366 vorhanden ist, wird Schwarzpulver aufgeführt. So wurde im 4. Quartal 1617 die Ausgabe von 9 Francs und 6 Gros für eine nicht näher präzisierte Menge von Pulver aufgeführt, um&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„zu schießen in dem Bergwerk und um den Felsen zu sprengen.“''. (Francis PIERRE: Les mines de cuivre et d’argent de la haute Moselle. Apparition et évolution des techniques de percement à la poudre noire. Le Thillot (Vosges). In: Lotharingia. T. 5. Nancy 1993).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch für folgende Quartale sind Abrechnungen über Schwarzpulver vorhanden. Allerdings deutet der ziemlich geringe Betrag von 9 Francs und 6 Gros auf eine ebenso geringe Menge an verwendeten Schwarzpulver (etwa 4 Pfund) und somit nicht auf eine kontinuierlicher, eher auf einen selektiven oder versuchsweisen Einsatz hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wirklich urkundlich belegt sind die Sprengungen am 08. Februar 1627 im „Ober Piberstolln“ in Schemnitz, die durch den Tiroler Caspar Weindl durchgeführt wurde. So findet sich im Schemnitzer Berggerichtsbuch von 1627 folgender Eintrag:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''&amp;quot;Adi 8. Februari, dits 1627 Jars, hat die Gancz Löblich Gewerkschafft beim hauptperkhwerch Ober Piberstolln, Ihr Kai: Mai: perggericht zur Schembnitz zur Einfart wegen des Casper Weindlesz Sprengwerch solches in Augenschein zu nehmen, ob es dem Gezimerwerch durch dasz schiessen schedlich sein mechte, in beratschlagung zu ziehen begrueszt, Über solchen eingenommenen Augenschein, vnd in Gegenwart der Ambtleut, Sowol des Perggerichts, beschehenen Schusz hat sichs befunden, dasz dieses Sprengwerch wol fürzunehmen sei, vnd nichts schedlichs causirn werde, ob zu Zeitten gleich ein Rauch entstehet, vergeet er doch in ainer Viertl Stundt, vnd ist den hewern ohne schaden, nimbt auch viel böses Wetter mit sich wegkh, Aber offt zu schiessen, würde es nit thuen, denn es würde die anderen Khüren im Arzthauen vnd Geföl, wenn Sie offt sollen stilhalten, verhintern, Aber für Rahtsamb war, die weillen im Danielschlag schöne Anbrüch vorfanden, die aber Zimblich fesst, doch keine heuer die man zuelegen mechte vorhanden sein, daselbst So wol in den Schächten vnnd Stolwenten auf der Soolen liesz sich dasz Sprengwerch gar wol an.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weiter ist dermallen Caspar Sprenger befragt worden, ob er diese Örtter im Danielschlag wollte zu Lehenschafft annemben, Weil das ainczige Ortt im tieffisten, den Vncosten mit dem Sprengen nicht ertragen würde, hierüber meldt solcher, wenn man Ime 40 oder 50 guette Heuer gibt, So traue er Ihme diese Örter gar wol mit der Herren Gewerckhen guetten Nuczen zu Lehenschafft anzunemben. Auf solch sein erpieten wird Ime Caspar darauf geantwort: Weil im Tieffisten viel Örtter aus Mangel Heier feiern müssen vnnd dits Orts allein ein 40 Heier von Nöten, vnd sein doch keine vorfanden, ob man nit Mitl haben könne, Soviel Heier etwo von anderen Darauf meldt Caspar, wann man den Uncossten, der darauf geen würde, nit ansehen, noch Sparen wolt, vnnd Ime ainen Paszbrieff von Ihr Kai: Mai: ausbringen vnd ertailen würde, trauet er Ime gar wol ausz Tyroll ain anzahl guetter Heier, zu Nottdurfft an solche Örtter als in das Tieffeste, Danielschlag, hintern Künsten, Schächten, Stolwant, an der Sol: vnnd andere Örtter zue zu weitten vnd ins werkh zusetzen herein zu bringen. Souil thuet das Kaiserlich Perggericht ain Gancze Löbliche Gewerckhschaft berichten, welche ohne maszgeben auf solcher verern beratschlagungen des Caspar Sprengers Zuesagen : Vnnd erpietten ins Werckh zuseczen wissen werden,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Datum Schembnicz den 16 Februari A. 1627.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Putscher Pergkmaister'',&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Caspar Pistorius,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Chri: Spilberger, Pergkgerichtsschreiber.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wurde kann man davon ausgehen, dass es sich hier um Sprengungen handelt, bei denen Bohrlöcher angefertigt wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Caspar Weindl, der den Beinahmen „Sprenger“ erhielt, war vor der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz, auf den in Tirol liegenden Bergwerken des Grafen Montecuccoli tätig, des Oberstkammergrafen von Schemnitz (Quelle: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass er bereits im Vorfeld der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz schon Versuche mit dieser Technologie in Schemnitz selber und in Tiroler Bergwerken unternahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue, nun erfolgreich angewandte Technologie, verbreitete sich schnell. So kam sie wohl schon im gleichen Jahr in den Kupfergruben im böhmischen Graslitz zum Einsatz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Erst im Jahre 1627 wurde aus Ungarn die Schießarbeit auf den Graslitzer Kupferwerken eingeführt, nach den vorhandenen abgeschossenen Bohrlöchern zu schließen - die zweimännische; doch hatte diese Verbesserung von keinem tiefgreifenden Einflüsse auf den dortigen Bergwerksbetrieb mehr sein können, da noch In demselben Jahre das Religlonsedict einen sehr  großen Teil der Einwohner von Graslitz, weil sie Protestanten waren, zur Auswanderung nöthigte.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Konstantin von NOWICKI „Die Wiedergewältigung des alten Kupferbergbaues von Graslitz in Böhmen“, Prag 1862)&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1628 gibt es im Stiftsarchiv St. Lambrecht einen Brief, der die Entsendung des Sprengkundigen Ruep Meytesperger in die Eisenstein- und Hittracherzgruben des Stiftes St. Lambrecht in der Steiermark beschreibt. Meytesperger soll den dortigen Arbeitern das Sprengen zeigen und diese darin unterrichten. Der Brief vom 29. Oktober 1628 von Georg Fischer aus Friesach an P. Andreas von St. Lambrecht hat folgenden Inhalt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ehrwürdig Edler und Wohlgelehrter Herr etc. Euer Ehrwürden seindt mein gantz gevlißne Dienst iederzeit bevohr.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Auf abgeredt und verlaßner massen vor dreyer tagen übersende Euren Ehrwürden etc. ich hiemit zeigern Ruep Meytespergern sambt andern zween guetter Pergkarbeiter zu belegung des Pleyglantzes und Hütrauch Erzt, denen zweyen wollen sie wöchentlich per 1 il iedem Cost oder gelt sambt Liechter und Eißen, wie der Meytesperger derselben anzaigen wirdt, ervolgen lassen, welche er Meydtesperger an die arbeit selbst anordnen und sobalt ich wider zu Hauß komb, sol ihnen nach dem Centner oder Kübl verdingt werden, damit Ihr Ehrwürden von ihnen nicht alle wochen uberlauffen werden, mögen sie ihnen (doch ohne maßgebung) auf etliche wochen die Cost ervolgen lassen, dann ihnen wol zu trauen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Dem Meytesperger aber hab ich selbst Zehrung ertheilt, würdt ungevor ein Tag 8 oder mehr drüben verbleiben und dennen arbeitern bei dem Eißenstein- sowohl bei dem Hüttrauch Erzt das Sprenngen zeigen und underrichten (deme sie uf sein begehren Pulffer preperieren und die schüß zu 8, 10 oder 12 Lot machen, wie er begern würdt, sowohl nach seinen angeben 2 oder dreierlei Porer den Schmidt verfertigen lassen, und würdt hiemit gedachter Meitesperger an seinen Vleiß nichts ermindern lossen. Wollen Ihr Ehrwürden denen arbeitern, so das Sprenngen von Ihme sehen und lehrnen, anzaigen, daß sie ihme treulich volgen und behuetsambt darmit umbgehen. Weil auch in den grueben bei dem Eißenstein auch zu sprenngen guete gelegenheit, soll Er sie auch daselbsten anweißen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Es haben Ihr Gnaden vor Irem abreißen dem Hanßen im Pach in meinem beisein schlecht hackhenpulffer zu machen bevohlen, das wollen Sie darzue preperieren und das Scheiben Pulffer, weil es noch so teuer, sparen, würdt dennoch störkher als das guete worden.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''Dem Meydesperger hab ich auch under andern bevohlen, in die grueben hinder dem Closster, davon ich einen schwardtzen schüffer mit herüber gefürt, zu fahren und denn augenschein einzunehmen, weil der stein Vitriolismum, würdt darinnen ein gantzer Vitriol viß zu finden sein, der zu Colnierung deß Eißens tauglich sein würdt, noch biß dato hab ichs, weil ich kein Floßeißen noch nicht empfanngen, kein prob machen khönnen, darumben auch Ir Hochwürden und Gnaden ich noch nichts zuschreiben kann, soll aber zu meiner widerkunft förderlichen beschehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Letzlichen sover Ir Ehrwürden das im Closter ligende Pleyerzt noch nicht nach dem Hof (= Mariahof) gesannt, das sie es morgen oder Erdag wollen dahin verschaffen, dann ich solches künfftigen Mitwoch gewiß abhoiien zu lassen bedacht. Auf dißmahl anders nichts Neus, dann Euer Ehrwürden ich mich zu dero Ehrwürden iederzeit befehlen thue.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Friesach den 29. Octobris Anno 1628.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Euer Ehrwürden dienstgevlißner''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Fischer''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''m. p.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Walter BRUNNER: Anfänge der bergmännischen Sprengtechnik in der Steiermark; in: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft von Ruep Meytesperger ist leider nichts bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass er vorher im näheren Umfeld von Caspar Weindl tätig war, da er so seine Kenntnisse als „Sprengkundiger“ sammeln konnte. Wichtig ist aber, dass in dem Brief sowohl die Verwendung von Bohrern als auch die Tiefe der Bohrlöcher erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich durch die Abwanderung von protestantischen Bergleuten aus Graslitz, wurde diese Technologie in den Harz gebracht, wo im Jahr 1632 in Clausthal die erste Sprengung erfolgt sein soll. Entsprechende Abrechnungen für Pulver sind aber erst ab dem Jahr 1634 belegt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Bohren und Schießen ist zuerst Anno 1632 auf den Clausthalschen Bergwerken aufgekommen, anfangs aber gar sparsam gebraucht worden, wie daher abzunehmen, daß man vor dem 1634sten Jahre kein Pulver in den wöchentlichen Anschnitten (Bergrechnungen) berechnet findet, wie nachhero.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Clausthal aus verbreitete sich diese Technologie weiter und wurde durch Caspar Morgenstern nach Freiberg in Sachsen gebracht, wo sie im Jahr 1643 nachweislich angewendet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Die Sprengarbeit in den Gruben ward, wie geschichtskundig, erst im Jahre 1627 aus Ungarn nach Teutschland versetzt, nach Gräßlit'z in Böhmen, kam von da auf den Harz und von diesem im Jahre 1643 durch Caspar Morgenstern nach Sachsen. Dieser Bergmann gab auf den Freyberger Gruben das Bohren mit eisernen Bohrern und Schießen zuerst an und beschäftigte sich anfangs blos neben der Schicht damit, indem man im Jahre 1644 z. B. auf der Grube Hohe Birke obere 9te bis l0te Maas im Quartal Reminiscere l n. 3 Gr. für 32 Zoll zu bohren nach seiner Schicht, sowie 6 Gr. für 2 Schichten die Löcher anzustecken (anzubrennen und wegzuschiessen) verschrieb. Im Jahre 1644 bis Ende 1652 gab sich Caspar Morgenstern sodann blos mit Bohren und Scbiessen auf genannter Grube ab, welchem Michael Eämler und Hans Werlich, nachdem Morgenstern ins Gnadengeld gesetzt worden, bis zum Jahre 1658. nachfolgten; von dieser Zeit an mußte jeder Häuer sein Loch bohren und anstecken und erhielt für jeden Schuß drei Groschen Schießgeld.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Christian Wilhelm Fridrich SCHMID, Kurze Geschichte der Erfindung der Meisnischen Bergwerke und der Entwicklung ihrer Technik, Freiberg (ungedruckt) aus dem Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Harzer und Sächsische Bergleute verbreitet sich das Schießen bis Mitte des 18. Jahrhunderts weiter über ganz Europa.&lt;br /&gt;
Diese Technologie selber setzte sich aber nur sehr langsam, anfänglich als Unterstützung und später in Kombination mit der Schlägel- und Eisenarbeit durch. Ursachen für den schleppenden Einzug des Bohrens und Schießens waren neben politischen Gründen (30jähriger Krieg, Vertreibung und Pest, während dieser Zeit der Bergbau weitestgehende zum Erliegen kam) und der noch unausgereiften Technologie (unpraktische Bohrköpfe der Kronen- bzw. Kolbenbohrer), auch der hohe Personalbedarf (zwei- und dreimännisches Bohren) bei der Herstellung der großen Bohrlöcher sowie der nicht unerhebliche und teure Pulververbrauch. So wurde es lange Zeit, auch in großen Bergbaurevieren, nur auf einzelnen Gruben praktiziert und findet in der Literatur dieser Zeit kaum Erwähnung.&lt;br /&gt;
So schreibt BAADER zur Freiberger Grube „Hohe Birke“ folgendes:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Man trift hier noch auf alte Oerter, wo bey einer Höhe von ¾ Lachtern und des Ganges Mächtigkeit von 3 Zoll, 3 und 4 zweymännische drittehalb Zollstarke Bohrlöcher anstehen, und es lässt sich also leicht begreifen, wie gering der Nutzen gewesen seyn muß, den unter diesen Umständen die Sprengarbeit gewährte''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die wichtigsten Verbesserungen waren unstreitig die Einführung einmännischer Böhrer und das Lettenschiessen. Wärend letzteres vom Harze hierher kam, haben die Harzer (nach Calvör) den einmännischen Bohrer von den Sachsen angenommen. Das Schiessen mit Zündern kam von Ungarn hierher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Der Einbruch vor Ort wurde zwar lange schon durch Schießen gemacht, aber den Ausschram auf Gängen glaubte man nur mit der Schlägel –und Eisenarbeit machen zu müssen.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: D. BAADER der Jüngere: Beytrag zur Geschichte der Sprengarbeit in Sachsen, im Bergmännisches Journal 1790 von Alexander Wilhelm KÖHLER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Reduzierung des Bohrlochdurchmessers konnte ab Ende des 17. Jahrhunderts auch einmännische Bohrlöcher hergestellt und somit auch der Pulver- und Personalbedarf reduziert werden. Im 18. Jahrhundert wurden statt der Kronen- bzw. Kolbenbohrer verbesserte Handbohrer mit Meißelköpfen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist ein Auszug aus der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669. Dort wird beschrieben, auf was die Steiger bei der Arbeit mit Pulver zu achten haben. Dabei wird auch erwähnt, dass die Häuer scheinbar schon länger vermehrt Bohren und Schießen und deswegen den Umgang mit Schlägel und Eisen nicht mehr so recht beherrschen. Dies kann man als Hinweis darauf deuten, dass das Schießen sich im Geltungsbereich dieser Bergordnung intensiv betrieben wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Vom Unterschied der Arbeit, mit Pulver''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weil die Stroßen in den Gruben unterschiedlich, soll jeder Grubensteiger seine Stroßen zum öftern bebauen, und deren Gelegenheit wohl betrachten, daß wo er einigen Vortheil haben vermeinet, da daselbst mit Schlägel und Eisen, oder mit Keilhauen, Keil, Stück und Eisen abzubrechen, soll er auf solchen Stroßen nicht straks bohren, und das Pulver unnöthiger Weise verschießen laßen, wie dann die Häuer seit dem das Schießen aufgekommen, sich der rechten Bergmanns-Arbeit, Schlägel und Eisen zu gebrauchen, und wie daßelbe anzubringen, entwöhnet, und nur auf das Bohren sich begeben, daß auch wohl vielmahl unnöthiger Weise geschossen, und an den Oertern eine Wand gesprengt wird, der wohl mit Gezäu Abbruch geschehen können.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669 findet man eine Passage, die das '''Schießen aus dem Ganzen''', also aus dem unveritzten Gebirge sowie die Verwendung von Patronen beschreibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, …“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''Schießen aus dem Ganzen'' hat sich wahrscheinlich in den Revieren, in denen das Schießen ab Mitte des 17. Jahrhunderts intensiver betrieben wurde, parallel entwickelt. Es ist auch zu vermuten, dass diese neue Art mit einem Technologiewechsel beim Bohren (einmännische Bohrlöcher, Einsatz von [[Bohrer|Meißelbohrern]]) einhergegangen sein könnte.&lt;br /&gt;
Beim ''Schießen aus dem Ganzen'' wurde statt des Anlegens eines [[Schram]]s zuerst ein Bohrloch im Bereich der [[Sohle]] aus dem unveritzten Gebirge geschossen und anschließend die Masse abgefördert. Über dem so entstandenen [[Einbruch]] wurde ein weiteres Bohrloch erstellt, besetzt und in den Hohlraum geschossen. Dieser Vorgang wiederholte sich, bis man die [[Firste]] erreicht hatte. Teilweise wurden auch mehrere Sprengladungen gleichzeitig oder verzögert zur Explosion gebracht.&lt;br /&gt;
Der Vortrieb von [[Stollen|Stolln]] und [[Strecke]]n erfolgte somit durch Sprengung auf dem ganzen Querschnitt und löste die [[Schlägel- und Eisenarbeit]] weitestgehend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich ab dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts wurde diese Technologie auch in Sachsen angewendet und in der ''Stollnordnung'' des Kurfürst Friedrich August II. aus dem Jahr 1749 als das ''&amp;quot;nutzbarliche Schießen aus dem Ganzen&amp;quot;'' vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Es soll auch, zu Erspahrung derer vielen Gedinge, und darzu erforderlichen grossen Auffwands, die kostbare Gewinnung des vesten Gesteines mit Schlägel und Eisen, so viel sich nach Beschaffenheit ieden Orts, ratione derer Wetter, thun lassen will, und äuserst möglich ist, abgeworffen und das nutzbarliche Schiessen aus dem gantzen eingeführet werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wannenhero die Bergmeistere und Geschworne, solches sofort zu veranstalten, die Stolln- Schichtmeistere und Steigere aber fleißige und pflichtmäßige Aufsicht zu führen haben, damit sothanes Schiessen, statt des viele Zeit und Kosten wegnehmenden Schrämens, bey obigen und denenjenigen Stoll-Oertern, wo keine Ertze brechen, auch wo die Gewercken-Steigere selbst mit arbeiten, bewerckstelliget- und die Löcher zum Schiessen, wo es thunlich, mit einmännischen Bohrern gemachet werden mögen. Dahingegen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vor solchen Oertern, wo das Schiessen nicht applicabel, und wegen des vesten Gesteines, der Einbruch auf das Tagwerk stärcker nicht, als zwey oder höchstens drey Zoll gemachet werden kann, zu ebenmäßiger Beförder- und Erleichterung der Arbeit, mehr als einmahl einzubrechen- und auf ieden solchen Einbruch, nicht allemahl gleicher Stoß zu halten ist.“''&lt;br /&gt;
(König August III. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(15)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2683</id>
		<title>Bohren und Schießen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2683"/>
				<updated>2012-09-21T07:42:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Bohren und Schießen''' war eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der durch das manuelle anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver eine deutliche Erhöhung der Vortriebs- und Abbauleistung gegenüber der [[Schlägel- und Eisenarbeit]] erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische [[Gezähe]] des Bohrens und Schießens war der [[Bohrer]], der [[Schlägel|Fäustel]], der [[Krätzer]], der [[Lettenstampfer]] und die [[Räumnadel]]. Beim Schießen mittels [[Schießpflock]] wurden zusätzlich noch [[Schießpflock|Schießpflöcke]] und [[Schießspreize]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Technologie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist gab der Steiger die Stelle vor, wo das Bohrloch angelegt werden sollte. Anschließend wurde in das Gestein eine kleine Vertiefung geschlagen und darin der Anfangsbohrer angesetzt. Mit den im [[Bohrpost]] vorhandenen Bohrern konnte nun das Bohrloch hergestellt werden. Dabei wurde der Bohrer wurde dabei nach jedem zweiten Schlag mit dem Fäustel leicht gedreht (umgesetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bohrgrus (Bohrmehl) wurde mit Wasser feucht gehalten, das in einem kleinen Holzgefäß ([[Bohrtrog]]) aufbewahrt wurde. Das letzte Stück wurde meist ohne Wasser gebohrt, damit man das Bohrloch im Anschluss besser trocken bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Krätzer]] wurde das Bohrgrus herausgeholt. Eine über das Bohrloch gelegte Lederscheibe mit einem Loch in der Mitte ([[Bohrdeckel]]) verhinderte das Herausspritzen des breiigen Bohrkleins. Am Schluss wurde durch den Ring am oberen Ende der Krätzers ein [[Bohrlappen]] gesteckt und mit ihm das Bohrloch trocken gewischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde die pulvergefüllte [[Patrone]] mit der Räumnadel aufgespießt und in das Bohrloch geschoben. Nach Einbringen eines Pfropfens aus Papier, Holz oder anderen Material (vormals wurden [[Schießpflock|Schießpflöcke]] verwendet) über der Patrone, wurde das Bohrloch mit [[Besatz]] oder [[Wolger]]n gefüllt und unter Zuhilfenahme des [[Schlägel|Fäustels]] sowie des [[Lettenstampfer]]s, dessen Hohlkehle an der Nadel liegt, mit Anfangs leichten und später kräftigen Schlägen der Besatz verdichtet. Letztendlich wurde das Bohrloch noch mit [[Letten]] verschmiert und die Räumnadel vorsichtig aus dem Bohrloch herausgetrieben, in dem eine [[Bohrer|Bohrstange]] durch den Ring der Bohrnadel gesteckt und leicht darauf geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
In den so bis zur Patrone entstandenen Zündkanal wurde nun der [[Halm]] als Zünder gesteckt. An das aus dem Bohrloch herausstehende Ende des Halmes wurde nun das [[Schwefelmännchen]], ein mit Schwefel getränkter Wollfaden, angebracht und mit der Öllampe entzündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geschichtliche Entwicklung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Sprengens in Bergwerken ist gerade für die Anfangszeit schwer urkundlich zu belegen. Da diese Technologie aber in Agricolas „De Re Metallica“ nicht beschrieben ist kann man davon ausgehen, dass ihm diese auch nicht bekannt war und somit in der Zeit vor 1550 nicht im mitteleuropäischen Bergbau zur Anwendung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lag natürlich nahe, sich die explosive Kraft des Pulvers auch im Bergbau zu Nutze zu machen und somit wird es sicherlich auch viele Versuche gegeben haben, die nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Es ist auch anzunehmen, dass man anfänglich die Ladung in Klüften oder im Schram anbrachte bzw. versuchte, in den Schram hineinzuschießen. Erfolgreich wurde diese Technologie aber erst, als man die Ladungen in eigens dafür hergestellten Bohrlöchern zur Explosion brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Staatsarchiv von Venedig wurde im Jahr 1959 ein Bericht des Generalvikars für den Bergbau der Republik Venedig gefunden, die auf erste untertägige Sprengungen hindeuten könnte. In diesem Bericht stand, dass Giovanni Battista Martinengo im Jahr 1573 einen Antrag auf Pacht von Gruben stellte und die Konzession zum Ausbeuten der Bergwerke in Schio bei Vincenza durch den „Rat der Zehn“ bekam, weil er 12% des Ertrages (üblich war der Zehnte) abführen wollte. Weiter heißt es in dem Bericht, dass ''„dieser Mann, nicht so arbeitete, wie man es normalerweise gewohnt war, nämlich zunächst das Gewölbe zu stützen und dann nach und nach vor zutreiben, um das Material herauszuholen. Er tat dies auf ganz ungewöhnliche Weise dadurch, dass er mit Hilfe von Schwarzpulver ein kleines Loch in den Berg machte, um ihn mit Gewalt aufzubrechen und auf diese Weise zu erfahren, was in ihm verborgen war.&amp;quot;''. Ebenso wurde in diesem Bericht erwähnt, dass Martinengo nach einigen Jahren erfolgloser Tätigkeit verschwunden sei. (Heinz Walter WILD, Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau; Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden: Stiftung Bergbaumuseum Schmelzboden-Davos, November 1984, 8. Jahrgang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Einführung des Schießens wird auch immer wieder der Freiberger Oberbergmeister Martin Weigel und das Jahr 1613 genannt. Diese Aussagen beziehen sich jedoch auf einen Freiberger Ausbeutebogen vom Quartal Trinitatis 1715, auf dem folgender Text zu finden ist:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„In der 11. Wo. dieses qvartals ist Samuel Wiedner / Unter-Steiger auf St. Anna und Alt-Väter Fgrb. an der Halßbrücke / nachdem der von ihn angelegte Schuß sich etwas verhalten / und er wieder dazu fahren wollen/vom Schuß ergrieffen und ums Leben kommen. Das Bohren und Schiessen auf den Gestein ist anno 1613. von Martin Weigeln Ober-Bergmeistern allhier erfunden worden / und wurden anfangs Pflöcke dazu gebraucht / und in die Bohr-Löcher getrieben / seit etlich 30. Jahren aber ist solches viel sicherer und leichter mit Letten verrichtet worden. Auch hat man nunmehro hiesiges Ortes gewisse kleine Hand-Bohrer introduciret / durch welche die Häuer dem festen Gestein / mit sonderlichen Vortheil / grossen Abbruch thun können.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anmerkung führte wohl dazu, dass August Beyer in „Das gesegnete Markgrafthum Meissen“ (Dresden, 1732), in dem die Ausbeutezahlen von 1529 bis 1729 aufgeführt werden, neben den Ausbeutezahlen des Jahres 1613 schrieb:&amp;lt;br /&amp;gt;''„In diesen Jahr hat Martin Weigold das Bohren im Gestein mit dem Pflock zu schießen erfunden.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätere Autoren übernahmen diese Aussage, ohne sie in irgendeiner Form urkundlich belegen zu können und verwiesen auf Beyer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen Zeit sind keine Dokumente aus der Zeit um 1613 bekannt, die diese Aussage belegen können. Es stellt sich auch die Frage, warum eine so bedeutende Neuerung erst 14 Jahre später von einem anderen Ort aus ihren Siegeszug antreten sollte und erst 30 Jahre später in Freiberg Einzug hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1617 gibt es aus Lothringen Belege, die auf Sprengungen mittels Schwarzpulver in den Bergwerken von Le Thillot hindeuten könnten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Rechnung für das 4. Quartal 1617 (Comptes trimestriels des mines du Thillot. Année 1617), die im Archive des Départements von Meurthe-et-Moselle. Archiv-Nr.: B 8366 vorhanden ist, wird Schwarzpulver aufgeführt. So wurde im 4. Quartal 1617 die Ausgabe von 9 Francs und 6 Gros für eine nicht näher präzisierte Menge von Pulver aufgeführt, um&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„zu schießen in dem Bergwerk und um den Felsen zu sprengen.“''. (Francis PIERRE: Les mines de cuivre et d’argent de la haute Moselle. Apparition et évolution des techniques de percement à la poudre noire. Le Thillot (Vosges). In: Lotharingia. T. 5. Nancy 1993).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch für folgende Quartale sind Abrechnungen über Schwarzpulver vorhanden. Allerdings deutet der ziemlich geringe Betrag von 9 Francs und 6 Gros auf eine ebenso geringe Menge an verwendeten Schwarzpulver (etwa 4 Pfund) und somit nicht auf eine kontinuierlicher, eher auf einen selektiven oder versuchsweisen Einsatz hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wirklich urkundlich belegt sind die Sprengungen am 08. Februar 1627 im „Ober Piberstolln“ in Schemnitz, die durch den Tiroler Caspar Weindl durchgeführt wurde. So findet sich im Schemnitzer Berggerichtsbuch von 1627 folgender Eintrag:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''&amp;quot;Adi 8. Februari, dits 1627 Jars, hat die Gancz Löblich Gewerkschafft beim hauptperkhwerch Ober Piberstolln, Ihr Kai: Mai: perggericht zur Schembnitz zur Einfart wegen des Casper Weindlesz Sprengwerch solches in Augenschein zu nehmen, ob es dem Gezimerwerch durch dasz schiessen schedlich sein mechte, in beratschlagung zu ziehen begrueszt, Über solchen eingenommenen Augenschein, vnd in Gegenwart der Ambtleut, Sowol des Perggerichts, beschehenen Schusz hat sichs befunden, dasz dieses Sprengwerch wol fürzunehmen sei, vnd nichts schedlichs causirn werde, ob zu Zeitten gleich ein Rauch entstehet, vergeet er doch in ainer Viertl Stundt, vnd ist den hewern ohne schaden, nimbt auch viel böses Wetter mit sich wegkh, Aber offt zu schiessen, würde es nit thuen, denn es würde die anderen Khüren im Arzthauen vnd Geföl, wenn Sie offt sollen stilhalten, verhintern, Aber für Rahtsamb war, die weillen im Danielschlag schöne Anbrüch vorfanden, die aber Zimblich fesst, doch keine heuer die man zuelegen mechte vorhanden sein, daselbst So wol in den Schächten vnnd Stolwenten auf der Soolen liesz sich dasz Sprengwerch gar wol an.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weiter ist dermallen Caspar Sprenger befragt worden, ob er diese Örtter im Danielschlag wollte zu Lehenschafft annemben, Weil das ainczige Ortt im tieffisten, den Vncosten mit dem Sprengen nicht ertragen würde, hierüber meldt solcher, wenn man Ime 40 oder 50 guette Heuer gibt, So traue er Ihme diese Örter gar wol mit der Herren Gewerckhen guetten Nuczen zu Lehenschafft anzunemben. Auf solch sein erpieten wird Ime Caspar darauf geantwort: Weil im Tieffisten viel Örtter aus Mangel Heier feiern müssen vnnd dits Orts allein ein 40 Heier von Nöten, vnd sein doch keine vorfanden, ob man nit Mitl haben könne, Soviel Heier etwo von anderen Darauf meldt Caspar, wann man den Uncossten, der darauf geen würde, nit ansehen, noch Sparen wolt, vnnd Ime ainen Paszbrieff von Ihr Kai: Mai: ausbringen vnd ertailen würde, trauet er Ime gar wol ausz Tyroll ain anzahl guetter Heier, zu Nottdurfft an solche Örtter als in das Tieffeste, Danielschlag, hintern Künsten, Schächten, Stolwant, an der Sol: vnnd andere Örtter zue zu weitten vnd ins werkh zusetzen herein zu bringen. Souil thuet das Kaiserlich Perggericht ain Gancze Löbliche Gewerckhschaft berichten, welche ohne maszgeben auf solcher verern beratschlagungen des Caspar Sprengers Zuesagen : Vnnd erpietten ins Werckh zuseczen wissen werden,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Datum Schembnicz den 16 Februari A. 1627.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Putscher Pergkmaister'',&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Caspar Pistorius,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Chri: Spilberger, Pergkgerichtsschreiber.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wurde kann man davon ausgehen, dass es sich hier um Sprengungen handelt, bei denen Bohrlöcher angefertigt wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Caspar Weindl, der den Beinahmen „Sprenger“ erhielt, war vor der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz, auf den in Tirol liegenden Bergwerken des Grafen Montecuccoli tätig, des Oberstkammergrafen von Schemnitz (Quelle: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass er bereits im Vorfeld der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz schon Versuche mit dieser Technologie in Schemnitz selber und in Tiroler Bergwerken unternahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue, nun erfolgreich angewandte Technologie, verbreitete sich schnell. So kam sie wohl schon im gleichen Jahr in den Kupfergruben im böhmischen Graslitz zum Einsatz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Erst im Jahre 1627 wurde aus Ungarn die Schießarbeit auf den Graslitzer Kupferwerken eingeführt, nach den vorhandenen abgeschossenen Bohrlöchern zu schließen - die zweimännische; doch hatte diese Verbesserung von keinem tiefgreifenden Einflüsse auf den dortigen Bergwerksbetrieb mehr sein können, da noch In demselben Jahre das Religlonsedict einen sehr  großen Teil der Einwohner von Graslitz, weil sie Protestanten waren, zur Auswanderung nöthigte.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Konstantin von NOWICKI „Die Wiedergewältigung des alten Kupferbergbaues von Graslitz in Böhmen“, Prag 1862)&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1628 gibt es im Stiftsarchiv St. Lambrecht einen Brief, der die Entsendung des Sprengkundigen Ruep Meytesperger in die Eisenstein- und Hittracherzgruben des Stiftes St. Lambrecht in der Steiermark beschreibt. Meytesperger soll den dortigen Arbeitern das Sprengen zeigen und diese darin unterrichten. Der Brief vom 29. Oktober 1628 von Georg Fischer aus Friesach an P. Andreas von St. Lambrecht hat folgenden Inhalt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ehrwürdig Edler und Wohlgelehrter Herr etc. Euer Ehrwürden seindt mein gantz gevlißne Dienst iederzeit bevohr.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Auf abgeredt und verlaßner massen vor dreyer tagen übersende Euren Ehrwürden etc. ich hiemit zeigern Ruep Meytespergern sambt andern zween guetter Pergkarbeiter zu belegung des Pleyglantzes und Hütrauch Erzt, denen zweyen wollen sie wöchentlich per 1 il iedem Cost oder gelt sambt Liechter und Eißen, wie der Meytesperger derselben anzaigen wirdt, ervolgen lassen, welche er Meydtesperger an die arbeit selbst anordnen und sobalt ich wider zu Hauß komb, sol ihnen nach dem Centner oder Kübl verdingt werden, damit Ihr Ehrwürden von ihnen nicht alle wochen uberlauffen werden, mögen sie ihnen (doch ohne maßgebung) auf etliche wochen die Cost ervolgen lassen, dann ihnen wol zu trauen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Dem Meytesperger aber hab ich selbst Zehrung ertheilt, würdt ungevor ein Tag 8 oder mehr drüben verbleiben und dennen arbeitern bei dem Eißenstein- sowohl bei dem Hüttrauch Erzt das Sprenngen zeigen und underrichten (deme sie uf sein begehren Pulffer preperieren und die schüß zu 8, 10 oder 12 Lot machen, wie er begern würdt, sowohl nach seinen angeben 2 oder dreierlei Porer den Schmidt verfertigen lassen, und würdt hiemit gedachter Meitesperger an seinen Vleiß nichts ermindern lossen. Wollen Ihr Ehrwürden denen arbeitern, so das Sprenngen von Ihme sehen und lehrnen, anzaigen, daß sie ihme treulich volgen und behuetsambt darmit umbgehen. Weil auch in den grueben bei dem Eißenstein auch zu sprenngen guete gelegenheit, soll Er sie auch daselbsten anweißen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Es haben Ihr Gnaden vor Irem abreißen dem Hanßen im Pach in meinem beisein schlecht hackhenpulffer zu machen bevohlen, das wollen Sie darzue preperieren und das Scheiben Pulffer, weil es noch so teuer, sparen, würdt dennoch störkher als das guete worden.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''Dem Meydesperger hab ich auch under andern bevohlen, in die grueben hinder dem Closster, davon ich einen schwardtzen schüffer mit herüber gefürt, zu fahren und denn augenschein einzunehmen, weil der stein Vitriolismum, würdt darinnen ein gantzer Vitriol viß zu finden sein, der zu Colnierung deß Eißens tauglich sein würdt, noch biß dato hab ichs, weil ich kein Floßeißen noch nicht empfanngen, kein prob machen khönnen, darumben auch Ir Hochwürden und Gnaden ich noch nichts zuschreiben kann, soll aber zu meiner widerkunft förderlichen beschehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Letzlichen sover Ir Ehrwürden das im Closter ligende Pleyerzt noch nicht nach dem Hof (= Mariahof) gesannt, das sie es morgen oder Erdag wollen dahin verschaffen, dann ich solches künfftigen Mitwoch gewiß abhoiien zu lassen bedacht. Auf dißmahl anders nichts Neus, dann Euer Ehrwürden ich mich zu dero Ehrwürden iederzeit befehlen thue.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Friesach den 29. Octobris Anno 1628.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Euer Ehrwürden dienstgevlißner''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Fischer''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''m. p.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Walter BRUNNER: Anfänge der bergmännischen Sprengtechnik in der Steiermark; in: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft von Ruep Meytesperger ist leider nichts bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass er vorher im näheren Umfeld von Caspar Weindl tätig war, da er so seine Kenntnisse als „Sprengkundiger“ sammeln konnte. Wichtig ist aber, dass in dem Brief sowohl die Verwendung von Bohrern als auch die Tiefe der Bohrlöcher erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich durch die Abwanderung von protestantischen Bergleuten aus Graslitz, wurde diese Technologie in den Harz gebracht, wo im Jahr 1632 in Clausthal die erste Sprengung erfolgt sein soll. Entsprechende Abrechnungen für Pulver sind aber erst ab dem Jahr 1634 belegt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Bohren und Schießen ist zuerst Anno 1632 auf den Clausthalschen Bergwerken aufgekommen, anfangs aber gar sparsam gebraucht worden, wie daher abzunehmen, daß man vor dem 1634sten Jahre kein Pulver in den wöchentlichen Anschnitten (Bergrechnungen) berechnet findet, wie nachhero.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Clausthal aus verbreitete sich diese Technologie weiter und wurde durch Caspar Morgenstern nach Freiberg in Sachsen gebracht, wo sie im Jahr 1643 nachweislich angewendet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Die Sprengarbeit in den Gruben ward, wie geschichtskundig, erst im Jahre 1627 aus Ungarn nach Teutschland versetzt, nach Gräßlit'z in Böhmen, kam von da auf den Harz und von diesem im Jahre 1643 durch Caspar Morgenstern nach Sachsen. Dieser Bergmann gab auf den Freyberger Gruben das Bohren mit eisernen Bohrern und Schießen zuerst an und beschäftigte sich anfangs blos neben der Schicht damit, indem man im Jahre 1644 z. B. auf der Grube Hohe Birke obere 9te bis l0te Maas im Quartal Reminiscere l n. 3 Gr. für 32 Zoll zu bohren nach seiner Schicht, sowie 6 Gr. für 2 Schichten die Löcher anzustecken (anzubrennen und wegzuschiessen) verschrieb. Im Jahre 1644 bis Ende 1652 gab sich Caspar Morgenstern sodann blos mit Bohren und Scbiessen auf genannter Grube ab, welchem Michael Eämler und Hans Werlich, nachdem Morgenstern ins Gnadengeld gesetzt worden, bis zum Jahre 1658. nachfolgten; von dieser Zeit an mußte jeder Häuer sein Loch bohren und anstecken und erhielt für jeden Schuß drei Groschen Schießgeld.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Christian Wilhelm Fridrich SCHMID, Kurze Geschichte der Erfindung der Meisnischen Bergwerke und der Entwicklung ihrer Technik, Freiberg (ungedruckt) aus dem Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Harzer und Sächsische Bergleute verbreitet sich das Schießen bis Mitte des 18. Jahrhunderts weiter über ganz Europa.&lt;br /&gt;
Diese Technologie selber setzte sich aber nur sehr langsam, anfänglich als Unterstützung und später in Kombination mit der Schlägel- und Eisenarbeit durch. Ursachen für den schleppenden Einzug des Bohrens und Schießens waren neben politischen Gründen (30jähriger Krieg, Vertreibung und Pest, während dieser Zeit der Bergbau weitestgehende zum Erliegen kam) und der noch unausgereiften Technologie (unpraktische Bohrköpfe der Kronen- bzw. Kolbenbohrer), auch der hohe Personalbedarf (zwei- und dreimännisches Bohren) bei der Herstellung der großen Bohrlöcher sowie der nicht unerhebliche und teure Pulververbrauch. So wurde es lange Zeit, auch in großen Bergbaurevieren, nur auf einzelnen Gruben praktiziert und findet in der Literatur dieser Zeit kaum Erwähnung.&lt;br /&gt;
So schreibt BAADER zur Freiberger Grube „Hohe Birke“ folgendes:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Man trift hier noch auf alte Oerter, wo bey einer Höhe von ¾ Lachtern und des Ganges Mächtigkeit von 3 Zoll, 3 und 4 zweymännische drittehalb Zollstarke Bohrlöcher anstehen, und es lässt sich also leicht begreifen, wie gering der Nutzen gewesen seyn muß, den unter diesen Umständen die Sprengarbeit gewährte''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die wichtigsten Verbesserungen waren unstreitig die Einführung einmännischer Böhrer und das Lettenschiessen. Wärend letzteres vom Harze hierher kam, haben die Harzer (nach Calvör) den einmännischen Bohrer von den Sachsen angenommen. Das Schiessen mit Zündern kam von Ungarn hierher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Der Einbruch vor Ort wurde zwar lange schon durch Schießen gemacht, aber den Ausschram auf Gängen glaubte man nur mit der Schlägel –und Eisenarbeit machen zu müssen.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: D. BAADER der Jüngere: Beytrag zur Geschichte der Sprengarbeit in Sachsen, im Bergmännisches Journal 1790 von Alexander Wilhelm KÖHLER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Reduzierung des Bohrlochdurchmessers konnte ab Ende des 17. Jahrhunderts auch einmännische Bohrlöcher hergestellt und somit auch der Pulver- und Personalbedarf reduziert werden. Im 18. Jahrhundert wurden statt der Kronen- bzw. Kolbenbohrer verbesserte Handbohrer mit Meißelköpfen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist ein Auszug aus der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669. Dort wird beschrieben, auf was die Steiger bei der Arbeit mit Pulver zu achten haben. Dabei wird auch erwähnt, dass die Häuer scheinbar schon länger vermehrt Bohren und Schießen und deswegen den Umgang mit Schlägel und Eisen nicht mehr so recht beherrschen. Dies kann man als Hinweis darauf deuten, dass das Schießen sich im Geltungsbereich dieser Bergordnung intensiv betrieben wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Vom Unterschied der Arbeit, mit Pulver''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weil die Stroßen in den Gruben unterschiedlich, soll jeder Grubensteiger seine Stroßen zum öftern bebauen, und deren Gelegenheit wohl betrachten, daß wo er einigen Vortheil haben vermeinet, da daselbst mit Schlägel und Eisen, oder mit Keilhauen, Keil, Stück und Eisen abzubrechen, soll er auf solchen Stroßen nicht straks bohren, und das Pulver unnöthiger Weise verschießen laßen, wie dann die Häuer seit dem das Schießen aufgekommen, sich der rechten Bergmanns-Arbeit, Schlägel und Eisen zu gebrauchen, und wie daßelbe anzubringen, entwöhnet, und nur auf das Bohren sich begeben, daß auch wohl vielmahl unnöthiger Weise geschossen, und an den Oertern eine Wand gesprengt wird, der wohl mit Gezäu Abbruch geschehen können.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669 findet man eine Passage, die das '''Schießen aus dem Ganzen''', also aus dem unveritzten Gebirge sowie die Verwendung von Patronen beschreibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, …“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''Schießen aus dem Ganzen'' hat sich wahrscheinlich in den Revieren, in denen das Schießen ab Mitte des 17. Jahrhunderts intensiver betrieben wurde, parallel entwickelt. Es ist auch zu vermuten, dass diese neue Art mit einem Technologiewechsel beim Bohren (einmännische Bohrlöcher, Einsatz von [[Bohrer|Meißelbohrern]]) einhergegangen sein könnte.&lt;br /&gt;
Beim ''Schießen aus dem Ganzen'' wurde statt des Anlegens eines [[Schram]]s zuerst ein Bohrloch im Bereich der [[Sohle]] aus dem unveritzten Gebirge geschossen und anschließend die Masse abgefördert. Über dem so entstandenen [[Einbruch]] wurde ein weiteres Bohrloch erstellt, besetzt und in den Hohlraum geschossen. Dieser Vorgang wiederholte sich, bis man die [[Firste]] erreicht hatte. Teilweise wurden auch mehrere Sprengladungen gleichzeitig oder verzögert zur Explosion gebracht.&lt;br /&gt;
Der Vortrieb von [[Stollen|Stolln]] und [[Strecke]]n erfolgte somit durch Sprengung auf dem ganzen Querschnitt und löste die [[Schlägel- und Eisenarbeit]] weitestgehend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich ab dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts wurde diese Technologie auch in Sachsen angewendet und in der Stollnordnung des Kurfürst Friedrich August II. aus dem Jahr 1749 als das &amp;quot;nutzbarliche Schießen aus dem Ganzen&amp;quot; vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Es soll auch, zu Erspahrung derer vielen Gedinge, und darzu erforderlichen grossen Auffwands, die kostbare Gewinnung des vesten Gesteines mit Schlägel und Eisen, so viel sich nach Beschaffenheit ieden Orts, ratione derer Wetter, thun lassen will, und äuserst möglich ist, abgeworffen und das nutzbarliche Schiessen aus dem gantzen eingeführet werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wannenhero die Bergmeistere und Geschworne, solches sofort zu veranstalten, die Stolln- Schichtmeistere und Steigere aber fleißige und pflichtmäßige Aufsicht zu führen haben, damit sothanes Schiessen, statt des viele Zeit und Kosten wegnehmenden Schrämens, bey obigen und denenjenigen Stoll-Oertern, wo keine Ertze brechen, auch wo die Gewercken-Steigere selbst mit arbeiten, bewerckstelliget- und die Löcher zum Schiessen, wo es thunlich, mit einmännischen Bohrern gemachet werden mögen. Dahingegen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vor solchen Oertern, wo das Schiessen nicht applicabel, und wegen des vesten Gesteines, der Einbruch auf das Tagwerk stärcker nicht, als zwey oder höchstens drey Zoll gemachet werden kann, zu ebenmäßiger Beförder- und Erleichterung der Arbeit, mehr als einmahl einzubrechen- und auf ieden solchen Einbruch, nicht allemahl gleicher Stoß zu halten ist.“''&lt;br /&gt;
(König August III. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(15)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2682</id>
		<title>Bohren und Schießen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2682"/>
				<updated>2012-09-21T07:39:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Bohren und Schießen''' war eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der durch das manuelle anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver eine deutliche Erhöhung der Vortriebs- und Abbauleistung gegenüber der [[Schlägel- und Eisenarbeit]] erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische [[Gezähe]] des Bohrens und Schießens war der [[Bohrer]], der [[Schlägel|Fäustel]], der [[Krätzer]], der [[Lettenstampfer]] und die [[Räumnadel]]. Beim Schießen mittels [[Schießpflock]] wurden zusätzlich noch [[Schießpflock|Schießpflöcke]] und [[Schießspreize]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Technologie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist gab der Steiger die Stelle vor, wo das Bohrloch angelegt werden sollte. Anschließend wurde in das Gestein eine kleine Vertiefung geschlagen und darin der Anfangsbohrer angesetzt. Mit den im [[Bohrpost]] vorhandenen Bohrern konnte nun das Bohrloch hergestellt werden. Dabei wurde der Bohrer wurde dabei nach jedem zweiten Schlag mit dem Fäustel leicht gedreht (umgesetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bohrgrus (Bohrmehl) wurde mit Wasser feucht gehalten, das in einem kleinen Holzgefäß ([[Bohrtrog]]) aufbewahrt wurde. Das letzte Stück wurde meist ohne Wasser gebohrt, damit man das Bohrloch im Anschluss besser trocken bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Krätzer]] wurde das Bohrgrus herausgeholt. Eine über das Bohrloch gelegte Lederscheibe mit einem Loch in der Mitte ([[Bohrdeckel]]) verhinderte das Herausspritzen des breiigen Bohrkleins. Am Schluss wurde durch den Ring am oberen Ende der Krätzers ein [[Bohrlappen]] gesteckt und mit ihm das Bohrloch trocken gewischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde die pulvergefüllte [[Patrone]] mit der Räumnadel aufgespießt und in das Bohrloch geschoben. Nach Einbringen eines Pfropfens aus Papier, Holz oder anderen Material (vormals wurden [[Schießpflock|Schießpflöcke]] verwendet) über der Patrone, wurde das Bohrloch mit [[Besatz]] oder [[Wolger]]n gefüllt und unter Zuhilfenahme des [[Schlägel|Fäustels]] sowie des [[Lettenstampfer]]s, dessen Hohlkehle an der Nadel liegt, mit Anfangs leichten und später kräftigen Schlägen der Besatz verdichtet. Letztendlich wurde das Bohrloch noch mit [[Letten]] verschmiert und die Räumnadel vorsichtig aus dem Bohrloch herausgetrieben, in dem eine [[Bohrer|Bohrstange]] durch den Ring der Bohrnadel gesteckt und leicht darauf geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
In den so bis zur Patrone entstandenen Zündkanal wurde nun der [[Halm]] als Zünder gesteckt. An das aus dem Bohrloch herausstehende Ende des Halmes wurde nun das [[Schwefelmännchen]], ein mit Schwefel getränkter Wollfaden, angebracht und mit der Öllampe entzündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geschichtliche Entwicklung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Sprengens in Bergwerken ist gerade für die Anfangszeit schwer urkundlich zu belegen. Da diese Technologie aber in Agricolas „De Re Metallica“ nicht beschrieben ist kann man davon ausgehen, dass ihm diese auch nicht bekannt war und somit in der Zeit vor 1550 nicht im mitteleuropäischen Bergbau zur Anwendung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lag natürlich nahe, sich die explosive Kraft des Pulvers auch im Bergbau zu Nutze zu machen und somit wird es sicherlich auch viele Versuche gegeben haben, die nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Es ist auch anzunehmen, dass man anfänglich die Ladung in Klüften oder im Schram anbrachte bzw. versuchte, in den Schram hineinzuschießen. Erfolgreich wurde diese Technologie aber erst, als man die Ladungen in eigens dafür hergestellten Bohrlöchern zur Explosion brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Staatsarchiv von Venedig wurde im Jahr 1959 ein Bericht des Generalvikars für den Bergbau der Republik Venedig gefunden, die auf erste untertägige Sprengungen hindeuten könnte. In diesem Bericht stand, dass Giovanni Battista Martinengo im Jahr 1573 einen Antrag auf Pacht von Gruben stellte und die Konzession zum Ausbeuten der Bergwerke in Schio bei Vincenza durch den „Rat der Zehn“ bekam, weil er 12% des Ertrages (üblich war der Zehnte) abführen wollte. Weiter heißt es in dem Bericht, dass ''„dieser Mann, nicht so arbeitete, wie man es normalerweise gewohnt war, nämlich zunächst das Gewölbe zu stützen und dann nach und nach vor zutreiben, um das Material herauszuholen. Er tat dies auf ganz ungewöhnliche Weise dadurch, dass er mit Hilfe von Schwarzpulver ein kleines Loch in den Berg machte, um ihn mit Gewalt aufzubrechen und auf diese Weise zu erfahren, was in ihm verborgen war.&amp;quot;''. Ebenso wurde in diesem Bericht erwähnt, dass Martinengo nach einigen Jahren erfolgloser Tätigkeit verschwunden sei. (Heinz Walter WILD, Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau; Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden: Stiftung Bergbaumuseum Schmelzboden-Davos, November 1984, 8. Jahrgang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Einführung des Schießens wird auch immer wieder der Freiberger Oberbergmeister Martin Weigel und das Jahr 1613 genannt. Diese Aussagen beziehen sich jedoch auf einen Freiberger Ausbeutebogen vom Quartal Trinitatis 1715, auf dem folgender Text zu finden ist:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„In der 11. Wo. dieses qvartals ist Samuel Wiedner / Unter-Steiger auf St. Anna und Alt-Väter Fgrb. an der Halßbrücke / nachdem der von ihn angelegte Schuß sich etwas verhalten / und er wieder dazu fahren wollen/vom Schuß ergrieffen und ums Leben kommen. Das Bohren und Schiessen auf den Gestein ist anno 1613. von Martin Weigeln Ober-Bergmeistern allhier erfunden worden / und wurden anfangs Pflöcke dazu gebraucht / und in die Bohr-Löcher getrieben / seit etlich 30. Jahren aber ist solches viel sicherer und leichter mit Letten verrichtet worden. Auch hat man nunmehro hiesiges Ortes gewisse kleine Hand-Bohrer introduciret / durch welche die Häuer dem festen Gestein / mit sonderlichen Vortheil / grossen Abbruch thun können.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anmerkung führte wohl dazu, dass August Beyer in „Das gesegnete Markgrafthum Meissen“ (Dresden, 1732), in dem die Ausbeutezahlen von 1529 bis 1729 aufgeführt werden, neben den Ausbeutezahlen des Jahres 1613 schrieb:&amp;lt;br /&amp;gt;''„In diesen Jahr hat Martin Weigold das Bohren im Gestein mit dem Pflock zu schießen erfunden.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätere Autoren übernahmen diese Aussage, ohne sie in irgendeiner Form urkundlich belegen zu können und verwiesen auf Beyer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen Zeit sind keine Dokumente aus der Zeit um 1613 bekannt, die diese Aussage belegen können. Es stellt sich auch die Frage, warum eine so bedeutende Neuerung erst 14 Jahre später von einem anderen Ort aus ihren Siegeszug antreten sollte und erst 30 Jahre später in Freiberg Einzug hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1617 gibt es aus Lothringen Belege, die auf Sprengungen mittels Schwarzpulver in den Bergwerken von Le Thillot hindeuten könnten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Rechnung für das 4. Quartal 1617 (Comptes trimestriels des mines du Thillot. Année 1617), die im Archive des Départements von Meurthe-et-Moselle. Archiv-Nr.: B 8366 vorhanden ist, wird Schwarzpulver aufgeführt. So wurde im 4. Quartal 1617 die Ausgabe von 9 Francs und 6 Gros für eine nicht näher präzisierte Menge von Pulver aufgeführt, um&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„zu schießen in dem Bergwerk und um den Felsen zu sprengen.“''. (Francis PIERRE: Les mines de cuivre et d’argent de la haute Moselle. Apparition et évolution des techniques de percement à la poudre noire. Le Thillot (Vosges). In: Lotharingia. T. 5. Nancy 1993).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch für folgende Quartale sind Abrechnungen über Schwarzpulver vorhanden. Allerdings deutet der ziemlich geringe Betrag von 9 Francs und 6 Gros auf eine ebenso geringe Menge an verwendeten Schwarzpulver (etwa 4 Pfund) und somit nicht auf eine kontinuierlicher, eher auf einen selektiven oder versuchsweisen Einsatz hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wirklich urkundlich belegt sind die Sprengungen am 08. Februar 1627 im „Ober Piberstolln“ in Schemnitz, die durch den Tiroler Caspar Weindl durchgeführt wurde. So findet sich im Schemnitzer Berggerichtsbuch von 1627 folgender Eintrag:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''&amp;quot;Adi 8. Februari, dits 1627 Jars, hat die Gancz Löblich Gewerkschafft beim hauptperkhwerch Ober Piberstolln, Ihr Kai: Mai: perggericht zur Schembnitz zur Einfart wegen des Casper Weindlesz Sprengwerch solches in Augenschein zu nehmen, ob es dem Gezimerwerch durch dasz schiessen schedlich sein mechte, in beratschlagung zu ziehen begrueszt, Über solchen eingenommenen Augenschein, vnd in Gegenwart der Ambtleut, Sowol des Perggerichts, beschehenen Schusz hat sichs befunden, dasz dieses Sprengwerch wol fürzunehmen sei, vnd nichts schedlichs causirn werde, ob zu Zeitten gleich ein Rauch entstehet, vergeet er doch in ainer Viertl Stundt, vnd ist den hewern ohne schaden, nimbt auch viel böses Wetter mit sich wegkh, Aber offt zu schiessen, würde es nit thuen, denn es würde die anderen Khüren im Arzthauen vnd Geföl, wenn Sie offt sollen stilhalten, verhintern, Aber für Rahtsamb war, die weillen im Danielschlag schöne Anbrüch vorfanden, die aber Zimblich fesst, doch keine heuer die man zuelegen mechte vorhanden sein, daselbst So wol in den Schächten vnnd Stolwenten auf der Soolen liesz sich dasz Sprengwerch gar wol an.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weiter ist dermallen Caspar Sprenger befragt worden, ob er diese Örtter im Danielschlag wollte zu Lehenschafft annemben, Weil das ainczige Ortt im tieffisten, den Vncosten mit dem Sprengen nicht ertragen würde, hierüber meldt solcher, wenn man Ime 40 oder 50 guette Heuer gibt, So traue er Ihme diese Örter gar wol mit der Herren Gewerckhen guetten Nuczen zu Lehenschafft anzunemben. Auf solch sein erpieten wird Ime Caspar darauf geantwort: Weil im Tieffisten viel Örtter aus Mangel Heier feiern müssen vnnd dits Orts allein ein 40 Heier von Nöten, vnd sein doch keine vorfanden, ob man nit Mitl haben könne, Soviel Heier etwo von anderen Darauf meldt Caspar, wann man den Uncossten, der darauf geen würde, nit ansehen, noch Sparen wolt, vnnd Ime ainen Paszbrieff von Ihr Kai: Mai: ausbringen vnd ertailen würde, trauet er Ime gar wol ausz Tyroll ain anzahl guetter Heier, zu Nottdurfft an solche Örtter als in das Tieffeste, Danielschlag, hintern Künsten, Schächten, Stolwant, an der Sol: vnnd andere Örtter zue zu weitten vnd ins werkh zusetzen herein zu bringen. Souil thuet das Kaiserlich Perggericht ain Gancze Löbliche Gewerckhschaft berichten, welche ohne maszgeben auf solcher verern beratschlagungen des Caspar Sprengers Zuesagen : Vnnd erpietten ins Werckh zuseczen wissen werden,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Datum Schembnicz den 16 Februari A. 1627.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Putscher Pergkmaister'',&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Caspar Pistorius,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Chri: Spilberger, Pergkgerichtsschreiber.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wurde kann man davon ausgehen, dass es sich hier um Sprengungen handelt, bei denen Bohrlöcher angefertigt wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Caspar Weindl, der den Beinahmen „Sprenger“ erhielt, war vor der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz, auf den in Tirol liegenden Bergwerken des Grafen Montecuccoli tätig, des Oberstkammergrafen von Schemnitz (Quelle: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass er bereits im Vorfeld der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz schon Versuche mit dieser Technologie in Schemnitz selber und in Tiroler Bergwerken unternahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue, nun erfolgreich angewandte Technologie, verbreitete sich schnell. So kam sie wohl schon im gleichen Jahr in den Kupfergruben im böhmischen Graslitz zum Einsatz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Erst im Jahre 1627 wurde aus Ungarn die Schießarbeit auf den Graslitzer Kupferwerken eingeführt, nach den vorhandenen abgeschossenen Bohrlöchern zu schließen - die zweimännische; doch hatte diese Verbesserung von keinem tiefgreifenden Einflüsse auf den dortigen Bergwerksbetrieb mehr sein können, da noch In demselben Jahre das Religlonsedict einen sehr  großen Teil der Einwohner von Graslitz, weil sie Protestanten waren, zur Auswanderung nöthigte.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Konstantin von NOWICKI „Die Wiedergewältigung des alten Kupferbergbaues von Graslitz in Böhmen“, Prag 1862)&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1628 gibt es im Stiftsarchiv St. Lambrecht einen Brief, der die Entsendung des Sprengkundigen Ruep Meytesperger in die Eisenstein- und Hittracherzgruben des Stiftes St. Lambrecht in der Steiermark beschreibt. Meytesperger soll den dortigen Arbeitern das Sprengen zeigen und diese darin unterrichten. Der Brief vom 29. Oktober 1628 von Georg Fischer aus Friesach an P. Andreas von St. Lambrecht hat folgenden Inhalt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ehrwürdig Edler und Wohlgelehrter Herr etc. Euer Ehrwürden seindt mein gantz gevlißne Dienst iederzeit bevohr.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Auf abgeredt und verlaßner massen vor dreyer tagen übersende Euren Ehrwürden etc. ich hiemit zeigern Ruep Meytespergern sambt andern zween guetter Pergkarbeiter zu belegung des Pleyglantzes und Hütrauch Erzt, denen zweyen wollen sie wöchentlich per 1 il iedem Cost oder gelt sambt Liechter und Eißen, wie der Meytesperger derselben anzaigen wirdt, ervolgen lassen, welche er Meydtesperger an die arbeit selbst anordnen und sobalt ich wider zu Hauß komb, sol ihnen nach dem Centner oder Kübl verdingt werden, damit Ihr Ehrwürden von ihnen nicht alle wochen uberlauffen werden, mögen sie ihnen (doch ohne maßgebung) auf etliche wochen die Cost ervolgen lassen, dann ihnen wol zu trauen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Dem Meytesperger aber hab ich selbst Zehrung ertheilt, würdt ungevor ein Tag 8 oder mehr drüben verbleiben und dennen arbeitern bei dem Eißenstein- sowohl bei dem Hüttrauch Erzt das Sprenngen zeigen und underrichten (deme sie uf sein begehren Pulffer preperieren und die schüß zu 8, 10 oder 12 Lot machen, wie er begern würdt, sowohl nach seinen angeben 2 oder dreierlei Porer den Schmidt verfertigen lassen, und würdt hiemit gedachter Meitesperger an seinen Vleiß nichts ermindern lossen. Wollen Ihr Ehrwürden denen arbeitern, so das Sprenngen von Ihme sehen und lehrnen, anzaigen, daß sie ihme treulich volgen und behuetsambt darmit umbgehen. Weil auch in den grueben bei dem Eißenstein auch zu sprenngen guete gelegenheit, soll Er sie auch daselbsten anweißen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Es haben Ihr Gnaden vor Irem abreißen dem Hanßen im Pach in meinem beisein schlecht hackhenpulffer zu machen bevohlen, das wollen Sie darzue preperieren und das Scheiben Pulffer, weil es noch so teuer, sparen, würdt dennoch störkher als das guete worden.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''Dem Meydesperger hab ich auch under andern bevohlen, in die grueben hinder dem Closster, davon ich einen schwardtzen schüffer mit herüber gefürt, zu fahren und denn augenschein einzunehmen, weil der stein Vitriolismum, würdt darinnen ein gantzer Vitriol viß zu finden sein, der zu Colnierung deß Eißens tauglich sein würdt, noch biß dato hab ichs, weil ich kein Floßeißen noch nicht empfanngen, kein prob machen khönnen, darumben auch Ir Hochwürden und Gnaden ich noch nichts zuschreiben kann, soll aber zu meiner widerkunft förderlichen beschehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Letzlichen sover Ir Ehrwürden das im Closter ligende Pleyerzt noch nicht nach dem Hof (= Mariahof) gesannt, das sie es morgen oder Erdag wollen dahin verschaffen, dann ich solches künfftigen Mitwoch gewiß abhoiien zu lassen bedacht. Auf dißmahl anders nichts Neus, dann Euer Ehrwürden ich mich zu dero Ehrwürden iederzeit befehlen thue.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Friesach den 29. Octobris Anno 1628.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Euer Ehrwürden dienstgevlißner''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Fischer''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''m. p.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Walter BRUNNER: Anfänge der bergmännischen Sprengtechnik in der Steiermark; in: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft von Ruep Meytesperger ist leider nichts bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass er vorher im näheren Umfeld von Caspar Weindl tätig war, da er so seine Kenntnisse als „Sprengkundiger“ sammeln konnte. Wichtig ist aber, dass in dem Brief sowohl die Verwendung von Bohrern als auch die Tiefe der Bohrlöcher erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich durch die Abwanderung von protestantischen Bergleuten aus Graslitz, wurde diese Technologie in den Harz gebracht, wo im Jahr 1632 in Clausthal die erste Sprengung erfolgt sein soll. Entsprechende Abrechnungen für Pulver sind aber erst ab dem Jahr 1634 belegt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Bohren und Schießen ist zuerst Anno 1632 auf den Clausthalschen Bergwerken aufgekommen, anfangs aber gar sparsam gebraucht worden, wie daher abzunehmen, daß man vor dem 1634sten Jahre kein Pulver in den wöchentlichen Anschnitten (Bergrechnungen) berechnet findet, wie nachhero.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Clausthal aus verbreitete sich diese Technologie weiter und wurde durch Caspar Morgenstern nach Freiberg in Sachsen gebracht, wo sie im Jahr 1643 nachweislich angewendet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Die Sprengarbeit in den Gruben ward, wie geschichtskundig, erst im Jahre 1627 aus Ungarn nach Teutschland versetzt, nach Gräßlit'z in Böhmen, kam von da auf den Harz und von diesem im Jahre 1643 durch Caspar Morgenstern nach Sachsen. Dieser Bergmann gab auf den Freyberger Gruben das Bohren mit eisernen Bohrern und Schießen zuerst an und beschäftigte sich anfangs blos neben der Schicht damit, indem man im Jahre 1644 z. B. auf der Grube Hohe Birke obere 9te bis l0te Maas im Quartal Reminiscere l n. 3 Gr. für 32 Zoll zu bohren nach seiner Schicht, sowie 6 Gr. für 2 Schichten die Löcher anzustecken (anzubrennen und wegzuschiessen) verschrieb. Im Jahre 1644 bis Ende 1652 gab sich Caspar Morgenstern sodann blos mit Bohren und Scbiessen auf genannter Grube ab, welchem Michael Eämler und Hans Werlich, nachdem Morgenstern ins Gnadengeld gesetzt worden, bis zum Jahre 1658. nachfolgten; von dieser Zeit an mußte jeder Häuer sein Loch bohren und anstecken und erhielt für jeden Schuß drei Groschen Schießgeld.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Christian Wilhelm Fridrich SCHMID, Kurze Geschichte der Erfindung der Meisnischen Bergwerke und der Entwicklung ihrer Technik, Freiberg (ungedruckt) aus dem Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Harzer und Sächsische Bergleute verbreitet sich das Schießen bis Mitte des 18. Jahrhunderts weiter über ganz Europa.&lt;br /&gt;
Diese Technologie selber setzte sich aber nur sehr langsam, anfänglich als Unterstützung und später in Kombination mit der Schlägel- und Eisenarbeit durch. Ursachen für den schleppenden Einzug des Bohrens und Schießens waren neben politischen Gründen (30jähriger Krieg, Vertreibung und Pest, während dieser Zeit der Bergbau weitestgehende zum Erliegen kam) und der noch unausgereiften Technologie (unpraktische Bohrköpfe der Kronen- bzw. Kolbenbohrer), auch der hohe Personalbedarf (zwei- und dreimännisches Bohren) bei der Herstellung der großen Bohrlöcher sowie der nicht unerhebliche und teure Pulververbrauch. So wurde es lange Zeit, auch in großen Bergbaurevieren, nur auf einzelnen Gruben praktiziert und findet in der Literatur dieser Zeit kaum Erwähnung.&lt;br /&gt;
So schreibt BAADER zur Freiberger Grube „Hohe Birke“ folgendes:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Man trift hier noch auf alte Oerter, wo bey einer Höhe von ¾ Lachtern und des Ganges Mächtigkeit von 3 Zoll, 3 und 4 zweymännische drittehalb Zollstarke Bohrlöcher anstehen, und es lässt sich also leicht begreifen, wie gering der Nutzen gewesen seyn muß, den unter diesen Umständen die Sprengarbeit gewährte''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die wichtigsten Verbesserungen waren unstreitig die Einführung einmännischer Böhrer und das Lettenschiessen. Wärend letzteres vom Harze hierher kam, haben die Harzer (nach Calvör) den einmännischen Bohrer von den Sachsen angenommen. Das Schiessen mit Zündern kam von Ungarn hierher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Der Einbruch vor Ort wurde zwar lange schon durch Schießen gemacht, aber den Ausschram auf Gängen glaubte man nur mit der Schlägel –und Eisenarbeit machen zu müssen.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: D. BAADER der Jüngere: Beytrag zur Geschichte der Sprengarbeit in Sachsen, im Bergmännisches Journal 1790 von Alexander Wilhelm KÖHLER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Reduzierung des Bohrlochdurchmessers konnte ab Ende des 17. Jahrhunderts auch einmännische Bohrlöcher hergestellt und somit auch der Pulver- und Personalbedarf reduziert werden. Im 18. Jahrhundert wurden statt der Kronen- bzw. Kolbenbohrer verbesserte Handbohrer mit Meißelköpfen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist ein Auszug aus der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669. Dort wird beschrieben, auf was die Steiger bei der Arbeit mit Pulver zu achten haben. Dabei wird auch erwähnt, dass die Häuer scheinbar schon länger vermehrt Bohren und Schießen und deswegen den Umgang mit Schlägel und Eisen nicht mehr so recht beherrschen. Dies kann man als Hinweis darauf deuten, dass das Schießen sich im Geltungsbereich dieser Bergordnung intensiv betrieben wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Vom Unterschied der Arbeit, mit Pulver''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weil die Stroßen in den Gruben unterschiedlich, soll jeder Grubensteiger seine Stroßen zum öftern bebauen, und deren Gelegenheit wohl betrachten, daß wo er einigen Vortheil haben vermeinet, da daselbst mit Schlägel und Eisen, oder mit Keilhauen, Keil, Stück und Eisen abzubrechen, soll er auf solchen Stroßen nicht straks bohren, und das Pulver unnöthiger Weise verschießen laßen, wie dann die Häuer seit dem das Schießen aufgekommen, sich der rechten Bergmanns-Arbeit, Schlägel und Eisen zu gebrauchen, und wie daßelbe anzubringen, entwöhnet, und nur auf das Bohren sich begeben, daß auch wohl vielmahl unnöthiger Weise geschossen, und an den Oertern eine Wand gesprengt wird, der wohl mit Gezäu Abbruch geschehen können.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669 findet man eine Passage, die das Schießen aus dem Ganzen, also aus dem unveritzten Gebirge sowie die Verwendung von Patronen beschreibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, …“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Schießen aus dem Ganzen“ hat sich wahrscheinlich in den Revieren, in denen das Schießen ab Mitte des 17. Jahrhunderts intensiver betrieben wurde, parallel entwickelt. Es ist auch zu vermuten, dass diese neue Art mit einem Technologiewechsel beim Bohren (einmännische Bohrlöcher, Einsatz von [[Bohrer|Meißelbohrern]]) einhergegangen sein könnte.&lt;br /&gt;
Beim „Schießen aus dem Ganzen“ wurde statt des Anlegens eines [[Schram]]s zuerst ein Bohrloch im Bereich der [[Sohle]] aus dem unveritzten Gebirge geschossen und anschließend die Masse abgefördert. Über dem so entstandenen [[Einbruch]] wurde ein weiteres Bohrloch erstellt, besetzt und in den Hohlraum geschossen. Dieser Vorgang wiederholte sich, bis man die [[Firste]] erreicht hatte. Teilweise wurden auch mehrere Sprengladungen gleichzeitig oder verzögert zur Explosion gebracht.&lt;br /&gt;
Der Vortrieb von [[Stollen|Stolln]] und [[Strecke]]n erfolgte somit durch Sprengung auf dem ganzen Querschnitt und löste die [[Schlägel- und Eisenarbeit]] weitestgehend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich ab dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts wurde diese Technologie auch in Sachsen angewendet und in der Stollnordnung des Kurfürst Friedrich August II. aus dem Jahr 1749 als das &amp;quot;nutzbarliche Schießen aus dem Ganzen&amp;quot; vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Es soll auch, zu Erspahrung derer vielen Gedinge, und darzu erforderlichen grossen Auffwands, die kostbare Gewinnung des vesten Gesteines mit Schlägel und Eisen, so viel sich nach Beschaffenheit ieden Orts, ratione derer Wetter, thun lassen will, und äuserst möglich ist, abgeworffen und das nutzbarliche Schiessen aus dem gantzen eingeführet werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wannenhero die Bergmeistere und Geschworne, solches sofort zu veranstalten, die Stolln- Schichtmeistere und Steigere aber fleißige und pflichtmäßige Aufsicht zu führen haben, damit sothanes Schiessen, statt des viele Zeit und Kosten wegnehmenden Schrämens, bey obigen und denenjenigen Stoll-Oertern, wo keine Ertze brechen, auch wo die Gewercken-Steigere selbst mit arbeiten, bewerckstelliget- und die Löcher zum Schiessen, wo es thunlich, mit einmännischen Bohrern gemachet werden mögen. Dahingegen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vor solchen Oertern, wo das Schiessen nicht applicabel, und wegen des vesten Gesteines, der Einbruch auf das Tagwerk stärcker nicht, als zwey oder höchstens drey Zoll gemachet werden kann, zu ebenmäßiger Beförder- und Erleichterung der Arbeit, mehr als einmahl einzubrechen- und auf ieden solchen Einbruch, nicht allemahl gleicher Stoß zu halten ist.“''&lt;br /&gt;
(König August III. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(15)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2681</id>
		<title>Bohren und Schießen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2681"/>
				<updated>2012-09-20T13:21:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Bohren und Schießen''' war eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der durch das manuelle anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver eine deutliche Erhöhung der Vortriebs- und Abbauleistung gegenüber der [[Schlägel- und Eisenarbeit]] erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische [[Gezähe]] des Bohrens und Schießens war der [[Bohrer]], der [[Schlägel|Fäustel]], der [[Krätzer]], der [[Lettenstampfer]] und die [[Räumnadel]]. Beim Schießen mittels [[Schießpflock]] wurden zusätzlich noch [[Schießpflock|Schießpflöcke]] und [[Schießspreize]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Technologie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist gab der Steiger die Stelle vor, wo das Bohrloch angelegt werden sollte. Anschließend wurde in das Gestein eine kleine Vertiefung geschlagen und darin der Anfangsbohrer angesetzt. Mit den im [[Bohrpost]] vorhandenen Bohrern konnte nun das Bohrloch hergestellt werden. Dabei wurde der Bohrer wurde dabei nach jedem zweiten Schlag mit dem Fäustel leicht gedreht (umgesetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bohrgrus (Bohrmehl) wurde mit Wasser feucht gehalten, das in einem kleinen Holzgefäß ([[Bohrtrog]]) aufbewahrt wurde. Das letzte Stück wurde meist ohne Wasser gebohrt, damit man das Bohrloch im Anschluss besser trocken bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Krätzer]] wurde das Bohrgrus herausgeholt. Eine über das Bohrloch gelegte Lederscheibe mit einem Loch in der Mitte ([[Bohrdeckel]]) verhinderte das Herausspritzen des breiigen Bohrkleins. Am Schluss wurde durch den Ring am oberen Ende der Krätzers ein [[Bohrlappen]] gesteckt und mit ihm das Bohrloch trocken gewischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde die pulvergefüllte [[Patrone]] mit der Räumnadel aufgespießt und in das Bohrloch geschoben. Nach Einbringen eines Pfropfens aus Papier, Holz oder anderen Material (vormals wurden [[Schießpflock|Schießpflöcke]] verwendet) über der Patrone, wurde das Bohrloch mit [[Besatz]] oder [[Wolger]]n gefüllt und unter Zuhilfenahme des [[Schlägel|Fäustels]] sowie des [[Lettenstampfer]]s, dessen Hohlkehle an der Nadel liegt, mit Anfangs leichten und später kräftigen Schlägen der Besatz verdichtet. Letztendlich wurde das Bohrloch noch mit [[Letten]] verschmiert und die Räumnadel vorsichtig aus dem Bohrloch herausgetrieben, in dem eine [[Bohrer|Bohrstange]] durch den Ring der Bohrnadel gesteckt und leicht darauf geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
In den so bis zur Patrone entstandenen Zündkanal wurde nun der [[Halm]] als Zünder gesteckt. An das aus dem Bohrloch herausstehende Ende des Halmes wurde nun das [[Schwefelmännchen]], ein mit Schwefel getränkter Wollfaden, angebracht und mit der Öllampe entzündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geschichtliche Entwicklung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Sprengens in Bergwerken ist gerade für die Anfangszeit schwer urkundlich zu belegen. Da diese Technologie aber in Agricolas „De Re Metallica“ nicht beschrieben ist kann man davon ausgehen, dass ihm diese auch nicht bekannt war und somit in der Zeit vor 1550 nicht im mitteleuropäischen Bergbau zur Anwendung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lag natürlich nahe, sich die explosive Kraft des Pulvers auch im Bergbau zu Nutze zu machen und somit wird es sicherlich auch viele Versuche gegeben haben, die nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Es ist auch anzunehmen, dass man anfänglich die Ladung in Klüften oder im Schram anbrachte bzw. versuchte, in den Schram hineinzuschießen. Erfolgreich wurde diese Technologie aber erst, als man die Ladungen in eigens dafür hergestellten Bohrlöchern zur Explosion brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Staatsarchiv von Venedig wurde im Jahr 1959 ein Bericht des Generalvikars für den Bergbau der Republik Venedig gefunden, die auf erste untertägige Sprengungen hindeuten könnte. In diesem Bericht stand, dass Giovanni Battista Martinengo im Jahr 1573 einen Antrag auf Pacht von Gruben stellte und die Konzession zum Ausbeuten der Bergwerke in Schio bei Vincenza durch den „Rat der Zehn“ bekam, weil er 12% des Ertrages (üblich war der Zehnte) abführen wollte. Weiter heißt es in dem Bericht, dass ''„dieser Mann, nicht so arbeitete, wie man es normalerweise gewohnt war, nämlich zunächst das Gewölbe zu stützen und dann nach und nach vor zutreiben, um das Material herauszuholen. Er tat dies auf ganz ungewöhnliche Weise dadurch, dass er mit Hilfe von Schwarzpulver ein kleines Loch in den Berg machte, um ihn mit Gewalt aufzubrechen und auf diese Weise zu erfahren, was in ihm verborgen war.&amp;quot;''. Ebenso wurde in diesem Bericht erwähnt, dass Martinengo nach einigen Jahren erfolgloser Tätigkeit verschwunden sei. (Heinz Walter WILD, Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau; Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden: Stiftung Bergbaumuseum Schmelzboden-Davos, November 1984, 8. Jahrgang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Einführung des Schießens wird auch immer wieder der Freiberger Oberbergmeister Martin Weigel und das Jahr 1613 genannt. Diese Aussagen beziehen sich jedoch auf einen Freiberger Ausbeutebogen vom Quartal Trinitatis 1715, auf dem folgender Text zu finden ist:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„In der 11. Wo. dieses qvartals ist Samuel Wiedner / Unter-Steiger auf St. Anna und Alt-Väter Fgrb. an der Halßbrücke / nachdem der von ihn angelegte Schuß sich etwas verhalten / und er wieder dazu fahren wollen/vom Schuß ergrieffen und ums Leben kommen. Das Bohren und Schiessen auf den Gestein ist anno 1613. von Martin Weigeln Ober-Bergmeistern allhier erfunden worden / und wurden anfangs Pflöcke dazu gebraucht / und in die Bohr-Löcher getrieben / seit etlich 30. Jahren aber ist solches viel sicherer und leichter mit Letten verrichtet worden. Auch hat man nunmehro hiesiges Ortes gewisse kleine Hand-Bohrer introduciret / durch welche die Häuer dem festen Gestein / mit sonderlichen Vortheil / grossen Abbruch thun können.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anmerkung führte wohl dazu, dass August Beyer in „Das gesegnete Markgrafthum Meissen“ (Dresden, 1732), in dem die Ausbeutezahlen von 1529 bis 1729 aufgeführt werden, neben den Ausbeutezahlen des Jahres 1613 schrieb:&amp;lt;br /&amp;gt;''„In diesen Jahr hat Martin Weigold das Bohren im Gestein mit dem Pflock zu schießen erfunden.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätere Autoren übernahmen diese Aussage, ohne sie in irgendeiner Form urkundlich belegen zu können und verwiesen auf Beyer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen Zeit sind keine Dokumente aus der Zeit um 1613 bekannt, die diese Aussage belegen können. Es stellt sich auch die Frage, warum eine so bedeutende Neuerung erst 14 Jahre später von einem anderen Ort aus ihren Siegeszug antreten sollte und erst 30 Jahre später in Freiberg Einzug hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1617 gibt es aus Lothringen Belege, die auf Sprengungen mittels Schwarzpulver in den Bergwerken von Le Thillot hindeuten könnten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Rechnung für das 4. Quartal 1617 (Comptes trimestriels des mines du Thillot. Année 1617), die im Archive des Départements von Meurthe-et-Moselle. Archiv-Nr.: B 8366 vorhanden ist, wird Schwarzpulver aufgeführt. So wurde im 4. Quartal 1617 die Ausgabe von 9 Francs und 6 Gros für eine nicht näher präzisierte Menge von Pulver aufgeführt, um&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„zu schießen in dem Bergwerk und um den Felsen zu sprengen.“''. (Francis PIERRE: Les mines de cuivre et d’argent de la haute Moselle. Apparition et évolution des techniques de percement à la poudre noire. Le Thillot (Vosges). In: Lotharingia. T. 5. Nancy 1993).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch für folgende Quartale sind Abrechnungen über Schwarzpulver vorhanden. Allerdings deutet der ziemlich geringe Betrag von 9 Francs und 6 Gros auf eine ebenso geringe Menge an verwendeten Schwarzpulver (etwa 4 Pfund) und somit nicht auf eine kontinuierlicher, eher auf einen selektiven oder versuchsweisen Einsatz hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wirklich urkundlich belegt sind die Sprengungen am 08. Februar 1627 im „Ober Piberstolln“ in Schemnitz, die durch den Tiroler Caspar Weindl durchgeführt wurde. So findet sich im Schemnitzer Berggerichtsbuch von 1627 folgender Eintrag:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''&amp;quot;Adi 8. Februari, dits 1627 Jars, hat die Gancz Löblich Gewerkschafft beim hauptperkhwerch Ober Piberstolln, Ihr Kai: Mai: perggericht zur Schembnitz zur Einfart wegen des Casper Weindlesz Sprengwerch solches in Augenschein zu nehmen, ob es dem Gezimerwerch durch dasz schiessen schedlich sein mechte, in beratschlagung zu ziehen begrueszt, Über solchen eingenommenen Augenschein, vnd in Gegenwart der Ambtleut, Sowol des Perggerichts, beschehenen Schusz hat sichs befunden, dasz dieses Sprengwerch wol fürzunehmen sei, vnd nichts schedlichs causirn werde, ob zu Zeitten gleich ein Rauch entstehet, vergeet er doch in ainer Viertl Stundt, vnd ist den hewern ohne schaden, nimbt auch viel böses Wetter mit sich wegkh, Aber offt zu schiessen, würde es nit thuen, denn es würde die anderen Khüren im Arzthauen vnd Geföl, wenn Sie offt sollen stilhalten, verhintern, Aber für Rahtsamb war, die weillen im Danielschlag schöne Anbrüch vorfanden, die aber Zimblich fesst, doch keine heuer die man zuelegen mechte vorhanden sein, daselbst So wol in den Schächten vnnd Stolwenten auf der Soolen liesz sich dasz Sprengwerch gar wol an.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weiter ist dermallen Caspar Sprenger befragt worden, ob er diese Örtter im Danielschlag wollte zu Lehenschafft annemben, Weil das ainczige Ortt im tieffisten, den Vncosten mit dem Sprengen nicht ertragen würde, hierüber meldt solcher, wenn man Ime 40 oder 50 guette Heuer gibt, So traue er Ihme diese Örter gar wol mit der Herren Gewerckhen guetten Nuczen zu Lehenschafft anzunemben. Auf solch sein erpieten wird Ime Caspar darauf geantwort: Weil im Tieffisten viel Örtter aus Mangel Heier feiern müssen vnnd dits Orts allein ein 40 Heier von Nöten, vnd sein doch keine vorfanden, ob man nit Mitl haben könne, Soviel Heier etwo von anderen Darauf meldt Caspar, wann man den Uncossten, der darauf geen würde, nit ansehen, noch Sparen wolt, vnnd Ime ainen Paszbrieff von Ihr Kai: Mai: ausbringen vnd ertailen würde, trauet er Ime gar wol ausz Tyroll ain anzahl guetter Heier, zu Nottdurfft an solche Örtter als in das Tieffeste, Danielschlag, hintern Künsten, Schächten, Stolwant, an der Sol: vnnd andere Örtter zue zu weitten vnd ins werkh zusetzen herein zu bringen. Souil thuet das Kaiserlich Perggericht ain Gancze Löbliche Gewerckhschaft berichten, welche ohne maszgeben auf solcher verern beratschlagungen des Caspar Sprengers Zuesagen : Vnnd erpietten ins Werckh zuseczen wissen werden,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Datum Schembnicz den 16 Februari A. 1627.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Putscher Pergkmaister'',&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Caspar Pistorius,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Chri: Spilberger, Pergkgerichtsschreiber.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wurde kann man davon ausgehen, dass es sich hier um Sprengungen handelt, bei denen Bohrlöcher angefertigt wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Caspar Weindl, der den Beinahmen „Sprenger“ erhielt, war vor der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz, auf den in Tirol liegenden Bergwerken des Grafen Montecuccoli tätig, des Oberstkammergrafen von Schemnitz (Quelle: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass er bereits im Vorfeld der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz schon Versuche mit dieser Technologie in Schemnitz selber und in Tiroler Bergwerken unternahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue, nun erfolgreich angewandte Technologie, verbreitete sich schnell. So kam sie wohl schon im gleichen Jahr in den Kupfergruben im böhmischen Graslitz zum Einsatz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Erst im Jahre 1627 wurde aus Ungarn die Schießarbeit auf den Graslitzer Kupferwerken eingeführt, nach den vorhandenen abgeschossenen Bohrlöchern zu schließen - die zweimännische; doch hatte diese Verbesserung von keinem tiefgreifenden Einflüsse auf den dortigen Bergwerksbetrieb mehr sein können, da noch In demselben Jahre das Religlonsedict einen sehr  großen Teil der Einwohner von Graslitz, weil sie Protestanten waren, zur Auswanderung nöthigte.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Konstantin von NOWICKI „Die Wiedergewältigung des alten Kupferbergbaues von Graslitz in Böhmen“, Prag 1862)&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1628 gibt es im Stiftsarchiv St. Lambrecht einen Brief, der die Entsendung des Sprengkundigen Ruep Meytesperger in die Eisenstein- und Hittracherzgruben des Stiftes St. Lambrecht in der Steiermark beschreibt. Meytesperger soll den dortigen Arbeitern das Sprengen zeigen und diese darin unterrichten. Der Brief vom 29. Oktober 1628 von Georg Fischer aus Friesach an P. Andreas von St. Lambrecht hat folgenden Inhalt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ehrwürdig Edler und Wohlgelehrter Herr etc. Euer Ehrwürden seindt mein gantz gevlißne Dienst iederzeit bevohr.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Auf abgeredt und verlaßner massen vor dreyer tagen übersende Euren Ehrwürden etc. ich hiemit zeigern Ruep Meytespergern sambt andern zween guetter Pergkarbeiter zu belegung des Pleyglantzes und Hütrauch Erzt, denen zweyen wollen sie wöchentlich per 1 il iedem Cost oder gelt sambt Liechter und Eißen, wie der Meytesperger derselben anzaigen wirdt, ervolgen lassen, welche er Meydtesperger an die arbeit selbst anordnen und sobalt ich wider zu Hauß komb, sol ihnen nach dem Centner oder Kübl verdingt werden, damit Ihr Ehrwürden von ihnen nicht alle wochen uberlauffen werden, mögen sie ihnen (doch ohne maßgebung) auf etliche wochen die Cost ervolgen lassen, dann ihnen wol zu trauen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Dem Meytesperger aber hab ich selbst Zehrung ertheilt, würdt ungevor ein Tag 8 oder mehr drüben verbleiben und dennen arbeitern bei dem Eißenstein- sowohl bei dem Hüttrauch Erzt das Sprenngen zeigen und underrichten (deme sie uf sein begehren Pulffer preperieren und die schüß zu 8, 10 oder 12 Lot machen, wie er begern würdt, sowohl nach seinen angeben 2 oder dreierlei Porer den Schmidt verfertigen lassen, und würdt hiemit gedachter Meitesperger an seinen Vleiß nichts ermindern lossen. Wollen Ihr Ehrwürden denen arbeitern, so das Sprenngen von Ihme sehen und lehrnen, anzaigen, daß sie ihme treulich volgen und behuetsambt darmit umbgehen. Weil auch in den grueben bei dem Eißenstein auch zu sprenngen guete gelegenheit, soll Er sie auch daselbsten anweißen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Es haben Ihr Gnaden vor Irem abreißen dem Hanßen im Pach in meinem beisein schlecht hackhenpulffer zu machen bevohlen, das wollen Sie darzue preperieren und das Scheiben Pulffer, weil es noch so teuer, sparen, würdt dennoch störkher als das guete worden.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''Dem Meydesperger hab ich auch under andern bevohlen, in die grueben hinder dem Closster, davon ich einen schwardtzen schüffer mit herüber gefürt, zu fahren und denn augenschein einzunehmen, weil der stein Vitriolismum, würdt darinnen ein gantzer Vitriol viß zu finden sein, der zu Colnierung deß Eißens tauglich sein würdt, noch biß dato hab ichs, weil ich kein Floßeißen noch nicht empfanngen, kein prob machen khönnen, darumben auch Ir Hochwürden und Gnaden ich noch nichts zuschreiben kann, soll aber zu meiner widerkunft förderlichen beschehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Letzlichen sover Ir Ehrwürden das im Closter ligende Pleyerzt noch nicht nach dem Hof (= Mariahof) gesannt, das sie es morgen oder Erdag wollen dahin verschaffen, dann ich solches künfftigen Mitwoch gewiß abhoiien zu lassen bedacht. Auf dißmahl anders nichts Neus, dann Euer Ehrwürden ich mich zu dero Ehrwürden iederzeit befehlen thue.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Friesach den 29. Octobris Anno 1628.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Euer Ehrwürden dienstgevlißner''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Fischer''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''m. p.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Walter BRUNNER: Anfänge der bergmännischen Sprengtechnik in der Steiermark; in: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft von Ruep Meytesperger ist leider nichts bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass er vorher im näheren Umfeld von Caspar Weindl tätig war, da er so seine Kenntnisse als „Sprengkundiger“ sammeln konnte. Wichtig ist aber, dass in dem Brief sowohl die Verwendung von Bohrern als auch die Tiefe der Bohrlöcher erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich durch die Abwanderung von protestantischen Bergleuten aus Graslitz, wurde diese Technologie in den Harz gebracht, wo im Jahr 1632 in Clausthal die erste Sprengung erfolgt sein soll. Entsprechende Abrechnungen für Pulver sind aber erst ab dem Jahr 1634 belegt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Bohren und Schießen ist zuerst Anno 1632 auf den Clausthalschen Bergwerken aufgekommen, anfangs aber gar sparsam gebraucht worden, wie daher abzunehmen, daß man vor dem 1634sten Jahre kein Pulver in den wöchentlichen Anschnitten (Bergrechnungen) berechnet findet, wie nachhero.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Clausthal aus verbreitete sich diese Technologie weiter und wurde durch Caspar Morgenstern nach Freiberg in Sachsen gebracht, wo sie im Jahr 1643 nachweislich angewendet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Die Sprengarbeit in den Gruben ward, wie geschichtskundig, erst im Jahre 1627 aus Ungarn nach Teutschland versetzt, nach Gräßlit'z in Böhmen, kam von da auf den Harz und von diesem im Jahre 1643 durch Caspar Morgenstern nach Sachsen. Dieser Bergmann gab auf den Freyberger Gruben das Bohren mit eisernen Bohrern und Schießen zuerst an und beschäftigte sich anfangs blos neben der Schicht damit, indem man im Jahre 1644 z. B. auf der Grube Hohe Birke obere 9te bis l0te Maas im Quartal Reminiscere l n. 3 Gr. für 32 Zoll zu bohren nach seiner Schicht, sowie 6 Gr. für 2 Schichten die Löcher anzustecken (anzubrennen und wegzuschiessen) verschrieb. Im Jahre 1644 bis Ende 1652 gab sich Caspar Morgenstern sodann blos mit Bohren und Scbiessen auf genannter Grube ab, welchem Michael Eämler und Hans Werlich, nachdem Morgenstern ins Gnadengeld gesetzt worden, bis zum Jahre 1658. nachfolgten; von dieser Zeit an mußte jeder Häuer sein Loch bohren und anstecken und erhielt für jeden Schuß drei Groschen Schießgeld.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Christian Wilhelm Fridrich SCHMID, Kurze Geschichte der Erfindung der Meisnischen Bergwerke und der Entwicklung ihrer Technik, Freiberg (ungedruckt) aus dem Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Harzer und Sächsische Bergleute verbreitet sich das Schießen bis Mitte des 18. Jahrhunderts weiter über ganz Europa.&lt;br /&gt;
Diese Technologie selber setzte sich aber nur sehr langsam, anfänglich als Unterstützung und später in Kombination mit der Schlägel- und Eisenarbeit durch. Ursachen für den schleppenden Einzug des Bohrens und Schießens waren neben politischen Gründen (30jähriger Krieg, Vertreibung und Pest, während dieser Zeit der Bergbau weitestgehende zum Erliegen kam) und der noch unausgereiften Technologie (unpraktische Bohrköpfe der Kronen- bzw. Kolbenbohrer), auch der hohe Personalbedarf (zwei- und dreimännisches Bohren) bei der Herstellung der großen Bohrlöcher sowie der nicht unerhebliche und teure Pulververbrauch. So wurde es lange Zeit, auch in großen Bergbaurevieren, nur auf einzelnen Gruben praktiziert und findet in der Literatur dieser Zeit kaum Erwähnung.&lt;br /&gt;
So schreibt BAADER zur Freiberger Grube „Hohe Birke“ folgendes:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Man trift hier noch auf alte Oerter, wo bey einer Höhe von ¾ Lachtern und des Ganges Mächtigkeit von 3 Zoll, 3 und 4 zweymännische drittehalb Zollstarke Bohrlöcher anstehen, und es lässt sich also leicht begreifen, wie gering der Nutzen gewesen seyn muß, den unter diesen Umständen die Sprengarbeit gewährte''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die wichtigsten Verbesserungen waren unstreitig die Einführung einmännischer Böhrer und das Lettenschiessen. Wärend letzteres vom Harze hierher kam, haben die Harzer (nach Calvör) den einmännischen Bohrer von den Sachsen angenommen. Das Schiessen mit Zündern kam von Ungarn hierher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Der Einbruch vor Ort wurde zwar lange schon durch Schießen gemacht, aber den Ausschram auf Gängen glaubte man nur mit der Schlägel –und Eisenarbeit machen zu müssen.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: D. BAADER der Jüngere: Beytrag zur Geschichte der Sprengarbeit in Sachsen, im Bergmännisches Journal 1790 von Alexander Wilhelm KÖHLER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Reduzierung des Bohrlochdurchmessers konnte ab Ende des 17. Jahrhunderts auch einmännische Bohrlöcher hergestellt und somit auch der Pulver- und Personalbedarf reduziert werden. Im 18. Jahrhundert wurden statt der Kronen- bzw. Kolbenbohrer verbesserte Handbohrer mit Meißelköpfen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist ein Auszug aus der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669. Dort wird beschrieben, auf was die Steiger bei der Arbeit mit Pulver zu achten haben. Dabei wird auch erwähnt, dass die Häuer scheinbar schon länger vermehrt Bohren und Schießen und deswegen den Umgang mit Schlägel und Eisen nicht mehr so recht beherrschen. Dies kann man als Hinweis darauf deuten, dass das Schießen sich im Geltungsbereich dieser Bergordnung intensiv betrieben wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Vom Unterschied der Arbeit, mit Pulver''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weil die Stroßen in den Gruben unterschiedlich, soll jeder Grubensteiger seine Stroßen zum öftern bebauen, und deren Gelegenheit wohl betrachten, daß wo er einigen Vortheil haben vermeinet, da daselbst mit Schlägel und Eisen, oder mit Keilhauen, Keil, Stück und Eisen abzubrechen, soll er auf solchen Stroßen nicht straks bohren, und das Pulver unnöthiger Weise verschießen laßen, wie dann die Häuer seit dem das Schießen aufgekommen, sich der rechten Bergmanns-Arbeit, Schlägel und Eisen zu gebrauchen, und wie daßelbe anzubringen, entwöhnet, und nur auf das Bohren sich begeben, daß auch wohl vielmahl unnöthiger Weise geschossen, und an den Oertern eine Wand gesprengt wird, der wohl mit Gezäu Abbruch geschehen können.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669 findet man eine Passage, die das Schießen aus dem Ganzen, also aus dem unveritzten Gebirge sowie die Verwendung von Patronen beschreibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, …“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1725 im sächsischen Bergbau das „Schießen aus dem Ganzen“ erfolgreich erprobt. Dabei wurde durch das Anlegen mehrerer paralleler Bohrlöcher erst ein Einbruch geschossen, in dessen Hohlraum dann der Rest gesprengt wurde. Die Lunten der einzelnen Sprengladungen wurden dabei gleichzeitig gezündet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Somit konnte die Sprengkraft optimal ausgenutzt und die Vortriebsleistung gesteigert werden. Im Jahr 1740 wurde dann durch die Stollnordnung des Kurfürst Friedrich August II. das ''&amp;quot;nutzbarliche Schießen aus dem Ganzen&amp;quot;'' eingeführt. Der Vortrieb von Stolln und Strecken erfolgte nun durch Sprengung auf dem ganzen Querschnitt und löste die Schlägel- und Eisenarbeit weitestgehend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2680</id>
		<title>Bohren und Schießen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2680"/>
				<updated>2012-09-20T13:20:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Bohren und Schießen''' war eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der durch das manuelle anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver eine deutliche Erhöhung der Vortriebs- und Abbauleistung gegenüber der [[Schlägel- und Eisenarbeit]] erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische [[Gezähe]] des Bohrens und Schießens war der [[Bohrer]], der [[Schlägel|Fäustel]], der [[Krätzer]], der [[Lettenstampfer]] und die [[Räumnadel]]. Beim Schießen mittels [[Schießpflock]] wurden zusätzlich noch [[Schießpflock|Schießpflöcke]] und [[Schießspreize]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Technologie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist gab der Steiger die Stelle vor, wo das Bohrloch angelegt werden sollte. Anschließend wurde in das Gestein eine kleine Vertiefung geschlagen und darin der Anfangsbohrer angesetzt. Mit den im [[Bohrpost]] vorhandenen Bohrern konnte nun das Bohrloch hergestellt werden. Dabei wurde der Bohrer wurde dabei nach jedem zweiten Schlag mit dem Fäustel leicht gedreht (umgesetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bohrgrus (Bohrmehl) wurde mit Wasser feucht gehalten, das in einem kleinen Holzgefäß ([[Bohrtrog]]) aufbewahrt wurde. Das letzte Stück wurde meist ohne Wasser gebohrt, damit man das Bohrloch im Anschluss besser trocken bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Krätzer]] wurde das Bohrgrus herausgeholt. Eine über das Bohrloch gelegte Lederscheibe mit einem Loch in der Mitte ([[Bohrdeckel]]) verhinderte das Herausspritzen des breiigen Bohrkleins. Am Schluss wurde durch den Ring am oberen Ende der Krätzers ein [[Bohrlappen]] gesteckt und mit ihm das Bohrloch trocken gewischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde die pulvergefüllte [[Patrone]] mit der Räumnadel aufgespießt und in das Bohrloch geschoben. Nach Einbringen eines Pfropfens aus Papier, Holz oder anderen Material (vormals wurden [[Schießpflock|Schießpflöcke]] verwendet) über der Patrone, wurde das Bohrloch mit [[Besatz]] oder [[Wolger]]n gefüllt und unter Zuhilfenahme des [[Schlägel|Fäustels]] sowie des [[Lettenstampfer]]s, dessen Hohlkehle an der Nadel liegt, mit Anfangs leichten und später kräftigen Schlägen der Besatz verdichtet. Letztendlich wurde das Bohrloch noch mit [[Letten]] verschmiert und die Räumnadel vorsichtig aus dem Bohrloch herausgetrieben, in dem eine [[Bohrer|Bohrstange]] durch den Ring der Bohrnadel gesteckt und leicht darauf geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
In den so bis zur Patrone entstandenen Zündkanal wurde nun der [[Halm]] als Zünder gesteckt. An das aus dem Bohrloch herausstehende Ende des Halmes wurde nun das [[Schwefelmännchen]], ein mit Schwefel getränkter Wollfaden, angebracht und mit der [[Geleucht|Öllampe]] entzündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geschichtliche Entwicklung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Sprengens in Bergwerken ist gerade für die Anfangszeit schwer urkundlich zu belegen. Da diese Technologie aber in Agricolas „De Re Metallica“ nicht beschrieben ist kann man davon ausgehen, dass ihm diese auch nicht bekannt war und somit in der Zeit vor 1550 nicht im mitteleuropäischen Bergbau zur Anwendung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lag natürlich nahe, sich die explosive Kraft des Pulvers auch im Bergbau zu Nutze zu machen und somit wird es sicherlich auch viele Versuche gegeben haben, die nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Es ist auch anzunehmen, dass man anfänglich die Ladung in Klüften oder im Schram anbrachte bzw. versuchte, in den Schram hineinzuschießen. Erfolgreich wurde diese Technologie aber erst, als man die Ladungen in eigens dafür hergestellten Bohrlöchern zur Explosion brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Staatsarchiv von Venedig wurde im Jahr 1959 ein Bericht des Generalvikars für den Bergbau der Republik Venedig gefunden, die auf erste untertägige Sprengungen hindeuten könnte. In diesem Bericht stand, dass Giovanni Battista Martinengo im Jahr 1573 einen Antrag auf Pacht von Gruben stellte und die Konzession zum Ausbeuten der Bergwerke in Schio bei Vincenza durch den „Rat der Zehn“ bekam, weil er 12% des Ertrages (üblich war der Zehnte) abführen wollte. Weiter heißt es in dem Bericht, dass ''„dieser Mann, nicht so arbeitete, wie man es normalerweise gewohnt war, nämlich zunächst das Gewölbe zu stützen und dann nach und nach vor zutreiben, um das Material herauszuholen. Er tat dies auf ganz ungewöhnliche Weise dadurch, dass er mit Hilfe von Schwarzpulver ein kleines Loch in den Berg machte, um ihn mit Gewalt aufzubrechen und auf diese Weise zu erfahren, was in ihm verborgen war.&amp;quot;''. Ebenso wurde in diesem Bericht erwähnt, dass Martinengo nach einigen Jahren erfolgloser Tätigkeit verschwunden sei. (Heinz Walter WILD, Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau; Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden: Stiftung Bergbaumuseum Schmelzboden-Davos, November 1984, 8. Jahrgang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Einführung des Schießens wird auch immer wieder der Freiberger Oberbergmeister Martin Weigel und das Jahr 1613 genannt. Diese Aussagen beziehen sich jedoch auf einen Freiberger Ausbeutebogen vom Quartal Trinitatis 1715, auf dem folgender Text zu finden ist:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„In der 11. Wo. dieses qvartals ist Samuel Wiedner / Unter-Steiger auf St. Anna und Alt-Väter Fgrb. an der Halßbrücke / nachdem der von ihn angelegte Schuß sich etwas verhalten / und er wieder dazu fahren wollen/vom Schuß ergrieffen und ums Leben kommen. Das Bohren und Schiessen auf den Gestein ist anno 1613. von Martin Weigeln Ober-Bergmeistern allhier erfunden worden / und wurden anfangs Pflöcke dazu gebraucht / und in die Bohr-Löcher getrieben / seit etlich 30. Jahren aber ist solches viel sicherer und leichter mit Letten verrichtet worden. Auch hat man nunmehro hiesiges Ortes gewisse kleine Hand-Bohrer introduciret / durch welche die Häuer dem festen Gestein / mit sonderlichen Vortheil / grossen Abbruch thun können.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anmerkung führte wohl dazu, dass August Beyer in „Das gesegnete Markgrafthum Meissen“ (Dresden, 1732), in dem die Ausbeutezahlen von 1529 bis 1729 aufgeführt werden, neben den Ausbeutezahlen des Jahres 1613 schrieb:&amp;lt;br /&amp;gt;''„In diesen Jahr hat Martin Weigold das Bohren im Gestein mit dem Pflock zu schießen erfunden.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätere Autoren übernahmen diese Aussage, ohne sie in irgendeiner Form urkundlich belegen zu können und verwiesen auf Beyer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen Zeit sind keine Dokumente aus der Zeit um 1613 bekannt, die diese Aussage belegen können. Es stellt sich auch die Frage, warum eine so bedeutende Neuerung erst 14 Jahre später von einem anderen Ort aus ihren Siegeszug antreten sollte und erst 30 Jahre später in Freiberg Einzug hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1617 gibt es aus Lothringen Belege, die auf Sprengungen mittels Schwarzpulver in den Bergwerken von Le Thillot hindeuten könnten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Rechnung für das 4. Quartal 1617 (Comptes trimestriels des mines du Thillot. Année 1617), die im Archive des Départements von Meurthe-et-Moselle. Archiv-Nr.: B 8366 vorhanden ist, wird Schwarzpulver aufgeführt. So wurde im 4. Quartal 1617 die Ausgabe von 9 Francs und 6 Gros für eine nicht näher präzisierte Menge von Pulver aufgeführt, um&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„zu schießen in dem Bergwerk und um den Felsen zu sprengen.“''. (Francis PIERRE: Les mines de cuivre et d’argent de la haute Moselle. Apparition et évolution des techniques de percement à la poudre noire. Le Thillot (Vosges). In: Lotharingia. T. 5. Nancy 1993).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch für folgende Quartale sind Abrechnungen über Schwarzpulver vorhanden. Allerdings deutet der ziemlich geringe Betrag von 9 Francs und 6 Gros auf eine ebenso geringe Menge an verwendeten Schwarzpulver (etwa 4 Pfund) und somit nicht auf eine kontinuierlicher, eher auf einen selektiven oder versuchsweisen Einsatz hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wirklich urkundlich belegt sind die Sprengungen am 08. Februar 1627 im „Ober Piberstolln“ in Schemnitz, die durch den Tiroler Caspar Weindl durchgeführt wurde. So findet sich im Schemnitzer Berggerichtsbuch von 1627 folgender Eintrag:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''&amp;quot;Adi 8. Februari, dits 1627 Jars, hat die Gancz Löblich Gewerkschafft beim hauptperkhwerch Ober Piberstolln, Ihr Kai: Mai: perggericht zur Schembnitz zur Einfart wegen des Casper Weindlesz Sprengwerch solches in Augenschein zu nehmen, ob es dem Gezimerwerch durch dasz schiessen schedlich sein mechte, in beratschlagung zu ziehen begrueszt, Über solchen eingenommenen Augenschein, vnd in Gegenwart der Ambtleut, Sowol des Perggerichts, beschehenen Schusz hat sichs befunden, dasz dieses Sprengwerch wol fürzunehmen sei, vnd nichts schedlichs causirn werde, ob zu Zeitten gleich ein Rauch entstehet, vergeet er doch in ainer Viertl Stundt, vnd ist den hewern ohne schaden, nimbt auch viel böses Wetter mit sich wegkh, Aber offt zu schiessen, würde es nit thuen, denn es würde die anderen Khüren im Arzthauen vnd Geföl, wenn Sie offt sollen stilhalten, verhintern, Aber für Rahtsamb war, die weillen im Danielschlag schöne Anbrüch vorfanden, die aber Zimblich fesst, doch keine heuer die man zuelegen mechte vorhanden sein, daselbst So wol in den Schächten vnnd Stolwenten auf der Soolen liesz sich dasz Sprengwerch gar wol an.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weiter ist dermallen Caspar Sprenger befragt worden, ob er diese Örtter im Danielschlag wollte zu Lehenschafft annemben, Weil das ainczige Ortt im tieffisten, den Vncosten mit dem Sprengen nicht ertragen würde, hierüber meldt solcher, wenn man Ime 40 oder 50 guette Heuer gibt, So traue er Ihme diese Örter gar wol mit der Herren Gewerckhen guetten Nuczen zu Lehenschafft anzunemben. Auf solch sein erpieten wird Ime Caspar darauf geantwort: Weil im Tieffisten viel Örtter aus Mangel Heier feiern müssen vnnd dits Orts allein ein 40 Heier von Nöten, vnd sein doch keine vorfanden, ob man nit Mitl haben könne, Soviel Heier etwo von anderen Darauf meldt Caspar, wann man den Uncossten, der darauf geen würde, nit ansehen, noch Sparen wolt, vnnd Ime ainen Paszbrieff von Ihr Kai: Mai: ausbringen vnd ertailen würde, trauet er Ime gar wol ausz Tyroll ain anzahl guetter Heier, zu Nottdurfft an solche Örtter als in das Tieffeste, Danielschlag, hintern Künsten, Schächten, Stolwant, an der Sol: vnnd andere Örtter zue zu weitten vnd ins werkh zusetzen herein zu bringen. Souil thuet das Kaiserlich Perggericht ain Gancze Löbliche Gewerckhschaft berichten, welche ohne maszgeben auf solcher verern beratschlagungen des Caspar Sprengers Zuesagen : Vnnd erpietten ins Werckh zuseczen wissen werden,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Datum Schembnicz den 16 Februari A. 1627.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Putscher Pergkmaister'',&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Caspar Pistorius,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Chri: Spilberger, Pergkgerichtsschreiber.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wurde kann man davon ausgehen, dass es sich hier um Sprengungen handelt, bei denen Bohrlöcher angefertigt wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Caspar Weindl, der den Beinahmen „Sprenger“ erhielt, war vor der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz, auf den in Tirol liegenden Bergwerken des Grafen Montecuccoli tätig, des Oberstkammergrafen von Schemnitz (Quelle: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass er bereits im Vorfeld der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz schon Versuche mit dieser Technologie in Schemnitz selber und in Tiroler Bergwerken unternahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue, nun erfolgreich angewandte Technologie, verbreitete sich schnell. So kam sie wohl schon im gleichen Jahr in den Kupfergruben im böhmischen Graslitz zum Einsatz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Erst im Jahre 1627 wurde aus Ungarn die Schießarbeit auf den Graslitzer Kupferwerken eingeführt, nach den vorhandenen abgeschossenen Bohrlöchern zu schließen - die zweimännische; doch hatte diese Verbesserung von keinem tiefgreifenden Einflüsse auf den dortigen Bergwerksbetrieb mehr sein können, da noch In demselben Jahre das Religlonsedict einen sehr  großen Teil der Einwohner von Graslitz, weil sie Protestanten waren, zur Auswanderung nöthigte.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Konstantin von NOWICKI „Die Wiedergewältigung des alten Kupferbergbaues von Graslitz in Böhmen“, Prag 1862)&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1628 gibt es im Stiftsarchiv St. Lambrecht einen Brief, der die Entsendung des Sprengkundigen Ruep Meytesperger in die Eisenstein- und Hittracherzgruben des Stiftes St. Lambrecht in der Steiermark beschreibt. Meytesperger soll den dortigen Arbeitern das Sprengen zeigen und diese darin unterrichten. Der Brief vom 29. Oktober 1628 von Georg Fischer aus Friesach an P. Andreas von St. Lambrecht hat folgenden Inhalt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ehrwürdig Edler und Wohlgelehrter Herr etc. Euer Ehrwürden seindt mein gantz gevlißne Dienst iederzeit bevohr.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Auf abgeredt und verlaßner massen vor dreyer tagen übersende Euren Ehrwürden etc. ich hiemit zeigern Ruep Meytespergern sambt andern zween guetter Pergkarbeiter zu belegung des Pleyglantzes und Hütrauch Erzt, denen zweyen wollen sie wöchentlich per 1 il iedem Cost oder gelt sambt Liechter und Eißen, wie der Meytesperger derselben anzaigen wirdt, ervolgen lassen, welche er Meydtesperger an die arbeit selbst anordnen und sobalt ich wider zu Hauß komb, sol ihnen nach dem Centner oder Kübl verdingt werden, damit Ihr Ehrwürden von ihnen nicht alle wochen uberlauffen werden, mögen sie ihnen (doch ohne maßgebung) auf etliche wochen die Cost ervolgen lassen, dann ihnen wol zu trauen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Dem Meytesperger aber hab ich selbst Zehrung ertheilt, würdt ungevor ein Tag 8 oder mehr drüben verbleiben und dennen arbeitern bei dem Eißenstein- sowohl bei dem Hüttrauch Erzt das Sprenngen zeigen und underrichten (deme sie uf sein begehren Pulffer preperieren und die schüß zu 8, 10 oder 12 Lot machen, wie er begern würdt, sowohl nach seinen angeben 2 oder dreierlei Porer den Schmidt verfertigen lassen, und würdt hiemit gedachter Meitesperger an seinen Vleiß nichts ermindern lossen. Wollen Ihr Ehrwürden denen arbeitern, so das Sprenngen von Ihme sehen und lehrnen, anzaigen, daß sie ihme treulich volgen und behuetsambt darmit umbgehen. Weil auch in den grueben bei dem Eißenstein auch zu sprenngen guete gelegenheit, soll Er sie auch daselbsten anweißen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Es haben Ihr Gnaden vor Irem abreißen dem Hanßen im Pach in meinem beisein schlecht hackhenpulffer zu machen bevohlen, das wollen Sie darzue preperieren und das Scheiben Pulffer, weil es noch so teuer, sparen, würdt dennoch störkher als das guete worden.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''Dem Meydesperger hab ich auch under andern bevohlen, in die grueben hinder dem Closster, davon ich einen schwardtzen schüffer mit herüber gefürt, zu fahren und denn augenschein einzunehmen, weil der stein Vitriolismum, würdt darinnen ein gantzer Vitriol viß zu finden sein, der zu Colnierung deß Eißens tauglich sein würdt, noch biß dato hab ichs, weil ich kein Floßeißen noch nicht empfanngen, kein prob machen khönnen, darumben auch Ir Hochwürden und Gnaden ich noch nichts zuschreiben kann, soll aber zu meiner widerkunft förderlichen beschehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Letzlichen sover Ir Ehrwürden das im Closter ligende Pleyerzt noch nicht nach dem Hof (= Mariahof) gesannt, das sie es morgen oder Erdag wollen dahin verschaffen, dann ich solches künfftigen Mitwoch gewiß abhoiien zu lassen bedacht. Auf dißmahl anders nichts Neus, dann Euer Ehrwürden ich mich zu dero Ehrwürden iederzeit befehlen thue.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Friesach den 29. Octobris Anno 1628.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Euer Ehrwürden dienstgevlißner''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Fischer''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''m. p.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Walter BRUNNER: Anfänge der bergmännischen Sprengtechnik in der Steiermark; in: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft von Ruep Meytesperger ist leider nichts bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass er vorher im näheren Umfeld von Caspar Weindl tätig war, da er so seine Kenntnisse als „Sprengkundiger“ sammeln konnte. Wichtig ist aber, dass in dem Brief sowohl die Verwendung von Bohrern als auch die Tiefe der Bohrlöcher erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich durch die Abwanderung von protestantischen Bergleuten aus Graslitz, wurde diese Technologie in den Harz gebracht, wo im Jahr 1632 in Clausthal die erste Sprengung erfolgt sein soll. Entsprechende Abrechnungen für Pulver sind aber erst ab dem Jahr 1634 belegt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Bohren und Schießen ist zuerst Anno 1632 auf den Clausthalschen Bergwerken aufgekommen, anfangs aber gar sparsam gebraucht worden, wie daher abzunehmen, daß man vor dem 1634sten Jahre kein Pulver in den wöchentlichen Anschnitten (Bergrechnungen) berechnet findet, wie nachhero.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Clausthal aus verbreitete sich diese Technologie weiter und wurde durch Caspar Morgenstern nach Freiberg in Sachsen gebracht, wo sie im Jahr 1643 nachweislich angewendet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Die Sprengarbeit in den Gruben ward, wie geschichtskundig, erst im Jahre 1627 aus Ungarn nach Teutschland versetzt, nach Gräßlit'z in Böhmen, kam von da auf den Harz und von diesem im Jahre 1643 durch Caspar Morgenstern nach Sachsen. Dieser Bergmann gab auf den Freyberger Gruben das Bohren mit eisernen Bohrern und Schießen zuerst an und beschäftigte sich anfangs blos neben der Schicht damit, indem man im Jahre 1644 z. B. auf der Grube Hohe Birke obere 9te bis l0te Maas im Quartal Reminiscere l n. 3 Gr. für 32 Zoll zu bohren nach seiner Schicht, sowie 6 Gr. für 2 Schichten die Löcher anzustecken (anzubrennen und wegzuschiessen) verschrieb. Im Jahre 1644 bis Ende 1652 gab sich Caspar Morgenstern sodann blos mit Bohren und Scbiessen auf genannter Grube ab, welchem Michael Eämler und Hans Werlich, nachdem Morgenstern ins Gnadengeld gesetzt worden, bis zum Jahre 1658. nachfolgten; von dieser Zeit an mußte jeder Häuer sein Loch bohren und anstecken und erhielt für jeden Schuß drei Groschen Schießgeld.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Christian Wilhelm Fridrich SCHMID, Kurze Geschichte der Erfindung der Meisnischen Bergwerke und der Entwicklung ihrer Technik, Freiberg (ungedruckt) aus dem Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Harzer und Sächsische Bergleute verbreitet sich das Schießen bis Mitte des 18. Jahrhunderts weiter über ganz Europa.&lt;br /&gt;
Diese Technologie selber setzte sich aber nur sehr langsam, anfänglich als Unterstützung und später in Kombination mit der Schlägel- und Eisenarbeit durch. Ursachen für den schleppenden Einzug des Bohrens und Schießens waren neben politischen Gründen (30jähriger Krieg, Vertreibung und Pest, während dieser Zeit der Bergbau weitestgehende zum Erliegen kam) und der noch unausgereiften Technologie (unpraktische Bohrköpfe der Kronen- bzw. Kolbenbohrer), auch der hohe Personalbedarf (zwei- und dreimännisches Bohren) bei der Herstellung der großen Bohrlöcher sowie der nicht unerhebliche und teure Pulververbrauch. So wurde es lange Zeit, auch in großen Bergbaurevieren, nur auf einzelnen Gruben praktiziert und findet in der Literatur dieser Zeit kaum Erwähnung.&lt;br /&gt;
So schreibt BAADER zur Freiberger Grube „Hohe Birke“ folgendes:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Man trift hier noch auf alte Oerter, wo bey einer Höhe von ¾ Lachtern und des Ganges Mächtigkeit von 3 Zoll, 3 und 4 zweymännische drittehalb Zollstarke Bohrlöcher anstehen, und es lässt sich also leicht begreifen, wie gering der Nutzen gewesen seyn muß, den unter diesen Umständen die Sprengarbeit gewährte''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die wichtigsten Verbesserungen waren unstreitig die Einführung einmännischer Böhrer und das Lettenschiessen. Wärend letzteres vom Harze hierher kam, haben die Harzer (nach Calvör) den einmännischen Bohrer von den Sachsen angenommen. Das Schiessen mit Zündern kam von Ungarn hierher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Der Einbruch vor Ort wurde zwar lange schon durch Schießen gemacht, aber den Ausschram auf Gängen glaubte man nur mit der Schlägel –und Eisenarbeit machen zu müssen.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: D. BAADER der Jüngere: Beytrag zur Geschichte der Sprengarbeit in Sachsen, im Bergmännisches Journal 1790 von Alexander Wilhelm KÖHLER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Reduzierung des Bohrlochdurchmessers konnte ab Ende des 17. Jahrhunderts auch einmännische Bohrlöcher hergestellt und somit auch der Pulver- und Personalbedarf reduziert werden. Im 18. Jahrhundert wurden statt der Kronen- bzw. Kolbenbohrer verbesserte Handbohrer mit Meißelköpfen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist ein Auszug aus der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669. Dort wird beschrieben, auf was die Steiger bei der Arbeit mit Pulver zu achten haben. Dabei wird auch erwähnt, dass die Häuer scheinbar schon länger vermehrt Bohren und Schießen und deswegen den Umgang mit Schlägel und Eisen nicht mehr so recht beherrschen. Dies kann man als Hinweis darauf deuten, dass das Schießen sich im Geltungsbereich dieser Bergordnung intensiv betrieben wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Vom Unterschied der Arbeit, mit Pulver''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weil die Stroßen in den Gruben unterschiedlich, soll jeder Grubensteiger seine Stroßen zum öftern bebauen, und deren Gelegenheit wohl betrachten, daß wo er einigen Vortheil haben vermeinet, da daselbst mit Schlägel und Eisen, oder mit Keilhauen, Keil, Stück und Eisen abzubrechen, soll er auf solchen Stroßen nicht straks bohren, und das Pulver unnöthiger Weise verschießen laßen, wie dann die Häuer seit dem das Schießen aufgekommen, sich der rechten Bergmanns-Arbeit, Schlägel und Eisen zu gebrauchen, und wie daßelbe anzubringen, entwöhnet, und nur auf das Bohren sich begeben, daß auch wohl vielmahl unnöthiger Weise geschossen, und an den Oertern eine Wand gesprengt wird, der wohl mit Gezäu Abbruch geschehen können.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669 findet man eine Passage, die das Schießen aus dem Ganzen, also aus dem unveritzten Gebirge sowie die Verwendung von Patronen beschreibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, …“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1725 im sächsischen Bergbau das „Schießen aus dem Ganzen“ erfolgreich erprobt. Dabei wurde durch das Anlegen mehrerer paralleler Bohrlöcher erst ein Einbruch geschossen, in dessen Hohlraum dann der Rest gesprengt wurde. Die Lunten der einzelnen Sprengladungen wurden dabei gleichzeitig gezündet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Somit konnte die Sprengkraft optimal ausgenutzt und die Vortriebsleistung gesteigert werden. Im Jahr 1740 wurde dann durch die Stollnordnung des Kurfürst Friedrich August II. das ''&amp;quot;nutzbarliche Schießen aus dem Ganzen&amp;quot;'' eingeführt. Der Vortrieb von Stolln und Strecken erfolgte nun durch Sprengung auf dem ganzen Querschnitt und löste die Schlägel- und Eisenarbeit weitestgehend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Lehentr%C3%A4ger&amp;diff=2679</id>
		<title>Lehenträger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Lehentr%C3%A4ger&amp;diff=2679"/>
				<updated>2012-09-20T10:30:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein '''Lehenträger''' war eine Einzelperson, eine Gesellschaft oder eine [[Gewerkschaft]], welche eine [[Muten|gemutete]] [[Fundgrube]], eine [[Maaß]] oder einen [[Stollen|Stolln]] [[Verleihen|verliehen]] bekommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ''Lehenträger'' war nach der Belehnung verpflichtet, den Betrieb seiner [[Grube]] sofort aufzunehmen, da diese sonst nach einer Frist von 14 Tagen wieder [[Bergfreie|ins Bergfreie]] gefallen viel. Ebenfalls innerhalb von 14 Tagen musste der ''Lehenträger'' das [[Grubenfeld]] vermessen lassen. Die Vermessung wurde mit „verlorener Schnur“ nach einem Antrag der Gewerken beim [[Bergmeister]] durchgeführt und erfolgte im Beisein der [[Geschworener|Geschworenen]], des [[Bergschreiber]]s, des [[Steiger]]s, des [[Schichtmeister]], des Lehenträgers sowie der Gewerken. Es wurde dabei keine rechtsverbindliche [[Stufe]] geschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Mitte des 18. Jahrhunderts war noch das Hauptvermessen oder [[Erbbereiten]] gängige Praxis, während zu Beginn des 19. Jahrhunderts nur noch bei Streitigkeiten um das Grubenfeld amtlich vermessen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Lehentr%C3%A4ger&amp;diff=2678</id>
		<title>Lehenträger</title>
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				<updated>2012-09-20T10:29:25Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein '''Lehenträger''' war eine Einzelperson, eine Gesellschaft oder eine [[Gewerkschaft]], welche eine [[Muten|gemutete]] [[Fundgrube]], eine [[Maaß]] oder einen [[Stollen|Stolln]] [[Verleihung|verliehen]] bekommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ''Lehenträger'' war nach der Belehnung verpflichtet, den Betrieb seiner [[Grube]] sofort aufzunehmen, da diese sonst nach einer Frist von 14 Tagen wieder [[Bergfreie|ins Bergfreie]] gefallen viel. Ebenfalls innerhalb von 14 Tagen musste der ''Lehenträger'' das [[Grubenfeld]] vermessen lassen. Die Vermessung wurde mit „verlorener Schnur“ nach einem Antrag der Gewerken beim [[Bergmeister]] durchgeführt und erfolgte im Beisein der [[Geschworener|Geschworenen]], des [[Bergschreiber]]s, des [[Steiger]]s, des [[Schichtmeister]], des Lehenträgers sowie der Gewerken. Es wurde dabei keine rechtsverbindliche [[Stufe]] geschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Mitte des 18. Jahrhunderts war noch das Hauptvermessen oder [[Erbbereiten]] gängige Praxis, während zu Beginn des 19. Jahrhunderts nur noch bei Streitigkeiten um das Grubenfeld amtlich vermessen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Erbstollengerechtigkeit&amp;diff=2677</id>
		<title>Erbstollengerechtigkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Erbstollengerechtigkeit&amp;diff=2677"/>
				<updated>2012-09-20T10:29:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Erbstollngerechtigkeit''' bedeutet das Recht auf Grund besonderer [[Muten|Mutung]] und [[Verleihen|Verleihung]] zum Betrieb eines [[Erbstollen|Erbstollns]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Patrone&amp;diff=2676</id>
		<title>Patrone</title>
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				<updated>2012-09-20T08:57:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eine '''Patrone''' war eine unten verschlossene Papier-, Leder-, Holz- oder Blechröhre, in die das zum [[Bohren und Schießen|Sprengen]] eines Bohrlochs erforderliche Pulver eingefüllt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Patronen'' erfüllten mehrere Aufgaben. Sie fassten das Pulver zusammen und erleichterten so das Einbringen in das Bohrloch bei gleichzeitiger Verringerung der Gefahr der vorzeitigen Entzündung bei Pulverstreuung. Zusätzlich bewirken sie einen Schutz vor Feuchtigkeit und eine genaue Portionierung des für den Schuss benötigten Pulvers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Wahl des Materials gab es viele unterschiedliche Ansätze. Dabei war darauf zu achten, dass die Patrone dicht ist, das Bohrloch vollkommen ausfüllt, selber nicht zu viel Raum wegnimmt und wenig Kraft zum Zerreißen benötigt. Anfänglich wurden nur lederne oder hölzerne Patronen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„So ferne aber das Loch nicht trocken / sondern sich Wasser darinnen befindet / wie es denn offtmahls geschicht / daß das Wasser eines halben Fingers stark heraus laufft / so werden lederne Patronen gemacht / die sich ins Loch schicken / welche verwichset und wohl verpichet werden / darein thut man das Pulver / und füget den Pflock hinan / welcher zum Zünd-Loch in der Mitten der Länge durchbohret / oder ausgebrand / und handelt damit / wie oben gemeldet.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Churköllnische Bergordnung vom 02. Januar 1669 findet man eine Vorschrift für [[Steiger]], die die Verwendung von hölzernen und ledernen ''Patronen'' beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, aller Enden auch, wo es geschehen und geschossen, die Schießpflöcke mit Schießblechen und Spränzen wohl verwahret werden, damit keine vergebene Arbeit angewendet, und das Pulver und Patronen unnützlich verspielet werde.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am gängigsten waren ''Patronen'' aus geleimtem Papier (Pappe), welches bei nassen Bohrlöchern vorher in Wachs oder Pech getränkt bzw. mit Leinölfirnis überzogen wurden und die ledernen Patronen ablösten.&lt;br /&gt;
Die ''Patrone'' aus Pappe wurde 1689 vom Clausthaler Buchbinder Hanns Luft erfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„So hat Anno 1698. Ein Buchbinder zum Clausthal, Hanns Luft, eine Probe von Papp, die er mit Leim oder Pech überstrichen, vorgezeiget, und berichtet, daß diese so gut und noch besser, als das Leder, die Feuchtigkeit von dem Pulver abhalten könne, maaßen er eine solche Patrone mit Pulver gefüllet, in einen Eimer voll Wasser 24 Stunden lang gehänget, und das Pulver noch trocken befunden habe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Wie nun darauf der Versuch mit solchen Patronen von Papp gelungen: So hat man die ledernen abgeschaffet, und diese Art bei nassen Löchern eingeführet.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei trockenen Bohrlöchern wurden die ''Patronen'' aus Papier auch direkt vor [[Ort]] durch den Bergmann gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„In die trockenen Löcher, wenn dieselbe mit dem Wischer, …, ausgewischet sind, setzet man ungepichte Patronen von papier ein, die von dem Bergmann selbst über eine hölzerne Form geschlagen und mit brennenden Schwefel oder Harz zusammen gefügt werden.“'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfänglich stand man wohl der Verwendung von ''Patronen'' beim [[Bohren und Schießen|Schießen]] skeptisch gegenüber und meinte, dass diese die Sprengwirkung minderten. Wahrscheinlich aber kam eine Minderung der Wirkung durch im Bohrloch verbliebene Hohlräume zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Es ist zu mercken / daß das Pulver / so bloß in das Loch komet / viel grösseren Trieb und Gewalt hat / als dieses so in einer Papierenen Patrone ist / welcher viel gebrauchet werden / will der ledernen geschweigen. Darum soll man in nassen Löchern auch desto mehr Pulver nehmen.&amp;quot;'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde viel mit dem Material für die ''Patronen'' experimentiert. So kamen neben Leder, Holz, Papier und Pappe auch blecherne Patronen aus Zinn  oder Eisenblech zum Einsatz.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

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		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Patrone&amp;diff=2675</id>
		<title>Patrone</title>
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				<updated>2012-09-20T08:56:26Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eine '''Patrone''' war eine unten verschlossene Papier-, Leder-, Holz- oder Blechröhre, in die das zum [[Bohren und Schießen|Sprengen]] eines Bohrlochs erforderliche Pulver eingefüllt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Patronen'' erfüllten mehrere Aufgaben. Sie fassten das Pulver zusammen und erleichterten so das Einbringen in das Bohrloch bei gleichzeitiger Verringerung der Gefahr der vorzeitigen Entzündung bei Pulverstreuung. Zusätzlich bewirken sie einen Schutz vor Feuchtigkeit und eine genaue Portionierung des für den Schuss benötigten Pulvers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Wahl des Materials gab es viele unterschiedliche Ansätze. Dabei war darauf zu achten, dass die Patrone dicht ist, das Bohrloch vollkommen ausfüllt, selber nicht zu viel Raum wegnimmt und wenig Kraft zum Zerreißen benötigt. Anfänglich wurden nur lederne oder hölzerne Patronen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„So ferne aber das Loch nicht trocken / sondern sich Wasser darinnen befindet / wie es denn offtmahls geschicht / daß das Wasser eines halben Fingers stark heraus laufft / so werden lederne Patronen gemacht / die sich ins Loch schicken / welche verwichset und wohl verpichet werden / darein thut man das Pulver / und füget den Pflock hinan / welcher zum Zünd-Loch in der Mitten der Länge durchbohret / oder ausgebrand / und handelt damit / wie oben gemeldet.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Churköllnische Bergordnung vom 02. Januar 1669 findet man eine Vorschrift für [[Steiger]], die die Verwendung von hölzernen und ledernen ''Patronen'' beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, aller Enden auch, wo es geschehen und geschossen, die Schießpflöcke mit Schießblechen und Spränzen wohl verwahret werden, damit keine vergebene Arbeit angewendet, und das Pulver und Patronen unnützlich verspielet werde.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am gängigsten waren ''Patronen'' aus geleimtem Papier (Pappe), welches bei nassen Bohrlöchern vorher in Wachs oder Pech getränkt bzw. mit Leinölfirnis überzogen wurden und die ledernen Patronen ablösten.&lt;br /&gt;
Die ''Patrone'' aus Pappe wurde 1689 vom Clausthaler Buchbinder Hanns Luft erfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„So hat Anno 1698. Ein Buchbinder zum Clausthal, Hanns Luft, eine Probe von Papp, die er mit Leim oder Pech überstrichen, vorgezeiget, und berichtet, daß diese so gut und noch besser, als das Leder, die Feuchtigkeit von dem Pulver abhalten könne, maaßen er eine solche Patrone mit Pulver gefüllet, in einen Eimer voll Wasser 24 Stunden lang gehänget, und das Pulver noch trocken befunden habe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Wie nun darauf der Versuch mit solchen Patronen von Papp gelungen: So hat man die ledernen abgeschaffet, und diese Art bei nassen Löchern eingeführet.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei trockenen Bohrlöchern wurden die ''Patronen'' aus Papier auch direkt vor [[Ort]] durch den Bergmann gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„In die trockenen Löcher, wenn dieselbe mit dem Wischer, …, ausgewischet sind, setzet man ungepichte Patronen von papier ein, die von dem Bergmann selbst über eine hölzerne Form geschlagen und mit brennenden Schwefel oder Harz zusammen gefügt werden.“'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfänglich stand man wohl der Verwendung von ''Patronen'' beim [[Bohren und Schießen|Schießen]] skeptisch gegenüber und meinte, dass diese die Sprengwirkung minderten. Wahrscheinlich aber kam eine Minderung der Wirkung durch im Bohrloch verbliebene Hohlräume zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Es ist zu mercken / daß das Pulver / so bloß in das Loch komet / viel grösseren Trieb und Gewalt hat / als dieses so in einer Papierenen Patrone ist / welcher viel gebrauchet werden / will der ledernen geschweigen. Darum soll man in nassen Löchern auch desto mehr Pulver nehmen.&amp;quot;'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde viel mit dem Material für die ''Patronen'' experimentiert. So kamen neben Leder, Holz, Papier und Pappe auch blecherne Patronen aus Zinn  oder Eisenblech zum Einsatz.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Patrone&amp;diff=2674</id>
		<title>Patrone</title>
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				<updated>2012-09-20T08:43:44Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: Die Seite wurde neu angelegt: „Eine '''Patrone''' war eine unten verschlossene Papier-, Leder-, Holz- oder Blechröhre, in die das zum Sprengen eines Bohrlochs erfor…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eine '''Patrone''' war eine unten verschlossene Papier-, Leder-, Holz- oder Blechröhre, in die das zum [[Bohren und Schießen|Sprengen]] eines Bohrlochs erforderliche Pulver eingefüllt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Patronen'' erfüllten mehrere Aufgaben. Sie fassten das Pulver zusammen und erleichterten so das Einbringen in das Bohrloch bei gleichzeitiger Verringerung der Gefahr der vorzeitigen Entzündung bei Pulverstreuung. Gleichzeitig bewirken sie einen Schutz vor Feuchtigkeit und eine genaue Portionierung des für den Schuss benötigten Pulvers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Wahl des Materials gab es viele unterschiedliche Ansätze. Dabei war darauf zu achten, dass die Patrone dicht ist, das Bohrloch vollkommen ausfüllt, selber nicht zu viel Raum wegnimmt und wenig Kraft zum Zerreißen benötigt. Anfänglich wurden nur lederne oder hölzerne Patronen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„So ferne aber das Loch nicht trocken / sondern sich Wasser darinnen befindet / wie es denn offtmahls geschicht / daß das Wasser eines halben Fingers stark heraus laufft / so werden lederne Patronen gemacht / die sich ins Loch schicken / welche verwichset und wohl verpichet werden / darein thut man das Pulver / und füget den Pflock hinan / welcher zum Zünd-Loch in der Mitten der Länge durchbohret / oder ausgebrand / und handelt damit / wie oben gemeldet.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Churköllnische Bergordnung vom 02. Januar 1669 findet man eine Vorschrift für [[Steiger]], die die Verwendung von hölzernen und ledernen ''Patronen'' beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, aller Enden auch, wo es geschehen und geschossen, die Schießpflöcke mit Schießblechen und Spränzen wohl verwahret werden, damit keine vergebene Arbeit angewendet, und das Pulver und Patronen unnützlich verspielet werde.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am gängigsten waren ''Patronen'' aus geleimtem Papier (Pappe), welches bei nassen Bohrlöchern vorher in Wachs oder Pech getränkt bzw. mit Leinölfirnis überzogen wurden und die ledernen Patronen ablösten.&lt;br /&gt;
Die ''Patrone'' aus Pappe wurde 1689 vom Clausthaler Buchbinder Hanns Luft erfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„So hat Anno 1698. Ein Buchbinder zum Clausthal, Hanns Luft, eine Probe von Papp, die er mit Leim oder Pech überstrichen, vorgezeiget, und berichtet, daß diese so gut und noch besser, als das Leder, die Feuchtigkeit von dem Pulver abhalten könne, maaßen er eine solche Patrone mit Pulver gefüllet, in einen Eimer voll Wasser 24 Stunden lang gehänget, und das Pulver noch trocken befunden habe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Wie nun darauf der Versuch mit solchen Patronen von Papp gelungen: So hat man die ledernen abgeschaffet, und diese Art bei nassen Löchern eingeführet.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei trockenen Bohrlöchern wurden die ''Patronen'' aus Papier auch direkt vor [[Ort]] durch den Bergmann gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„In die trockenen Löcher, wenn dieselbe mit dem Wischer, …, ausgewischet sind, setzet man ungepichte Patronen von papier ein, die von dem Bergmann selbst über eine hölzerne Form geschlagen und mit brennenden Schwefel oder Harz zusammen gefügt werden.“'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfänglich stand man wohl der Verwendung von ''Patronen'' beim [[Bohren und Schießen|Schießen]] skeptisch gegenüber und meinte, dass diese die Sprengwirkung minderten. Wahrscheinlich aber kam eine Minderung der Wirkung durch im Bohrloch verbliebene Hohlräume zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Es ist zu mercken / daß das Pulver / so bloß in das Loch komet / viel grösseren Trieb und Gewalt hat / als dieses so in einer Papierenen Patrone ist / welcher viel gebrauchet werden / will der ledernen geschweigen. Darum soll man in nassen Löchern auch desto mehr Pulver nehmen.&amp;quot;'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde viel mit dem Material für die ''Patronen'' experimentiert. So kamen neben Leder, Holz, Papier und Pappe auch blecherne Patronen aus Zinn  oder Eisenblech zum Einsatz.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2673</id>
		<title>Bergwörterbuch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2673"/>
				<updated>2012-09-20T08:37:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: /* P */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Inhaltsverzeichnis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== A ====&lt;br /&gt;
* [[Abbau]]: Vorgang des [[Lösen]]s von [[Mineral]]ien aus einer [[Lagerstätte]], aber auch der Ort, an dem dies geschieht.&lt;br /&gt;
* [[Abbaue]]:  Orte, an denen der [[Abbau]] stattfindet.&lt;br /&gt;
* [[Abbaurichtung]]: Hauptrichtung, in der ein [[Lagerstätte]]nanteil mittels des jeweiligen [[Abbauverfahren]]s in Angriff genommen wird.&lt;br /&gt;
* [[Abbaustoß]]: Angriffsfläche für den [[Abbau]].&lt;br /&gt;
* [[Abbaustrecke]]: Horizontaler [[Grubenbau]] in der [[Lagerstätte]], der den [[Abbau]] begleitet.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverfahren]]: Technik, die im Bergbau dazu dient, eine [[Lagerstätte]] wirtschaftlich auszubeuten. Für jede Lagerstätte wird das jeweilige Abbauverfahren genau geplant.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverluste]]: Nicht abbaubare [[Lagerstätte]]ninhalte innerhalb eines [[Grubenfeld]]es, gerechnet in Prozent des anstehenden Lagerstätteninhaltes.&lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Abfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abfangen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abgang]] (oft im Plural, Abgänge): das Abfallmaterial aus einer ([[Erz]]-)[[Aufbereitung]]sanlage (engl. Tailings). Insbesondere im Steinkohlebergbau auch als [[Waschberg]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Abgeworfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Abkehren]]: Den Dienst aufgeben.&lt;br /&gt;
* [[Ablegen]]: Entlassen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Ablöser]]: Gesteinsbrocken, die sich von der [[Firste]] oder vom  [[Stoß]] ablösen und herunterfallen können oder bereits heruntergefallen sind.&lt;br /&gt;
* [[Abmuten]]: Bemühungen, den Freifall (ins Bergfreie fallen) eines [[Muten|gemuteten]] Bergwerkes mittels Antrag zu erreichen.&lt;br /&gt;
* [[Abortkübel]]: Auch Bergmannsklo genannt, ist ein Behälter mit verschließbarem Deckel, in dem die Bergleute Untertage ihre Notdurft verrichten.&lt;br /&gt;
* [[Abraum]]: Im Tagebau das die Lagerstätte überdeckende Gestein, von abräumen.&lt;br /&gt;
* [[Absaufen]]: Ungeplantes Volllaufen der Grubenbaue mit Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Abschlag]]: Vortrieb, der durch jeweils eine Sprengarbeit entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Absetzen]]: Im Tagebau das Aufschütten des Abraumes, oft mittels eines Absetzers; auch verkippen oder verstürzen genannt.&lt;br /&gt;
* [[Absetzig]]: &lt;br /&gt;
* [[Absinken]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abteufen]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abtreiben]]: auch [[bereißen]] oder ''berauben'': loses Gestein aus Sicherheitsgründen herunterreißen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbaufeldes]].&lt;br /&gt;
* [[Abwetter]]: Aus den Grubenbauen abgeleitete verbrauchte Luft.&lt;br /&gt;
* [[Ader]]: &lt;br /&gt;
* [[Akkulok]]:&lt;br /&gt;
* [[Alter Mann]]: Bereich, in dem der [[Abbau]] beendet ist. &lt;br /&gt;
* [[Altung]]:&lt;br /&gt;
* [[Anbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Anfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Anlegen]]: Einstellen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Anreichern]]: &lt;br /&gt;
* [[Anscharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Anschlagen]]: Beginn der Auffahrung (&amp;quot;einen [[Stollen|Stolln]] anschlagen&amp;quot;), aber auch Signalgebung bei der [[Förderung]] im [[Schacht]] durch den  [[Anschläger]], der die [[Fördertonne]]n ans Seil &amp;quot;anschlägt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* [[Anschläger]]: Bergmann, der im [[Füllort]] unter Tage und auf der [[Hängebank]] über Tage die [[Fördertonne]]n ans Seil anschlägt. Bedient die Signalanlage zur Verständigung mit dem Maschinisten.&lt;br /&gt;
* [[Anschnitt]]: Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben des [[Berggebäude]]s beim [[Bergamt]]. Der Anschnitt erfolgte in früheren Jahrhunderten mittels [[Kerbholz]].&lt;br /&gt;
* [[Anschnittbuch]] (auch ''Anschnittbogen''): Im [[Bergamt]] hinterlegtes Buch, in dem die [[Bergkosten]] der [[Grube]]n vermerkt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Anschnittregister]]: Auflistung der [[Bergkosten]] der [[Grube]], welche beim [[Bergamt]] zur Untersuchung vorgelegt werden musste.&lt;br /&gt;
* [[Anschützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Apophyse]]:&lt;br /&gt;
* [[Arschleder]]: Gesäßschutz des Bergmanns, insbesondere, wenn er auf dem Leder einfährt (über tonnlägige Schächte in den Berg rutscht). Hauptsächlich aber als Schutz vor Nässe und Kälte beim Sitzen, siehe auch: [[Kniebügel]].&lt;br /&gt;
* [[Assanisator]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Aufbereiten]]: Gewonnene Mineralien zerkleinern, sortieren, klassieren, anreichern und konzentrieren.&lt;br /&gt;
* [[Aufbruch]]: Von unten, von einer tieferen Sohle her, nach oben hergestellter vertikaler Grubenbau. Auch [[Überhauen]] genannt.&lt;br /&gt;
* [[Auffahren]]: Einen Grubenbau herstellen.&lt;br /&gt;
* [[Aufgehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufhauen]]: Eine in einer Lagerstätte aufwärts führende Strecke, z. B. Strebaufhauen zur Vorrichtung eines Strebbaus, Wetteraufhauen zur Wetterführung.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Auflassen]]: (Auflässig) Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbau]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Aufnehmen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsatteln]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsäubern]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufschliessen]]: Eine [[Lagerstätte]] durch ein neues Bergwerk zugänglich machen.&lt;br /&gt;
* [[Aufschluss]]: &lt;br /&gt;
* [[Öhr|Auge]]: Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[aufwältigen]]: Einen verbrochenen (eingestürzten) oder verfüllten Grubenbau wiederherstellen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbau]]: Abstützung innerhalb des Bergwerkes mittels verschiedener Materialien und Techniken.&lt;br /&gt;
* [[Ausbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbaugespann]]: Hydraulischer Schreitausbau, der aus zwei oder drei Ausbaurahmen besteht.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeissen]]: Auch ausgehen; bergmännisch für zu Tage kommen, sich verringern, verschmälern; ausgehendes Flöz: ein zu Tage sich verschmälerndes, selbst aufhörendes Flöz.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeute]]: Überschuss aus dem Ertrag eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeutebogen]]: Verzeichnis aller Zechen eines Bergbaureviers, die Gewinne abwarfen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbiss]]: Das Hervortreten einer Lagerstätte an der Tagesoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Ausblühen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbringen]]: Gesamte Rohförderung an nutzbaren Mineralien einer Grube.&lt;br /&gt;
* [[Ausfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausgehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushalten]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushieb]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskeilen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausklauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Auslängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Auspochen]] (auch Ausklopfen): Akustisches Signal zum Schichtende vom [[Steiger]] über Tage zu den Bergleuten im [[Schacht]] und dessen Weiterleitung durch Schläge mit dem [[Schlägel]] an den [[Stoß]] bis zu den [[Ort|Örtern]].&lt;br /&gt;
* [[Ausrichtung]]: Erschließung eines [[Grubenfeld]]es durch die Anlage von [[Schacht|Schächten]], [[Querschlag|Querschlägen]], [[Feldstrecke|Feld]]- und [[Richtstrecke]]n.&lt;br /&gt;
* [[Ausschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausschläger]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausstreichen]]: Flöz oder Gang streicht an der Erdoberfläche aus, d. h. schneidet die Erdoberfläche, und ist dort sichtbar; auch Ausbiß oder Ausgehendes genannt.&lt;br /&gt;
* [[Ausziehen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== B ====&lt;br /&gt;
* [[Bankrecht]] ist eine Senkrechte zum [[Streichen]] und [[Einfallen|Fallen]] einer Schichtenfolge.&lt;br /&gt;
* [[Barte]] (oder Bergbarte): Kleines Beil mit einer langen Spitze und einem langen Stiel, das zu festlichen Anlässen mitgeführt wird.&lt;br /&gt;
* [[Bau]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauhaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig|Bauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Befahrbar]]: &lt;br /&gt;
* [[Befahren]]: Begehung eines [[Stollen[[s, heute auch die generelle Begehung (Besichtigung) eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Beibrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegung]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnungsurkunde]]: Verleihungsurkunde, die bei der [[Verleihen|Verleihung]] einer [[Muten|gemuteten]] [[Grube]] in das [[Lehensbuch]] eingetragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Beleihen]]: &lt;br /&gt;
* [[Beraubefahrzeug]]: Mobile Arbeitsmaschine, die Untertage zum bereißen der Firste eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Berauben]]: siehe [[Bereißen]].&lt;br /&gt;
* [[Berechtsame]]: Nutzungsrecht an bestimmten [[Grubenfeld]]ern, wird heute im [[Bergrecht]] Bergbauberechtigung genannt.&lt;br /&gt;
* [[Berechtsamsurkunde]]: [[Bergrecht]]liches Dokument, das aus der sogenannten [[Verleihen| Verleihung]]surkunde und einer Ausfertigung des Lager[[riss]]es besteht und einem Bergbautreibenden bei der Verleihung von Bergwerkseigentum überreicht wird.&lt;br /&gt;
* [[Bereißen]]: Herunterreißen von losen Gesteinsstücken oder Kohlebrocken von der [[Firste]] mittels Bereißwerkzeugen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Berg]]: Eher flach geneigte Verbindungsstrecke zwischen [[Grubenbau]]en unterschiedlicher [[Teufe]], z. B. zwischen den [[Sohle]]n eines Bergwerks. Siehe auch [[Förderberg]].&lt;br /&gt;
* [[Bergamt]]: Für den Bergbau zuständige Aufsichtsbehörde.&lt;br /&gt;
* [[Bergamtmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbeamte]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigungsfonds]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbehörde]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbuch]]: Öffentliches Verzeichnis aller Rechtsgeschäfte des [[Bergamt]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berge]] (auch: Bergematerial): Vom Bergmann aus dem Gebirge gelöstes, taubes oder auch (Neben-)Gestein, das bei Gewinnung von Bodenschätzen unter Tage anfällt.&lt;br /&gt;
* [[Bergekasten]]: Geviert aus Grubenholz, das mit Bergen gefüllt wird und zur Abstützung des Hangenden dient.&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen]]: Länglicher Spitzkeil, welches meist an einem [[Helm]] befestigt und bei der [[Schlägel]]- und Eisenarbeit eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Berghammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Bergfeste]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergfreie]]: (ins Bergfreie fallen)&lt;br /&gt;
* [[Bergfreiheit]]: Der Landesherr konnte bestimmte wirtschaftlich wichtige Mineralien für bergfrei erklären und damit ihre Gewinnung anregen. Ein bergfreies Mineral durfte jeder Finder sich aneignen – ohne Rücksicht auf den Grundbesitz. Vorausgesetzt war die Verleihung von Bergwerkseigentum.&lt;br /&gt;
* [[Berggemach]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggericht]]: Gericht, das für bergrechtliche Angelegenheiten in den Bergbaurevieren zuständig war. Es überwachte die Konzessionen und vertrat die Rechtsansprüche der Landesherren.&lt;br /&gt;
* [[Berggeschrei]]: Beginn des Silberbergbaus im Erzgebirge und dem Harz, vergleichbar mit dem Goldrausch in Nordamerika.&lt;br /&gt;
* [[Geschworener|Berggeschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berggesetz]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergglocke]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggrundbuch]]: Ein öffentliches Register, das auch Berghypothekenbuch genannt wird und das beim Amtsgericht geführt wird. In ihm werden die Bergwerke, deren Eigentümer, Gewerke und Feldesgrössen aufgeführt.&lt;br /&gt;
* [[Berghauptmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergherr]]: &lt;br /&gt;
* [[Berghoheit]]: &lt;br /&gt;
* [[Berginspektor]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergkittel]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergknecht]]: Bergmann, der zu Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bergmannschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergmeister]]: Beamter, der beim [[Bergamt]] angestellt war und die [[Zeche]]n in seinem Bezirk verwaltete.&lt;br /&gt;
* [[Bergordnung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergpredigt]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergquartal]]: Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* [[Bergrecht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergregal]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergrichter]]: Beamter, der dem [[Berggericht]] vorstand und in strittigen Bergsachen entscheiden musste.&lt;br /&gt;
* [[Bergschaden]]: Schaden an Personen oder Gebäuden, der durch bergbauliche Aktivitäten entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Bergschmied]]: Handwerker, der die zum Bergbau erforderlichen Werkzeuge schmiedete und der [[Berggericht]]sbarkeit unterstand.&lt;br /&gt;
* [[Bergschreiber]]: Buchhalter und Protokollführer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Bergsenkung]]: Bodenbewegung, die aufgrund von Bergbautätigkeiten entsteht und sich bis zur Erdoberfläche auswirkt.&lt;br /&gt;
* [[Bergsucht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergvogt]]: Ein dem [[Bergmeister]] untergeordneter Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Bergwerkseigentum]]: Das Recht, innerhalb festgelegter Grenzen ein [[Mineral]] zu gewinnen. Bergwerkseigentum wird aufgrund einer [[Muten|Mutung]] durch den Landesherrn [[Verleihung|verliehen]].&lt;br /&gt;
* [[Besatz]]: Masse, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Besetzen]]: &lt;br /&gt;
* [[Besteg]]: &lt;br /&gt;
* [[Blasversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Blende]]: &lt;br /&gt;
* [[Blende (Geleucht)]]: &lt;br /&gt;
* [[Blick]]: &lt;br /&gt;
* [[Blindschacht]]: [[Schacht]] ohne Verbindung zur Erdoberfläche (Tageslicht).&lt;br /&gt;
* [[Bobine]]: schmale Seiltrommel mit seitlichen Führungen, auf der die Windungen eines Flachseils übereinander liegen.&lt;br /&gt;
* [[Bombe]]: Bezeichnung des Kumpels für eine bestimmte elektrische Handlampe.&lt;br /&gt;
* [[Bornmeister]]: Aufsichtsperson in einer Saline, er führt die Aufsicht über die Sole.&lt;br /&gt;
* [[Böse Wetter]]: Schädliche Gasgemische, die für den Menschen schädlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrdeckel]]: Über den [[Bohrer]] gesteckt Scheibe, die das Herausspritzen des Bohrkleins verhinderte.&lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Bohren]]: Tätigkeit des Herstellens von Bohrlöchern mittels [[Bohrer]] und [[Schlägel]]. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen]]: [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] durch manuelles Anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver.&lt;br /&gt;
* [[Bohrer]]: Ein [[Gezähe]] für die Herstellung von Bohrlöchern beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrgestänge]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrkern]]: &lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrkrätzer]]:Länglichers [[Gezähe]] mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrkruck]]: Hölzernes Hilfsmittel zum Umsetzen des Hand[[bohrer]]s beim [[Bohren und Schießen|Bohren]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrlappen]]: (auch Bohrhader) Lappen zur Reinigung und Trocknung des Bohrlochs.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrlöffel]]:Länglichers [[Gezähe]] mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrpost]]: Anzahl stärkerer und schwächerer [[Bohrer]], welche zum [[Bohren und Schießen|Abbohren]] eines Bohrlochs erforderlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrschacht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrstange]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrtrog]]: Holzgefäß zur Aufbewahrung des Wassers, mit welchem das Bohrgrus (Bohrmehl) beim [[Bohren und Schießen|Bohren]] feucht gehalten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bolzenschrot]]: &lt;br /&gt;
* [[Brecher]]: Maschine mit einer rotierenden Meißelwalze, um das abgebaute [[Mineral]] zu zerkleinern und transportfähig zu machen (meist ist an einem Brecher ein Transportband angehangen, um die zerkleinerten Mineralien zu befördern).&lt;br /&gt;
* [[Brecheisen]]: Eisenstange mit einer Spitze oder einer Schneide, welche für unterschiedliche Arbeiten (z. B. [[Durchschlag]]en) eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bremmer]]: &lt;br /&gt;
* [[Bremsberg]]: Berg, in dem mit Hilfe gebremster Förderwagen abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsbergförderung]]: Fördertechnik, bei der das abgebaute Mineral an einem Bremsberg mittels Schwerkraft abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsförderer]]: Rutsche mit angetriebenen Stauscheiben.&lt;br /&gt;
* [[Bremswerk]]: Maschinelle Einrichtung, die bei Förderung an Bremsbergen die niedergehenden Wagen abbremst.&lt;br /&gt;
* [[Bruch]]: Einsturz eines Teiles eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Bruchbau]]: Abbaumethode, bei der der das [[Hangendes|Hangende]] planmässig zu Bruch geworfen wird.&lt;br /&gt;
* [[Prunen|Brunen]] (Brunnen): Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Bühne]]: Künstlich geschaffene Arbeitsplattform.&lt;br /&gt;
* [[Bühnloch]] (auch Bühnenloch): Eine in das feste [[Gestein]] gehauene Vertiefung, um den Fuß eines [[Stempel]]s oder das Ende einer [[Kappe]] unverrückbar aufzunehmen.&lt;br /&gt;
* [[Bulge]]: Schlauchförmiger Ledersack, der im Mittelalter zum Schöpfen von Grubenwasser diente.&lt;br /&gt;
* [[Bulgenkunst]]: Wasserhebemaschine aus Holz, die zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bunker]]: Grubenräume oder betriebliche Einrichtungen, in denen Schüttgüter wie Rohkohle, Roherz oder Berge zwischengelagert werden.&lt;br /&gt;
* [[Butzen]]: eine kleine selbständige Masse eines bestimmten Minerals im Gestein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== C ====&lt;br /&gt;
* [[Caducieren]]: Kuxe für nicht mehr bestehend erklären, das Eigentum daran aufheben. &lt;br /&gt;
* [[Communbergbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Concedieren]]: &lt;br /&gt;
* [[Concession]]: &lt;br /&gt;
* [[Consolidation]]:auch Konsolidation: Zusammenschluss mehrerer Grubenfelder bzw. der dazugehörigen Berechtsamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== D ====&lt;br /&gt;
* [[Damm:]] Bauwerk, das einen Teilbereich des Grubengebäudes von den übrigen Grubenbauen trennt. Man unterscheidet Brand-, Wasser-, Streckenbegleit- und Abschlussdämme.&lt;br /&gt;
* [[Dammtor]]: Sicherheitstor, meist in Strecken, mit dem plötzliche Wassereinbrüche abgesperrt und somit ein Teil des Grubengebäudes zu Sumpfe gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
* [[Derb]]:&lt;br /&gt;
* [[Dingen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dopplhäuer]]: &lt;br /&gt;
* [[Doppltrümig]]: &lt;br /&gt;
* [[Dreiecksbau]]: Altes Abbauverfahren, das hauptsächlich im Schieferbergbau angewendet wurde und durch den Querbau abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
* [[Drittel]]: Bei Belegung eines Ortes mit mehreren, sich ablösenden Arbeitsgruppen eine dieser Schichten. Ein Ort kann auch mit zwei oder mit vier Dritteln belegt sein. Siehe 3- und 4/3-Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Druse]]: &lt;br /&gt;
* [[Drusig]]: &lt;br /&gt;
* [[Duckelbau]]: Abbauverfahren für unregelmäßig vorkommende Lagerstätten mit geringer Mächtigkeit, bei dem die Gewinnung mittels kleiner Schächte, sogenannter Duckel erfolgt.&lt;br /&gt;
* [[Durchfallen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchbauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchörtern]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchschlag]]: Herstellung einer offenen Verbindung zwischen zwei Grubenbauen.&lt;br /&gt;
* [[Durchsinken]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchteufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dürr]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== E ====&lt;br /&gt;
* [[Edel]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehner]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehnerzeche]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbringen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbruch]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfallen]]: Neigungswinkel der Lagerstätte zur Horizontalen, also die Neigung in Falllinie. Das Einfallen wird senkrecht zum Streichen gemessen.&lt;br /&gt;
* [[Eingesprengt]]: &lt;br /&gt;
* [[Einkommen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einlegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Einsprengung]]: &lt;br /&gt;
* [[Einstrich]]: Horizontaler Schachteinbau, der aus Holz oder aus Stahl gefertigt ist.&lt;br /&gt;
* [[Eintrümmig]]: &lt;br /&gt;
* [[Einziehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Eisen]]: Historische Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen]]: Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Entblössen]]: &lt;br /&gt;
* [[Enterben]]: Übergang der Rechte zwischen [[Erbstollen]], wenn der neu ins das [[Grubenfeld]] einkommende Erbstollen die erforderliche [[Erbteufe]] hat.&lt;br /&gt;
* [[Enterbungsteufe]]: Senkrechter Abstand zwischen [[Erbstollen]] und enterbten Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Erbbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbbelehnung]]: Verleihung der Rechte auf den [[Abbau]] eines [[Mineral]]s innerhalb eines bestimmten Bezirkes. &lt;br /&gt;
* [[Erbbereiten]]: Berggerichtliche Handlung, die der nochmaligen genauen Vermessung eines [[Grubenfeld]]es diente, wenn dieses zur [[Ausbeute]]verteilung gekommen war.&lt;br /&gt;
* [[Erbbereitungsbuch]]: Buch zur Aufzeichnung aller Handlungen im Zusammenhang mit dem [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erben]]: Begriff mit unterschiedlicher Bedeutung im Bergbau (Grundeigentum, Vorrangstellung, aber auch Vererbung). &lt;br /&gt;
* [[Erbfluss]]: Größeren Bach oder Fluss, der, die das [[Grubenfeld]] durchsetzenden [[Gang|Gänge]] teilt.&lt;br /&gt;
* [[Erbgerechtigkeit]]: Herstellen der Rechtmäßigkeit des Besitzes oder Anspruchs durch Vermessung oder [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erbhäuer]]: Ausgelernter und für [[Gedinge]] zugelassener [[Hauer|Häuer]] mit vollem Häuerlohn. &lt;br /&gt;
* [[Erbkux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e zur Entschädigung des Grundbesitzers, auf dessen Land die [[Zeche]] liegt.&lt;br /&gt;
* [[Erbstamm]]: Gesamtheit der [[Erbkux]]e.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollen]]: Stollen zur Wasserlösung und zur Wetterführung in einem oder mehreren Bergwerken. Dem [[Erbstöllner]], der den Stollen herstellte, stand dafür ein Anteil an der [[Ausbeute]] der Bergwerke zu.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengebühr]]: Betrag, den die Besitzer der [[Zeche]] an den [[Erbstöllner]] abführen mussten.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengerechtigkeit]]: Ein nach besonderer [[Muten|Mutung]] erworbenes Recht, einen [[Erbstollen]] nach erfolgter Verleihung zu betreiben.&lt;br /&gt;
* [[Erbstöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbstufe]]: Ein ins Gestein gehauenes Zeichen an der Grenze des [[Grubenfeld]]es.  &lt;br /&gt;
* [[Erbteufe]]: Gesetzlich vorgeschriebene [[Teufe]] eines [[Erbstollen|Erbstollns]], um die vollen [[Erbstollengebühr]]en beanspruchen zu können.&lt;br /&gt;
* [[Erbtiefste]]: Tiefster Bau eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Erbwürdig]]: &lt;br /&gt;
* [[Erlängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erliegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Ersaufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Erschliessen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erschroten]]: &lt;br /&gt;
* [[Schürfen|Erschürfen]]: Auffinden einer [[Lagerstätte]] beim [[Schürfen]]. &lt;br /&gt;
* [[Erstrecken]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz]]: In der Natur vorkommende Verbindungen von Metallen mit anderen Stoffen. &lt;br /&gt;
* [[Erzbringer]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzfall]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzführung]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzräuber]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz säen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzstufe]]: Kleines Erzstück, das aus der Lagerstätte herausgeschlagen wurde. Man unterscheidet Probierstuffen, Handstuffen und Schaustufen.&lt;br /&gt;
* [[Etage]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== F ====&lt;br /&gt;
* [[Fahrbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahren]]: Allgemeiner Ausdruck für jegliche Fortbewegung des Bergmannes im Bergwerk. Anfahren, einfahren, Ausfahren.&lt;br /&gt;
* [[Fahrkunst]]: Historische Vorrichtung zum Ein- und Ausfahren der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Fahrlader]]: Radlader niedriger Bauart für den untertägigen Einsatz.&lt;br /&gt;
* [[Fahrmarke]]: Unterschiedlich geformte Marke aus Blech, die zur Anwesenheitskontrolle dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrt]]: Leiter.&lt;br /&gt;
* [[Fahrtklammer]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahrtrum]]: freizuhaltender Raum in Schächten, Gesenken und Überhauen, der der vertikalen Fahrung dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrüberhauen]]: dient ausschließlich zur Fahrung. Mittels dieses steilen (bis nahezu senkrechten) Grubenbaus kann man zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
* [[Fahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Fall]]:&lt;br /&gt;
* [[Fallen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in vertikaler Richtung.&lt;br /&gt;
* [[Fallort]]:&lt;br /&gt;
* [[Fangstützen]]: Im Förderturm eingebaute bewegliche Stahlriegel, die den Förderkorb auffangen, wenn dieser aufgrund eines Anstoßes gegen den Prellträger seillos geworden ist.&lt;br /&gt;
* [[Fangvorrichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Fäustel]]: Hammer, welcher bei Schlägel- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit, dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Feld]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldgestänge]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldort]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldstrecke]]:&lt;br /&gt;
* [[Feste]]:&lt;br /&gt;
* [[Feuerkübeln]]: Veraltete Methode zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges mittels Feuer.&lt;br /&gt;
* [[Feuersetzen]]: Technik, die in vielen Bergbauregionen vom Altertum bis Anfang des neunzehnten Jahrhunderts benutzt wurde, um Gestein aufzulockern oder zu sprengen.&lt;br /&gt;
* [[Fimmel]]: Starker eiserner [[Keil]], welcher als [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit von festeren [[Gestein]]en verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Firste]]: Obere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstenbau]]: Abbaumethode, die bei steileinfallenden Lagerstätten angewandt wird, Vorläufer des Firstenstoßbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstengewölbe]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenkasten]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenstoßbau]]: Abbaumethode für steileinfallende Lagerstätten, schwebende Abbaurichtung mit streichendem Verhieb.&lt;br /&gt;
* [[Flach]]: In der Neigung der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flache]]:&lt;br /&gt;
* [[Flacher Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Flachriss]]: zeichnerische Projektion eines Flözes oder eines Gangs auf eine Ebene parallel zur Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flöz]]: Durch Sedimentation entstandene plattenförmige, flächig ausgedehnte Lagerstätte (z. B. Kohlenflöz, Eisensteinflöz).&lt;br /&gt;
* [[Fluder]] (auch Gefluder): Gerinne aus Holz oder Metall zum Zu- oder Ableiten von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Flügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Flügeleisen]]: Eine Doppelkeilhaue, insbesondere früher im Steinkohlenbergbau zur Kohlengewinnung verwendet.&lt;br /&gt;
* [[Flügelort]]: Das Flügelort ist eine seitliche Fortsetzung eines Stollens ins Feld hinein.&lt;br /&gt;
* [[Förderberg]]: Geneigte [[Strecke]], die [[Sohle]]n eines Bergwerks verbindet und zum Anschluss der [[Flöz]]e an die [[Grubenbau]]e dient.&lt;br /&gt;
* [[Fördergerüst]]: Das über dem [[Schacht]] stehende Gerüst („Förderturm“), das die [[Seilscheibe]]n trägt.&lt;br /&gt;
* [[Fördergestell]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderkorb]] (auch Fördergestell): Am Förderseil hängendes Transportmittel für Material, Personen und gewonnenes Mineral im [[Schacht]].&lt;br /&gt;
* [[Förderkübel]]: Fördergefäß aus Holz, das im frühen Bergbau zur Förderung von Erz, Kohle oder Haufwerk eingesetzt wurde. Heute aus Stahl, wird beim Schachtabteufen verwendet (Abteufkübel).&lt;br /&gt;
* [[Fördermann]]: Bergmann, der für den Transport zuständig war; der Transport erfolgte in der Regel manuell mit Schlepptrögen, Laufkarren oder Hunten.&amp;lt;&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschine]]: Antriebsmaschine zum Treiben des Förderseils und damit des Förderkorbes.&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschinist]]: Bergmann, der die Fördermaschine bedient.&lt;br /&gt;
* [[Fördern]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderseil]]: Seil zum Heben von Lasten in Schächten und Blindschächten.&lt;br /&gt;
* [[Fördertonne]]: Fassartig geformter Behälter, der an Seilen oder Ketten gehängt zur Förderung in saigeren Schächten diente.&lt;br /&gt;
* [[Förderwagen]]: traditionelles Transportmittel im Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Frei]]:&lt;br /&gt;
* [[Freibau]]:&lt;br /&gt;
* [[Freifahrung]]: Bergrechtlicher Akt, durch den einem Grubenbesitzer die Besitzrechte auf die Grube entzogen werden konnten, wenn er die Grube nicht vorschriftsgemäß belegte.&lt;br /&gt;
* [[Freikux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e ohne Stimmrecht, die von einer [[Zeche]] herausgegeben werden.&lt;br /&gt;
* [[Freiverbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Frisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Fristen]]: Das zeitweise Außerbetriebsetzen einer Zeche ohne gleichzeitigen Verlust des Bergwerkseigentums.&lt;br /&gt;
* [[Frosch]]: Öllampe; ein Geleucht.&lt;br /&gt;
* [[Füllort]]: Verladestelle unter Tage; Umschlagpunkt, an dem die Streckenförderung in die Schachtförderung übergeht.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrube]]: [[Grubenfeld]], das aufgrund eines [[Mineral]]fundes in [[bauwürdig]]er [[Lagerstätte]] an den [[Muter]] als Bergwerkseigentum [[Verleihen|verliehen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrübner]]: Besitzer des [[Grubenfeld]]es einer [[Fundgrube]].&lt;br /&gt;
* [[Fundpunkt]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundrecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundschächte|Fundschacht]]: Der erste auf der [[Fundgrube]] geteufte [[Schacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== G ====&lt;br /&gt;
* [[Gabel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit bei der [[Gewinnung]] in [[Seiffen]].&lt;br /&gt;
* [[Gaipel]]: Im Harz häufig anstelle von Huthaus genutzter Ausdruck für ein über dem Schacht stehendes Betriebsgebäude, abgeleitet von Göpel.&lt;br /&gt;
* [[Gang]]: plattenförmig ausgefüllte Kluft im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gangart]]: Jedes Mineral in der Gangausfüllung, das nicht Ziel der Gewinnung ist.&lt;br /&gt;
* [[Gangbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangkreuz]]: Kreuzungspunkt von [[Gang|Gängen]], die oft reich ver[[erz]]t waren,&lt;br /&gt;
* [[Gangmasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Gasausbruch]]: Plötzliches und verstärktes Austreten von Gasen aus dem Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Gebirge]]: Das Gestein, in dem sich die Grubenbaue des Bergwerks befinden.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsanker]]: Konstruktionselemente, die im Bergbau untertägige Hohlräume offen halten. Sie werden am Stoß oder an der Firste in das Gebirge (das Gestein) eingebracht und halten dieses zusammen.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsdruck]]: Unsichtbare Spannung um einen untertägigen Hohlraum oder im unverritzten Gebirge, Auslöser für Gebirgsschläge.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsschlag]]: plötzliche Entspannung im Gebirge, bei der größere Mengen potenzieller (elastischer) Energie frei werden und bei der intensive Zerstörungen in der Grube sowie normalerweise heftige Erschütterungen an der Erdoberfläche auftreten.&lt;br /&gt;
* [[Gebräch]]: Lockeres, zum Hereinbrechen oder Nachfallen neigendes Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gediegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedinge]]: Vertrag über eine für ein bestimmtes Entgelt zu erbringende Arbeitsleistung.&lt;br /&gt;
* [[Gedingehäuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingelohn]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingezeichen]]: Untertägige Zeichen zur Abrechnung der Arbeitsleistung, wenn nach [[Gedinge]] gearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Gefluder]]: siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Gefrierverfahren]]: Verfahren, mit dem künstlich gefrorene Bodenkörper hergestellt werden, um beim Abteufen nicht standfestes, oftmals stark wasserführendes Gebirge besser zu durchörtern.&lt;br /&gt;
* [[Gegenbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Gegenortbetrieb]]: Von mindestens zwei Ausgangsorten aufzufahrende Strecke mit dem Ziel, sich zu treffen und dadurch Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
* [[Gegenschreiber]]: Bergbeamter, der das Gegenbuch führte und alle Kuxe und Gewerken in das Buch eintrug.&lt;br /&gt;
* [[Gelenkbogenausbau:]] Gelenkiger Streckenausbau, der in Strecken mit hohem Gebirgsdruck eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]: Vom Bergmann mitgeführte Grubenlampen, z. B. Frosch, Bombe, Wetter-, Karbid-, Kopflampen.&lt;br /&gt;
* [[Generalbefahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Generalstreichen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gequehle]]:&lt;br /&gt;
* [[Gerechtsame]]: die in einem Recht oder Gesetz begründete Befugniss.&lt;br /&gt;
* [[Gerinne]]: eine oben offene Wasserleitung oder -rinne, siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Geschicke]]:&lt;br /&gt;
* [[Geschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Gesenk]]: Von oben nach unten abgeteufter vertikaler Grubenbau.&lt;br /&gt;
* [[Gesprenge]]:&lt;br /&gt;
* [[Getriebezimmerung]]: Methode zum Vortrieb in lockerem Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Geviertfeld]]: Rechtwinklig begrenztes Feld, das je nach Bergbaurevier unterschiedlich groß war und in dem der Muter nach der Verleihung Bergbau betreiben darf.&lt;br /&gt;
* [[Gewältigen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gewerken]]: Anteilseigner einer bergrechtlichen [[Gewerkschaft]].&lt;br /&gt;
* [[Gewerkschaft]]: Alle zu einer [[Zeche]] gehörenden [[Gewerken]]. Historische Unternehmensform im Bergbau, zulässig bis zum Inkrafttreten des Bundesberggesetzes 1980.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnung]]: Lösen des abzubauenden Minerals aus der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnungsarbeiten]]: Gesamtheit der bergmännischen Arbeiten, durch welche die nutzbaren [[Mineral]]ien abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezähe]]: Bezeichnung für alle Werkzeuge und Arbeitsgeräte, die vom Bergmann zur Arbeit benötigt werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezeugstrecke]]: Alte bergmännische Bezeichnung für [[Sohle]].&lt;br /&gt;
* [[Gleitbogenausbau]]: Nachgiebiger Ausbau mit der Verwendung als Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Glück Auf]]: Bergmannsgruß, Ende des 16. Jahrhunderts im Erzgebirge entstanden. Heute allgemein der deutsche Bergmannsgruß.&lt;br /&gt;
* [[Gnadengeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Gnadengroschenkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Göpel]]: Historische Förderanlage, im weiteren Sinn eine stärkere Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Göpelhaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Grabensteiger]]:&lt;br /&gt;
* [[Besatz|Grand]]: Masse bezeichnet, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Graupe]]:&lt;br /&gt;
* [[Grube]]: Alle untertägigen Anlagen einer [[Zeche]].&lt;br /&gt;
* [[Grubenausbau]]: Absichern und Offenhalten von Räumen unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbau]]: Oberbegriff für alle Hohlräume im Bergwerk, wie Strecken, Schächte, Strebe etc.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbrand]]: Untertägig ausgebrochenes Feuer, dass sich unter Tage unkontrolliert entwickeln kann.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeld]]: Raum unterhalb der Erdoberfläche, in dem sich ein Bergbauberechtigter die Minerale der Lagerstätte aneignen darf.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeldsteuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenfunk]]: drahtloses Kommunikationssystem unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubengebäude]]: Gesamtheit der unter- und übertägigen Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Grubenholz]]: Holz, das im Bergbau im Tagebau und Untertagebau verwendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Grubenjunge]]: Junger Bergmann im Alter von 14 bis 23 Jahren, der unter Tage für Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Grubenkompass]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenlok]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenmauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenriß]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwässer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwehr]]: Rettungstruppe für den Einsatz im Bergbau, analog zur Feuerwehr. Besteht aus freiwilligen, besonders qualifizierten Bergleuten.&lt;br /&gt;
* [[Grundsohle]]:&lt;br /&gt;
* [[Grundstrecke]]: Tiefste streichende Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== H ====&lt;br /&gt;
* [[Habit]]:&lt;br /&gt;
* [[Häckel]]: Zierwaffe in Form eines kleinen Beiles mit langem Stiel.&lt;br /&gt;
* [[Halm]]: Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Halmdose]]: Behältnis zur Aufbewahrung der [[Halm|Halme]] (Zünder).&lt;br /&gt;
* [[Hängebank]]: Auch Schacht- oder Tagekranz: Es ist der oberste Teil der Schachtmündung. Hier wird der Förderkorb bzw. die Fördertonne be- oder entladen. (siehe Rasenhängebank).&lt;br /&gt;
* [[Hängen]]: Abwärtsfördern im Schacht, auch Einhängen.&lt;br /&gt;
* [[Hängezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Halde]]: Im Bergbau eine künstliche Anhäufung von Material (Haufwerk) oberhalb der umgebenden Geländeoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Haldensturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Halbe Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Hammelpfoten]]: Im Altbergbau bis zum 18. Jh. 70 - 100 cm lange Guss- oder Eisenschienen, die aneinandergelegt Grubenbahnschienen bilden konnten.&lt;br /&gt;
* [[Handstück]]:&lt;br /&gt;
* [[Hangendes]]: Das Gestein oberhalb der Lagerstätte. Siehe Liegendes.&lt;br /&gt;
* [[Harnisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspel]]: Vorrichtung zum Aufwickeln eines Seiles. Historisch Handhaspel für die Förderung über Schaächte und Gesenke.&lt;br /&gt;
* [[Haspelhorn]]: &lt;br /&gt;
* [[Haspelknecht]]: Bergmann, der in der Förderung mittels Haspel tätig war.&lt;br /&gt;
* [[Haspeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspelnische]]: Aussparung im Stoß für die Haspelknechte.&lt;br /&gt;
* [[Haspelschacht]]: Schacht von geringer Teufe, mit einer (Hand-)Haspel als Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Haueisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Hauer]] (auch Häuer): Berg–Facharbeiter.&lt;br /&gt;
* [[Häuerglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Haufwerk]]: Herausgebrochenes oder -gesprengtes Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Hauptstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Heinzenkunst]]: Mittelalterliche Maschine zum Heben des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Helm (Bergbau)|Helm]]: Industrieschutzhelm (Kopfschutz) für den Bergbau. Meist mit einem Schuh zur Aufnahme des [[Geleuchts]].&lt;br /&gt;
* [[Helm (Gezähe)]]: Hölzerner Stiel (meist Esche) für das Gezähe ([[Schlägel]], [[Bergeisen|Eisen]], [[Keilhaue]] etc.),&lt;br /&gt;
* [[Hereinbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereingewinnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereintreibearbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der [[Gestein]] oder [[Erz]] nach Anlage eines [[Schram]] [[Hereingewinnen|hereingewonnen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Hilfsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Hinterfüllung]]: Ausfüllen des Hohlraumes zwischen dem Streckenausbau und dem Gebirge mit geeigneten Baumaterialien.&lt;br /&gt;
* [[Hobel]]: Maschine zur schälenden Gewinnung von Steinkohle.&lt;br /&gt;
* [[Hobelantrieb]]: Maschinelle Einrichtung, die der Bewegung des Kohlenhobel dient.&lt;br /&gt;
* [[Hobelverfahren]]: Verschiedene Verfahren zur Steinkohlengewinnung mittels Kohlenhobel.&lt;br /&gt;
* [[Höffig:]] ein Gebiet oder eine Gesteinsformation, die – vermutet oder nachgewiesen – abbauwürdige Erze oder Minerale führt.&lt;br /&gt;
* [[Höfflich]]:&lt;br /&gt;
* [[Hoffnungsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Holzkasten]]: Aus Kanthölzern oder Schwellen zusammengesetztes Stützelement.&lt;br /&gt;
* [[Holzkux]]:&lt;br /&gt;
* [[Horizont]]:&lt;br /&gt;
* [[Hornstatt]]: &lt;br /&gt;
* [[Hunt]] (eig. ''Hund''): Offener, kastenförmiger Förderwagen zum fördern der unter Tage gewonnen Materialien. &lt;br /&gt;
* [[Huntestösser]]:&lt;br /&gt;
* [[Hut]]:&lt;br /&gt;
* [[Huthaus]]: Zentrales Verwaltungsgebäude eines Bergwerks, das zugleich Materiallager, Gezähekammer, Werkstatt und Wohnung des Hutmannes war.&lt;br /&gt;
* [[Hutmann]]: Grubenaufseher mit der Aufgabe, das Bergwerk zu überwachen oder - wie man es damals bezeichnete - zu behüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I ====&lt;br /&gt;
* [[Imprägnation]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== J ====&lt;br /&gt;
* [[Joch]]:&lt;br /&gt;
* [[Jochkappe]]:&lt;br /&gt;
* [[Jungbergmann]]: Jugendlicher, der ohne Ausbildungsvertrag im Bergbau beschäftigt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== K ====&lt;br /&gt;
* [[Kamm]]:&lt;br /&gt;
* [[Kammeradschaft]]: Gruppe von Bergleuten, denen im Mansfelder-/Eislebener Bergbau ein Strebabschnitt zum Abbau überlassen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kammerbau]]: Abbauverfahren im Tiefbau.&lt;br /&gt;
* [[Kanone]]: Bezeichnung für das [[Einbruch]]bohrloch im [[Wismut]]-Objekt 01. &lt;br /&gt;
* [[Kappe]]: horizontal eingebauter Balken aus Holz oder Metall, Bestandteil des Grubenausbaus.&lt;br /&gt;
* [[Katze]]: An der Decke hängendes, motorbetriebenes Transportsystem.&lt;br /&gt;
* [[Kaue]]: Ursprünglich Gebäude über dem Schacht als Witterungsschutz, später als Waschkaue der Umkleide- und Waschraum, unterteilt in Schwarz- und Weißkaue.&lt;br /&gt;
* [[Kaukamm]]: einseitig geschliffenes Grubenbeil.&lt;br /&gt;
* [[Kehrrad]]: Wasserrad mit umkehrbarer Drehrichtung zum Antrieb der Schachtförderung.&lt;br /&gt;
* [[Keil]]: Eisernes [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Keilhaue]]: (Einseitige) Spitzhacke zur [[Gewinnung]] von weicherem [[Gestein]] im [[Vortrieb]]. &lt;br /&gt;
* [[Keilhauenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der weicheres [[Gestein]] losgehackt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kerbholz]] (auch Kerbstock, Zählholz oder Zählstab ):  Hölzerne Zählliste, um Abrechnungen (z. B. Fördermengen) und anfallende [[Bergkosten|Berg- und Hüttenkosten]] fälschungssicher zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
* [[Ketscher]]:&lt;br /&gt;
* [[Kettenkunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Kirchenkux]]:&lt;br /&gt;
* [[klauben]]: Auslesen der erzhaltigen Brocken und Krümel aus dem Fördergut. Erfolgte im historischen Bergbau von Hand, heute meistens maschinell.&lt;br /&gt;
* [[Kluft]]:&lt;br /&gt;
* [[Klüftig]]:&lt;br /&gt;
* [[Kluppe]]: Lange Zange oder Schere, mit der abgebrochene Handbohrer aus dem Bohrloch gezogen wurden.&lt;br /&gt;
* [[Knappe]]: Bergmann, der die Lehre abgeschlossen hat, Geselle.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Knappeneisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Knappschaft]]: Zusammenschluss von Bergleuten zur Durchsetzung von Berufsinteressen und zur gegenseitigen sozialen Absicherung. Heute auch Synonym für die Sozialversicherungen der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Knappschaftskasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftskux]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftsrolle]]:&lt;br /&gt;
* [[Kniebügel]]: Knieschutz des Bergmanns, als Schutz vor Nässe und Kälte beim Knien, siehe auch: Arschleder.&lt;br /&gt;
* [[Koepemaschine]]: Art der Schachtförderung (nach Carl Friedrich Koepe). Siehe auch: „Treibscheibenförderung“.&lt;br /&gt;
* [[Kohlengräberei]]: Methode der Kohlengewinnung mittels einfacher Werkzeuge am ausgehenden der Flöze.&lt;br /&gt;
* [[Konvergenz]]: Ist das Zusammendrücken des Streckenquerschnittes aufgrund des Gebirgsdrucks.&lt;br /&gt;
* [[Korb]]:&lt;br /&gt;
* [[Kräll]], auch Krahl, Krähl: Harkenähnliches [[Gezähe]] zum Wegfüllen des [[Haufwerk]]es.&lt;br /&gt;
* [[Kranz]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzler]]: Ein den Kauf- und Verkauf vermittelnder von den Bergbehörden vereidigter Makler.&lt;br /&gt;
* [[Kratze]], auch Krätzer: Hackenähnliches [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit, um [[Haufwerk]] in die dafür vorgesehenen Gefäße ([[Trog]], [[Korb]] oder [[Schleppkasten]]) zu ziehen oder die [[Sohle]] frei zu räumen.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Krummzapfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübel]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelort]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelwart]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Kuckuck]]: Mit [[Rüböl]] betriebene kleine Öllampe, die in der [[Blende]] getragen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kuhlenbau]]: Abbauverfahren bei dem mittels kleiner Schächte, sogenannter Kuhlen, eine Lagerstätte ausgebeutet wird.&lt;br /&gt;
* [[Kumpel]]: Bergmann.&lt;br /&gt;
* [[Kunst]]: Historische Bezeichnung für jede Form einer Maschine. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgestänge]]: Stangenwerk zur Übertragung der von einem Kunstrad erzeugten mechanischen Bewegung über kürzere Entfernungen. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstgraben]]: Übertägige Wassergräben, über die Bergwerke und Pochwerke mit Wasser zum Antrieb von Wasserrädern versorgt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Kunstkreuz]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kunstmeister]]: Bergmann, der die Kunst baut. &lt;br /&gt;
* [[Kunstknecht]]: Bergmann, der die Kunst wartet.&lt;br /&gt;
* [[Kunstrad]]: Wasserrad mit Krummem Zapfen (Kurbel) zum Antrieb von Künsten.&lt;br /&gt;
* [[Kunstschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstteich]]: Meist künstlich angelegte Wassersammler zur Bereitstellung von ausreichend Wasser zum Antrieb von Wasserrädern im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Kunstwinkel]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Kux]]: Anteilsschein an einer Gewerkschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== L ====&lt;br /&gt;
* [[Lachter]]: Altes Längenmaß im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Lachterkette]]: Zusammenlegbares aus Eisen und/oder Messingdraht gefertigtes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Lachtermaß]]: Holz oder Eisnstab zur Vermessung.&lt;br /&gt;
* [[Lachterschnur]]: Ein aus Hanf oder Bast bestehende und mit Knoten versehenes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Laden]]:&lt;br /&gt;
* [[Lader]] oder Ladewagen: ist ein vielfältig verwendeter Begriff für ein Gerät zum Wegladen des Haufwerks. &lt;br /&gt;
* [[Ladesäule]]: Durch Patrone oder lose Einblasung eingebrachter Sprengstoff im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Ladespitz]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Lager]]: unregelmässige plattenförmige Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Lagerstätte]]:&lt;br /&gt;
* [[Lagerung]]: Einteilung der Lagerstätten nach ihrer Neigung gegenüber der Horizontalebene.&lt;br /&gt;
* [[Lampennische]]: Geschlägelte Aussparung im [[Stoß]] zum Abstellen des [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]es.&lt;br /&gt;
* [[Längenfeld]]: Maßangabe für ein Berechtsamsmaß in Preußen, welches zunächst auf ein Flöz beschränkt war, ab 1821 aber auch für mehrere Flöze galt.&lt;br /&gt;
* [[Ledige Schicht]]: Zusätzliche Zeit bzw. Schicht die der Bergmann verfuhr und deren Lohn unter anderen in die [[Knappschaftskasse]] gegeben wurde bzw. der Abarbeitung der [[Zubuße]] bei [[Kux]]besitz diente.&lt;br /&gt;
* [[Legeblech]] (Legeeisen): Dünne Keile, die paarweise in die Ritzen eingelegt wurden, um zwischen ihnen [[Keil]]e, [[Plötz]]e und [[Fimmel]] einzutreiben.&lt;br /&gt;
* [[Lehen]]: Flächenmaß, aber auch die Übertragung von Rechten an einer Zeche.&lt;br /&gt;
* [[Lehensbuch]]: Buch, in dem die übertragenen [[Lehnschaft]]en verzeichnet werden.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschaft]]: Übertragung eines [[Lehen]]s an eine Gruppe von Personen.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschein]]: Bescheinigung, die vom [[Bergmeister]] erstellt und an den [[Gegenschreiber]] geschickt wurde, damit dieser dann die Eintragung im [[Gegenbuch]] machen konnte. Den Lehenschein erhielt der Lehnträger als Bestätigung.&lt;br /&gt;
* [[Lehenträger]]: Einzelperson, Gesellschaft oder [[Gewerkschaft]], welche eine gemutete [[Fundgrube]], eine [[Maaß]] oder einen [[Stollen|Stolln]] verliehen bekommen hat.&lt;br /&gt;
* [[Leichköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Leitbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Leseband]]: Förderband auf dem die geförderte Kohle manuell von Fremdstoffen, vorwiegend Gestein, befreit wurde.&lt;br /&gt;
* [[Letten]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenbesteg]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenstampfer]]: Eisenstange zur Verdichtung des [[Besatz]]es im Bohrloch beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Lichtloch]]: Kleiner Schacht auf einem Stolln.&lt;br /&gt;
* [[Liegendes]]: Das Gestein unterhalb der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Linse]]:&lt;br /&gt;
* [[Lochstein]]: Ein die [[Markscheide]] kennzeichnender Grenzstein über Tage.&lt;br /&gt;
* [[Lösen]]: Als lösen wird sowohl das Abführen des [[Grubenwässer|Grubenwassers]] oder der [[Abwetter]] aus dem [[Grubenfeld]], als auch das Erschließen einer [[Lagerstätte]] bezeichnet. Auch die Trennflächen zwischen Gebirgsschichten untereinander werden als Lösen bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Löser]]: Gestein, welches sich von der [[Firste]] oder dem [[Stoß]] ablöst (siehe auch [[Ablöser]]), aber auch ein Bergmann, der seinen Kameraden ablöst.&lt;br /&gt;
* [[Lutte]]: Luftleitung zur Heranführung frischer bzw. absaugen schlechter [[Wetter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== M ====&lt;br /&gt;
* [[Maaß]]: Bezeichnung für ein bergbauliches [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Maaßner]]: Besitzer eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mächtigkeit]]: Die Dicke einer Gesteinsschicht oder eines Flözes.&lt;br /&gt;
* [[Mannschaftsfahrt]]:&lt;br /&gt;
* [[Markenkontrolle]]: Jeder Bergmann hatte zum Einfahren eine Metallmarke mit seiner persönlichen Nummer an einer Belegungstafel auf dem jeweiligen Arbeitsplatz einzuhängen und zur Ausfahr wieder abzuwerfen. Dadurch war eine Information über das eingefahrene Personal und dessen Einsatzort möglich.&lt;br /&gt;
* [[Markscheide]]: Grenze eines [[Grubenfeld]]es, Grenze zwischen Grubenfeldern.&lt;br /&gt;
* [[Markscheider]]: Vermessungsingenieur unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Markscheidekunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Markscheiderei]]:&lt;br /&gt;
* [[Matte Wetter]]: Verdorbene bzw. verbrauchte Atemluft mit einem zu geringen Anteil an Sauerstoff.&lt;br /&gt;
* [[Matzel]]:&lt;br /&gt;
* [[Mauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Mehlkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Mettenschicht]]: Letzte verfahrene Schicht vor Weihnachten.&lt;br /&gt;
* [[Mineral]]: Natürlich vorkommenden Stoff mit definierter chemischer Zusammensetzung in zumeist kristalliner Form.&lt;br /&gt;
* [[Mitbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mitbaurecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Morgengang]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulde]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulm]]:&lt;br /&gt;
* [[Mundloch]]:&lt;br /&gt;
* [[Muten]]: Absichtserklärung auf [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Muter]]: Absichtserklärer für die [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mutterklötzchen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mutzettel]]: Vom [[Muter]] dem Bergmeister vorzulegender Zettel mit allen notwendigen Angaben zum [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Mutungskarte]]: Wird bei den für die Bergaufsicht zuständigen Bergbehörden geführt und gibt einen Überblick über die verliehenen [[Grubenfeld]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== N ====&lt;br /&gt;
* [[Nachbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachreissen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nebengestein]]v&lt;br /&gt;
* [[Nebenschicht]]: Eine Schicht neben den Hauptseilfahrzeiten im 3/3- oder 4/3-Betrieb. Bei diesen zusätzlichen Seilfahrten fahren z.B. Lokfahrer und Bedienungsleute eine Stunde vor der üblichen [[Seilfahrt]] an, um den Betrieb zur regulären Schichtzeit sicherzustellen.&lt;br /&gt;
* [[Nest]]:&lt;br /&gt;
* [[Nesterartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Nierbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niederbringen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niergang]]:&lt;br /&gt;
* [[Niedergehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niere]]:&lt;br /&gt;
* [[Nierig]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== O ====&lt;br /&gt;
* [[Oberbank]]: Oberer Teil eines zweiteiligen [[Flöz]]es (siehe auch [[Unterbank]]).&lt;br /&gt;
* [[Oberbergamt]]:&lt;br /&gt;
* [[Oberleitungslok]]:&lt;br /&gt;
* [[Observationsbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Offen]]:&lt;br /&gt;
* [[Öhr]] (Öhre): Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Orgel]]:&lt;br /&gt;
* [[Ort]] das: Die Stelle, wo abgebaut wird oder eine [[Strecke]] vorgetrieben wird („vor Ort“). Ende einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Örter]] (Örtchen): Historische Bezeichnung für die Spitzen am verwendeten [[Gezähe]]. &lt;br /&gt;
* [[Örterbau]]: Abbauverfahren, bei dem 50-100 Meter lange [[Strecke]]n - Örter - aufgefahren werden, um so die  [[Lagerstätte]] auszubeuten.&lt;br /&gt;
* [[Ortsbrust]]: [[Stoß]] am Ende eines [[Grubenbaus]], an der der [[Vortrieb]] stattfindet oder stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== P ====&lt;br /&gt;
* [[Panne]], Pannschüppe: Umgangssprachlich für Pfannenschaufel (regional). Siehe auch Weiberarsch.&lt;br /&gt;
* [[Patrone]]: Unten verschlossene Papier-, Leder-, Holz- oder Blechröhre, in die das zum [[Bohren und Schießen|Sprengen]] eines Bohrlochs erforderliche Pulver eingefüllt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Päuschel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei der Hereintreibearbeit oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pendelförderung]]: Ein Verfahren der Streckenförderung, bei der ein Gefäß hin- und herbewegt wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfändung]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfannenschaufel]]: Schaufel, mit deren Hilfe das gelöste Gut, z.B. Kohle, auf das Fördermittel geladen wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfeiffe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeilerbau]]: Abbauverfahren, das zum Abbau plattenförmiger Lagerstätten mit einem flachen Einfallen von maximal 50 Gon angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Pinge]]: Von früherem Bergbau zurückgebliebene meist mulden- oder trichterförmige Vertiefung an der Tagesoberfläche, entstanden durch oberflächennahen Abbau, Einsturz eines Schachts (Schachtpinge) oder eines untertägigen Hohlraums.&lt;br /&gt;
* [[Plötz]]: Leicht keilförmiges eisernes [[Gezähe]] ohne Schneide für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Pochschuhe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochstempel]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Polygonausbau (Bergbau)]]: Zusammengesetzter Vieleckausbau der zur Verstärkung des Streckenausbaus eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Posen]]:&lt;br /&gt;
* [[Prellträger]]: Träger zum Schutz der Seilscheiben vor Beschädigung durch die Fördermittel.&lt;br /&gt;
* [[Pressbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Presshauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Pumpenkunst]]: Wasserhebemaschine, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pumpensumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Prunen]]: Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Q ====&lt;br /&gt;
* [[Bergquartal|Quartal]]:Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
* [[Quartalgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Quartalstufe]]:&lt;br /&gt;
* [[Quatembergeld]]: Abgabe an das [[Bergamt]] zur Besoldung der Bergbeamten während des [[Bergregal|Regalbergbaus]]  &lt;br /&gt;
* [[Querbau]]: Abbauverfahren, das in mächtigen, steil einfallenden [[Lagerstätte]]n und in untertägigen Steinbrüchen angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Querschlag]]: Eine [[Strecke]], die quer zum [[Einfallen]] der Gebirgsschichten aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== R ====&lt;br /&gt;
* [[Rad]]:&lt;br /&gt;
* [[Radstube]]:&lt;br /&gt;
* [[Raithalde]]:&lt;br /&gt;
* [[Rampe]]: Geneigter, geradlinig oder spiralig („Wendel“) verlaufender Grubenbau. Rampen sind so angelegt, dass sie mit Großtechnik wie Fahrladern, Muldenkippern oder normalen Lkw befahren werden können. Auf diese Weise kann auch aus größeren Teufen mit gleisloser Großtechnik gefördert werden.&lt;br /&gt;
* [[Rasenhängebank]]: Hängebank zu ebener Erde.&lt;br /&gt;
* [[Raubbau]]: Auf kurzfristigen Höchstgewinn gerichteter Abbau, unter Verzicht auf vollständige Gewinnung und nachhaltigen Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Rauben]]: Entfernen der Betriebsmittel und des Grubenausbaus aus aufzugebenden Grubenbauen oder Betriebspunkten.&lt;br /&gt;
* [[Raubhilfe]]: Speziell für die Raubarbeit angefertigte Werkzeuge oder Arbeitsgeräte.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Regal]]:&lt;br /&gt;
* [[Retardat]]: Bergrechtlicher Vorgang im frühen Bergbau, durch den ein Kuxinhaber seine Anteile verlieren konnte, wenn er seine Zubuße nicht bezahlte.&lt;br /&gt;
* [[Retardat-Zettel]]:&lt;br /&gt;
* [[Revier]]: 1) im engeren Sinne eine Abteilung zur Ausführung von Abbau- und sonstigen Arbeiten an mehreren Betriebspunkten in einem bestimmten Teil eines Grubenfeldes sowie 2) im weiteren Sinne Bezeichnung für ein Gebiet, in dem bestimmte mineralische Rohstoffe abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Revierbeamte]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezess]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezessgeld]]: Abgabe, die ein Muter nach der Verleihung eines Grubenfeldes pro [[Quartal]] an das Bergamt zahlen musste.&lt;br /&gt;
* [[Rezessschreiber]]: Bergbaubeamter im Mittelalter, der am Bergamt die Tätigkeit eines Buchhalters ausübte.&lt;br /&gt;
* [[Richtschacht]]: Schacht, der saiger (ohne besondere Rücksicht auf den Verlauf der Lagerstätte) abgeteuft wird.&lt;br /&gt;
* [[Richtstrecke]]: Strecke, die geradlinig im mittleren Streichen („Generalstreichen“) der Lagerstätte aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen|Riemen]]: Lederner Riemen oder Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Ringausbau]]: Geschlossener Grubenausbau, der aus zusammengesetzten Stahlsegmenten besteht.&lt;br /&gt;
* [[Riss]]:&lt;br /&gt;
* [[Ritzeisen]]:Spezielles [[Bergeisen]], welches zu zur Anlage von Ritzen im [[Gestein]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Rolle]]: geneigter Grubenbau zur Förderung von Gut oder Bergen aus dem Abbau oder einer oberen Strecke in eine tieferliegende Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Rösche]]: Grubenbau der einer untertägigen Maschine ([[Wasserrad]], Turbine, [[Wassersäulenmaschine]]) die durch einen [[Kunstgraben]] herangebrachten Betriebswasser ([[Aufschlagwasser]]) zuführt ([[Aufschlagrösche]]) oder die benutzten Wasser ableitet ([[Abzugsrösche]]).&lt;br /&gt;
* [[Rüböl]]:&lt;br /&gt;
* [[Rücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Ruschel]]: Nicht mineralisierte Schergänge, die im Gegensatz zu mineralführenden Gängen nur zerriebenes Nebengestein enthalten und geringe Standfestigkeit besitzen.&lt;br /&gt;
* [[Rutengänger]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== S ====&lt;br /&gt;
* [[Saalband]]: Grenzfläche zwischen Gang und Nebengestein.&lt;br /&gt;
* [[Saline]]: Anlage, in der aus Salzlösungen durch Verdunstung des Wassers Kochsalz gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Salzlagerstätte]]: natürliches Vorkommen von Salzen, bilden sich vor allem durch Verdunstung von Meerwasser, enthalten meist verschiedene Salze.&lt;br /&gt;
* [[Sargdeckel]]: Ein sich an vorhandenen Trennflächen ohne Vorwarnung aus dem Hangenden lösender sehr großer Stein.&lt;br /&gt;
* [[Sattel]]:&lt;br /&gt;
* [[Satz]]:&lt;br /&gt;
* [[Saubern]]: reinigen, in Ordnung halten, Sohle planieren.&lt;br /&gt;
* [[Schacht]]: Seigerer, seltener auch tonnlägiger Grubenbau zum Fördern (Förderschacht) oder Bewettern (Wetterschacht). &lt;br /&gt;
* [[Schachtansatzpunkt]]: Bei Tagesschächten der Punkt an der Tagesoberfläche, an dem der Schacht abgeteuft werden soll.&lt;br /&gt;
* [[Schachtausbau]]: Verkleidung der Schachtwand, die dazu dient, den seitlichem Gebirgsdruck abzufangen.&lt;br /&gt;
* [[Schachtbruch]]: Plötzliches Abgehen der Schachtverfüllung bei abgeworfenen Tagesschächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtförderung]]: Förderung von Produkten, Versatz, Material und Personen vom Füllort bis zur Hängebank in Schächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtführung]]: Schachteinbauten, die den Fördergutträger in der Spur des jeweiligen Schachttrums lenken.&lt;br /&gt;
* [[Schachtpinge]]:&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheibe]]: Schachtquerschnitt mit Schachtausbau sowie der Einteilung der verschiedenen Trümer.&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheider]]: Bauelement aus Holz oder Mauerwerk zur Aufteilung des Schachtes in separate Trume.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsignalanlage]]: Technische Einrichtung im Schacht zur Kommunikation zwischen Fördermaschinist und Anschläger.&lt;br /&gt;
* [[Schachtstuhl]]: Konstruktion an den Anschlägen im Übergangsbereich vom Schacht ins Füllort.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsumpf]]: Tiefster Teil des Schachtes, unterhalb der tiefsten angeschlossenen Sohle. Dient der Aufnahme des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Schachtverwahrung]]: Abschluss eines abgeworfenen Tagesschachtes.&lt;br /&gt;
* [[Scharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schaufel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit.&lt;br /&gt;
* [[Scheffel]]: Altes Raummaß.&lt;br /&gt;
* [[Scheidebank]]: Aufbereitungshalle eines Bergwerks, in der das Erz manuell vom taubem Gestein getrennt wurde. &lt;br /&gt;
* [[Scheidehammer]]:Spezieller Hammer zur Erzscheidung.&lt;br /&gt;
* [[Scheidejunge]]: Lehrling, der in der Aufbereitung des Bergwerks tätig war und dort seine ersten Erfahrungen für den Beruf des Bergmanns sammelte (auch Klaubejunge oder im Oberharz Pochjunge genannt).&lt;br /&gt;
* [[Scheideplatten]]:Gesteins- oder Gußplatten, auf denen mit dem Scheidehammer die Erzscheidung erfolgte.&lt;br /&gt;
* [[Scheider]]:&lt;br /&gt;
* [[Schicht]]: Regelmäßige tägliche Arbeitszeit.&lt;br /&gt;
* [[Schichtgebet]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtmeister]]: Bergbeamter, der als Rechnungsführer des Bergwerks vereidigt war.&lt;br /&gt;
* [[Schichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schießblech]]: Viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Schießen]]: Gewinnungsarbeit durch gezielte Sprengung von Schwarzpulver in dazu angelegten Bohrlöchern. &lt;br /&gt;
* [[Schießpflock]]: Rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
* [[Schießspreize]]: Holz, welches zwischen dem auf den [[Schießpflock]] aufgelegtem [[Schießblech]] und dem gegenüberliegenden [[Stoß]] eingetrieben wird.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Schießnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Halm|Schießröhrchen]] (Halm): Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Schild]]:&lt;br /&gt;
* [[Schildausbau]]: Hydraulisches System zum Strebausbau im untertägigen Kohlebergbau.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eisenarbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel- und Eisenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] mittels [[Schlägel]] und [[Bergeisen]]. &lt;br /&gt;
* [[Schlagwetter]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlechten]]: Natürliche Trennflächen des Flözkörpers.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Schlegel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eise]arbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schleichwetter]]: Kleine, unkontrollierte Wetterströme, die durch abgeworfene Grubenbaue streichen und potentiell gefährlich sind.:&lt;br /&gt;
* [[Schlepper]]: Bergmann, der vorwiegend zur Förderung (Schleppen, Trecken) der Hunte eingesetzt wurde. In der Regel wurden Lehrlinge in ihrer Anfangszeit als „Treckejungen“ eingesetzt.&lt;br /&gt;
* [[Schleppungskreuz]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifkorb]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlotten]]: Im Mansfelder und Eislebener Kupferschieferbergbau angetroffene untertägige Hohlräume des Gipskarstes.&lt;br /&gt;
* [[Schmitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schneidkopf]]: Gewinnungswerkzeug an Teilschnittmaschinen.&lt;br /&gt;
* [[Schram]]: Bergmännisch hergestellter Schlitz im Nebengestein, der das [[Gewinnung|Hereingewinnen]] des [[Erz]]es erleichtert.&lt;br /&gt;
* [[Schrämen]]: Herausschlagen des tauben [[Gestein]]s neben einem [[Gang]], um das [[Erz]] von der Seite aus [[Gewinnung|hereingewinnen]] zu können. &lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Schrämhaue]]: Leichte Keilhaue, die ausschließlich zur Herstellung des [[Schram]]s verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhauer]] (Schrämer): Bergmann, welcher die [[Schräm]]e, meist mittels [[Schrämhammer]] herstellt&lt;br /&gt;
* [[Schrämkette]]: Umlaufende Gliederkette an Schrämmaschinen und Continuous Minern alter Bauart.&lt;br /&gt;
* [[Schrämkrone]]: An Säulen-Schrämmaschinen eingesetztes Werkzeug, zur Erzeugung der Schram.&lt;br /&gt;
* [[Schrämmaschine]]: Gerät im Bergbau und Steinbrüchen zur Erzeugung eines Schrams.&lt;br /&gt;
* [[Schrämspieß]]: Vierkantige gerade Eisenstange, die an einem Ende in einer an den Seitenflächen etwas gewölbten Spitze ausläuft.&lt;br /&gt;
* [[Schrämwalze]]: Walzenförmiger Werkzeugträger beim Walzenschrämlader.&lt;br /&gt;
* [[Schrapper]]:&lt;br /&gt;
* [[Schubort]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurf]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeldkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Schürfen]]:Aufsuchen einer Lagerstätte durch Aufdecken nahe der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Schürfschein]]: Amtlicher Erlaubnisschein, der dem Inhaber das Aufsuchen von Lagerstätten erlaubt. Offizieller Begriff: Aufsuchungserlaubnis.&lt;br /&gt;
* [[Schuss]]:&lt;br /&gt;
* [[Schüttelrutsche]]: Ein Abbaufördermittel im Kohlebergbau. Rinnenförmige Bleche werden langsam vor- und schnell zurückbewegt, dadurch rutscht die Kohle in Richtung Fußstrecke.&lt;br /&gt;
* [[Schütten]]:&lt;br /&gt;
* [[Schützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwaden]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebe]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebend]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwefelmännchen]]: Mit Schwefel überzogener starker bzw. doppelt gedrehter Woll- oder Baumwollfaden, welches an das Ende des [[Halm]]es gesteckt und mit der Öllampe angezündet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schwerköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Sechste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die statt des [[Siebente]]n gezahlt werden konnte, wenn die Ausgaben der [[Grube]]n zu hoch waren.&lt;br /&gt;
* [[Seife]]:&lt;br /&gt;
* [[Seiger]] (auch: saiger): senk-, lotrecht.&lt;br /&gt;
* [[Seigerriss]] (auch: Saigerriss): zeichnerische Projektion eines Bergwerkes, Vertikalschnitt.&lt;br /&gt;
* [[Seil]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilbruch]]: Durchreißen eines Förderseiles aufgrund von Materialermüdung oder Überlastung.&lt;br /&gt;
* [[Seileinband]]: (auch: Seilendverbindung) Konstruktion, die Förderseile oder andere Drahtseile mit Konstruktionsteilen oder anderen Festpunkten verbindet.&lt;br /&gt;
* [[Seilfahrt]]: Ein- und Ausfahrt der Bergleute in dem am Seil hängenden Förderkorb.&lt;br /&gt;
* [[Seilkorb]]: Vorrichtung an der Fördermaschine, auf der das Förderseil aufgewickelt wird.&lt;br /&gt;
* [[Seilrutsch]]: Rutschen des Förderseils auf der Treibscheibe, das vorwiegend bei starkem Anfahren oder scharfem Abbremsen auftreten kann. Siehe Koepeförderung.&lt;br /&gt;
* [[Seilscheibe]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilträger]]: Teil der Fördermaschine, mit dem das Förderseil bewegt wird. Siehe auch: Treibscheibe.&lt;br /&gt;
* [[Sekunde]]:&lt;br /&gt;
* [[Senken]]: Ist das Hereingewinnen der hochgequollenen Streckensohle, es dient zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der notwendigen Streckenhöhe.&lt;br /&gt;
* [[Senkstütze]]: Nachgiebiges Stützelement, das anstelle der stoßseitigen Ausbausegmente eingesetzt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Setzeisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitslampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitspfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitssteiger]]: Sicherheitsingenieur im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Siebente]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die in manchen [[Bergordnung]]en statt des [[Neunte]]n vorgeschrieben war. &lt;br /&gt;
* [[Sinkwerk]]: Untertägiger Hohlraum, in dem Salz durch Auslaugen mit Süßwasser gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Sinter]]:&lt;br /&gt;
* [[Sitzholz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sole]]: wässrige Steinsalzlösung mit einer Dichte von 1,204 g/cm3 und einen NaCl-Gehalt von 26,4 % (318 g/l). &lt;br /&gt;
* [[Sohle]]: 1. die Gesamtheit aller in einer Ebene gelegenen Teile eines Bergwerkes; 2. untere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus, z. B. einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Sohlenabstand]]: Abstand zwischen den einzelnen Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Söhlig]]: Horizontal, waagerecht.&lt;br /&gt;
* [[Spanne]]:&lt;br /&gt;
* [[Spanner]]:&lt;br /&gt;
* [[Spat]]:&lt;br /&gt;
* [[Spatgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Spitzeisen, Eisen, Bergeisen]]: Meißelartiges Werkzeug, das mit einem Stiel gehalten wird. Es gehört zum historischen Gezähe „Schlägel und Eisen“.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Spitzhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Spreize]]:&lt;br /&gt;
* [[Sprung]]:&lt;br /&gt;
* [[Spülversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Spurnagel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stalinpaket]]:&lt;br /&gt;
* [[Starrer Bogenausbau]]: Teilelliptischer starrer Streckenausbau aus einzelnen Ausbausegmenten.&lt;br /&gt;
* [[Stehender Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Steiger]]: Grubenaufseher, Bergingenieur, Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Steigort]]&lt;br /&gt;
* [[Steigbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Stempel]]: Stütze aus Holz oder Metall zum Abstützen des Gebirges.&lt;br /&gt;
* [[Stirn]]:&lt;br /&gt;
* [[Stock]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerksbau]]: Abbauverfahren&lt;br /&gt;
* [[Stollen]]: annähernd horizontale Strecke mit einem Mundloch an der Tagesoberfläche. In Sachsen, dem Erzgebirge, vor allem in Eigennamen und traditionell wird auch Stolln geschrieben.&lt;br /&gt;
* [[Stollenflügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollenhieb]]: Recht des [[Erbstöllner]]s, in bestimmten Maß angetroffene [[Erz]]e abzubauen. &lt;br /&gt;
* [[Stollenrösche]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollensteuer]]: Abgabe der [[Gerwerken]] an den [[Erbstöllner]] oder [[Stöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Stöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Störung]]: Trennfläche im Gebirge, an der z.B. eine Verschiebung von Gesteinsschollen stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
* [[Stoß]]: seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaus (z. B. Seitenwand einer Strecke).&lt;br /&gt;
* [[Streb]]:&lt;br /&gt;
* [[Strebausbau]]: Ausbau beim Strebbau.&lt;br /&gt;
* [[Strebbau]]: Untertage-Abbauverfahren, bei dem der Abbauraum im Flöz weiterrückt.&lt;br /&gt;
* [[Strecke]]: Horizontaler Grubenbau innerhalb des Grubengebäudes.&lt;br /&gt;
* [[Streckenausbau]]: Ausbau in untertägigen Strecken.&lt;br /&gt;
* [[Streckenbegleitdamm]]: Untertägiges Bauwerk, das in den Abbaustrecken dazu dient, den Streckensaum gegen den Alten Mann zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Streckenförderung]]: Horizontale Bewegung von Materialien, mineralischen Rohstoffen, Produkten und Versatz in Strecken und Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Streckensaum]]: Seitliche Begrenzung einer Abbaustrecke zum Flöz und zum Alten Mann hin.&lt;br /&gt;
* [[Streichen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in horizontaler Richtung, rechtwinklig zum Fallen. Entspricht dem Verlauf einer Höhenlinie.&lt;br /&gt;
* [[Strosse]]:&lt;br /&gt;
* [[Strossenbau]]: Älteste Abbaumethode für den Gangerzbergbau.&lt;br /&gt;
* [[Stube]]:&lt;br /&gt;
* [[Stufe]]: Kleines Gesteinsstück, insbesondere Erzstufe, aber auch ein vom [[Markscheider]] in das Gestein eingehauenes Zeichen.&lt;br /&gt;
* [[Stufenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Stufeneisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Stufenerz]]:&lt;br /&gt;
* [[Stunde]]: Einer der 24 Teile, in die der Grubenkompaß eingeteilt ist.&lt;br /&gt;
* [[Stundung (Bergbau)]]: Die (zeitweise/vorübergehende) Stilllegung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Sturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sturzbühne]]: Im Mansfelder Kupferschieferbergbau angewandte Methode des Umladens vom Strebhunt in den Förderwagen.&lt;br /&gt;
* [[Sumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen]] (auch Wassereisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sümpfen]]: Absenkung des Grundwasserspiegels, Trockenlegung überfluteter (ersoffener) Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Sumpfstrecke]]: Strecke, die als Sammelraum für das anfallende Grubenwasser verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== T ====&lt;br /&gt;
* [[Tag]] (über Tage, am Tage): Erdoberfläche, von der aus das Tageslicht sichtbar ist.&lt;br /&gt;
* [[Tagebau]]: Abbau des Nutzminerals von über Tage aus.&lt;br /&gt;
* [[Tagebruch]]: Verbruch der sich bis zur Tagesoberfläche durchschlägt.&lt;br /&gt;
* [[Tagegebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Tageschacht]]: Siehe [[Schacht (Bergbau)]].&lt;br /&gt;
* [[Tagewerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Taub]]: Ein Lagerstättenteil, der keine abbauwürdigen Mineralien enthält.&lt;br /&gt;
* [[Teufe]]: Die Tiefe eines Schachtes oder einer Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Teufen]]: Herstellen eines Grubenbaues von oben nach unten, siehe Abteufen.&lt;br /&gt;
* [[Tiefbau]]: Abbau unter Tage. &lt;br /&gt;
* [[Tiefste]]:&lt;br /&gt;
* [[Todt]]:&lt;br /&gt;
* [[Todter Mann]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonne]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonnlägig]]: Ein Schacht, der nicht senkrecht ins Bergwerk führt. Tonnlägige Schächte folgten im Gangerzbergbau dem von der Vertikalen abweichenden Einfallen des Ganges.&lt;br /&gt;
* [[Tonnung]]:&lt;br /&gt;
* [[Tradde]]: Abgabe an die Grundeigentümer.&lt;br /&gt;
* [[Tragwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Trecken]]:&lt;br /&gt;
* [[Treckejunge]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibehaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Treiben]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibe]]: Seilträger, bei dem die Energie der Antriebsmaschine mittels Reibschluss auf das Förderseil übertragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibenförderung]]: Schachtförderanlage, die nach ihrem Erfinder Carl Friedrich Koepe, auch Koepe-Förderung genannt wird. &lt;br /&gt;
* [[Treppenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Trog]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommel]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommelfördermaschine]]: [[Fördermaschine]], bei der das Förderseil auf eine [[Trommel]] gewickelt wird ([[Haspel]]).&lt;br /&gt;
* [[Trum]]: Von einem [[Gang]] abgetrennter Zweig des Ganges, aber auch ein abgeteilter Teil eines [[Schacht]]es, [[Gesenk]]es oder [[Überhauen]]s.&lt;br /&gt;
* [[Trümmerartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Tscherper]]: Ein Messer&lt;br /&gt;
* [[Tscherpertasche]]:&lt;br /&gt;
* [[Tummelbau]]: Abbauverfahren beim Braunkohlenbergbau mit bienenkorbförmigen Weitungen, sogenannten Tummel, das aufgrund seiner Gefährlichkeit im 19. Jahrhundert im deutschen Bergbau verboten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Tübbing]]: Segmente aus Gusseisen oder Stahl, die zum wasserdichten Ausbauen von Schächten bei nicht standfesten Nebengebirgen dienen.&lt;br /&gt;
* [[Türstock]]: Ausbaukonstruktion, bestehend aus einer Kappe mit zwei unterstützenden Stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== U ====&lt;br /&gt;
* [[Überfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Überhauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Überlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übrschar]]:&lt;br /&gt;
* [[Übersetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übertreiben]]: Vorbeifahren der Fördermittel über die Endanschläge hinaus.&lt;br /&gt;
* [[Übertreibsicherung]]: Dient dazu das Fördermittel abzubremsen damit es beim Übertreiben möglichst vor dem Prellträger zum Stehen kommt.&lt;br /&gt;
* [[über Tage]] oder Übertage: alles „an der Sonne“, also nicht der Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Ulm]]e: Seitliche Begrenzung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Umbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Umfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unbauwürdig]]:&lt;br /&gt;
* [[Ungeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Unschlitt]]: Tierische Körperfette (Talg), welche als Brennmaterial für offene [[Geleucht]]e, meist tönerne [[Frosch]]lampen, diente. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittgeld]]: Gebühr der [[Gewerkschaft]]en an den zuständigen [[Grabensteiger]] zur Deckung der ihm entstandenen Unkosten für das [[Geleucht]]. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittlampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterbank]]: Unterer Teil eines zweiteiligen Flözes.&lt;br /&gt;
* [[unter Tage]] oder Untertage: Stollen, Strecken, Schächte.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerk]]: Abbau unter der Stollnsohle.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerksbau]]: Abbau unterhalb der tiefsten Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Unverritzt]]:&lt;br /&gt;
* [[Urbar]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== V ====&lt;br /&gt;
* [[Ventilator]]:&lt;br /&gt;
* [[Verarmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbau]]:&lt;br /&gt;
* [[verblenden]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbolzung]]: Axiale Verkettung des Streckenausbaus um die Einzelbaue gegen eine Schubwirkung in Längsrichtung zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Verbrechen]]: Einbrechen oder Einstürzen und damit Unbrauchbarmachen eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Verbühnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbundbergwerk]]: Entsteht durch Zusammenlegung mehrerer Bergwerke.&lt;br /&gt;
* [[Verdingen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verdrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Veredeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verhieb]]: Art und Weise wie ein in Angriff genommener Abbaustoss abgebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Verlag]]:&lt;br /&gt;
* [[Verlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verleihen]]: Zueignung von Bergwerkseigentum durch den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* [[Verkippen]] / [[Verstürzen]]: Im Tagebau das Absetzen des Abraumes.&lt;br /&gt;
* [[Verritzen]]: Beginn des Abbaus einer Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Versatz]]: Verfüllung eines durch den Abbau entstandenen Hohlraums mit Bergen (Bergeversatz).&lt;br /&gt;
* [[Versetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verspünden]]: Wasserdichtes abdämmen einer [[Strecke]] durch einen Ziegel- oder Betondamm, früher auch Zimmerwerk.&lt;br /&gt;
* [[Verstufung]]: Bergrechtlicher Vorgang, durch den sich der [[Stöllner]] sämtliche Rechte an dem bisher aufgefahrenen Stollen gegen etwaige Ansprüche neuer [[Muter]] sicherte. Der [[Markscheider]] setzte ein [[Verstufung]]szeichen.&lt;br /&gt;
* [[Verwahren]]: Sicherung der Hohlräume eines stillgelegten (aufgelassenen) Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Verstufen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verstürzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Versuchsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Vertauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfung]]:&lt;br /&gt;
* [[Verziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzimmern]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzug]]: Auskleidung der Zwischenräume beim Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Vierter Pfennig]]: Kostenerstattung vom Besitzer der [[Grube]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Vierung]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorflut]]: Natürlicher Bach oder Fluss sowie künstlich geschaffene Möglichkeit (Kanal, Pumpwerk), um Wasser (auch Abwasser) abzuführen.&lt;br /&gt;
* [[Vorkommen]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorrichten]]: Vorbereitung des [[Abbau]]s der [[Lagerstätte]] und den Einbau von Gewinnungs– und Fördereinrichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== W ====&lt;br /&gt;
* [[Wolger|Walger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Walzenlader]]: Maschine zur schneidenden Gewinnung von Steinkohle und Erz.&lt;br /&gt;
* [[Wand]]:&lt;br /&gt;
* [[Wange]]: Im Harz verbreiteter Begriff für die seitlichen [[Stoß|Stöße]] eines horizontalen Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Wasseraufzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassereinfallgeld]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen|Wassereisen]] (auch Sumpfeisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Wasserhaltung]]: Anlagen und Maßnahmen zum Abführen des einer Grube zufließenden Wassers.&lt;br /&gt;
* [[Wasserknecht]]: Bergmann, der für die Wasserhaltung des Bergwerks zuständig war.&lt;br /&gt;
* [[Wasserkunst]]: System zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Wasserlauf]]: Regionale Bezeichnung für einen Wasserüberleitungsstollen im Oberharzer Bergbau (siehe auch [[Rösche]]). &lt;br /&gt;
* [[Wasserlösung]]: Abführen von Wasser, z. B. durch Wasserlösungsstollen.&lt;br /&gt;
* [[Wassernot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wasserregal]]: Königliches Hoheitsrecht zur Wassernutzung, meist zusammen mit dem [[Bergregal]] durch den Landesherren verliehenes Recht.&lt;br /&gt;
* [[Wassersack]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassersäulenmaschine]]: Maschine, die durch Wasserkraft angetrieben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wassersaige]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassertrommel]]: Bewetterungsmaschine, bei der der Sog des herabfallenden Wassers zur Bewetterung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wässerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wechsel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wegfüllarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der das gelöste [[Gestein]] und [[Erz]] mittels [[Gezähe]] in die [[Fördergefäß]]e verbracht wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wehr]]: Land, welches dem Bergbautreibenden zum [[Lehen]] gegeben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Weiberarsch]]: Umgangssprachliche Bezeichnung einer → Pfannenschaufel (regional).&lt;br /&gt;
* [[Weilarbeit]]: Schichten in der Freizeit, unter anderen in der [[Eigenlehner]]zeche.&lt;br /&gt;
* [[Weitung]]: Beim [[Weitungsbau]] entstandene Kammern.&lt;br /&gt;
* [[Weitungsbau]]: Variante des [[Kammerbaus]] bei mächtigen und durchwegs [[bauwürdig]]en [[Lagerstätte]]n.&lt;br /&gt;
* [[Wendelstrecke]], (auch kurz:) [[Wendel]]: Spiralförmige Rampe zwischen den einzelnen (Teil-)Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Wetter]]: Gesamtheit aller Gase im Bergwerk.&lt;br /&gt;
* [[Wetterbohrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterführung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterhut]]: beweglicher Holzaufsatz über dem Schacht.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlampe (Bergbau)|Wetterlampe]]: Mit Benzin betriebene Sicherheitslampe zur Kontrolle der Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlutte]]:&lt;br /&gt;
* [[Wettermann]]: Ein Bergmann, der in den einzelnen Grubenbauen die Wettermessungen durchführt.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlmaschine]]: Maschine, die zur direkten Wetterkühlung der Grubenbaue eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlung]]: Abkühlen von Teilwetterströmen mittels technischer Hilfsmittel und Maschinen.&lt;br /&gt;
* [[Wetternot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterofen]]: Konstruktion zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges.&lt;br /&gt;
* [[Wetterrad]]: Einfache Wettermaschine aus Holz zur Bewetterung der Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Wettersatz]]: Maschine, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur künstlichen Bewetterung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wetterschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterscheider]]: Wettertechnisches Bauwerk, das in den Grubenbauen die Frisch- von den Abwettern trennt.&lt;br /&gt;
* [[Wettersohle]]: Sohle, die hauptsächlich der Bewetterung dient.&lt;br /&gt;
* [[Wettertafel]]: Kontrolltafel unter Tage, auf der die erfolgte Überprüfung der Luftreinheit mit Datum, Uhrzeit und Unterschrift der Kontrollperson vermerkt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterwechsel]]: Jahreszeitlich bedingte Änderung der Wetterrichtung, aber auch Austausch der verbrauchten Luft gegen frische Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterzug]]: Von der Atmosphäre in den Grubenbauen angenommene Luftbewegung.&lt;br /&gt;
* [[Widersinnig]]:&lt;br /&gt;
* [[Wiederaufnehmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Winkel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wipperboden]]:&lt;br /&gt;
* [[Wirbellutte]]: Speziallutte, die in sonderbewetterten Streckenörtern zur Durchmischung von Wettern dient, auch Coanda-Wirbellutte.&lt;br /&gt;
* [[Wolger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Wünschelrute]]:&lt;br /&gt;
* [[Wurfschaufellader]]: Ladegerät, hauptsächlich im Streckenvortrieb. Gleisgebundene oder gleislose Ausführung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== X ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Y ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Z ====&lt;br /&gt;
* [[Zeche]]: Bergwerkseigentum der [[Gewerkschaft]], aber auch bei der [[SDAG Wismut]] ein Betrieb zur [[Beprobung]] von Uranerz.&lt;br /&gt;
* [[Zehnte]]: Abgabe des Bergwerksbesitzers an den Staat oder den [[Bergregal|Regal]]herren.&lt;br /&gt;
* [[Zehntner]]:&lt;br /&gt;
* [[Zertrümern]]:&lt;br /&gt;
* [[Ziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerling]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Zone]]:&lt;br /&gt;
* [[Zubuße]]: Zahlungen auf Basis der [[Kux]]e, die der Anteilseigner ([[Gewerken|Gewerke]]) einer Bergrechtlichen Gewerkschaft an diese zur Erfüllung von Verbindlichkeiten zu entrichten hat.&lt;br /&gt;
* [[Zug]]:&lt;br /&gt;
* [[Zulegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusammendrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zwanzigste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] (in Sachsen 1851 statt des [[Neunte]]n eingeführt).&lt;br /&gt;
* [[Zwischengeschirr]]: Verbindungselement zwischen Förderkorb und Förderseil.&lt;br /&gt;
* [[Zwischenmittel]]: dünne Schichten tauben Gesteins in einem Flöz oder einem Erzlager.&lt;br /&gt;
* [[Zwölfte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] für einen alten wieder aufgewältigten [[Erbstollen|Erbstolln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leere Artikelseiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Besatz&amp;diff=2672</id>
		<title>Besatz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Besatz&amp;diff=2672"/>
				<updated>2012-09-20T08:15:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Besatz''' (auch Grand, Besetzgrand, Besatzgrand) wird die Masse bezeichnet, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waren die Bohrlöcher so verschlossen, wurde diese Verdämmung mit [[Schlägel|Fäustel]] und [[Lettenstampfer]] verdichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die für den Besatz verwendeten Letten durften keine Quarzkörner enthalten, damit beim Verdichten mittels Lettenstampfer und beim Heraustreiben der anfänglich noch eisernen [[Räumnadel]] (später wurden nur noch Räumnadeln aus Messing oder Kupfer verwendet) kein Funken entstehen konnten, die die Pulverladung im Bohrloch hätten entzünden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Der Besatz ist bestimmt den eigentlichen festen Verschluss des Bohrloches über dem Pulver zu bewirken.“'', (Gätzschmann, M. F.[[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(24)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Als Besatz dienen weiches Gestein und in dessen Ermangelung Nudeln aus getrockneten quarzfreiem Lehm (sogenannte Wolgern).“'' , (Lottner, F. H.[[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(25)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besatz mit Hilfe von Ton oder Letten wurde durch den aus Altenberg in Sachsen stammenden Carl Zumbe im Jahr 1687 eingeführt und kam in der Clausthaler Grube „Englische Treue“ und „Neue Benedikt“ erstmalig zum Einsatz. Damit wurde die bisherige und recht unfallträchtige Methode, das Bohrloch mittels Schießpflock zu verdämmen, bei gleichem Ergebnis abgelöst. Diese Methode beschrieb Zumbe ausführlich in einem ebenfalls 1687 veröffentlichen und vom [[Bergamt]] an die Untersteiger verteilten Bericht (siehe Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]]) und sie verbreitete sich rasch auch auf die anderen Reviere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls als '''Besatz''' wurden die vor dem Einsatz von Ton und Letten als Besatzmaterial verwendeten [[Schießpflock|Schießpflöcke]] und die dazu gehörigen [[Schießblech]]e und [[Schießspreize]]n bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fpflock&amp;diff=2671</id>
		<title>Schießpflock</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fpflock&amp;diff=2671"/>
				<updated>2012-09-20T06:14:38Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Schießpflock''' war ein rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ''Schießpflock'' wurde, wenn noch nicht vorgefertigt, auf die Größe des Bohrloches zugeschnitten und mit dem [[Schlägel]] in das Bohrloch eingetrieben. Besaß der ''Schießpflock'' kein Loch, wurde vorher noch eine entsprechende Kerbe für die (Zünd)Spur eingeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Hilfe des ''Schießpflockes'' wurde ein Verschluss des Bohrloches und somit eine Erhöhung der Sprengwirkung erzielt. Zusätzlich verhinderte der ''Schießpflock'', dass Funken an die Pulverladung gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Schiß-Pflöcker / sind Hölzer wodurch ein Loche gebohret / welche in das schiß Loch getrieben / und das zünd Pulfer hinein geschüttet wird.“'' (Junghans, G. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(29)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Soferne keine Wasser darinnen zulauffen / kan alsbald geschossen werden / wenn zu vorhero alles darzu zugerichtet ist. Denn es muß ein Pflock von buchigen Holze nach der Grösse des Loches / und Länge desselben zugeschnitten werden / uff demselben wird der Länge nach eine Spur oder Kerbe ausgeschnitten / anstatt des Zünd-Loches.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Schiessen ist hier vom ersten Anfange bis Anno 1687 mit Schießpflöcken verrichtet worden. Diese wurden von hartem Büchenholze im Walde aus dem gröbesten gehauen, hernach getrocknet oder geräuchert, und also auf die Gruben geliefert. Sie waren 30 bis 36 Zoll lang, rund, und so dicke, daß sie das gebohrte Loch über dem Pulver ausfüllen können. Ein jedes Schock ward mit 20 Mgr. (Mariengroschen) bezahlet, bis Anno 1681. da man 2 Groschen abgebrochen. Ein jeder Steiger, der seinen Untersteiger hatte, schnitt seine Schießpflöcke in der Nachmittagspose, da der Untersteiger in der Grube das Schiessen verrichtet, durchbohrte sie mit dem Pflockbohrer, und bereitete sie zum Gebrauch auf den folgenden Tag. Wenn aber auf seiner Grube kein Untersteiger gewesen, und der Steiger anderer nöthigen Arbeit halber die Schießpflöcke in der Schicht nicht ausbohren können; So ist es nach der Schicht verrichtet, und vor jedes Schock 8 Mgr. besonders bezahlet worden, daß also ein Schock völlig zubereiteter Schießpflöcke 28 Mgr. und zulezt von Anno 1681. auf 26 Mgr. zu stehen gekommen.“'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den eingetriebenen ''Schießpflock'' wurde bündig in ein entsprechendes [[Bühnloch|Bühnenloch]] das [[Schießblech]] gesetzt und dieses anschließend mittels [[Schießspreize]] befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Uff solchen Pflock muß ein sonderlich Schieß-Eisen / das ist ein Blech in gevier 2. Hände breit / ein oder zwey Finger stark / ins Gestein eingehauen werden / daß es sich nicht schieben kann / darüber das Zünd-Loch seyn muß. Auff solches Blech wird so dann ein Poltzen oder Stempel angetrieben, welcher wohl verwahret in einem Bühn-Loch stehen muß.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt aus Holz wurden teilweise auch eiserne ''Schießpflöcke'' verwendet. Bei Entzündung des Pulvers durch Funkenbildung beim Hineintreiben des Pflockes kam es aber immer wieder zu Unfällen. In Folge dessen wurden auch Kombinationen aus Holz und Eisen verwendet, welche sich aber bis zur Erfindung des Besatzes mit [[Letten]] durch Carl Zumbe nicht weiter durchsetzte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
''„Weil denn in solchen Schiessen das meiste an Verwahrung des Pflockes gelegen / also hat man statt des hölzernen / eiserne Pflöcker gebrauchet. Weil damit aber Unglück vorgegangen / indeme im Hineintreiben die Pflöcker an den Querzen Feuer gegeben / und die Schiesser darbey umgekommen. So brauchet man aniezo an statt eines ganzen / nur Stücke / eines einer Spannen lang / nach Unterscheid und Grösse der gebohrten Löcher / also / daß man zuvor ein Stück hölzernen Pflock uff das Pulver treibet / un so dann mit dem eisernen Stück das Loch vollends ausfüllet / daß man das Schieß-Blech darauff anbringen kann.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2670</id>
		<title>Bergwörterbuch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2670"/>
				<updated>2012-09-19T13:20:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: /* P */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Inhaltsverzeichnis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== A ====&lt;br /&gt;
* [[Abbau]]: Vorgang des [[Lösen]]s von [[Mineral]]ien aus einer [[Lagerstätte]], aber auch der Ort, an dem dies geschieht.&lt;br /&gt;
* [[Abbaue]]:  Orte, an denen der [[Abbau]] stattfindet.&lt;br /&gt;
* [[Abbaurichtung]]: Hauptrichtung, in der ein [[Lagerstätte]]nanteil mittels des jeweiligen [[Abbauverfahren]]s in Angriff genommen wird.&lt;br /&gt;
* [[Abbaustoß]]: Angriffsfläche für den [[Abbau]].&lt;br /&gt;
* [[Abbaustrecke]]: Horizontaler [[Grubenbau]] in der [[Lagerstätte]], der den [[Abbau]] begleitet.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverfahren]]: Technik, die im Bergbau dazu dient, eine [[Lagerstätte]] wirtschaftlich auszubeuten. Für jede Lagerstätte wird das jeweilige Abbauverfahren genau geplant.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverluste]]: Nicht abbaubare [[Lagerstätte]]ninhalte innerhalb eines [[Grubenfeld]]es, gerechnet in Prozent des anstehenden Lagerstätteninhaltes.&lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Abfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abfangen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abgang]] (oft im Plural, Abgänge): das Abfallmaterial aus einer ([[Erz]]-)[[Aufbereitung]]sanlage (engl. Tailings). Insbesondere im Steinkohlebergbau auch als [[Waschberg]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Abgeworfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Abkehren]]: Den Dienst aufgeben.&lt;br /&gt;
* [[Ablegen]]: Entlassen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Ablöser]]: Gesteinsbrocken, die sich von der [[Firste]] oder vom  [[Stoß]] ablösen und herunterfallen können oder bereits heruntergefallen sind.&lt;br /&gt;
* [[Abmuten]]: Bemühungen, den Freifall (ins Bergfreie fallen) eines [[Muten|gemuteten]] Bergwerkes mittels Antrag zu erreichen.&lt;br /&gt;
* [[Abortkübel]]: Auch Bergmannsklo genannt, ist ein Behälter mit verschließbarem Deckel, in dem die Bergleute Untertage ihre Notdurft verrichten.&lt;br /&gt;
* [[Abraum]]: Im Tagebau das die Lagerstätte überdeckende Gestein, von abräumen.&lt;br /&gt;
* [[Absaufen]]: Ungeplantes Volllaufen der Grubenbaue mit Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Abschlag]]: Vortrieb, der durch jeweils eine Sprengarbeit entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Absetzen]]: Im Tagebau das Aufschütten des Abraumes, oft mittels eines Absetzers; auch verkippen oder verstürzen genannt.&lt;br /&gt;
* [[Absetzig]]: &lt;br /&gt;
* [[Absinken]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abteufen]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abtreiben]]: auch [[bereißen]] oder ''berauben'': loses Gestein aus Sicherheitsgründen herunterreißen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbaufeldes]].&lt;br /&gt;
* [[Abwetter]]: Aus den Grubenbauen abgeleitete verbrauchte Luft.&lt;br /&gt;
* [[Ader]]: &lt;br /&gt;
* [[Akkulok]]:&lt;br /&gt;
* [[Alter Mann]]: Bereich, in dem der [[Abbau]] beendet ist. &lt;br /&gt;
* [[Altung]]:&lt;br /&gt;
* [[Anbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Anfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Anlegen]]: Einstellen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Anreichern]]: &lt;br /&gt;
* [[Anscharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Anschlagen]]: Beginn der Auffahrung (&amp;quot;einen [[Stollen|Stolln]] anschlagen&amp;quot;), aber auch Signalgebung bei der [[Förderung]] im [[Schacht]] durch den  [[Anschläger]], der die [[Fördertonne]]n ans Seil &amp;quot;anschlägt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* [[Anschläger]]: Bergmann, der im [[Füllort]] unter Tage und auf der [[Hängebank]] über Tage die [[Fördertonne]]n ans Seil anschlägt. Bedient die Signalanlage zur Verständigung mit dem Maschinisten.&lt;br /&gt;
* [[Anschnitt]]: Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben des [[Berggebäude]]s beim [[Bergamt]]. Der Anschnitt erfolgte in früheren Jahrhunderten mittels [[Kerbholz]].&lt;br /&gt;
* [[Anschnittbuch]] (auch ''Anschnittbogen''): Im [[Bergamt]] hinterlegtes Buch, in dem die [[Bergkosten]] der [[Grube]]n vermerkt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Anschnittregister]]: Auflistung der [[Bergkosten]] der [[Grube]], welche beim [[Bergamt]] zur Untersuchung vorgelegt werden musste.&lt;br /&gt;
* [[Anschützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Apophyse]]:&lt;br /&gt;
* [[Arschleder]]: Gesäßschutz des Bergmanns, insbesondere, wenn er auf dem Leder einfährt (über tonnlägige Schächte in den Berg rutscht). Hauptsächlich aber als Schutz vor Nässe und Kälte beim Sitzen, siehe auch: [[Kniebügel]].&lt;br /&gt;
* [[Assanisator]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Aufbereiten]]: Gewonnene Mineralien zerkleinern, sortieren, klassieren, anreichern und konzentrieren.&lt;br /&gt;
* [[Aufbruch]]: Von unten, von einer tieferen Sohle her, nach oben hergestellter vertikaler Grubenbau. Auch [[Überhauen]] genannt.&lt;br /&gt;
* [[Auffahren]]: Einen Grubenbau herstellen.&lt;br /&gt;
* [[Aufgehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufhauen]]: Eine in einer Lagerstätte aufwärts führende Strecke, z. B. Strebaufhauen zur Vorrichtung eines Strebbaus, Wetteraufhauen zur Wetterführung.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Auflassen]]: (Auflässig) Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbau]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Aufnehmen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsatteln]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsäubern]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufschliessen]]: Eine [[Lagerstätte]] durch ein neues Bergwerk zugänglich machen.&lt;br /&gt;
* [[Aufschluss]]: &lt;br /&gt;
* [[Öhr|Auge]]: Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[aufwältigen]]: Einen verbrochenen (eingestürzten) oder verfüllten Grubenbau wiederherstellen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbau]]: Abstützung innerhalb des Bergwerkes mittels verschiedener Materialien und Techniken.&lt;br /&gt;
* [[Ausbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbaugespann]]: Hydraulischer Schreitausbau, der aus zwei oder drei Ausbaurahmen besteht.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeissen]]: Auch ausgehen; bergmännisch für zu Tage kommen, sich verringern, verschmälern; ausgehendes Flöz: ein zu Tage sich verschmälerndes, selbst aufhörendes Flöz.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeute]]: Überschuss aus dem Ertrag eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeutebogen]]: Verzeichnis aller Zechen eines Bergbaureviers, die Gewinne abwarfen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbiss]]: Das Hervortreten einer Lagerstätte an der Tagesoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Ausblühen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbringen]]: Gesamte Rohförderung an nutzbaren Mineralien einer Grube.&lt;br /&gt;
* [[Ausfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausgehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushalten]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushieb]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskeilen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausklauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Auslängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Auspochen]] (auch Ausklopfen): Akustisches Signal zum Schichtende vom [[Steiger]] über Tage zu den Bergleuten im [[Schacht]] und dessen Weiterleitung durch Schläge mit dem [[Schlägel]] an den [[Stoß]] bis zu den [[Ort|Örtern]].&lt;br /&gt;
* [[Ausrichtung]]: Erschließung eines [[Grubenfeld]]es durch die Anlage von [[Schacht|Schächten]], [[Querschlag|Querschlägen]], [[Feldstrecke|Feld]]- und [[Richtstrecke]]n.&lt;br /&gt;
* [[Ausschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausschläger]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausstreichen]]: Flöz oder Gang streicht an der Erdoberfläche aus, d. h. schneidet die Erdoberfläche, und ist dort sichtbar; auch Ausbiß oder Ausgehendes genannt.&lt;br /&gt;
* [[Ausziehen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== B ====&lt;br /&gt;
* [[Bankrecht]] ist eine Senkrechte zum [[Streichen]] und [[Einfallen|Fallen]] einer Schichtenfolge.&lt;br /&gt;
* [[Barte]] (oder Bergbarte): Kleines Beil mit einer langen Spitze und einem langen Stiel, das zu festlichen Anlässen mitgeführt wird.&lt;br /&gt;
* [[Bau]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauhaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig|Bauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Befahrbar]]: &lt;br /&gt;
* [[Befahren]]: Begehung eines [[Stollen[[s, heute auch die generelle Begehung (Besichtigung) eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Beibrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegung]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnungsurkunde]]: Verleihungsurkunde, die bei der [[Verleihen|Verleihung]] einer [[Muten|gemuteten]] [[Grube]] in das [[Lehensbuch]] eingetragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Beleihen]]: &lt;br /&gt;
* [[Beraubefahrzeug]]: Mobile Arbeitsmaschine, die Untertage zum bereißen der Firste eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Berauben]]: siehe [[Bereißen]].&lt;br /&gt;
* [[Berechtsame]]: Nutzungsrecht an bestimmten [[Grubenfeld]]ern, wird heute im [[Bergrecht]] Bergbauberechtigung genannt.&lt;br /&gt;
* [[Berechtsamsurkunde]]: [[Bergrecht]]liches Dokument, das aus der sogenannten [[Verleihen| Verleihung]]surkunde und einer Ausfertigung des Lager[[riss]]es besteht und einem Bergbautreibenden bei der Verleihung von Bergwerkseigentum überreicht wird.&lt;br /&gt;
* [[Bereißen]]: Herunterreißen von losen Gesteinsstücken oder Kohlebrocken von der [[Firste]] mittels Bereißwerkzeugen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Berg]]: Eher flach geneigte Verbindungsstrecke zwischen [[Grubenbau]]en unterschiedlicher [[Teufe]], z. B. zwischen den [[Sohle]]n eines Bergwerks. Siehe auch [[Förderberg]].&lt;br /&gt;
* [[Bergamt]]: Für den Bergbau zuständige Aufsichtsbehörde.&lt;br /&gt;
* [[Bergamtmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbeamte]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigungsfonds]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbehörde]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbuch]]: Öffentliches Verzeichnis aller Rechtsgeschäfte des [[Bergamt]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berge]] (auch: Bergematerial): Vom Bergmann aus dem Gebirge gelöstes, taubes oder auch (Neben-)Gestein, das bei Gewinnung von Bodenschätzen unter Tage anfällt.&lt;br /&gt;
* [[Bergekasten]]: Geviert aus Grubenholz, das mit Bergen gefüllt wird und zur Abstützung des Hangenden dient.&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen]]: Länglicher Spitzkeil, welches meist an einem [[Helm]] befestigt und bei der [[Schlägel]]- und Eisenarbeit eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Berghammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Bergfeste]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergfreie]]: (ins Bergfreie fallen)&lt;br /&gt;
* [[Bergfreiheit]]: Der Landesherr konnte bestimmte wirtschaftlich wichtige Mineralien für bergfrei erklären und damit ihre Gewinnung anregen. Ein bergfreies Mineral durfte jeder Finder sich aneignen – ohne Rücksicht auf den Grundbesitz. Vorausgesetzt war die Verleihung von Bergwerkseigentum.&lt;br /&gt;
* [[Berggemach]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggericht]]: Gericht, das für bergrechtliche Angelegenheiten in den Bergbaurevieren zuständig war. Es überwachte die Konzessionen und vertrat die Rechtsansprüche der Landesherren.&lt;br /&gt;
* [[Berggeschrei]]: Beginn des Silberbergbaus im Erzgebirge und dem Harz, vergleichbar mit dem Goldrausch in Nordamerika.&lt;br /&gt;
* [[Geschworener|Berggeschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berggesetz]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergglocke]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggrundbuch]]: Ein öffentliches Register, das auch Berghypothekenbuch genannt wird und das beim Amtsgericht geführt wird. In ihm werden die Bergwerke, deren Eigentümer, Gewerke und Feldesgrössen aufgeführt.&lt;br /&gt;
* [[Berghauptmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergherr]]: &lt;br /&gt;
* [[Berghoheit]]: &lt;br /&gt;
* [[Berginspektor]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergkittel]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergknecht]]: Bergmann, der zu Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bergmannschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergmeister]]: Beamter, der beim [[Bergamt]] angestellt war und die [[Zeche]]n in seinem Bezirk verwaltete.&lt;br /&gt;
* [[Bergordnung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergpredigt]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergquartal]]: Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* [[Bergrecht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergregal]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergrichter]]: Beamter, der dem [[Berggericht]] vorstand und in strittigen Bergsachen entscheiden musste.&lt;br /&gt;
* [[Bergschaden]]: Schaden an Personen oder Gebäuden, der durch bergbauliche Aktivitäten entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Bergschmied]]: Handwerker, der die zum Bergbau erforderlichen Werkzeuge schmiedete und der [[Berggericht]]sbarkeit unterstand.&lt;br /&gt;
* [[Bergschreiber]]: Buchhalter und Protokollführer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Bergsenkung]]: Bodenbewegung, die aufgrund von Bergbautätigkeiten entsteht und sich bis zur Erdoberfläche auswirkt.&lt;br /&gt;
* [[Bergsucht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergvogt]]: Ein dem [[Bergmeister]] untergeordneter Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Bergwerkseigentum]]: Das Recht, innerhalb festgelegter Grenzen ein [[Mineral]] zu gewinnen. Bergwerkseigentum wird aufgrund einer [[Muten|Mutung]] durch den Landesherrn [[Verleihung|verliehen]].&lt;br /&gt;
* [[Besatz]]: Masse, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Besetzen]]: &lt;br /&gt;
* [[Besteg]]: &lt;br /&gt;
* [[Blasversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Blende]]: &lt;br /&gt;
* [[Blende (Geleucht)]]: &lt;br /&gt;
* [[Blick]]: &lt;br /&gt;
* [[Blindschacht]]: [[Schacht]] ohne Verbindung zur Erdoberfläche (Tageslicht).&lt;br /&gt;
* [[Bobine]]: schmale Seiltrommel mit seitlichen Führungen, auf der die Windungen eines Flachseils übereinander liegen.&lt;br /&gt;
* [[Bombe]]: Bezeichnung des Kumpels für eine bestimmte elektrische Handlampe.&lt;br /&gt;
* [[Bornmeister]]: Aufsichtsperson in einer Saline, er führt die Aufsicht über die Sole.&lt;br /&gt;
* [[Böse Wetter]]: Schädliche Gasgemische, die für den Menschen schädlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrdeckel]]: Über den [[Bohrer]] gesteckt Scheibe, die das Herausspritzen des Bohrkleins verhinderte.&lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Bohren]]: Tätigkeit des Herstellens von Bohrlöchern mittels [[Bohrer]] und [[Schlägel]]. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen]]: [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] durch manuelles Anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver.&lt;br /&gt;
* [[Bohrer]]: Ein [[Gezähe]] für die Herstellung von Bohrlöchern beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrgestänge]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrkern]]: &lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrkrätzer]]:Länglichers [[Gezähe]] mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrkruck]]: Hölzernes Hilfsmittel zum Umsetzen des Hand[[bohrer]]s beim [[Bohren und Schießen|Bohren]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrlappen]]: (auch Bohrhader) Lappen zur Reinigung und Trocknung des Bohrlochs.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrlöffel]]:Länglichers [[Gezähe]] mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrpost]]: Anzahl stärkerer und schwächerer [[Bohrer]], welche zum [[Bohren und Schießen|Abbohren]] eines Bohrlochs erforderlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrschacht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrstange]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrtrog]]: Holzgefäß zur Aufbewahrung des Wassers, mit welchem das Bohrgrus (Bohrmehl) beim [[Bohren und Schießen|Bohren]] feucht gehalten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bolzenschrot]]: &lt;br /&gt;
* [[Brecher]]: Maschine mit einer rotierenden Meißelwalze, um das abgebaute [[Mineral]] zu zerkleinern und transportfähig zu machen (meist ist an einem Brecher ein Transportband angehangen, um die zerkleinerten Mineralien zu befördern).&lt;br /&gt;
* [[Brecheisen]]: Eisenstange mit einer Spitze oder einer Schneide, welche für unterschiedliche Arbeiten (z. B. [[Durchschlag]]en) eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bremmer]]: &lt;br /&gt;
* [[Bremsberg]]: Berg, in dem mit Hilfe gebremster Förderwagen abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsbergförderung]]: Fördertechnik, bei der das abgebaute Mineral an einem Bremsberg mittels Schwerkraft abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsförderer]]: Rutsche mit angetriebenen Stauscheiben.&lt;br /&gt;
* [[Bremswerk]]: Maschinelle Einrichtung, die bei Förderung an Bremsbergen die niedergehenden Wagen abbremst.&lt;br /&gt;
* [[Bruch]]: Einsturz eines Teiles eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Bruchbau]]: Abbaumethode, bei der der das [[Hangendes|Hangende]] planmässig zu Bruch geworfen wird.&lt;br /&gt;
* [[Prunen|Brunen]] (Brunnen): Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Bühne]]: Künstlich geschaffene Arbeitsplattform.&lt;br /&gt;
* [[Bühnloch]] (auch Bühnenloch): Eine in das feste [[Gestein]] gehauene Vertiefung, um den Fuß eines [[Stempel]]s oder das Ende einer [[Kappe]] unverrückbar aufzunehmen.&lt;br /&gt;
* [[Bulge]]: Schlauchförmiger Ledersack, der im Mittelalter zum Schöpfen von Grubenwasser diente.&lt;br /&gt;
* [[Bulgenkunst]]: Wasserhebemaschine aus Holz, die zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bunker]]: Grubenräume oder betriebliche Einrichtungen, in denen Schüttgüter wie Rohkohle, Roherz oder Berge zwischengelagert werden.&lt;br /&gt;
* [[Butzen]]: eine kleine selbständige Masse eines bestimmten Minerals im Gestein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== C ====&lt;br /&gt;
* [[Caducieren]]: Kuxe für nicht mehr bestehend erklären, das Eigentum daran aufheben. &lt;br /&gt;
* [[Communbergbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Concedieren]]: &lt;br /&gt;
* [[Concession]]: &lt;br /&gt;
* [[Consolidation]]:auch Konsolidation: Zusammenschluss mehrerer Grubenfelder bzw. der dazugehörigen Berechtsamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== D ====&lt;br /&gt;
* [[Damm:]] Bauwerk, das einen Teilbereich des Grubengebäudes von den übrigen Grubenbauen trennt. Man unterscheidet Brand-, Wasser-, Streckenbegleit- und Abschlussdämme.&lt;br /&gt;
* [[Dammtor]]: Sicherheitstor, meist in Strecken, mit dem plötzliche Wassereinbrüche abgesperrt und somit ein Teil des Grubengebäudes zu Sumpfe gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
* [[Derb]]:&lt;br /&gt;
* [[Dingen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dopplhäuer]]: &lt;br /&gt;
* [[Doppltrümig]]: &lt;br /&gt;
* [[Dreiecksbau]]: Altes Abbauverfahren, das hauptsächlich im Schieferbergbau angewendet wurde und durch den Querbau abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
* [[Drittel]]: Bei Belegung eines Ortes mit mehreren, sich ablösenden Arbeitsgruppen eine dieser Schichten. Ein Ort kann auch mit zwei oder mit vier Dritteln belegt sein. Siehe 3- und 4/3-Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Druse]]: &lt;br /&gt;
* [[Drusig]]: &lt;br /&gt;
* [[Duckelbau]]: Abbauverfahren für unregelmäßig vorkommende Lagerstätten mit geringer Mächtigkeit, bei dem die Gewinnung mittels kleiner Schächte, sogenannter Duckel erfolgt.&lt;br /&gt;
* [[Durchfallen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchbauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchörtern]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchschlag]]: Herstellung einer offenen Verbindung zwischen zwei Grubenbauen.&lt;br /&gt;
* [[Durchsinken]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchteufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dürr]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== E ====&lt;br /&gt;
* [[Edel]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehner]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehnerzeche]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbringen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbruch]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfallen]]: Neigungswinkel der Lagerstätte zur Horizontalen, also die Neigung in Falllinie. Das Einfallen wird senkrecht zum Streichen gemessen.&lt;br /&gt;
* [[Eingesprengt]]: &lt;br /&gt;
* [[Einkommen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einlegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Einsprengung]]: &lt;br /&gt;
* [[Einstrich]]: Horizontaler Schachteinbau, der aus Holz oder aus Stahl gefertigt ist.&lt;br /&gt;
* [[Eintrümmig]]: &lt;br /&gt;
* [[Einziehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Eisen]]: Historische Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen]]: Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Entblössen]]: &lt;br /&gt;
* [[Enterben]]: Übergang der Rechte zwischen [[Erbstollen]], wenn der neu ins das [[Grubenfeld]] einkommende Erbstollen die erforderliche [[Erbteufe]] hat.&lt;br /&gt;
* [[Enterbungsteufe]]: Senkrechter Abstand zwischen [[Erbstollen]] und enterbten Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Erbbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbbelehnung]]: Verleihung der Rechte auf den [[Abbau]] eines [[Mineral]]s innerhalb eines bestimmten Bezirkes. &lt;br /&gt;
* [[Erbbereiten]]: Berggerichtliche Handlung, die der nochmaligen genauen Vermessung eines [[Grubenfeld]]es diente, wenn dieses zur [[Ausbeute]]verteilung gekommen war.&lt;br /&gt;
* [[Erbbereitungsbuch]]: Buch zur Aufzeichnung aller Handlungen im Zusammenhang mit dem [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erben]]: Begriff mit unterschiedlicher Bedeutung im Bergbau (Grundeigentum, Vorrangstellung, aber auch Vererbung). &lt;br /&gt;
* [[Erbfluss]]: Größeren Bach oder Fluss, der, die das [[Grubenfeld]] durchsetzenden [[Gang|Gänge]] teilt.&lt;br /&gt;
* [[Erbgerechtigkeit]]: Herstellen der Rechtmäßigkeit des Besitzes oder Anspruchs durch Vermessung oder [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erbhäuer]]: Ausgelernter und für [[Gedinge]] zugelassener [[Hauer|Häuer]] mit vollem Häuerlohn. &lt;br /&gt;
* [[Erbkux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e zur Entschädigung des Grundbesitzers, auf dessen Land die [[Zeche]] liegt.&lt;br /&gt;
* [[Erbstamm]]: Gesamtheit der [[Erbkux]]e.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollen]]: Stollen zur Wasserlösung und zur Wetterführung in einem oder mehreren Bergwerken. Dem [[Erbstöllner]], der den Stollen herstellte, stand dafür ein Anteil an der [[Ausbeute]] der Bergwerke zu.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengebühr]]: Betrag, den die Besitzer der [[Zeche]] an den [[Erbstöllner]] abführen mussten.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengerechtigkeit]]: Ein nach besonderer [[Muten|Mutung]] erworbenes Recht, einen [[Erbstollen]] nach erfolgter Verleihung zu betreiben.&lt;br /&gt;
* [[Erbstöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbstufe]]: Ein ins Gestein gehauenes Zeichen an der Grenze des [[Grubenfeld]]es.  &lt;br /&gt;
* [[Erbteufe]]: Gesetzlich vorgeschriebene [[Teufe]] eines [[Erbstollen|Erbstollns]], um die vollen [[Erbstollengebühr]]en beanspruchen zu können.&lt;br /&gt;
* [[Erbtiefste]]: Tiefster Bau eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Erbwürdig]]: &lt;br /&gt;
* [[Erlängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erliegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Ersaufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Erschliessen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erschroten]]: &lt;br /&gt;
* [[Schürfen|Erschürfen]]: Auffinden einer [[Lagerstätte]] beim [[Schürfen]]. &lt;br /&gt;
* [[Erstrecken]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz]]: In der Natur vorkommende Verbindungen von Metallen mit anderen Stoffen. &lt;br /&gt;
* [[Erzbringer]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzfall]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzführung]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzräuber]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz säen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzstufe]]: Kleines Erzstück, das aus der Lagerstätte herausgeschlagen wurde. Man unterscheidet Probierstuffen, Handstuffen und Schaustufen.&lt;br /&gt;
* [[Etage]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== F ====&lt;br /&gt;
* [[Fahrbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahren]]: Allgemeiner Ausdruck für jegliche Fortbewegung des Bergmannes im Bergwerk. Anfahren, einfahren, Ausfahren.&lt;br /&gt;
* [[Fahrkunst]]: Historische Vorrichtung zum Ein- und Ausfahren der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Fahrlader]]: Radlader niedriger Bauart für den untertägigen Einsatz.&lt;br /&gt;
* [[Fahrmarke]]: Unterschiedlich geformte Marke aus Blech, die zur Anwesenheitskontrolle dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrt]]: Leiter.&lt;br /&gt;
* [[Fahrtklammer]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahrtrum]]: freizuhaltender Raum in Schächten, Gesenken und Überhauen, der der vertikalen Fahrung dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrüberhauen]]: dient ausschließlich zur Fahrung. Mittels dieses steilen (bis nahezu senkrechten) Grubenbaus kann man zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
* [[Fahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Fall]]:&lt;br /&gt;
* [[Fallen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in vertikaler Richtung.&lt;br /&gt;
* [[Fallort]]:&lt;br /&gt;
* [[Fangstützen]]: Im Förderturm eingebaute bewegliche Stahlriegel, die den Förderkorb auffangen, wenn dieser aufgrund eines Anstoßes gegen den Prellträger seillos geworden ist.&lt;br /&gt;
* [[Fangvorrichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Fäustel]]: Hammer, welcher bei Schlägel- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit, dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Feld]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldgestänge]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldort]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldstrecke]]:&lt;br /&gt;
* [[Feste]]:&lt;br /&gt;
* [[Feuerkübeln]]: Veraltete Methode zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges mittels Feuer.&lt;br /&gt;
* [[Feuersetzen]]: Technik, die in vielen Bergbauregionen vom Altertum bis Anfang des neunzehnten Jahrhunderts benutzt wurde, um Gestein aufzulockern oder zu sprengen.&lt;br /&gt;
* [[Fimmel]]: Starker eiserner [[Keil]], welcher als [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit von festeren [[Gestein]]en verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Firste]]: Obere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstenbau]]: Abbaumethode, die bei steileinfallenden Lagerstätten angewandt wird, Vorläufer des Firstenstoßbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstengewölbe]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenkasten]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenstoßbau]]: Abbaumethode für steileinfallende Lagerstätten, schwebende Abbaurichtung mit streichendem Verhieb.&lt;br /&gt;
* [[Flach]]: In der Neigung der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flache]]:&lt;br /&gt;
* [[Flacher Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Flachriss]]: zeichnerische Projektion eines Flözes oder eines Gangs auf eine Ebene parallel zur Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flöz]]: Durch Sedimentation entstandene plattenförmige, flächig ausgedehnte Lagerstätte (z. B. Kohlenflöz, Eisensteinflöz).&lt;br /&gt;
* [[Fluder]] (auch Gefluder): Gerinne aus Holz oder Metall zum Zu- oder Ableiten von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Flügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Flügeleisen]]: Eine Doppelkeilhaue, insbesondere früher im Steinkohlenbergbau zur Kohlengewinnung verwendet.&lt;br /&gt;
* [[Flügelort]]: Das Flügelort ist eine seitliche Fortsetzung eines Stollens ins Feld hinein.&lt;br /&gt;
* [[Förderberg]]: Geneigte [[Strecke]], die [[Sohle]]n eines Bergwerks verbindet und zum Anschluss der [[Flöz]]e an die [[Grubenbau]]e dient.&lt;br /&gt;
* [[Fördergerüst]]: Das über dem [[Schacht]] stehende Gerüst („Förderturm“), das die [[Seilscheibe]]n trägt.&lt;br /&gt;
* [[Fördergestell]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderkorb]] (auch Fördergestell): Am Förderseil hängendes Transportmittel für Material, Personen und gewonnenes Mineral im [[Schacht]].&lt;br /&gt;
* [[Förderkübel]]: Fördergefäß aus Holz, das im frühen Bergbau zur Förderung von Erz, Kohle oder Haufwerk eingesetzt wurde. Heute aus Stahl, wird beim Schachtabteufen verwendet (Abteufkübel).&lt;br /&gt;
* [[Fördermann]]: Bergmann, der für den Transport zuständig war; der Transport erfolgte in der Regel manuell mit Schlepptrögen, Laufkarren oder Hunten.&amp;lt;&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschine]]: Antriebsmaschine zum Treiben des Förderseils und damit des Förderkorbes.&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschinist]]: Bergmann, der die Fördermaschine bedient.&lt;br /&gt;
* [[Fördern]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderseil]]: Seil zum Heben von Lasten in Schächten und Blindschächten.&lt;br /&gt;
* [[Fördertonne]]: Fassartig geformter Behälter, der an Seilen oder Ketten gehängt zur Förderung in saigeren Schächten diente.&lt;br /&gt;
* [[Förderwagen]]: traditionelles Transportmittel im Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Frei]]:&lt;br /&gt;
* [[Freibau]]:&lt;br /&gt;
* [[Freifahrung]]: Bergrechtlicher Akt, durch den einem Grubenbesitzer die Besitzrechte auf die Grube entzogen werden konnten, wenn er die Grube nicht vorschriftsgemäß belegte.&lt;br /&gt;
* [[Freikux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e ohne Stimmrecht, die von einer [[Zeche]] herausgegeben werden.&lt;br /&gt;
* [[Freiverbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Frisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Fristen]]: Das zeitweise Außerbetriebsetzen einer Zeche ohne gleichzeitigen Verlust des Bergwerkseigentums.&lt;br /&gt;
* [[Frosch]]: Öllampe; ein Geleucht.&lt;br /&gt;
* [[Füllort]]: Verladestelle unter Tage; Umschlagpunkt, an dem die Streckenförderung in die Schachtförderung übergeht.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrube]]: [[Grubenfeld]], das aufgrund eines [[Mineral]]fundes in [[bauwürdig]]er [[Lagerstätte]] an den [[Muter]] als Bergwerkseigentum [[Verleihen|verliehen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrübner]]: Besitzer des [[Grubenfeld]]es einer [[Fundgrube]].&lt;br /&gt;
* [[Fundpunkt]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundrecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundschächte|Fundschacht]]: Der erste auf der [[Fundgrube]] geteufte [[Schacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== G ====&lt;br /&gt;
* [[Gabel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit bei der [[Gewinnung]] in [[Seiffen]].&lt;br /&gt;
* [[Gaipel]]: Im Harz häufig anstelle von Huthaus genutzter Ausdruck für ein über dem Schacht stehendes Betriebsgebäude, abgeleitet von Göpel.&lt;br /&gt;
* [[Gang]]: plattenförmig ausgefüllte Kluft im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gangart]]: Jedes Mineral in der Gangausfüllung, das nicht Ziel der Gewinnung ist.&lt;br /&gt;
* [[Gangbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangkreuz]]: Kreuzungspunkt von [[Gang|Gängen]], die oft reich ver[[erz]]t waren,&lt;br /&gt;
* [[Gangmasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Gasausbruch]]: Plötzliches und verstärktes Austreten von Gasen aus dem Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Gebirge]]: Das Gestein, in dem sich die Grubenbaue des Bergwerks befinden.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsanker]]: Konstruktionselemente, die im Bergbau untertägige Hohlräume offen halten. Sie werden am Stoß oder an der Firste in das Gebirge (das Gestein) eingebracht und halten dieses zusammen.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsdruck]]: Unsichtbare Spannung um einen untertägigen Hohlraum oder im unverritzten Gebirge, Auslöser für Gebirgsschläge.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsschlag]]: plötzliche Entspannung im Gebirge, bei der größere Mengen potenzieller (elastischer) Energie frei werden und bei der intensive Zerstörungen in der Grube sowie normalerweise heftige Erschütterungen an der Erdoberfläche auftreten.&lt;br /&gt;
* [[Gebräch]]: Lockeres, zum Hereinbrechen oder Nachfallen neigendes Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gediegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedinge]]: Vertrag über eine für ein bestimmtes Entgelt zu erbringende Arbeitsleistung.&lt;br /&gt;
* [[Gedingehäuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingelohn]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingezeichen]]: Untertägige Zeichen zur Abrechnung der Arbeitsleistung, wenn nach [[Gedinge]] gearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Gefluder]]: siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Gefrierverfahren]]: Verfahren, mit dem künstlich gefrorene Bodenkörper hergestellt werden, um beim Abteufen nicht standfestes, oftmals stark wasserführendes Gebirge besser zu durchörtern.&lt;br /&gt;
* [[Gegenbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Gegenortbetrieb]]: Von mindestens zwei Ausgangsorten aufzufahrende Strecke mit dem Ziel, sich zu treffen und dadurch Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
* [[Gegenschreiber]]: Bergbeamter, der das Gegenbuch führte und alle Kuxe und Gewerken in das Buch eintrug.&lt;br /&gt;
* [[Gelenkbogenausbau:]] Gelenkiger Streckenausbau, der in Strecken mit hohem Gebirgsdruck eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]: Vom Bergmann mitgeführte Grubenlampen, z. B. Frosch, Bombe, Wetter-, Karbid-, Kopflampen.&lt;br /&gt;
* [[Generalbefahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Generalstreichen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gequehle]]:&lt;br /&gt;
* [[Gerechtsame]]: die in einem Recht oder Gesetz begründete Befugniss.&lt;br /&gt;
* [[Gerinne]]: eine oben offene Wasserleitung oder -rinne, siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Geschicke]]:&lt;br /&gt;
* [[Geschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Gesenk]]: Von oben nach unten abgeteufter vertikaler Grubenbau.&lt;br /&gt;
* [[Gesprenge]]:&lt;br /&gt;
* [[Getriebezimmerung]]: Methode zum Vortrieb in lockerem Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Geviertfeld]]: Rechtwinklig begrenztes Feld, das je nach Bergbaurevier unterschiedlich groß war und in dem der Muter nach der Verleihung Bergbau betreiben darf.&lt;br /&gt;
* [[Gewältigen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gewerken]]: Anteilseigner einer bergrechtlichen [[Gewerkschaft]].&lt;br /&gt;
* [[Gewerkschaft]]: Alle zu einer [[Zeche]] gehörenden [[Gewerken]]. Historische Unternehmensform im Bergbau, zulässig bis zum Inkrafttreten des Bundesberggesetzes 1980.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnung]]: Lösen des abzubauenden Minerals aus der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnungsarbeiten]]: Gesamtheit der bergmännischen Arbeiten, durch welche die nutzbaren [[Mineral]]ien abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezähe]]: Bezeichnung für alle Werkzeuge und Arbeitsgeräte, die vom Bergmann zur Arbeit benötigt werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezeugstrecke]]: Alte bergmännische Bezeichnung für [[Sohle]].&lt;br /&gt;
* [[Gleitbogenausbau]]: Nachgiebiger Ausbau mit der Verwendung als Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Glück Auf]]: Bergmannsgruß, Ende des 16. Jahrhunderts im Erzgebirge entstanden. Heute allgemein der deutsche Bergmannsgruß.&lt;br /&gt;
* [[Gnadengeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Gnadengroschenkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Göpel]]: Historische Förderanlage, im weiteren Sinn eine stärkere Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Göpelhaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Grabensteiger]]:&lt;br /&gt;
* [[Besatz|Grand]]: Masse bezeichnet, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Graupe]]:&lt;br /&gt;
* [[Grube]]: Alle untertägigen Anlagen einer [[Zeche]].&lt;br /&gt;
* [[Grubenausbau]]: Absichern und Offenhalten von Räumen unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbau]]: Oberbegriff für alle Hohlräume im Bergwerk, wie Strecken, Schächte, Strebe etc.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbrand]]: Untertägig ausgebrochenes Feuer, dass sich unter Tage unkontrolliert entwickeln kann.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeld]]: Raum unterhalb der Erdoberfläche, in dem sich ein Bergbauberechtigter die Minerale der Lagerstätte aneignen darf.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeldsteuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenfunk]]: drahtloses Kommunikationssystem unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubengebäude]]: Gesamtheit der unter- und übertägigen Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Grubenholz]]: Holz, das im Bergbau im Tagebau und Untertagebau verwendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Grubenjunge]]: Junger Bergmann im Alter von 14 bis 23 Jahren, der unter Tage für Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Grubenkompass]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenlok]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenmauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenriß]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwässer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwehr]]: Rettungstruppe für den Einsatz im Bergbau, analog zur Feuerwehr. Besteht aus freiwilligen, besonders qualifizierten Bergleuten.&lt;br /&gt;
* [[Grundsohle]]:&lt;br /&gt;
* [[Grundstrecke]]: Tiefste streichende Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== H ====&lt;br /&gt;
* [[Habit]]:&lt;br /&gt;
* [[Häckel]]: Zierwaffe in Form eines kleinen Beiles mit langem Stiel.&lt;br /&gt;
* [[Halm]]: Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Halmdose]]: Behältnis zur Aufbewahrung der [[Halm|Halme]] (Zünder).&lt;br /&gt;
* [[Hängebank]]: Auch Schacht- oder Tagekranz: Es ist der oberste Teil der Schachtmündung. Hier wird der Förderkorb bzw. die Fördertonne be- oder entladen. (siehe Rasenhängebank).&lt;br /&gt;
* [[Hängen]]: Abwärtsfördern im Schacht, auch Einhängen.&lt;br /&gt;
* [[Hängezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Halde]]: Im Bergbau eine künstliche Anhäufung von Material (Haufwerk) oberhalb der umgebenden Geländeoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Haldensturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Halbe Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Hammelpfoten]]: Im Altbergbau bis zum 18. Jh. 70 - 100 cm lange Guss- oder Eisenschienen, die aneinandergelegt Grubenbahnschienen bilden konnten.&lt;br /&gt;
* [[Handstück]]:&lt;br /&gt;
* [[Hangendes]]: Das Gestein oberhalb der Lagerstätte. Siehe Liegendes.&lt;br /&gt;
* [[Harnisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspel]]: Vorrichtung zum Aufwickeln eines Seiles. Historisch Handhaspel für die Förderung über Schaächte und Gesenke.&lt;br /&gt;
* [[Haspelhorn]]: &lt;br /&gt;
* [[Haspelknecht]]: Bergmann, der in der Förderung mittels Haspel tätig war.&lt;br /&gt;
* [[Haspeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspelnische]]: Aussparung im Stoß für die Haspelknechte.&lt;br /&gt;
* [[Haspelschacht]]: Schacht von geringer Teufe, mit einer (Hand-)Haspel als Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Haueisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Hauer]] (auch Häuer): Berg–Facharbeiter.&lt;br /&gt;
* [[Häuerglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Haufwerk]]: Herausgebrochenes oder -gesprengtes Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Hauptstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Heinzenkunst]]: Mittelalterliche Maschine zum Heben des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Helm (Bergbau)|Helm]]: Industrieschutzhelm (Kopfschutz) für den Bergbau. Meist mit einem Schuh zur Aufnahme des [[Geleuchts]].&lt;br /&gt;
* [[Helm (Gezähe)]]: Hölzerner Stiel (meist Esche) für das Gezähe ([[Schlägel]], [[Bergeisen|Eisen]], [[Keilhaue]] etc.),&lt;br /&gt;
* [[Hereinbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereingewinnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereintreibearbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der [[Gestein]] oder [[Erz]] nach Anlage eines [[Schram]] [[Hereingewinnen|hereingewonnen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Hilfsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Hinterfüllung]]: Ausfüllen des Hohlraumes zwischen dem Streckenausbau und dem Gebirge mit geeigneten Baumaterialien.&lt;br /&gt;
* [[Hobel]]: Maschine zur schälenden Gewinnung von Steinkohle.&lt;br /&gt;
* [[Hobelantrieb]]: Maschinelle Einrichtung, die der Bewegung des Kohlenhobel dient.&lt;br /&gt;
* [[Hobelverfahren]]: Verschiedene Verfahren zur Steinkohlengewinnung mittels Kohlenhobel.&lt;br /&gt;
* [[Höffig:]] ein Gebiet oder eine Gesteinsformation, die – vermutet oder nachgewiesen – abbauwürdige Erze oder Minerale führt.&lt;br /&gt;
* [[Höfflich]]:&lt;br /&gt;
* [[Hoffnungsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Holzkasten]]: Aus Kanthölzern oder Schwellen zusammengesetztes Stützelement.&lt;br /&gt;
* [[Holzkux]]:&lt;br /&gt;
* [[Horizont]]:&lt;br /&gt;
* [[Hornstatt]]: &lt;br /&gt;
* [[Hunt]] (eig. ''Hund''): Offener, kastenförmiger Förderwagen zum fördern der unter Tage gewonnen Materialien. &lt;br /&gt;
* [[Huntestösser]]:&lt;br /&gt;
* [[Hut]]:&lt;br /&gt;
* [[Huthaus]]: Zentrales Verwaltungsgebäude eines Bergwerks, das zugleich Materiallager, Gezähekammer, Werkstatt und Wohnung des Hutmannes war.&lt;br /&gt;
* [[Hutmann]]: Grubenaufseher mit der Aufgabe, das Bergwerk zu überwachen oder - wie man es damals bezeichnete - zu behüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I ====&lt;br /&gt;
* [[Imprägnation]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== J ====&lt;br /&gt;
* [[Joch]]:&lt;br /&gt;
* [[Jochkappe]]:&lt;br /&gt;
* [[Jungbergmann]]: Jugendlicher, der ohne Ausbildungsvertrag im Bergbau beschäftigt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== K ====&lt;br /&gt;
* [[Kamm]]:&lt;br /&gt;
* [[Kammeradschaft]]: Gruppe von Bergleuten, denen im Mansfelder-/Eislebener Bergbau ein Strebabschnitt zum Abbau überlassen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kammerbau]]: Abbauverfahren im Tiefbau.&lt;br /&gt;
* [[Kanone]]: Bezeichnung für das [[Einbruch]]bohrloch im [[Wismut]]-Objekt 01. &lt;br /&gt;
* [[Kappe]]: horizontal eingebauter Balken aus Holz oder Metall, Bestandteil des Grubenausbaus.&lt;br /&gt;
* [[Katze]]: An der Decke hängendes, motorbetriebenes Transportsystem.&lt;br /&gt;
* [[Kaue]]: Ursprünglich Gebäude über dem Schacht als Witterungsschutz, später als Waschkaue der Umkleide- und Waschraum, unterteilt in Schwarz- und Weißkaue.&lt;br /&gt;
* [[Kaukamm]]: einseitig geschliffenes Grubenbeil.&lt;br /&gt;
* [[Kehrrad]]: Wasserrad mit umkehrbarer Drehrichtung zum Antrieb der Schachtförderung.&lt;br /&gt;
* [[Keil]]: Eisernes [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Keilhaue]]: (Einseitige) Spitzhacke zur [[Gewinnung]] von weicherem [[Gestein]] im [[Vortrieb]]. &lt;br /&gt;
* [[Keilhauenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der weicheres [[Gestein]] losgehackt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kerbholz]] (auch Kerbstock, Zählholz oder Zählstab ):  Hölzerne Zählliste, um Abrechnungen (z. B. Fördermengen) und anfallende [[Bergkosten|Berg- und Hüttenkosten]] fälschungssicher zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
* [[Ketscher]]:&lt;br /&gt;
* [[Kettenkunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Kirchenkux]]:&lt;br /&gt;
* [[klauben]]: Auslesen der erzhaltigen Brocken und Krümel aus dem Fördergut. Erfolgte im historischen Bergbau von Hand, heute meistens maschinell.&lt;br /&gt;
* [[Kluft]]:&lt;br /&gt;
* [[Klüftig]]:&lt;br /&gt;
* [[Kluppe]]: Lange Zange oder Schere, mit der abgebrochene Handbohrer aus dem Bohrloch gezogen wurden.&lt;br /&gt;
* [[Knappe]]: Bergmann, der die Lehre abgeschlossen hat, Geselle.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Knappeneisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Knappschaft]]: Zusammenschluss von Bergleuten zur Durchsetzung von Berufsinteressen und zur gegenseitigen sozialen Absicherung. Heute auch Synonym für die Sozialversicherungen der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Knappschaftskasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftskux]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftsrolle]]:&lt;br /&gt;
* [[Kniebügel]]: Knieschutz des Bergmanns, als Schutz vor Nässe und Kälte beim Knien, siehe auch: Arschleder.&lt;br /&gt;
* [[Koepemaschine]]: Art der Schachtförderung (nach Carl Friedrich Koepe). Siehe auch: „Treibscheibenförderung“.&lt;br /&gt;
* [[Kohlengräberei]]: Methode der Kohlengewinnung mittels einfacher Werkzeuge am ausgehenden der Flöze.&lt;br /&gt;
* [[Konvergenz]]: Ist das Zusammendrücken des Streckenquerschnittes aufgrund des Gebirgsdrucks.&lt;br /&gt;
* [[Korb]]:&lt;br /&gt;
* [[Kräll]], auch Krahl, Krähl: Harkenähnliches [[Gezähe]] zum Wegfüllen des [[Haufwerk]]es.&lt;br /&gt;
* [[Kranz]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzler]]: Ein den Kauf- und Verkauf vermittelnder von den Bergbehörden vereidigter Makler.&lt;br /&gt;
* [[Kratze]], auch Krätzer: Hackenähnliches [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit, um [[Haufwerk]] in die dafür vorgesehenen Gefäße ([[Trog]], [[Korb]] oder [[Schleppkasten]]) zu ziehen oder die [[Sohle]] frei zu räumen.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Krummzapfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübel]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelort]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelwart]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Kuckuck]]: Mit [[Rüböl]] betriebene kleine Öllampe, die in der [[Blende]] getragen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kuhlenbau]]: Abbauverfahren bei dem mittels kleiner Schächte, sogenannter Kuhlen, eine Lagerstätte ausgebeutet wird.&lt;br /&gt;
* [[Kumpel]]: Bergmann.&lt;br /&gt;
* [[Kunst]]: Historische Bezeichnung für jede Form einer Maschine. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgestänge]]: Stangenwerk zur Übertragung der von einem Kunstrad erzeugten mechanischen Bewegung über kürzere Entfernungen. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstgraben]]: Übertägige Wassergräben, über die Bergwerke und Pochwerke mit Wasser zum Antrieb von Wasserrädern versorgt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Kunstkreuz]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kunstmeister]]: Bergmann, der die Kunst baut. &lt;br /&gt;
* [[Kunstknecht]]: Bergmann, der die Kunst wartet.&lt;br /&gt;
* [[Kunstrad]]: Wasserrad mit Krummem Zapfen (Kurbel) zum Antrieb von Künsten.&lt;br /&gt;
* [[Kunstschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstteich]]: Meist künstlich angelegte Wassersammler zur Bereitstellung von ausreichend Wasser zum Antrieb von Wasserrädern im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Kunstwinkel]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Kux]]: Anteilsschein an einer Gewerkschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== L ====&lt;br /&gt;
* [[Lachter]]: Altes Längenmaß im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Lachterkette]]: Zusammenlegbares aus Eisen und/oder Messingdraht gefertigtes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Lachtermaß]]: Holz oder Eisnstab zur Vermessung.&lt;br /&gt;
* [[Lachterschnur]]: Ein aus Hanf oder Bast bestehende und mit Knoten versehenes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Laden]]:&lt;br /&gt;
* [[Lader]] oder Ladewagen: ist ein vielfältig verwendeter Begriff für ein Gerät zum Wegladen des Haufwerks. &lt;br /&gt;
* [[Ladesäule]]: Durch Patrone oder lose Einblasung eingebrachter Sprengstoff im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Ladespitz]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Lager]]: unregelmässige plattenförmige Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Lagerstätte]]:&lt;br /&gt;
* [[Lagerung]]: Einteilung der Lagerstätten nach ihrer Neigung gegenüber der Horizontalebene.&lt;br /&gt;
* [[Lampennische]]: Geschlägelte Aussparung im [[Stoß]] zum Abstellen des [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]es.&lt;br /&gt;
* [[Längenfeld]]: Maßangabe für ein Berechtsamsmaß in Preußen, welches zunächst auf ein Flöz beschränkt war, ab 1821 aber auch für mehrere Flöze galt.&lt;br /&gt;
* [[Ledige Schicht]]: Zusätzliche Zeit bzw. Schicht die der Bergmann verfuhr und deren Lohn unter anderen in die [[Knappschaftskasse]] gegeben wurde bzw. der Abarbeitung der [[Zubuße]] bei [[Kux]]besitz diente.&lt;br /&gt;
* [[Legeblech]] (Legeeisen): Dünne Keile, die paarweise in die Ritzen eingelegt wurden, um zwischen ihnen [[Keil]]e, [[Plötz]]e und [[Fimmel]] einzutreiben.&lt;br /&gt;
* [[Lehen]]: Flächenmaß, aber auch die Übertragung von Rechten an einer Zeche.&lt;br /&gt;
* [[Lehensbuch]]: Buch, in dem die übertragenen [[Lehnschaft]]en verzeichnet werden.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschaft]]: Übertragung eines [[Lehen]]s an eine Gruppe von Personen.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschein]]: Bescheinigung, die vom [[Bergmeister]] erstellt und an den [[Gegenschreiber]] geschickt wurde, damit dieser dann die Eintragung im [[Gegenbuch]] machen konnte. Den Lehenschein erhielt der Lehnträger als Bestätigung.&lt;br /&gt;
* [[Lehenträger]]: Einzelperson, Gesellschaft oder [[Gewerkschaft]], welche eine gemutete [[Fundgrube]], eine [[Maaß]] oder einen [[Stollen|Stolln]] verliehen bekommen hat.&lt;br /&gt;
* [[Leichköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Leitbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Leseband]]: Förderband auf dem die geförderte Kohle manuell von Fremdstoffen, vorwiegend Gestein, befreit wurde.&lt;br /&gt;
* [[Letten]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenbesteg]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenstampfer]]: Eisenstange zur Verdichtung des [[Besatz]]es im Bohrloch beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Lichtloch]]: Kleiner Schacht auf einem Stolln.&lt;br /&gt;
* [[Liegendes]]: Das Gestein unterhalb der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Linse]]:&lt;br /&gt;
* [[Lochstein]]: Ein die [[Markscheide]] kennzeichnender Grenzstein über Tage.&lt;br /&gt;
* [[Lösen]]: Als lösen wird sowohl das Abführen des [[Grubenwässer|Grubenwassers]] oder der [[Abwetter]] aus dem [[Grubenfeld]], als auch das Erschließen einer [[Lagerstätte]] bezeichnet. Auch die Trennflächen zwischen Gebirgsschichten untereinander werden als Lösen bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Löser]]: Gestein, welches sich von der [[Firste]] oder dem [[Stoß]] ablöst (siehe auch [[Ablöser]]), aber auch ein Bergmann, der seinen Kameraden ablöst.&lt;br /&gt;
* [[Lutte]]: Luftleitung zur Heranführung frischer bzw. absaugen schlechter [[Wetter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== M ====&lt;br /&gt;
* [[Maaß]]: Bezeichnung für ein bergbauliches [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Maaßner]]: Besitzer eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mächtigkeit]]: Die Dicke einer Gesteinsschicht oder eines Flözes.&lt;br /&gt;
* [[Mannschaftsfahrt]]:&lt;br /&gt;
* [[Markenkontrolle]]: Jeder Bergmann hatte zum Einfahren eine Metallmarke mit seiner persönlichen Nummer an einer Belegungstafel auf dem jeweiligen Arbeitsplatz einzuhängen und zur Ausfahr wieder abzuwerfen. Dadurch war eine Information über das eingefahrene Personal und dessen Einsatzort möglich.&lt;br /&gt;
* [[Markscheide]]: Grenze eines [[Grubenfeld]]es, Grenze zwischen Grubenfeldern.&lt;br /&gt;
* [[Markscheider]]: Vermessungsingenieur unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Markscheidekunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Markscheiderei]]:&lt;br /&gt;
* [[Matte Wetter]]: Verdorbene bzw. verbrauchte Atemluft mit einem zu geringen Anteil an Sauerstoff.&lt;br /&gt;
* [[Matzel]]:&lt;br /&gt;
* [[Mauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Mehlkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Mettenschicht]]: Letzte verfahrene Schicht vor Weihnachten.&lt;br /&gt;
* [[Mineral]]: Natürlich vorkommenden Stoff mit definierter chemischer Zusammensetzung in zumeist kristalliner Form.&lt;br /&gt;
* [[Mitbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mitbaurecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Morgengang]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulde]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulm]]:&lt;br /&gt;
* [[Mundloch]]:&lt;br /&gt;
* [[Muten]]: Absichtserklärung auf [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Muter]]: Absichtserklärer für die [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mutterklötzchen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mutzettel]]: Vom [[Muter]] dem Bergmeister vorzulegender Zettel mit allen notwendigen Angaben zum [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Mutungskarte]]: Wird bei den für die Bergaufsicht zuständigen Bergbehörden geführt und gibt einen Überblick über die verliehenen [[Grubenfeld]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== N ====&lt;br /&gt;
* [[Nachbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachreissen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nebengestein]]v&lt;br /&gt;
* [[Nebenschicht]]: Eine Schicht neben den Hauptseilfahrzeiten im 3/3- oder 4/3-Betrieb. Bei diesen zusätzlichen Seilfahrten fahren z.B. Lokfahrer und Bedienungsleute eine Stunde vor der üblichen [[Seilfahrt]] an, um den Betrieb zur regulären Schichtzeit sicherzustellen.&lt;br /&gt;
* [[Nest]]:&lt;br /&gt;
* [[Nesterartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Nierbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niederbringen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niergang]]:&lt;br /&gt;
* [[Niedergehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niere]]:&lt;br /&gt;
* [[Nierig]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== O ====&lt;br /&gt;
* [[Oberbank]]: Oberer Teil eines zweiteiligen [[Flöz]]es (siehe auch [[Unterbank]]).&lt;br /&gt;
* [[Oberbergamt]]:&lt;br /&gt;
* [[Oberleitungslok]]:&lt;br /&gt;
* [[Observationsbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Offen]]:&lt;br /&gt;
* [[Öhr]] (Öhre): Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Orgel]]:&lt;br /&gt;
* [[Ort]] das: Die Stelle, wo abgebaut wird oder eine [[Strecke]] vorgetrieben wird („vor Ort“). Ende einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Örter]] (Örtchen): Historische Bezeichnung für die Spitzen am verwendeten [[Gezähe]]. &lt;br /&gt;
* [[Örterbau]]: Abbauverfahren, bei dem 50-100 Meter lange [[Strecke]]n - Örter - aufgefahren werden, um so die  [[Lagerstätte]] auszubeuten.&lt;br /&gt;
* [[Ortsbrust]]: [[Stoß]] am Ende eines [[Grubenbaus]], an der der [[Vortrieb]] stattfindet oder stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== P ====&lt;br /&gt;
* [[Panne]], Pannschüppe: Umgangssprachlich für Pfannenschaufel (regional). Siehe auch Weiberarsch.&lt;br /&gt;
* [[Patrone]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Päuschel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei der Hereintreibearbeit oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pendelförderung]]: Ein Verfahren der Streckenförderung, bei der ein Gefäß hin- und herbewegt wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfändung]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfannenschaufel]]: Schaufel, mit deren Hilfe das gelöste Gut, z.B. Kohle, auf das Fördermittel geladen wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfeiffe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeilerbau]]: Abbauverfahren, das zum Abbau plattenförmiger Lagerstätten mit einem flachen Einfallen von maximal 50 Gon angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Pinge]]: Von früherem Bergbau zurückgebliebene meist mulden- oder trichterförmige Vertiefung an der Tagesoberfläche, entstanden durch oberflächennahen Abbau, Einsturz eines Schachts (Schachtpinge) oder eines untertägigen Hohlraums.&lt;br /&gt;
* [[Plötz]]: Leicht keilförmiges eisernes [[Gezähe]] ohne Schneide für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Pochschuhe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochstempel]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Polygonausbau (Bergbau)]]: Zusammengesetzter Vieleckausbau der zur Verstärkung des Streckenausbaus eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Posen]]:&lt;br /&gt;
* [[Prellträger]]: Träger zum Schutz der Seilscheiben vor Beschädigung durch die Fördermittel.&lt;br /&gt;
* [[Pressbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Presshauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Pumpenkunst]]: Wasserhebemaschine, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pumpensumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Prunen]]: Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Q ====&lt;br /&gt;
* [[Bergquartal|Quartal]]:Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
* [[Quartalgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Quartalstufe]]:&lt;br /&gt;
* [[Quatembergeld]]: Abgabe an das [[Bergamt]] zur Besoldung der Bergbeamten während des [[Bergregal|Regalbergbaus]]  &lt;br /&gt;
* [[Querbau]]: Abbauverfahren, das in mächtigen, steil einfallenden [[Lagerstätte]]n und in untertägigen Steinbrüchen angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Querschlag]]: Eine [[Strecke]], die quer zum [[Einfallen]] der Gebirgsschichten aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== R ====&lt;br /&gt;
* [[Rad]]:&lt;br /&gt;
* [[Radstube]]:&lt;br /&gt;
* [[Raithalde]]:&lt;br /&gt;
* [[Rampe]]: Geneigter, geradlinig oder spiralig („Wendel“) verlaufender Grubenbau. Rampen sind so angelegt, dass sie mit Großtechnik wie Fahrladern, Muldenkippern oder normalen Lkw befahren werden können. Auf diese Weise kann auch aus größeren Teufen mit gleisloser Großtechnik gefördert werden.&lt;br /&gt;
* [[Rasenhängebank]]: Hängebank zu ebener Erde.&lt;br /&gt;
* [[Raubbau]]: Auf kurzfristigen Höchstgewinn gerichteter Abbau, unter Verzicht auf vollständige Gewinnung und nachhaltigen Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Rauben]]: Entfernen der Betriebsmittel und des Grubenausbaus aus aufzugebenden Grubenbauen oder Betriebspunkten.&lt;br /&gt;
* [[Raubhilfe]]: Speziell für die Raubarbeit angefertigte Werkzeuge oder Arbeitsgeräte.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Regal]]:&lt;br /&gt;
* [[Retardat]]: Bergrechtlicher Vorgang im frühen Bergbau, durch den ein Kuxinhaber seine Anteile verlieren konnte, wenn er seine Zubuße nicht bezahlte.&lt;br /&gt;
* [[Retardat-Zettel]]:&lt;br /&gt;
* [[Revier]]: 1) im engeren Sinne eine Abteilung zur Ausführung von Abbau- und sonstigen Arbeiten an mehreren Betriebspunkten in einem bestimmten Teil eines Grubenfeldes sowie 2) im weiteren Sinne Bezeichnung für ein Gebiet, in dem bestimmte mineralische Rohstoffe abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Revierbeamte]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezess]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezessgeld]]: Abgabe, die ein Muter nach der Verleihung eines Grubenfeldes pro [[Quartal]] an das Bergamt zahlen musste.&lt;br /&gt;
* [[Rezessschreiber]]: Bergbaubeamter im Mittelalter, der am Bergamt die Tätigkeit eines Buchhalters ausübte.&lt;br /&gt;
* [[Richtschacht]]: Schacht, der saiger (ohne besondere Rücksicht auf den Verlauf der Lagerstätte) abgeteuft wird.&lt;br /&gt;
* [[Richtstrecke]]: Strecke, die geradlinig im mittleren Streichen („Generalstreichen“) der Lagerstätte aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen|Riemen]]: Lederner Riemen oder Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Ringausbau]]: Geschlossener Grubenausbau, der aus zusammengesetzten Stahlsegmenten besteht.&lt;br /&gt;
* [[Riss]]:&lt;br /&gt;
* [[Ritzeisen]]:Spezielles [[Bergeisen]], welches zu zur Anlage von Ritzen im [[Gestein]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Rolle]]: geneigter Grubenbau zur Förderung von Gut oder Bergen aus dem Abbau oder einer oberen Strecke in eine tieferliegende Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Rösche]]: Grubenbau der einer untertägigen Maschine ([[Wasserrad]], Turbine, [[Wassersäulenmaschine]]) die durch einen [[Kunstgraben]] herangebrachten Betriebswasser ([[Aufschlagwasser]]) zuführt ([[Aufschlagrösche]]) oder die benutzten Wasser ableitet ([[Abzugsrösche]]).&lt;br /&gt;
* [[Rüböl]]:&lt;br /&gt;
* [[Rücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Ruschel]]: Nicht mineralisierte Schergänge, die im Gegensatz zu mineralführenden Gängen nur zerriebenes Nebengestein enthalten und geringe Standfestigkeit besitzen.&lt;br /&gt;
* [[Rutengänger]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== S ====&lt;br /&gt;
* [[Saalband]]: Grenzfläche zwischen Gang und Nebengestein.&lt;br /&gt;
* [[Saline]]: Anlage, in der aus Salzlösungen durch Verdunstung des Wassers Kochsalz gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Salzlagerstätte]]: natürliches Vorkommen von Salzen, bilden sich vor allem durch Verdunstung von Meerwasser, enthalten meist verschiedene Salze.&lt;br /&gt;
* [[Sargdeckel]]: Ein sich an vorhandenen Trennflächen ohne Vorwarnung aus dem Hangenden lösender sehr großer Stein.&lt;br /&gt;
* [[Sattel]]:&lt;br /&gt;
* [[Satz]]:&lt;br /&gt;
* [[Saubern]]: reinigen, in Ordnung halten, Sohle planieren.&lt;br /&gt;
* [[Schacht]]: Seigerer, seltener auch tonnlägiger Grubenbau zum Fördern (Förderschacht) oder Bewettern (Wetterschacht). &lt;br /&gt;
* [[Schachtansatzpunkt]]: Bei Tagesschächten der Punkt an der Tagesoberfläche, an dem der Schacht abgeteuft werden soll.&lt;br /&gt;
* [[Schachtausbau]]: Verkleidung der Schachtwand, die dazu dient, den seitlichem Gebirgsdruck abzufangen.&lt;br /&gt;
* [[Schachtbruch]]: Plötzliches Abgehen der Schachtverfüllung bei abgeworfenen Tagesschächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtförderung]]: Förderung von Produkten, Versatz, Material und Personen vom Füllort bis zur Hängebank in Schächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtführung]]: Schachteinbauten, die den Fördergutträger in der Spur des jeweiligen Schachttrums lenken.&lt;br /&gt;
* [[Schachtpinge]]:&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheibe]]: Schachtquerschnitt mit Schachtausbau sowie der Einteilung der verschiedenen Trümer.&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheider]]: Bauelement aus Holz oder Mauerwerk zur Aufteilung des Schachtes in separate Trume.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsignalanlage]]: Technische Einrichtung im Schacht zur Kommunikation zwischen Fördermaschinist und Anschläger.&lt;br /&gt;
* [[Schachtstuhl]]: Konstruktion an den Anschlägen im Übergangsbereich vom Schacht ins Füllort.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsumpf]]: Tiefster Teil des Schachtes, unterhalb der tiefsten angeschlossenen Sohle. Dient der Aufnahme des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Schachtverwahrung]]: Abschluss eines abgeworfenen Tagesschachtes.&lt;br /&gt;
* [[Scharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schaufel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit.&lt;br /&gt;
* [[Scheffel]]: Altes Raummaß.&lt;br /&gt;
* [[Scheidebank]]: Aufbereitungshalle eines Bergwerks, in der das Erz manuell vom taubem Gestein getrennt wurde. &lt;br /&gt;
* [[Scheidehammer]]:Spezieller Hammer zur Erzscheidung.&lt;br /&gt;
* [[Scheidejunge]]: Lehrling, der in der Aufbereitung des Bergwerks tätig war und dort seine ersten Erfahrungen für den Beruf des Bergmanns sammelte (auch Klaubejunge oder im Oberharz Pochjunge genannt).&lt;br /&gt;
* [[Scheideplatten]]:Gesteins- oder Gußplatten, auf denen mit dem Scheidehammer die Erzscheidung erfolgte.&lt;br /&gt;
* [[Scheider]]:&lt;br /&gt;
* [[Schicht]]: Regelmäßige tägliche Arbeitszeit.&lt;br /&gt;
* [[Schichtgebet]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtmeister]]: Bergbeamter, der als Rechnungsführer des Bergwerks vereidigt war.&lt;br /&gt;
* [[Schichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schießblech]]: Viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Schießen]]: Gewinnungsarbeit durch gezielte Sprengung von Schwarzpulver in dazu angelegten Bohrlöchern. &lt;br /&gt;
* [[Schießpflock]]: Rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
* [[Schießspreize]]: Holz, welches zwischen dem auf den [[Schießpflock]] aufgelegtem [[Schießblech]] und dem gegenüberliegenden [[Stoß]] eingetrieben wird.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Schießnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Halm|Schießröhrchen]] (Halm): Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Schild]]:&lt;br /&gt;
* [[Schildausbau]]: Hydraulisches System zum Strebausbau im untertägigen Kohlebergbau.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eisenarbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel- und Eisenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] mittels [[Schlägel]] und [[Bergeisen]]. &lt;br /&gt;
* [[Schlagwetter]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlechten]]: Natürliche Trennflächen des Flözkörpers.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Schlegel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eise]arbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schleichwetter]]: Kleine, unkontrollierte Wetterströme, die durch abgeworfene Grubenbaue streichen und potentiell gefährlich sind.:&lt;br /&gt;
* [[Schlepper]]: Bergmann, der vorwiegend zur Förderung (Schleppen, Trecken) der Hunte eingesetzt wurde. In der Regel wurden Lehrlinge in ihrer Anfangszeit als „Treckejungen“ eingesetzt.&lt;br /&gt;
* [[Schleppungskreuz]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifkorb]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlotten]]: Im Mansfelder und Eislebener Kupferschieferbergbau angetroffene untertägige Hohlräume des Gipskarstes.&lt;br /&gt;
* [[Schmitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schneidkopf]]: Gewinnungswerkzeug an Teilschnittmaschinen.&lt;br /&gt;
* [[Schram]]: Bergmännisch hergestellter Schlitz im Nebengestein, der das [[Gewinnung|Hereingewinnen]] des [[Erz]]es erleichtert.&lt;br /&gt;
* [[Schrämen]]: Herausschlagen des tauben [[Gestein]]s neben einem [[Gang]], um das [[Erz]] von der Seite aus [[Gewinnung|hereingewinnen]] zu können. &lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Schrämhaue]]: Leichte Keilhaue, die ausschließlich zur Herstellung des [[Schram]]s verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhauer]] (Schrämer): Bergmann, welcher die [[Schräm]]e, meist mittels [[Schrämhammer]] herstellt&lt;br /&gt;
* [[Schrämkette]]: Umlaufende Gliederkette an Schrämmaschinen und Continuous Minern alter Bauart.&lt;br /&gt;
* [[Schrämkrone]]: An Säulen-Schrämmaschinen eingesetztes Werkzeug, zur Erzeugung der Schram.&lt;br /&gt;
* [[Schrämmaschine]]: Gerät im Bergbau und Steinbrüchen zur Erzeugung eines Schrams.&lt;br /&gt;
* [[Schrämspieß]]: Vierkantige gerade Eisenstange, die an einem Ende in einer an den Seitenflächen etwas gewölbten Spitze ausläuft.&lt;br /&gt;
* [[Schrämwalze]]: Walzenförmiger Werkzeugträger beim Walzenschrämlader.&lt;br /&gt;
* [[Schrapper]]:&lt;br /&gt;
* [[Schubort]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurf]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeldkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Schürfen]]:Aufsuchen einer Lagerstätte durch Aufdecken nahe der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Schürfschein]]: Amtlicher Erlaubnisschein, der dem Inhaber das Aufsuchen von Lagerstätten erlaubt. Offizieller Begriff: Aufsuchungserlaubnis.&lt;br /&gt;
* [[Schuss]]:&lt;br /&gt;
* [[Schüttelrutsche]]: Ein Abbaufördermittel im Kohlebergbau. Rinnenförmige Bleche werden langsam vor- und schnell zurückbewegt, dadurch rutscht die Kohle in Richtung Fußstrecke.&lt;br /&gt;
* [[Schütten]]:&lt;br /&gt;
* [[Schützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwaden]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebe]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebend]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwefelmännchen]]: Mit Schwefel überzogener starker bzw. doppelt gedrehter Woll- oder Baumwollfaden, welches an das Ende des [[Halm]]es gesteckt und mit der Öllampe angezündet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schwerköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Sechste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die statt des [[Siebente]]n gezahlt werden konnte, wenn die Ausgaben der [[Grube]]n zu hoch waren.&lt;br /&gt;
* [[Seife]]:&lt;br /&gt;
* [[Seiger]] (auch: saiger): senk-, lotrecht.&lt;br /&gt;
* [[Seigerriss]] (auch: Saigerriss): zeichnerische Projektion eines Bergwerkes, Vertikalschnitt.&lt;br /&gt;
* [[Seil]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilbruch]]: Durchreißen eines Förderseiles aufgrund von Materialermüdung oder Überlastung.&lt;br /&gt;
* [[Seileinband]]: (auch: Seilendverbindung) Konstruktion, die Förderseile oder andere Drahtseile mit Konstruktionsteilen oder anderen Festpunkten verbindet.&lt;br /&gt;
* [[Seilfahrt]]: Ein- und Ausfahrt der Bergleute in dem am Seil hängenden Förderkorb.&lt;br /&gt;
* [[Seilkorb]]: Vorrichtung an der Fördermaschine, auf der das Förderseil aufgewickelt wird.&lt;br /&gt;
* [[Seilrutsch]]: Rutschen des Förderseils auf der Treibscheibe, das vorwiegend bei starkem Anfahren oder scharfem Abbremsen auftreten kann. Siehe Koepeförderung.&lt;br /&gt;
* [[Seilscheibe]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilträger]]: Teil der Fördermaschine, mit dem das Förderseil bewegt wird. Siehe auch: Treibscheibe.&lt;br /&gt;
* [[Sekunde]]:&lt;br /&gt;
* [[Senken]]: Ist das Hereingewinnen der hochgequollenen Streckensohle, es dient zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der notwendigen Streckenhöhe.&lt;br /&gt;
* [[Senkstütze]]: Nachgiebiges Stützelement, das anstelle der stoßseitigen Ausbausegmente eingesetzt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Setzeisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitslampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitspfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitssteiger]]: Sicherheitsingenieur im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Siebente]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die in manchen [[Bergordnung]]en statt des [[Neunte]]n vorgeschrieben war. &lt;br /&gt;
* [[Sinkwerk]]: Untertägiger Hohlraum, in dem Salz durch Auslaugen mit Süßwasser gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Sinter]]:&lt;br /&gt;
* [[Sitzholz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sole]]: wässrige Steinsalzlösung mit einer Dichte von 1,204 g/cm3 und einen NaCl-Gehalt von 26,4 % (318 g/l). &lt;br /&gt;
* [[Sohle]]: 1. die Gesamtheit aller in einer Ebene gelegenen Teile eines Bergwerkes; 2. untere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus, z. B. einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Sohlenabstand]]: Abstand zwischen den einzelnen Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Söhlig]]: Horizontal, waagerecht.&lt;br /&gt;
* [[Spanne]]:&lt;br /&gt;
* [[Spanner]]:&lt;br /&gt;
* [[Spat]]:&lt;br /&gt;
* [[Spatgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Spitzeisen, Eisen, Bergeisen]]: Meißelartiges Werkzeug, das mit einem Stiel gehalten wird. Es gehört zum historischen Gezähe „Schlägel und Eisen“.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Spitzhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Spreize]]:&lt;br /&gt;
* [[Sprung]]:&lt;br /&gt;
* [[Spülversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Spurnagel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stalinpaket]]:&lt;br /&gt;
* [[Starrer Bogenausbau]]: Teilelliptischer starrer Streckenausbau aus einzelnen Ausbausegmenten.&lt;br /&gt;
* [[Stehender Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Steiger]]: Grubenaufseher, Bergingenieur, Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Steigort]]&lt;br /&gt;
* [[Steigbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Stempel]]: Stütze aus Holz oder Metall zum Abstützen des Gebirges.&lt;br /&gt;
* [[Stirn]]:&lt;br /&gt;
* [[Stock]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerksbau]]: Abbauverfahren&lt;br /&gt;
* [[Stollen]]: annähernd horizontale Strecke mit einem Mundloch an der Tagesoberfläche. In Sachsen, dem Erzgebirge, vor allem in Eigennamen und traditionell wird auch Stolln geschrieben.&lt;br /&gt;
* [[Stollenflügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollenhieb]]: Recht des [[Erbstöllner]]s, in bestimmten Maß angetroffene [[Erz]]e abzubauen. &lt;br /&gt;
* [[Stollenrösche]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollensteuer]]: Abgabe der [[Gerwerken]] an den [[Erbstöllner]] oder [[Stöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Stöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Störung]]: Trennfläche im Gebirge, an der z.B. eine Verschiebung von Gesteinsschollen stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
* [[Stoß]]: seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaus (z. B. Seitenwand einer Strecke).&lt;br /&gt;
* [[Streb]]:&lt;br /&gt;
* [[Strebausbau]]: Ausbau beim Strebbau.&lt;br /&gt;
* [[Strebbau]]: Untertage-Abbauverfahren, bei dem der Abbauraum im Flöz weiterrückt.&lt;br /&gt;
* [[Strecke]]: Horizontaler Grubenbau innerhalb des Grubengebäudes.&lt;br /&gt;
* [[Streckenausbau]]: Ausbau in untertägigen Strecken.&lt;br /&gt;
* [[Streckenbegleitdamm]]: Untertägiges Bauwerk, das in den Abbaustrecken dazu dient, den Streckensaum gegen den Alten Mann zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Streckenförderung]]: Horizontale Bewegung von Materialien, mineralischen Rohstoffen, Produkten und Versatz in Strecken und Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Streckensaum]]: Seitliche Begrenzung einer Abbaustrecke zum Flöz und zum Alten Mann hin.&lt;br /&gt;
* [[Streichen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in horizontaler Richtung, rechtwinklig zum Fallen. Entspricht dem Verlauf einer Höhenlinie.&lt;br /&gt;
* [[Strosse]]:&lt;br /&gt;
* [[Strossenbau]]: Älteste Abbaumethode für den Gangerzbergbau.&lt;br /&gt;
* [[Stube]]:&lt;br /&gt;
* [[Stufe]]: Kleines Gesteinsstück, insbesondere Erzstufe, aber auch ein vom [[Markscheider]] in das Gestein eingehauenes Zeichen.&lt;br /&gt;
* [[Stufenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Stufeneisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Stufenerz]]:&lt;br /&gt;
* [[Stunde]]: Einer der 24 Teile, in die der Grubenkompaß eingeteilt ist.&lt;br /&gt;
* [[Stundung (Bergbau)]]: Die (zeitweise/vorübergehende) Stilllegung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Sturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sturzbühne]]: Im Mansfelder Kupferschieferbergbau angewandte Methode des Umladens vom Strebhunt in den Förderwagen.&lt;br /&gt;
* [[Sumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen]] (auch Wassereisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sümpfen]]: Absenkung des Grundwasserspiegels, Trockenlegung überfluteter (ersoffener) Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Sumpfstrecke]]: Strecke, die als Sammelraum für das anfallende Grubenwasser verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== T ====&lt;br /&gt;
* [[Tag]] (über Tage, am Tage): Erdoberfläche, von der aus das Tageslicht sichtbar ist.&lt;br /&gt;
* [[Tagebau]]: Abbau des Nutzminerals von über Tage aus.&lt;br /&gt;
* [[Tagebruch]]: Verbruch der sich bis zur Tagesoberfläche durchschlägt.&lt;br /&gt;
* [[Tagegebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Tageschacht]]: Siehe [[Schacht (Bergbau)]].&lt;br /&gt;
* [[Tagewerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Taub]]: Ein Lagerstättenteil, der keine abbauwürdigen Mineralien enthält.&lt;br /&gt;
* [[Teufe]]: Die Tiefe eines Schachtes oder einer Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Teufen]]: Herstellen eines Grubenbaues von oben nach unten, siehe Abteufen.&lt;br /&gt;
* [[Tiefbau]]: Abbau unter Tage. &lt;br /&gt;
* [[Tiefste]]:&lt;br /&gt;
* [[Todt]]:&lt;br /&gt;
* [[Todter Mann]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonne]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonnlägig]]: Ein Schacht, der nicht senkrecht ins Bergwerk führt. Tonnlägige Schächte folgten im Gangerzbergbau dem von der Vertikalen abweichenden Einfallen des Ganges.&lt;br /&gt;
* [[Tonnung]]:&lt;br /&gt;
* [[Tradde]]: Abgabe an die Grundeigentümer.&lt;br /&gt;
* [[Tragwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Trecken]]:&lt;br /&gt;
* [[Treckejunge]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibehaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Treiben]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibe]]: Seilträger, bei dem die Energie der Antriebsmaschine mittels Reibschluss auf das Förderseil übertragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibenförderung]]: Schachtförderanlage, die nach ihrem Erfinder Carl Friedrich Koepe, auch Koepe-Förderung genannt wird. &lt;br /&gt;
* [[Treppenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Trog]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommel]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommelfördermaschine]]: [[Fördermaschine]], bei der das Förderseil auf eine [[Trommel]] gewickelt wird ([[Haspel]]).&lt;br /&gt;
* [[Trum]]: Von einem [[Gang]] abgetrennter Zweig des Ganges, aber auch ein abgeteilter Teil eines [[Schacht]]es, [[Gesenk]]es oder [[Überhauen]]s.&lt;br /&gt;
* [[Trümmerartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Tscherper]]: Ein Messer&lt;br /&gt;
* [[Tscherpertasche]]:&lt;br /&gt;
* [[Tummelbau]]: Abbauverfahren beim Braunkohlenbergbau mit bienenkorbförmigen Weitungen, sogenannten Tummel, das aufgrund seiner Gefährlichkeit im 19. Jahrhundert im deutschen Bergbau verboten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Tübbing]]: Segmente aus Gusseisen oder Stahl, die zum wasserdichten Ausbauen von Schächten bei nicht standfesten Nebengebirgen dienen.&lt;br /&gt;
* [[Türstock]]: Ausbaukonstruktion, bestehend aus einer Kappe mit zwei unterstützenden Stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== U ====&lt;br /&gt;
* [[Überfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Überhauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Überlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übrschar]]:&lt;br /&gt;
* [[Übersetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übertreiben]]: Vorbeifahren der Fördermittel über die Endanschläge hinaus.&lt;br /&gt;
* [[Übertreibsicherung]]: Dient dazu das Fördermittel abzubremsen damit es beim Übertreiben möglichst vor dem Prellträger zum Stehen kommt.&lt;br /&gt;
* [[über Tage]] oder Übertage: alles „an der Sonne“, also nicht der Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Ulm]]e: Seitliche Begrenzung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Umbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Umfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unbauwürdig]]:&lt;br /&gt;
* [[Ungeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Unschlitt]]: Tierische Körperfette (Talg), welche als Brennmaterial für offene [[Geleucht]]e, meist tönerne [[Frosch]]lampen, diente. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittgeld]]: Gebühr der [[Gewerkschaft]]en an den zuständigen [[Grabensteiger]] zur Deckung der ihm entstandenen Unkosten für das [[Geleucht]]. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittlampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterbank]]: Unterer Teil eines zweiteiligen Flözes.&lt;br /&gt;
* [[unter Tage]] oder Untertage: Stollen, Strecken, Schächte.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerk]]: Abbau unter der Stollnsohle.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerksbau]]: Abbau unterhalb der tiefsten Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Unverritzt]]:&lt;br /&gt;
* [[Urbar]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== V ====&lt;br /&gt;
* [[Ventilator]]:&lt;br /&gt;
* [[Verarmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbau]]:&lt;br /&gt;
* [[verblenden]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbolzung]]: Axiale Verkettung des Streckenausbaus um die Einzelbaue gegen eine Schubwirkung in Längsrichtung zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Verbrechen]]: Einbrechen oder Einstürzen und damit Unbrauchbarmachen eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Verbühnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbundbergwerk]]: Entsteht durch Zusammenlegung mehrerer Bergwerke.&lt;br /&gt;
* [[Verdingen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verdrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Veredeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verhieb]]: Art und Weise wie ein in Angriff genommener Abbaustoss abgebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Verlag]]:&lt;br /&gt;
* [[Verlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verleihen]]: Zueignung von Bergwerkseigentum durch den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* [[Verkippen]] / [[Verstürzen]]: Im Tagebau das Absetzen des Abraumes.&lt;br /&gt;
* [[Verritzen]]: Beginn des Abbaus einer Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Versatz]]: Verfüllung eines durch den Abbau entstandenen Hohlraums mit Bergen (Bergeversatz).&lt;br /&gt;
* [[Versetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verspünden]]: Wasserdichtes abdämmen einer [[Strecke]] durch einen Ziegel- oder Betondamm, früher auch Zimmerwerk.&lt;br /&gt;
* [[Verstufung]]: Bergrechtlicher Vorgang, durch den sich der [[Stöllner]] sämtliche Rechte an dem bisher aufgefahrenen Stollen gegen etwaige Ansprüche neuer [[Muter]] sicherte. Der [[Markscheider]] setzte ein [[Verstufung]]szeichen.&lt;br /&gt;
* [[Verwahren]]: Sicherung der Hohlräume eines stillgelegten (aufgelassenen) Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Verstufen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verstürzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Versuchsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Vertauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfung]]:&lt;br /&gt;
* [[Verziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzimmern]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzug]]: Auskleidung der Zwischenräume beim Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Vierter Pfennig]]: Kostenerstattung vom Besitzer der [[Grube]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Vierung]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorflut]]: Natürlicher Bach oder Fluss sowie künstlich geschaffene Möglichkeit (Kanal, Pumpwerk), um Wasser (auch Abwasser) abzuführen.&lt;br /&gt;
* [[Vorkommen]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorrichten]]: Vorbereitung des [[Abbau]]s der [[Lagerstätte]] und den Einbau von Gewinnungs– und Fördereinrichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== W ====&lt;br /&gt;
* [[Wolger|Walger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Walzenlader]]: Maschine zur schneidenden Gewinnung von Steinkohle und Erz.&lt;br /&gt;
* [[Wand]]:&lt;br /&gt;
* [[Wange]]: Im Harz verbreiteter Begriff für die seitlichen [[Stoß|Stöße]] eines horizontalen Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Wasseraufzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassereinfallgeld]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen|Wassereisen]] (auch Sumpfeisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Wasserhaltung]]: Anlagen und Maßnahmen zum Abführen des einer Grube zufließenden Wassers.&lt;br /&gt;
* [[Wasserknecht]]: Bergmann, der für die Wasserhaltung des Bergwerks zuständig war.&lt;br /&gt;
* [[Wasserkunst]]: System zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Wasserlauf]]: Regionale Bezeichnung für einen Wasserüberleitungsstollen im Oberharzer Bergbau (siehe auch [[Rösche]]). &lt;br /&gt;
* [[Wasserlösung]]: Abführen von Wasser, z. B. durch Wasserlösungsstollen.&lt;br /&gt;
* [[Wassernot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wasserregal]]: Königliches Hoheitsrecht zur Wassernutzung, meist zusammen mit dem [[Bergregal]] durch den Landesherren verliehenes Recht.&lt;br /&gt;
* [[Wassersack]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassersäulenmaschine]]: Maschine, die durch Wasserkraft angetrieben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wassersaige]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassertrommel]]: Bewetterungsmaschine, bei der der Sog des herabfallenden Wassers zur Bewetterung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wässerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wechsel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wegfüllarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der das gelöste [[Gestein]] und [[Erz]] mittels [[Gezähe]] in die [[Fördergefäß]]e verbracht wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wehr]]: Land, welches dem Bergbautreibenden zum [[Lehen]] gegeben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Weiberarsch]]: Umgangssprachliche Bezeichnung einer → Pfannenschaufel (regional).&lt;br /&gt;
* [[Weilarbeit]]: Schichten in der Freizeit, unter anderen in der [[Eigenlehner]]zeche.&lt;br /&gt;
* [[Weitung]]: Beim [[Weitungsbau]] entstandene Kammern.&lt;br /&gt;
* [[Weitungsbau]]: Variante des [[Kammerbaus]] bei mächtigen und durchwegs [[bauwürdig]]en [[Lagerstätte]]n.&lt;br /&gt;
* [[Wendelstrecke]], (auch kurz:) [[Wendel]]: Spiralförmige Rampe zwischen den einzelnen (Teil-)Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Wetter]]: Gesamtheit aller Gase im Bergwerk.&lt;br /&gt;
* [[Wetterbohrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterführung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterhut]]: beweglicher Holzaufsatz über dem Schacht.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlampe (Bergbau)|Wetterlampe]]: Mit Benzin betriebene Sicherheitslampe zur Kontrolle der Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlutte]]:&lt;br /&gt;
* [[Wettermann]]: Ein Bergmann, der in den einzelnen Grubenbauen die Wettermessungen durchführt.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlmaschine]]: Maschine, die zur direkten Wetterkühlung der Grubenbaue eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlung]]: Abkühlen von Teilwetterströmen mittels technischer Hilfsmittel und Maschinen.&lt;br /&gt;
* [[Wetternot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterofen]]: Konstruktion zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges.&lt;br /&gt;
* [[Wetterrad]]: Einfache Wettermaschine aus Holz zur Bewetterung der Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Wettersatz]]: Maschine, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur künstlichen Bewetterung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wetterschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterscheider]]: Wettertechnisches Bauwerk, das in den Grubenbauen die Frisch- von den Abwettern trennt.&lt;br /&gt;
* [[Wettersohle]]: Sohle, die hauptsächlich der Bewetterung dient.&lt;br /&gt;
* [[Wettertafel]]: Kontrolltafel unter Tage, auf der die erfolgte Überprüfung der Luftreinheit mit Datum, Uhrzeit und Unterschrift der Kontrollperson vermerkt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterwechsel]]: Jahreszeitlich bedingte Änderung der Wetterrichtung, aber auch Austausch der verbrauchten Luft gegen frische Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterzug]]: Von der Atmosphäre in den Grubenbauen angenommene Luftbewegung.&lt;br /&gt;
* [[Widersinnig]]:&lt;br /&gt;
* [[Wiederaufnehmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Winkel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wipperboden]]:&lt;br /&gt;
* [[Wirbellutte]]: Speziallutte, die in sonderbewetterten Streckenörtern zur Durchmischung von Wettern dient, auch Coanda-Wirbellutte.&lt;br /&gt;
* [[Wolger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Wünschelrute]]:&lt;br /&gt;
* [[Wurfschaufellader]]: Ladegerät, hauptsächlich im Streckenvortrieb. Gleisgebundene oder gleislose Ausführung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== X ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Y ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Z ====&lt;br /&gt;
* [[Zeche]]: Bergwerkseigentum der [[Gewerkschaft]], aber auch bei der [[SDAG Wismut]] ein Betrieb zur [[Beprobung]] von Uranerz.&lt;br /&gt;
* [[Zehnte]]: Abgabe des Bergwerksbesitzers an den Staat oder den [[Bergregal|Regal]]herren.&lt;br /&gt;
* [[Zehntner]]:&lt;br /&gt;
* [[Zertrümern]]:&lt;br /&gt;
* [[Ziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerling]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Zone]]:&lt;br /&gt;
* [[Zubuße]]: Zahlungen auf Basis der [[Kux]]e, die der Anteilseigner ([[Gewerken|Gewerke]]) einer Bergrechtlichen Gewerkschaft an diese zur Erfüllung von Verbindlichkeiten zu entrichten hat.&lt;br /&gt;
* [[Zug]]:&lt;br /&gt;
* [[Zulegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusammendrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zwanzigste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] (in Sachsen 1851 statt des [[Neunte]]n eingeführt).&lt;br /&gt;
* [[Zwischengeschirr]]: Verbindungselement zwischen Förderkorb und Förderseil.&lt;br /&gt;
* [[Zwischenmittel]]: dünne Schichten tauben Gesteins in einem Flöz oder einem Erzlager.&lt;br /&gt;
* [[Zwölfte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] für einen alten wieder aufgewältigten [[Erbstollen|Erbstolln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leere Artikelseiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohrlappen&amp;diff=2669</id>
		<title>Bohrlappen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohrlappen&amp;diff=2669"/>
				<updated>2012-09-19T12:26:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Bohrlappen''' (auch Bohrhader) diente zur Reinigung und Trocknung des Bohrlochs. &lt;br /&gt;
Er wurde dazu in die Öse des [[Krätzer]]s eingesteckt und in das Bohrloch eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2668</id>
		<title>Bergwörterbuch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2668"/>
				<updated>2012-09-19T12:25:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: /* B */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Inhaltsverzeichnis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== A ====&lt;br /&gt;
* [[Abbau]]: Vorgang des [[Lösen]]s von [[Mineral]]ien aus einer [[Lagerstätte]], aber auch der Ort, an dem dies geschieht.&lt;br /&gt;
* [[Abbaue]]:  Orte, an denen der [[Abbau]] stattfindet.&lt;br /&gt;
* [[Abbaurichtung]]: Hauptrichtung, in der ein [[Lagerstätte]]nanteil mittels des jeweiligen [[Abbauverfahren]]s in Angriff genommen wird.&lt;br /&gt;
* [[Abbaustoß]]: Angriffsfläche für den [[Abbau]].&lt;br /&gt;
* [[Abbaustrecke]]: Horizontaler [[Grubenbau]] in der [[Lagerstätte]], der den [[Abbau]] begleitet.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverfahren]]: Technik, die im Bergbau dazu dient, eine [[Lagerstätte]] wirtschaftlich auszubeuten. Für jede Lagerstätte wird das jeweilige Abbauverfahren genau geplant.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverluste]]: Nicht abbaubare [[Lagerstätte]]ninhalte innerhalb eines [[Grubenfeld]]es, gerechnet in Prozent des anstehenden Lagerstätteninhaltes.&lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Abfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abfangen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abgang]] (oft im Plural, Abgänge): das Abfallmaterial aus einer ([[Erz]]-)[[Aufbereitung]]sanlage (engl. Tailings). Insbesondere im Steinkohlebergbau auch als [[Waschberg]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Abgeworfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Abkehren]]: Den Dienst aufgeben.&lt;br /&gt;
* [[Ablegen]]: Entlassen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Ablöser]]: Gesteinsbrocken, die sich von der [[Firste]] oder vom  [[Stoß]] ablösen und herunterfallen können oder bereits heruntergefallen sind.&lt;br /&gt;
* [[Abmuten]]: Bemühungen, den Freifall (ins Bergfreie fallen) eines [[Muten|gemuteten]] Bergwerkes mittels Antrag zu erreichen.&lt;br /&gt;
* [[Abortkübel]]: Auch Bergmannsklo genannt, ist ein Behälter mit verschließbarem Deckel, in dem die Bergleute Untertage ihre Notdurft verrichten.&lt;br /&gt;
* [[Abraum]]: Im Tagebau das die Lagerstätte überdeckende Gestein, von abräumen.&lt;br /&gt;
* [[Absaufen]]: Ungeplantes Volllaufen der Grubenbaue mit Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Abschlag]]: Vortrieb, der durch jeweils eine Sprengarbeit entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Absetzen]]: Im Tagebau das Aufschütten des Abraumes, oft mittels eines Absetzers; auch verkippen oder verstürzen genannt.&lt;br /&gt;
* [[Absetzig]]: &lt;br /&gt;
* [[Absinken]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abteufen]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abtreiben]]: auch [[bereißen]] oder ''berauben'': loses Gestein aus Sicherheitsgründen herunterreißen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbaufeldes]].&lt;br /&gt;
* [[Abwetter]]: Aus den Grubenbauen abgeleitete verbrauchte Luft.&lt;br /&gt;
* [[Ader]]: &lt;br /&gt;
* [[Akkulok]]:&lt;br /&gt;
* [[Alter Mann]]: Bereich, in dem der [[Abbau]] beendet ist. &lt;br /&gt;
* [[Altung]]:&lt;br /&gt;
* [[Anbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Anfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Anlegen]]: Einstellen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Anreichern]]: &lt;br /&gt;
* [[Anscharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Anschlagen]]: Beginn der Auffahrung (&amp;quot;einen [[Stollen|Stolln]] anschlagen&amp;quot;), aber auch Signalgebung bei der [[Förderung]] im [[Schacht]] durch den  [[Anschläger]], der die [[Fördertonne]]n ans Seil &amp;quot;anschlägt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* [[Anschläger]]: Bergmann, der im [[Füllort]] unter Tage und auf der [[Hängebank]] über Tage die [[Fördertonne]]n ans Seil anschlägt. Bedient die Signalanlage zur Verständigung mit dem Maschinisten.&lt;br /&gt;
* [[Anschnitt]]: Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben des [[Berggebäude]]s beim [[Bergamt]]. Der Anschnitt erfolgte in früheren Jahrhunderten mittels [[Kerbholz]].&lt;br /&gt;
* [[Anschnittbuch]] (auch ''Anschnittbogen''): Im [[Bergamt]] hinterlegtes Buch, in dem die [[Bergkosten]] der [[Grube]]n vermerkt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Anschnittregister]]: Auflistung der [[Bergkosten]] der [[Grube]], welche beim [[Bergamt]] zur Untersuchung vorgelegt werden musste.&lt;br /&gt;
* [[Anschützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Apophyse]]:&lt;br /&gt;
* [[Arschleder]]: Gesäßschutz des Bergmanns, insbesondere, wenn er auf dem Leder einfährt (über tonnlägige Schächte in den Berg rutscht). Hauptsächlich aber als Schutz vor Nässe und Kälte beim Sitzen, siehe auch: [[Kniebügel]].&lt;br /&gt;
* [[Assanisator]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Aufbereiten]]: Gewonnene Mineralien zerkleinern, sortieren, klassieren, anreichern und konzentrieren.&lt;br /&gt;
* [[Aufbruch]]: Von unten, von einer tieferen Sohle her, nach oben hergestellter vertikaler Grubenbau. Auch [[Überhauen]] genannt.&lt;br /&gt;
* [[Auffahren]]: Einen Grubenbau herstellen.&lt;br /&gt;
* [[Aufgehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufhauen]]: Eine in einer Lagerstätte aufwärts führende Strecke, z. B. Strebaufhauen zur Vorrichtung eines Strebbaus, Wetteraufhauen zur Wetterführung.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Auflassen]]: (Auflässig) Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbau]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Aufnehmen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsatteln]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsäubern]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufschliessen]]: Eine [[Lagerstätte]] durch ein neues Bergwerk zugänglich machen.&lt;br /&gt;
* [[Aufschluss]]: &lt;br /&gt;
* [[Öhr|Auge]]: Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[aufwältigen]]: Einen verbrochenen (eingestürzten) oder verfüllten Grubenbau wiederherstellen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbau]]: Abstützung innerhalb des Bergwerkes mittels verschiedener Materialien und Techniken.&lt;br /&gt;
* [[Ausbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbaugespann]]: Hydraulischer Schreitausbau, der aus zwei oder drei Ausbaurahmen besteht.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeissen]]: Auch ausgehen; bergmännisch für zu Tage kommen, sich verringern, verschmälern; ausgehendes Flöz: ein zu Tage sich verschmälerndes, selbst aufhörendes Flöz.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeute]]: Überschuss aus dem Ertrag eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeutebogen]]: Verzeichnis aller Zechen eines Bergbaureviers, die Gewinne abwarfen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbiss]]: Das Hervortreten einer Lagerstätte an der Tagesoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Ausblühen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbringen]]: Gesamte Rohförderung an nutzbaren Mineralien einer Grube.&lt;br /&gt;
* [[Ausfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausgehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushalten]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushieb]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskeilen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausklauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Auslängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Auspochen]] (auch Ausklopfen): Akustisches Signal zum Schichtende vom [[Steiger]] über Tage zu den Bergleuten im [[Schacht]] und dessen Weiterleitung durch Schläge mit dem [[Schlägel]] an den [[Stoß]] bis zu den [[Ort|Örtern]].&lt;br /&gt;
* [[Ausrichtung]]: Erschließung eines [[Grubenfeld]]es durch die Anlage von [[Schacht|Schächten]], [[Querschlag|Querschlägen]], [[Feldstrecke|Feld]]- und [[Richtstrecke]]n.&lt;br /&gt;
* [[Ausschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausschläger]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausstreichen]]: Flöz oder Gang streicht an der Erdoberfläche aus, d. h. schneidet die Erdoberfläche, und ist dort sichtbar; auch Ausbiß oder Ausgehendes genannt.&lt;br /&gt;
* [[Ausziehen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== B ====&lt;br /&gt;
* [[Bankrecht]] ist eine Senkrechte zum [[Streichen]] und [[Einfallen|Fallen]] einer Schichtenfolge.&lt;br /&gt;
* [[Barte]] (oder Bergbarte): Kleines Beil mit einer langen Spitze und einem langen Stiel, das zu festlichen Anlässen mitgeführt wird.&lt;br /&gt;
* [[Bau]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauhaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig|Bauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Befahrbar]]: &lt;br /&gt;
* [[Befahren]]: Begehung eines [[Stollen[[s, heute auch die generelle Begehung (Besichtigung) eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Beibrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegung]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnungsurkunde]]: Verleihungsurkunde, die bei der [[Verleihen|Verleihung]] einer [[Muten|gemuteten]] [[Grube]] in das [[Lehensbuch]] eingetragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Beleihen]]: &lt;br /&gt;
* [[Beraubefahrzeug]]: Mobile Arbeitsmaschine, die Untertage zum bereißen der Firste eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Berauben]]: siehe [[Bereißen]].&lt;br /&gt;
* [[Berechtsame]]: Nutzungsrecht an bestimmten [[Grubenfeld]]ern, wird heute im [[Bergrecht]] Bergbauberechtigung genannt.&lt;br /&gt;
* [[Berechtsamsurkunde]]: [[Bergrecht]]liches Dokument, das aus der sogenannten [[Verleihen| Verleihung]]surkunde und einer Ausfertigung des Lager[[riss]]es besteht und einem Bergbautreibenden bei der Verleihung von Bergwerkseigentum überreicht wird.&lt;br /&gt;
* [[Bereißen]]: Herunterreißen von losen Gesteinsstücken oder Kohlebrocken von der [[Firste]] mittels Bereißwerkzeugen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Berg]]: Eher flach geneigte Verbindungsstrecke zwischen [[Grubenbau]]en unterschiedlicher [[Teufe]], z. B. zwischen den [[Sohle]]n eines Bergwerks. Siehe auch [[Förderberg]].&lt;br /&gt;
* [[Bergamt]]: Für den Bergbau zuständige Aufsichtsbehörde.&lt;br /&gt;
* [[Bergamtmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbeamte]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigungsfonds]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbehörde]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbuch]]: Öffentliches Verzeichnis aller Rechtsgeschäfte des [[Bergamt]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berge]] (auch: Bergematerial): Vom Bergmann aus dem Gebirge gelöstes, taubes oder auch (Neben-)Gestein, das bei Gewinnung von Bodenschätzen unter Tage anfällt.&lt;br /&gt;
* [[Bergekasten]]: Geviert aus Grubenholz, das mit Bergen gefüllt wird und zur Abstützung des Hangenden dient.&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen]]: Länglicher Spitzkeil, welches meist an einem [[Helm]] befestigt und bei der [[Schlägel]]- und Eisenarbeit eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Berghammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Bergfeste]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergfreie]]: (ins Bergfreie fallen)&lt;br /&gt;
* [[Bergfreiheit]]: Der Landesherr konnte bestimmte wirtschaftlich wichtige Mineralien für bergfrei erklären und damit ihre Gewinnung anregen. Ein bergfreies Mineral durfte jeder Finder sich aneignen – ohne Rücksicht auf den Grundbesitz. Vorausgesetzt war die Verleihung von Bergwerkseigentum.&lt;br /&gt;
* [[Berggemach]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggericht]]: Gericht, das für bergrechtliche Angelegenheiten in den Bergbaurevieren zuständig war. Es überwachte die Konzessionen und vertrat die Rechtsansprüche der Landesherren.&lt;br /&gt;
* [[Berggeschrei]]: Beginn des Silberbergbaus im Erzgebirge und dem Harz, vergleichbar mit dem Goldrausch in Nordamerika.&lt;br /&gt;
* [[Geschworener|Berggeschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berggesetz]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergglocke]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggrundbuch]]: Ein öffentliches Register, das auch Berghypothekenbuch genannt wird und das beim Amtsgericht geführt wird. In ihm werden die Bergwerke, deren Eigentümer, Gewerke und Feldesgrössen aufgeführt.&lt;br /&gt;
* [[Berghauptmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergherr]]: &lt;br /&gt;
* [[Berghoheit]]: &lt;br /&gt;
* [[Berginspektor]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergkittel]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergknecht]]: Bergmann, der zu Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bergmannschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergmeister]]: Beamter, der beim [[Bergamt]] angestellt war und die [[Zeche]]n in seinem Bezirk verwaltete.&lt;br /&gt;
* [[Bergordnung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergpredigt]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergquartal]]: Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* [[Bergrecht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergregal]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergrichter]]: Beamter, der dem [[Berggericht]] vorstand und in strittigen Bergsachen entscheiden musste.&lt;br /&gt;
* [[Bergschaden]]: Schaden an Personen oder Gebäuden, der durch bergbauliche Aktivitäten entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Bergschmied]]: Handwerker, der die zum Bergbau erforderlichen Werkzeuge schmiedete und der [[Berggericht]]sbarkeit unterstand.&lt;br /&gt;
* [[Bergschreiber]]: Buchhalter und Protokollführer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Bergsenkung]]: Bodenbewegung, die aufgrund von Bergbautätigkeiten entsteht und sich bis zur Erdoberfläche auswirkt.&lt;br /&gt;
* [[Bergsucht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergvogt]]: Ein dem [[Bergmeister]] untergeordneter Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Bergwerkseigentum]]: Das Recht, innerhalb festgelegter Grenzen ein [[Mineral]] zu gewinnen. Bergwerkseigentum wird aufgrund einer [[Muten|Mutung]] durch den Landesherrn [[Verleihung|verliehen]].&lt;br /&gt;
* [[Besatz]]: Masse, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Besetzen]]: &lt;br /&gt;
* [[Besteg]]: &lt;br /&gt;
* [[Blasversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Blende]]: &lt;br /&gt;
* [[Blende (Geleucht)]]: &lt;br /&gt;
* [[Blick]]: &lt;br /&gt;
* [[Blindschacht]]: [[Schacht]] ohne Verbindung zur Erdoberfläche (Tageslicht).&lt;br /&gt;
* [[Bobine]]: schmale Seiltrommel mit seitlichen Führungen, auf der die Windungen eines Flachseils übereinander liegen.&lt;br /&gt;
* [[Bombe]]: Bezeichnung des Kumpels für eine bestimmte elektrische Handlampe.&lt;br /&gt;
* [[Bornmeister]]: Aufsichtsperson in einer Saline, er führt die Aufsicht über die Sole.&lt;br /&gt;
* [[Böse Wetter]]: Schädliche Gasgemische, die für den Menschen schädlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrdeckel]]: Über den [[Bohrer]] gesteckt Scheibe, die das Herausspritzen des Bohrkleins verhinderte.&lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Bohren]]: Tätigkeit des Herstellens von Bohrlöchern mittels [[Bohrer]] und [[Schlägel]]. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen]]: [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] durch manuelles Anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver.&lt;br /&gt;
* [[Bohrer]]: Ein [[Gezähe]] für die Herstellung von Bohrlöchern beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrgestänge]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrkern]]: &lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrkrätzer]]:Länglichers [[Gezähe]] mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrkruck]]: Hölzernes Hilfsmittel zum Umsetzen des Hand[[bohrer]]s beim [[Bohren und Schießen|Bohren]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrlappen]]: (auch Bohrhader) Lappen zur Reinigung und Trocknung des Bohrlochs.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrlöffel]]:Länglichers [[Gezähe]] mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrpost]]: Anzahl stärkerer und schwächerer [[Bohrer]], welche zum [[Bohren und Schießen|Abbohren]] eines Bohrlochs erforderlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrschacht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrstange]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrtrog]]: Holzgefäß zur Aufbewahrung des Wassers, mit welchem das Bohrgrus (Bohrmehl) beim [[Bohren und Schießen|Bohren]] feucht gehalten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bolzenschrot]]: &lt;br /&gt;
* [[Brecher]]: Maschine mit einer rotierenden Meißelwalze, um das abgebaute [[Mineral]] zu zerkleinern und transportfähig zu machen (meist ist an einem Brecher ein Transportband angehangen, um die zerkleinerten Mineralien zu befördern).&lt;br /&gt;
* [[Brecheisen]]: Eisenstange mit einer Spitze oder einer Schneide, welche für unterschiedliche Arbeiten (z. B. [[Durchschlag]]en) eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bremmer]]: &lt;br /&gt;
* [[Bremsberg]]: Berg, in dem mit Hilfe gebremster Förderwagen abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsbergförderung]]: Fördertechnik, bei der das abgebaute Mineral an einem Bremsberg mittels Schwerkraft abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsförderer]]: Rutsche mit angetriebenen Stauscheiben.&lt;br /&gt;
* [[Bremswerk]]: Maschinelle Einrichtung, die bei Förderung an Bremsbergen die niedergehenden Wagen abbremst.&lt;br /&gt;
* [[Bruch]]: Einsturz eines Teiles eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Bruchbau]]: Abbaumethode, bei der der das [[Hangendes|Hangende]] planmässig zu Bruch geworfen wird.&lt;br /&gt;
* [[Prunen|Brunen]] (Brunnen): Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Bühne]]: Künstlich geschaffene Arbeitsplattform.&lt;br /&gt;
* [[Bühnloch]] (auch Bühnenloch): Eine in das feste [[Gestein]] gehauene Vertiefung, um den Fuß eines [[Stempel]]s oder das Ende einer [[Kappe]] unverrückbar aufzunehmen.&lt;br /&gt;
* [[Bulge]]: Schlauchförmiger Ledersack, der im Mittelalter zum Schöpfen von Grubenwasser diente.&lt;br /&gt;
* [[Bulgenkunst]]: Wasserhebemaschine aus Holz, die zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bunker]]: Grubenräume oder betriebliche Einrichtungen, in denen Schüttgüter wie Rohkohle, Roherz oder Berge zwischengelagert werden.&lt;br /&gt;
* [[Butzen]]: eine kleine selbständige Masse eines bestimmten Minerals im Gestein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== C ====&lt;br /&gt;
* [[Caducieren]]: Kuxe für nicht mehr bestehend erklären, das Eigentum daran aufheben. &lt;br /&gt;
* [[Communbergbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Concedieren]]: &lt;br /&gt;
* [[Concession]]: &lt;br /&gt;
* [[Consolidation]]:auch Konsolidation: Zusammenschluss mehrerer Grubenfelder bzw. der dazugehörigen Berechtsamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== D ====&lt;br /&gt;
* [[Damm:]] Bauwerk, das einen Teilbereich des Grubengebäudes von den übrigen Grubenbauen trennt. Man unterscheidet Brand-, Wasser-, Streckenbegleit- und Abschlussdämme.&lt;br /&gt;
* [[Dammtor]]: Sicherheitstor, meist in Strecken, mit dem plötzliche Wassereinbrüche abgesperrt und somit ein Teil des Grubengebäudes zu Sumpfe gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
* [[Derb]]:&lt;br /&gt;
* [[Dingen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dopplhäuer]]: &lt;br /&gt;
* [[Doppltrümig]]: &lt;br /&gt;
* [[Dreiecksbau]]: Altes Abbauverfahren, das hauptsächlich im Schieferbergbau angewendet wurde und durch den Querbau abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
* [[Drittel]]: Bei Belegung eines Ortes mit mehreren, sich ablösenden Arbeitsgruppen eine dieser Schichten. Ein Ort kann auch mit zwei oder mit vier Dritteln belegt sein. Siehe 3- und 4/3-Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Druse]]: &lt;br /&gt;
* [[Drusig]]: &lt;br /&gt;
* [[Duckelbau]]: Abbauverfahren für unregelmäßig vorkommende Lagerstätten mit geringer Mächtigkeit, bei dem die Gewinnung mittels kleiner Schächte, sogenannter Duckel erfolgt.&lt;br /&gt;
* [[Durchfallen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchbauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchörtern]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchschlag]]: Herstellung einer offenen Verbindung zwischen zwei Grubenbauen.&lt;br /&gt;
* [[Durchsinken]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchteufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dürr]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== E ====&lt;br /&gt;
* [[Edel]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehner]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehnerzeche]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbringen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbruch]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfallen]]: Neigungswinkel der Lagerstätte zur Horizontalen, also die Neigung in Falllinie. Das Einfallen wird senkrecht zum Streichen gemessen.&lt;br /&gt;
* [[Eingesprengt]]: &lt;br /&gt;
* [[Einkommen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einlegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Einsprengung]]: &lt;br /&gt;
* [[Einstrich]]: Horizontaler Schachteinbau, der aus Holz oder aus Stahl gefertigt ist.&lt;br /&gt;
* [[Eintrümmig]]: &lt;br /&gt;
* [[Einziehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Eisen]]: Historische Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen]]: Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Entblössen]]: &lt;br /&gt;
* [[Enterben]]: Übergang der Rechte zwischen [[Erbstollen]], wenn der neu ins das [[Grubenfeld]] einkommende Erbstollen die erforderliche [[Erbteufe]] hat.&lt;br /&gt;
* [[Enterbungsteufe]]: Senkrechter Abstand zwischen [[Erbstollen]] und enterbten Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Erbbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbbelehnung]]: Verleihung der Rechte auf den [[Abbau]] eines [[Mineral]]s innerhalb eines bestimmten Bezirkes. &lt;br /&gt;
* [[Erbbereiten]]: Berggerichtliche Handlung, die der nochmaligen genauen Vermessung eines [[Grubenfeld]]es diente, wenn dieses zur [[Ausbeute]]verteilung gekommen war.&lt;br /&gt;
* [[Erbbereitungsbuch]]: Buch zur Aufzeichnung aller Handlungen im Zusammenhang mit dem [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erben]]: Begriff mit unterschiedlicher Bedeutung im Bergbau (Grundeigentum, Vorrangstellung, aber auch Vererbung). &lt;br /&gt;
* [[Erbfluss]]: Größeren Bach oder Fluss, der, die das [[Grubenfeld]] durchsetzenden [[Gang|Gänge]] teilt.&lt;br /&gt;
* [[Erbgerechtigkeit]]: Herstellen der Rechtmäßigkeit des Besitzes oder Anspruchs durch Vermessung oder [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erbhäuer]]: Ausgelernter und für [[Gedinge]] zugelassener [[Hauer|Häuer]] mit vollem Häuerlohn. &lt;br /&gt;
* [[Erbkux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e zur Entschädigung des Grundbesitzers, auf dessen Land die [[Zeche]] liegt.&lt;br /&gt;
* [[Erbstamm]]: Gesamtheit der [[Erbkux]]e.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollen]]: Stollen zur Wasserlösung und zur Wetterführung in einem oder mehreren Bergwerken. Dem [[Erbstöllner]], der den Stollen herstellte, stand dafür ein Anteil an der [[Ausbeute]] der Bergwerke zu.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengebühr]]: Betrag, den die Besitzer der [[Zeche]] an den [[Erbstöllner]] abführen mussten.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengerechtigkeit]]: Ein nach besonderer [[Muten|Mutung]] erworbenes Recht, einen [[Erbstollen]] nach erfolgter Verleihung zu betreiben.&lt;br /&gt;
* [[Erbstöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbstufe]]: Ein ins Gestein gehauenes Zeichen an der Grenze des [[Grubenfeld]]es.  &lt;br /&gt;
* [[Erbteufe]]: Gesetzlich vorgeschriebene [[Teufe]] eines [[Erbstollen|Erbstollns]], um die vollen [[Erbstollengebühr]]en beanspruchen zu können.&lt;br /&gt;
* [[Erbtiefste]]: Tiefster Bau eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Erbwürdig]]: &lt;br /&gt;
* [[Erlängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erliegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Ersaufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Erschliessen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erschroten]]: &lt;br /&gt;
* [[Schürfen|Erschürfen]]: Auffinden einer [[Lagerstätte]] beim [[Schürfen]]. &lt;br /&gt;
* [[Erstrecken]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz]]: In der Natur vorkommende Verbindungen von Metallen mit anderen Stoffen. &lt;br /&gt;
* [[Erzbringer]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzfall]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzführung]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzräuber]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz säen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzstufe]]: Kleines Erzstück, das aus der Lagerstätte herausgeschlagen wurde. Man unterscheidet Probierstuffen, Handstuffen und Schaustufen.&lt;br /&gt;
* [[Etage]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== F ====&lt;br /&gt;
* [[Fahrbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahren]]: Allgemeiner Ausdruck für jegliche Fortbewegung des Bergmannes im Bergwerk. Anfahren, einfahren, Ausfahren.&lt;br /&gt;
* [[Fahrkunst]]: Historische Vorrichtung zum Ein- und Ausfahren der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Fahrlader]]: Radlader niedriger Bauart für den untertägigen Einsatz.&lt;br /&gt;
* [[Fahrmarke]]: Unterschiedlich geformte Marke aus Blech, die zur Anwesenheitskontrolle dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrt]]: Leiter.&lt;br /&gt;
* [[Fahrtklammer]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahrtrum]]: freizuhaltender Raum in Schächten, Gesenken und Überhauen, der der vertikalen Fahrung dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrüberhauen]]: dient ausschließlich zur Fahrung. Mittels dieses steilen (bis nahezu senkrechten) Grubenbaus kann man zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
* [[Fahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Fall]]:&lt;br /&gt;
* [[Fallen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in vertikaler Richtung.&lt;br /&gt;
* [[Fallort]]:&lt;br /&gt;
* [[Fangstützen]]: Im Förderturm eingebaute bewegliche Stahlriegel, die den Förderkorb auffangen, wenn dieser aufgrund eines Anstoßes gegen den Prellträger seillos geworden ist.&lt;br /&gt;
* [[Fangvorrichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Fäustel]]: Hammer, welcher bei Schlägel- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit, dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Feld]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldgestänge]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldort]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldstrecke]]:&lt;br /&gt;
* [[Feste]]:&lt;br /&gt;
* [[Feuerkübeln]]: Veraltete Methode zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges mittels Feuer.&lt;br /&gt;
* [[Feuersetzen]]: Technik, die in vielen Bergbauregionen vom Altertum bis Anfang des neunzehnten Jahrhunderts benutzt wurde, um Gestein aufzulockern oder zu sprengen.&lt;br /&gt;
* [[Fimmel]]: Starker eiserner [[Keil]], welcher als [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit von festeren [[Gestein]]en verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Firste]]: Obere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstenbau]]: Abbaumethode, die bei steileinfallenden Lagerstätten angewandt wird, Vorläufer des Firstenstoßbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstengewölbe]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenkasten]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenstoßbau]]: Abbaumethode für steileinfallende Lagerstätten, schwebende Abbaurichtung mit streichendem Verhieb.&lt;br /&gt;
* [[Flach]]: In der Neigung der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flache]]:&lt;br /&gt;
* [[Flacher Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Flachriss]]: zeichnerische Projektion eines Flözes oder eines Gangs auf eine Ebene parallel zur Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flöz]]: Durch Sedimentation entstandene plattenförmige, flächig ausgedehnte Lagerstätte (z. B. Kohlenflöz, Eisensteinflöz).&lt;br /&gt;
* [[Fluder]] (auch Gefluder): Gerinne aus Holz oder Metall zum Zu- oder Ableiten von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Flügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Flügeleisen]]: Eine Doppelkeilhaue, insbesondere früher im Steinkohlenbergbau zur Kohlengewinnung verwendet.&lt;br /&gt;
* [[Flügelort]]: Das Flügelort ist eine seitliche Fortsetzung eines Stollens ins Feld hinein.&lt;br /&gt;
* [[Förderberg]]: Geneigte [[Strecke]], die [[Sohle]]n eines Bergwerks verbindet und zum Anschluss der [[Flöz]]e an die [[Grubenbau]]e dient.&lt;br /&gt;
* [[Fördergerüst]]: Das über dem [[Schacht]] stehende Gerüst („Förderturm“), das die [[Seilscheibe]]n trägt.&lt;br /&gt;
* [[Fördergestell]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderkorb]] (auch Fördergestell): Am Förderseil hängendes Transportmittel für Material, Personen und gewonnenes Mineral im [[Schacht]].&lt;br /&gt;
* [[Förderkübel]]: Fördergefäß aus Holz, das im frühen Bergbau zur Förderung von Erz, Kohle oder Haufwerk eingesetzt wurde. Heute aus Stahl, wird beim Schachtabteufen verwendet (Abteufkübel).&lt;br /&gt;
* [[Fördermann]]: Bergmann, der für den Transport zuständig war; der Transport erfolgte in der Regel manuell mit Schlepptrögen, Laufkarren oder Hunten.&amp;lt;&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschine]]: Antriebsmaschine zum Treiben des Förderseils und damit des Förderkorbes.&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschinist]]: Bergmann, der die Fördermaschine bedient.&lt;br /&gt;
* [[Fördern]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderseil]]: Seil zum Heben von Lasten in Schächten und Blindschächten.&lt;br /&gt;
* [[Fördertonne]]: Fassartig geformter Behälter, der an Seilen oder Ketten gehängt zur Förderung in saigeren Schächten diente.&lt;br /&gt;
* [[Förderwagen]]: traditionelles Transportmittel im Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Frei]]:&lt;br /&gt;
* [[Freibau]]:&lt;br /&gt;
* [[Freifahrung]]: Bergrechtlicher Akt, durch den einem Grubenbesitzer die Besitzrechte auf die Grube entzogen werden konnten, wenn er die Grube nicht vorschriftsgemäß belegte.&lt;br /&gt;
* [[Freikux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e ohne Stimmrecht, die von einer [[Zeche]] herausgegeben werden.&lt;br /&gt;
* [[Freiverbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Frisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Fristen]]: Das zeitweise Außerbetriebsetzen einer Zeche ohne gleichzeitigen Verlust des Bergwerkseigentums.&lt;br /&gt;
* [[Frosch]]: Öllampe; ein Geleucht.&lt;br /&gt;
* [[Füllort]]: Verladestelle unter Tage; Umschlagpunkt, an dem die Streckenförderung in die Schachtförderung übergeht.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrube]]: [[Grubenfeld]], das aufgrund eines [[Mineral]]fundes in [[bauwürdig]]er [[Lagerstätte]] an den [[Muter]] als Bergwerkseigentum [[Verleihen|verliehen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrübner]]: Besitzer des [[Grubenfeld]]es einer [[Fundgrube]].&lt;br /&gt;
* [[Fundpunkt]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundrecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundschächte|Fundschacht]]: Der erste auf der [[Fundgrube]] geteufte [[Schacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== G ====&lt;br /&gt;
* [[Gabel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit bei der [[Gewinnung]] in [[Seiffen]].&lt;br /&gt;
* [[Gaipel]]: Im Harz häufig anstelle von Huthaus genutzter Ausdruck für ein über dem Schacht stehendes Betriebsgebäude, abgeleitet von Göpel.&lt;br /&gt;
* [[Gang]]: plattenförmig ausgefüllte Kluft im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gangart]]: Jedes Mineral in der Gangausfüllung, das nicht Ziel der Gewinnung ist.&lt;br /&gt;
* [[Gangbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangkreuz]]: Kreuzungspunkt von [[Gang|Gängen]], die oft reich ver[[erz]]t waren,&lt;br /&gt;
* [[Gangmasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Gasausbruch]]: Plötzliches und verstärktes Austreten von Gasen aus dem Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Gebirge]]: Das Gestein, in dem sich die Grubenbaue des Bergwerks befinden.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsanker]]: Konstruktionselemente, die im Bergbau untertägige Hohlräume offen halten. Sie werden am Stoß oder an der Firste in das Gebirge (das Gestein) eingebracht und halten dieses zusammen.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsdruck]]: Unsichtbare Spannung um einen untertägigen Hohlraum oder im unverritzten Gebirge, Auslöser für Gebirgsschläge.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsschlag]]: plötzliche Entspannung im Gebirge, bei der größere Mengen potenzieller (elastischer) Energie frei werden und bei der intensive Zerstörungen in der Grube sowie normalerweise heftige Erschütterungen an der Erdoberfläche auftreten.&lt;br /&gt;
* [[Gebräch]]: Lockeres, zum Hereinbrechen oder Nachfallen neigendes Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gediegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedinge]]: Vertrag über eine für ein bestimmtes Entgelt zu erbringende Arbeitsleistung.&lt;br /&gt;
* [[Gedingehäuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingelohn]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingezeichen]]: Untertägige Zeichen zur Abrechnung der Arbeitsleistung, wenn nach [[Gedinge]] gearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Gefluder]]: siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Gefrierverfahren]]: Verfahren, mit dem künstlich gefrorene Bodenkörper hergestellt werden, um beim Abteufen nicht standfestes, oftmals stark wasserführendes Gebirge besser zu durchörtern.&lt;br /&gt;
* [[Gegenbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Gegenortbetrieb]]: Von mindestens zwei Ausgangsorten aufzufahrende Strecke mit dem Ziel, sich zu treffen und dadurch Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
* [[Gegenschreiber]]: Bergbeamter, der das Gegenbuch führte und alle Kuxe und Gewerken in das Buch eintrug.&lt;br /&gt;
* [[Gelenkbogenausbau:]] Gelenkiger Streckenausbau, der in Strecken mit hohem Gebirgsdruck eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]: Vom Bergmann mitgeführte Grubenlampen, z. B. Frosch, Bombe, Wetter-, Karbid-, Kopflampen.&lt;br /&gt;
* [[Generalbefahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Generalstreichen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gequehle]]:&lt;br /&gt;
* [[Gerechtsame]]: die in einem Recht oder Gesetz begründete Befugniss.&lt;br /&gt;
* [[Gerinne]]: eine oben offene Wasserleitung oder -rinne, siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Geschicke]]:&lt;br /&gt;
* [[Geschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Gesenk]]: Von oben nach unten abgeteufter vertikaler Grubenbau.&lt;br /&gt;
* [[Gesprenge]]:&lt;br /&gt;
* [[Getriebezimmerung]]: Methode zum Vortrieb in lockerem Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Geviertfeld]]: Rechtwinklig begrenztes Feld, das je nach Bergbaurevier unterschiedlich groß war und in dem der Muter nach der Verleihung Bergbau betreiben darf.&lt;br /&gt;
* [[Gewältigen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gewerken]]: Anteilseigner einer bergrechtlichen [[Gewerkschaft]].&lt;br /&gt;
* [[Gewerkschaft]]: Alle zu einer [[Zeche]] gehörenden [[Gewerken]]. Historische Unternehmensform im Bergbau, zulässig bis zum Inkrafttreten des Bundesberggesetzes 1980.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnung]]: Lösen des abzubauenden Minerals aus der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnungsarbeiten]]: Gesamtheit der bergmännischen Arbeiten, durch welche die nutzbaren [[Mineral]]ien abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezähe]]: Bezeichnung für alle Werkzeuge und Arbeitsgeräte, die vom Bergmann zur Arbeit benötigt werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezeugstrecke]]: Alte bergmännische Bezeichnung für [[Sohle]].&lt;br /&gt;
* [[Gleitbogenausbau]]: Nachgiebiger Ausbau mit der Verwendung als Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Glück Auf]]: Bergmannsgruß, Ende des 16. Jahrhunderts im Erzgebirge entstanden. Heute allgemein der deutsche Bergmannsgruß.&lt;br /&gt;
* [[Gnadengeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Gnadengroschenkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Göpel]]: Historische Förderanlage, im weiteren Sinn eine stärkere Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Göpelhaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Grabensteiger]]:&lt;br /&gt;
* [[Besatz|Grand]]: Masse bezeichnet, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Graupe]]:&lt;br /&gt;
* [[Grube]]: Alle untertägigen Anlagen einer [[Zeche]].&lt;br /&gt;
* [[Grubenausbau]]: Absichern und Offenhalten von Räumen unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbau]]: Oberbegriff für alle Hohlräume im Bergwerk, wie Strecken, Schächte, Strebe etc.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbrand]]: Untertägig ausgebrochenes Feuer, dass sich unter Tage unkontrolliert entwickeln kann.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeld]]: Raum unterhalb der Erdoberfläche, in dem sich ein Bergbauberechtigter die Minerale der Lagerstätte aneignen darf.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeldsteuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenfunk]]: drahtloses Kommunikationssystem unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubengebäude]]: Gesamtheit der unter- und übertägigen Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Grubenholz]]: Holz, das im Bergbau im Tagebau und Untertagebau verwendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Grubenjunge]]: Junger Bergmann im Alter von 14 bis 23 Jahren, der unter Tage für Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Grubenkompass]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenlok]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenmauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenriß]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwässer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwehr]]: Rettungstruppe für den Einsatz im Bergbau, analog zur Feuerwehr. Besteht aus freiwilligen, besonders qualifizierten Bergleuten.&lt;br /&gt;
* [[Grundsohle]]:&lt;br /&gt;
* [[Grundstrecke]]: Tiefste streichende Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== H ====&lt;br /&gt;
* [[Habit]]:&lt;br /&gt;
* [[Häckel]]: Zierwaffe in Form eines kleinen Beiles mit langem Stiel.&lt;br /&gt;
* [[Halm]]: Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Halmdose]]: Behältnis zur Aufbewahrung der [[Halm|Halme]] (Zünder).&lt;br /&gt;
* [[Hängebank]]: Auch Schacht- oder Tagekranz: Es ist der oberste Teil der Schachtmündung. Hier wird der Förderkorb bzw. die Fördertonne be- oder entladen. (siehe Rasenhängebank).&lt;br /&gt;
* [[Hängen]]: Abwärtsfördern im Schacht, auch Einhängen.&lt;br /&gt;
* [[Hängezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Halde]]: Im Bergbau eine künstliche Anhäufung von Material (Haufwerk) oberhalb der umgebenden Geländeoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Haldensturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Halbe Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Hammelpfoten]]: Im Altbergbau bis zum 18. Jh. 70 - 100 cm lange Guss- oder Eisenschienen, die aneinandergelegt Grubenbahnschienen bilden konnten.&lt;br /&gt;
* [[Handstück]]:&lt;br /&gt;
* [[Hangendes]]: Das Gestein oberhalb der Lagerstätte. Siehe Liegendes.&lt;br /&gt;
* [[Harnisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspel]]: Vorrichtung zum Aufwickeln eines Seiles. Historisch Handhaspel für die Förderung über Schaächte und Gesenke.&lt;br /&gt;
* [[Haspelhorn]]: &lt;br /&gt;
* [[Haspelknecht]]: Bergmann, der in der Förderung mittels Haspel tätig war.&lt;br /&gt;
* [[Haspeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspelnische]]: Aussparung im Stoß für die Haspelknechte.&lt;br /&gt;
* [[Haspelschacht]]: Schacht von geringer Teufe, mit einer (Hand-)Haspel als Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Haueisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Hauer]] (auch Häuer): Berg–Facharbeiter.&lt;br /&gt;
* [[Häuerglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Haufwerk]]: Herausgebrochenes oder -gesprengtes Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Hauptstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Heinzenkunst]]: Mittelalterliche Maschine zum Heben des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Helm (Bergbau)|Helm]]: Industrieschutzhelm (Kopfschutz) für den Bergbau. Meist mit einem Schuh zur Aufnahme des [[Geleuchts]].&lt;br /&gt;
* [[Helm (Gezähe)]]: Hölzerner Stiel (meist Esche) für das Gezähe ([[Schlägel]], [[Bergeisen|Eisen]], [[Keilhaue]] etc.),&lt;br /&gt;
* [[Hereinbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereingewinnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereintreibearbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der [[Gestein]] oder [[Erz]] nach Anlage eines [[Schram]] [[Hereingewinnen|hereingewonnen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Hilfsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Hinterfüllung]]: Ausfüllen des Hohlraumes zwischen dem Streckenausbau und dem Gebirge mit geeigneten Baumaterialien.&lt;br /&gt;
* [[Hobel]]: Maschine zur schälenden Gewinnung von Steinkohle.&lt;br /&gt;
* [[Hobelantrieb]]: Maschinelle Einrichtung, die der Bewegung des Kohlenhobel dient.&lt;br /&gt;
* [[Hobelverfahren]]: Verschiedene Verfahren zur Steinkohlengewinnung mittels Kohlenhobel.&lt;br /&gt;
* [[Höffig:]] ein Gebiet oder eine Gesteinsformation, die – vermutet oder nachgewiesen – abbauwürdige Erze oder Minerale führt.&lt;br /&gt;
* [[Höfflich]]:&lt;br /&gt;
* [[Hoffnungsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Holzkasten]]: Aus Kanthölzern oder Schwellen zusammengesetztes Stützelement.&lt;br /&gt;
* [[Holzkux]]:&lt;br /&gt;
* [[Horizont]]:&lt;br /&gt;
* [[Hornstatt]]: &lt;br /&gt;
* [[Hunt]] (eig. ''Hund''): Offener, kastenförmiger Förderwagen zum fördern der unter Tage gewonnen Materialien. &lt;br /&gt;
* [[Huntestösser]]:&lt;br /&gt;
* [[Hut]]:&lt;br /&gt;
* [[Huthaus]]: Zentrales Verwaltungsgebäude eines Bergwerks, das zugleich Materiallager, Gezähekammer, Werkstatt und Wohnung des Hutmannes war.&lt;br /&gt;
* [[Hutmann]]: Grubenaufseher mit der Aufgabe, das Bergwerk zu überwachen oder - wie man es damals bezeichnete - zu behüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I ====&lt;br /&gt;
* [[Imprägnation]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== J ====&lt;br /&gt;
* [[Joch]]:&lt;br /&gt;
* [[Jochkappe]]:&lt;br /&gt;
* [[Jungbergmann]]: Jugendlicher, der ohne Ausbildungsvertrag im Bergbau beschäftigt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== K ====&lt;br /&gt;
* [[Kamm]]:&lt;br /&gt;
* [[Kammeradschaft]]: Gruppe von Bergleuten, denen im Mansfelder-/Eislebener Bergbau ein Strebabschnitt zum Abbau überlassen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kammerbau]]: Abbauverfahren im Tiefbau.&lt;br /&gt;
* [[Kanone]]: Bezeichnung für das [[Einbruch]]bohrloch im [[Wismut]]-Objekt 01. &lt;br /&gt;
* [[Kappe]]: horizontal eingebauter Balken aus Holz oder Metall, Bestandteil des Grubenausbaus.&lt;br /&gt;
* [[Katze]]: An der Decke hängendes, motorbetriebenes Transportsystem.&lt;br /&gt;
* [[Kaue]]: Ursprünglich Gebäude über dem Schacht als Witterungsschutz, später als Waschkaue der Umkleide- und Waschraum, unterteilt in Schwarz- und Weißkaue.&lt;br /&gt;
* [[Kaukamm]]: einseitig geschliffenes Grubenbeil.&lt;br /&gt;
* [[Kehrrad]]: Wasserrad mit umkehrbarer Drehrichtung zum Antrieb der Schachtförderung.&lt;br /&gt;
* [[Keil]]: Eisernes [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Keilhaue]]: (Einseitige) Spitzhacke zur [[Gewinnung]] von weicherem [[Gestein]] im [[Vortrieb]]. &lt;br /&gt;
* [[Keilhauenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der weicheres [[Gestein]] losgehackt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kerbholz]] (auch Kerbstock, Zählholz oder Zählstab ):  Hölzerne Zählliste, um Abrechnungen (z. B. Fördermengen) und anfallende [[Bergkosten|Berg- und Hüttenkosten]] fälschungssicher zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
* [[Ketscher]]:&lt;br /&gt;
* [[Kettenkunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Kirchenkux]]:&lt;br /&gt;
* [[klauben]]: Auslesen der erzhaltigen Brocken und Krümel aus dem Fördergut. Erfolgte im historischen Bergbau von Hand, heute meistens maschinell.&lt;br /&gt;
* [[Kluft]]:&lt;br /&gt;
* [[Klüftig]]:&lt;br /&gt;
* [[Kluppe]]: Lange Zange oder Schere, mit der abgebrochene Handbohrer aus dem Bohrloch gezogen wurden.&lt;br /&gt;
* [[Knappe]]: Bergmann, der die Lehre abgeschlossen hat, Geselle.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Knappeneisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Knappschaft]]: Zusammenschluss von Bergleuten zur Durchsetzung von Berufsinteressen und zur gegenseitigen sozialen Absicherung. Heute auch Synonym für die Sozialversicherungen der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Knappschaftskasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftskux]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftsrolle]]:&lt;br /&gt;
* [[Kniebügel]]: Knieschutz des Bergmanns, als Schutz vor Nässe und Kälte beim Knien, siehe auch: Arschleder.&lt;br /&gt;
* [[Koepemaschine]]: Art der Schachtförderung (nach Carl Friedrich Koepe). Siehe auch: „Treibscheibenförderung“.&lt;br /&gt;
* [[Kohlengräberei]]: Methode der Kohlengewinnung mittels einfacher Werkzeuge am ausgehenden der Flöze.&lt;br /&gt;
* [[Konvergenz]]: Ist das Zusammendrücken des Streckenquerschnittes aufgrund des Gebirgsdrucks.&lt;br /&gt;
* [[Korb]]:&lt;br /&gt;
* [[Kräll]], auch Krahl, Krähl: Harkenähnliches [[Gezähe]] zum Wegfüllen des [[Haufwerk]]es.&lt;br /&gt;
* [[Kranz]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzler]]: Ein den Kauf- und Verkauf vermittelnder von den Bergbehörden vereidigter Makler.&lt;br /&gt;
* [[Kratze]], auch Krätzer: Hackenähnliches [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit, um [[Haufwerk]] in die dafür vorgesehenen Gefäße ([[Trog]], [[Korb]] oder [[Schleppkasten]]) zu ziehen oder die [[Sohle]] frei zu räumen.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Krummzapfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübel]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelort]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelwart]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Kuckuck]]: Mit [[Rüböl]] betriebene kleine Öllampe, die in der [[Blende]] getragen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kuhlenbau]]: Abbauverfahren bei dem mittels kleiner Schächte, sogenannter Kuhlen, eine Lagerstätte ausgebeutet wird.&lt;br /&gt;
* [[Kumpel]]: Bergmann.&lt;br /&gt;
* [[Kunst]]: Historische Bezeichnung für jede Form einer Maschine. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgestänge]]: Stangenwerk zur Übertragung der von einem Kunstrad erzeugten mechanischen Bewegung über kürzere Entfernungen. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstgraben]]: Übertägige Wassergräben, über die Bergwerke und Pochwerke mit Wasser zum Antrieb von Wasserrädern versorgt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Kunstkreuz]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kunstmeister]]: Bergmann, der die Kunst baut. &lt;br /&gt;
* [[Kunstknecht]]: Bergmann, der die Kunst wartet.&lt;br /&gt;
* [[Kunstrad]]: Wasserrad mit Krummem Zapfen (Kurbel) zum Antrieb von Künsten.&lt;br /&gt;
* [[Kunstschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstteich]]: Meist künstlich angelegte Wassersammler zur Bereitstellung von ausreichend Wasser zum Antrieb von Wasserrädern im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Kunstwinkel]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Kux]]: Anteilsschein an einer Gewerkschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== L ====&lt;br /&gt;
* [[Lachter]]: Altes Längenmaß im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Lachterkette]]: Zusammenlegbares aus Eisen und/oder Messingdraht gefertigtes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Lachtermaß]]: Holz oder Eisnstab zur Vermessung.&lt;br /&gt;
* [[Lachterschnur]]: Ein aus Hanf oder Bast bestehende und mit Knoten versehenes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Laden]]:&lt;br /&gt;
* [[Lader]] oder Ladewagen: ist ein vielfältig verwendeter Begriff für ein Gerät zum Wegladen des Haufwerks. &lt;br /&gt;
* [[Ladesäule]]: Durch Patrone oder lose Einblasung eingebrachter Sprengstoff im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Ladespitz]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Lager]]: unregelmässige plattenförmige Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Lagerstätte]]:&lt;br /&gt;
* [[Lagerung]]: Einteilung der Lagerstätten nach ihrer Neigung gegenüber der Horizontalebene.&lt;br /&gt;
* [[Lampennische]]: Geschlägelte Aussparung im [[Stoß]] zum Abstellen des [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]es.&lt;br /&gt;
* [[Längenfeld]]: Maßangabe für ein Berechtsamsmaß in Preußen, welches zunächst auf ein Flöz beschränkt war, ab 1821 aber auch für mehrere Flöze galt.&lt;br /&gt;
* [[Ledige Schicht]]: Zusätzliche Zeit bzw. Schicht die der Bergmann verfuhr und deren Lohn unter anderen in die [[Knappschaftskasse]] gegeben wurde bzw. der Abarbeitung der [[Zubuße]] bei [[Kux]]besitz diente.&lt;br /&gt;
* [[Legeblech]] (Legeeisen): Dünne Keile, die paarweise in die Ritzen eingelegt wurden, um zwischen ihnen [[Keil]]e, [[Plötz]]e und [[Fimmel]] einzutreiben.&lt;br /&gt;
* [[Lehen]]: Flächenmaß, aber auch die Übertragung von Rechten an einer Zeche.&lt;br /&gt;
* [[Lehensbuch]]: Buch, in dem die übertragenen [[Lehnschaft]]en verzeichnet werden.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschaft]]: Übertragung eines [[Lehen]]s an eine Gruppe von Personen.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschein]]: Bescheinigung, die vom [[Bergmeister]] erstellt und an den [[Gegenschreiber]] geschickt wurde, damit dieser dann die Eintragung im [[Gegenbuch]] machen konnte. Den Lehenschein erhielt der Lehnträger als Bestätigung.&lt;br /&gt;
* [[Lehenträger]]: Einzelperson, Gesellschaft oder [[Gewerkschaft]], welche eine gemutete [[Fundgrube]], eine [[Maaß]] oder einen [[Stollen|Stolln]] verliehen bekommen hat.&lt;br /&gt;
* [[Leichköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Leitbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Leseband]]: Förderband auf dem die geförderte Kohle manuell von Fremdstoffen, vorwiegend Gestein, befreit wurde.&lt;br /&gt;
* [[Letten]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenbesteg]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenstampfer]]: Eisenstange zur Verdichtung des [[Besatz]]es im Bohrloch beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Lichtloch]]: Kleiner Schacht auf einem Stolln.&lt;br /&gt;
* [[Liegendes]]: Das Gestein unterhalb der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Linse]]:&lt;br /&gt;
* [[Lochstein]]: Ein die [[Markscheide]] kennzeichnender Grenzstein über Tage.&lt;br /&gt;
* [[Lösen]]: Als lösen wird sowohl das Abführen des [[Grubenwässer|Grubenwassers]] oder der [[Abwetter]] aus dem [[Grubenfeld]], als auch das Erschließen einer [[Lagerstätte]] bezeichnet. Auch die Trennflächen zwischen Gebirgsschichten untereinander werden als Lösen bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Löser]]: Gestein, welches sich von der [[Firste]] oder dem [[Stoß]] ablöst (siehe auch [[Ablöser]]), aber auch ein Bergmann, der seinen Kameraden ablöst.&lt;br /&gt;
* [[Lutte]]: Luftleitung zur Heranführung frischer bzw. absaugen schlechter [[Wetter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== M ====&lt;br /&gt;
* [[Maaß]]: Bezeichnung für ein bergbauliches [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Maaßner]]: Besitzer eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mächtigkeit]]: Die Dicke einer Gesteinsschicht oder eines Flözes.&lt;br /&gt;
* [[Mannschaftsfahrt]]:&lt;br /&gt;
* [[Markenkontrolle]]: Jeder Bergmann hatte zum Einfahren eine Metallmarke mit seiner persönlichen Nummer an einer Belegungstafel auf dem jeweiligen Arbeitsplatz einzuhängen und zur Ausfahr wieder abzuwerfen. Dadurch war eine Information über das eingefahrene Personal und dessen Einsatzort möglich.&lt;br /&gt;
* [[Markscheide]]: Grenze eines [[Grubenfeld]]es, Grenze zwischen Grubenfeldern.&lt;br /&gt;
* [[Markscheider]]: Vermessungsingenieur unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Markscheidekunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Markscheiderei]]:&lt;br /&gt;
* [[Matte Wetter]]: Verdorbene bzw. verbrauchte Atemluft mit einem zu geringen Anteil an Sauerstoff.&lt;br /&gt;
* [[Matzel]]:&lt;br /&gt;
* [[Mauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Mehlkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Mettenschicht]]: Letzte verfahrene Schicht vor Weihnachten.&lt;br /&gt;
* [[Mineral]]: Natürlich vorkommenden Stoff mit definierter chemischer Zusammensetzung in zumeist kristalliner Form.&lt;br /&gt;
* [[Mitbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mitbaurecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Morgengang]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulde]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulm]]:&lt;br /&gt;
* [[Mundloch]]:&lt;br /&gt;
* [[Muten]]: Absichtserklärung auf [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Muter]]: Absichtserklärer für die [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mutterklötzchen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mutzettel]]: Vom [[Muter]] dem Bergmeister vorzulegender Zettel mit allen notwendigen Angaben zum [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Mutungskarte]]: Wird bei den für die Bergaufsicht zuständigen Bergbehörden geführt und gibt einen Überblick über die verliehenen [[Grubenfeld]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== N ====&lt;br /&gt;
* [[Nachbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachreissen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nebengestein]]v&lt;br /&gt;
* [[Nebenschicht]]: Eine Schicht neben den Hauptseilfahrzeiten im 3/3- oder 4/3-Betrieb. Bei diesen zusätzlichen Seilfahrten fahren z.B. Lokfahrer und Bedienungsleute eine Stunde vor der üblichen [[Seilfahrt]] an, um den Betrieb zur regulären Schichtzeit sicherzustellen.&lt;br /&gt;
* [[Nest]]:&lt;br /&gt;
* [[Nesterartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Nierbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niederbringen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niergang]]:&lt;br /&gt;
* [[Niedergehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niere]]:&lt;br /&gt;
* [[Nierig]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== O ====&lt;br /&gt;
* [[Oberbank]]: Oberer Teil eines zweiteiligen [[Flöz]]es (siehe auch [[Unterbank]]).&lt;br /&gt;
* [[Oberbergamt]]:&lt;br /&gt;
* [[Oberleitungslok]]:&lt;br /&gt;
* [[Observationsbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Offen]]:&lt;br /&gt;
* [[Öhr]] (Öhre): Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Orgel]]:&lt;br /&gt;
* [[Ort]] das: Die Stelle, wo abgebaut wird oder eine [[Strecke]] vorgetrieben wird („vor Ort“). Ende einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Örter]] (Örtchen): Historische Bezeichnung für die Spitzen am verwendeten [[Gezähe]]. &lt;br /&gt;
* [[Örterbau]]: Abbauverfahren, bei dem 50-100 Meter lange [[Strecke]]n - Örter - aufgefahren werden, um so die  [[Lagerstätte]] auszubeuten.&lt;br /&gt;
* [[Ortsbrust]]: [[Stoß]] am Ende eines [[Grubenbaus]], an der der [[Vortrieb]] stattfindet oder stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== P ====&lt;br /&gt;
* [[Panne]], Pannschüppe: Umgangssprachlich für Pfannenschaufel (regional). Siehe auch Weiberarsch.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Päuschel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei der Hereintreibearbeit oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pendelförderung]]: Ein Verfahren der Streckenförderung, bei der ein Gefäß hin- und herbewegt wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfändung]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfannenschaufel]]: Schaufel, mit deren Hilfe das gelöste Gut, z.B. Kohle, auf das Fördermittel geladen wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfeiffe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeilerbau]]: Abbauverfahren, das zum Abbau plattenförmiger Lagerstätten mit einem flachen Einfallen von maximal 50 Gon angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Pinge]]: Von früherem Bergbau zurückgebliebene meist mulden- oder trichterförmige Vertiefung an der Tagesoberfläche, entstanden durch oberflächennahen Abbau, Einsturz eines Schachts (Schachtpinge) oder eines untertägigen Hohlraums.&lt;br /&gt;
* [[Plötz]]: Leicht keilförmiges eisernes [[Gezähe]] ohne Schneide für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Pochschuhe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochstempel]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Polygonausbau (Bergbau)]]: Zusammengesetzter Vieleckausbau der zur Verstärkung des Streckenausbaus eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Posen]]:&lt;br /&gt;
* [[Prellträger]]: Träger zum Schutz der Seilscheiben vor Beschädigung durch die Fördermittel.&lt;br /&gt;
* [[Pressbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Presshauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Pumpenkunst]]: Wasserhebemaschine, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pumpensumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Prunen]]: Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Q ====&lt;br /&gt;
* [[Bergquartal|Quartal]]:Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
* [[Quartalgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Quartalstufe]]:&lt;br /&gt;
* [[Quatembergeld]]: Abgabe an das [[Bergamt]] zur Besoldung der Bergbeamten während des [[Bergregal|Regalbergbaus]]  &lt;br /&gt;
* [[Querbau]]: Abbauverfahren, das in mächtigen, steil einfallenden [[Lagerstätte]]n und in untertägigen Steinbrüchen angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Querschlag]]: Eine [[Strecke]], die quer zum [[Einfallen]] der Gebirgsschichten aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== R ====&lt;br /&gt;
* [[Rad]]:&lt;br /&gt;
* [[Radstube]]:&lt;br /&gt;
* [[Raithalde]]:&lt;br /&gt;
* [[Rampe]]: Geneigter, geradlinig oder spiralig („Wendel“) verlaufender Grubenbau. Rampen sind so angelegt, dass sie mit Großtechnik wie Fahrladern, Muldenkippern oder normalen Lkw befahren werden können. Auf diese Weise kann auch aus größeren Teufen mit gleisloser Großtechnik gefördert werden.&lt;br /&gt;
* [[Rasenhängebank]]: Hängebank zu ebener Erde.&lt;br /&gt;
* [[Raubbau]]: Auf kurzfristigen Höchstgewinn gerichteter Abbau, unter Verzicht auf vollständige Gewinnung und nachhaltigen Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Rauben]]: Entfernen der Betriebsmittel und des Grubenausbaus aus aufzugebenden Grubenbauen oder Betriebspunkten.&lt;br /&gt;
* [[Raubhilfe]]: Speziell für die Raubarbeit angefertigte Werkzeuge oder Arbeitsgeräte.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Regal]]:&lt;br /&gt;
* [[Retardat]]: Bergrechtlicher Vorgang im frühen Bergbau, durch den ein Kuxinhaber seine Anteile verlieren konnte, wenn er seine Zubuße nicht bezahlte.&lt;br /&gt;
* [[Retardat-Zettel]]:&lt;br /&gt;
* [[Revier]]: 1) im engeren Sinne eine Abteilung zur Ausführung von Abbau- und sonstigen Arbeiten an mehreren Betriebspunkten in einem bestimmten Teil eines Grubenfeldes sowie 2) im weiteren Sinne Bezeichnung für ein Gebiet, in dem bestimmte mineralische Rohstoffe abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Revierbeamte]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezess]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezessgeld]]: Abgabe, die ein Muter nach der Verleihung eines Grubenfeldes pro [[Quartal]] an das Bergamt zahlen musste.&lt;br /&gt;
* [[Rezessschreiber]]: Bergbaubeamter im Mittelalter, der am Bergamt die Tätigkeit eines Buchhalters ausübte.&lt;br /&gt;
* [[Richtschacht]]: Schacht, der saiger (ohne besondere Rücksicht auf den Verlauf der Lagerstätte) abgeteuft wird.&lt;br /&gt;
* [[Richtstrecke]]: Strecke, die geradlinig im mittleren Streichen („Generalstreichen“) der Lagerstätte aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen|Riemen]]: Lederner Riemen oder Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Ringausbau]]: Geschlossener Grubenausbau, der aus zusammengesetzten Stahlsegmenten besteht.&lt;br /&gt;
* [[Riss]]:&lt;br /&gt;
* [[Ritzeisen]]:Spezielles [[Bergeisen]], welches zu zur Anlage von Ritzen im [[Gestein]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Rolle]]: geneigter Grubenbau zur Förderung von Gut oder Bergen aus dem Abbau oder einer oberen Strecke in eine tieferliegende Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Rösche]]: Grubenbau der einer untertägigen Maschine ([[Wasserrad]], Turbine, [[Wassersäulenmaschine]]) die durch einen [[Kunstgraben]] herangebrachten Betriebswasser ([[Aufschlagwasser]]) zuführt ([[Aufschlagrösche]]) oder die benutzten Wasser ableitet ([[Abzugsrösche]]).&lt;br /&gt;
* [[Rüböl]]:&lt;br /&gt;
* [[Rücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Ruschel]]: Nicht mineralisierte Schergänge, die im Gegensatz zu mineralführenden Gängen nur zerriebenes Nebengestein enthalten und geringe Standfestigkeit besitzen.&lt;br /&gt;
* [[Rutengänger]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== S ====&lt;br /&gt;
* [[Saalband]]: Grenzfläche zwischen Gang und Nebengestein.&lt;br /&gt;
* [[Saline]]: Anlage, in der aus Salzlösungen durch Verdunstung des Wassers Kochsalz gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Salzlagerstätte]]: natürliches Vorkommen von Salzen, bilden sich vor allem durch Verdunstung von Meerwasser, enthalten meist verschiedene Salze.&lt;br /&gt;
* [[Sargdeckel]]: Ein sich an vorhandenen Trennflächen ohne Vorwarnung aus dem Hangenden lösender sehr großer Stein.&lt;br /&gt;
* [[Sattel]]:&lt;br /&gt;
* [[Satz]]:&lt;br /&gt;
* [[Saubern]]: reinigen, in Ordnung halten, Sohle planieren.&lt;br /&gt;
* [[Schacht]]: Seigerer, seltener auch tonnlägiger Grubenbau zum Fördern (Förderschacht) oder Bewettern (Wetterschacht). &lt;br /&gt;
* [[Schachtansatzpunkt]]: Bei Tagesschächten der Punkt an der Tagesoberfläche, an dem der Schacht abgeteuft werden soll.&lt;br /&gt;
* [[Schachtausbau]]: Verkleidung der Schachtwand, die dazu dient, den seitlichem Gebirgsdruck abzufangen.&lt;br /&gt;
* [[Schachtbruch]]: Plötzliches Abgehen der Schachtverfüllung bei abgeworfenen Tagesschächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtförderung]]: Förderung von Produkten, Versatz, Material und Personen vom Füllort bis zur Hängebank in Schächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtführung]]: Schachteinbauten, die den Fördergutträger in der Spur des jeweiligen Schachttrums lenken.&lt;br /&gt;
* [[Schachtpinge]]:&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheibe]]: Schachtquerschnitt mit Schachtausbau sowie der Einteilung der verschiedenen Trümer.&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheider]]: Bauelement aus Holz oder Mauerwerk zur Aufteilung des Schachtes in separate Trume.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsignalanlage]]: Technische Einrichtung im Schacht zur Kommunikation zwischen Fördermaschinist und Anschläger.&lt;br /&gt;
* [[Schachtstuhl]]: Konstruktion an den Anschlägen im Übergangsbereich vom Schacht ins Füllort.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsumpf]]: Tiefster Teil des Schachtes, unterhalb der tiefsten angeschlossenen Sohle. Dient der Aufnahme des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Schachtverwahrung]]: Abschluss eines abgeworfenen Tagesschachtes.&lt;br /&gt;
* [[Scharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schaufel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit.&lt;br /&gt;
* [[Scheffel]]: Altes Raummaß.&lt;br /&gt;
* [[Scheidebank]]: Aufbereitungshalle eines Bergwerks, in der das Erz manuell vom taubem Gestein getrennt wurde. &lt;br /&gt;
* [[Scheidehammer]]:Spezieller Hammer zur Erzscheidung.&lt;br /&gt;
* [[Scheidejunge]]: Lehrling, der in der Aufbereitung des Bergwerks tätig war und dort seine ersten Erfahrungen für den Beruf des Bergmanns sammelte (auch Klaubejunge oder im Oberharz Pochjunge genannt).&lt;br /&gt;
* [[Scheideplatten]]:Gesteins- oder Gußplatten, auf denen mit dem Scheidehammer die Erzscheidung erfolgte.&lt;br /&gt;
* [[Scheider]]:&lt;br /&gt;
* [[Schicht]]: Regelmäßige tägliche Arbeitszeit.&lt;br /&gt;
* [[Schichtgebet]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtmeister]]: Bergbeamter, der als Rechnungsführer des Bergwerks vereidigt war.&lt;br /&gt;
* [[Schichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schießblech]]: Viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Schießen]]: Gewinnungsarbeit durch gezielte Sprengung von Schwarzpulver in dazu angelegten Bohrlöchern. &lt;br /&gt;
* [[Schießpflock]]: Rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
* [[Schießspreize]]: Holz, welches zwischen dem auf den [[Schießpflock]] aufgelegtem [[Schießblech]] und dem gegenüberliegenden [[Stoß]] eingetrieben wird.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Schießnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Halm|Schießröhrchen]] (Halm): Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Schild]]:&lt;br /&gt;
* [[Schildausbau]]: Hydraulisches System zum Strebausbau im untertägigen Kohlebergbau.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eisenarbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel- und Eisenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] mittels [[Schlägel]] und [[Bergeisen]]. &lt;br /&gt;
* [[Schlagwetter]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlechten]]: Natürliche Trennflächen des Flözkörpers.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Schlegel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eise]arbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schleichwetter]]: Kleine, unkontrollierte Wetterströme, die durch abgeworfene Grubenbaue streichen und potentiell gefährlich sind.:&lt;br /&gt;
* [[Schlepper]]: Bergmann, der vorwiegend zur Förderung (Schleppen, Trecken) der Hunte eingesetzt wurde. In der Regel wurden Lehrlinge in ihrer Anfangszeit als „Treckejungen“ eingesetzt.&lt;br /&gt;
* [[Schleppungskreuz]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifkorb]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlotten]]: Im Mansfelder und Eislebener Kupferschieferbergbau angetroffene untertägige Hohlräume des Gipskarstes.&lt;br /&gt;
* [[Schmitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schneidkopf]]: Gewinnungswerkzeug an Teilschnittmaschinen.&lt;br /&gt;
* [[Schram]]: Bergmännisch hergestellter Schlitz im Nebengestein, der das [[Gewinnung|Hereingewinnen]] des [[Erz]]es erleichtert.&lt;br /&gt;
* [[Schrämen]]: Herausschlagen des tauben [[Gestein]]s neben einem [[Gang]], um das [[Erz]] von der Seite aus [[Gewinnung|hereingewinnen]] zu können. &lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Schrämhaue]]: Leichte Keilhaue, die ausschließlich zur Herstellung des [[Schram]]s verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhauer]] (Schrämer): Bergmann, welcher die [[Schräm]]e, meist mittels [[Schrämhammer]] herstellt&lt;br /&gt;
* [[Schrämkette]]: Umlaufende Gliederkette an Schrämmaschinen und Continuous Minern alter Bauart.&lt;br /&gt;
* [[Schrämkrone]]: An Säulen-Schrämmaschinen eingesetztes Werkzeug, zur Erzeugung der Schram.&lt;br /&gt;
* [[Schrämmaschine]]: Gerät im Bergbau und Steinbrüchen zur Erzeugung eines Schrams.&lt;br /&gt;
* [[Schrämspieß]]: Vierkantige gerade Eisenstange, die an einem Ende in einer an den Seitenflächen etwas gewölbten Spitze ausläuft.&lt;br /&gt;
* [[Schrämwalze]]: Walzenförmiger Werkzeugträger beim Walzenschrämlader.&lt;br /&gt;
* [[Schrapper]]:&lt;br /&gt;
* [[Schubort]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurf]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeldkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Schürfen]]:Aufsuchen einer Lagerstätte durch Aufdecken nahe der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Schürfschein]]: Amtlicher Erlaubnisschein, der dem Inhaber das Aufsuchen von Lagerstätten erlaubt. Offizieller Begriff: Aufsuchungserlaubnis.&lt;br /&gt;
* [[Schuss]]:&lt;br /&gt;
* [[Schüttelrutsche]]: Ein Abbaufördermittel im Kohlebergbau. Rinnenförmige Bleche werden langsam vor- und schnell zurückbewegt, dadurch rutscht die Kohle in Richtung Fußstrecke.&lt;br /&gt;
* [[Schütten]]:&lt;br /&gt;
* [[Schützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwaden]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebe]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebend]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwefelmännchen]]: Mit Schwefel überzogener starker bzw. doppelt gedrehter Woll- oder Baumwollfaden, welches an das Ende des [[Halm]]es gesteckt und mit der Öllampe angezündet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schwerköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Sechste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die statt des [[Siebente]]n gezahlt werden konnte, wenn die Ausgaben der [[Grube]]n zu hoch waren.&lt;br /&gt;
* [[Seife]]:&lt;br /&gt;
* [[Seiger]] (auch: saiger): senk-, lotrecht.&lt;br /&gt;
* [[Seigerriss]] (auch: Saigerriss): zeichnerische Projektion eines Bergwerkes, Vertikalschnitt.&lt;br /&gt;
* [[Seil]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilbruch]]: Durchreißen eines Förderseiles aufgrund von Materialermüdung oder Überlastung.&lt;br /&gt;
* [[Seileinband]]: (auch: Seilendverbindung) Konstruktion, die Förderseile oder andere Drahtseile mit Konstruktionsteilen oder anderen Festpunkten verbindet.&lt;br /&gt;
* [[Seilfahrt]]: Ein- und Ausfahrt der Bergleute in dem am Seil hängenden Förderkorb.&lt;br /&gt;
* [[Seilkorb]]: Vorrichtung an der Fördermaschine, auf der das Förderseil aufgewickelt wird.&lt;br /&gt;
* [[Seilrutsch]]: Rutschen des Förderseils auf der Treibscheibe, das vorwiegend bei starkem Anfahren oder scharfem Abbremsen auftreten kann. Siehe Koepeförderung.&lt;br /&gt;
* [[Seilscheibe]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilträger]]: Teil der Fördermaschine, mit dem das Förderseil bewegt wird. Siehe auch: Treibscheibe.&lt;br /&gt;
* [[Sekunde]]:&lt;br /&gt;
* [[Senken]]: Ist das Hereingewinnen der hochgequollenen Streckensohle, es dient zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der notwendigen Streckenhöhe.&lt;br /&gt;
* [[Senkstütze]]: Nachgiebiges Stützelement, das anstelle der stoßseitigen Ausbausegmente eingesetzt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Setzeisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitslampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitspfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitssteiger]]: Sicherheitsingenieur im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Siebente]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die in manchen [[Bergordnung]]en statt des [[Neunte]]n vorgeschrieben war. &lt;br /&gt;
* [[Sinkwerk]]: Untertägiger Hohlraum, in dem Salz durch Auslaugen mit Süßwasser gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Sinter]]:&lt;br /&gt;
* [[Sitzholz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sole]]: wässrige Steinsalzlösung mit einer Dichte von 1,204 g/cm3 und einen NaCl-Gehalt von 26,4 % (318 g/l). &lt;br /&gt;
* [[Sohle]]: 1. die Gesamtheit aller in einer Ebene gelegenen Teile eines Bergwerkes; 2. untere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus, z. B. einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Sohlenabstand]]: Abstand zwischen den einzelnen Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Söhlig]]: Horizontal, waagerecht.&lt;br /&gt;
* [[Spanne]]:&lt;br /&gt;
* [[Spanner]]:&lt;br /&gt;
* [[Spat]]:&lt;br /&gt;
* [[Spatgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Spitzeisen, Eisen, Bergeisen]]: Meißelartiges Werkzeug, das mit einem Stiel gehalten wird. Es gehört zum historischen Gezähe „Schlägel und Eisen“.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Spitzhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Spreize]]:&lt;br /&gt;
* [[Sprung]]:&lt;br /&gt;
* [[Spülversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Spurnagel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stalinpaket]]:&lt;br /&gt;
* [[Starrer Bogenausbau]]: Teilelliptischer starrer Streckenausbau aus einzelnen Ausbausegmenten.&lt;br /&gt;
* [[Stehender Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Steiger]]: Grubenaufseher, Bergingenieur, Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Steigort]]&lt;br /&gt;
* [[Steigbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Stempel]]: Stütze aus Holz oder Metall zum Abstützen des Gebirges.&lt;br /&gt;
* [[Stirn]]:&lt;br /&gt;
* [[Stock]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerksbau]]: Abbauverfahren&lt;br /&gt;
* [[Stollen]]: annähernd horizontale Strecke mit einem Mundloch an der Tagesoberfläche. In Sachsen, dem Erzgebirge, vor allem in Eigennamen und traditionell wird auch Stolln geschrieben.&lt;br /&gt;
* [[Stollenflügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollenhieb]]: Recht des [[Erbstöllner]]s, in bestimmten Maß angetroffene [[Erz]]e abzubauen. &lt;br /&gt;
* [[Stollenrösche]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollensteuer]]: Abgabe der [[Gerwerken]] an den [[Erbstöllner]] oder [[Stöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Stöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Störung]]: Trennfläche im Gebirge, an der z.B. eine Verschiebung von Gesteinsschollen stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
* [[Stoß]]: seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaus (z. B. Seitenwand einer Strecke).&lt;br /&gt;
* [[Streb]]:&lt;br /&gt;
* [[Strebausbau]]: Ausbau beim Strebbau.&lt;br /&gt;
* [[Strebbau]]: Untertage-Abbauverfahren, bei dem der Abbauraum im Flöz weiterrückt.&lt;br /&gt;
* [[Strecke]]: Horizontaler Grubenbau innerhalb des Grubengebäudes.&lt;br /&gt;
* [[Streckenausbau]]: Ausbau in untertägigen Strecken.&lt;br /&gt;
* [[Streckenbegleitdamm]]: Untertägiges Bauwerk, das in den Abbaustrecken dazu dient, den Streckensaum gegen den Alten Mann zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Streckenförderung]]: Horizontale Bewegung von Materialien, mineralischen Rohstoffen, Produkten und Versatz in Strecken und Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Streckensaum]]: Seitliche Begrenzung einer Abbaustrecke zum Flöz und zum Alten Mann hin.&lt;br /&gt;
* [[Streichen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in horizontaler Richtung, rechtwinklig zum Fallen. Entspricht dem Verlauf einer Höhenlinie.&lt;br /&gt;
* [[Strosse]]:&lt;br /&gt;
* [[Strossenbau]]: Älteste Abbaumethode für den Gangerzbergbau.&lt;br /&gt;
* [[Stube]]:&lt;br /&gt;
* [[Stufe]]: Kleines Gesteinsstück, insbesondere Erzstufe, aber auch ein vom [[Markscheider]] in das Gestein eingehauenes Zeichen.&lt;br /&gt;
* [[Stufenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Stufeneisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Stufenerz]]:&lt;br /&gt;
* [[Stunde]]: Einer der 24 Teile, in die der Grubenkompaß eingeteilt ist.&lt;br /&gt;
* [[Stundung (Bergbau)]]: Die (zeitweise/vorübergehende) Stilllegung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Sturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sturzbühne]]: Im Mansfelder Kupferschieferbergbau angewandte Methode des Umladens vom Strebhunt in den Förderwagen.&lt;br /&gt;
* [[Sumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen]] (auch Wassereisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sümpfen]]: Absenkung des Grundwasserspiegels, Trockenlegung überfluteter (ersoffener) Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Sumpfstrecke]]: Strecke, die als Sammelraum für das anfallende Grubenwasser verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== T ====&lt;br /&gt;
* [[Tag]] (über Tage, am Tage): Erdoberfläche, von der aus das Tageslicht sichtbar ist.&lt;br /&gt;
* [[Tagebau]]: Abbau des Nutzminerals von über Tage aus.&lt;br /&gt;
* [[Tagebruch]]: Verbruch der sich bis zur Tagesoberfläche durchschlägt.&lt;br /&gt;
* [[Tagegebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Tageschacht]]: Siehe [[Schacht (Bergbau)]].&lt;br /&gt;
* [[Tagewerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Taub]]: Ein Lagerstättenteil, der keine abbauwürdigen Mineralien enthält.&lt;br /&gt;
* [[Teufe]]: Die Tiefe eines Schachtes oder einer Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Teufen]]: Herstellen eines Grubenbaues von oben nach unten, siehe Abteufen.&lt;br /&gt;
* [[Tiefbau]]: Abbau unter Tage. &lt;br /&gt;
* [[Tiefste]]:&lt;br /&gt;
* [[Todt]]:&lt;br /&gt;
* [[Todter Mann]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonne]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonnlägig]]: Ein Schacht, der nicht senkrecht ins Bergwerk führt. Tonnlägige Schächte folgten im Gangerzbergbau dem von der Vertikalen abweichenden Einfallen des Ganges.&lt;br /&gt;
* [[Tonnung]]:&lt;br /&gt;
* [[Tradde]]: Abgabe an die Grundeigentümer.&lt;br /&gt;
* [[Tragwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Trecken]]:&lt;br /&gt;
* [[Treckejunge]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibehaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Treiben]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibe]]: Seilträger, bei dem die Energie der Antriebsmaschine mittels Reibschluss auf das Förderseil übertragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibenförderung]]: Schachtförderanlage, die nach ihrem Erfinder Carl Friedrich Koepe, auch Koepe-Förderung genannt wird. &lt;br /&gt;
* [[Treppenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Trog]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommel]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommelfördermaschine]]: [[Fördermaschine]], bei der das Förderseil auf eine [[Trommel]] gewickelt wird ([[Haspel]]).&lt;br /&gt;
* [[Trum]]: Von einem [[Gang]] abgetrennter Zweig des Ganges, aber auch ein abgeteilter Teil eines [[Schacht]]es, [[Gesenk]]es oder [[Überhauen]]s.&lt;br /&gt;
* [[Trümmerartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Tscherper]]: Ein Messer&lt;br /&gt;
* [[Tscherpertasche]]:&lt;br /&gt;
* [[Tummelbau]]: Abbauverfahren beim Braunkohlenbergbau mit bienenkorbförmigen Weitungen, sogenannten Tummel, das aufgrund seiner Gefährlichkeit im 19. Jahrhundert im deutschen Bergbau verboten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Tübbing]]: Segmente aus Gusseisen oder Stahl, die zum wasserdichten Ausbauen von Schächten bei nicht standfesten Nebengebirgen dienen.&lt;br /&gt;
* [[Türstock]]: Ausbaukonstruktion, bestehend aus einer Kappe mit zwei unterstützenden Stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== U ====&lt;br /&gt;
* [[Überfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Überhauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Überlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übrschar]]:&lt;br /&gt;
* [[Übersetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übertreiben]]: Vorbeifahren der Fördermittel über die Endanschläge hinaus.&lt;br /&gt;
* [[Übertreibsicherung]]: Dient dazu das Fördermittel abzubremsen damit es beim Übertreiben möglichst vor dem Prellträger zum Stehen kommt.&lt;br /&gt;
* [[über Tage]] oder Übertage: alles „an der Sonne“, also nicht der Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Ulm]]e: Seitliche Begrenzung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Umbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Umfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unbauwürdig]]:&lt;br /&gt;
* [[Ungeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Unschlitt]]: Tierische Körperfette (Talg), welche als Brennmaterial für offene [[Geleucht]]e, meist tönerne [[Frosch]]lampen, diente. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittgeld]]: Gebühr der [[Gewerkschaft]]en an den zuständigen [[Grabensteiger]] zur Deckung der ihm entstandenen Unkosten für das [[Geleucht]]. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittlampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterbank]]: Unterer Teil eines zweiteiligen Flözes.&lt;br /&gt;
* [[unter Tage]] oder Untertage: Stollen, Strecken, Schächte.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerk]]: Abbau unter der Stollnsohle.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerksbau]]: Abbau unterhalb der tiefsten Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Unverritzt]]:&lt;br /&gt;
* [[Urbar]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== V ====&lt;br /&gt;
* [[Ventilator]]:&lt;br /&gt;
* [[Verarmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbau]]:&lt;br /&gt;
* [[verblenden]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbolzung]]: Axiale Verkettung des Streckenausbaus um die Einzelbaue gegen eine Schubwirkung in Längsrichtung zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Verbrechen]]: Einbrechen oder Einstürzen und damit Unbrauchbarmachen eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Verbühnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbundbergwerk]]: Entsteht durch Zusammenlegung mehrerer Bergwerke.&lt;br /&gt;
* [[Verdingen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verdrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Veredeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verhieb]]: Art und Weise wie ein in Angriff genommener Abbaustoss abgebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Verlag]]:&lt;br /&gt;
* [[Verlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verleihen]]: Zueignung von Bergwerkseigentum durch den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* [[Verkippen]] / [[Verstürzen]]: Im Tagebau das Absetzen des Abraumes.&lt;br /&gt;
* [[Verritzen]]: Beginn des Abbaus einer Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Versatz]]: Verfüllung eines durch den Abbau entstandenen Hohlraums mit Bergen (Bergeversatz).&lt;br /&gt;
* [[Versetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verspünden]]: Wasserdichtes abdämmen einer [[Strecke]] durch einen Ziegel- oder Betondamm, früher auch Zimmerwerk.&lt;br /&gt;
* [[Verstufung]]: Bergrechtlicher Vorgang, durch den sich der [[Stöllner]] sämtliche Rechte an dem bisher aufgefahrenen Stollen gegen etwaige Ansprüche neuer [[Muter]] sicherte. Der [[Markscheider]] setzte ein [[Verstufung]]szeichen.&lt;br /&gt;
* [[Verwahren]]: Sicherung der Hohlräume eines stillgelegten (aufgelassenen) Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Verstufen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verstürzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Versuchsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Vertauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfung]]:&lt;br /&gt;
* [[Verziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzimmern]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzug]]: Auskleidung der Zwischenräume beim Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Vierter Pfennig]]: Kostenerstattung vom Besitzer der [[Grube]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Vierung]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorflut]]: Natürlicher Bach oder Fluss sowie künstlich geschaffene Möglichkeit (Kanal, Pumpwerk), um Wasser (auch Abwasser) abzuführen.&lt;br /&gt;
* [[Vorkommen]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorrichten]]: Vorbereitung des [[Abbau]]s der [[Lagerstätte]] und den Einbau von Gewinnungs– und Fördereinrichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== W ====&lt;br /&gt;
* [[Wolger|Walger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Walzenlader]]: Maschine zur schneidenden Gewinnung von Steinkohle und Erz.&lt;br /&gt;
* [[Wand]]:&lt;br /&gt;
* [[Wange]]: Im Harz verbreiteter Begriff für die seitlichen [[Stoß|Stöße]] eines horizontalen Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Wasseraufzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassereinfallgeld]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen|Wassereisen]] (auch Sumpfeisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Wasserhaltung]]: Anlagen und Maßnahmen zum Abführen des einer Grube zufließenden Wassers.&lt;br /&gt;
* [[Wasserknecht]]: Bergmann, der für die Wasserhaltung des Bergwerks zuständig war.&lt;br /&gt;
* [[Wasserkunst]]: System zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Wasserlauf]]: Regionale Bezeichnung für einen Wasserüberleitungsstollen im Oberharzer Bergbau (siehe auch [[Rösche]]). &lt;br /&gt;
* [[Wasserlösung]]: Abführen von Wasser, z. B. durch Wasserlösungsstollen.&lt;br /&gt;
* [[Wassernot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wasserregal]]: Königliches Hoheitsrecht zur Wassernutzung, meist zusammen mit dem [[Bergregal]] durch den Landesherren verliehenes Recht.&lt;br /&gt;
* [[Wassersack]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassersäulenmaschine]]: Maschine, die durch Wasserkraft angetrieben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wassersaige]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassertrommel]]: Bewetterungsmaschine, bei der der Sog des herabfallenden Wassers zur Bewetterung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wässerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wechsel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wegfüllarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der das gelöste [[Gestein]] und [[Erz]] mittels [[Gezähe]] in die [[Fördergefäß]]e verbracht wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wehr]]: Land, welches dem Bergbautreibenden zum [[Lehen]] gegeben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Weiberarsch]]: Umgangssprachliche Bezeichnung einer → Pfannenschaufel (regional).&lt;br /&gt;
* [[Weilarbeit]]: Schichten in der Freizeit, unter anderen in der [[Eigenlehner]]zeche.&lt;br /&gt;
* [[Weitung]]: Beim [[Weitungsbau]] entstandene Kammern.&lt;br /&gt;
* [[Weitungsbau]]: Variante des [[Kammerbaus]] bei mächtigen und durchwegs [[bauwürdig]]en [[Lagerstätte]]n.&lt;br /&gt;
* [[Wendelstrecke]], (auch kurz:) [[Wendel]]: Spiralförmige Rampe zwischen den einzelnen (Teil-)Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Wetter]]: Gesamtheit aller Gase im Bergwerk.&lt;br /&gt;
* [[Wetterbohrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterführung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterhut]]: beweglicher Holzaufsatz über dem Schacht.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlampe (Bergbau)|Wetterlampe]]: Mit Benzin betriebene Sicherheitslampe zur Kontrolle der Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlutte]]:&lt;br /&gt;
* [[Wettermann]]: Ein Bergmann, der in den einzelnen Grubenbauen die Wettermessungen durchführt.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlmaschine]]: Maschine, die zur direkten Wetterkühlung der Grubenbaue eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlung]]: Abkühlen von Teilwetterströmen mittels technischer Hilfsmittel und Maschinen.&lt;br /&gt;
* [[Wetternot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterofen]]: Konstruktion zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges.&lt;br /&gt;
* [[Wetterrad]]: Einfache Wettermaschine aus Holz zur Bewetterung der Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Wettersatz]]: Maschine, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur künstlichen Bewetterung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wetterschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterscheider]]: Wettertechnisches Bauwerk, das in den Grubenbauen die Frisch- von den Abwettern trennt.&lt;br /&gt;
* [[Wettersohle]]: Sohle, die hauptsächlich der Bewetterung dient.&lt;br /&gt;
* [[Wettertafel]]: Kontrolltafel unter Tage, auf der die erfolgte Überprüfung der Luftreinheit mit Datum, Uhrzeit und Unterschrift der Kontrollperson vermerkt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterwechsel]]: Jahreszeitlich bedingte Änderung der Wetterrichtung, aber auch Austausch der verbrauchten Luft gegen frische Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterzug]]: Von der Atmosphäre in den Grubenbauen angenommene Luftbewegung.&lt;br /&gt;
* [[Widersinnig]]:&lt;br /&gt;
* [[Wiederaufnehmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Winkel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wipperboden]]:&lt;br /&gt;
* [[Wirbellutte]]: Speziallutte, die in sonderbewetterten Streckenörtern zur Durchmischung von Wettern dient, auch Coanda-Wirbellutte.&lt;br /&gt;
* [[Wolger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Wünschelrute]]:&lt;br /&gt;
* [[Wurfschaufellader]]: Ladegerät, hauptsächlich im Streckenvortrieb. Gleisgebundene oder gleislose Ausführung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== X ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Y ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Z ====&lt;br /&gt;
* [[Zeche]]: Bergwerkseigentum der [[Gewerkschaft]], aber auch bei der [[SDAG Wismut]] ein Betrieb zur [[Beprobung]] von Uranerz.&lt;br /&gt;
* [[Zehnte]]: Abgabe des Bergwerksbesitzers an den Staat oder den [[Bergregal|Regal]]herren.&lt;br /&gt;
* [[Zehntner]]:&lt;br /&gt;
* [[Zertrümern]]:&lt;br /&gt;
* [[Ziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerling]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Zone]]:&lt;br /&gt;
* [[Zubuße]]: Zahlungen auf Basis der [[Kux]]e, die der Anteilseigner ([[Gewerken|Gewerke]]) einer Bergrechtlichen Gewerkschaft an diese zur Erfüllung von Verbindlichkeiten zu entrichten hat.&lt;br /&gt;
* [[Zug]]:&lt;br /&gt;
* [[Zulegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusammendrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zwanzigste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] (in Sachsen 1851 statt des [[Neunte]]n eingeführt).&lt;br /&gt;
* [[Zwischengeschirr]]: Verbindungselement zwischen Förderkorb und Förderseil.&lt;br /&gt;
* [[Zwischenmittel]]: dünne Schichten tauben Gesteins in einem Flöz oder einem Erzlager.&lt;br /&gt;
* [[Zwölfte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] für einen alten wieder aufgewältigten [[Erbstollen|Erbstolln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leere Artikelseiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2667</id>
		<title>Bohren und Schießen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2667"/>
				<updated>2012-09-19T12:12:47Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Bohren und Schießen''' war eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der durch das manuelle anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver eine deutliche Erhöhung der Vortriebs- und Abbauleistung gegenüber der [[Schlägel- und Eisenarbeit]] erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische [[Gezähe]] des Bohrens und Schießens war der [[Bohrer]], der [[Schlägel|Fäustel]], der [[Krätzer]], der [[Lettenstampfer]] und die [[Räumnadel]]. Beim Schießen mittels [[Schießpflock]] wurden zusätzlich noch [[Schießpflock|Schießpflöcke]] und [[Schießspreize]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Technologie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist gab der Steiger die Stelle vor, wo das Bohrloch angelegt werden sollte. Anschließend wurde in das Gestein eine kleine Vertiefung geschlagen und darin der Anfangsbohrer angesetzt. Mit den im [[Bohrpost]] vorhandenen Bohrern konnte nun das Bohrloch hergestellt werden. Dabei wurde der Bohrer wurde dabei nach jedem zweiten Schlag mit dem Fäustel leicht gedreht (umgesetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bohrgrus (Bohrmehl) wurde mit Wasser feucht gehalten, das in einem kleinen Holzgefäß ([[Bohrtrog]]) aufbewahrt wurde. Das letzte Stück wurde meist ohne Wasser gebohrt, damit man das Bohrloch im Anschluss besser trocken bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Krätzer]] wurde das Bohrgrus herausgeholt. Eine über das Bohrloch gelegte Lederscheibe mit einem Loch in der Mitte ([[Bohrdeckel]]) verhinderte das Herausspritzen des breiigen Bohrkleins. Am Schluss wurde durch den Ring am oberen Ende der Krätzers ein [[Bohrlappen]] gesteckt und mit ihm das Bohrloch trocken gewischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde die pulvergefüllte [[Patrone]] mit der Räumnadel aufgespießt und in das Bohrloch geschoben. Nach Einbringen eines Pfropfens aus Papier, Holz oder anderen Material (vormals wurden [[Schießpflock|Schießpflöcke]] verwendet) über der Patrone, wurde das Bohrloch mit [[Besatz]] oder [[Wolger]]n gefüllt und unter Zuhilfenahme des [[Schlägel|Fäustels]] sowie des [[Lettenstampfer]]s, dessen Hohlkehle an der Nadel liegt, mit Anfangs leichten und später kräftigen Schlägen der Besatz verdichtet. Letztendlich wurde das Bohrloch noch mit [[Letten]] verschmiert und die Räumnadel vorsichtig aus dem Bohrloch herausgetrieben, in dem eine [[Bohrer|Bohrstange]] durch den Ring der Bohrnadel gesteckt und leicht darauf geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
In den so bis zur Patrone entstandenen Zündkanal wurde nun der [[Halm]] als Zünder gesteckt. An das aus dem Bohrloch herausstehende Ende des Halmes wurde nun das [[Schwefelmännchen]], ein mit Schwefel getränkter Wollfaden, angebracht und mit der Öllampe entzündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geschichtliche Entwicklung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Sprengens in Bergwerken ist gerade für die Anfangszeit schwer urkundlich zu belegen. Da diese Technologie aber in Agricolas „De Re Metallica“ nicht beschrieben ist kann man davon ausgehen, dass ihm diese auch nicht bekannt war und somit in der Zeit vor 1550 nicht im mitteleuropäischen Bergbau zur Anwendung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lag natürlich nahe, sich die explosive Kraft des Pulvers auch im Bergbau zu Nutze zu machen und somit wird es sicherlich auch viele Versuche gegeben haben, die nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Es ist auch anzunehmen, dass man anfänglich die Ladung in Klüften oder im Schram anbrachte bzw. versuchte, in den Schram hineinzuschießen. Erfolgreich wurde diese Technologie aber erst, als man die Ladungen in eigens dafür hergestellten Bohrlöchern zur Explosion brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Staatsarchiv von Venedig wurde im Jahr 1959 ein Bericht des Generalvikars für den Bergbau der Republik Venedig gefunden, die auf erste untertägige Sprengungen hindeuten könnte. In diesem Bericht stand, dass Giovanni Battista Martinengo im Jahr 1573 einen Antrag auf Pacht von Gruben stellte und die Konzession zum Ausbeuten der Bergwerke in Schio bei Vincenza durch den „Rat der Zehn“ bekam, weil er 12% des Ertrages (üblich war der Zehnte) abführen wollte. Weiter heißt es in dem Bericht, dass ''„dieser Mann, nicht so arbeitete, wie man es normalerweise gewohnt war, nämlich zunächst das Gewölbe zu stützen und dann nach und nach vor zutreiben, um das Material herauszuholen. Er tat dies auf ganz ungewöhnliche Weise dadurch, dass er mit Hilfe von Schwarzpulver ein kleines Loch in den Berg machte, um ihn mit Gewalt aufzubrechen und auf diese Weise zu erfahren, was in ihm verborgen war.&amp;quot;''. Ebenso wurde in diesem Bericht erwähnt, dass Martinengo nach einigen Jahren erfolgloser Tätigkeit verschwunden sei. (Heinz Walter WILD, Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau; Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden: Stiftung Bergbaumuseum Schmelzboden-Davos, November 1984, 8. Jahrgang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Einführung des Schießens wird auch immer wieder der Freiberger Oberbergmeister Martin Weigel und das Jahr 1613 genannt. Diese Aussagen beziehen sich jedoch auf einen Freiberger Ausbeutebogen vom Quartal Trinitatis 1715, auf dem folgender Text zu finden ist:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„In der 11. Wo. dieses qvartals ist Samuel Wiedner / Unter-Steiger auf St. Anna und Alt-Väter Fgrb. an der Halßbrücke / nachdem der von ihn angelegte Schuß sich etwas verhalten / und er wieder dazu fahren wollen/vom Schuß ergrieffen und ums Leben kommen. Das Bohren und Schiessen auf den Gestein ist anno 1613. von Martin Weigeln Ober-Bergmeistern allhier erfunden worden / und wurden anfangs Pflöcke dazu gebraucht / und in die Bohr-Löcher getrieben / seit etlich 30. Jahren aber ist solches viel sicherer und leichter mit Letten verrichtet worden. Auch hat man nunmehro hiesiges Ortes gewisse kleine Hand-Bohrer introduciret / durch welche die Häuer dem festen Gestein / mit sonderlichen Vortheil / grossen Abbruch thun können.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anmerkung führte wohl dazu, dass August Beyer in „Das gesegnete Markgrafthum Meissen“ (Dresden, 1732), in dem die Ausbeutezahlen von 1529 bis 1729 aufgeführt werden, neben den Ausbeutezahlen des Jahres 1613 schrieb:&amp;lt;br /&amp;gt;''„In diesen Jahr hat Martin Weigold das Bohren im Gestein mit dem Pflock zu schießen erfunden.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätere Autoren übernahmen diese Aussage, ohne sie in irgendeiner Form urkundlich belegen zu können und verwiesen auf Beyer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen Zeit sind keine Dokumente aus der Zeit um 1613 bekannt, die diese Aussage belegen können. Es stellt sich auch die Frage, warum eine so bedeutende Neuerung erst 14 Jahre später von einem anderen Ort aus ihren Siegeszug antreten sollte und erst 30 Jahre später in Freiberg Einzug hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1617 gibt es aus Lothringen Belege, die auf Sprengungen mittels Schwarzpulver in den Bergwerken von Le Thillot hindeuten könnten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Rechnung für das 4. Quartal 1617 (Comptes trimestriels des mines du Thillot. Année 1617), die im Archive des Départements von Meurthe-et-Moselle. Archiv-Nr.: B 8366 vorhanden ist, wird Schwarzpulver aufgeführt. So wurde im 4. Quartal 1617 die Ausgabe von 9 Francs und 6 Gros für eine nicht näher präzisierte Menge von Pulver aufgeführt, um&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„zu schießen in dem Bergwerk und um den Felsen zu sprengen.“''. (Francis PIERRE: Les mines de cuivre et d’argent de la haute Moselle. Apparition et évolution des techniques de percement à la poudre noire. Le Thillot (Vosges). In: Lotharingia. T. 5. Nancy 1993).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch für folgende Quartale sind Abrechnungen über Schwarzpulver vorhanden. Allerdings deutet der ziemlich geringe Betrag von 9 Francs und 6 Gros auf eine ebenso geringe Menge an verwendeten Schwarzpulver (etwa 4 Pfund) und somit nicht auf eine kontinuierlicher, eher auf einen selektiven oder versuchsweisen Einsatz hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wirklich urkundlich belegt sind die Sprengungen am 08. Februar 1627 im „Ober Piberstolln“ in Schemnitz, die durch den Tiroler Caspar Weindl durchgeführt wurde. So findet sich im Schemnitzer Berggerichtsbuch von 1627 folgender Eintrag:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''&amp;quot;Adi 8. Februari, dits 1627 Jars, hat die Gancz Löblich Gewerkschafft beim hauptperkhwerch Ober Piberstolln, Ihr Kai: Mai: perggericht zur Schembnitz zur Einfart wegen des Casper Weindlesz Sprengwerch solches in Augenschein zu nehmen, ob es dem Gezimerwerch durch dasz schiessen schedlich sein mechte, in beratschlagung zu ziehen begrueszt, Über solchen eingenommenen Augenschein, vnd in Gegenwart der Ambtleut, Sowol des Perggerichts, beschehenen Schusz hat sichs befunden, dasz dieses Sprengwerch wol fürzunehmen sei, vnd nichts schedlichs causirn werde, ob zu Zeitten gleich ein Rauch entstehet, vergeet er doch in ainer Viertl Stundt, vnd ist den hewern ohne schaden, nimbt auch viel böses Wetter mit sich wegkh, Aber offt zu schiessen, würde es nit thuen, denn es würde die anderen Khüren im Arzthauen vnd Geföl, wenn Sie offt sollen stilhalten, verhintern, Aber für Rahtsamb war, die weillen im Danielschlag schöne Anbrüch vorfanden, die aber Zimblich fesst, doch keine heuer die man zuelegen mechte vorhanden sein, daselbst So wol in den Schächten vnnd Stolwenten auf der Soolen liesz sich dasz Sprengwerch gar wol an.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weiter ist dermallen Caspar Sprenger befragt worden, ob er diese Örtter im Danielschlag wollte zu Lehenschafft annemben, Weil das ainczige Ortt im tieffisten, den Vncosten mit dem Sprengen nicht ertragen würde, hierüber meldt solcher, wenn man Ime 40 oder 50 guette Heuer gibt, So traue er Ihme diese Örter gar wol mit der Herren Gewerckhen guetten Nuczen zu Lehenschafft anzunemben. Auf solch sein erpieten wird Ime Caspar darauf geantwort: Weil im Tieffisten viel Örtter aus Mangel Heier feiern müssen vnnd dits Orts allein ein 40 Heier von Nöten, vnd sein doch keine vorfanden, ob man nit Mitl haben könne, Soviel Heier etwo von anderen Darauf meldt Caspar, wann man den Uncossten, der darauf geen würde, nit ansehen, noch Sparen wolt, vnnd Ime ainen Paszbrieff von Ihr Kai: Mai: ausbringen vnd ertailen würde, trauet er Ime gar wol ausz Tyroll ain anzahl guetter Heier, zu Nottdurfft an solche Örtter als in das Tieffeste, Danielschlag, hintern Künsten, Schächten, Stolwant, an der Sol: vnnd andere Örtter zue zu weitten vnd ins werkh zusetzen herein zu bringen. Souil thuet das Kaiserlich Perggericht ain Gancze Löbliche Gewerckhschaft berichten, welche ohne maszgeben auf solcher verern beratschlagungen des Caspar Sprengers Zuesagen : Vnnd erpietten ins Werckh zuseczen wissen werden,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Datum Schembnicz den 16 Februari A. 1627.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Putscher Pergkmaister'',&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Caspar Pistorius,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Chri: Spilberger, Pergkgerichtsschreiber.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wurde kann man davon ausgehen, dass es sich hier um Sprengungen handelt, bei denen Bohrlöcher angefertigt wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Caspar Weindl, der den Beinahmen „Sprenger“ erhielt, war vor der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz, auf den in Tirol liegenden Bergwerken des Grafen Montecuccoli tätig, des Oberstkammergrafen von Schemnitz (Quelle: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass er bereits im Vorfeld der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz schon Versuche mit dieser Technologie in Schemnitz selber und in Tiroler Bergwerken unternahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue, nun erfolgreich angewandte Technologie, verbreitete sich schnell. So kam sie wohl schon im gleichen Jahr in den Kupfergruben im böhmischen Graslitz zum Einsatz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Erst im Jahre 1627 wurde aus Ungarn die Schießarbeit auf den Graslitzer Kupferwerken eingeführt, nach den vorhandenen abgeschossenen Bohrlöchern zu schließen - die zweimännische; doch hatte diese Verbesserung von keinem tiefgreifenden Einflüsse auf den dortigen Bergwerksbetrieb mehr sein können, da noch In demselben Jahre das Religlonsedict einen sehr  großen Teil der Einwohner von Graslitz, weil sie Protestanten waren, zur Auswanderung nöthigte.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Konstantin von NOWICKI „Die Wiedergewältigung des alten Kupferbergbaues von Graslitz in Böhmen“, Prag 1862)&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1628 gibt es im Stiftsarchiv St. Lambrecht einen Brief, der die Entsendung des Sprengkundigen Ruep Meytesperger in die Eisenstein- und Hittracherzgruben des Stiftes St. Lambrecht in der Steiermark beschreibt. Meytesperger soll den dortigen Arbeitern das Sprengen zeigen und diese darin unterrichten. Der Brief vom 29. Oktober 1628 von Georg Fischer aus Friesach an P. Andreas von St. Lambrecht hat folgenden Inhalt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ehrwürdig Edler und Wohlgelehrter Herr etc. Euer Ehrwürden seindt mein gantz gevlißne Dienst iederzeit bevohr.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Auf abgeredt und verlaßner massen vor dreyer tagen übersende Euren Ehrwürden etc. ich hiemit zeigern Ruep Meytespergern sambt andern zween guetter Pergkarbeiter zu belegung des Pleyglantzes und Hütrauch Erzt, denen zweyen wollen sie wöchentlich per 1 il iedem Cost oder gelt sambt Liechter und Eißen, wie der Meytesperger derselben anzaigen wirdt, ervolgen lassen, welche er Meydtesperger an die arbeit selbst anordnen und sobalt ich wider zu Hauß komb, sol ihnen nach dem Centner oder Kübl verdingt werden, damit Ihr Ehrwürden von ihnen nicht alle wochen uberlauffen werden, mögen sie ihnen (doch ohne maßgebung) auf etliche wochen die Cost ervolgen lassen, dann ihnen wol zu trauen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Dem Meytesperger aber hab ich selbst Zehrung ertheilt, würdt ungevor ein Tag 8 oder mehr drüben verbleiben und dennen arbeitern bei dem Eißenstein- sowohl bei dem Hüttrauch Erzt das Sprenngen zeigen und underrichten (deme sie uf sein begehren Pulffer preperieren und die schüß zu 8, 10 oder 12 Lot machen, wie er begern würdt, sowohl nach seinen angeben 2 oder dreierlei Porer den Schmidt verfertigen lassen, und würdt hiemit gedachter Meitesperger an seinen Vleiß nichts ermindern lossen. Wollen Ihr Ehrwürden denen arbeitern, so das Sprenngen von Ihme sehen und lehrnen, anzaigen, daß sie ihme treulich volgen und behuetsambt darmit umbgehen. Weil auch in den grueben bei dem Eißenstein auch zu sprenngen guete gelegenheit, soll Er sie auch daselbsten anweißen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Es haben Ihr Gnaden vor Irem abreißen dem Hanßen im Pach in meinem beisein schlecht hackhenpulffer zu machen bevohlen, das wollen Sie darzue preperieren und das Scheiben Pulffer, weil es noch so teuer, sparen, würdt dennoch störkher als das guete worden.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''Dem Meydesperger hab ich auch under andern bevohlen, in die grueben hinder dem Closster, davon ich einen schwardtzen schüffer mit herüber gefürt, zu fahren und denn augenschein einzunehmen, weil der stein Vitriolismum, würdt darinnen ein gantzer Vitriol viß zu finden sein, der zu Colnierung deß Eißens tauglich sein würdt, noch biß dato hab ichs, weil ich kein Floßeißen noch nicht empfanngen, kein prob machen khönnen, darumben auch Ir Hochwürden und Gnaden ich noch nichts zuschreiben kann, soll aber zu meiner widerkunft förderlichen beschehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Letzlichen sover Ir Ehrwürden das im Closter ligende Pleyerzt noch nicht nach dem Hof (= Mariahof) gesannt, das sie es morgen oder Erdag wollen dahin verschaffen, dann ich solches künfftigen Mitwoch gewiß abhoiien zu lassen bedacht. Auf dißmahl anders nichts Neus, dann Euer Ehrwürden ich mich zu dero Ehrwürden iederzeit befehlen thue.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Friesach den 29. Octobris Anno 1628.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Euer Ehrwürden dienstgevlißner''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Fischer''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''m. p.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Walter BRUNNER: Anfänge der bergmännischen Sprengtechnik in der Steiermark; in: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft von Ruep Meytesperger ist leider nichts bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass er vorher im näheren Umfeld von Caspar Weindl tätig war, da er so seine Kenntnisse als „Sprengkundiger“ sammeln konnte. Wichtig ist aber, dass in dem Brief sowohl die Verwendung von Bohrern als auch die Tiefe der Bohrlöcher erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich durch die Abwanderung von protestantischen Bergleuten aus Graslitz, wurde diese Technologie in den Harz gebracht, wo im Jahr 1632 in Clausthal die erste Sprengung erfolgt sein soll. Entsprechende Abrechnungen für Pulver sind aber erst ab dem Jahr 1634 belegt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Bohren und Schießen ist zuerst Anno 1632 auf den Clausthalschen Bergwerken aufgekommen, anfangs aber gar sparsam gebraucht worden, wie daher abzunehmen, daß man vor dem 1634sten Jahre kein Pulver in den wöchentlichen Anschnitten (Bergrechnungen) berechnet findet, wie nachhero.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Clausthal aus verbreitete sich diese Technologie weiter und wurde durch Caspar Morgenstern nach Freiberg in Sachsen gebracht, wo sie im Jahr 1643 nachweislich angewendet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Die Sprengarbeit in den Gruben ward, wie geschichtskundig, erst im Jahre 1627 aus Ungarn nach Teutschland versetzt, nach Gräßlit'z in Böhmen, kam von da auf den Harz und von diesem im Jahre 1643 durch Caspar Morgenstern nach Sachsen. Dieser Bergmann gab auf den Freyberger Gruben das Bohren mit eisernen Bohrern und Schießen zuerst an und beschäftigte sich anfangs blos neben der Schicht damit, indem man im Jahre 1644 z. B. auf der Grube Hohe Birke obere 9te bis l0te Maas im Quartal Reminiscere l n. 3 Gr. für 32 Zoll zu bohren nach seiner Schicht, sowie 6 Gr. für 2 Schichten die Löcher anzustecken (anzubrennen und wegzuschiessen) verschrieb. Im Jahre 1644 bis Ende 1652 gab sich Caspar Morgenstern sodann blos mit Bohren und Scbiessen auf genannter Grube ab, welchem Michael Eämler und Hans Werlich, nachdem Morgenstern ins Gnadengeld gesetzt worden, bis zum Jahre 1658. nachfolgten; von dieser Zeit an mußte jeder Häuer sein Loch bohren und anstecken und erhielt für jeden Schuß drei Groschen Schießgeld.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Christian Wilhelm Fridrich SCHMID, Kurze Geschichte der Erfindung der Meisnischen Bergwerke und der Entwicklung ihrer Technik, Freiberg (ungedruckt) aus dem Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Harzer und Sächsische Bergleute verbreitet sich das Schießen bis Mitte des 18. Jahrhunderts weiter über ganz Europa.&lt;br /&gt;
Diese Technologie selber setzte sich aber nur sehr langsam, anfänglich als Unterstützung und später in Kombination mit der Schlägel- und Eisenarbeit durch. Ursachen für den schleppenden Einzug des Bohrens und Schießens waren neben politischen Gründen (30jähriger Krieg, Vertreibung und Pest, während dieser Zeit der Bergbau weitestgehende zum Erliegen kam) und der noch unausgereiften Technologie (unpraktische Bohrköpfe der Kronen- bzw. Kolbenbohrer), auch der hohe Personalbedarf (zwei- und dreimännisches Bohren) bei der Herstellung der großen Bohrlöcher sowie der nicht unerhebliche und teure Pulververbrauch. So wurde es lange Zeit, auch in großen Bergbaurevieren, nur auf einzelnen Gruben praktiziert und findet in der Literatur dieser Zeit kaum Erwähnung.&lt;br /&gt;
So schreibt BAADER zur Freiberger Grube „Hohe Birke“ folgendes:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Man trift hier noch auf alte Oerter, wo bey einer Höhe von ¾ Lachtern und des Ganges Mächtigkeit von 3 Zoll, 3 und 4 zweymännische drittehalb Zollstarke Bohrlöcher anstehen, und es lässt sich also leicht begreifen, wie gering der Nutzen gewesen seyn muß, den unter diesen Umständen die Sprengarbeit gewährte''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die wichtigsten Verbesserungen waren unstreitig die Einführung einmännischer Böhrer und das Lettenschiessen. Wärend letzteres vom Harze hierher kam, haben die Harzer (nach Calvör) den einmännischen Bohrer von den Sachsen angenommen. Das Schiessen mit Zündern kam von Ungarn hierher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Der Einbruch vor Ort wurde zwar lange schon durch Schießen gemacht, aber den Ausschram auf Gängen glaubte man nur mit der Schlägel –und Eisenarbeit machen zu müssen.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: D. BAADER der Jüngere: Beytrag zur Geschichte der Sprengarbeit in Sachsen, im Bergmännisches Journal 1790 von Alexander Wilhelm KÖHLER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Reduzierung des Bohrlochdurchmessers konnte ab Ende des 17. Jahrhunderts auch einmännische Bohrlöcher hergestellt und somit auch der Pulver- und Personalbedarf reduziert werden. Im 18. Jahrhundert wurden statt der Kronen- bzw. Kolbenbohrer verbesserte Handbohrer mit Meißelköpfen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist ein Auszug aus der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669. Dort wird beschrieben, auf was die Steiger bei der Arbeit mit Pulver zu achten haben. Dabei wird auch erwähnt, dass die Häuer scheinbar schon länger vermehrt Bohren und Schießen und deswegen den Umgang mit Schlägel und Eisen nicht mehr so recht beherrschen. Dies kann man als Hinweis darauf deuten, dass das Schießen sich im Geltungsbereich dieser Bergordnung intensiv betrieben wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Vom Unterschied der Arbeit, mit Pulver''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weil die Stroßen in den Gruben unterschiedlich, soll jeder Grubensteiger seine Stroßen zum öftern bebauen, und deren Gelegenheit wohl betrachten, daß wo er einigen Vortheil haben vermeinet, da daselbst mit Schlägel und Eisen, oder mit Keilhauen, Keil, Stück und Eisen abzubrechen, soll er auf solchen Stroßen nicht straks bohren, und das Pulver unnöthiger Weise verschießen laßen, wie dann die Häuer seit dem das Schießen aufgekommen, sich der rechten Bergmanns-Arbeit, Schlägel und Eisen zu gebrauchen, und wie daßelbe anzubringen, entwöhnet, und nur auf das Bohren sich begeben, daß auch wohl vielmahl unnöthiger Weise geschossen, und an den Oertern eine Wand gesprengt wird, der wohl mit Gezäu Abbruch geschehen können.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669 findet man eine Passage, die das Schießen aus dem Ganzen, also aus dem unveritzten Gebirge sowie die Verwendung von Patronen beschreibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, …“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1725 im sächsischen Bergbau das „Schießen aus dem Ganzen“ erfolgreich erprobt. Dabei wurde durch das Anlegen mehrerer paralleler Bohrlöcher erst ein Einbruch geschossen, in dessen Hohlraum dann der Rest gesprengt wurde. Die Lunten der einzelnen Sprengladungen wurden dabei gleichzeitig gezündet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Somit konnte die Sprengkraft optimal ausgenutzt und die Vortriebsleistung gesteigert werden. Im Jahr 1740 wurde dann durch die Stollnordnung des Kurfürst Friedrich August II. das ''&amp;quot;nutzbarliche Schießen aus dem Ganzen&amp;quot;'' eingeführt. Der Vortrieb von Stolln und Strecken erfolgte nun durch Sprengung auf dem ganzen Querschnitt und löste die Schlägel- und Eisenarbeit weitestgehend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2666</id>
		<title>Bohren und Schießen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohren_und_Schie%C3%9Fen&amp;diff=2666"/>
				<updated>2012-09-19T12:12:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Bohren und Schießen''' war eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der durch das manuelle anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver eine deutliche Erhöhung der Vortriebs- und Abbauleistung gegenüber der [[Schlägel- und Eisenarbeit]] erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische [[Gezähe]] des Bohrens und Schießens war der [[Bohrer]], der [[Schlägel|Fäustel]], der [[Krätzer]], der [[Lettenstampfer]] und die [[Räumnadel]]. Beim Schießen mittels [[Schießpflock]] wurden zusätzlich noch [[Schießpflock|Schießpflöcke]] und [[Schießspreize]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Technologie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist gab der Steiger die Stelle vor, wo das Bohrloch angelegt werden sollte. Anschließend wurde in das Gestein eine kleine Vertiefung geschlagen und darin der Anfangsbohrer angesetzt. Mit den im [[Bohrpos]] vorhandenen Bohrern konnte nun das Bohrloch hergestellt werden. Dabei wurde der Bohrer wurde dabei nach jedem zweiten Schlag mit dem Fäustel leicht gedreht (umgesetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bohrgrus (Bohrmehl) wurde mit Wasser feucht gehalten, das in einem kleinen Holzgefäß ([[Bohrtrog]]) aufbewahrt wurde. Das letzte Stück wurde meist ohne Wasser gebohrt, damit man das Bohrloch im Anschluss besser trocken bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Krätzer]] wurde das Bohrgrus herausgeholt. Eine über das Bohrloch gelegte Lederscheibe mit einem Loch in der Mitte ([[Bohrdeckel]]) verhinderte das Herausspritzen des breiigen Bohrkleins. Am Schluss wurde durch den Ring am oberen Ende der Krätzers ein [[Bohrlappen]] gesteckt und mit ihm das Bohrloch trocken gewischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde die pulvergefüllte [[Patrone]] mit der Räumnadel aufgespießt und in das Bohrloch geschoben. Nach Einbringen eines Pfropfens aus Papier, Holz oder anderen Material (vormals wurden [[Schießpflock|Schießpflöcke]] verwendet) über der Patrone, wurde das Bohrloch mit [[Besatz]] oder [[Wolger]]n gefüllt und unter Zuhilfenahme des [[Schlägel|Fäustels]] sowie des [[Lettenstampfer]]s, dessen Hohlkehle an der Nadel liegt, mit Anfangs leichten und später kräftigen Schlägen der Besatz verdichtet. Letztendlich wurde das Bohrloch noch mit [[Letten]] verschmiert und die Räumnadel vorsichtig aus dem Bohrloch herausgetrieben, in dem eine [[Bohrer|Bohrstange]] durch den Ring der Bohrnadel gesteckt und leicht darauf geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
In den so bis zur Patrone entstandenen Zündkanal wurde nun der [[Halm]] als Zünder gesteckt. An das aus dem Bohrloch herausstehende Ende des Halmes wurde nun das [[Schwefelmännchen]], ein mit Schwefel getränkter Wollfaden, angebracht und mit der Öllampe entzündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geschichtliche Entwicklung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Sprengens in Bergwerken ist gerade für die Anfangszeit schwer urkundlich zu belegen. Da diese Technologie aber in Agricolas „De Re Metallica“ nicht beschrieben ist kann man davon ausgehen, dass ihm diese auch nicht bekannt war und somit in der Zeit vor 1550 nicht im mitteleuropäischen Bergbau zur Anwendung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lag natürlich nahe, sich die explosive Kraft des Pulvers auch im Bergbau zu Nutze zu machen und somit wird es sicherlich auch viele Versuche gegeben haben, die nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Es ist auch anzunehmen, dass man anfänglich die Ladung in Klüften oder im Schram anbrachte bzw. versuchte, in den Schram hineinzuschießen. Erfolgreich wurde diese Technologie aber erst, als man die Ladungen in eigens dafür hergestellten Bohrlöchern zur Explosion brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Staatsarchiv von Venedig wurde im Jahr 1959 ein Bericht des Generalvikars für den Bergbau der Republik Venedig gefunden, die auf erste untertägige Sprengungen hindeuten könnte. In diesem Bericht stand, dass Giovanni Battista Martinengo im Jahr 1573 einen Antrag auf Pacht von Gruben stellte und die Konzession zum Ausbeuten der Bergwerke in Schio bei Vincenza durch den „Rat der Zehn“ bekam, weil er 12% des Ertrages (üblich war der Zehnte) abführen wollte. Weiter heißt es in dem Bericht, dass ''„dieser Mann, nicht so arbeitete, wie man es normalerweise gewohnt war, nämlich zunächst das Gewölbe zu stützen und dann nach und nach vor zutreiben, um das Material herauszuholen. Er tat dies auf ganz ungewöhnliche Weise dadurch, dass er mit Hilfe von Schwarzpulver ein kleines Loch in den Berg machte, um ihn mit Gewalt aufzubrechen und auf diese Weise zu erfahren, was in ihm verborgen war.&amp;quot;''. Ebenso wurde in diesem Bericht erwähnt, dass Martinengo nach einigen Jahren erfolgloser Tätigkeit verschwunden sei. (Heinz Walter WILD, Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau; Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden: Stiftung Bergbaumuseum Schmelzboden-Davos, November 1984, 8. Jahrgang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Einführung des Schießens wird auch immer wieder der Freiberger Oberbergmeister Martin Weigel und das Jahr 1613 genannt. Diese Aussagen beziehen sich jedoch auf einen Freiberger Ausbeutebogen vom Quartal Trinitatis 1715, auf dem folgender Text zu finden ist:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„In der 11. Wo. dieses qvartals ist Samuel Wiedner / Unter-Steiger auf St. Anna und Alt-Väter Fgrb. an der Halßbrücke / nachdem der von ihn angelegte Schuß sich etwas verhalten / und er wieder dazu fahren wollen/vom Schuß ergrieffen und ums Leben kommen. Das Bohren und Schiessen auf den Gestein ist anno 1613. von Martin Weigeln Ober-Bergmeistern allhier erfunden worden / und wurden anfangs Pflöcke dazu gebraucht / und in die Bohr-Löcher getrieben / seit etlich 30. Jahren aber ist solches viel sicherer und leichter mit Letten verrichtet worden. Auch hat man nunmehro hiesiges Ortes gewisse kleine Hand-Bohrer introduciret / durch welche die Häuer dem festen Gestein / mit sonderlichen Vortheil / grossen Abbruch thun können.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anmerkung führte wohl dazu, dass August Beyer in „Das gesegnete Markgrafthum Meissen“ (Dresden, 1732), in dem die Ausbeutezahlen von 1529 bis 1729 aufgeführt werden, neben den Ausbeutezahlen des Jahres 1613 schrieb:&amp;lt;br /&amp;gt;''„In diesen Jahr hat Martin Weigold das Bohren im Gestein mit dem Pflock zu schießen erfunden.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätere Autoren übernahmen diese Aussage, ohne sie in irgendeiner Form urkundlich belegen zu können und verwiesen auf Beyer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen Zeit sind keine Dokumente aus der Zeit um 1613 bekannt, die diese Aussage belegen können. Es stellt sich auch die Frage, warum eine so bedeutende Neuerung erst 14 Jahre später von einem anderen Ort aus ihren Siegeszug antreten sollte und erst 30 Jahre später in Freiberg Einzug hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1617 gibt es aus Lothringen Belege, die auf Sprengungen mittels Schwarzpulver in den Bergwerken von Le Thillot hindeuten könnten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Rechnung für das 4. Quartal 1617 (Comptes trimestriels des mines du Thillot. Année 1617), die im Archive des Départements von Meurthe-et-Moselle. Archiv-Nr.: B 8366 vorhanden ist, wird Schwarzpulver aufgeführt. So wurde im 4. Quartal 1617 die Ausgabe von 9 Francs und 6 Gros für eine nicht näher präzisierte Menge von Pulver aufgeführt, um&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„zu schießen in dem Bergwerk und um den Felsen zu sprengen.“''. (Francis PIERRE: Les mines de cuivre et d’argent de la haute Moselle. Apparition et évolution des techniques de percement à la poudre noire. Le Thillot (Vosges). In: Lotharingia. T. 5. Nancy 1993).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch für folgende Quartale sind Abrechnungen über Schwarzpulver vorhanden. Allerdings deutet der ziemlich geringe Betrag von 9 Francs und 6 Gros auf eine ebenso geringe Menge an verwendeten Schwarzpulver (etwa 4 Pfund) und somit nicht auf eine kontinuierlicher, eher auf einen selektiven oder versuchsweisen Einsatz hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wirklich urkundlich belegt sind die Sprengungen am 08. Februar 1627 im „Ober Piberstolln“ in Schemnitz, die durch den Tiroler Caspar Weindl durchgeführt wurde. So findet sich im Schemnitzer Berggerichtsbuch von 1627 folgender Eintrag:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''&amp;quot;Adi 8. Februari, dits 1627 Jars, hat die Gancz Löblich Gewerkschafft beim hauptperkhwerch Ober Piberstolln, Ihr Kai: Mai: perggericht zur Schembnitz zur Einfart wegen des Casper Weindlesz Sprengwerch solches in Augenschein zu nehmen, ob es dem Gezimerwerch durch dasz schiessen schedlich sein mechte, in beratschlagung zu ziehen begrueszt, Über solchen eingenommenen Augenschein, vnd in Gegenwart der Ambtleut, Sowol des Perggerichts, beschehenen Schusz hat sichs befunden, dasz dieses Sprengwerch wol fürzunehmen sei, vnd nichts schedlichs causirn werde, ob zu Zeitten gleich ein Rauch entstehet, vergeet er doch in ainer Viertl Stundt, vnd ist den hewern ohne schaden, nimbt auch viel böses Wetter mit sich wegkh, Aber offt zu schiessen, würde es nit thuen, denn es würde die anderen Khüren im Arzthauen vnd Geföl, wenn Sie offt sollen stilhalten, verhintern, Aber für Rahtsamb war, die weillen im Danielschlag schöne Anbrüch vorfanden, die aber Zimblich fesst, doch keine heuer die man zuelegen mechte vorhanden sein, daselbst So wol in den Schächten vnnd Stolwenten auf der Soolen liesz sich dasz Sprengwerch gar wol an.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weiter ist dermallen Caspar Sprenger befragt worden, ob er diese Örtter im Danielschlag wollte zu Lehenschafft annemben, Weil das ainczige Ortt im tieffisten, den Vncosten mit dem Sprengen nicht ertragen würde, hierüber meldt solcher, wenn man Ime 40 oder 50 guette Heuer gibt, So traue er Ihme diese Örter gar wol mit der Herren Gewerckhen guetten Nuczen zu Lehenschafft anzunemben. Auf solch sein erpieten wird Ime Caspar darauf geantwort: Weil im Tieffisten viel Örtter aus Mangel Heier feiern müssen vnnd dits Orts allein ein 40 Heier von Nöten, vnd sein doch keine vorfanden, ob man nit Mitl haben könne, Soviel Heier etwo von anderen Darauf meldt Caspar, wann man den Uncossten, der darauf geen würde, nit ansehen, noch Sparen wolt, vnnd Ime ainen Paszbrieff von Ihr Kai: Mai: ausbringen vnd ertailen würde, trauet er Ime gar wol ausz Tyroll ain anzahl guetter Heier, zu Nottdurfft an solche Örtter als in das Tieffeste, Danielschlag, hintern Künsten, Schächten, Stolwant, an der Sol: vnnd andere Örtter zue zu weitten vnd ins werkh zusetzen herein zu bringen. Souil thuet das Kaiserlich Perggericht ain Gancze Löbliche Gewerckhschaft berichten, welche ohne maszgeben auf solcher verern beratschlagungen des Caspar Sprengers Zuesagen : Vnnd erpietten ins Werckh zuseczen wissen werden,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Datum Schembnicz den 16 Februari A. 1627.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Putscher Pergkmaister'',&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Caspar Pistorius,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Chri: Spilberger, Pergkgerichtsschreiber.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wurde kann man davon ausgehen, dass es sich hier um Sprengungen handelt, bei denen Bohrlöcher angefertigt wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Caspar Weindl, der den Beinahmen „Sprenger“ erhielt, war vor der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz, auf den in Tirol liegenden Bergwerken des Grafen Montecuccoli tätig, des Oberstkammergrafen von Schemnitz (Quelle: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass er bereits im Vorfeld der erfolgreichen Sprengung in Schemnitz schon Versuche mit dieser Technologie in Schemnitz selber und in Tiroler Bergwerken unternahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue, nun erfolgreich angewandte Technologie, verbreitete sich schnell. So kam sie wohl schon im gleichen Jahr in den Kupfergruben im böhmischen Graslitz zum Einsatz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Erst im Jahre 1627 wurde aus Ungarn die Schießarbeit auf den Graslitzer Kupferwerken eingeführt, nach den vorhandenen abgeschossenen Bohrlöchern zu schließen - die zweimännische; doch hatte diese Verbesserung von keinem tiefgreifenden Einflüsse auf den dortigen Bergwerksbetrieb mehr sein können, da noch In demselben Jahre das Religlonsedict einen sehr  großen Teil der Einwohner von Graslitz, weil sie Protestanten waren, zur Auswanderung nöthigte.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Konstantin von NOWICKI „Die Wiedergewältigung des alten Kupferbergbaues von Graslitz in Böhmen“, Prag 1862)&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1628 gibt es im Stiftsarchiv St. Lambrecht einen Brief, der die Entsendung des Sprengkundigen Ruep Meytesperger in die Eisenstein- und Hittracherzgruben des Stiftes St. Lambrecht in der Steiermark beschreibt. Meytesperger soll den dortigen Arbeitern das Sprengen zeigen und diese darin unterrichten. Der Brief vom 29. Oktober 1628 von Georg Fischer aus Friesach an P. Andreas von St. Lambrecht hat folgenden Inhalt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ehrwürdig Edler und Wohlgelehrter Herr etc. Euer Ehrwürden seindt mein gantz gevlißne Dienst iederzeit bevohr.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Auf abgeredt und verlaßner massen vor dreyer tagen übersende Euren Ehrwürden etc. ich hiemit zeigern Ruep Meytespergern sambt andern zween guetter Pergkarbeiter zu belegung des Pleyglantzes und Hütrauch Erzt, denen zweyen wollen sie wöchentlich per 1 il iedem Cost oder gelt sambt Liechter und Eißen, wie der Meytesperger derselben anzaigen wirdt, ervolgen lassen, welche er Meydtesperger an die arbeit selbst anordnen und sobalt ich wider zu Hauß komb, sol ihnen nach dem Centner oder Kübl verdingt werden, damit Ihr Ehrwürden von ihnen nicht alle wochen uberlauffen werden, mögen sie ihnen (doch ohne maßgebung) auf etliche wochen die Cost ervolgen lassen, dann ihnen wol zu trauen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Dem Meytesperger aber hab ich selbst Zehrung ertheilt, würdt ungevor ein Tag 8 oder mehr drüben verbleiben und dennen arbeitern bei dem Eißenstein- sowohl bei dem Hüttrauch Erzt das Sprenngen zeigen und underrichten (deme sie uf sein begehren Pulffer preperieren und die schüß zu 8, 10 oder 12 Lot machen, wie er begern würdt, sowohl nach seinen angeben 2 oder dreierlei Porer den Schmidt verfertigen lassen, und würdt hiemit gedachter Meitesperger an seinen Vleiß nichts ermindern lossen. Wollen Ihr Ehrwürden denen arbeitern, so das Sprenngen von Ihme sehen und lehrnen, anzaigen, daß sie ihme treulich volgen und behuetsambt darmit umbgehen. Weil auch in den grueben bei dem Eißenstein auch zu sprenngen guete gelegenheit, soll Er sie auch daselbsten anweißen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Es haben Ihr Gnaden vor Irem abreißen dem Hanßen im Pach in meinem beisein schlecht hackhenpulffer zu machen bevohlen, das wollen Sie darzue preperieren und das Scheiben Pulffer, weil es noch so teuer, sparen, würdt dennoch störkher als das guete worden.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
''Dem Meydesperger hab ich auch under andern bevohlen, in die grueben hinder dem Closster, davon ich einen schwardtzen schüffer mit herüber gefürt, zu fahren und denn augenschein einzunehmen, weil der stein Vitriolismum, würdt darinnen ein gantzer Vitriol viß zu finden sein, der zu Colnierung deß Eißens tauglich sein würdt, noch biß dato hab ichs, weil ich kein Floßeißen noch nicht empfanngen, kein prob machen khönnen, darumben auch Ir Hochwürden und Gnaden ich noch nichts zuschreiben kann, soll aber zu meiner widerkunft förderlichen beschehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Letzlichen sover Ir Ehrwürden das im Closter ligende Pleyerzt noch nicht nach dem Hof (= Mariahof) gesannt, das sie es morgen oder Erdag wollen dahin verschaffen, dann ich solches künfftigen Mitwoch gewiß abhoiien zu lassen bedacht. Auf dißmahl anders nichts Neus, dann Euer Ehrwürden ich mich zu dero Ehrwürden iederzeit befehlen thue.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Friesach den 29. Octobris Anno 1628.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Euer Ehrwürden dienstgevlißner''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Georg Fischer''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''m. p.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Walter BRUNNER: Anfänge der bergmännischen Sprengtechnik in der Steiermark; in: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft von Ruep Meytesperger ist leider nichts bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass er vorher im näheren Umfeld von Caspar Weindl tätig war, da er so seine Kenntnisse als „Sprengkundiger“ sammeln konnte. Wichtig ist aber, dass in dem Brief sowohl die Verwendung von Bohrern als auch die Tiefe der Bohrlöcher erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich durch die Abwanderung von protestantischen Bergleuten aus Graslitz, wurde diese Technologie in den Harz gebracht, wo im Jahr 1632 in Clausthal die erste Sprengung erfolgt sein soll. Entsprechende Abrechnungen für Pulver sind aber erst ab dem Jahr 1634 belegt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Bohren und Schießen ist zuerst Anno 1632 auf den Clausthalschen Bergwerken aufgekommen, anfangs aber gar sparsam gebraucht worden, wie daher abzunehmen, daß man vor dem 1634sten Jahre kein Pulver in den wöchentlichen Anschnitten (Bergrechnungen) berechnet findet, wie nachhero.&amp;quot;'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Dieses Schiessen ist vormals An. 1627. Aus Ungarn in Teutschland herein komen / uffn Größlatz / so dan nach dem Harz-Gebirge gebracht worden / von welchen Oerthen es sich allenthalben ausgebreitet hat.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Clausthal aus verbreitete sich diese Technologie weiter und wurde durch Caspar Morgenstern nach Freiberg in Sachsen gebracht, wo sie im Jahr 1643 nachweislich angewendet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Die Sprengarbeit in den Gruben ward, wie geschichtskundig, erst im Jahre 1627 aus Ungarn nach Teutschland versetzt, nach Gräßlit'z in Böhmen, kam von da auf den Harz und von diesem im Jahre 1643 durch Caspar Morgenstern nach Sachsen. Dieser Bergmann gab auf den Freyberger Gruben das Bohren mit eisernen Bohrern und Schießen zuerst an und beschäftigte sich anfangs blos neben der Schicht damit, indem man im Jahre 1644 z. B. auf der Grube Hohe Birke obere 9te bis l0te Maas im Quartal Reminiscere l n. 3 Gr. für 32 Zoll zu bohren nach seiner Schicht, sowie 6 Gr. für 2 Schichten die Löcher anzustecken (anzubrennen und wegzuschiessen) verschrieb. Im Jahre 1644 bis Ende 1652 gab sich Caspar Morgenstern sodann blos mit Bohren und Scbiessen auf genannter Grube ab, welchem Michael Eämler und Hans Werlich, nachdem Morgenstern ins Gnadengeld gesetzt worden, bis zum Jahre 1658. nachfolgten; von dieser Zeit an mußte jeder Häuer sein Loch bohren und anstecken und erhielt für jeden Schuß drei Groschen Schießgeld.&amp;quot;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: Christian Wilhelm Fridrich SCHMID, Kurze Geschichte der Erfindung der Meisnischen Bergwerke und der Entwicklung ihrer Technik, Freiberg (ungedruckt) aus dem Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jahrgang 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Harzer und Sächsische Bergleute verbreitet sich das Schießen bis Mitte des 18. Jahrhunderts weiter über ganz Europa.&lt;br /&gt;
Diese Technologie selber setzte sich aber nur sehr langsam, anfänglich als Unterstützung und später in Kombination mit der Schlägel- und Eisenarbeit durch. Ursachen für den schleppenden Einzug des Bohrens und Schießens waren neben politischen Gründen (30jähriger Krieg, Vertreibung und Pest, während dieser Zeit der Bergbau weitestgehende zum Erliegen kam) und der noch unausgereiften Technologie (unpraktische Bohrköpfe der Kronen- bzw. Kolbenbohrer), auch der hohe Personalbedarf (zwei- und dreimännisches Bohren) bei der Herstellung der großen Bohrlöcher sowie der nicht unerhebliche und teure Pulververbrauch. So wurde es lange Zeit, auch in großen Bergbaurevieren, nur auf einzelnen Gruben praktiziert und findet in der Literatur dieser Zeit kaum Erwähnung.&lt;br /&gt;
So schreibt BAADER zur Freiberger Grube „Hohe Birke“ folgendes:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Man trift hier noch auf alte Oerter, wo bey einer Höhe von ¾ Lachtern und des Ganges Mächtigkeit von 3 Zoll, 3 und 4 zweymännische drittehalb Zollstarke Bohrlöcher anstehen, und es lässt sich also leicht begreifen, wie gering der Nutzen gewesen seyn muß, den unter diesen Umständen die Sprengarbeit gewährte''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die wichtigsten Verbesserungen waren unstreitig die Einführung einmännischer Böhrer und das Lettenschiessen. Wärend letzteres vom Harze hierher kam, haben die Harzer (nach Calvör) den einmännischen Bohrer von den Sachsen angenommen. Das Schiessen mit Zündern kam von Ungarn hierher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Der Einbruch vor Ort wurde zwar lange schon durch Schießen gemacht, aber den Ausschram auf Gängen glaubte man nur mit der Schlägel –und Eisenarbeit machen zu müssen.“''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: D. BAADER der Jüngere: Beytrag zur Geschichte der Sprengarbeit in Sachsen, im Bergmännisches Journal 1790 von Alexander Wilhelm KÖHLER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Reduzierung des Bohrlochdurchmessers konnte ab Ende des 17. Jahrhunderts auch einmännische Bohrlöcher hergestellt und somit auch der Pulver- und Personalbedarf reduziert werden. Im 18. Jahrhundert wurden statt der Kronen- bzw. Kolbenbohrer verbesserte Handbohrer mit Meißelköpfen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist ein Auszug aus der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669. Dort wird beschrieben, auf was die Steiger bei der Arbeit mit Pulver zu achten haben. Dabei wird auch erwähnt, dass die Häuer scheinbar schon länger vermehrt Bohren und Schießen und deswegen den Umgang mit Schlägel und Eisen nicht mehr so recht beherrschen. Dies kann man als Hinweis darauf deuten, dass das Schießen sich im Geltungsbereich dieser Bergordnung intensiv betrieben wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Vom Unterschied der Arbeit, mit Pulver''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Weil die Stroßen in den Gruben unterschiedlich, soll jeder Grubensteiger seine Stroßen zum öftern bebauen, und deren Gelegenheit wohl betrachten, daß wo er einigen Vortheil haben vermeinet, da daselbst mit Schlägel und Eisen, oder mit Keilhauen, Keil, Stück und Eisen abzubrechen, soll er auf solchen Stroßen nicht straks bohren, und das Pulver unnöthiger Weise verschießen laßen, wie dann die Häuer seit dem das Schießen aufgekommen, sich der rechten Bergmanns-Arbeit, Schlägel und Eisen zu gebrauchen, und wie daßelbe anzubringen, entwöhnet, und nur auf das Bohren sich begeben, daß auch wohl vielmahl unnöthiger Weise geschossen, und an den Oertern eine Wand gesprengt wird, der wohl mit Gezäu Abbruch geschehen können.“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in der ''Churköllnischen Bergordnung'' vom 02. Januar 1669 findet man eine Passage, die das Schießen aus dem Ganzen, also aus dem unveritzten Gebirge sowie die Verwendung von Patronen beschreibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„An den Stroßen nun, darinn kein Schram, sondern alles aus dem Ganzen, oder da die Löcher mit Hölzernen, oder ledernen Patronen geladen, und das Ertz aus dem Wasser geschossen werden müßte, sollen die Steiger sonderlich gute Vorsichtigkeit mit Anweisung der Löcher halten, daß sie nicht zu stark oder zu schwach in die Stroße gebohrt, …“'' (Wagner, T. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(28)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1725 im sächsischen Bergbau das „Schießen aus dem Ganzen“ erfolgreich erprobt. Dabei wurde durch das Anlegen mehrerer paralleler Bohrlöcher erst ein Einbruch geschossen, in dessen Hohlraum dann der Rest gesprengt wurde. Die Lunten der einzelnen Sprengladungen wurden dabei gleichzeitig gezündet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Somit konnte die Sprengkraft optimal ausgenutzt und die Vortriebsleistung gesteigert werden. Im Jahr 1740 wurde dann durch die Stollnordnung des Kurfürst Friedrich August II. das ''&amp;quot;nutzbarliche Schießen aus dem Ganzen&amp;quot;'' eingeführt. Der Vortrieb von Stolln und Strecken erfolgte nun durch Sprengung auf dem ganzen Querschnitt und löste die Schlägel- und Eisenarbeit weitestgehend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohrtrog&amp;diff=2665</id>
		<title>Bohrtrog</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohrtrog&amp;diff=2665"/>
				<updated>2012-09-19T12:08:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Bohrtrog''' (auch Bohrstutz, Trögel) war ein kleines Holzgefäß zur Aufbewahrung des Wassers, mit welchem das Bohrgrus (Bohrmehl) beim [[Bohren und Schießen|Bohren]] feucht gehalten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Der Bohrtrog – Bohrstutz – dient um das zum Bohren nöthige Wasser nach dem orte des Bedarfs zu bringen und vorräthig zu halten, weil nehmlich, wie bekannt, in manchen Bauen über und selbst unter dem Stolln eine solche Trockenheit herrscht, dass das Wasser zum Bohren oft weit herbei geholt werden muss, wozu dann ein leichters, wohlfeileres und dauerhafteres Gefäs gehört, als die gewöhnlichen grosen, oft sehr unbehülflichen Schöpfgefäse sind; obschon man sich auch ihrer hier und da bedient.&amp;lt;br /&amp;gt;''&lt;br /&gt;
''Dieser Bohrtrog (mehrentheils vorzugsweise nur das Trögel genannt) besteht aus einem wirklichen kleinen, im Lichten etwa 3 - 4 Zoll weiten, eben so tiefen, 8 - 9 Zoll langen hölzernen, aus einem Stücke geschnittener Troge.“''&lt;br /&gt;
(Gätzschmann, M. F. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(24)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bohrtrog&amp;diff=2664</id>
		<title>Bohrtrog</title>
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				<updated>2012-09-19T12:08:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Bohrtrog''' (auch Bohrstutz, Trögel)war ein kleines Holzgefäß zur Aufbewahrung des Wassers, mit welchem das Bohrgrus (Bohrmehl) beim [[Bohren und Schießen|Bohren]] feucht gehalten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Der Bohrtrog – Bohrstutz – dient um das zum Bohren nöthige Wasser nach dem orte des Bedarfs zu bringen und vorräthig zu halten, weil nehmlich, wie bekannt, in manchen Bauen über und selbst unter dem Stolln eine solche Trockenheit herrscht, dass das Wasser zum Bohren oft weit herbei geholt werden muss, wozu dann ein leichters, wohlfeileres und dauerhafteres Gefäs gehört, als die gewöhnlichen grosen, oft sehr unbehülflichen Schöpfgefäse sind; obschon man sich auch ihrer hier und da bedient.&amp;lt;br /&amp;gt;''&lt;br /&gt;
''Dieser Bohrtrog (mehrentheils vorzugsweise nur das Trögel genannt) besteht aus einem wirklichen kleinen, im Lichten etwa 3 - 4 Zoll weiten, eben so tiefen, 8 - 9 Zoll langen hölzernen, aus einem Stücke geschnittener Troge.“''&lt;br /&gt;
(Gätzschmann, M. F. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(24)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Bohrtrog''' (auch Bohrstutz, Trögel)war ein kleines Holzgefäß zur Aufbewahrung des Wassers, mit welchem das Bohrgrus (Bohrmehl) beim [[Bohren und Schießen|Bohren]] feucht gehalten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„''Der Bohrtrog – Bohrstutz – dient um das zum Bohren nöthige Wasser nach dem orte des Bedarfs zu bringen und vorräthig zu halten, weil nehmlich, wie bekannt, in manchen Bauen über und selbst unter dem Stolln eine solche Trockenheit herrscht, dass das Wasser zum Bohren oft weit herbei geholt werden muss, wozu dann ein leichters, wohlfeileres und dauerhafteres Gefäs gehört, als die gewöhnlichen grosen, oft sehr unbehülflichen Schöpfgefäse sind; obschon man sich auch ihrer hier und da bedient.&lt;br /&gt;
Dieser Bohrtrog (mehrentheils vorzugsweise nur das Trögel genannt) besteht aus einem wirklichen kleinen, im Lichten etwa 3 - 4 Zoll weiten, eben so tiefen, 8 - 9 Zoll langen hölzernen, aus einem Stücke geschnittener Troge.“''&lt;br /&gt;
(Gätzschmann, M. F. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(24)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

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		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: Die Seite wurde neu angelegt: „Der '''Bohrtrog''' war ein kleines Holzgefäß zur Aufbewahrung des Wassers, mit welchem das Bohrgrus (Bohrmehl) beim Bohren feucht ge…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Bohrtrog''' war ein kleines Holzgefäß zur Aufbewahrung des Wassers, mit welchem das Bohrgrus (Bohrmehl) beim [[Bohren und Schießen|Bohren]] feucht gehalten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Bohrtrog – Bohrstutz – dient um das zum Bohren nöthige Wasser nach dem orte des Bedarfs zu bringen und vorräthig zu halten, weil nehmlich, wie bekannt, in manchen Bauen über und selbst unter dem Stolln eine solche Trockenheit herrscht, dass das Wasser zum Bohren oft weit herbei geholt werden muss, wozu dann ein leichters, wohlfeileres und dauerhafteres Gefäs gehört, als die gewöhnlichen grosen, oft sehr unbehülflichen Schöpfgefäse sind; obschon man sich auch ihrer hier und da bedient.&lt;br /&gt;
Dieser Bohrtrog (mehrentheils vorzugsweise nur das Trögel genannt) besteht aus einem wirklichen kleinen, im Lichten etwa 3 - 4 Zoll weiten, eben so tiefen, 8 - 9 Zoll langen hölzernen, aus einem Stücke geschnittener Troge.“&lt;br /&gt;
(Gätzschmann, M. F. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(24)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

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		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2661</id>
		<title>Bergwörterbuch</title>
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				<updated>2012-09-19T12:05:36Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: /* B */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Inhaltsverzeichnis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== A ====&lt;br /&gt;
* [[Abbau]]: Vorgang des [[Lösen]]s von [[Mineral]]ien aus einer [[Lagerstätte]], aber auch der Ort, an dem dies geschieht.&lt;br /&gt;
* [[Abbaue]]:  Orte, an denen der [[Abbau]] stattfindet.&lt;br /&gt;
* [[Abbaurichtung]]: Hauptrichtung, in der ein [[Lagerstätte]]nanteil mittels des jeweiligen [[Abbauverfahren]]s in Angriff genommen wird.&lt;br /&gt;
* [[Abbaustoß]]: Angriffsfläche für den [[Abbau]].&lt;br /&gt;
* [[Abbaustrecke]]: Horizontaler [[Grubenbau]] in der [[Lagerstätte]], der den [[Abbau]] begleitet.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverfahren]]: Technik, die im Bergbau dazu dient, eine [[Lagerstätte]] wirtschaftlich auszubeuten. Für jede Lagerstätte wird das jeweilige Abbauverfahren genau geplant.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverluste]]: Nicht abbaubare [[Lagerstätte]]ninhalte innerhalb eines [[Grubenfeld]]es, gerechnet in Prozent des anstehenden Lagerstätteninhaltes.&lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Abfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abfangen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abgang]] (oft im Plural, Abgänge): das Abfallmaterial aus einer ([[Erz]]-)[[Aufbereitung]]sanlage (engl. Tailings). Insbesondere im Steinkohlebergbau auch als [[Waschberg]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Abgeworfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Abkehren]]: Den Dienst aufgeben.&lt;br /&gt;
* [[Ablegen]]: Entlassen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Ablöser]]: Gesteinsbrocken, die sich von der [[Firste]] oder vom  [[Stoß]] ablösen und herunterfallen können oder bereits heruntergefallen sind.&lt;br /&gt;
* [[Abmuten]]: Bemühungen, den Freifall (ins Bergfreie fallen) eines [[Muten|gemuteten]] Bergwerkes mittels Antrag zu erreichen.&lt;br /&gt;
* [[Abortkübel]]: Auch Bergmannsklo genannt, ist ein Behälter mit verschließbarem Deckel, in dem die Bergleute Untertage ihre Notdurft verrichten.&lt;br /&gt;
* [[Abraum]]: Im Tagebau das die Lagerstätte überdeckende Gestein, von abräumen.&lt;br /&gt;
* [[Absaufen]]: Ungeplantes Volllaufen der Grubenbaue mit Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Abschlag]]: Vortrieb, der durch jeweils eine Sprengarbeit entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Absetzen]]: Im Tagebau das Aufschütten des Abraumes, oft mittels eines Absetzers; auch verkippen oder verstürzen genannt.&lt;br /&gt;
* [[Absetzig]]: &lt;br /&gt;
* [[Absinken]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abteufen]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abtreiben]]: auch [[bereißen]] oder ''berauben'': loses Gestein aus Sicherheitsgründen herunterreißen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbaufeldes]].&lt;br /&gt;
* [[Abwetter]]: Aus den Grubenbauen abgeleitete verbrauchte Luft.&lt;br /&gt;
* [[Ader]]: &lt;br /&gt;
* [[Akkulok]]:&lt;br /&gt;
* [[Alter Mann]]: Bereich, in dem der [[Abbau]] beendet ist. &lt;br /&gt;
* [[Altung]]:&lt;br /&gt;
* [[Anbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Anfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Anlegen]]: Einstellen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Anreichern]]: &lt;br /&gt;
* [[Anscharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Anschlagen]]: Beginn der Auffahrung (&amp;quot;einen [[Stollen|Stolln]] anschlagen&amp;quot;), aber auch Signalgebung bei der [[Förderung]] im [[Schacht]] durch den  [[Anschläger]], der die [[Fördertonne]]n ans Seil &amp;quot;anschlägt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* [[Anschläger]]: Bergmann, der im [[Füllort]] unter Tage und auf der [[Hängebank]] über Tage die [[Fördertonne]]n ans Seil anschlägt. Bedient die Signalanlage zur Verständigung mit dem Maschinisten.&lt;br /&gt;
* [[Anschnitt]]: Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben des [[Berggebäude]]s beim [[Bergamt]]. Der Anschnitt erfolgte in früheren Jahrhunderten mittels [[Kerbholz]].&lt;br /&gt;
* [[Anschnittbuch]] (auch ''Anschnittbogen''): Im [[Bergamt]] hinterlegtes Buch, in dem die [[Bergkosten]] der [[Grube]]n vermerkt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Anschnittregister]]: Auflistung der [[Bergkosten]] der [[Grube]], welche beim [[Bergamt]] zur Untersuchung vorgelegt werden musste.&lt;br /&gt;
* [[Anschützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Apophyse]]:&lt;br /&gt;
* [[Arschleder]]: Gesäßschutz des Bergmanns, insbesondere, wenn er auf dem Leder einfährt (über tonnlägige Schächte in den Berg rutscht). Hauptsächlich aber als Schutz vor Nässe und Kälte beim Sitzen, siehe auch: [[Kniebügel]].&lt;br /&gt;
* [[Assanisator]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Aufbereiten]]: Gewonnene Mineralien zerkleinern, sortieren, klassieren, anreichern und konzentrieren.&lt;br /&gt;
* [[Aufbruch]]: Von unten, von einer tieferen Sohle her, nach oben hergestellter vertikaler Grubenbau. Auch [[Überhauen]] genannt.&lt;br /&gt;
* [[Auffahren]]: Einen Grubenbau herstellen.&lt;br /&gt;
* [[Aufgehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufhauen]]: Eine in einer Lagerstätte aufwärts führende Strecke, z. B. Strebaufhauen zur Vorrichtung eines Strebbaus, Wetteraufhauen zur Wetterführung.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Auflassen]]: (Auflässig) Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbau]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Aufnehmen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsatteln]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsäubern]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufschliessen]]: Eine [[Lagerstätte]] durch ein neues Bergwerk zugänglich machen.&lt;br /&gt;
* [[Aufschluss]]: &lt;br /&gt;
* [[Öhr|Auge]]: Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[aufwältigen]]: Einen verbrochenen (eingestürzten) oder verfüllten Grubenbau wiederherstellen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbau]]: Abstützung innerhalb des Bergwerkes mittels verschiedener Materialien und Techniken.&lt;br /&gt;
* [[Ausbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbaugespann]]: Hydraulischer Schreitausbau, der aus zwei oder drei Ausbaurahmen besteht.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeissen]]: Auch ausgehen; bergmännisch für zu Tage kommen, sich verringern, verschmälern; ausgehendes Flöz: ein zu Tage sich verschmälerndes, selbst aufhörendes Flöz.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeute]]: Überschuss aus dem Ertrag eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeutebogen]]: Verzeichnis aller Zechen eines Bergbaureviers, die Gewinne abwarfen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbiss]]: Das Hervortreten einer Lagerstätte an der Tagesoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Ausblühen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbringen]]: Gesamte Rohförderung an nutzbaren Mineralien einer Grube.&lt;br /&gt;
* [[Ausfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausgehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushalten]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushieb]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskeilen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausklauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Auslängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Auspochen]] (auch Ausklopfen): Akustisches Signal zum Schichtende vom [[Steiger]] über Tage zu den Bergleuten im [[Schacht]] und dessen Weiterleitung durch Schläge mit dem [[Schlägel]] an den [[Stoß]] bis zu den [[Ort|Örtern]].&lt;br /&gt;
* [[Ausrichtung]]: Erschließung eines [[Grubenfeld]]es durch die Anlage von [[Schacht|Schächten]], [[Querschlag|Querschlägen]], [[Feldstrecke|Feld]]- und [[Richtstrecke]]n.&lt;br /&gt;
* [[Ausschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausschläger]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausstreichen]]: Flöz oder Gang streicht an der Erdoberfläche aus, d. h. schneidet die Erdoberfläche, und ist dort sichtbar; auch Ausbiß oder Ausgehendes genannt.&lt;br /&gt;
* [[Ausziehen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== B ====&lt;br /&gt;
* [[Bankrecht]] ist eine Senkrechte zum [[Streichen]] und [[Einfallen|Fallen]] einer Schichtenfolge.&lt;br /&gt;
* [[Barte]] (oder Bergbarte): Kleines Beil mit einer langen Spitze und einem langen Stiel, das zu festlichen Anlässen mitgeführt wird.&lt;br /&gt;
* [[Bau]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauhaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig|Bauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Befahrbar]]: &lt;br /&gt;
* [[Befahren]]: Begehung eines [[Stollen[[s, heute auch die generelle Begehung (Besichtigung) eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Beibrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegung]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnungsurkunde]]: Verleihungsurkunde, die bei der [[Verleihen|Verleihung]] einer [[Muten|gemuteten]] [[Grube]] in das [[Lehensbuch]] eingetragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Beleihen]]: &lt;br /&gt;
* [[Beraubefahrzeug]]: Mobile Arbeitsmaschine, die Untertage zum bereißen der Firste eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Berauben]]: siehe [[Bereißen]].&lt;br /&gt;
* [[Berechtsame]]: Nutzungsrecht an bestimmten [[Grubenfeld]]ern, wird heute im [[Bergrecht]] Bergbauberechtigung genannt.&lt;br /&gt;
* [[Berechtsamsurkunde]]: [[Bergrecht]]liches Dokument, das aus der sogenannten [[Verleihen| Verleihung]]surkunde und einer Ausfertigung des Lager[[riss]]es besteht und einem Bergbautreibenden bei der Verleihung von Bergwerkseigentum überreicht wird.&lt;br /&gt;
* [[Bereißen]]: Herunterreißen von losen Gesteinsstücken oder Kohlebrocken von der [[Firste]] mittels Bereißwerkzeugen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Berg]]: Eher flach geneigte Verbindungsstrecke zwischen [[Grubenbau]]en unterschiedlicher [[Teufe]], z. B. zwischen den [[Sohle]]n eines Bergwerks. Siehe auch [[Förderberg]].&lt;br /&gt;
* [[Bergamt]]: Für den Bergbau zuständige Aufsichtsbehörde.&lt;br /&gt;
* [[Bergamtmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbeamte]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigungsfonds]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbehörde]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbuch]]: Öffentliches Verzeichnis aller Rechtsgeschäfte des [[Bergamt]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berge]] (auch: Bergematerial): Vom Bergmann aus dem Gebirge gelöstes, taubes oder auch (Neben-)Gestein, das bei Gewinnung von Bodenschätzen unter Tage anfällt.&lt;br /&gt;
* [[Bergekasten]]: Geviert aus Grubenholz, das mit Bergen gefüllt wird und zur Abstützung des Hangenden dient.&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen]]: Länglicher Spitzkeil, welches meist an einem [[Helm]] befestigt und bei der [[Schlägel]]- und Eisenarbeit eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Berghammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Bergfeste]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergfreie]]: (ins Bergfreie fallen)&lt;br /&gt;
* [[Bergfreiheit]]: Der Landesherr konnte bestimmte wirtschaftlich wichtige Mineralien für bergfrei erklären und damit ihre Gewinnung anregen. Ein bergfreies Mineral durfte jeder Finder sich aneignen – ohne Rücksicht auf den Grundbesitz. Vorausgesetzt war die Verleihung von Bergwerkseigentum.&lt;br /&gt;
* [[Berggemach]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggericht]]: Gericht, das für bergrechtliche Angelegenheiten in den Bergbaurevieren zuständig war. Es überwachte die Konzessionen und vertrat die Rechtsansprüche der Landesherren.&lt;br /&gt;
* [[Berggeschrei]]: Beginn des Silberbergbaus im Erzgebirge und dem Harz, vergleichbar mit dem Goldrausch in Nordamerika.&lt;br /&gt;
* [[Geschworener|Berggeschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berggesetz]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergglocke]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggrundbuch]]: Ein öffentliches Register, das auch Berghypothekenbuch genannt wird und das beim Amtsgericht geführt wird. In ihm werden die Bergwerke, deren Eigentümer, Gewerke und Feldesgrössen aufgeführt.&lt;br /&gt;
* [[Berghauptmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergherr]]: &lt;br /&gt;
* [[Berghoheit]]: &lt;br /&gt;
* [[Berginspektor]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergkittel]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergknecht]]: Bergmann, der zu Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bergmannschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergmeister]]: Beamter, der beim [[Bergamt]] angestellt war und die [[Zeche]]n in seinem Bezirk verwaltete.&lt;br /&gt;
* [[Bergordnung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergpredigt]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergquartal]]: Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* [[Bergrecht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergregal]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergrichter]]: Beamter, der dem [[Berggericht]] vorstand und in strittigen Bergsachen entscheiden musste.&lt;br /&gt;
* [[Bergschaden]]: Schaden an Personen oder Gebäuden, der durch bergbauliche Aktivitäten entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Bergschmied]]: Handwerker, der die zum Bergbau erforderlichen Werkzeuge schmiedete und der [[Berggericht]]sbarkeit unterstand.&lt;br /&gt;
* [[Bergschreiber]]: Buchhalter und Protokollführer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Bergsenkung]]: Bodenbewegung, die aufgrund von Bergbautätigkeiten entsteht und sich bis zur Erdoberfläche auswirkt.&lt;br /&gt;
* [[Bergsucht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergvogt]]: Ein dem [[Bergmeister]] untergeordneter Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Bergwerkseigentum]]: Das Recht, innerhalb festgelegter Grenzen ein [[Mineral]] zu gewinnen. Bergwerkseigentum wird aufgrund einer [[Muten|Mutung]] durch den Landesherrn [[Verleihung|verliehen]].&lt;br /&gt;
* [[Besatz]]: Masse, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Besetzen]]: &lt;br /&gt;
* [[Besteg]]: &lt;br /&gt;
* [[Blasversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Blende]]: &lt;br /&gt;
* [[Blende (Geleucht)]]: &lt;br /&gt;
* [[Blick]]: &lt;br /&gt;
* [[Blindschacht]]: [[Schacht]] ohne Verbindung zur Erdoberfläche (Tageslicht).&lt;br /&gt;
* [[Bobine]]: schmale Seiltrommel mit seitlichen Führungen, auf der die Windungen eines Flachseils übereinander liegen.&lt;br /&gt;
* [[Bombe]]: Bezeichnung des Kumpels für eine bestimmte elektrische Handlampe.&lt;br /&gt;
* [[Bornmeister]]: Aufsichtsperson in einer Saline, er führt die Aufsicht über die Sole.&lt;br /&gt;
* [[Böse Wetter]]: Schädliche Gasgemische, die für den Menschen schädlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrdeckel]]: Über den [[Bohrer]] gesteckt Scheibe, die das Herausspritzen des Bohrkleins verhinderte.&lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Bohren]]: Tätigkeit des Herstellens von Bohrlöchern mittels [[Bohrer]] und [[Schlägel]]. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen]]: [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] durch manuelles Anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver.&lt;br /&gt;
* [[Bohrer]]: Ein [[Gezähe]] für die Herstellung von Bohrlöchern beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrgestänge]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrkern]]: &lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrkrätzer]]:Länglichers [[Gezähe]] mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrkruck]]: Hölzernes Hilfsmittel zum Umsetzen des Hand[[bohrer]]s beim [[Bohren und Schießen|Bohren]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrlappen]]: Lappen zur Reinigung und Trocknung des Bohrlochs.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrlöffel]]:Länglichers [[Gezähe]] mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrpost]]: Anzahl stärkerer und schwächerer [[Bohrer]], welche zum [[Bohren und Schießen|Abbohren]] eines Bohrlochs erforderlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrschacht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrstange]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrtrog]]: Holzgefäß zur Aufbewahrung des Wassers, mit welchem das Bohrgrus (Bohrmehl) beim [[Bohren und Schießen|Bohren]] feucht gehalten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bolzenschrot]]: &lt;br /&gt;
* [[Brecher]]: Maschine mit einer rotierenden Meißelwalze, um das abgebaute [[Mineral]] zu zerkleinern und transportfähig zu machen (meist ist an einem Brecher ein Transportband angehangen, um die zerkleinerten Mineralien zu befördern).&lt;br /&gt;
* [[Brecheisen]]: Eisenstange mit einer Spitze oder einer Schneide, welche für unterschiedliche Arbeiten (z. B. [[Durchschlag]]en) eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bremmer]]: &lt;br /&gt;
* [[Bremsberg]]: Berg, in dem mit Hilfe gebremster Förderwagen abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsbergförderung]]: Fördertechnik, bei der das abgebaute Mineral an einem Bremsberg mittels Schwerkraft abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsförderer]]: Rutsche mit angetriebenen Stauscheiben.&lt;br /&gt;
* [[Bremswerk]]: Maschinelle Einrichtung, die bei Förderung an Bremsbergen die niedergehenden Wagen abbremst.&lt;br /&gt;
* [[Bruch]]: Einsturz eines Teiles eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Bruchbau]]: Abbaumethode, bei der der das [[Hangendes|Hangende]] planmässig zu Bruch geworfen wird.&lt;br /&gt;
* [[Prunen|Brunen]] (Brunnen): Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Bühne]]: Künstlich geschaffene Arbeitsplattform.&lt;br /&gt;
* [[Bühnloch]] (auch Bühnenloch): Eine in das feste [[Gestein]] gehauene Vertiefung, um den Fuß eines [[Stempel]]s oder das Ende einer [[Kappe]] unverrückbar aufzunehmen.&lt;br /&gt;
* [[Bulge]]: Schlauchförmiger Ledersack, der im Mittelalter zum Schöpfen von Grubenwasser diente.&lt;br /&gt;
* [[Bulgenkunst]]: Wasserhebemaschine aus Holz, die zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bunker]]: Grubenräume oder betriebliche Einrichtungen, in denen Schüttgüter wie Rohkohle, Roherz oder Berge zwischengelagert werden.&lt;br /&gt;
* [[Butzen]]: eine kleine selbständige Masse eines bestimmten Minerals im Gestein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== C ====&lt;br /&gt;
* [[Caducieren]]: Kuxe für nicht mehr bestehend erklären, das Eigentum daran aufheben. &lt;br /&gt;
* [[Communbergbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Concedieren]]: &lt;br /&gt;
* [[Concession]]: &lt;br /&gt;
* [[Consolidation]]:auch Konsolidation: Zusammenschluss mehrerer Grubenfelder bzw. der dazugehörigen Berechtsamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== D ====&lt;br /&gt;
* [[Damm:]] Bauwerk, das einen Teilbereich des Grubengebäudes von den übrigen Grubenbauen trennt. Man unterscheidet Brand-, Wasser-, Streckenbegleit- und Abschlussdämme.&lt;br /&gt;
* [[Dammtor]]: Sicherheitstor, meist in Strecken, mit dem plötzliche Wassereinbrüche abgesperrt und somit ein Teil des Grubengebäudes zu Sumpfe gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
* [[Derb]]:&lt;br /&gt;
* [[Dingen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dopplhäuer]]: &lt;br /&gt;
* [[Doppltrümig]]: &lt;br /&gt;
* [[Dreiecksbau]]: Altes Abbauverfahren, das hauptsächlich im Schieferbergbau angewendet wurde und durch den Querbau abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
* [[Drittel]]: Bei Belegung eines Ortes mit mehreren, sich ablösenden Arbeitsgruppen eine dieser Schichten. Ein Ort kann auch mit zwei oder mit vier Dritteln belegt sein. Siehe 3- und 4/3-Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Druse]]: &lt;br /&gt;
* [[Drusig]]: &lt;br /&gt;
* [[Duckelbau]]: Abbauverfahren für unregelmäßig vorkommende Lagerstätten mit geringer Mächtigkeit, bei dem die Gewinnung mittels kleiner Schächte, sogenannter Duckel erfolgt.&lt;br /&gt;
* [[Durchfallen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchbauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchörtern]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchschlag]]: Herstellung einer offenen Verbindung zwischen zwei Grubenbauen.&lt;br /&gt;
* [[Durchsinken]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchteufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dürr]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== E ====&lt;br /&gt;
* [[Edel]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehner]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehnerzeche]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbringen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbruch]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfallen]]: Neigungswinkel der Lagerstätte zur Horizontalen, also die Neigung in Falllinie. Das Einfallen wird senkrecht zum Streichen gemessen.&lt;br /&gt;
* [[Eingesprengt]]: &lt;br /&gt;
* [[Einkommen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einlegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Einsprengung]]: &lt;br /&gt;
* [[Einstrich]]: Horizontaler Schachteinbau, der aus Holz oder aus Stahl gefertigt ist.&lt;br /&gt;
* [[Eintrümmig]]: &lt;br /&gt;
* [[Einziehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Eisen]]: Historische Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen]]: Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Entblössen]]: &lt;br /&gt;
* [[Enterben]]: Übergang der Rechte zwischen [[Erbstollen]], wenn der neu ins das [[Grubenfeld]] einkommende Erbstollen die erforderliche [[Erbteufe]] hat.&lt;br /&gt;
* [[Enterbungsteufe]]: Senkrechter Abstand zwischen [[Erbstollen]] und enterbten Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Erbbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbbelehnung]]: Verleihung der Rechte auf den [[Abbau]] eines [[Mineral]]s innerhalb eines bestimmten Bezirkes. &lt;br /&gt;
* [[Erbbereiten]]: Berggerichtliche Handlung, die der nochmaligen genauen Vermessung eines [[Grubenfeld]]es diente, wenn dieses zur [[Ausbeute]]verteilung gekommen war.&lt;br /&gt;
* [[Erbbereitungsbuch]]: Buch zur Aufzeichnung aller Handlungen im Zusammenhang mit dem [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erben]]: Begriff mit unterschiedlicher Bedeutung im Bergbau (Grundeigentum, Vorrangstellung, aber auch Vererbung). &lt;br /&gt;
* [[Erbfluss]]: Größeren Bach oder Fluss, der, die das [[Grubenfeld]] durchsetzenden [[Gang|Gänge]] teilt.&lt;br /&gt;
* [[Erbgerechtigkeit]]: Herstellen der Rechtmäßigkeit des Besitzes oder Anspruchs durch Vermessung oder [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erbhäuer]]: Ausgelernter und für [[Gedinge]] zugelassener [[Hauer|Häuer]] mit vollem Häuerlohn. &lt;br /&gt;
* [[Erbkux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e zur Entschädigung des Grundbesitzers, auf dessen Land die [[Zeche]] liegt.&lt;br /&gt;
* [[Erbstamm]]: Gesamtheit der [[Erbkux]]e.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollen]]: Stollen zur Wasserlösung und zur Wetterführung in einem oder mehreren Bergwerken. Dem [[Erbstöllner]], der den Stollen herstellte, stand dafür ein Anteil an der [[Ausbeute]] der Bergwerke zu.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengebühr]]: Betrag, den die Besitzer der [[Zeche]] an den [[Erbstöllner]] abführen mussten.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengerechtigkeit]]: Ein nach besonderer [[Muten|Mutung]] erworbenes Recht, einen [[Erbstollen]] nach erfolgter Verleihung zu betreiben.&lt;br /&gt;
* [[Erbstöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbstufe]]: Ein ins Gestein gehauenes Zeichen an der Grenze des [[Grubenfeld]]es.  &lt;br /&gt;
* [[Erbteufe]]: Gesetzlich vorgeschriebene [[Teufe]] eines [[Erbstollen|Erbstollns]], um die vollen [[Erbstollengebühr]]en beanspruchen zu können.&lt;br /&gt;
* [[Erbtiefste]]: Tiefster Bau eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Erbwürdig]]: &lt;br /&gt;
* [[Erlängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erliegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Ersaufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Erschliessen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erschroten]]: &lt;br /&gt;
* [[Schürfen|Erschürfen]]: Auffinden einer [[Lagerstätte]] beim [[Schürfen]]. &lt;br /&gt;
* [[Erstrecken]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz]]: In der Natur vorkommende Verbindungen von Metallen mit anderen Stoffen. &lt;br /&gt;
* [[Erzbringer]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzfall]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzführung]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzräuber]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz säen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzstufe]]: Kleines Erzstück, das aus der Lagerstätte herausgeschlagen wurde. Man unterscheidet Probierstuffen, Handstuffen und Schaustufen.&lt;br /&gt;
* [[Etage]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== F ====&lt;br /&gt;
* [[Fahrbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahren]]: Allgemeiner Ausdruck für jegliche Fortbewegung des Bergmannes im Bergwerk. Anfahren, einfahren, Ausfahren.&lt;br /&gt;
* [[Fahrkunst]]: Historische Vorrichtung zum Ein- und Ausfahren der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Fahrlader]]: Radlader niedriger Bauart für den untertägigen Einsatz.&lt;br /&gt;
* [[Fahrmarke]]: Unterschiedlich geformte Marke aus Blech, die zur Anwesenheitskontrolle dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrt]]: Leiter.&lt;br /&gt;
* [[Fahrtklammer]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahrtrum]]: freizuhaltender Raum in Schächten, Gesenken und Überhauen, der der vertikalen Fahrung dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrüberhauen]]: dient ausschließlich zur Fahrung. Mittels dieses steilen (bis nahezu senkrechten) Grubenbaus kann man zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
* [[Fahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Fall]]:&lt;br /&gt;
* [[Fallen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in vertikaler Richtung.&lt;br /&gt;
* [[Fallort]]:&lt;br /&gt;
* [[Fangstützen]]: Im Förderturm eingebaute bewegliche Stahlriegel, die den Förderkorb auffangen, wenn dieser aufgrund eines Anstoßes gegen den Prellträger seillos geworden ist.&lt;br /&gt;
* [[Fangvorrichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Fäustel]]: Hammer, welcher bei Schlägel- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit, dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Feld]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldgestänge]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldort]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldstrecke]]:&lt;br /&gt;
* [[Feste]]:&lt;br /&gt;
* [[Feuerkübeln]]: Veraltete Methode zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges mittels Feuer.&lt;br /&gt;
* [[Feuersetzen]]: Technik, die in vielen Bergbauregionen vom Altertum bis Anfang des neunzehnten Jahrhunderts benutzt wurde, um Gestein aufzulockern oder zu sprengen.&lt;br /&gt;
* [[Fimmel]]: Starker eiserner [[Keil]], welcher als [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit von festeren [[Gestein]]en verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Firste]]: Obere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstenbau]]: Abbaumethode, die bei steileinfallenden Lagerstätten angewandt wird, Vorläufer des Firstenstoßbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstengewölbe]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenkasten]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenstoßbau]]: Abbaumethode für steileinfallende Lagerstätten, schwebende Abbaurichtung mit streichendem Verhieb.&lt;br /&gt;
* [[Flach]]: In der Neigung der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flache]]:&lt;br /&gt;
* [[Flacher Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Flachriss]]: zeichnerische Projektion eines Flözes oder eines Gangs auf eine Ebene parallel zur Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flöz]]: Durch Sedimentation entstandene plattenförmige, flächig ausgedehnte Lagerstätte (z. B. Kohlenflöz, Eisensteinflöz).&lt;br /&gt;
* [[Fluder]] (auch Gefluder): Gerinne aus Holz oder Metall zum Zu- oder Ableiten von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Flügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Flügeleisen]]: Eine Doppelkeilhaue, insbesondere früher im Steinkohlenbergbau zur Kohlengewinnung verwendet.&lt;br /&gt;
* [[Flügelort]]: Das Flügelort ist eine seitliche Fortsetzung eines Stollens ins Feld hinein.&lt;br /&gt;
* [[Förderberg]]: Geneigte [[Strecke]], die [[Sohle]]n eines Bergwerks verbindet und zum Anschluss der [[Flöz]]e an die [[Grubenbau]]e dient.&lt;br /&gt;
* [[Fördergerüst]]: Das über dem [[Schacht]] stehende Gerüst („Förderturm“), das die [[Seilscheibe]]n trägt.&lt;br /&gt;
* [[Fördergestell]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderkorb]] (auch Fördergestell): Am Förderseil hängendes Transportmittel für Material, Personen und gewonnenes Mineral im [[Schacht]].&lt;br /&gt;
* [[Förderkübel]]: Fördergefäß aus Holz, das im frühen Bergbau zur Förderung von Erz, Kohle oder Haufwerk eingesetzt wurde. Heute aus Stahl, wird beim Schachtabteufen verwendet (Abteufkübel).&lt;br /&gt;
* [[Fördermann]]: Bergmann, der für den Transport zuständig war; der Transport erfolgte in der Regel manuell mit Schlepptrögen, Laufkarren oder Hunten.&amp;lt;&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschine]]: Antriebsmaschine zum Treiben des Förderseils und damit des Förderkorbes.&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschinist]]: Bergmann, der die Fördermaschine bedient.&lt;br /&gt;
* [[Fördern]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderseil]]: Seil zum Heben von Lasten in Schächten und Blindschächten.&lt;br /&gt;
* [[Fördertonne]]: Fassartig geformter Behälter, der an Seilen oder Ketten gehängt zur Förderung in saigeren Schächten diente.&lt;br /&gt;
* [[Förderwagen]]: traditionelles Transportmittel im Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Frei]]:&lt;br /&gt;
* [[Freibau]]:&lt;br /&gt;
* [[Freifahrung]]: Bergrechtlicher Akt, durch den einem Grubenbesitzer die Besitzrechte auf die Grube entzogen werden konnten, wenn er die Grube nicht vorschriftsgemäß belegte.&lt;br /&gt;
* [[Freikux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e ohne Stimmrecht, die von einer [[Zeche]] herausgegeben werden.&lt;br /&gt;
* [[Freiverbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Frisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Fristen]]: Das zeitweise Außerbetriebsetzen einer Zeche ohne gleichzeitigen Verlust des Bergwerkseigentums.&lt;br /&gt;
* [[Frosch]]: Öllampe; ein Geleucht.&lt;br /&gt;
* [[Füllort]]: Verladestelle unter Tage; Umschlagpunkt, an dem die Streckenförderung in die Schachtförderung übergeht.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrube]]: [[Grubenfeld]], das aufgrund eines [[Mineral]]fundes in [[bauwürdig]]er [[Lagerstätte]] an den [[Muter]] als Bergwerkseigentum [[Verleihen|verliehen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrübner]]: Besitzer des [[Grubenfeld]]es einer [[Fundgrube]].&lt;br /&gt;
* [[Fundpunkt]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundrecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundschächte|Fundschacht]]: Der erste auf der [[Fundgrube]] geteufte [[Schacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== G ====&lt;br /&gt;
* [[Gabel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit bei der [[Gewinnung]] in [[Seiffen]].&lt;br /&gt;
* [[Gaipel]]: Im Harz häufig anstelle von Huthaus genutzter Ausdruck für ein über dem Schacht stehendes Betriebsgebäude, abgeleitet von Göpel.&lt;br /&gt;
* [[Gang]]: plattenförmig ausgefüllte Kluft im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gangart]]: Jedes Mineral in der Gangausfüllung, das nicht Ziel der Gewinnung ist.&lt;br /&gt;
* [[Gangbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangkreuz]]: Kreuzungspunkt von [[Gang|Gängen]], die oft reich ver[[erz]]t waren,&lt;br /&gt;
* [[Gangmasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Gasausbruch]]: Plötzliches und verstärktes Austreten von Gasen aus dem Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Gebirge]]: Das Gestein, in dem sich die Grubenbaue des Bergwerks befinden.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsanker]]: Konstruktionselemente, die im Bergbau untertägige Hohlräume offen halten. Sie werden am Stoß oder an der Firste in das Gebirge (das Gestein) eingebracht und halten dieses zusammen.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsdruck]]: Unsichtbare Spannung um einen untertägigen Hohlraum oder im unverritzten Gebirge, Auslöser für Gebirgsschläge.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsschlag]]: plötzliche Entspannung im Gebirge, bei der größere Mengen potenzieller (elastischer) Energie frei werden und bei der intensive Zerstörungen in der Grube sowie normalerweise heftige Erschütterungen an der Erdoberfläche auftreten.&lt;br /&gt;
* [[Gebräch]]: Lockeres, zum Hereinbrechen oder Nachfallen neigendes Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gediegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedinge]]: Vertrag über eine für ein bestimmtes Entgelt zu erbringende Arbeitsleistung.&lt;br /&gt;
* [[Gedingehäuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingelohn]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingezeichen]]: Untertägige Zeichen zur Abrechnung der Arbeitsleistung, wenn nach [[Gedinge]] gearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Gefluder]]: siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Gefrierverfahren]]: Verfahren, mit dem künstlich gefrorene Bodenkörper hergestellt werden, um beim Abteufen nicht standfestes, oftmals stark wasserführendes Gebirge besser zu durchörtern.&lt;br /&gt;
* [[Gegenbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Gegenortbetrieb]]: Von mindestens zwei Ausgangsorten aufzufahrende Strecke mit dem Ziel, sich zu treffen und dadurch Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
* [[Gegenschreiber]]: Bergbeamter, der das Gegenbuch führte und alle Kuxe und Gewerken in das Buch eintrug.&lt;br /&gt;
* [[Gelenkbogenausbau:]] Gelenkiger Streckenausbau, der in Strecken mit hohem Gebirgsdruck eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]: Vom Bergmann mitgeführte Grubenlampen, z. B. Frosch, Bombe, Wetter-, Karbid-, Kopflampen.&lt;br /&gt;
* [[Generalbefahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Generalstreichen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gequehle]]:&lt;br /&gt;
* [[Gerechtsame]]: die in einem Recht oder Gesetz begründete Befugniss.&lt;br /&gt;
* [[Gerinne]]: eine oben offene Wasserleitung oder -rinne, siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Geschicke]]:&lt;br /&gt;
* [[Geschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Gesenk]]: Von oben nach unten abgeteufter vertikaler Grubenbau.&lt;br /&gt;
* [[Gesprenge]]:&lt;br /&gt;
* [[Getriebezimmerung]]: Methode zum Vortrieb in lockerem Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Geviertfeld]]: Rechtwinklig begrenztes Feld, das je nach Bergbaurevier unterschiedlich groß war und in dem der Muter nach der Verleihung Bergbau betreiben darf.&lt;br /&gt;
* [[Gewältigen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gewerken]]: Anteilseigner einer bergrechtlichen [[Gewerkschaft]].&lt;br /&gt;
* [[Gewerkschaft]]: Alle zu einer [[Zeche]] gehörenden [[Gewerken]]. Historische Unternehmensform im Bergbau, zulässig bis zum Inkrafttreten des Bundesberggesetzes 1980.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnung]]: Lösen des abzubauenden Minerals aus der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnungsarbeiten]]: Gesamtheit der bergmännischen Arbeiten, durch welche die nutzbaren [[Mineral]]ien abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezähe]]: Bezeichnung für alle Werkzeuge und Arbeitsgeräte, die vom Bergmann zur Arbeit benötigt werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezeugstrecke]]: Alte bergmännische Bezeichnung für [[Sohle]].&lt;br /&gt;
* [[Gleitbogenausbau]]: Nachgiebiger Ausbau mit der Verwendung als Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Glück Auf]]: Bergmannsgruß, Ende des 16. Jahrhunderts im Erzgebirge entstanden. Heute allgemein der deutsche Bergmannsgruß.&lt;br /&gt;
* [[Gnadengeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Gnadengroschenkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Göpel]]: Historische Förderanlage, im weiteren Sinn eine stärkere Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Göpelhaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Grabensteiger]]:&lt;br /&gt;
* [[Besatz|Grand]]: Masse bezeichnet, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Graupe]]:&lt;br /&gt;
* [[Grube]]: Alle untertägigen Anlagen einer [[Zeche]].&lt;br /&gt;
* [[Grubenausbau]]: Absichern und Offenhalten von Räumen unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbau]]: Oberbegriff für alle Hohlräume im Bergwerk, wie Strecken, Schächte, Strebe etc.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbrand]]: Untertägig ausgebrochenes Feuer, dass sich unter Tage unkontrolliert entwickeln kann.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeld]]: Raum unterhalb der Erdoberfläche, in dem sich ein Bergbauberechtigter die Minerale der Lagerstätte aneignen darf.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeldsteuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenfunk]]: drahtloses Kommunikationssystem unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubengebäude]]: Gesamtheit der unter- und übertägigen Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Grubenholz]]: Holz, das im Bergbau im Tagebau und Untertagebau verwendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Grubenjunge]]: Junger Bergmann im Alter von 14 bis 23 Jahren, der unter Tage für Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Grubenkompass]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenlok]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenmauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenriß]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwässer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwehr]]: Rettungstruppe für den Einsatz im Bergbau, analog zur Feuerwehr. Besteht aus freiwilligen, besonders qualifizierten Bergleuten.&lt;br /&gt;
* [[Grundsohle]]:&lt;br /&gt;
* [[Grundstrecke]]: Tiefste streichende Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== H ====&lt;br /&gt;
* [[Habit]]:&lt;br /&gt;
* [[Häckel]]: Zierwaffe in Form eines kleinen Beiles mit langem Stiel.&lt;br /&gt;
* [[Halm]]: Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Halmdose]]: Behältnis zur Aufbewahrung der [[Halm|Halme]] (Zünder).&lt;br /&gt;
* [[Hängebank]]: Auch Schacht- oder Tagekranz: Es ist der oberste Teil der Schachtmündung. Hier wird der Förderkorb bzw. die Fördertonne be- oder entladen. (siehe Rasenhängebank).&lt;br /&gt;
* [[Hängen]]: Abwärtsfördern im Schacht, auch Einhängen.&lt;br /&gt;
* [[Hängezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Halde]]: Im Bergbau eine künstliche Anhäufung von Material (Haufwerk) oberhalb der umgebenden Geländeoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Haldensturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Halbe Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Hammelpfoten]]: Im Altbergbau bis zum 18. Jh. 70 - 100 cm lange Guss- oder Eisenschienen, die aneinandergelegt Grubenbahnschienen bilden konnten.&lt;br /&gt;
* [[Handstück]]:&lt;br /&gt;
* [[Hangendes]]: Das Gestein oberhalb der Lagerstätte. Siehe Liegendes.&lt;br /&gt;
* [[Harnisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspel]]: Vorrichtung zum Aufwickeln eines Seiles. Historisch Handhaspel für die Förderung über Schaächte und Gesenke.&lt;br /&gt;
* [[Haspelhorn]]: &lt;br /&gt;
* [[Haspelknecht]]: Bergmann, der in der Förderung mittels Haspel tätig war.&lt;br /&gt;
* [[Haspeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspelnische]]: Aussparung im Stoß für die Haspelknechte.&lt;br /&gt;
* [[Haspelschacht]]: Schacht von geringer Teufe, mit einer (Hand-)Haspel als Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Haueisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Hauer]] (auch Häuer): Berg–Facharbeiter.&lt;br /&gt;
* [[Häuerglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Haufwerk]]: Herausgebrochenes oder -gesprengtes Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Hauptstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Heinzenkunst]]: Mittelalterliche Maschine zum Heben des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Helm (Bergbau)|Helm]]: Industrieschutzhelm (Kopfschutz) für den Bergbau. Meist mit einem Schuh zur Aufnahme des [[Geleuchts]].&lt;br /&gt;
* [[Helm (Gezähe)]]: Hölzerner Stiel (meist Esche) für das Gezähe ([[Schlägel]], [[Bergeisen|Eisen]], [[Keilhaue]] etc.),&lt;br /&gt;
* [[Hereinbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereingewinnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereintreibearbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der [[Gestein]] oder [[Erz]] nach Anlage eines [[Schram]] [[Hereingewinnen|hereingewonnen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Hilfsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Hinterfüllung]]: Ausfüllen des Hohlraumes zwischen dem Streckenausbau und dem Gebirge mit geeigneten Baumaterialien.&lt;br /&gt;
* [[Hobel]]: Maschine zur schälenden Gewinnung von Steinkohle.&lt;br /&gt;
* [[Hobelantrieb]]: Maschinelle Einrichtung, die der Bewegung des Kohlenhobel dient.&lt;br /&gt;
* [[Hobelverfahren]]: Verschiedene Verfahren zur Steinkohlengewinnung mittels Kohlenhobel.&lt;br /&gt;
* [[Höffig:]] ein Gebiet oder eine Gesteinsformation, die – vermutet oder nachgewiesen – abbauwürdige Erze oder Minerale führt.&lt;br /&gt;
* [[Höfflich]]:&lt;br /&gt;
* [[Hoffnungsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Holzkasten]]: Aus Kanthölzern oder Schwellen zusammengesetztes Stützelement.&lt;br /&gt;
* [[Holzkux]]:&lt;br /&gt;
* [[Horizont]]:&lt;br /&gt;
* [[Hornstatt]]: &lt;br /&gt;
* [[Hunt]] (eig. ''Hund''): Offener, kastenförmiger Förderwagen zum fördern der unter Tage gewonnen Materialien. &lt;br /&gt;
* [[Huntestösser]]:&lt;br /&gt;
* [[Hut]]:&lt;br /&gt;
* [[Huthaus]]: Zentrales Verwaltungsgebäude eines Bergwerks, das zugleich Materiallager, Gezähekammer, Werkstatt und Wohnung des Hutmannes war.&lt;br /&gt;
* [[Hutmann]]: Grubenaufseher mit der Aufgabe, das Bergwerk zu überwachen oder - wie man es damals bezeichnete - zu behüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I ====&lt;br /&gt;
* [[Imprägnation]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== J ====&lt;br /&gt;
* [[Joch]]:&lt;br /&gt;
* [[Jochkappe]]:&lt;br /&gt;
* [[Jungbergmann]]: Jugendlicher, der ohne Ausbildungsvertrag im Bergbau beschäftigt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== K ====&lt;br /&gt;
* [[Kamm]]:&lt;br /&gt;
* [[Kammeradschaft]]: Gruppe von Bergleuten, denen im Mansfelder-/Eislebener Bergbau ein Strebabschnitt zum Abbau überlassen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kammerbau]]: Abbauverfahren im Tiefbau.&lt;br /&gt;
* [[Kanone]]: Bezeichnung für das [[Einbruch]]bohrloch im [[Wismut]]-Objekt 01. &lt;br /&gt;
* [[Kappe]]: horizontal eingebauter Balken aus Holz oder Metall, Bestandteil des Grubenausbaus.&lt;br /&gt;
* [[Katze]]: An der Decke hängendes, motorbetriebenes Transportsystem.&lt;br /&gt;
* [[Kaue]]: Ursprünglich Gebäude über dem Schacht als Witterungsschutz, später als Waschkaue der Umkleide- und Waschraum, unterteilt in Schwarz- und Weißkaue.&lt;br /&gt;
* [[Kaukamm]]: einseitig geschliffenes Grubenbeil.&lt;br /&gt;
* [[Kehrrad]]: Wasserrad mit umkehrbarer Drehrichtung zum Antrieb der Schachtförderung.&lt;br /&gt;
* [[Keil]]: Eisernes [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Keilhaue]]: (Einseitige) Spitzhacke zur [[Gewinnung]] von weicherem [[Gestein]] im [[Vortrieb]]. &lt;br /&gt;
* [[Keilhauenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der weicheres [[Gestein]] losgehackt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kerbholz]] (auch Kerbstock, Zählholz oder Zählstab ):  Hölzerne Zählliste, um Abrechnungen (z. B. Fördermengen) und anfallende [[Bergkosten|Berg- und Hüttenkosten]] fälschungssicher zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
* [[Ketscher]]:&lt;br /&gt;
* [[Kettenkunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Kirchenkux]]:&lt;br /&gt;
* [[klauben]]: Auslesen der erzhaltigen Brocken und Krümel aus dem Fördergut. Erfolgte im historischen Bergbau von Hand, heute meistens maschinell.&lt;br /&gt;
* [[Kluft]]:&lt;br /&gt;
* [[Klüftig]]:&lt;br /&gt;
* [[Kluppe]]: Lange Zange oder Schere, mit der abgebrochene Handbohrer aus dem Bohrloch gezogen wurden.&lt;br /&gt;
* [[Knappe]]: Bergmann, der die Lehre abgeschlossen hat, Geselle.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Knappeneisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Knappschaft]]: Zusammenschluss von Bergleuten zur Durchsetzung von Berufsinteressen und zur gegenseitigen sozialen Absicherung. Heute auch Synonym für die Sozialversicherungen der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Knappschaftskasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftskux]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftsrolle]]:&lt;br /&gt;
* [[Kniebügel]]: Knieschutz des Bergmanns, als Schutz vor Nässe und Kälte beim Knien, siehe auch: Arschleder.&lt;br /&gt;
* [[Koepemaschine]]: Art der Schachtförderung (nach Carl Friedrich Koepe). Siehe auch: „Treibscheibenförderung“.&lt;br /&gt;
* [[Kohlengräberei]]: Methode der Kohlengewinnung mittels einfacher Werkzeuge am ausgehenden der Flöze.&lt;br /&gt;
* [[Konvergenz]]: Ist das Zusammendrücken des Streckenquerschnittes aufgrund des Gebirgsdrucks.&lt;br /&gt;
* [[Korb]]:&lt;br /&gt;
* [[Kräll]], auch Krahl, Krähl: Harkenähnliches [[Gezähe]] zum Wegfüllen des [[Haufwerk]]es.&lt;br /&gt;
* [[Kranz]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzler]]: Ein den Kauf- und Verkauf vermittelnder von den Bergbehörden vereidigter Makler.&lt;br /&gt;
* [[Kratze]], auch Krätzer: Hackenähnliches [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit, um [[Haufwerk]] in die dafür vorgesehenen Gefäße ([[Trog]], [[Korb]] oder [[Schleppkasten]]) zu ziehen oder die [[Sohle]] frei zu räumen.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Krummzapfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübel]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelort]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelwart]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Kuckuck]]: Mit [[Rüböl]] betriebene kleine Öllampe, die in der [[Blende]] getragen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kuhlenbau]]: Abbauverfahren bei dem mittels kleiner Schächte, sogenannter Kuhlen, eine Lagerstätte ausgebeutet wird.&lt;br /&gt;
* [[Kumpel]]: Bergmann.&lt;br /&gt;
* [[Kunst]]: Historische Bezeichnung für jede Form einer Maschine. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgestänge]]: Stangenwerk zur Übertragung der von einem Kunstrad erzeugten mechanischen Bewegung über kürzere Entfernungen. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstgraben]]: Übertägige Wassergräben, über die Bergwerke und Pochwerke mit Wasser zum Antrieb von Wasserrädern versorgt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Kunstkreuz]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kunstmeister]]: Bergmann, der die Kunst baut. &lt;br /&gt;
* [[Kunstknecht]]: Bergmann, der die Kunst wartet.&lt;br /&gt;
* [[Kunstrad]]: Wasserrad mit Krummem Zapfen (Kurbel) zum Antrieb von Künsten.&lt;br /&gt;
* [[Kunstschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstteich]]: Meist künstlich angelegte Wassersammler zur Bereitstellung von ausreichend Wasser zum Antrieb von Wasserrädern im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Kunstwinkel]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Kux]]: Anteilsschein an einer Gewerkschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== L ====&lt;br /&gt;
* [[Lachter]]: Altes Längenmaß im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Lachterkette]]: Zusammenlegbares aus Eisen und/oder Messingdraht gefertigtes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Lachtermaß]]: Holz oder Eisnstab zur Vermessung.&lt;br /&gt;
* [[Lachterschnur]]: Ein aus Hanf oder Bast bestehende und mit Knoten versehenes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Laden]]:&lt;br /&gt;
* [[Lader]] oder Ladewagen: ist ein vielfältig verwendeter Begriff für ein Gerät zum Wegladen des Haufwerks. &lt;br /&gt;
* [[Ladesäule]]: Durch Patrone oder lose Einblasung eingebrachter Sprengstoff im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Ladespitz]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Lager]]: unregelmässige plattenförmige Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Lagerstätte]]:&lt;br /&gt;
* [[Lagerung]]: Einteilung der Lagerstätten nach ihrer Neigung gegenüber der Horizontalebene.&lt;br /&gt;
* [[Lampennische]]: Geschlägelte Aussparung im [[Stoß]] zum Abstellen des [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]es.&lt;br /&gt;
* [[Längenfeld]]: Maßangabe für ein Berechtsamsmaß in Preußen, welches zunächst auf ein Flöz beschränkt war, ab 1821 aber auch für mehrere Flöze galt.&lt;br /&gt;
* [[Ledige Schicht]]: Zusätzliche Zeit bzw. Schicht die der Bergmann verfuhr und deren Lohn unter anderen in die [[Knappschaftskasse]] gegeben wurde bzw. der Abarbeitung der [[Zubuße]] bei [[Kux]]besitz diente.&lt;br /&gt;
* [[Legeblech]] (Legeeisen): Dünne Keile, die paarweise in die Ritzen eingelegt wurden, um zwischen ihnen [[Keil]]e, [[Plötz]]e und [[Fimmel]] einzutreiben.&lt;br /&gt;
* [[Lehen]]: Flächenmaß, aber auch die Übertragung von Rechten an einer Zeche.&lt;br /&gt;
* [[Lehensbuch]]: Buch, in dem die übertragenen [[Lehnschaft]]en verzeichnet werden.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschaft]]: Übertragung eines [[Lehen]]s an eine Gruppe von Personen.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschein]]: Bescheinigung, die vom [[Bergmeister]] erstellt und an den [[Gegenschreiber]] geschickt wurde, damit dieser dann die Eintragung im [[Gegenbuch]] machen konnte. Den Lehenschein erhielt der Lehnträger als Bestätigung.&lt;br /&gt;
* [[Lehenträger]]: Einzelperson, Gesellschaft oder [[Gewerkschaft]], welche eine gemutete [[Fundgrube]], eine [[Maaß]] oder einen [[Stollen|Stolln]] verliehen bekommen hat.&lt;br /&gt;
* [[Leichköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Leitbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Leseband]]: Förderband auf dem die geförderte Kohle manuell von Fremdstoffen, vorwiegend Gestein, befreit wurde.&lt;br /&gt;
* [[Letten]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenbesteg]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenstampfer]]: Eisenstange zur Verdichtung des [[Besatz]]es im Bohrloch beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Lichtloch]]: Kleiner Schacht auf einem Stolln.&lt;br /&gt;
* [[Liegendes]]: Das Gestein unterhalb der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Linse]]:&lt;br /&gt;
* [[Lochstein]]: Ein die [[Markscheide]] kennzeichnender Grenzstein über Tage.&lt;br /&gt;
* [[Lösen]]: Als lösen wird sowohl das Abführen des [[Grubenwässer|Grubenwassers]] oder der [[Abwetter]] aus dem [[Grubenfeld]], als auch das Erschließen einer [[Lagerstätte]] bezeichnet. Auch die Trennflächen zwischen Gebirgsschichten untereinander werden als Lösen bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Löser]]: Gestein, welches sich von der [[Firste]] oder dem [[Stoß]] ablöst (siehe auch [[Ablöser]]), aber auch ein Bergmann, der seinen Kameraden ablöst.&lt;br /&gt;
* [[Lutte]]: Luftleitung zur Heranführung frischer bzw. absaugen schlechter [[Wetter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== M ====&lt;br /&gt;
* [[Maaß]]: Bezeichnung für ein bergbauliches [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Maaßner]]: Besitzer eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mächtigkeit]]: Die Dicke einer Gesteinsschicht oder eines Flözes.&lt;br /&gt;
* [[Mannschaftsfahrt]]:&lt;br /&gt;
* [[Markenkontrolle]]: Jeder Bergmann hatte zum Einfahren eine Metallmarke mit seiner persönlichen Nummer an einer Belegungstafel auf dem jeweiligen Arbeitsplatz einzuhängen und zur Ausfahr wieder abzuwerfen. Dadurch war eine Information über das eingefahrene Personal und dessen Einsatzort möglich.&lt;br /&gt;
* [[Markscheide]]: Grenze eines [[Grubenfeld]]es, Grenze zwischen Grubenfeldern.&lt;br /&gt;
* [[Markscheider]]: Vermessungsingenieur unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Markscheidekunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Markscheiderei]]:&lt;br /&gt;
* [[Matte Wetter]]: Verdorbene bzw. verbrauchte Atemluft mit einem zu geringen Anteil an Sauerstoff.&lt;br /&gt;
* [[Matzel]]:&lt;br /&gt;
* [[Mauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Mehlkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Mettenschicht]]: Letzte verfahrene Schicht vor Weihnachten.&lt;br /&gt;
* [[Mineral]]: Natürlich vorkommenden Stoff mit definierter chemischer Zusammensetzung in zumeist kristalliner Form.&lt;br /&gt;
* [[Mitbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mitbaurecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Morgengang]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulde]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulm]]:&lt;br /&gt;
* [[Mundloch]]:&lt;br /&gt;
* [[Muten]]: Absichtserklärung auf [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Muter]]: Absichtserklärer für die [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mutterklötzchen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mutzettel]]: Vom [[Muter]] dem Bergmeister vorzulegender Zettel mit allen notwendigen Angaben zum [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Mutungskarte]]: Wird bei den für die Bergaufsicht zuständigen Bergbehörden geführt und gibt einen Überblick über die verliehenen [[Grubenfeld]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== N ====&lt;br /&gt;
* [[Nachbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachreissen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nebengestein]]v&lt;br /&gt;
* [[Nebenschicht]]: Eine Schicht neben den Hauptseilfahrzeiten im 3/3- oder 4/3-Betrieb. Bei diesen zusätzlichen Seilfahrten fahren z.B. Lokfahrer und Bedienungsleute eine Stunde vor der üblichen [[Seilfahrt]] an, um den Betrieb zur regulären Schichtzeit sicherzustellen.&lt;br /&gt;
* [[Nest]]:&lt;br /&gt;
* [[Nesterartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Nierbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niederbringen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niergang]]:&lt;br /&gt;
* [[Niedergehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niere]]:&lt;br /&gt;
* [[Nierig]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== O ====&lt;br /&gt;
* [[Oberbank]]: Oberer Teil eines zweiteiligen [[Flöz]]es (siehe auch [[Unterbank]]).&lt;br /&gt;
* [[Oberbergamt]]:&lt;br /&gt;
* [[Oberleitungslok]]:&lt;br /&gt;
* [[Observationsbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Offen]]:&lt;br /&gt;
* [[Öhr]] (Öhre): Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Orgel]]:&lt;br /&gt;
* [[Ort]] das: Die Stelle, wo abgebaut wird oder eine [[Strecke]] vorgetrieben wird („vor Ort“). Ende einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Örter]] (Örtchen): Historische Bezeichnung für die Spitzen am verwendeten [[Gezähe]]. &lt;br /&gt;
* [[Örterbau]]: Abbauverfahren, bei dem 50-100 Meter lange [[Strecke]]n - Örter - aufgefahren werden, um so die  [[Lagerstätte]] auszubeuten.&lt;br /&gt;
* [[Ortsbrust]]: [[Stoß]] am Ende eines [[Grubenbaus]], an der der [[Vortrieb]] stattfindet oder stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== P ====&lt;br /&gt;
* [[Panne]], Pannschüppe: Umgangssprachlich für Pfannenschaufel (regional). Siehe auch Weiberarsch.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Päuschel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei der Hereintreibearbeit oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pendelförderung]]: Ein Verfahren der Streckenförderung, bei der ein Gefäß hin- und herbewegt wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfändung]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfannenschaufel]]: Schaufel, mit deren Hilfe das gelöste Gut, z.B. Kohle, auf das Fördermittel geladen wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfeiffe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeilerbau]]: Abbauverfahren, das zum Abbau plattenförmiger Lagerstätten mit einem flachen Einfallen von maximal 50 Gon angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Pinge]]: Von früherem Bergbau zurückgebliebene meist mulden- oder trichterförmige Vertiefung an der Tagesoberfläche, entstanden durch oberflächennahen Abbau, Einsturz eines Schachts (Schachtpinge) oder eines untertägigen Hohlraums.&lt;br /&gt;
* [[Plötz]]: Leicht keilförmiges eisernes [[Gezähe]] ohne Schneide für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Pochschuhe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochstempel]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Polygonausbau (Bergbau)]]: Zusammengesetzter Vieleckausbau der zur Verstärkung des Streckenausbaus eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Posen]]:&lt;br /&gt;
* [[Prellträger]]: Träger zum Schutz der Seilscheiben vor Beschädigung durch die Fördermittel.&lt;br /&gt;
* [[Pressbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Presshauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Pumpenkunst]]: Wasserhebemaschine, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pumpensumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Prunen]]: Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Q ====&lt;br /&gt;
* [[Bergquartal|Quartal]]:Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
* [[Quartalgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Quartalstufe]]:&lt;br /&gt;
* [[Quatembergeld]]: Abgabe an das [[Bergamt]] zur Besoldung der Bergbeamten während des [[Bergregal|Regalbergbaus]]  &lt;br /&gt;
* [[Querbau]]: Abbauverfahren, das in mächtigen, steil einfallenden [[Lagerstätte]]n und in untertägigen Steinbrüchen angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Querschlag]]: Eine [[Strecke]], die quer zum [[Einfallen]] der Gebirgsschichten aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== R ====&lt;br /&gt;
* [[Rad]]:&lt;br /&gt;
* [[Radstube]]:&lt;br /&gt;
* [[Raithalde]]:&lt;br /&gt;
* [[Rampe]]: Geneigter, geradlinig oder spiralig („Wendel“) verlaufender Grubenbau. Rampen sind so angelegt, dass sie mit Großtechnik wie Fahrladern, Muldenkippern oder normalen Lkw befahren werden können. Auf diese Weise kann auch aus größeren Teufen mit gleisloser Großtechnik gefördert werden.&lt;br /&gt;
* [[Rasenhängebank]]: Hängebank zu ebener Erde.&lt;br /&gt;
* [[Raubbau]]: Auf kurzfristigen Höchstgewinn gerichteter Abbau, unter Verzicht auf vollständige Gewinnung und nachhaltigen Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Rauben]]: Entfernen der Betriebsmittel und des Grubenausbaus aus aufzugebenden Grubenbauen oder Betriebspunkten.&lt;br /&gt;
* [[Raubhilfe]]: Speziell für die Raubarbeit angefertigte Werkzeuge oder Arbeitsgeräte.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Regal]]:&lt;br /&gt;
* [[Retardat]]: Bergrechtlicher Vorgang im frühen Bergbau, durch den ein Kuxinhaber seine Anteile verlieren konnte, wenn er seine Zubuße nicht bezahlte.&lt;br /&gt;
* [[Retardat-Zettel]]:&lt;br /&gt;
* [[Revier]]: 1) im engeren Sinne eine Abteilung zur Ausführung von Abbau- und sonstigen Arbeiten an mehreren Betriebspunkten in einem bestimmten Teil eines Grubenfeldes sowie 2) im weiteren Sinne Bezeichnung für ein Gebiet, in dem bestimmte mineralische Rohstoffe abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Revierbeamte]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezess]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezessgeld]]: Abgabe, die ein Muter nach der Verleihung eines Grubenfeldes pro [[Quartal]] an das Bergamt zahlen musste.&lt;br /&gt;
* [[Rezessschreiber]]: Bergbaubeamter im Mittelalter, der am Bergamt die Tätigkeit eines Buchhalters ausübte.&lt;br /&gt;
* [[Richtschacht]]: Schacht, der saiger (ohne besondere Rücksicht auf den Verlauf der Lagerstätte) abgeteuft wird.&lt;br /&gt;
* [[Richtstrecke]]: Strecke, die geradlinig im mittleren Streichen („Generalstreichen“) der Lagerstätte aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen|Riemen]]: Lederner Riemen oder Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Ringausbau]]: Geschlossener Grubenausbau, der aus zusammengesetzten Stahlsegmenten besteht.&lt;br /&gt;
* [[Riss]]:&lt;br /&gt;
* [[Ritzeisen]]:Spezielles [[Bergeisen]], welches zu zur Anlage von Ritzen im [[Gestein]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Rolle]]: geneigter Grubenbau zur Förderung von Gut oder Bergen aus dem Abbau oder einer oberen Strecke in eine tieferliegende Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Rösche]]: Grubenbau der einer untertägigen Maschine ([[Wasserrad]], Turbine, [[Wassersäulenmaschine]]) die durch einen [[Kunstgraben]] herangebrachten Betriebswasser ([[Aufschlagwasser]]) zuführt ([[Aufschlagrösche]]) oder die benutzten Wasser ableitet ([[Abzugsrösche]]).&lt;br /&gt;
* [[Rüböl]]:&lt;br /&gt;
* [[Rücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Ruschel]]: Nicht mineralisierte Schergänge, die im Gegensatz zu mineralführenden Gängen nur zerriebenes Nebengestein enthalten und geringe Standfestigkeit besitzen.&lt;br /&gt;
* [[Rutengänger]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== S ====&lt;br /&gt;
* [[Saalband]]: Grenzfläche zwischen Gang und Nebengestein.&lt;br /&gt;
* [[Saline]]: Anlage, in der aus Salzlösungen durch Verdunstung des Wassers Kochsalz gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Salzlagerstätte]]: natürliches Vorkommen von Salzen, bilden sich vor allem durch Verdunstung von Meerwasser, enthalten meist verschiedene Salze.&lt;br /&gt;
* [[Sargdeckel]]: Ein sich an vorhandenen Trennflächen ohne Vorwarnung aus dem Hangenden lösender sehr großer Stein.&lt;br /&gt;
* [[Sattel]]:&lt;br /&gt;
* [[Satz]]:&lt;br /&gt;
* [[Saubern]]: reinigen, in Ordnung halten, Sohle planieren.&lt;br /&gt;
* [[Schacht]]: Seigerer, seltener auch tonnlägiger Grubenbau zum Fördern (Förderschacht) oder Bewettern (Wetterschacht). &lt;br /&gt;
* [[Schachtansatzpunkt]]: Bei Tagesschächten der Punkt an der Tagesoberfläche, an dem der Schacht abgeteuft werden soll.&lt;br /&gt;
* [[Schachtausbau]]: Verkleidung der Schachtwand, die dazu dient, den seitlichem Gebirgsdruck abzufangen.&lt;br /&gt;
* [[Schachtbruch]]: Plötzliches Abgehen der Schachtverfüllung bei abgeworfenen Tagesschächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtförderung]]: Förderung von Produkten, Versatz, Material und Personen vom Füllort bis zur Hängebank in Schächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtführung]]: Schachteinbauten, die den Fördergutträger in der Spur des jeweiligen Schachttrums lenken.&lt;br /&gt;
* [[Schachtpinge]]:&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheibe]]: Schachtquerschnitt mit Schachtausbau sowie der Einteilung der verschiedenen Trümer.&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheider]]: Bauelement aus Holz oder Mauerwerk zur Aufteilung des Schachtes in separate Trume.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsignalanlage]]: Technische Einrichtung im Schacht zur Kommunikation zwischen Fördermaschinist und Anschläger.&lt;br /&gt;
* [[Schachtstuhl]]: Konstruktion an den Anschlägen im Übergangsbereich vom Schacht ins Füllort.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsumpf]]: Tiefster Teil des Schachtes, unterhalb der tiefsten angeschlossenen Sohle. Dient der Aufnahme des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Schachtverwahrung]]: Abschluss eines abgeworfenen Tagesschachtes.&lt;br /&gt;
* [[Scharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schaufel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit.&lt;br /&gt;
* [[Scheffel]]: Altes Raummaß.&lt;br /&gt;
* [[Scheidebank]]: Aufbereitungshalle eines Bergwerks, in der das Erz manuell vom taubem Gestein getrennt wurde. &lt;br /&gt;
* [[Scheidehammer]]:Spezieller Hammer zur Erzscheidung.&lt;br /&gt;
* [[Scheidejunge]]: Lehrling, der in der Aufbereitung des Bergwerks tätig war und dort seine ersten Erfahrungen für den Beruf des Bergmanns sammelte (auch Klaubejunge oder im Oberharz Pochjunge genannt).&lt;br /&gt;
* [[Scheideplatten]]:Gesteins- oder Gußplatten, auf denen mit dem Scheidehammer die Erzscheidung erfolgte.&lt;br /&gt;
* [[Scheider]]:&lt;br /&gt;
* [[Schicht]]: Regelmäßige tägliche Arbeitszeit.&lt;br /&gt;
* [[Schichtgebet]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtmeister]]: Bergbeamter, der als Rechnungsführer des Bergwerks vereidigt war.&lt;br /&gt;
* [[Schichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schießblech]]: Viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Schießen]]: Gewinnungsarbeit durch gezielte Sprengung von Schwarzpulver in dazu angelegten Bohrlöchern. &lt;br /&gt;
* [[Schießpflock]]: Rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
* [[Schießspreize]]: Holz, welches zwischen dem auf den [[Schießpflock]] aufgelegtem [[Schießblech]] und dem gegenüberliegenden [[Stoß]] eingetrieben wird.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Schießnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Halm|Schießröhrchen]] (Halm): Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Schild]]:&lt;br /&gt;
* [[Schildausbau]]: Hydraulisches System zum Strebausbau im untertägigen Kohlebergbau.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eisenarbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel- und Eisenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] mittels [[Schlägel]] und [[Bergeisen]]. &lt;br /&gt;
* [[Schlagwetter]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlechten]]: Natürliche Trennflächen des Flözkörpers.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Schlegel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eise]arbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schleichwetter]]: Kleine, unkontrollierte Wetterströme, die durch abgeworfene Grubenbaue streichen und potentiell gefährlich sind.:&lt;br /&gt;
* [[Schlepper]]: Bergmann, der vorwiegend zur Förderung (Schleppen, Trecken) der Hunte eingesetzt wurde. In der Regel wurden Lehrlinge in ihrer Anfangszeit als „Treckejungen“ eingesetzt.&lt;br /&gt;
* [[Schleppungskreuz]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifkorb]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlotten]]: Im Mansfelder und Eislebener Kupferschieferbergbau angetroffene untertägige Hohlräume des Gipskarstes.&lt;br /&gt;
* [[Schmitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schneidkopf]]: Gewinnungswerkzeug an Teilschnittmaschinen.&lt;br /&gt;
* [[Schram]]: Bergmännisch hergestellter Schlitz im Nebengestein, der das [[Gewinnung|Hereingewinnen]] des [[Erz]]es erleichtert.&lt;br /&gt;
* [[Schrämen]]: Herausschlagen des tauben [[Gestein]]s neben einem [[Gang]], um das [[Erz]] von der Seite aus [[Gewinnung|hereingewinnen]] zu können. &lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Schrämhaue]]: Leichte Keilhaue, die ausschließlich zur Herstellung des [[Schram]]s verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhauer]] (Schrämer): Bergmann, welcher die [[Schräm]]e, meist mittels [[Schrämhammer]] herstellt&lt;br /&gt;
* [[Schrämkette]]: Umlaufende Gliederkette an Schrämmaschinen und Continuous Minern alter Bauart.&lt;br /&gt;
* [[Schrämkrone]]: An Säulen-Schrämmaschinen eingesetztes Werkzeug, zur Erzeugung der Schram.&lt;br /&gt;
* [[Schrämmaschine]]: Gerät im Bergbau und Steinbrüchen zur Erzeugung eines Schrams.&lt;br /&gt;
* [[Schrämspieß]]: Vierkantige gerade Eisenstange, die an einem Ende in einer an den Seitenflächen etwas gewölbten Spitze ausläuft.&lt;br /&gt;
* [[Schrämwalze]]: Walzenförmiger Werkzeugträger beim Walzenschrämlader.&lt;br /&gt;
* [[Schrapper]]:&lt;br /&gt;
* [[Schubort]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurf]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeldkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Schürfen]]:Aufsuchen einer Lagerstätte durch Aufdecken nahe der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Schürfschein]]: Amtlicher Erlaubnisschein, der dem Inhaber das Aufsuchen von Lagerstätten erlaubt. Offizieller Begriff: Aufsuchungserlaubnis.&lt;br /&gt;
* [[Schuss]]:&lt;br /&gt;
* [[Schüttelrutsche]]: Ein Abbaufördermittel im Kohlebergbau. Rinnenförmige Bleche werden langsam vor- und schnell zurückbewegt, dadurch rutscht die Kohle in Richtung Fußstrecke.&lt;br /&gt;
* [[Schütten]]:&lt;br /&gt;
* [[Schützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwaden]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebe]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebend]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwefelmännchen]]: Mit Schwefel überzogener starker bzw. doppelt gedrehter Woll- oder Baumwollfaden, welches an das Ende des [[Halm]]es gesteckt und mit der Öllampe angezündet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schwerköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Sechste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die statt des [[Siebente]]n gezahlt werden konnte, wenn die Ausgaben der [[Grube]]n zu hoch waren.&lt;br /&gt;
* [[Seife]]:&lt;br /&gt;
* [[Seiger]] (auch: saiger): senk-, lotrecht.&lt;br /&gt;
* [[Seigerriss]] (auch: Saigerriss): zeichnerische Projektion eines Bergwerkes, Vertikalschnitt.&lt;br /&gt;
* [[Seil]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilbruch]]: Durchreißen eines Förderseiles aufgrund von Materialermüdung oder Überlastung.&lt;br /&gt;
* [[Seileinband]]: (auch: Seilendverbindung) Konstruktion, die Förderseile oder andere Drahtseile mit Konstruktionsteilen oder anderen Festpunkten verbindet.&lt;br /&gt;
* [[Seilfahrt]]: Ein- und Ausfahrt der Bergleute in dem am Seil hängenden Förderkorb.&lt;br /&gt;
* [[Seilkorb]]: Vorrichtung an der Fördermaschine, auf der das Förderseil aufgewickelt wird.&lt;br /&gt;
* [[Seilrutsch]]: Rutschen des Förderseils auf der Treibscheibe, das vorwiegend bei starkem Anfahren oder scharfem Abbremsen auftreten kann. Siehe Koepeförderung.&lt;br /&gt;
* [[Seilscheibe]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilträger]]: Teil der Fördermaschine, mit dem das Förderseil bewegt wird. Siehe auch: Treibscheibe.&lt;br /&gt;
* [[Sekunde]]:&lt;br /&gt;
* [[Senken]]: Ist das Hereingewinnen der hochgequollenen Streckensohle, es dient zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der notwendigen Streckenhöhe.&lt;br /&gt;
* [[Senkstütze]]: Nachgiebiges Stützelement, das anstelle der stoßseitigen Ausbausegmente eingesetzt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Setzeisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitslampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitspfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitssteiger]]: Sicherheitsingenieur im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Siebente]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die in manchen [[Bergordnung]]en statt des [[Neunte]]n vorgeschrieben war. &lt;br /&gt;
* [[Sinkwerk]]: Untertägiger Hohlraum, in dem Salz durch Auslaugen mit Süßwasser gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Sinter]]:&lt;br /&gt;
* [[Sitzholz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sole]]: wässrige Steinsalzlösung mit einer Dichte von 1,204 g/cm3 und einen NaCl-Gehalt von 26,4 % (318 g/l). &lt;br /&gt;
* [[Sohle]]: 1. die Gesamtheit aller in einer Ebene gelegenen Teile eines Bergwerkes; 2. untere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus, z. B. einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Sohlenabstand]]: Abstand zwischen den einzelnen Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Söhlig]]: Horizontal, waagerecht.&lt;br /&gt;
* [[Spanne]]:&lt;br /&gt;
* [[Spanner]]:&lt;br /&gt;
* [[Spat]]:&lt;br /&gt;
* [[Spatgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Spitzeisen, Eisen, Bergeisen]]: Meißelartiges Werkzeug, das mit einem Stiel gehalten wird. Es gehört zum historischen Gezähe „Schlägel und Eisen“.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Spitzhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Spreize]]:&lt;br /&gt;
* [[Sprung]]:&lt;br /&gt;
* [[Spülversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Spurnagel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stalinpaket]]:&lt;br /&gt;
* [[Starrer Bogenausbau]]: Teilelliptischer starrer Streckenausbau aus einzelnen Ausbausegmenten.&lt;br /&gt;
* [[Stehender Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Steiger]]: Grubenaufseher, Bergingenieur, Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Steigort]]&lt;br /&gt;
* [[Steigbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Stempel]]: Stütze aus Holz oder Metall zum Abstützen des Gebirges.&lt;br /&gt;
* [[Stirn]]:&lt;br /&gt;
* [[Stock]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerksbau]]: Abbauverfahren&lt;br /&gt;
* [[Stollen]]: annähernd horizontale Strecke mit einem Mundloch an der Tagesoberfläche. In Sachsen, dem Erzgebirge, vor allem in Eigennamen und traditionell wird auch Stolln geschrieben.&lt;br /&gt;
* [[Stollenflügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollenhieb]]: Recht des [[Erbstöllner]]s, in bestimmten Maß angetroffene [[Erz]]e abzubauen. &lt;br /&gt;
* [[Stollenrösche]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollensteuer]]: Abgabe der [[Gerwerken]] an den [[Erbstöllner]] oder [[Stöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Stöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Störung]]: Trennfläche im Gebirge, an der z.B. eine Verschiebung von Gesteinsschollen stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
* [[Stoß]]: seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaus (z. B. Seitenwand einer Strecke).&lt;br /&gt;
* [[Streb]]:&lt;br /&gt;
* [[Strebausbau]]: Ausbau beim Strebbau.&lt;br /&gt;
* [[Strebbau]]: Untertage-Abbauverfahren, bei dem der Abbauraum im Flöz weiterrückt.&lt;br /&gt;
* [[Strecke]]: Horizontaler Grubenbau innerhalb des Grubengebäudes.&lt;br /&gt;
* [[Streckenausbau]]: Ausbau in untertägigen Strecken.&lt;br /&gt;
* [[Streckenbegleitdamm]]: Untertägiges Bauwerk, das in den Abbaustrecken dazu dient, den Streckensaum gegen den Alten Mann zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Streckenförderung]]: Horizontale Bewegung von Materialien, mineralischen Rohstoffen, Produkten und Versatz in Strecken und Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Streckensaum]]: Seitliche Begrenzung einer Abbaustrecke zum Flöz und zum Alten Mann hin.&lt;br /&gt;
* [[Streichen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in horizontaler Richtung, rechtwinklig zum Fallen. Entspricht dem Verlauf einer Höhenlinie.&lt;br /&gt;
* [[Strosse]]:&lt;br /&gt;
* [[Strossenbau]]: Älteste Abbaumethode für den Gangerzbergbau.&lt;br /&gt;
* [[Stube]]:&lt;br /&gt;
* [[Stufe]]: Kleines Gesteinsstück, insbesondere Erzstufe, aber auch ein vom [[Markscheider]] in das Gestein eingehauenes Zeichen.&lt;br /&gt;
* [[Stufenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Stufeneisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Stufenerz]]:&lt;br /&gt;
* [[Stunde]]: Einer der 24 Teile, in die der Grubenkompaß eingeteilt ist.&lt;br /&gt;
* [[Stundung (Bergbau)]]: Die (zeitweise/vorübergehende) Stilllegung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Sturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sturzbühne]]: Im Mansfelder Kupferschieferbergbau angewandte Methode des Umladens vom Strebhunt in den Förderwagen.&lt;br /&gt;
* [[Sumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen]] (auch Wassereisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sümpfen]]: Absenkung des Grundwasserspiegels, Trockenlegung überfluteter (ersoffener) Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Sumpfstrecke]]: Strecke, die als Sammelraum für das anfallende Grubenwasser verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== T ====&lt;br /&gt;
* [[Tag]] (über Tage, am Tage): Erdoberfläche, von der aus das Tageslicht sichtbar ist.&lt;br /&gt;
* [[Tagebau]]: Abbau des Nutzminerals von über Tage aus.&lt;br /&gt;
* [[Tagebruch]]: Verbruch der sich bis zur Tagesoberfläche durchschlägt.&lt;br /&gt;
* [[Tagegebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Tageschacht]]: Siehe [[Schacht (Bergbau)]].&lt;br /&gt;
* [[Tagewerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Taub]]: Ein Lagerstättenteil, der keine abbauwürdigen Mineralien enthält.&lt;br /&gt;
* [[Teufe]]: Die Tiefe eines Schachtes oder einer Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Teufen]]: Herstellen eines Grubenbaues von oben nach unten, siehe Abteufen.&lt;br /&gt;
* [[Tiefbau]]: Abbau unter Tage. &lt;br /&gt;
* [[Tiefste]]:&lt;br /&gt;
* [[Todt]]:&lt;br /&gt;
* [[Todter Mann]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonne]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonnlägig]]: Ein Schacht, der nicht senkrecht ins Bergwerk führt. Tonnlägige Schächte folgten im Gangerzbergbau dem von der Vertikalen abweichenden Einfallen des Ganges.&lt;br /&gt;
* [[Tonnung]]:&lt;br /&gt;
* [[Tradde]]: Abgabe an die Grundeigentümer.&lt;br /&gt;
* [[Tragwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Trecken]]:&lt;br /&gt;
* [[Treckejunge]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibehaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Treiben]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibe]]: Seilträger, bei dem die Energie der Antriebsmaschine mittels Reibschluss auf das Förderseil übertragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibenförderung]]: Schachtförderanlage, die nach ihrem Erfinder Carl Friedrich Koepe, auch Koepe-Förderung genannt wird. &lt;br /&gt;
* [[Treppenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Trog]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommel]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommelfördermaschine]]: [[Fördermaschine]], bei der das Förderseil auf eine [[Trommel]] gewickelt wird ([[Haspel]]).&lt;br /&gt;
* [[Trum]]: Von einem [[Gang]] abgetrennter Zweig des Ganges, aber auch ein abgeteilter Teil eines [[Schacht]]es, [[Gesenk]]es oder [[Überhauen]]s.&lt;br /&gt;
* [[Trümmerartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Tscherper]]: Ein Messer&lt;br /&gt;
* [[Tscherpertasche]]:&lt;br /&gt;
* [[Tummelbau]]: Abbauverfahren beim Braunkohlenbergbau mit bienenkorbförmigen Weitungen, sogenannten Tummel, das aufgrund seiner Gefährlichkeit im 19. Jahrhundert im deutschen Bergbau verboten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Tübbing]]: Segmente aus Gusseisen oder Stahl, die zum wasserdichten Ausbauen von Schächten bei nicht standfesten Nebengebirgen dienen.&lt;br /&gt;
* [[Türstock]]: Ausbaukonstruktion, bestehend aus einer Kappe mit zwei unterstützenden Stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== U ====&lt;br /&gt;
* [[Überfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Überhauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Überlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übrschar]]:&lt;br /&gt;
* [[Übersetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übertreiben]]: Vorbeifahren der Fördermittel über die Endanschläge hinaus.&lt;br /&gt;
* [[Übertreibsicherung]]: Dient dazu das Fördermittel abzubremsen damit es beim Übertreiben möglichst vor dem Prellträger zum Stehen kommt.&lt;br /&gt;
* [[über Tage]] oder Übertage: alles „an der Sonne“, also nicht der Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Ulm]]e: Seitliche Begrenzung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Umbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Umfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unbauwürdig]]:&lt;br /&gt;
* [[Ungeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Unschlitt]]: Tierische Körperfette (Talg), welche als Brennmaterial für offene [[Geleucht]]e, meist tönerne [[Frosch]]lampen, diente. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittgeld]]: Gebühr der [[Gewerkschaft]]en an den zuständigen [[Grabensteiger]] zur Deckung der ihm entstandenen Unkosten für das [[Geleucht]]. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittlampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterbank]]: Unterer Teil eines zweiteiligen Flözes.&lt;br /&gt;
* [[unter Tage]] oder Untertage: Stollen, Strecken, Schächte.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerk]]: Abbau unter der Stollnsohle.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerksbau]]: Abbau unterhalb der tiefsten Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Unverritzt]]:&lt;br /&gt;
* [[Urbar]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== V ====&lt;br /&gt;
* [[Ventilator]]:&lt;br /&gt;
* [[Verarmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbau]]:&lt;br /&gt;
* [[verblenden]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbolzung]]: Axiale Verkettung des Streckenausbaus um die Einzelbaue gegen eine Schubwirkung in Längsrichtung zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Verbrechen]]: Einbrechen oder Einstürzen und damit Unbrauchbarmachen eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Verbühnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbundbergwerk]]: Entsteht durch Zusammenlegung mehrerer Bergwerke.&lt;br /&gt;
* [[Verdingen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verdrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Veredeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verhieb]]: Art und Weise wie ein in Angriff genommener Abbaustoss abgebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Verlag]]:&lt;br /&gt;
* [[Verlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verleihen]]: Zueignung von Bergwerkseigentum durch den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* [[Verkippen]] / [[Verstürzen]]: Im Tagebau das Absetzen des Abraumes.&lt;br /&gt;
* [[Verritzen]]: Beginn des Abbaus einer Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Versatz]]: Verfüllung eines durch den Abbau entstandenen Hohlraums mit Bergen (Bergeversatz).&lt;br /&gt;
* [[Versetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verspünden]]: Wasserdichtes abdämmen einer [[Strecke]] durch einen Ziegel- oder Betondamm, früher auch Zimmerwerk.&lt;br /&gt;
* [[Verstufung]]: Bergrechtlicher Vorgang, durch den sich der [[Stöllner]] sämtliche Rechte an dem bisher aufgefahrenen Stollen gegen etwaige Ansprüche neuer [[Muter]] sicherte. Der [[Markscheider]] setzte ein [[Verstufung]]szeichen.&lt;br /&gt;
* [[Verwahren]]: Sicherung der Hohlräume eines stillgelegten (aufgelassenen) Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Verstufen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verstürzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Versuchsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Vertauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfung]]:&lt;br /&gt;
* [[Verziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzimmern]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzug]]: Auskleidung der Zwischenräume beim Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Vierter Pfennig]]: Kostenerstattung vom Besitzer der [[Grube]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Vierung]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorflut]]: Natürlicher Bach oder Fluss sowie künstlich geschaffene Möglichkeit (Kanal, Pumpwerk), um Wasser (auch Abwasser) abzuführen.&lt;br /&gt;
* [[Vorkommen]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorrichten]]: Vorbereitung des [[Abbau]]s der [[Lagerstätte]] und den Einbau von Gewinnungs– und Fördereinrichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== W ====&lt;br /&gt;
* [[Wolger|Walger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Walzenlader]]: Maschine zur schneidenden Gewinnung von Steinkohle und Erz.&lt;br /&gt;
* [[Wand]]:&lt;br /&gt;
* [[Wange]]: Im Harz verbreiteter Begriff für die seitlichen [[Stoß|Stöße]] eines horizontalen Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Wasseraufzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassereinfallgeld]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen|Wassereisen]] (auch Sumpfeisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Wasserhaltung]]: Anlagen und Maßnahmen zum Abführen des einer Grube zufließenden Wassers.&lt;br /&gt;
* [[Wasserknecht]]: Bergmann, der für die Wasserhaltung des Bergwerks zuständig war.&lt;br /&gt;
* [[Wasserkunst]]: System zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Wasserlauf]]: Regionale Bezeichnung für einen Wasserüberleitungsstollen im Oberharzer Bergbau (siehe auch [[Rösche]]). &lt;br /&gt;
* [[Wasserlösung]]: Abführen von Wasser, z. B. durch Wasserlösungsstollen.&lt;br /&gt;
* [[Wassernot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wasserregal]]: Königliches Hoheitsrecht zur Wassernutzung, meist zusammen mit dem [[Bergregal]] durch den Landesherren verliehenes Recht.&lt;br /&gt;
* [[Wassersack]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassersäulenmaschine]]: Maschine, die durch Wasserkraft angetrieben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wassersaige]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassertrommel]]: Bewetterungsmaschine, bei der der Sog des herabfallenden Wassers zur Bewetterung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wässerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wechsel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wegfüllarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der das gelöste [[Gestein]] und [[Erz]] mittels [[Gezähe]] in die [[Fördergefäß]]e verbracht wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wehr]]: Land, welches dem Bergbautreibenden zum [[Lehen]] gegeben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Weiberarsch]]: Umgangssprachliche Bezeichnung einer → Pfannenschaufel (regional).&lt;br /&gt;
* [[Weilarbeit]]: Schichten in der Freizeit, unter anderen in der [[Eigenlehner]]zeche.&lt;br /&gt;
* [[Weitung]]: Beim [[Weitungsbau]] entstandene Kammern.&lt;br /&gt;
* [[Weitungsbau]]: Variante des [[Kammerbaus]] bei mächtigen und durchwegs [[bauwürdig]]en [[Lagerstätte]]n.&lt;br /&gt;
* [[Wendelstrecke]], (auch kurz:) [[Wendel]]: Spiralförmige Rampe zwischen den einzelnen (Teil-)Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Wetter]]: Gesamtheit aller Gase im Bergwerk.&lt;br /&gt;
* [[Wetterbohrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterführung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterhut]]: beweglicher Holzaufsatz über dem Schacht.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlampe (Bergbau)|Wetterlampe]]: Mit Benzin betriebene Sicherheitslampe zur Kontrolle der Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlutte]]:&lt;br /&gt;
* [[Wettermann]]: Ein Bergmann, der in den einzelnen Grubenbauen die Wettermessungen durchführt.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlmaschine]]: Maschine, die zur direkten Wetterkühlung der Grubenbaue eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlung]]: Abkühlen von Teilwetterströmen mittels technischer Hilfsmittel und Maschinen.&lt;br /&gt;
* [[Wetternot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterofen]]: Konstruktion zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges.&lt;br /&gt;
* [[Wetterrad]]: Einfache Wettermaschine aus Holz zur Bewetterung der Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Wettersatz]]: Maschine, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur künstlichen Bewetterung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wetterschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterscheider]]: Wettertechnisches Bauwerk, das in den Grubenbauen die Frisch- von den Abwettern trennt.&lt;br /&gt;
* [[Wettersohle]]: Sohle, die hauptsächlich der Bewetterung dient.&lt;br /&gt;
* [[Wettertafel]]: Kontrolltafel unter Tage, auf der die erfolgte Überprüfung der Luftreinheit mit Datum, Uhrzeit und Unterschrift der Kontrollperson vermerkt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterwechsel]]: Jahreszeitlich bedingte Änderung der Wetterrichtung, aber auch Austausch der verbrauchten Luft gegen frische Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterzug]]: Von der Atmosphäre in den Grubenbauen angenommene Luftbewegung.&lt;br /&gt;
* [[Widersinnig]]:&lt;br /&gt;
* [[Wiederaufnehmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Winkel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wipperboden]]:&lt;br /&gt;
* [[Wirbellutte]]: Speziallutte, die in sonderbewetterten Streckenörtern zur Durchmischung von Wettern dient, auch Coanda-Wirbellutte.&lt;br /&gt;
* [[Wolger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Wünschelrute]]:&lt;br /&gt;
* [[Wurfschaufellader]]: Ladegerät, hauptsächlich im Streckenvortrieb. Gleisgebundene oder gleislose Ausführung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== X ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Y ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Z ====&lt;br /&gt;
* [[Zeche]]: Bergwerkseigentum der [[Gewerkschaft]], aber auch bei der [[SDAG Wismut]] ein Betrieb zur [[Beprobung]] von Uranerz.&lt;br /&gt;
* [[Zehnte]]: Abgabe des Bergwerksbesitzers an den Staat oder den [[Bergregal|Regal]]herren.&lt;br /&gt;
* [[Zehntner]]:&lt;br /&gt;
* [[Zertrümern]]:&lt;br /&gt;
* [[Ziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerling]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Zone]]:&lt;br /&gt;
* [[Zubuße]]: Zahlungen auf Basis der [[Kux]]e, die der Anteilseigner ([[Gewerken|Gewerke]]) einer Bergrechtlichen Gewerkschaft an diese zur Erfüllung von Verbindlichkeiten zu entrichten hat.&lt;br /&gt;
* [[Zug]]:&lt;br /&gt;
* [[Zulegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusammendrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zwanzigste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] (in Sachsen 1851 statt des [[Neunte]]n eingeführt).&lt;br /&gt;
* [[Zwischengeschirr]]: Verbindungselement zwischen Förderkorb und Förderseil.&lt;br /&gt;
* [[Zwischenmittel]]: dünne Schichten tauben Gesteins in einem Flöz oder einem Erzlager.&lt;br /&gt;
* [[Zwölfte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] für einen alten wieder aufgewältigten [[Erbstollen|Erbstolln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leere Artikelseiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fpflock&amp;diff=2660</id>
		<title>Schießpflock</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fpflock&amp;diff=2660"/>
				<updated>2012-09-19T11:37:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Schießpflock''' war ein rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ''Schießpflock'' wurde, wenn noch nicht vorgefertigt, auf die Größe des Bohrloches zugeschnitten und mit dem [[Schlägel]] in das Bohrloch eingetrieben. Besaß der ''Schießpflock'' kein Loch, wurde vorher noch eine entsprechende Kerbe für die (Zünd)Spur eingeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Hilfe des ''Schießpflockes'' wurde ein Verschluss des Bohrloches und somit eine Erhöhung der Sprengwirkung erzielt. Zusätzlich verhinderte der ''Schießpflock'', dass Funken an die Pulverladung gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Schiß-Pflöcker / sind Hölzer wodurch ein Loche gebohret / welche in das schiß Loch getrieben / und das zünd Pulfer hinein geschüttet wird.“'' (Junghans, G. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(29)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Soferne keine Wasser darinnen zulauffen / kan alsbald geschossen werden / wenn zu vorhero alles darzu zugerichtet ist. Denn es muß ein Pflock von buchigen Holze nach der Grösse des Loches / und Länge desselben zugeschnitten werden / uff demselben wird der Länge nach eine Spur oder Kerbe ausgeschnitten / anstatt des Zünd-Loches.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Schiessen ist hier vom ersten Anfange bis Anno 1687 mit Schießpflöcken verrichtet worden. Diese wurden von hartem Büchenholze im Walde aus dem gröbesten gehauen, hernach getrocknet oder geräuchert, und also auf die Gruben geliefert. Sie waren 30 bis 36 Zoll lang, rund, und so dicke, daß sie das gebohrte Loch über dem Pulver ausfüllen können. Ein jedes Schock ward mit 20 Mgr. (Mariengroschen) bezahlet, bis Anno 1681. da man 2 Groschen abgebrochen. Ein jeder Steiger, der seinen Untersteiger hatte, schnitt seine Schießpflöcke in der Nachmittagspose, da der Untersteiger in der Grube das Schiessen verrichtet, durchbohrte sie mit dem Pflockbohrer, und bereitete sie zum Gebrauch auf den folgenden Tag. Wenn aber auf seiner Grube kein Untersteiger gewesen, und der Steiger anderer nöthigen Arbeit halber die Schießpflöcke in der Schicht nicht ausbohren können; So ist es nach der Schicht verrichtet, und vor jedes Schock 8 Mgr. besonders bezahlet worden, daß also ein Schock völlig zubereiteter Schießpflöcke 28 Mgr. und zulezt von Anno 1681. auf 26 Mgr. zu stehen gekommen.“'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den eingetriebenen ''Schießpflock'' wurde bündig in ein entsprechendes [[Bühnloch|Bühnenloch]] das [[Schießblech]] gesetzt und dieses anschließend mittels [[Schießspreize]] befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Uff solchen Pflock muß ein sonderlich Schieß-Eisen / das ist ein Blech in gevier 2. Hände breit / ein oder zwey Finger stark / ins Gestein eingehauen werden / daß es sich nicht schieben kann / darüber das Zünd-Loch seyn muß. Auff solches Blech wird so dann ein Poltzen oder Stempel angetrieben, welcher wohl verwahret in einem Bühn-Loch stehen muß.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fblech&amp;diff=2659</id>
		<title>Schießblech</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fblech&amp;diff=2659"/>
				<updated>2012-09-19T11:36:03Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein '''Schießblech''' ist eine viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''Schießblech'' wurde nach dem Eintreiben des Schießpflocks in ein um das Bohrloch gehauenes [[Bühnloch|Bühnenloch]] passgenau eingesetzt. Dabei war darauf zu achten, dass die Öffnung des ''Schießbleches'' mit der Öffnung für die Pulverspur des Schießpflockes übereinstimmt. Anschließend wurde das ''Schießblech'' mit Hilfe der [[Schießspreize]] befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Uff solchen Pflock muß ein sonderlich Schieß-Eisen / das ist ein Blech in gevier 2. Hände breit / ein oder zwey Finger stark / ins Gestein eingehauen werden / daß es sich nicht schieben kann / darüber das Zünd-Loch seyn muß. Auff solches Blech wird so dann ein Poltzen oder Stempel angetrieben, welcher wohl verwahret in einem Bühn-Loch stehen muß.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„SchißBleche / sind Eisen die zwischen die Spreizen und Schißpflöcker geleget werden / welche verhütten / daß die Spreiz vom Pflock nicht gespellet werden / werden auch Schißstücke genennt.“'' (Junghans, G. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(29)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2658</id>
		<title>Bergwörterbuch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2658"/>
				<updated>2012-09-19T11:34:50Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: /* B */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Inhaltsverzeichnis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== A ====&lt;br /&gt;
* [[Abbau]]: Vorgang des [[Lösen]]s von [[Mineral]]ien aus einer [[Lagerstätte]], aber auch der Ort, an dem dies geschieht.&lt;br /&gt;
* [[Abbaue]]:  Orte, an denen der [[Abbau]] stattfindet.&lt;br /&gt;
* [[Abbaurichtung]]: Hauptrichtung, in der ein [[Lagerstätte]]nanteil mittels des jeweiligen [[Abbauverfahren]]s in Angriff genommen wird.&lt;br /&gt;
* [[Abbaustoß]]: Angriffsfläche für den [[Abbau]].&lt;br /&gt;
* [[Abbaustrecke]]: Horizontaler [[Grubenbau]] in der [[Lagerstätte]], der den [[Abbau]] begleitet.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverfahren]]: Technik, die im Bergbau dazu dient, eine [[Lagerstätte]] wirtschaftlich auszubeuten. Für jede Lagerstätte wird das jeweilige Abbauverfahren genau geplant.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverluste]]: Nicht abbaubare [[Lagerstätte]]ninhalte innerhalb eines [[Grubenfeld]]es, gerechnet in Prozent des anstehenden Lagerstätteninhaltes.&lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Abfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abfangen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abgang]] (oft im Plural, Abgänge): das Abfallmaterial aus einer ([[Erz]]-)[[Aufbereitung]]sanlage (engl. Tailings). Insbesondere im Steinkohlebergbau auch als [[Waschberg]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Abgeworfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Abkehren]]: Den Dienst aufgeben.&lt;br /&gt;
* [[Ablegen]]: Entlassen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Ablöser]]: Gesteinsbrocken, die sich von der [[Firste]] oder vom  [[Stoß]] ablösen und herunterfallen können oder bereits heruntergefallen sind.&lt;br /&gt;
* [[Abmuten]]: Bemühungen, den Freifall (ins Bergfreie fallen) eines [[Muten|gemuteten]] Bergwerkes mittels Antrag zu erreichen.&lt;br /&gt;
* [[Abortkübel]]: Auch Bergmannsklo genannt, ist ein Behälter mit verschließbarem Deckel, in dem die Bergleute Untertage ihre Notdurft verrichten.&lt;br /&gt;
* [[Abraum]]: Im Tagebau das die Lagerstätte überdeckende Gestein, von abräumen.&lt;br /&gt;
* [[Absaufen]]: Ungeplantes Volllaufen der Grubenbaue mit Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Abschlag]]: Vortrieb, der durch jeweils eine Sprengarbeit entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Absetzen]]: Im Tagebau das Aufschütten des Abraumes, oft mittels eines Absetzers; auch verkippen oder verstürzen genannt.&lt;br /&gt;
* [[Absetzig]]: &lt;br /&gt;
* [[Absinken]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abteufen]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abtreiben]]: auch [[bereißen]] oder ''berauben'': loses Gestein aus Sicherheitsgründen herunterreißen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbaufeldes]].&lt;br /&gt;
* [[Abwetter]]: Aus den Grubenbauen abgeleitete verbrauchte Luft.&lt;br /&gt;
* [[Ader]]: &lt;br /&gt;
* [[Akkulok]]:&lt;br /&gt;
* [[Alter Mann]]: Bereich, in dem der [[Abbau]] beendet ist. &lt;br /&gt;
* [[Altung]]:&lt;br /&gt;
* [[Anbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Anfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Anlegen]]: Einstellen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Anreichern]]: &lt;br /&gt;
* [[Anscharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Anschlagen]]: Beginn der Auffahrung (&amp;quot;einen [[Stollen|Stolln]] anschlagen&amp;quot;), aber auch Signalgebung bei der [[Förderung]] im [[Schacht]] durch den  [[Anschläger]], der die [[Fördertonne]]n ans Seil &amp;quot;anschlägt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* [[Anschläger]]: Bergmann, der im [[Füllort]] unter Tage und auf der [[Hängebank]] über Tage die [[Fördertonne]]n ans Seil anschlägt. Bedient die Signalanlage zur Verständigung mit dem Maschinisten.&lt;br /&gt;
* [[Anschnitt]]: Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben des [[Berggebäude]]s beim [[Bergamt]]. Der Anschnitt erfolgte in früheren Jahrhunderten mittels [[Kerbholz]].&lt;br /&gt;
* [[Anschnittbuch]] (auch ''Anschnittbogen''): Im [[Bergamt]] hinterlegtes Buch, in dem die [[Bergkosten]] der [[Grube]]n vermerkt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Anschnittregister]]: Auflistung der [[Bergkosten]] der [[Grube]], welche beim [[Bergamt]] zur Untersuchung vorgelegt werden musste.&lt;br /&gt;
* [[Anschützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Apophyse]]:&lt;br /&gt;
* [[Arschleder]]: Gesäßschutz des Bergmanns, insbesondere, wenn er auf dem Leder einfährt (über tonnlägige Schächte in den Berg rutscht). Hauptsächlich aber als Schutz vor Nässe und Kälte beim Sitzen, siehe auch: [[Kniebügel]].&lt;br /&gt;
* [[Assanisator]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Aufbereiten]]: Gewonnene Mineralien zerkleinern, sortieren, klassieren, anreichern und konzentrieren.&lt;br /&gt;
* [[Aufbruch]]: Von unten, von einer tieferen Sohle her, nach oben hergestellter vertikaler Grubenbau. Auch [[Überhauen]] genannt.&lt;br /&gt;
* [[Auffahren]]: Einen Grubenbau herstellen.&lt;br /&gt;
* [[Aufgehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufhauen]]: Eine in einer Lagerstätte aufwärts führende Strecke, z. B. Strebaufhauen zur Vorrichtung eines Strebbaus, Wetteraufhauen zur Wetterführung.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Auflassen]]: (Auflässig) Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbau]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Aufnehmen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsatteln]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsäubern]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufschliessen]]: Eine [[Lagerstätte]] durch ein neues Bergwerk zugänglich machen.&lt;br /&gt;
* [[Aufschluss]]: &lt;br /&gt;
* [[Öhr|Auge]]: Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[aufwältigen]]: Einen verbrochenen (eingestürzten) oder verfüllten Grubenbau wiederherstellen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbau]]: Abstützung innerhalb des Bergwerkes mittels verschiedener Materialien und Techniken.&lt;br /&gt;
* [[Ausbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbaugespann]]: Hydraulischer Schreitausbau, der aus zwei oder drei Ausbaurahmen besteht.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeissen]]: Auch ausgehen; bergmännisch für zu Tage kommen, sich verringern, verschmälern; ausgehendes Flöz: ein zu Tage sich verschmälerndes, selbst aufhörendes Flöz.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeute]]: Überschuss aus dem Ertrag eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeutebogen]]: Verzeichnis aller Zechen eines Bergbaureviers, die Gewinne abwarfen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbiss]]: Das Hervortreten einer Lagerstätte an der Tagesoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Ausblühen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbringen]]: Gesamte Rohförderung an nutzbaren Mineralien einer Grube.&lt;br /&gt;
* [[Ausfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausgehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushalten]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushieb]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskeilen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausklauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Auslängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Auspochen]] (auch Ausklopfen): Akustisches Signal zum Schichtende vom [[Steiger]] über Tage zu den Bergleuten im [[Schacht]] und dessen Weiterleitung durch Schläge mit dem [[Schlägel]] an den [[Stoß]] bis zu den [[Ort|Örtern]].&lt;br /&gt;
* [[Ausrichtung]]: Erschließung eines [[Grubenfeld]]es durch die Anlage von [[Schacht|Schächten]], [[Querschlag|Querschlägen]], [[Feldstrecke|Feld]]- und [[Richtstrecke]]n.&lt;br /&gt;
* [[Ausschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausschläger]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausstreichen]]: Flöz oder Gang streicht an der Erdoberfläche aus, d. h. schneidet die Erdoberfläche, und ist dort sichtbar; auch Ausbiß oder Ausgehendes genannt.&lt;br /&gt;
* [[Ausziehen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== B ====&lt;br /&gt;
* [[Bankrecht]] ist eine Senkrechte zum [[Streichen]] und [[Einfallen|Fallen]] einer Schichtenfolge.&lt;br /&gt;
* [[Barte]] (oder Bergbarte): Kleines Beil mit einer langen Spitze und einem langen Stiel, das zu festlichen Anlässen mitgeführt wird.&lt;br /&gt;
* [[Bau]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauhaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig|Bauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Befahrbar]]: &lt;br /&gt;
* [[Befahren]]: Begehung eines [[Stollen[[s, heute auch die generelle Begehung (Besichtigung) eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Beibrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegung]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnungsurkunde]]: Verleihungsurkunde, die bei der [[Verleihen|Verleihung]] einer [[Muten|gemuteten]] [[Grube]] in das [[Lehensbuch]] eingetragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Beleihen]]: &lt;br /&gt;
* [[Beraubefahrzeug]]: Mobile Arbeitsmaschine, die Untertage zum bereißen der Firste eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Berauben]]: siehe [[Bereißen]].&lt;br /&gt;
* [[Berechtsame]]: Nutzungsrecht an bestimmten [[Grubenfeld]]ern, wird heute im [[Bergrecht]] Bergbauberechtigung genannt.&lt;br /&gt;
* [[Berechtsamsurkunde]]: [[Bergrecht]]liches Dokument, das aus der sogenannten [[Verleihen| Verleihung]]surkunde und einer Ausfertigung des Lager[[riss]]es besteht und einem Bergbautreibenden bei der Verleihung von Bergwerkseigentum überreicht wird.&lt;br /&gt;
* [[Bereißen]]: Herunterreißen von losen Gesteinsstücken oder Kohlebrocken von der [[Firste]] mittels Bereißwerkzeugen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Berg]]: Eher flach geneigte Verbindungsstrecke zwischen [[Grubenbau]]en unterschiedlicher [[Teufe]], z. B. zwischen den [[Sohle]]n eines Bergwerks. Siehe auch [[Förderberg]].&lt;br /&gt;
* [[Bergamt]]: Für den Bergbau zuständige Aufsichtsbehörde.&lt;br /&gt;
* [[Bergamtmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbeamte]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigungsfonds]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbehörde]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbuch]]: Öffentliches Verzeichnis aller Rechtsgeschäfte des [[Bergamt]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berge]] (auch: Bergematerial): Vom Bergmann aus dem Gebirge gelöstes, taubes oder auch (Neben-)Gestein, das bei Gewinnung von Bodenschätzen unter Tage anfällt.&lt;br /&gt;
* [[Bergekasten]]: Geviert aus Grubenholz, das mit Bergen gefüllt wird und zur Abstützung des Hangenden dient.&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen]]: Länglicher Spitzkeil, welches meist an einem [[Helm]] befestigt und bei der [[Schlägel]]- und Eisenarbeit eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Berghammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Bergfeste]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergfreie]]: (ins Bergfreie fallen)&lt;br /&gt;
* [[Bergfreiheit]]: Der Landesherr konnte bestimmte wirtschaftlich wichtige Mineralien für bergfrei erklären und damit ihre Gewinnung anregen. Ein bergfreies Mineral durfte jeder Finder sich aneignen – ohne Rücksicht auf den Grundbesitz. Vorausgesetzt war die Verleihung von Bergwerkseigentum.&lt;br /&gt;
* [[Berggemach]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggericht]]: Gericht, das für bergrechtliche Angelegenheiten in den Bergbaurevieren zuständig war. Es überwachte die Konzessionen und vertrat die Rechtsansprüche der Landesherren.&lt;br /&gt;
* [[Berggeschrei]]: Beginn des Silberbergbaus im Erzgebirge und dem Harz, vergleichbar mit dem Goldrausch in Nordamerika.&lt;br /&gt;
* [[Geschworener|Berggeschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berggesetz]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergglocke]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggrundbuch]]: Ein öffentliches Register, das auch Berghypothekenbuch genannt wird und das beim Amtsgericht geführt wird. In ihm werden die Bergwerke, deren Eigentümer, Gewerke und Feldesgrössen aufgeführt.&lt;br /&gt;
* [[Berghauptmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergherr]]: &lt;br /&gt;
* [[Berghoheit]]: &lt;br /&gt;
* [[Berginspektor]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergkittel]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergknecht]]: Bergmann, der zu Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bergmannschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergmeister]]: Beamter, der beim [[Bergamt]] angestellt war und die [[Zeche]]n in seinem Bezirk verwaltete.&lt;br /&gt;
* [[Bergordnung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergpredigt]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergquartal]]: Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* [[Bergrecht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergregal]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergrichter]]: Beamter, der dem [[Berggericht]] vorstand und in strittigen Bergsachen entscheiden musste.&lt;br /&gt;
* [[Bergschaden]]: Schaden an Personen oder Gebäuden, der durch bergbauliche Aktivitäten entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Bergschmied]]: Handwerker, der die zum Bergbau erforderlichen Werkzeuge schmiedete und der [[Berggericht]]sbarkeit unterstand.&lt;br /&gt;
* [[Bergschreiber]]: Buchhalter und Protokollführer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Bergsenkung]]: Bodenbewegung, die aufgrund von Bergbautätigkeiten entsteht und sich bis zur Erdoberfläche auswirkt.&lt;br /&gt;
* [[Bergsucht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergvogt]]: Ein dem [[Bergmeister]] untergeordneter Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Bergwerkseigentum]]: Das Recht, innerhalb festgelegter Grenzen ein [[Mineral]] zu gewinnen. Bergwerkseigentum wird aufgrund einer [[Muten|Mutung]] durch den Landesherrn [[Verleihung|verliehen]].&lt;br /&gt;
* [[Besatz]]: Masse, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Besetzen]]: &lt;br /&gt;
* [[Besteg]]: &lt;br /&gt;
* [[Blasversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Blende]]: &lt;br /&gt;
* [[Blende (Geleucht)]]: &lt;br /&gt;
* [[Blick]]: &lt;br /&gt;
* [[Blindschacht]]: [[Schacht]] ohne Verbindung zur Erdoberfläche (Tageslicht).&lt;br /&gt;
* [[Bobine]]: schmale Seiltrommel mit seitlichen Führungen, auf der die Windungen eines Flachseils übereinander liegen.&lt;br /&gt;
* [[Bombe]]: Bezeichnung des Kumpels für eine bestimmte elektrische Handlampe.&lt;br /&gt;
* [[Bornmeister]]: Aufsichtsperson in einer Saline, er führt die Aufsicht über die Sole.&lt;br /&gt;
* [[Böse Wetter]]: Schädliche Gasgemische, die für den Menschen schädlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrdeckel]]: Über den [[Bohrer]] gesteckt Scheibe, die das Herausspritzen des Bohrkleins verhinderte.&lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Bohren]]: Tätigkeit des Herstellens von Bohrlöchern mittels [[Bohrer]] und [[Schlägel]]. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen]]: [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] durch manuelles Anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver.&lt;br /&gt;
* [[Bohrer]]: Ein [[Gezähe]] für die Herstellung von Bohrlöchern beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrgestänge]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrkern]]: &lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrkrätzer]]:Länglichers [[Gezähe]] mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrkruck]]: Hölzernes Hilfsmittel zum Umsetzen des Hand[[bohrer]]s beim [[Bohren und Schießen|Bohren]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrlappen]]: Lappen zur Reinigung und Trocknung des Bohrlochs.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrlöffel]]:Länglichers [[Gezähe]] mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrpost]]: Anzahl stärkerer und schwächerer [[Bohrer]], welche zum [[Bohren und Schießen|Abbohren]] eines Bohrlochs erforderlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrschacht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrstange]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrtrog]]: &lt;br /&gt;
* [[Bolzenschrot]]: &lt;br /&gt;
* [[Brecher]]: Maschine mit einer rotierenden Meißelwalze, um das abgebaute [[Mineral]] zu zerkleinern und transportfähig zu machen (meist ist an einem Brecher ein Transportband angehangen, um die zerkleinerten Mineralien zu befördern).&lt;br /&gt;
* [[Brecheisen]]: Eisenstange mit einer Spitze oder einer Schneide, welche für unterschiedliche Arbeiten (z. B. [[Durchschlag]]en) eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bremmer]]: &lt;br /&gt;
* [[Bremsberg]]: Berg, in dem mit Hilfe gebremster Förderwagen abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsbergförderung]]: Fördertechnik, bei der das abgebaute Mineral an einem Bremsberg mittels Schwerkraft abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsförderer]]: Rutsche mit angetriebenen Stauscheiben.&lt;br /&gt;
* [[Bremswerk]]: Maschinelle Einrichtung, die bei Förderung an Bremsbergen die niedergehenden Wagen abbremst.&lt;br /&gt;
* [[Bruch]]: Einsturz eines Teiles eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Bruchbau]]: Abbaumethode, bei der der das [[Hangendes|Hangende]] planmässig zu Bruch geworfen wird.&lt;br /&gt;
* [[Prunen|Brunen]] (Brunnen): Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Bühne]]: Künstlich geschaffene Arbeitsplattform.&lt;br /&gt;
* [[Bühnloch]] (auch Bühnenloch): Eine in das feste [[Gestein]] gehauene Vertiefung, um den Fuß eines [[Stempel]]s oder das Ende einer [[Kappe]] unverrückbar aufzunehmen.&lt;br /&gt;
* [[Bulge]]: Schlauchförmiger Ledersack, der im Mittelalter zum Schöpfen von Grubenwasser diente.&lt;br /&gt;
* [[Bulgenkunst]]: Wasserhebemaschine aus Holz, die zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bunker]]: Grubenräume oder betriebliche Einrichtungen, in denen Schüttgüter wie Rohkohle, Roherz oder Berge zwischengelagert werden.&lt;br /&gt;
* [[Butzen]]: eine kleine selbständige Masse eines bestimmten Minerals im Gestein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== C ====&lt;br /&gt;
* [[Caducieren]]: Kuxe für nicht mehr bestehend erklären, das Eigentum daran aufheben. &lt;br /&gt;
* [[Communbergbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Concedieren]]: &lt;br /&gt;
* [[Concession]]: &lt;br /&gt;
* [[Consolidation]]:auch Konsolidation: Zusammenschluss mehrerer Grubenfelder bzw. der dazugehörigen Berechtsamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== D ====&lt;br /&gt;
* [[Damm:]] Bauwerk, das einen Teilbereich des Grubengebäudes von den übrigen Grubenbauen trennt. Man unterscheidet Brand-, Wasser-, Streckenbegleit- und Abschlussdämme.&lt;br /&gt;
* [[Dammtor]]: Sicherheitstor, meist in Strecken, mit dem plötzliche Wassereinbrüche abgesperrt und somit ein Teil des Grubengebäudes zu Sumpfe gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
* [[Derb]]:&lt;br /&gt;
* [[Dingen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dopplhäuer]]: &lt;br /&gt;
* [[Doppltrümig]]: &lt;br /&gt;
* [[Dreiecksbau]]: Altes Abbauverfahren, das hauptsächlich im Schieferbergbau angewendet wurde und durch den Querbau abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
* [[Drittel]]: Bei Belegung eines Ortes mit mehreren, sich ablösenden Arbeitsgruppen eine dieser Schichten. Ein Ort kann auch mit zwei oder mit vier Dritteln belegt sein. Siehe 3- und 4/3-Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Druse]]: &lt;br /&gt;
* [[Drusig]]: &lt;br /&gt;
* [[Duckelbau]]: Abbauverfahren für unregelmäßig vorkommende Lagerstätten mit geringer Mächtigkeit, bei dem die Gewinnung mittels kleiner Schächte, sogenannter Duckel erfolgt.&lt;br /&gt;
* [[Durchfallen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchbauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchörtern]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchschlag]]: Herstellung einer offenen Verbindung zwischen zwei Grubenbauen.&lt;br /&gt;
* [[Durchsinken]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchteufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dürr]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== E ====&lt;br /&gt;
* [[Edel]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehner]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehnerzeche]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbringen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbruch]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfallen]]: Neigungswinkel der Lagerstätte zur Horizontalen, also die Neigung in Falllinie. Das Einfallen wird senkrecht zum Streichen gemessen.&lt;br /&gt;
* [[Eingesprengt]]: &lt;br /&gt;
* [[Einkommen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einlegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Einsprengung]]: &lt;br /&gt;
* [[Einstrich]]: Horizontaler Schachteinbau, der aus Holz oder aus Stahl gefertigt ist.&lt;br /&gt;
* [[Eintrümmig]]: &lt;br /&gt;
* [[Einziehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Eisen]]: Historische Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen]]: Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Entblössen]]: &lt;br /&gt;
* [[Enterben]]: Übergang der Rechte zwischen [[Erbstollen]], wenn der neu ins das [[Grubenfeld]] einkommende Erbstollen die erforderliche [[Erbteufe]] hat.&lt;br /&gt;
* [[Enterbungsteufe]]: Senkrechter Abstand zwischen [[Erbstollen]] und enterbten Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Erbbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbbelehnung]]: Verleihung der Rechte auf den [[Abbau]] eines [[Mineral]]s innerhalb eines bestimmten Bezirkes. &lt;br /&gt;
* [[Erbbereiten]]: Berggerichtliche Handlung, die der nochmaligen genauen Vermessung eines [[Grubenfeld]]es diente, wenn dieses zur [[Ausbeute]]verteilung gekommen war.&lt;br /&gt;
* [[Erbbereitungsbuch]]: Buch zur Aufzeichnung aller Handlungen im Zusammenhang mit dem [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erben]]: Begriff mit unterschiedlicher Bedeutung im Bergbau (Grundeigentum, Vorrangstellung, aber auch Vererbung). &lt;br /&gt;
* [[Erbfluss]]: Größeren Bach oder Fluss, der, die das [[Grubenfeld]] durchsetzenden [[Gang|Gänge]] teilt.&lt;br /&gt;
* [[Erbgerechtigkeit]]: Herstellen der Rechtmäßigkeit des Besitzes oder Anspruchs durch Vermessung oder [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erbhäuer]]: Ausgelernter und für [[Gedinge]] zugelassener [[Hauer|Häuer]] mit vollem Häuerlohn. &lt;br /&gt;
* [[Erbkux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e zur Entschädigung des Grundbesitzers, auf dessen Land die [[Zeche]] liegt.&lt;br /&gt;
* [[Erbstamm]]: Gesamtheit der [[Erbkux]]e.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollen]]: Stollen zur Wasserlösung und zur Wetterführung in einem oder mehreren Bergwerken. Dem [[Erbstöllner]], der den Stollen herstellte, stand dafür ein Anteil an der [[Ausbeute]] der Bergwerke zu.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengebühr]]: Betrag, den die Besitzer der [[Zeche]] an den [[Erbstöllner]] abführen mussten.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengerechtigkeit]]: Ein nach besonderer [[Muten|Mutung]] erworbenes Recht, einen [[Erbstollen]] nach erfolgter Verleihung zu betreiben.&lt;br /&gt;
* [[Erbstöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbstufe]]: Ein ins Gestein gehauenes Zeichen an der Grenze des [[Grubenfeld]]es.  &lt;br /&gt;
* [[Erbteufe]]: Gesetzlich vorgeschriebene [[Teufe]] eines [[Erbstollen|Erbstollns]], um die vollen [[Erbstollengebühr]]en beanspruchen zu können.&lt;br /&gt;
* [[Erbtiefste]]: Tiefster Bau eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Erbwürdig]]: &lt;br /&gt;
* [[Erlängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erliegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Ersaufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Erschliessen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erschroten]]: &lt;br /&gt;
* [[Schürfen|Erschürfen]]: Auffinden einer [[Lagerstätte]] beim [[Schürfen]]. &lt;br /&gt;
* [[Erstrecken]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz]]: In der Natur vorkommende Verbindungen von Metallen mit anderen Stoffen. &lt;br /&gt;
* [[Erzbringer]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzfall]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzführung]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzräuber]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz säen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzstufe]]: Kleines Erzstück, das aus der Lagerstätte herausgeschlagen wurde. Man unterscheidet Probierstuffen, Handstuffen und Schaustufen.&lt;br /&gt;
* [[Etage]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== F ====&lt;br /&gt;
* [[Fahrbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahren]]: Allgemeiner Ausdruck für jegliche Fortbewegung des Bergmannes im Bergwerk. Anfahren, einfahren, Ausfahren.&lt;br /&gt;
* [[Fahrkunst]]: Historische Vorrichtung zum Ein- und Ausfahren der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Fahrlader]]: Radlader niedriger Bauart für den untertägigen Einsatz.&lt;br /&gt;
* [[Fahrmarke]]: Unterschiedlich geformte Marke aus Blech, die zur Anwesenheitskontrolle dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrt]]: Leiter.&lt;br /&gt;
* [[Fahrtklammer]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahrtrum]]: freizuhaltender Raum in Schächten, Gesenken und Überhauen, der der vertikalen Fahrung dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrüberhauen]]: dient ausschließlich zur Fahrung. Mittels dieses steilen (bis nahezu senkrechten) Grubenbaus kann man zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
* [[Fahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Fall]]:&lt;br /&gt;
* [[Fallen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in vertikaler Richtung.&lt;br /&gt;
* [[Fallort]]:&lt;br /&gt;
* [[Fangstützen]]: Im Förderturm eingebaute bewegliche Stahlriegel, die den Förderkorb auffangen, wenn dieser aufgrund eines Anstoßes gegen den Prellträger seillos geworden ist.&lt;br /&gt;
* [[Fangvorrichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Fäustel]]: Hammer, welcher bei Schlägel- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit, dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Feld]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldgestänge]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldort]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldstrecke]]:&lt;br /&gt;
* [[Feste]]:&lt;br /&gt;
* [[Feuerkübeln]]: Veraltete Methode zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges mittels Feuer.&lt;br /&gt;
* [[Feuersetzen]]: Technik, die in vielen Bergbauregionen vom Altertum bis Anfang des neunzehnten Jahrhunderts benutzt wurde, um Gestein aufzulockern oder zu sprengen.&lt;br /&gt;
* [[Fimmel]]: Starker eiserner [[Keil]], welcher als [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit von festeren [[Gestein]]en verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Firste]]: Obere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstenbau]]: Abbaumethode, die bei steileinfallenden Lagerstätten angewandt wird, Vorläufer des Firstenstoßbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstengewölbe]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenkasten]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenstoßbau]]: Abbaumethode für steileinfallende Lagerstätten, schwebende Abbaurichtung mit streichendem Verhieb.&lt;br /&gt;
* [[Flach]]: In der Neigung der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flache]]:&lt;br /&gt;
* [[Flacher Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Flachriss]]: zeichnerische Projektion eines Flözes oder eines Gangs auf eine Ebene parallel zur Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flöz]]: Durch Sedimentation entstandene plattenförmige, flächig ausgedehnte Lagerstätte (z. B. Kohlenflöz, Eisensteinflöz).&lt;br /&gt;
* [[Fluder]] (auch Gefluder): Gerinne aus Holz oder Metall zum Zu- oder Ableiten von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Flügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Flügeleisen]]: Eine Doppelkeilhaue, insbesondere früher im Steinkohlenbergbau zur Kohlengewinnung verwendet.&lt;br /&gt;
* [[Flügelort]]: Das Flügelort ist eine seitliche Fortsetzung eines Stollens ins Feld hinein.&lt;br /&gt;
* [[Förderberg]]: Geneigte [[Strecke]], die [[Sohle]]n eines Bergwerks verbindet und zum Anschluss der [[Flöz]]e an die [[Grubenbau]]e dient.&lt;br /&gt;
* [[Fördergerüst]]: Das über dem [[Schacht]] stehende Gerüst („Förderturm“), das die [[Seilscheibe]]n trägt.&lt;br /&gt;
* [[Fördergestell]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderkorb]] (auch Fördergestell): Am Förderseil hängendes Transportmittel für Material, Personen und gewonnenes Mineral im [[Schacht]].&lt;br /&gt;
* [[Förderkübel]]: Fördergefäß aus Holz, das im frühen Bergbau zur Förderung von Erz, Kohle oder Haufwerk eingesetzt wurde. Heute aus Stahl, wird beim Schachtabteufen verwendet (Abteufkübel).&lt;br /&gt;
* [[Fördermann]]: Bergmann, der für den Transport zuständig war; der Transport erfolgte in der Regel manuell mit Schlepptrögen, Laufkarren oder Hunten.&amp;lt;&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschine]]: Antriebsmaschine zum Treiben des Förderseils und damit des Förderkorbes.&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschinist]]: Bergmann, der die Fördermaschine bedient.&lt;br /&gt;
* [[Fördern]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderseil]]: Seil zum Heben von Lasten in Schächten und Blindschächten.&lt;br /&gt;
* [[Fördertonne]]: Fassartig geformter Behälter, der an Seilen oder Ketten gehängt zur Förderung in saigeren Schächten diente.&lt;br /&gt;
* [[Förderwagen]]: traditionelles Transportmittel im Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Frei]]:&lt;br /&gt;
* [[Freibau]]:&lt;br /&gt;
* [[Freifahrung]]: Bergrechtlicher Akt, durch den einem Grubenbesitzer die Besitzrechte auf die Grube entzogen werden konnten, wenn er die Grube nicht vorschriftsgemäß belegte.&lt;br /&gt;
* [[Freikux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e ohne Stimmrecht, die von einer [[Zeche]] herausgegeben werden.&lt;br /&gt;
* [[Freiverbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Frisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Fristen]]: Das zeitweise Außerbetriebsetzen einer Zeche ohne gleichzeitigen Verlust des Bergwerkseigentums.&lt;br /&gt;
* [[Frosch]]: Öllampe; ein Geleucht.&lt;br /&gt;
* [[Füllort]]: Verladestelle unter Tage; Umschlagpunkt, an dem die Streckenförderung in die Schachtförderung übergeht.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrube]]: [[Grubenfeld]], das aufgrund eines [[Mineral]]fundes in [[bauwürdig]]er [[Lagerstätte]] an den [[Muter]] als Bergwerkseigentum [[Verleihen|verliehen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrübner]]: Besitzer des [[Grubenfeld]]es einer [[Fundgrube]].&lt;br /&gt;
* [[Fundpunkt]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundrecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundschächte|Fundschacht]]: Der erste auf der [[Fundgrube]] geteufte [[Schacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== G ====&lt;br /&gt;
* [[Gabel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit bei der [[Gewinnung]] in [[Seiffen]].&lt;br /&gt;
* [[Gaipel]]: Im Harz häufig anstelle von Huthaus genutzter Ausdruck für ein über dem Schacht stehendes Betriebsgebäude, abgeleitet von Göpel.&lt;br /&gt;
* [[Gang]]: plattenförmig ausgefüllte Kluft im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gangart]]: Jedes Mineral in der Gangausfüllung, das nicht Ziel der Gewinnung ist.&lt;br /&gt;
* [[Gangbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangkreuz]]: Kreuzungspunkt von [[Gang|Gängen]], die oft reich ver[[erz]]t waren,&lt;br /&gt;
* [[Gangmasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Gasausbruch]]: Plötzliches und verstärktes Austreten von Gasen aus dem Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Gebirge]]: Das Gestein, in dem sich die Grubenbaue des Bergwerks befinden.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsanker]]: Konstruktionselemente, die im Bergbau untertägige Hohlräume offen halten. Sie werden am Stoß oder an der Firste in das Gebirge (das Gestein) eingebracht und halten dieses zusammen.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsdruck]]: Unsichtbare Spannung um einen untertägigen Hohlraum oder im unverritzten Gebirge, Auslöser für Gebirgsschläge.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsschlag]]: plötzliche Entspannung im Gebirge, bei der größere Mengen potenzieller (elastischer) Energie frei werden und bei der intensive Zerstörungen in der Grube sowie normalerweise heftige Erschütterungen an der Erdoberfläche auftreten.&lt;br /&gt;
* [[Gebräch]]: Lockeres, zum Hereinbrechen oder Nachfallen neigendes Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gediegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedinge]]: Vertrag über eine für ein bestimmtes Entgelt zu erbringende Arbeitsleistung.&lt;br /&gt;
* [[Gedingehäuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingelohn]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingezeichen]]: Untertägige Zeichen zur Abrechnung der Arbeitsleistung, wenn nach [[Gedinge]] gearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Gefluder]]: siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Gefrierverfahren]]: Verfahren, mit dem künstlich gefrorene Bodenkörper hergestellt werden, um beim Abteufen nicht standfestes, oftmals stark wasserführendes Gebirge besser zu durchörtern.&lt;br /&gt;
* [[Gegenbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Gegenortbetrieb]]: Von mindestens zwei Ausgangsorten aufzufahrende Strecke mit dem Ziel, sich zu treffen und dadurch Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
* [[Gegenschreiber]]: Bergbeamter, der das Gegenbuch führte und alle Kuxe und Gewerken in das Buch eintrug.&lt;br /&gt;
* [[Gelenkbogenausbau:]] Gelenkiger Streckenausbau, der in Strecken mit hohem Gebirgsdruck eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]: Vom Bergmann mitgeführte Grubenlampen, z. B. Frosch, Bombe, Wetter-, Karbid-, Kopflampen.&lt;br /&gt;
* [[Generalbefahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Generalstreichen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gequehle]]:&lt;br /&gt;
* [[Gerechtsame]]: die in einem Recht oder Gesetz begründete Befugniss.&lt;br /&gt;
* [[Gerinne]]: eine oben offene Wasserleitung oder -rinne, siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Geschicke]]:&lt;br /&gt;
* [[Geschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Gesenk]]: Von oben nach unten abgeteufter vertikaler Grubenbau.&lt;br /&gt;
* [[Gesprenge]]:&lt;br /&gt;
* [[Getriebezimmerung]]: Methode zum Vortrieb in lockerem Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Geviertfeld]]: Rechtwinklig begrenztes Feld, das je nach Bergbaurevier unterschiedlich groß war und in dem der Muter nach der Verleihung Bergbau betreiben darf.&lt;br /&gt;
* [[Gewältigen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gewerken]]: Anteilseigner einer bergrechtlichen [[Gewerkschaft]].&lt;br /&gt;
* [[Gewerkschaft]]: Alle zu einer [[Zeche]] gehörenden [[Gewerken]]. Historische Unternehmensform im Bergbau, zulässig bis zum Inkrafttreten des Bundesberggesetzes 1980.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnung]]: Lösen des abzubauenden Minerals aus der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnungsarbeiten]]: Gesamtheit der bergmännischen Arbeiten, durch welche die nutzbaren [[Mineral]]ien abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezähe]]: Bezeichnung für alle Werkzeuge und Arbeitsgeräte, die vom Bergmann zur Arbeit benötigt werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezeugstrecke]]: Alte bergmännische Bezeichnung für [[Sohle]].&lt;br /&gt;
* [[Gleitbogenausbau]]: Nachgiebiger Ausbau mit der Verwendung als Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Glück Auf]]: Bergmannsgruß, Ende des 16. Jahrhunderts im Erzgebirge entstanden. Heute allgemein der deutsche Bergmannsgruß.&lt;br /&gt;
* [[Gnadengeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Gnadengroschenkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Göpel]]: Historische Förderanlage, im weiteren Sinn eine stärkere Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Göpelhaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Grabensteiger]]:&lt;br /&gt;
* [[Besatz|Grand]]: Masse bezeichnet, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Graupe]]:&lt;br /&gt;
* [[Grube]]: Alle untertägigen Anlagen einer [[Zeche]].&lt;br /&gt;
* [[Grubenausbau]]: Absichern und Offenhalten von Räumen unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbau]]: Oberbegriff für alle Hohlräume im Bergwerk, wie Strecken, Schächte, Strebe etc.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbrand]]: Untertägig ausgebrochenes Feuer, dass sich unter Tage unkontrolliert entwickeln kann.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeld]]: Raum unterhalb der Erdoberfläche, in dem sich ein Bergbauberechtigter die Minerale der Lagerstätte aneignen darf.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeldsteuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenfunk]]: drahtloses Kommunikationssystem unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubengebäude]]: Gesamtheit der unter- und übertägigen Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Grubenholz]]: Holz, das im Bergbau im Tagebau und Untertagebau verwendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Grubenjunge]]: Junger Bergmann im Alter von 14 bis 23 Jahren, der unter Tage für Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Grubenkompass]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenlok]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenmauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenriß]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwässer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwehr]]: Rettungstruppe für den Einsatz im Bergbau, analog zur Feuerwehr. Besteht aus freiwilligen, besonders qualifizierten Bergleuten.&lt;br /&gt;
* [[Grundsohle]]:&lt;br /&gt;
* [[Grundstrecke]]: Tiefste streichende Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== H ====&lt;br /&gt;
* [[Habit]]:&lt;br /&gt;
* [[Häckel]]: Zierwaffe in Form eines kleinen Beiles mit langem Stiel.&lt;br /&gt;
* [[Halm]]: Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Halmdose]]: Behältnis zur Aufbewahrung der [[Halm|Halme]] (Zünder).&lt;br /&gt;
* [[Hängebank]]: Auch Schacht- oder Tagekranz: Es ist der oberste Teil der Schachtmündung. Hier wird der Förderkorb bzw. die Fördertonne be- oder entladen. (siehe Rasenhängebank).&lt;br /&gt;
* [[Hängen]]: Abwärtsfördern im Schacht, auch Einhängen.&lt;br /&gt;
* [[Hängezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Halde]]: Im Bergbau eine künstliche Anhäufung von Material (Haufwerk) oberhalb der umgebenden Geländeoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Haldensturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Halbe Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Hammelpfoten]]: Im Altbergbau bis zum 18. Jh. 70 - 100 cm lange Guss- oder Eisenschienen, die aneinandergelegt Grubenbahnschienen bilden konnten.&lt;br /&gt;
* [[Handstück]]:&lt;br /&gt;
* [[Hangendes]]: Das Gestein oberhalb der Lagerstätte. Siehe Liegendes.&lt;br /&gt;
* [[Harnisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspel]]: Vorrichtung zum Aufwickeln eines Seiles. Historisch Handhaspel für die Förderung über Schaächte und Gesenke.&lt;br /&gt;
* [[Haspelhorn]]: &lt;br /&gt;
* [[Haspelknecht]]: Bergmann, der in der Förderung mittels Haspel tätig war.&lt;br /&gt;
* [[Haspeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspelnische]]: Aussparung im Stoß für die Haspelknechte.&lt;br /&gt;
* [[Haspelschacht]]: Schacht von geringer Teufe, mit einer (Hand-)Haspel als Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Haueisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Hauer]] (auch Häuer): Berg–Facharbeiter.&lt;br /&gt;
* [[Häuerglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Haufwerk]]: Herausgebrochenes oder -gesprengtes Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Hauptstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Heinzenkunst]]: Mittelalterliche Maschine zum Heben des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Helm (Bergbau)|Helm]]: Industrieschutzhelm (Kopfschutz) für den Bergbau. Meist mit einem Schuh zur Aufnahme des [[Geleuchts]].&lt;br /&gt;
* [[Helm (Gezähe)]]: Hölzerner Stiel (meist Esche) für das Gezähe ([[Schlägel]], [[Bergeisen|Eisen]], [[Keilhaue]] etc.),&lt;br /&gt;
* [[Hereinbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereingewinnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereintreibearbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der [[Gestein]] oder [[Erz]] nach Anlage eines [[Schram]] [[Hereingewinnen|hereingewonnen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Hilfsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Hinterfüllung]]: Ausfüllen des Hohlraumes zwischen dem Streckenausbau und dem Gebirge mit geeigneten Baumaterialien.&lt;br /&gt;
* [[Hobel]]: Maschine zur schälenden Gewinnung von Steinkohle.&lt;br /&gt;
* [[Hobelantrieb]]: Maschinelle Einrichtung, die der Bewegung des Kohlenhobel dient.&lt;br /&gt;
* [[Hobelverfahren]]: Verschiedene Verfahren zur Steinkohlengewinnung mittels Kohlenhobel.&lt;br /&gt;
* [[Höffig:]] ein Gebiet oder eine Gesteinsformation, die – vermutet oder nachgewiesen – abbauwürdige Erze oder Minerale führt.&lt;br /&gt;
* [[Höfflich]]:&lt;br /&gt;
* [[Hoffnungsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Holzkasten]]: Aus Kanthölzern oder Schwellen zusammengesetztes Stützelement.&lt;br /&gt;
* [[Holzkux]]:&lt;br /&gt;
* [[Horizont]]:&lt;br /&gt;
* [[Hornstatt]]: &lt;br /&gt;
* [[Hunt]] (eig. ''Hund''): Offener, kastenförmiger Förderwagen zum fördern der unter Tage gewonnen Materialien. &lt;br /&gt;
* [[Huntestösser]]:&lt;br /&gt;
* [[Hut]]:&lt;br /&gt;
* [[Huthaus]]: Zentrales Verwaltungsgebäude eines Bergwerks, das zugleich Materiallager, Gezähekammer, Werkstatt und Wohnung des Hutmannes war.&lt;br /&gt;
* [[Hutmann]]: Grubenaufseher mit der Aufgabe, das Bergwerk zu überwachen oder - wie man es damals bezeichnete - zu behüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I ====&lt;br /&gt;
* [[Imprägnation]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== J ====&lt;br /&gt;
* [[Joch]]:&lt;br /&gt;
* [[Jochkappe]]:&lt;br /&gt;
* [[Jungbergmann]]: Jugendlicher, der ohne Ausbildungsvertrag im Bergbau beschäftigt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== K ====&lt;br /&gt;
* [[Kamm]]:&lt;br /&gt;
* [[Kammeradschaft]]: Gruppe von Bergleuten, denen im Mansfelder-/Eislebener Bergbau ein Strebabschnitt zum Abbau überlassen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kammerbau]]: Abbauverfahren im Tiefbau.&lt;br /&gt;
* [[Kanone]]: Bezeichnung für das [[Einbruch]]bohrloch im [[Wismut]]-Objekt 01. &lt;br /&gt;
* [[Kappe]]: horizontal eingebauter Balken aus Holz oder Metall, Bestandteil des Grubenausbaus.&lt;br /&gt;
* [[Katze]]: An der Decke hängendes, motorbetriebenes Transportsystem.&lt;br /&gt;
* [[Kaue]]: Ursprünglich Gebäude über dem Schacht als Witterungsschutz, später als Waschkaue der Umkleide- und Waschraum, unterteilt in Schwarz- und Weißkaue.&lt;br /&gt;
* [[Kaukamm]]: einseitig geschliffenes Grubenbeil.&lt;br /&gt;
* [[Kehrrad]]: Wasserrad mit umkehrbarer Drehrichtung zum Antrieb der Schachtförderung.&lt;br /&gt;
* [[Keil]]: Eisernes [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Keilhaue]]: (Einseitige) Spitzhacke zur [[Gewinnung]] von weicherem [[Gestein]] im [[Vortrieb]]. &lt;br /&gt;
* [[Keilhauenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der weicheres [[Gestein]] losgehackt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kerbholz]] (auch Kerbstock, Zählholz oder Zählstab ):  Hölzerne Zählliste, um Abrechnungen (z. B. Fördermengen) und anfallende [[Bergkosten|Berg- und Hüttenkosten]] fälschungssicher zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
* [[Ketscher]]:&lt;br /&gt;
* [[Kettenkunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Kirchenkux]]:&lt;br /&gt;
* [[klauben]]: Auslesen der erzhaltigen Brocken und Krümel aus dem Fördergut. Erfolgte im historischen Bergbau von Hand, heute meistens maschinell.&lt;br /&gt;
* [[Kluft]]:&lt;br /&gt;
* [[Klüftig]]:&lt;br /&gt;
* [[Kluppe]]: Lange Zange oder Schere, mit der abgebrochene Handbohrer aus dem Bohrloch gezogen wurden.&lt;br /&gt;
* [[Knappe]]: Bergmann, der die Lehre abgeschlossen hat, Geselle.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Knappeneisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Knappschaft]]: Zusammenschluss von Bergleuten zur Durchsetzung von Berufsinteressen und zur gegenseitigen sozialen Absicherung. Heute auch Synonym für die Sozialversicherungen der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Knappschaftskasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftskux]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftsrolle]]:&lt;br /&gt;
* [[Kniebügel]]: Knieschutz des Bergmanns, als Schutz vor Nässe und Kälte beim Knien, siehe auch: Arschleder.&lt;br /&gt;
* [[Koepemaschine]]: Art der Schachtförderung (nach Carl Friedrich Koepe). Siehe auch: „Treibscheibenförderung“.&lt;br /&gt;
* [[Kohlengräberei]]: Methode der Kohlengewinnung mittels einfacher Werkzeuge am ausgehenden der Flöze.&lt;br /&gt;
* [[Konvergenz]]: Ist das Zusammendrücken des Streckenquerschnittes aufgrund des Gebirgsdrucks.&lt;br /&gt;
* [[Korb]]:&lt;br /&gt;
* [[Kräll]], auch Krahl, Krähl: Harkenähnliches [[Gezähe]] zum Wegfüllen des [[Haufwerk]]es.&lt;br /&gt;
* [[Kranz]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzler]]: Ein den Kauf- und Verkauf vermittelnder von den Bergbehörden vereidigter Makler.&lt;br /&gt;
* [[Kratze]], auch Krätzer: Hackenähnliches [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit, um [[Haufwerk]] in die dafür vorgesehenen Gefäße ([[Trog]], [[Korb]] oder [[Schleppkasten]]) zu ziehen oder die [[Sohle]] frei zu räumen.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Krummzapfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübel]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelort]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelwart]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Kuckuck]]: Mit [[Rüböl]] betriebene kleine Öllampe, die in der [[Blende]] getragen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kuhlenbau]]: Abbauverfahren bei dem mittels kleiner Schächte, sogenannter Kuhlen, eine Lagerstätte ausgebeutet wird.&lt;br /&gt;
* [[Kumpel]]: Bergmann.&lt;br /&gt;
* [[Kunst]]: Historische Bezeichnung für jede Form einer Maschine. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgestänge]]: Stangenwerk zur Übertragung der von einem Kunstrad erzeugten mechanischen Bewegung über kürzere Entfernungen. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstgraben]]: Übertägige Wassergräben, über die Bergwerke und Pochwerke mit Wasser zum Antrieb von Wasserrädern versorgt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Kunstkreuz]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kunstmeister]]: Bergmann, der die Kunst baut. &lt;br /&gt;
* [[Kunstknecht]]: Bergmann, der die Kunst wartet.&lt;br /&gt;
* [[Kunstrad]]: Wasserrad mit Krummem Zapfen (Kurbel) zum Antrieb von Künsten.&lt;br /&gt;
* [[Kunstschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstteich]]: Meist künstlich angelegte Wassersammler zur Bereitstellung von ausreichend Wasser zum Antrieb von Wasserrädern im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Kunstwinkel]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Kux]]: Anteilsschein an einer Gewerkschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== L ====&lt;br /&gt;
* [[Lachter]]: Altes Längenmaß im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Lachterkette]]: Zusammenlegbares aus Eisen und/oder Messingdraht gefertigtes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Lachtermaß]]: Holz oder Eisnstab zur Vermessung.&lt;br /&gt;
* [[Lachterschnur]]: Ein aus Hanf oder Bast bestehende und mit Knoten versehenes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Laden]]:&lt;br /&gt;
* [[Lader]] oder Ladewagen: ist ein vielfältig verwendeter Begriff für ein Gerät zum Wegladen des Haufwerks. &lt;br /&gt;
* [[Ladesäule]]: Durch Patrone oder lose Einblasung eingebrachter Sprengstoff im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Ladespitz]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Lager]]: unregelmässige plattenförmige Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Lagerstätte]]:&lt;br /&gt;
* [[Lagerung]]: Einteilung der Lagerstätten nach ihrer Neigung gegenüber der Horizontalebene.&lt;br /&gt;
* [[Lampennische]]: Geschlägelte Aussparung im [[Stoß]] zum Abstellen des [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]es.&lt;br /&gt;
* [[Längenfeld]]: Maßangabe für ein Berechtsamsmaß in Preußen, welches zunächst auf ein Flöz beschränkt war, ab 1821 aber auch für mehrere Flöze galt.&lt;br /&gt;
* [[Ledige Schicht]]: Zusätzliche Zeit bzw. Schicht die der Bergmann verfuhr und deren Lohn unter anderen in die [[Knappschaftskasse]] gegeben wurde bzw. der Abarbeitung der [[Zubuße]] bei [[Kux]]besitz diente.&lt;br /&gt;
* [[Legeblech]] (Legeeisen): Dünne Keile, die paarweise in die Ritzen eingelegt wurden, um zwischen ihnen [[Keil]]e, [[Plötz]]e und [[Fimmel]] einzutreiben.&lt;br /&gt;
* [[Lehen]]: Flächenmaß, aber auch die Übertragung von Rechten an einer Zeche.&lt;br /&gt;
* [[Lehensbuch]]: Buch, in dem die übertragenen [[Lehnschaft]]en verzeichnet werden.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschaft]]: Übertragung eines [[Lehen]]s an eine Gruppe von Personen.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschein]]: Bescheinigung, die vom [[Bergmeister]] erstellt und an den [[Gegenschreiber]] geschickt wurde, damit dieser dann die Eintragung im [[Gegenbuch]] machen konnte. Den Lehenschein erhielt der Lehnträger als Bestätigung.&lt;br /&gt;
* [[Lehenträger]]: Einzelperson, Gesellschaft oder [[Gewerkschaft]], welche eine gemutete [[Fundgrube]], eine [[Maaß]] oder einen [[Stollen|Stolln]] verliehen bekommen hat.&lt;br /&gt;
* [[Leichköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Leitbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Leseband]]: Förderband auf dem die geförderte Kohle manuell von Fremdstoffen, vorwiegend Gestein, befreit wurde.&lt;br /&gt;
* [[Letten]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenbesteg]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenstampfer]]: Eisenstange zur Verdichtung des [[Besatz]]es im Bohrloch beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Lichtloch]]: Kleiner Schacht auf einem Stolln.&lt;br /&gt;
* [[Liegendes]]: Das Gestein unterhalb der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Linse]]:&lt;br /&gt;
* [[Lochstein]]: Ein die [[Markscheide]] kennzeichnender Grenzstein über Tage.&lt;br /&gt;
* [[Lösen]]: Als lösen wird sowohl das Abführen des [[Grubenwässer|Grubenwassers]] oder der [[Abwetter]] aus dem [[Grubenfeld]], als auch das Erschließen einer [[Lagerstätte]] bezeichnet. Auch die Trennflächen zwischen Gebirgsschichten untereinander werden als Lösen bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Löser]]: Gestein, welches sich von der [[Firste]] oder dem [[Stoß]] ablöst (siehe auch [[Ablöser]]), aber auch ein Bergmann, der seinen Kameraden ablöst.&lt;br /&gt;
* [[Lutte]]: Luftleitung zur Heranführung frischer bzw. absaugen schlechter [[Wetter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== M ====&lt;br /&gt;
* [[Maaß]]: Bezeichnung für ein bergbauliches [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Maaßner]]: Besitzer eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mächtigkeit]]: Die Dicke einer Gesteinsschicht oder eines Flözes.&lt;br /&gt;
* [[Mannschaftsfahrt]]:&lt;br /&gt;
* [[Markenkontrolle]]: Jeder Bergmann hatte zum Einfahren eine Metallmarke mit seiner persönlichen Nummer an einer Belegungstafel auf dem jeweiligen Arbeitsplatz einzuhängen und zur Ausfahr wieder abzuwerfen. Dadurch war eine Information über das eingefahrene Personal und dessen Einsatzort möglich.&lt;br /&gt;
* [[Markscheide]]: Grenze eines [[Grubenfeld]]es, Grenze zwischen Grubenfeldern.&lt;br /&gt;
* [[Markscheider]]: Vermessungsingenieur unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Markscheidekunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Markscheiderei]]:&lt;br /&gt;
* [[Matte Wetter]]: Verdorbene bzw. verbrauchte Atemluft mit einem zu geringen Anteil an Sauerstoff.&lt;br /&gt;
* [[Matzel]]:&lt;br /&gt;
* [[Mauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Mehlkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Mettenschicht]]: Letzte verfahrene Schicht vor Weihnachten.&lt;br /&gt;
* [[Mineral]]: Natürlich vorkommenden Stoff mit definierter chemischer Zusammensetzung in zumeist kristalliner Form.&lt;br /&gt;
* [[Mitbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mitbaurecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Morgengang]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulde]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulm]]:&lt;br /&gt;
* [[Mundloch]]:&lt;br /&gt;
* [[Muten]]: Absichtserklärung auf [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Muter]]: Absichtserklärer für die [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mutterklötzchen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mutzettel]]: Vom [[Muter]] dem Bergmeister vorzulegender Zettel mit allen notwendigen Angaben zum [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Mutungskarte]]: Wird bei den für die Bergaufsicht zuständigen Bergbehörden geführt und gibt einen Überblick über die verliehenen [[Grubenfeld]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== N ====&lt;br /&gt;
* [[Nachbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachreissen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nebengestein]]v&lt;br /&gt;
* [[Nebenschicht]]: Eine Schicht neben den Hauptseilfahrzeiten im 3/3- oder 4/3-Betrieb. Bei diesen zusätzlichen Seilfahrten fahren z.B. Lokfahrer und Bedienungsleute eine Stunde vor der üblichen [[Seilfahrt]] an, um den Betrieb zur regulären Schichtzeit sicherzustellen.&lt;br /&gt;
* [[Nest]]:&lt;br /&gt;
* [[Nesterartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Nierbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niederbringen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niergang]]:&lt;br /&gt;
* [[Niedergehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niere]]:&lt;br /&gt;
* [[Nierig]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== O ====&lt;br /&gt;
* [[Oberbank]]: Oberer Teil eines zweiteiligen [[Flöz]]es (siehe auch [[Unterbank]]).&lt;br /&gt;
* [[Oberbergamt]]:&lt;br /&gt;
* [[Oberleitungslok]]:&lt;br /&gt;
* [[Observationsbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Offen]]:&lt;br /&gt;
* [[Öhr]] (Öhre): Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Orgel]]:&lt;br /&gt;
* [[Ort]] das: Die Stelle, wo abgebaut wird oder eine [[Strecke]] vorgetrieben wird („vor Ort“). Ende einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Örter]] (Örtchen): Historische Bezeichnung für die Spitzen am verwendeten [[Gezähe]]. &lt;br /&gt;
* [[Örterbau]]: Abbauverfahren, bei dem 50-100 Meter lange [[Strecke]]n - Örter - aufgefahren werden, um so die  [[Lagerstätte]] auszubeuten.&lt;br /&gt;
* [[Ortsbrust]]: [[Stoß]] am Ende eines [[Grubenbaus]], an der der [[Vortrieb]] stattfindet oder stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== P ====&lt;br /&gt;
* [[Panne]], Pannschüppe: Umgangssprachlich für Pfannenschaufel (regional). Siehe auch Weiberarsch.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Päuschel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei der Hereintreibearbeit oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pendelförderung]]: Ein Verfahren der Streckenförderung, bei der ein Gefäß hin- und herbewegt wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfändung]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfannenschaufel]]: Schaufel, mit deren Hilfe das gelöste Gut, z.B. Kohle, auf das Fördermittel geladen wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfeiffe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeilerbau]]: Abbauverfahren, das zum Abbau plattenförmiger Lagerstätten mit einem flachen Einfallen von maximal 50 Gon angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Pinge]]: Von früherem Bergbau zurückgebliebene meist mulden- oder trichterförmige Vertiefung an der Tagesoberfläche, entstanden durch oberflächennahen Abbau, Einsturz eines Schachts (Schachtpinge) oder eines untertägigen Hohlraums.&lt;br /&gt;
* [[Plötz]]: Leicht keilförmiges eisernes [[Gezähe]] ohne Schneide für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Pochschuhe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochstempel]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Polygonausbau (Bergbau)]]: Zusammengesetzter Vieleckausbau der zur Verstärkung des Streckenausbaus eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Posen]]:&lt;br /&gt;
* [[Prellträger]]: Träger zum Schutz der Seilscheiben vor Beschädigung durch die Fördermittel.&lt;br /&gt;
* [[Pressbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Presshauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Pumpenkunst]]: Wasserhebemaschine, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pumpensumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Prunen]]: Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Q ====&lt;br /&gt;
* [[Bergquartal|Quartal]]:Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
* [[Quartalgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Quartalstufe]]:&lt;br /&gt;
* [[Quatembergeld]]: Abgabe an das [[Bergamt]] zur Besoldung der Bergbeamten während des [[Bergregal|Regalbergbaus]]  &lt;br /&gt;
* [[Querbau]]: Abbauverfahren, das in mächtigen, steil einfallenden [[Lagerstätte]]n und in untertägigen Steinbrüchen angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Querschlag]]: Eine [[Strecke]], die quer zum [[Einfallen]] der Gebirgsschichten aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== R ====&lt;br /&gt;
* [[Rad]]:&lt;br /&gt;
* [[Radstube]]:&lt;br /&gt;
* [[Raithalde]]:&lt;br /&gt;
* [[Rampe]]: Geneigter, geradlinig oder spiralig („Wendel“) verlaufender Grubenbau. Rampen sind so angelegt, dass sie mit Großtechnik wie Fahrladern, Muldenkippern oder normalen Lkw befahren werden können. Auf diese Weise kann auch aus größeren Teufen mit gleisloser Großtechnik gefördert werden.&lt;br /&gt;
* [[Rasenhängebank]]: Hängebank zu ebener Erde.&lt;br /&gt;
* [[Raubbau]]: Auf kurzfristigen Höchstgewinn gerichteter Abbau, unter Verzicht auf vollständige Gewinnung und nachhaltigen Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Rauben]]: Entfernen der Betriebsmittel und des Grubenausbaus aus aufzugebenden Grubenbauen oder Betriebspunkten.&lt;br /&gt;
* [[Raubhilfe]]: Speziell für die Raubarbeit angefertigte Werkzeuge oder Arbeitsgeräte.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Regal]]:&lt;br /&gt;
* [[Retardat]]: Bergrechtlicher Vorgang im frühen Bergbau, durch den ein Kuxinhaber seine Anteile verlieren konnte, wenn er seine Zubuße nicht bezahlte.&lt;br /&gt;
* [[Retardat-Zettel]]:&lt;br /&gt;
* [[Revier]]: 1) im engeren Sinne eine Abteilung zur Ausführung von Abbau- und sonstigen Arbeiten an mehreren Betriebspunkten in einem bestimmten Teil eines Grubenfeldes sowie 2) im weiteren Sinne Bezeichnung für ein Gebiet, in dem bestimmte mineralische Rohstoffe abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Revierbeamte]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezess]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezessgeld]]: Abgabe, die ein Muter nach der Verleihung eines Grubenfeldes pro [[Quartal]] an das Bergamt zahlen musste.&lt;br /&gt;
* [[Rezessschreiber]]: Bergbaubeamter im Mittelalter, der am Bergamt die Tätigkeit eines Buchhalters ausübte.&lt;br /&gt;
* [[Richtschacht]]: Schacht, der saiger (ohne besondere Rücksicht auf den Verlauf der Lagerstätte) abgeteuft wird.&lt;br /&gt;
* [[Richtstrecke]]: Strecke, die geradlinig im mittleren Streichen („Generalstreichen“) der Lagerstätte aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen|Riemen]]: Lederner Riemen oder Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Ringausbau]]: Geschlossener Grubenausbau, der aus zusammengesetzten Stahlsegmenten besteht.&lt;br /&gt;
* [[Riss]]:&lt;br /&gt;
* [[Ritzeisen]]:Spezielles [[Bergeisen]], welches zu zur Anlage von Ritzen im [[Gestein]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Rolle]]: geneigter Grubenbau zur Förderung von Gut oder Bergen aus dem Abbau oder einer oberen Strecke in eine tieferliegende Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Rösche]]: Grubenbau der einer untertägigen Maschine ([[Wasserrad]], Turbine, [[Wassersäulenmaschine]]) die durch einen [[Kunstgraben]] herangebrachten Betriebswasser ([[Aufschlagwasser]]) zuführt ([[Aufschlagrösche]]) oder die benutzten Wasser ableitet ([[Abzugsrösche]]).&lt;br /&gt;
* [[Rüböl]]:&lt;br /&gt;
* [[Rücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Ruschel]]: Nicht mineralisierte Schergänge, die im Gegensatz zu mineralführenden Gängen nur zerriebenes Nebengestein enthalten und geringe Standfestigkeit besitzen.&lt;br /&gt;
* [[Rutengänger]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== S ====&lt;br /&gt;
* [[Saalband]]: Grenzfläche zwischen Gang und Nebengestein.&lt;br /&gt;
* [[Saline]]: Anlage, in der aus Salzlösungen durch Verdunstung des Wassers Kochsalz gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Salzlagerstätte]]: natürliches Vorkommen von Salzen, bilden sich vor allem durch Verdunstung von Meerwasser, enthalten meist verschiedene Salze.&lt;br /&gt;
* [[Sargdeckel]]: Ein sich an vorhandenen Trennflächen ohne Vorwarnung aus dem Hangenden lösender sehr großer Stein.&lt;br /&gt;
* [[Sattel]]:&lt;br /&gt;
* [[Satz]]:&lt;br /&gt;
* [[Saubern]]: reinigen, in Ordnung halten, Sohle planieren.&lt;br /&gt;
* [[Schacht]]: Seigerer, seltener auch tonnlägiger Grubenbau zum Fördern (Förderschacht) oder Bewettern (Wetterschacht). &lt;br /&gt;
* [[Schachtansatzpunkt]]: Bei Tagesschächten der Punkt an der Tagesoberfläche, an dem der Schacht abgeteuft werden soll.&lt;br /&gt;
* [[Schachtausbau]]: Verkleidung der Schachtwand, die dazu dient, den seitlichem Gebirgsdruck abzufangen.&lt;br /&gt;
* [[Schachtbruch]]: Plötzliches Abgehen der Schachtverfüllung bei abgeworfenen Tagesschächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtförderung]]: Förderung von Produkten, Versatz, Material und Personen vom Füllort bis zur Hängebank in Schächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtführung]]: Schachteinbauten, die den Fördergutträger in der Spur des jeweiligen Schachttrums lenken.&lt;br /&gt;
* [[Schachtpinge]]:&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheibe]]: Schachtquerschnitt mit Schachtausbau sowie der Einteilung der verschiedenen Trümer.&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheider]]: Bauelement aus Holz oder Mauerwerk zur Aufteilung des Schachtes in separate Trume.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsignalanlage]]: Technische Einrichtung im Schacht zur Kommunikation zwischen Fördermaschinist und Anschläger.&lt;br /&gt;
* [[Schachtstuhl]]: Konstruktion an den Anschlägen im Übergangsbereich vom Schacht ins Füllort.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsumpf]]: Tiefster Teil des Schachtes, unterhalb der tiefsten angeschlossenen Sohle. Dient der Aufnahme des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Schachtverwahrung]]: Abschluss eines abgeworfenen Tagesschachtes.&lt;br /&gt;
* [[Scharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schaufel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit.&lt;br /&gt;
* [[Scheffel]]: Altes Raummaß.&lt;br /&gt;
* [[Scheidebank]]: Aufbereitungshalle eines Bergwerks, in der das Erz manuell vom taubem Gestein getrennt wurde. &lt;br /&gt;
* [[Scheidehammer]]:Spezieller Hammer zur Erzscheidung.&lt;br /&gt;
* [[Scheidejunge]]: Lehrling, der in der Aufbereitung des Bergwerks tätig war und dort seine ersten Erfahrungen für den Beruf des Bergmanns sammelte (auch Klaubejunge oder im Oberharz Pochjunge genannt).&lt;br /&gt;
* [[Scheideplatten]]:Gesteins- oder Gußplatten, auf denen mit dem Scheidehammer die Erzscheidung erfolgte.&lt;br /&gt;
* [[Scheider]]:&lt;br /&gt;
* [[Schicht]]: Regelmäßige tägliche Arbeitszeit.&lt;br /&gt;
* [[Schichtgebet]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtmeister]]: Bergbeamter, der als Rechnungsführer des Bergwerks vereidigt war.&lt;br /&gt;
* [[Schichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schießblech]]: Viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Schießen]]: Gewinnungsarbeit durch gezielte Sprengung von Schwarzpulver in dazu angelegten Bohrlöchern. &lt;br /&gt;
* [[Schießpflock]]: Rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
* [[Schießspreize]]: Holz, welches zwischen dem auf den [[Schießpflock]] aufgelegtem [[Schießblech]] und dem gegenüberliegenden [[Stoß]] eingetrieben wird.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Schießnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Halm|Schießröhrchen]] (Halm): Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Schild]]:&lt;br /&gt;
* [[Schildausbau]]: Hydraulisches System zum Strebausbau im untertägigen Kohlebergbau.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eisenarbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel- und Eisenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] mittels [[Schlägel]] und [[Bergeisen]]. &lt;br /&gt;
* [[Schlagwetter]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlechten]]: Natürliche Trennflächen des Flözkörpers.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Schlegel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eise]arbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schleichwetter]]: Kleine, unkontrollierte Wetterströme, die durch abgeworfene Grubenbaue streichen und potentiell gefährlich sind.:&lt;br /&gt;
* [[Schlepper]]: Bergmann, der vorwiegend zur Förderung (Schleppen, Trecken) der Hunte eingesetzt wurde. In der Regel wurden Lehrlinge in ihrer Anfangszeit als „Treckejungen“ eingesetzt.&lt;br /&gt;
* [[Schleppungskreuz]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifkorb]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlotten]]: Im Mansfelder und Eislebener Kupferschieferbergbau angetroffene untertägige Hohlräume des Gipskarstes.&lt;br /&gt;
* [[Schmitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schneidkopf]]: Gewinnungswerkzeug an Teilschnittmaschinen.&lt;br /&gt;
* [[Schram]]: Bergmännisch hergestellter Schlitz im Nebengestein, der das [[Gewinnung|Hereingewinnen]] des [[Erz]]es erleichtert.&lt;br /&gt;
* [[Schrämen]]: Herausschlagen des tauben [[Gestein]]s neben einem [[Gang]], um das [[Erz]] von der Seite aus [[Gewinnung|hereingewinnen]] zu können. &lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Schrämhaue]]: Leichte Keilhaue, die ausschließlich zur Herstellung des [[Schram]]s verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhauer]] (Schrämer): Bergmann, welcher die [[Schräm]]e, meist mittels [[Schrämhammer]] herstellt&lt;br /&gt;
* [[Schrämkette]]: Umlaufende Gliederkette an Schrämmaschinen und Continuous Minern alter Bauart.&lt;br /&gt;
* [[Schrämkrone]]: An Säulen-Schrämmaschinen eingesetztes Werkzeug, zur Erzeugung der Schram.&lt;br /&gt;
* [[Schrämmaschine]]: Gerät im Bergbau und Steinbrüchen zur Erzeugung eines Schrams.&lt;br /&gt;
* [[Schrämspieß]]: Vierkantige gerade Eisenstange, die an einem Ende in einer an den Seitenflächen etwas gewölbten Spitze ausläuft.&lt;br /&gt;
* [[Schrämwalze]]: Walzenförmiger Werkzeugträger beim Walzenschrämlader.&lt;br /&gt;
* [[Schrapper]]:&lt;br /&gt;
* [[Schubort]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurf]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeldkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Schürfen]]:Aufsuchen einer Lagerstätte durch Aufdecken nahe der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Schürfschein]]: Amtlicher Erlaubnisschein, der dem Inhaber das Aufsuchen von Lagerstätten erlaubt. Offizieller Begriff: Aufsuchungserlaubnis.&lt;br /&gt;
* [[Schuss]]:&lt;br /&gt;
* [[Schüttelrutsche]]: Ein Abbaufördermittel im Kohlebergbau. Rinnenförmige Bleche werden langsam vor- und schnell zurückbewegt, dadurch rutscht die Kohle in Richtung Fußstrecke.&lt;br /&gt;
* [[Schütten]]:&lt;br /&gt;
* [[Schützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwaden]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebe]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebend]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwefelmännchen]]: Mit Schwefel überzogener starker bzw. doppelt gedrehter Woll- oder Baumwollfaden, welches an das Ende des [[Halm]]es gesteckt und mit der Öllampe angezündet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schwerköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Sechste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die statt des [[Siebente]]n gezahlt werden konnte, wenn die Ausgaben der [[Grube]]n zu hoch waren.&lt;br /&gt;
* [[Seife]]:&lt;br /&gt;
* [[Seiger]] (auch: saiger): senk-, lotrecht.&lt;br /&gt;
* [[Seigerriss]] (auch: Saigerriss): zeichnerische Projektion eines Bergwerkes, Vertikalschnitt.&lt;br /&gt;
* [[Seil]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilbruch]]: Durchreißen eines Förderseiles aufgrund von Materialermüdung oder Überlastung.&lt;br /&gt;
* [[Seileinband]]: (auch: Seilendverbindung) Konstruktion, die Förderseile oder andere Drahtseile mit Konstruktionsteilen oder anderen Festpunkten verbindet.&lt;br /&gt;
* [[Seilfahrt]]: Ein- und Ausfahrt der Bergleute in dem am Seil hängenden Förderkorb.&lt;br /&gt;
* [[Seilkorb]]: Vorrichtung an der Fördermaschine, auf der das Förderseil aufgewickelt wird.&lt;br /&gt;
* [[Seilrutsch]]: Rutschen des Förderseils auf der Treibscheibe, das vorwiegend bei starkem Anfahren oder scharfem Abbremsen auftreten kann. Siehe Koepeförderung.&lt;br /&gt;
* [[Seilscheibe]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilträger]]: Teil der Fördermaschine, mit dem das Förderseil bewegt wird. Siehe auch: Treibscheibe.&lt;br /&gt;
* [[Sekunde]]:&lt;br /&gt;
* [[Senken]]: Ist das Hereingewinnen der hochgequollenen Streckensohle, es dient zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der notwendigen Streckenhöhe.&lt;br /&gt;
* [[Senkstütze]]: Nachgiebiges Stützelement, das anstelle der stoßseitigen Ausbausegmente eingesetzt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Setzeisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitslampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitspfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitssteiger]]: Sicherheitsingenieur im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Siebente]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die in manchen [[Bergordnung]]en statt des [[Neunte]]n vorgeschrieben war. &lt;br /&gt;
* [[Sinkwerk]]: Untertägiger Hohlraum, in dem Salz durch Auslaugen mit Süßwasser gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Sinter]]:&lt;br /&gt;
* [[Sitzholz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sole]]: wässrige Steinsalzlösung mit einer Dichte von 1,204 g/cm3 und einen NaCl-Gehalt von 26,4 % (318 g/l). &lt;br /&gt;
* [[Sohle]]: 1. die Gesamtheit aller in einer Ebene gelegenen Teile eines Bergwerkes; 2. untere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus, z. B. einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Sohlenabstand]]: Abstand zwischen den einzelnen Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Söhlig]]: Horizontal, waagerecht.&lt;br /&gt;
* [[Spanne]]:&lt;br /&gt;
* [[Spanner]]:&lt;br /&gt;
* [[Spat]]:&lt;br /&gt;
* [[Spatgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Spitzeisen, Eisen, Bergeisen]]: Meißelartiges Werkzeug, das mit einem Stiel gehalten wird. Es gehört zum historischen Gezähe „Schlägel und Eisen“.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Spitzhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Spreize]]:&lt;br /&gt;
* [[Sprung]]:&lt;br /&gt;
* [[Spülversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Spurnagel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stalinpaket]]:&lt;br /&gt;
* [[Starrer Bogenausbau]]: Teilelliptischer starrer Streckenausbau aus einzelnen Ausbausegmenten.&lt;br /&gt;
* [[Stehender Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Steiger]]: Grubenaufseher, Bergingenieur, Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Steigort]]&lt;br /&gt;
* [[Steigbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Stempel]]: Stütze aus Holz oder Metall zum Abstützen des Gebirges.&lt;br /&gt;
* [[Stirn]]:&lt;br /&gt;
* [[Stock]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerksbau]]: Abbauverfahren&lt;br /&gt;
* [[Stollen]]: annähernd horizontale Strecke mit einem Mundloch an der Tagesoberfläche. In Sachsen, dem Erzgebirge, vor allem in Eigennamen und traditionell wird auch Stolln geschrieben.&lt;br /&gt;
* [[Stollenflügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollenhieb]]: Recht des [[Erbstöllner]]s, in bestimmten Maß angetroffene [[Erz]]e abzubauen. &lt;br /&gt;
* [[Stollenrösche]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollensteuer]]: Abgabe der [[Gerwerken]] an den [[Erbstöllner]] oder [[Stöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Stöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Störung]]: Trennfläche im Gebirge, an der z.B. eine Verschiebung von Gesteinsschollen stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
* [[Stoß]]: seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaus (z. B. Seitenwand einer Strecke).&lt;br /&gt;
* [[Streb]]:&lt;br /&gt;
* [[Strebausbau]]: Ausbau beim Strebbau.&lt;br /&gt;
* [[Strebbau]]: Untertage-Abbauverfahren, bei dem der Abbauraum im Flöz weiterrückt.&lt;br /&gt;
* [[Strecke]]: Horizontaler Grubenbau innerhalb des Grubengebäudes.&lt;br /&gt;
* [[Streckenausbau]]: Ausbau in untertägigen Strecken.&lt;br /&gt;
* [[Streckenbegleitdamm]]: Untertägiges Bauwerk, das in den Abbaustrecken dazu dient, den Streckensaum gegen den Alten Mann zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Streckenförderung]]: Horizontale Bewegung von Materialien, mineralischen Rohstoffen, Produkten und Versatz in Strecken und Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Streckensaum]]: Seitliche Begrenzung einer Abbaustrecke zum Flöz und zum Alten Mann hin.&lt;br /&gt;
* [[Streichen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in horizontaler Richtung, rechtwinklig zum Fallen. Entspricht dem Verlauf einer Höhenlinie.&lt;br /&gt;
* [[Strosse]]:&lt;br /&gt;
* [[Strossenbau]]: Älteste Abbaumethode für den Gangerzbergbau.&lt;br /&gt;
* [[Stube]]:&lt;br /&gt;
* [[Stufe]]: Kleines Gesteinsstück, insbesondere Erzstufe, aber auch ein vom [[Markscheider]] in das Gestein eingehauenes Zeichen.&lt;br /&gt;
* [[Stufenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Stufeneisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Stufenerz]]:&lt;br /&gt;
* [[Stunde]]: Einer der 24 Teile, in die der Grubenkompaß eingeteilt ist.&lt;br /&gt;
* [[Stundung (Bergbau)]]: Die (zeitweise/vorübergehende) Stilllegung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Sturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sturzbühne]]: Im Mansfelder Kupferschieferbergbau angewandte Methode des Umladens vom Strebhunt in den Förderwagen.&lt;br /&gt;
* [[Sumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen]] (auch Wassereisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sümpfen]]: Absenkung des Grundwasserspiegels, Trockenlegung überfluteter (ersoffener) Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Sumpfstrecke]]: Strecke, die als Sammelraum für das anfallende Grubenwasser verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== T ====&lt;br /&gt;
* [[Tag]] (über Tage, am Tage): Erdoberfläche, von der aus das Tageslicht sichtbar ist.&lt;br /&gt;
* [[Tagebau]]: Abbau des Nutzminerals von über Tage aus.&lt;br /&gt;
* [[Tagebruch]]: Verbruch der sich bis zur Tagesoberfläche durchschlägt.&lt;br /&gt;
* [[Tagegebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Tageschacht]]: Siehe [[Schacht (Bergbau)]].&lt;br /&gt;
* [[Tagewerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Taub]]: Ein Lagerstättenteil, der keine abbauwürdigen Mineralien enthält.&lt;br /&gt;
* [[Teufe]]: Die Tiefe eines Schachtes oder einer Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Teufen]]: Herstellen eines Grubenbaues von oben nach unten, siehe Abteufen.&lt;br /&gt;
* [[Tiefbau]]: Abbau unter Tage. &lt;br /&gt;
* [[Tiefste]]:&lt;br /&gt;
* [[Todt]]:&lt;br /&gt;
* [[Todter Mann]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonne]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonnlägig]]: Ein Schacht, der nicht senkrecht ins Bergwerk führt. Tonnlägige Schächte folgten im Gangerzbergbau dem von der Vertikalen abweichenden Einfallen des Ganges.&lt;br /&gt;
* [[Tonnung]]:&lt;br /&gt;
* [[Tradde]]: Abgabe an die Grundeigentümer.&lt;br /&gt;
* [[Tragwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Trecken]]:&lt;br /&gt;
* [[Treckejunge]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibehaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Treiben]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibe]]: Seilträger, bei dem die Energie der Antriebsmaschine mittels Reibschluss auf das Förderseil übertragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibenförderung]]: Schachtförderanlage, die nach ihrem Erfinder Carl Friedrich Koepe, auch Koepe-Förderung genannt wird. &lt;br /&gt;
* [[Treppenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Trog]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommel]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommelfördermaschine]]: [[Fördermaschine]], bei der das Förderseil auf eine [[Trommel]] gewickelt wird ([[Haspel]]).&lt;br /&gt;
* [[Trum]]: Von einem [[Gang]] abgetrennter Zweig des Ganges, aber auch ein abgeteilter Teil eines [[Schacht]]es, [[Gesenk]]es oder [[Überhauen]]s.&lt;br /&gt;
* [[Trümmerartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Tscherper]]: Ein Messer&lt;br /&gt;
* [[Tscherpertasche]]:&lt;br /&gt;
* [[Tummelbau]]: Abbauverfahren beim Braunkohlenbergbau mit bienenkorbförmigen Weitungen, sogenannten Tummel, das aufgrund seiner Gefährlichkeit im 19. Jahrhundert im deutschen Bergbau verboten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Tübbing]]: Segmente aus Gusseisen oder Stahl, die zum wasserdichten Ausbauen von Schächten bei nicht standfesten Nebengebirgen dienen.&lt;br /&gt;
* [[Türstock]]: Ausbaukonstruktion, bestehend aus einer Kappe mit zwei unterstützenden Stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== U ====&lt;br /&gt;
* [[Überfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Überhauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Überlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übrschar]]:&lt;br /&gt;
* [[Übersetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übertreiben]]: Vorbeifahren der Fördermittel über die Endanschläge hinaus.&lt;br /&gt;
* [[Übertreibsicherung]]: Dient dazu das Fördermittel abzubremsen damit es beim Übertreiben möglichst vor dem Prellträger zum Stehen kommt.&lt;br /&gt;
* [[über Tage]] oder Übertage: alles „an der Sonne“, also nicht der Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Ulm]]e: Seitliche Begrenzung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Umbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Umfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unbauwürdig]]:&lt;br /&gt;
* [[Ungeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Unschlitt]]: Tierische Körperfette (Talg), welche als Brennmaterial für offene [[Geleucht]]e, meist tönerne [[Frosch]]lampen, diente. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittgeld]]: Gebühr der [[Gewerkschaft]]en an den zuständigen [[Grabensteiger]] zur Deckung der ihm entstandenen Unkosten für das [[Geleucht]]. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittlampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterbank]]: Unterer Teil eines zweiteiligen Flözes.&lt;br /&gt;
* [[unter Tage]] oder Untertage: Stollen, Strecken, Schächte.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerk]]: Abbau unter der Stollnsohle.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerksbau]]: Abbau unterhalb der tiefsten Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Unverritzt]]:&lt;br /&gt;
* [[Urbar]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== V ====&lt;br /&gt;
* [[Ventilator]]:&lt;br /&gt;
* [[Verarmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbau]]:&lt;br /&gt;
* [[verblenden]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbolzung]]: Axiale Verkettung des Streckenausbaus um die Einzelbaue gegen eine Schubwirkung in Längsrichtung zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Verbrechen]]: Einbrechen oder Einstürzen und damit Unbrauchbarmachen eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Verbühnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbundbergwerk]]: Entsteht durch Zusammenlegung mehrerer Bergwerke.&lt;br /&gt;
* [[Verdingen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verdrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Veredeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verhieb]]: Art und Weise wie ein in Angriff genommener Abbaustoss abgebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Verlag]]:&lt;br /&gt;
* [[Verlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verleihen]]: Zueignung von Bergwerkseigentum durch den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* [[Verkippen]] / [[Verstürzen]]: Im Tagebau das Absetzen des Abraumes.&lt;br /&gt;
* [[Verritzen]]: Beginn des Abbaus einer Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Versatz]]: Verfüllung eines durch den Abbau entstandenen Hohlraums mit Bergen (Bergeversatz).&lt;br /&gt;
* [[Versetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verspünden]]: Wasserdichtes abdämmen einer [[Strecke]] durch einen Ziegel- oder Betondamm, früher auch Zimmerwerk.&lt;br /&gt;
* [[Verstufung]]: Bergrechtlicher Vorgang, durch den sich der [[Stöllner]] sämtliche Rechte an dem bisher aufgefahrenen Stollen gegen etwaige Ansprüche neuer [[Muter]] sicherte. Der [[Markscheider]] setzte ein [[Verstufung]]szeichen.&lt;br /&gt;
* [[Verwahren]]: Sicherung der Hohlräume eines stillgelegten (aufgelassenen) Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Verstufen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verstürzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Versuchsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Vertauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfung]]:&lt;br /&gt;
* [[Verziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzimmern]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzug]]: Auskleidung der Zwischenräume beim Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Vierter Pfennig]]: Kostenerstattung vom Besitzer der [[Grube]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Vierung]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorflut]]: Natürlicher Bach oder Fluss sowie künstlich geschaffene Möglichkeit (Kanal, Pumpwerk), um Wasser (auch Abwasser) abzuführen.&lt;br /&gt;
* [[Vorkommen]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorrichten]]: Vorbereitung des [[Abbau]]s der [[Lagerstätte]] und den Einbau von Gewinnungs– und Fördereinrichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== W ====&lt;br /&gt;
* [[Wolger|Walger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Walzenlader]]: Maschine zur schneidenden Gewinnung von Steinkohle und Erz.&lt;br /&gt;
* [[Wand]]:&lt;br /&gt;
* [[Wange]]: Im Harz verbreiteter Begriff für die seitlichen [[Stoß|Stöße]] eines horizontalen Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Wasseraufzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassereinfallgeld]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen|Wassereisen]] (auch Sumpfeisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Wasserhaltung]]: Anlagen und Maßnahmen zum Abführen des einer Grube zufließenden Wassers.&lt;br /&gt;
* [[Wasserknecht]]: Bergmann, der für die Wasserhaltung des Bergwerks zuständig war.&lt;br /&gt;
* [[Wasserkunst]]: System zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Wasserlauf]]: Regionale Bezeichnung für einen Wasserüberleitungsstollen im Oberharzer Bergbau (siehe auch [[Rösche]]). &lt;br /&gt;
* [[Wasserlösung]]: Abführen von Wasser, z. B. durch Wasserlösungsstollen.&lt;br /&gt;
* [[Wassernot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wasserregal]]: Königliches Hoheitsrecht zur Wassernutzung, meist zusammen mit dem [[Bergregal]] durch den Landesherren verliehenes Recht.&lt;br /&gt;
* [[Wassersack]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassersäulenmaschine]]: Maschine, die durch Wasserkraft angetrieben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wassersaige]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassertrommel]]: Bewetterungsmaschine, bei der der Sog des herabfallenden Wassers zur Bewetterung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wässerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wechsel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wegfüllarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der das gelöste [[Gestein]] und [[Erz]] mittels [[Gezähe]] in die [[Fördergefäß]]e verbracht wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wehr]]: Land, welches dem Bergbautreibenden zum [[Lehen]] gegeben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Weiberarsch]]: Umgangssprachliche Bezeichnung einer → Pfannenschaufel (regional).&lt;br /&gt;
* [[Weilarbeit]]: Schichten in der Freizeit, unter anderen in der [[Eigenlehner]]zeche.&lt;br /&gt;
* [[Weitung]]: Beim [[Weitungsbau]] entstandene Kammern.&lt;br /&gt;
* [[Weitungsbau]]: Variante des [[Kammerbaus]] bei mächtigen und durchwegs [[bauwürdig]]en [[Lagerstätte]]n.&lt;br /&gt;
* [[Wendelstrecke]], (auch kurz:) [[Wendel]]: Spiralförmige Rampe zwischen den einzelnen (Teil-)Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Wetter]]: Gesamtheit aller Gase im Bergwerk.&lt;br /&gt;
* [[Wetterbohrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterführung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterhut]]: beweglicher Holzaufsatz über dem Schacht.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlampe (Bergbau)|Wetterlampe]]: Mit Benzin betriebene Sicherheitslampe zur Kontrolle der Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlutte]]:&lt;br /&gt;
* [[Wettermann]]: Ein Bergmann, der in den einzelnen Grubenbauen die Wettermessungen durchführt.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlmaschine]]: Maschine, die zur direkten Wetterkühlung der Grubenbaue eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlung]]: Abkühlen von Teilwetterströmen mittels technischer Hilfsmittel und Maschinen.&lt;br /&gt;
* [[Wetternot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterofen]]: Konstruktion zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges.&lt;br /&gt;
* [[Wetterrad]]: Einfache Wettermaschine aus Holz zur Bewetterung der Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Wettersatz]]: Maschine, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur künstlichen Bewetterung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wetterschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterscheider]]: Wettertechnisches Bauwerk, das in den Grubenbauen die Frisch- von den Abwettern trennt.&lt;br /&gt;
* [[Wettersohle]]: Sohle, die hauptsächlich der Bewetterung dient.&lt;br /&gt;
* [[Wettertafel]]: Kontrolltafel unter Tage, auf der die erfolgte Überprüfung der Luftreinheit mit Datum, Uhrzeit und Unterschrift der Kontrollperson vermerkt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterwechsel]]: Jahreszeitlich bedingte Änderung der Wetterrichtung, aber auch Austausch der verbrauchten Luft gegen frische Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterzug]]: Von der Atmosphäre in den Grubenbauen angenommene Luftbewegung.&lt;br /&gt;
* [[Widersinnig]]:&lt;br /&gt;
* [[Wiederaufnehmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Winkel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wipperboden]]:&lt;br /&gt;
* [[Wirbellutte]]: Speziallutte, die in sonderbewetterten Streckenörtern zur Durchmischung von Wettern dient, auch Coanda-Wirbellutte.&lt;br /&gt;
* [[Wolger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Wünschelrute]]:&lt;br /&gt;
* [[Wurfschaufellader]]: Ladegerät, hauptsächlich im Streckenvortrieb. Gleisgebundene oder gleislose Ausführung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== X ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Y ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Z ====&lt;br /&gt;
* [[Zeche]]: Bergwerkseigentum der [[Gewerkschaft]], aber auch bei der [[SDAG Wismut]] ein Betrieb zur [[Beprobung]] von Uranerz.&lt;br /&gt;
* [[Zehnte]]: Abgabe des Bergwerksbesitzers an den Staat oder den [[Bergregal|Regal]]herren.&lt;br /&gt;
* [[Zehntner]]:&lt;br /&gt;
* [[Zertrümern]]:&lt;br /&gt;
* [[Ziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerling]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Zone]]:&lt;br /&gt;
* [[Zubuße]]: Zahlungen auf Basis der [[Kux]]e, die der Anteilseigner ([[Gewerken|Gewerke]]) einer Bergrechtlichen Gewerkschaft an diese zur Erfüllung von Verbindlichkeiten zu entrichten hat.&lt;br /&gt;
* [[Zug]]:&lt;br /&gt;
* [[Zulegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusammendrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zwanzigste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] (in Sachsen 1851 statt des [[Neunte]]n eingeführt).&lt;br /&gt;
* [[Zwischengeschirr]]: Verbindungselement zwischen Förderkorb und Förderseil.&lt;br /&gt;
* [[Zwischenmittel]]: dünne Schichten tauben Gesteins in einem Flöz oder einem Erzlager.&lt;br /&gt;
* [[Zwölfte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] für einen alten wieder aufgewältigten [[Erbstollen|Erbstolln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leere Artikelseiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2657</id>
		<title>Bergwörterbuch</title>
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				<updated>2012-09-19T11:33:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: /* B */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Inhaltsverzeichnis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== A ====&lt;br /&gt;
* [[Abbau]]: Vorgang des [[Lösen]]s von [[Mineral]]ien aus einer [[Lagerstätte]], aber auch der Ort, an dem dies geschieht.&lt;br /&gt;
* [[Abbaue]]:  Orte, an denen der [[Abbau]] stattfindet.&lt;br /&gt;
* [[Abbaurichtung]]: Hauptrichtung, in der ein [[Lagerstätte]]nanteil mittels des jeweiligen [[Abbauverfahren]]s in Angriff genommen wird.&lt;br /&gt;
* [[Abbaustoß]]: Angriffsfläche für den [[Abbau]].&lt;br /&gt;
* [[Abbaustrecke]]: Horizontaler [[Grubenbau]] in der [[Lagerstätte]], der den [[Abbau]] begleitet.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverfahren]]: Technik, die im Bergbau dazu dient, eine [[Lagerstätte]] wirtschaftlich auszubeuten. Für jede Lagerstätte wird das jeweilige Abbauverfahren genau geplant.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverluste]]: Nicht abbaubare [[Lagerstätte]]ninhalte innerhalb eines [[Grubenfeld]]es, gerechnet in Prozent des anstehenden Lagerstätteninhaltes.&lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Abfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abfangen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abgang]] (oft im Plural, Abgänge): das Abfallmaterial aus einer ([[Erz]]-)[[Aufbereitung]]sanlage (engl. Tailings). Insbesondere im Steinkohlebergbau auch als [[Waschberg]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Abgeworfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Abkehren]]: Den Dienst aufgeben.&lt;br /&gt;
* [[Ablegen]]: Entlassen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Ablöser]]: Gesteinsbrocken, die sich von der [[Firste]] oder vom  [[Stoß]] ablösen und herunterfallen können oder bereits heruntergefallen sind.&lt;br /&gt;
* [[Abmuten]]: Bemühungen, den Freifall (ins Bergfreie fallen) eines [[Muten|gemuteten]] Bergwerkes mittels Antrag zu erreichen.&lt;br /&gt;
* [[Abortkübel]]: Auch Bergmannsklo genannt, ist ein Behälter mit verschließbarem Deckel, in dem die Bergleute Untertage ihre Notdurft verrichten.&lt;br /&gt;
* [[Abraum]]: Im Tagebau das die Lagerstätte überdeckende Gestein, von abräumen.&lt;br /&gt;
* [[Absaufen]]: Ungeplantes Volllaufen der Grubenbaue mit Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Abschlag]]: Vortrieb, der durch jeweils eine Sprengarbeit entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Absetzen]]: Im Tagebau das Aufschütten des Abraumes, oft mittels eines Absetzers; auch verkippen oder verstürzen genannt.&lt;br /&gt;
* [[Absetzig]]: &lt;br /&gt;
* [[Absinken]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abteufen]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abtreiben]]: auch [[bereißen]] oder ''berauben'': loses Gestein aus Sicherheitsgründen herunterreißen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbaufeldes]].&lt;br /&gt;
* [[Abwetter]]: Aus den Grubenbauen abgeleitete verbrauchte Luft.&lt;br /&gt;
* [[Ader]]: &lt;br /&gt;
* [[Akkulok]]:&lt;br /&gt;
* [[Alter Mann]]: Bereich, in dem der [[Abbau]] beendet ist. &lt;br /&gt;
* [[Altung]]:&lt;br /&gt;
* [[Anbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Anfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Anlegen]]: Einstellen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Anreichern]]: &lt;br /&gt;
* [[Anscharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Anschlagen]]: Beginn der Auffahrung (&amp;quot;einen [[Stollen|Stolln]] anschlagen&amp;quot;), aber auch Signalgebung bei der [[Förderung]] im [[Schacht]] durch den  [[Anschläger]], der die [[Fördertonne]]n ans Seil &amp;quot;anschlägt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* [[Anschläger]]: Bergmann, der im [[Füllort]] unter Tage und auf der [[Hängebank]] über Tage die [[Fördertonne]]n ans Seil anschlägt. Bedient die Signalanlage zur Verständigung mit dem Maschinisten.&lt;br /&gt;
* [[Anschnitt]]: Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben des [[Berggebäude]]s beim [[Bergamt]]. Der Anschnitt erfolgte in früheren Jahrhunderten mittels [[Kerbholz]].&lt;br /&gt;
* [[Anschnittbuch]] (auch ''Anschnittbogen''): Im [[Bergamt]] hinterlegtes Buch, in dem die [[Bergkosten]] der [[Grube]]n vermerkt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Anschnittregister]]: Auflistung der [[Bergkosten]] der [[Grube]], welche beim [[Bergamt]] zur Untersuchung vorgelegt werden musste.&lt;br /&gt;
* [[Anschützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Apophyse]]:&lt;br /&gt;
* [[Arschleder]]: Gesäßschutz des Bergmanns, insbesondere, wenn er auf dem Leder einfährt (über tonnlägige Schächte in den Berg rutscht). Hauptsächlich aber als Schutz vor Nässe und Kälte beim Sitzen, siehe auch: [[Kniebügel]].&lt;br /&gt;
* [[Assanisator]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Aufbereiten]]: Gewonnene Mineralien zerkleinern, sortieren, klassieren, anreichern und konzentrieren.&lt;br /&gt;
* [[Aufbruch]]: Von unten, von einer tieferen Sohle her, nach oben hergestellter vertikaler Grubenbau. Auch [[Überhauen]] genannt.&lt;br /&gt;
* [[Auffahren]]: Einen Grubenbau herstellen.&lt;br /&gt;
* [[Aufgehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufhauen]]: Eine in einer Lagerstätte aufwärts führende Strecke, z. B. Strebaufhauen zur Vorrichtung eines Strebbaus, Wetteraufhauen zur Wetterführung.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Auflassen]]: (Auflässig) Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbau]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Aufnehmen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsatteln]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsäubern]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufschliessen]]: Eine [[Lagerstätte]] durch ein neues Bergwerk zugänglich machen.&lt;br /&gt;
* [[Aufschluss]]: &lt;br /&gt;
* [[Öhr|Auge]]: Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[aufwältigen]]: Einen verbrochenen (eingestürzten) oder verfüllten Grubenbau wiederherstellen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbau]]: Abstützung innerhalb des Bergwerkes mittels verschiedener Materialien und Techniken.&lt;br /&gt;
* [[Ausbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbaugespann]]: Hydraulischer Schreitausbau, der aus zwei oder drei Ausbaurahmen besteht.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeissen]]: Auch ausgehen; bergmännisch für zu Tage kommen, sich verringern, verschmälern; ausgehendes Flöz: ein zu Tage sich verschmälerndes, selbst aufhörendes Flöz.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeute]]: Überschuss aus dem Ertrag eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeutebogen]]: Verzeichnis aller Zechen eines Bergbaureviers, die Gewinne abwarfen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbiss]]: Das Hervortreten einer Lagerstätte an der Tagesoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Ausblühen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbringen]]: Gesamte Rohförderung an nutzbaren Mineralien einer Grube.&lt;br /&gt;
* [[Ausfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausgehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushalten]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushieb]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskeilen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausklauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Auslängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Auspochen]] (auch Ausklopfen): Akustisches Signal zum Schichtende vom [[Steiger]] über Tage zu den Bergleuten im [[Schacht]] und dessen Weiterleitung durch Schläge mit dem [[Schlägel]] an den [[Stoß]] bis zu den [[Ort|Örtern]].&lt;br /&gt;
* [[Ausrichtung]]: Erschließung eines [[Grubenfeld]]es durch die Anlage von [[Schacht|Schächten]], [[Querschlag|Querschlägen]], [[Feldstrecke|Feld]]- und [[Richtstrecke]]n.&lt;br /&gt;
* [[Ausschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausschläger]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausstreichen]]: Flöz oder Gang streicht an der Erdoberfläche aus, d. h. schneidet die Erdoberfläche, und ist dort sichtbar; auch Ausbiß oder Ausgehendes genannt.&lt;br /&gt;
* [[Ausziehen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== B ====&lt;br /&gt;
* [[Bankrecht]] ist eine Senkrechte zum [[Streichen]] und [[Einfallen|Fallen]] einer Schichtenfolge.&lt;br /&gt;
* [[Barte]] (oder Bergbarte): Kleines Beil mit einer langen Spitze und einem langen Stiel, das zu festlichen Anlässen mitgeführt wird.&lt;br /&gt;
* [[Bau]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauhaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig|Bauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Befahrbar]]: &lt;br /&gt;
* [[Befahren]]: Begehung eines [[Stollen[[s, heute auch die generelle Begehung (Besichtigung) eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Beibrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegung]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnungsurkunde]]: Verleihungsurkunde, die bei der [[Verleihen|Verleihung]] einer [[Muten|gemuteten]] [[Grube]] in das [[Lehensbuch]] eingetragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Beleihen]]: &lt;br /&gt;
* [[Beraubefahrzeug]]: Mobile Arbeitsmaschine, die Untertage zum bereißen der Firste eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Berauben]]: siehe [[Bereißen]].&lt;br /&gt;
* [[Berechtsame]]: Nutzungsrecht an bestimmten [[Grubenfeld]]ern, wird heute im [[Bergrecht]] Bergbauberechtigung genannt.&lt;br /&gt;
* [[Berechtsamsurkunde]]: [[Bergrecht]]liches Dokument, das aus der sogenannten [[Verleihen| Verleihung]]surkunde und einer Ausfertigung des Lager[[riss]]es besteht und einem Bergbautreibenden bei der Verleihung von Bergwerkseigentum überreicht wird.&lt;br /&gt;
* [[Bereißen]]: Herunterreißen von losen Gesteinsstücken oder Kohlebrocken von der [[Firste]] mittels Bereißwerkzeugen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Berg]]: Eher flach geneigte Verbindungsstrecke zwischen [[Grubenbau]]en unterschiedlicher [[Teufe]], z. B. zwischen den [[Sohle]]n eines Bergwerks. Siehe auch [[Förderberg]].&lt;br /&gt;
* [[Bergamt]]: Für den Bergbau zuständige Aufsichtsbehörde.&lt;br /&gt;
* [[Bergamtmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbeamte]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigungsfonds]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbehörde]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbuch]]: Öffentliches Verzeichnis aller Rechtsgeschäfte des [[Bergamt]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berge]] (auch: Bergematerial): Vom Bergmann aus dem Gebirge gelöstes, taubes oder auch (Neben-)Gestein, das bei Gewinnung von Bodenschätzen unter Tage anfällt.&lt;br /&gt;
* [[Bergekasten]]: Geviert aus Grubenholz, das mit Bergen gefüllt wird und zur Abstützung des Hangenden dient.&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen]]: Länglicher Spitzkeil, welches meist an einem [[Helm]] befestigt und bei der [[Schlägel]]- und Eisenarbeit eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Berghammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Bergfeste]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergfreie]]: (ins Bergfreie fallen)&lt;br /&gt;
* [[Bergfreiheit]]: Der Landesherr konnte bestimmte wirtschaftlich wichtige Mineralien für bergfrei erklären und damit ihre Gewinnung anregen. Ein bergfreies Mineral durfte jeder Finder sich aneignen – ohne Rücksicht auf den Grundbesitz. Vorausgesetzt war die Verleihung von Bergwerkseigentum.&lt;br /&gt;
* [[Berggemach]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggericht]]: Gericht, das für bergrechtliche Angelegenheiten in den Bergbaurevieren zuständig war. Es überwachte die Konzessionen und vertrat die Rechtsansprüche der Landesherren.&lt;br /&gt;
* [[Berggeschrei]]: Beginn des Silberbergbaus im Erzgebirge und dem Harz, vergleichbar mit dem Goldrausch in Nordamerika.&lt;br /&gt;
* [[Geschworener|Berggeschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berggesetz]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergglocke]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggrundbuch]]: Ein öffentliches Register, das auch Berghypothekenbuch genannt wird und das beim Amtsgericht geführt wird. In ihm werden die Bergwerke, deren Eigentümer, Gewerke und Feldesgrössen aufgeführt.&lt;br /&gt;
* [[Berghauptmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergherr]]: &lt;br /&gt;
* [[Berghoheit]]: &lt;br /&gt;
* [[Berginspektor]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergkittel]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergknecht]]: Bergmann, der zu Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bergmannschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergmeister]]: Beamter, der beim [[Bergamt]] angestellt war und die [[Zeche]]n in seinem Bezirk verwaltete.&lt;br /&gt;
* [[Bergordnung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergpredigt]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergquartal]]: Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* [[Bergrecht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergregal]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergrichter]]: Beamter, der dem [[Berggericht]] vorstand und in strittigen Bergsachen entscheiden musste.&lt;br /&gt;
* [[Bergschaden]]: Schaden an Personen oder Gebäuden, der durch bergbauliche Aktivitäten entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Bergschmied]]: Handwerker, der die zum Bergbau erforderlichen Werkzeuge schmiedete und der [[Berggericht]]sbarkeit unterstand.&lt;br /&gt;
* [[Bergschreiber]]: Buchhalter und Protokollführer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Bergsenkung]]: Bodenbewegung, die aufgrund von Bergbautätigkeiten entsteht und sich bis zur Erdoberfläche auswirkt.&lt;br /&gt;
* [[Bergsucht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergvogt]]: Ein dem [[Bergmeister]] untergeordneter Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Bergwerkseigentum]]: Das Recht, innerhalb festgelegter Grenzen ein [[Mineral]] zu gewinnen. Bergwerkseigentum wird aufgrund einer [[Muten|Mutung]] durch den Landesherrn [[Verleihung|verliehen]].&lt;br /&gt;
* [[Besatz]]: Masse, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Besetzen]]: &lt;br /&gt;
* [[Besteg]]: &lt;br /&gt;
* [[Blasversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Blende]]: &lt;br /&gt;
* [[Blende (Geleucht)]]: &lt;br /&gt;
* [[Blick]]: &lt;br /&gt;
* [[Blindschacht]]: [[Schacht]] ohne Verbindung zur Erdoberfläche (Tageslicht).&lt;br /&gt;
* [[Bobine]]: schmale Seiltrommel mit seitlichen Führungen, auf der die Windungen eines Flachseils übereinander liegen.&lt;br /&gt;
* [[Bombe]]: Bezeichnung des Kumpels für eine bestimmte elektrische Handlampe.&lt;br /&gt;
* [[Bornmeister]]: Aufsichtsperson in einer Saline, er führt die Aufsicht über die Sole.&lt;br /&gt;
* [[Böse Wetter]]: Schädliche Gasgemische, die für den Menschen schädlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrdeckel]]: Über den [[Bohrer]] gesteckt Scheibe, die das Herausspritzen des Bohrkleins verhinderte.&lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Bohren]]: Tätigkeit des Herstellens von Bohrlöchern mittels [[Bohrer]] und [[Schlägel]]. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen]]: [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] durch manuelles Anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver.&lt;br /&gt;
* [[Bohrer]]: Ein [[Gezähe]] für die Herstellung von Bohrlöchern beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrgestänge]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrkern]]: &lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrkruck]]: Hölzernes Hilfsmittel zum Umsetzen des Hand[[bohrer]]s beim [[Bohren und Schießen|Bohren]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrlappen]]: Lappen zur Reinigung und Trocknung des Bohrlochs.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrlöffel]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrpost]]: Anzahl stärkerer und schwächerer [[Bohrer]], welche zum [[Bohren und Schießen|Abbohren]] eines Bohrlochs erforderlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrschacht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrstange]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrtrog]]: &lt;br /&gt;
* [[Bolzenschrot]]: &lt;br /&gt;
* [[Brecher]]: Maschine mit einer rotierenden Meißelwalze, um das abgebaute [[Mineral]] zu zerkleinern und transportfähig zu machen (meist ist an einem Brecher ein Transportband angehangen, um die zerkleinerten Mineralien zu befördern).&lt;br /&gt;
* [[Brecheisen]]: Eisenstange mit einer Spitze oder einer Schneide, welche für unterschiedliche Arbeiten (z. B. [[Durchschlag]]en) eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bremmer]]: &lt;br /&gt;
* [[Bremsberg]]: Berg, in dem mit Hilfe gebremster Förderwagen abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsbergförderung]]: Fördertechnik, bei der das abgebaute Mineral an einem Bremsberg mittels Schwerkraft abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsförderer]]: Rutsche mit angetriebenen Stauscheiben.&lt;br /&gt;
* [[Bremswerk]]: Maschinelle Einrichtung, die bei Förderung an Bremsbergen die niedergehenden Wagen abbremst.&lt;br /&gt;
* [[Bruch]]: Einsturz eines Teiles eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Bruchbau]]: Abbaumethode, bei der der das [[Hangendes|Hangende]] planmässig zu Bruch geworfen wird.&lt;br /&gt;
* [[Prunen|Brunen]] (Brunnen): Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Bühne]]: Künstlich geschaffene Arbeitsplattform.&lt;br /&gt;
* [[Bühnloch]] (auch Bühnenloch): Eine in das feste [[Gestein]] gehauene Vertiefung, um den Fuß eines [[Stempel]]s oder das Ende einer [[Kappe]] unverrückbar aufzunehmen.&lt;br /&gt;
* [[Bulge]]: Schlauchförmiger Ledersack, der im Mittelalter zum Schöpfen von Grubenwasser diente.&lt;br /&gt;
* [[Bulgenkunst]]: Wasserhebemaschine aus Holz, die zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bunker]]: Grubenräume oder betriebliche Einrichtungen, in denen Schüttgüter wie Rohkohle, Roherz oder Berge zwischengelagert werden.&lt;br /&gt;
* [[Butzen]]: eine kleine selbständige Masse eines bestimmten Minerals im Gestein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== C ====&lt;br /&gt;
* [[Caducieren]]: Kuxe für nicht mehr bestehend erklären, das Eigentum daran aufheben. &lt;br /&gt;
* [[Communbergbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Concedieren]]: &lt;br /&gt;
* [[Concession]]: &lt;br /&gt;
* [[Consolidation]]:auch Konsolidation: Zusammenschluss mehrerer Grubenfelder bzw. der dazugehörigen Berechtsamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== D ====&lt;br /&gt;
* [[Damm:]] Bauwerk, das einen Teilbereich des Grubengebäudes von den übrigen Grubenbauen trennt. Man unterscheidet Brand-, Wasser-, Streckenbegleit- und Abschlussdämme.&lt;br /&gt;
* [[Dammtor]]: Sicherheitstor, meist in Strecken, mit dem plötzliche Wassereinbrüche abgesperrt und somit ein Teil des Grubengebäudes zu Sumpfe gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
* [[Derb]]:&lt;br /&gt;
* [[Dingen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dopplhäuer]]: &lt;br /&gt;
* [[Doppltrümig]]: &lt;br /&gt;
* [[Dreiecksbau]]: Altes Abbauverfahren, das hauptsächlich im Schieferbergbau angewendet wurde und durch den Querbau abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
* [[Drittel]]: Bei Belegung eines Ortes mit mehreren, sich ablösenden Arbeitsgruppen eine dieser Schichten. Ein Ort kann auch mit zwei oder mit vier Dritteln belegt sein. Siehe 3- und 4/3-Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Druse]]: &lt;br /&gt;
* [[Drusig]]: &lt;br /&gt;
* [[Duckelbau]]: Abbauverfahren für unregelmäßig vorkommende Lagerstätten mit geringer Mächtigkeit, bei dem die Gewinnung mittels kleiner Schächte, sogenannter Duckel erfolgt.&lt;br /&gt;
* [[Durchfallen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchbauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchörtern]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchschlag]]: Herstellung einer offenen Verbindung zwischen zwei Grubenbauen.&lt;br /&gt;
* [[Durchsinken]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchteufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dürr]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== E ====&lt;br /&gt;
* [[Edel]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehner]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehnerzeche]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbringen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbruch]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfallen]]: Neigungswinkel der Lagerstätte zur Horizontalen, also die Neigung in Falllinie. Das Einfallen wird senkrecht zum Streichen gemessen.&lt;br /&gt;
* [[Eingesprengt]]: &lt;br /&gt;
* [[Einkommen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einlegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Einsprengung]]: &lt;br /&gt;
* [[Einstrich]]: Horizontaler Schachteinbau, der aus Holz oder aus Stahl gefertigt ist.&lt;br /&gt;
* [[Eintrümmig]]: &lt;br /&gt;
* [[Einziehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Eisen]]: Historische Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen]]: Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Entblössen]]: &lt;br /&gt;
* [[Enterben]]: Übergang der Rechte zwischen [[Erbstollen]], wenn der neu ins das [[Grubenfeld]] einkommende Erbstollen die erforderliche [[Erbteufe]] hat.&lt;br /&gt;
* [[Enterbungsteufe]]: Senkrechter Abstand zwischen [[Erbstollen]] und enterbten Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Erbbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbbelehnung]]: Verleihung der Rechte auf den [[Abbau]] eines [[Mineral]]s innerhalb eines bestimmten Bezirkes. &lt;br /&gt;
* [[Erbbereiten]]: Berggerichtliche Handlung, die der nochmaligen genauen Vermessung eines [[Grubenfeld]]es diente, wenn dieses zur [[Ausbeute]]verteilung gekommen war.&lt;br /&gt;
* [[Erbbereitungsbuch]]: Buch zur Aufzeichnung aller Handlungen im Zusammenhang mit dem [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erben]]: Begriff mit unterschiedlicher Bedeutung im Bergbau (Grundeigentum, Vorrangstellung, aber auch Vererbung). &lt;br /&gt;
* [[Erbfluss]]: Größeren Bach oder Fluss, der, die das [[Grubenfeld]] durchsetzenden [[Gang|Gänge]] teilt.&lt;br /&gt;
* [[Erbgerechtigkeit]]: Herstellen der Rechtmäßigkeit des Besitzes oder Anspruchs durch Vermessung oder [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erbhäuer]]: Ausgelernter und für [[Gedinge]] zugelassener [[Hauer|Häuer]] mit vollem Häuerlohn. &lt;br /&gt;
* [[Erbkux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e zur Entschädigung des Grundbesitzers, auf dessen Land die [[Zeche]] liegt.&lt;br /&gt;
* [[Erbstamm]]: Gesamtheit der [[Erbkux]]e.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollen]]: Stollen zur Wasserlösung und zur Wetterführung in einem oder mehreren Bergwerken. Dem [[Erbstöllner]], der den Stollen herstellte, stand dafür ein Anteil an der [[Ausbeute]] der Bergwerke zu.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengebühr]]: Betrag, den die Besitzer der [[Zeche]] an den [[Erbstöllner]] abführen mussten.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengerechtigkeit]]: Ein nach besonderer [[Muten|Mutung]] erworbenes Recht, einen [[Erbstollen]] nach erfolgter Verleihung zu betreiben.&lt;br /&gt;
* [[Erbstöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbstufe]]: Ein ins Gestein gehauenes Zeichen an der Grenze des [[Grubenfeld]]es.  &lt;br /&gt;
* [[Erbteufe]]: Gesetzlich vorgeschriebene [[Teufe]] eines [[Erbstollen|Erbstollns]], um die vollen [[Erbstollengebühr]]en beanspruchen zu können.&lt;br /&gt;
* [[Erbtiefste]]: Tiefster Bau eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Erbwürdig]]: &lt;br /&gt;
* [[Erlängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erliegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Ersaufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Erschliessen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erschroten]]: &lt;br /&gt;
* [[Schürfen|Erschürfen]]: Auffinden einer [[Lagerstätte]] beim [[Schürfen]]. &lt;br /&gt;
* [[Erstrecken]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz]]: In der Natur vorkommende Verbindungen von Metallen mit anderen Stoffen. &lt;br /&gt;
* [[Erzbringer]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzfall]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzführung]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzräuber]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz säen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzstufe]]: Kleines Erzstück, das aus der Lagerstätte herausgeschlagen wurde. Man unterscheidet Probierstuffen, Handstuffen und Schaustufen.&lt;br /&gt;
* [[Etage]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== F ====&lt;br /&gt;
* [[Fahrbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahren]]: Allgemeiner Ausdruck für jegliche Fortbewegung des Bergmannes im Bergwerk. Anfahren, einfahren, Ausfahren.&lt;br /&gt;
* [[Fahrkunst]]: Historische Vorrichtung zum Ein- und Ausfahren der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Fahrlader]]: Radlader niedriger Bauart für den untertägigen Einsatz.&lt;br /&gt;
* [[Fahrmarke]]: Unterschiedlich geformte Marke aus Blech, die zur Anwesenheitskontrolle dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrt]]: Leiter.&lt;br /&gt;
* [[Fahrtklammer]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahrtrum]]: freizuhaltender Raum in Schächten, Gesenken und Überhauen, der der vertikalen Fahrung dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrüberhauen]]: dient ausschließlich zur Fahrung. Mittels dieses steilen (bis nahezu senkrechten) Grubenbaus kann man zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
* [[Fahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Fall]]:&lt;br /&gt;
* [[Fallen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in vertikaler Richtung.&lt;br /&gt;
* [[Fallort]]:&lt;br /&gt;
* [[Fangstützen]]: Im Förderturm eingebaute bewegliche Stahlriegel, die den Förderkorb auffangen, wenn dieser aufgrund eines Anstoßes gegen den Prellträger seillos geworden ist.&lt;br /&gt;
* [[Fangvorrichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Fäustel]]: Hammer, welcher bei Schlägel- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit, dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Feld]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldgestänge]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldort]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldstrecke]]:&lt;br /&gt;
* [[Feste]]:&lt;br /&gt;
* [[Feuerkübeln]]: Veraltete Methode zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges mittels Feuer.&lt;br /&gt;
* [[Feuersetzen]]: Technik, die in vielen Bergbauregionen vom Altertum bis Anfang des neunzehnten Jahrhunderts benutzt wurde, um Gestein aufzulockern oder zu sprengen.&lt;br /&gt;
* [[Fimmel]]: Starker eiserner [[Keil]], welcher als [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit von festeren [[Gestein]]en verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Firste]]: Obere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstenbau]]: Abbaumethode, die bei steileinfallenden Lagerstätten angewandt wird, Vorläufer des Firstenstoßbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstengewölbe]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenkasten]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenstoßbau]]: Abbaumethode für steileinfallende Lagerstätten, schwebende Abbaurichtung mit streichendem Verhieb.&lt;br /&gt;
* [[Flach]]: In der Neigung der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flache]]:&lt;br /&gt;
* [[Flacher Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Flachriss]]: zeichnerische Projektion eines Flözes oder eines Gangs auf eine Ebene parallel zur Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flöz]]: Durch Sedimentation entstandene plattenförmige, flächig ausgedehnte Lagerstätte (z. B. Kohlenflöz, Eisensteinflöz).&lt;br /&gt;
* [[Fluder]] (auch Gefluder): Gerinne aus Holz oder Metall zum Zu- oder Ableiten von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Flügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Flügeleisen]]: Eine Doppelkeilhaue, insbesondere früher im Steinkohlenbergbau zur Kohlengewinnung verwendet.&lt;br /&gt;
* [[Flügelort]]: Das Flügelort ist eine seitliche Fortsetzung eines Stollens ins Feld hinein.&lt;br /&gt;
* [[Förderberg]]: Geneigte [[Strecke]], die [[Sohle]]n eines Bergwerks verbindet und zum Anschluss der [[Flöz]]e an die [[Grubenbau]]e dient.&lt;br /&gt;
* [[Fördergerüst]]: Das über dem [[Schacht]] stehende Gerüst („Förderturm“), das die [[Seilscheibe]]n trägt.&lt;br /&gt;
* [[Fördergestell]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderkorb]] (auch Fördergestell): Am Förderseil hängendes Transportmittel für Material, Personen und gewonnenes Mineral im [[Schacht]].&lt;br /&gt;
* [[Förderkübel]]: Fördergefäß aus Holz, das im frühen Bergbau zur Förderung von Erz, Kohle oder Haufwerk eingesetzt wurde. Heute aus Stahl, wird beim Schachtabteufen verwendet (Abteufkübel).&lt;br /&gt;
* [[Fördermann]]: Bergmann, der für den Transport zuständig war; der Transport erfolgte in der Regel manuell mit Schlepptrögen, Laufkarren oder Hunten.&amp;lt;&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschine]]: Antriebsmaschine zum Treiben des Förderseils und damit des Förderkorbes.&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschinist]]: Bergmann, der die Fördermaschine bedient.&lt;br /&gt;
* [[Fördern]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderseil]]: Seil zum Heben von Lasten in Schächten und Blindschächten.&lt;br /&gt;
* [[Fördertonne]]: Fassartig geformter Behälter, der an Seilen oder Ketten gehängt zur Förderung in saigeren Schächten diente.&lt;br /&gt;
* [[Förderwagen]]: traditionelles Transportmittel im Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Frei]]:&lt;br /&gt;
* [[Freibau]]:&lt;br /&gt;
* [[Freifahrung]]: Bergrechtlicher Akt, durch den einem Grubenbesitzer die Besitzrechte auf die Grube entzogen werden konnten, wenn er die Grube nicht vorschriftsgemäß belegte.&lt;br /&gt;
* [[Freikux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e ohne Stimmrecht, die von einer [[Zeche]] herausgegeben werden.&lt;br /&gt;
* [[Freiverbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Frisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Fristen]]: Das zeitweise Außerbetriebsetzen einer Zeche ohne gleichzeitigen Verlust des Bergwerkseigentums.&lt;br /&gt;
* [[Frosch]]: Öllampe; ein Geleucht.&lt;br /&gt;
* [[Füllort]]: Verladestelle unter Tage; Umschlagpunkt, an dem die Streckenförderung in die Schachtförderung übergeht.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrube]]: [[Grubenfeld]], das aufgrund eines [[Mineral]]fundes in [[bauwürdig]]er [[Lagerstätte]] an den [[Muter]] als Bergwerkseigentum [[Verleihen|verliehen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrübner]]: Besitzer des [[Grubenfeld]]es einer [[Fundgrube]].&lt;br /&gt;
* [[Fundpunkt]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundrecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundschächte|Fundschacht]]: Der erste auf der [[Fundgrube]] geteufte [[Schacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== G ====&lt;br /&gt;
* [[Gabel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit bei der [[Gewinnung]] in [[Seiffen]].&lt;br /&gt;
* [[Gaipel]]: Im Harz häufig anstelle von Huthaus genutzter Ausdruck für ein über dem Schacht stehendes Betriebsgebäude, abgeleitet von Göpel.&lt;br /&gt;
* [[Gang]]: plattenförmig ausgefüllte Kluft im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gangart]]: Jedes Mineral in der Gangausfüllung, das nicht Ziel der Gewinnung ist.&lt;br /&gt;
* [[Gangbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangkreuz]]: Kreuzungspunkt von [[Gang|Gängen]], die oft reich ver[[erz]]t waren,&lt;br /&gt;
* [[Gangmasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Gasausbruch]]: Plötzliches und verstärktes Austreten von Gasen aus dem Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Gebirge]]: Das Gestein, in dem sich die Grubenbaue des Bergwerks befinden.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsanker]]: Konstruktionselemente, die im Bergbau untertägige Hohlräume offen halten. Sie werden am Stoß oder an der Firste in das Gebirge (das Gestein) eingebracht und halten dieses zusammen.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsdruck]]: Unsichtbare Spannung um einen untertägigen Hohlraum oder im unverritzten Gebirge, Auslöser für Gebirgsschläge.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsschlag]]: plötzliche Entspannung im Gebirge, bei der größere Mengen potenzieller (elastischer) Energie frei werden und bei der intensive Zerstörungen in der Grube sowie normalerweise heftige Erschütterungen an der Erdoberfläche auftreten.&lt;br /&gt;
* [[Gebräch]]: Lockeres, zum Hereinbrechen oder Nachfallen neigendes Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gediegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedinge]]: Vertrag über eine für ein bestimmtes Entgelt zu erbringende Arbeitsleistung.&lt;br /&gt;
* [[Gedingehäuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingelohn]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingezeichen]]: Untertägige Zeichen zur Abrechnung der Arbeitsleistung, wenn nach [[Gedinge]] gearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Gefluder]]: siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Gefrierverfahren]]: Verfahren, mit dem künstlich gefrorene Bodenkörper hergestellt werden, um beim Abteufen nicht standfestes, oftmals stark wasserführendes Gebirge besser zu durchörtern.&lt;br /&gt;
* [[Gegenbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Gegenortbetrieb]]: Von mindestens zwei Ausgangsorten aufzufahrende Strecke mit dem Ziel, sich zu treffen und dadurch Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
* [[Gegenschreiber]]: Bergbeamter, der das Gegenbuch führte und alle Kuxe und Gewerken in das Buch eintrug.&lt;br /&gt;
* [[Gelenkbogenausbau:]] Gelenkiger Streckenausbau, der in Strecken mit hohem Gebirgsdruck eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]: Vom Bergmann mitgeführte Grubenlampen, z. B. Frosch, Bombe, Wetter-, Karbid-, Kopflampen.&lt;br /&gt;
* [[Generalbefahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Generalstreichen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gequehle]]:&lt;br /&gt;
* [[Gerechtsame]]: die in einem Recht oder Gesetz begründete Befugniss.&lt;br /&gt;
* [[Gerinne]]: eine oben offene Wasserleitung oder -rinne, siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Geschicke]]:&lt;br /&gt;
* [[Geschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Gesenk]]: Von oben nach unten abgeteufter vertikaler Grubenbau.&lt;br /&gt;
* [[Gesprenge]]:&lt;br /&gt;
* [[Getriebezimmerung]]: Methode zum Vortrieb in lockerem Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Geviertfeld]]: Rechtwinklig begrenztes Feld, das je nach Bergbaurevier unterschiedlich groß war und in dem der Muter nach der Verleihung Bergbau betreiben darf.&lt;br /&gt;
* [[Gewältigen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gewerken]]: Anteilseigner einer bergrechtlichen [[Gewerkschaft]].&lt;br /&gt;
* [[Gewerkschaft]]: Alle zu einer [[Zeche]] gehörenden [[Gewerken]]. Historische Unternehmensform im Bergbau, zulässig bis zum Inkrafttreten des Bundesberggesetzes 1980.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnung]]: Lösen des abzubauenden Minerals aus der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnungsarbeiten]]: Gesamtheit der bergmännischen Arbeiten, durch welche die nutzbaren [[Mineral]]ien abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezähe]]: Bezeichnung für alle Werkzeuge und Arbeitsgeräte, die vom Bergmann zur Arbeit benötigt werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezeugstrecke]]: Alte bergmännische Bezeichnung für [[Sohle]].&lt;br /&gt;
* [[Gleitbogenausbau]]: Nachgiebiger Ausbau mit der Verwendung als Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Glück Auf]]: Bergmannsgruß, Ende des 16. Jahrhunderts im Erzgebirge entstanden. Heute allgemein der deutsche Bergmannsgruß.&lt;br /&gt;
* [[Gnadengeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Gnadengroschenkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Göpel]]: Historische Förderanlage, im weiteren Sinn eine stärkere Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Göpelhaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Grabensteiger]]:&lt;br /&gt;
* [[Besatz|Grand]]: Masse bezeichnet, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Graupe]]:&lt;br /&gt;
* [[Grube]]: Alle untertägigen Anlagen einer [[Zeche]].&lt;br /&gt;
* [[Grubenausbau]]: Absichern und Offenhalten von Räumen unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbau]]: Oberbegriff für alle Hohlräume im Bergwerk, wie Strecken, Schächte, Strebe etc.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbrand]]: Untertägig ausgebrochenes Feuer, dass sich unter Tage unkontrolliert entwickeln kann.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeld]]: Raum unterhalb der Erdoberfläche, in dem sich ein Bergbauberechtigter die Minerale der Lagerstätte aneignen darf.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeldsteuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenfunk]]: drahtloses Kommunikationssystem unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubengebäude]]: Gesamtheit der unter- und übertägigen Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Grubenholz]]: Holz, das im Bergbau im Tagebau und Untertagebau verwendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Grubenjunge]]: Junger Bergmann im Alter von 14 bis 23 Jahren, der unter Tage für Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Grubenkompass]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenlok]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenmauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenriß]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwässer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwehr]]: Rettungstruppe für den Einsatz im Bergbau, analog zur Feuerwehr. Besteht aus freiwilligen, besonders qualifizierten Bergleuten.&lt;br /&gt;
* [[Grundsohle]]:&lt;br /&gt;
* [[Grundstrecke]]: Tiefste streichende Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== H ====&lt;br /&gt;
* [[Habit]]:&lt;br /&gt;
* [[Häckel]]: Zierwaffe in Form eines kleinen Beiles mit langem Stiel.&lt;br /&gt;
* [[Halm]]: Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Halmdose]]: Behältnis zur Aufbewahrung der [[Halm|Halme]] (Zünder).&lt;br /&gt;
* [[Hängebank]]: Auch Schacht- oder Tagekranz: Es ist der oberste Teil der Schachtmündung. Hier wird der Förderkorb bzw. die Fördertonne be- oder entladen. (siehe Rasenhängebank).&lt;br /&gt;
* [[Hängen]]: Abwärtsfördern im Schacht, auch Einhängen.&lt;br /&gt;
* [[Hängezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Halde]]: Im Bergbau eine künstliche Anhäufung von Material (Haufwerk) oberhalb der umgebenden Geländeoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Haldensturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Halbe Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Hammelpfoten]]: Im Altbergbau bis zum 18. Jh. 70 - 100 cm lange Guss- oder Eisenschienen, die aneinandergelegt Grubenbahnschienen bilden konnten.&lt;br /&gt;
* [[Handstück]]:&lt;br /&gt;
* [[Hangendes]]: Das Gestein oberhalb der Lagerstätte. Siehe Liegendes.&lt;br /&gt;
* [[Harnisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspel]]: Vorrichtung zum Aufwickeln eines Seiles. Historisch Handhaspel für die Förderung über Schaächte und Gesenke.&lt;br /&gt;
* [[Haspelhorn]]: &lt;br /&gt;
* [[Haspelknecht]]: Bergmann, der in der Förderung mittels Haspel tätig war.&lt;br /&gt;
* [[Haspeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspelnische]]: Aussparung im Stoß für die Haspelknechte.&lt;br /&gt;
* [[Haspelschacht]]: Schacht von geringer Teufe, mit einer (Hand-)Haspel als Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Haueisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Hauer]] (auch Häuer): Berg–Facharbeiter.&lt;br /&gt;
* [[Häuerglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Haufwerk]]: Herausgebrochenes oder -gesprengtes Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Hauptstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Heinzenkunst]]: Mittelalterliche Maschine zum Heben des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Helm (Bergbau)|Helm]]: Industrieschutzhelm (Kopfschutz) für den Bergbau. Meist mit einem Schuh zur Aufnahme des [[Geleuchts]].&lt;br /&gt;
* [[Helm (Gezähe)]]: Hölzerner Stiel (meist Esche) für das Gezähe ([[Schlägel]], [[Bergeisen|Eisen]], [[Keilhaue]] etc.),&lt;br /&gt;
* [[Hereinbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereingewinnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereintreibearbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der [[Gestein]] oder [[Erz]] nach Anlage eines [[Schram]] [[Hereingewinnen|hereingewonnen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Hilfsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Hinterfüllung]]: Ausfüllen des Hohlraumes zwischen dem Streckenausbau und dem Gebirge mit geeigneten Baumaterialien.&lt;br /&gt;
* [[Hobel]]: Maschine zur schälenden Gewinnung von Steinkohle.&lt;br /&gt;
* [[Hobelantrieb]]: Maschinelle Einrichtung, die der Bewegung des Kohlenhobel dient.&lt;br /&gt;
* [[Hobelverfahren]]: Verschiedene Verfahren zur Steinkohlengewinnung mittels Kohlenhobel.&lt;br /&gt;
* [[Höffig:]] ein Gebiet oder eine Gesteinsformation, die – vermutet oder nachgewiesen – abbauwürdige Erze oder Minerale führt.&lt;br /&gt;
* [[Höfflich]]:&lt;br /&gt;
* [[Hoffnungsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Holzkasten]]: Aus Kanthölzern oder Schwellen zusammengesetztes Stützelement.&lt;br /&gt;
* [[Holzkux]]:&lt;br /&gt;
* [[Horizont]]:&lt;br /&gt;
* [[Hornstatt]]: &lt;br /&gt;
* [[Hunt]] (eig. ''Hund''): Offener, kastenförmiger Förderwagen zum fördern der unter Tage gewonnen Materialien. &lt;br /&gt;
* [[Huntestösser]]:&lt;br /&gt;
* [[Hut]]:&lt;br /&gt;
* [[Huthaus]]: Zentrales Verwaltungsgebäude eines Bergwerks, das zugleich Materiallager, Gezähekammer, Werkstatt und Wohnung des Hutmannes war.&lt;br /&gt;
* [[Hutmann]]: Grubenaufseher mit der Aufgabe, das Bergwerk zu überwachen oder - wie man es damals bezeichnete - zu behüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I ====&lt;br /&gt;
* [[Imprägnation]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== J ====&lt;br /&gt;
* [[Joch]]:&lt;br /&gt;
* [[Jochkappe]]:&lt;br /&gt;
* [[Jungbergmann]]: Jugendlicher, der ohne Ausbildungsvertrag im Bergbau beschäftigt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== K ====&lt;br /&gt;
* [[Kamm]]:&lt;br /&gt;
* [[Kammeradschaft]]: Gruppe von Bergleuten, denen im Mansfelder-/Eislebener Bergbau ein Strebabschnitt zum Abbau überlassen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kammerbau]]: Abbauverfahren im Tiefbau.&lt;br /&gt;
* [[Kanone]]: Bezeichnung für das [[Einbruch]]bohrloch im [[Wismut]]-Objekt 01. &lt;br /&gt;
* [[Kappe]]: horizontal eingebauter Balken aus Holz oder Metall, Bestandteil des Grubenausbaus.&lt;br /&gt;
* [[Katze]]: An der Decke hängendes, motorbetriebenes Transportsystem.&lt;br /&gt;
* [[Kaue]]: Ursprünglich Gebäude über dem Schacht als Witterungsschutz, später als Waschkaue der Umkleide- und Waschraum, unterteilt in Schwarz- und Weißkaue.&lt;br /&gt;
* [[Kaukamm]]: einseitig geschliffenes Grubenbeil.&lt;br /&gt;
* [[Kehrrad]]: Wasserrad mit umkehrbarer Drehrichtung zum Antrieb der Schachtförderung.&lt;br /&gt;
* [[Keil]]: Eisernes [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Keilhaue]]: (Einseitige) Spitzhacke zur [[Gewinnung]] von weicherem [[Gestein]] im [[Vortrieb]]. &lt;br /&gt;
* [[Keilhauenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der weicheres [[Gestein]] losgehackt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kerbholz]] (auch Kerbstock, Zählholz oder Zählstab ):  Hölzerne Zählliste, um Abrechnungen (z. B. Fördermengen) und anfallende [[Bergkosten|Berg- und Hüttenkosten]] fälschungssicher zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
* [[Ketscher]]:&lt;br /&gt;
* [[Kettenkunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Kirchenkux]]:&lt;br /&gt;
* [[klauben]]: Auslesen der erzhaltigen Brocken und Krümel aus dem Fördergut. Erfolgte im historischen Bergbau von Hand, heute meistens maschinell.&lt;br /&gt;
* [[Kluft]]:&lt;br /&gt;
* [[Klüftig]]:&lt;br /&gt;
* [[Kluppe]]: Lange Zange oder Schere, mit der abgebrochene Handbohrer aus dem Bohrloch gezogen wurden.&lt;br /&gt;
* [[Knappe]]: Bergmann, der die Lehre abgeschlossen hat, Geselle.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Knappeneisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Knappschaft]]: Zusammenschluss von Bergleuten zur Durchsetzung von Berufsinteressen und zur gegenseitigen sozialen Absicherung. Heute auch Synonym für die Sozialversicherungen der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Knappschaftskasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftskux]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftsrolle]]:&lt;br /&gt;
* [[Kniebügel]]: Knieschutz des Bergmanns, als Schutz vor Nässe und Kälte beim Knien, siehe auch: Arschleder.&lt;br /&gt;
* [[Koepemaschine]]: Art der Schachtförderung (nach Carl Friedrich Koepe). Siehe auch: „Treibscheibenförderung“.&lt;br /&gt;
* [[Kohlengräberei]]: Methode der Kohlengewinnung mittels einfacher Werkzeuge am ausgehenden der Flöze.&lt;br /&gt;
* [[Konvergenz]]: Ist das Zusammendrücken des Streckenquerschnittes aufgrund des Gebirgsdrucks.&lt;br /&gt;
* [[Korb]]:&lt;br /&gt;
* [[Kräll]], auch Krahl, Krähl: Harkenähnliches [[Gezähe]] zum Wegfüllen des [[Haufwerk]]es.&lt;br /&gt;
* [[Kranz]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzler]]: Ein den Kauf- und Verkauf vermittelnder von den Bergbehörden vereidigter Makler.&lt;br /&gt;
* [[Kratze]], auch Krätzer: Hackenähnliches [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit, um [[Haufwerk]] in die dafür vorgesehenen Gefäße ([[Trog]], [[Korb]] oder [[Schleppkasten]]) zu ziehen oder die [[Sohle]] frei zu räumen.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Krummzapfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübel]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelort]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelwart]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Kuckuck]]: Mit [[Rüböl]] betriebene kleine Öllampe, die in der [[Blende]] getragen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kuhlenbau]]: Abbauverfahren bei dem mittels kleiner Schächte, sogenannter Kuhlen, eine Lagerstätte ausgebeutet wird.&lt;br /&gt;
* [[Kumpel]]: Bergmann.&lt;br /&gt;
* [[Kunst]]: Historische Bezeichnung für jede Form einer Maschine. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgestänge]]: Stangenwerk zur Übertragung der von einem Kunstrad erzeugten mechanischen Bewegung über kürzere Entfernungen. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstgraben]]: Übertägige Wassergräben, über die Bergwerke und Pochwerke mit Wasser zum Antrieb von Wasserrädern versorgt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Kunstkreuz]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kunstmeister]]: Bergmann, der die Kunst baut. &lt;br /&gt;
* [[Kunstknecht]]: Bergmann, der die Kunst wartet.&lt;br /&gt;
* [[Kunstrad]]: Wasserrad mit Krummem Zapfen (Kurbel) zum Antrieb von Künsten.&lt;br /&gt;
* [[Kunstschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstteich]]: Meist künstlich angelegte Wassersammler zur Bereitstellung von ausreichend Wasser zum Antrieb von Wasserrädern im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Kunstwinkel]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Kux]]: Anteilsschein an einer Gewerkschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== L ====&lt;br /&gt;
* [[Lachter]]: Altes Längenmaß im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Lachterkette]]: Zusammenlegbares aus Eisen und/oder Messingdraht gefertigtes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Lachtermaß]]: Holz oder Eisnstab zur Vermessung.&lt;br /&gt;
* [[Lachterschnur]]: Ein aus Hanf oder Bast bestehende und mit Knoten versehenes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Laden]]:&lt;br /&gt;
* [[Lader]] oder Ladewagen: ist ein vielfältig verwendeter Begriff für ein Gerät zum Wegladen des Haufwerks. &lt;br /&gt;
* [[Ladesäule]]: Durch Patrone oder lose Einblasung eingebrachter Sprengstoff im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Ladespitz]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Lager]]: unregelmässige plattenförmige Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Lagerstätte]]:&lt;br /&gt;
* [[Lagerung]]: Einteilung der Lagerstätten nach ihrer Neigung gegenüber der Horizontalebene.&lt;br /&gt;
* [[Lampennische]]: Geschlägelte Aussparung im [[Stoß]] zum Abstellen des [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]es.&lt;br /&gt;
* [[Längenfeld]]: Maßangabe für ein Berechtsamsmaß in Preußen, welches zunächst auf ein Flöz beschränkt war, ab 1821 aber auch für mehrere Flöze galt.&lt;br /&gt;
* [[Ledige Schicht]]: Zusätzliche Zeit bzw. Schicht die der Bergmann verfuhr und deren Lohn unter anderen in die [[Knappschaftskasse]] gegeben wurde bzw. der Abarbeitung der [[Zubuße]] bei [[Kux]]besitz diente.&lt;br /&gt;
* [[Legeblech]] (Legeeisen): Dünne Keile, die paarweise in die Ritzen eingelegt wurden, um zwischen ihnen [[Keil]]e, [[Plötz]]e und [[Fimmel]] einzutreiben.&lt;br /&gt;
* [[Lehen]]: Flächenmaß, aber auch die Übertragung von Rechten an einer Zeche.&lt;br /&gt;
* [[Lehensbuch]]: Buch, in dem die übertragenen [[Lehnschaft]]en verzeichnet werden.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschaft]]: Übertragung eines [[Lehen]]s an eine Gruppe von Personen.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschein]]: Bescheinigung, die vom [[Bergmeister]] erstellt und an den [[Gegenschreiber]] geschickt wurde, damit dieser dann die Eintragung im [[Gegenbuch]] machen konnte. Den Lehenschein erhielt der Lehnträger als Bestätigung.&lt;br /&gt;
* [[Lehenträger]]: Einzelperson, Gesellschaft oder [[Gewerkschaft]], welche eine gemutete [[Fundgrube]], eine [[Maaß]] oder einen [[Stollen|Stolln]] verliehen bekommen hat.&lt;br /&gt;
* [[Leichköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Leitbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Leseband]]: Förderband auf dem die geförderte Kohle manuell von Fremdstoffen, vorwiegend Gestein, befreit wurde.&lt;br /&gt;
* [[Letten]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenbesteg]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenstampfer]]: Eisenstange zur Verdichtung des [[Besatz]]es im Bohrloch beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Lichtloch]]: Kleiner Schacht auf einem Stolln.&lt;br /&gt;
* [[Liegendes]]: Das Gestein unterhalb der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Linse]]:&lt;br /&gt;
* [[Lochstein]]: Ein die [[Markscheide]] kennzeichnender Grenzstein über Tage.&lt;br /&gt;
* [[Lösen]]: Als lösen wird sowohl das Abführen des [[Grubenwässer|Grubenwassers]] oder der [[Abwetter]] aus dem [[Grubenfeld]], als auch das Erschließen einer [[Lagerstätte]] bezeichnet. Auch die Trennflächen zwischen Gebirgsschichten untereinander werden als Lösen bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Löser]]: Gestein, welches sich von der [[Firste]] oder dem [[Stoß]] ablöst (siehe auch [[Ablöser]]), aber auch ein Bergmann, der seinen Kameraden ablöst.&lt;br /&gt;
* [[Lutte]]: Luftleitung zur Heranführung frischer bzw. absaugen schlechter [[Wetter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== M ====&lt;br /&gt;
* [[Maaß]]: Bezeichnung für ein bergbauliches [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Maaßner]]: Besitzer eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mächtigkeit]]: Die Dicke einer Gesteinsschicht oder eines Flözes.&lt;br /&gt;
* [[Mannschaftsfahrt]]:&lt;br /&gt;
* [[Markenkontrolle]]: Jeder Bergmann hatte zum Einfahren eine Metallmarke mit seiner persönlichen Nummer an einer Belegungstafel auf dem jeweiligen Arbeitsplatz einzuhängen und zur Ausfahr wieder abzuwerfen. Dadurch war eine Information über das eingefahrene Personal und dessen Einsatzort möglich.&lt;br /&gt;
* [[Markscheide]]: Grenze eines [[Grubenfeld]]es, Grenze zwischen Grubenfeldern.&lt;br /&gt;
* [[Markscheider]]: Vermessungsingenieur unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Markscheidekunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Markscheiderei]]:&lt;br /&gt;
* [[Matte Wetter]]: Verdorbene bzw. verbrauchte Atemluft mit einem zu geringen Anteil an Sauerstoff.&lt;br /&gt;
* [[Matzel]]:&lt;br /&gt;
* [[Mauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Mehlkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Mettenschicht]]: Letzte verfahrene Schicht vor Weihnachten.&lt;br /&gt;
* [[Mineral]]: Natürlich vorkommenden Stoff mit definierter chemischer Zusammensetzung in zumeist kristalliner Form.&lt;br /&gt;
* [[Mitbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mitbaurecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Morgengang]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulde]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulm]]:&lt;br /&gt;
* [[Mundloch]]:&lt;br /&gt;
* [[Muten]]: Absichtserklärung auf [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Muter]]: Absichtserklärer für die [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mutterklötzchen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mutzettel]]: Vom [[Muter]] dem Bergmeister vorzulegender Zettel mit allen notwendigen Angaben zum [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Mutungskarte]]: Wird bei den für die Bergaufsicht zuständigen Bergbehörden geführt und gibt einen Überblick über die verliehenen [[Grubenfeld]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== N ====&lt;br /&gt;
* [[Nachbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachreissen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nebengestein]]v&lt;br /&gt;
* [[Nebenschicht]]: Eine Schicht neben den Hauptseilfahrzeiten im 3/3- oder 4/3-Betrieb. Bei diesen zusätzlichen Seilfahrten fahren z.B. Lokfahrer und Bedienungsleute eine Stunde vor der üblichen [[Seilfahrt]] an, um den Betrieb zur regulären Schichtzeit sicherzustellen.&lt;br /&gt;
* [[Nest]]:&lt;br /&gt;
* [[Nesterartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Nierbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niederbringen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niergang]]:&lt;br /&gt;
* [[Niedergehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niere]]:&lt;br /&gt;
* [[Nierig]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== O ====&lt;br /&gt;
* [[Oberbank]]: Oberer Teil eines zweiteiligen [[Flöz]]es (siehe auch [[Unterbank]]).&lt;br /&gt;
* [[Oberbergamt]]:&lt;br /&gt;
* [[Oberleitungslok]]:&lt;br /&gt;
* [[Observationsbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Offen]]:&lt;br /&gt;
* [[Öhr]] (Öhre): Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Orgel]]:&lt;br /&gt;
* [[Ort]] das: Die Stelle, wo abgebaut wird oder eine [[Strecke]] vorgetrieben wird („vor Ort“). Ende einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Örter]] (Örtchen): Historische Bezeichnung für die Spitzen am verwendeten [[Gezähe]]. &lt;br /&gt;
* [[Örterbau]]: Abbauverfahren, bei dem 50-100 Meter lange [[Strecke]]n - Örter - aufgefahren werden, um so die  [[Lagerstätte]] auszubeuten.&lt;br /&gt;
* [[Ortsbrust]]: [[Stoß]] am Ende eines [[Grubenbaus]], an der der [[Vortrieb]] stattfindet oder stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== P ====&lt;br /&gt;
* [[Panne]], Pannschüppe: Umgangssprachlich für Pfannenschaufel (regional). Siehe auch Weiberarsch.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Päuschel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei der Hereintreibearbeit oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pendelförderung]]: Ein Verfahren der Streckenförderung, bei der ein Gefäß hin- und herbewegt wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfändung]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfannenschaufel]]: Schaufel, mit deren Hilfe das gelöste Gut, z.B. Kohle, auf das Fördermittel geladen wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfeiffe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeilerbau]]: Abbauverfahren, das zum Abbau plattenförmiger Lagerstätten mit einem flachen Einfallen von maximal 50 Gon angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Pinge]]: Von früherem Bergbau zurückgebliebene meist mulden- oder trichterförmige Vertiefung an der Tagesoberfläche, entstanden durch oberflächennahen Abbau, Einsturz eines Schachts (Schachtpinge) oder eines untertägigen Hohlraums.&lt;br /&gt;
* [[Plötz]]: Leicht keilförmiges eisernes [[Gezähe]] ohne Schneide für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Pochschuhe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochstempel]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Polygonausbau (Bergbau)]]: Zusammengesetzter Vieleckausbau der zur Verstärkung des Streckenausbaus eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Posen]]:&lt;br /&gt;
* [[Prellträger]]: Träger zum Schutz der Seilscheiben vor Beschädigung durch die Fördermittel.&lt;br /&gt;
* [[Pressbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Presshauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Pumpenkunst]]: Wasserhebemaschine, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pumpensumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Prunen]]: Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Q ====&lt;br /&gt;
* [[Bergquartal|Quartal]]:Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
* [[Quartalgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Quartalstufe]]:&lt;br /&gt;
* [[Quatembergeld]]: Abgabe an das [[Bergamt]] zur Besoldung der Bergbeamten während des [[Bergregal|Regalbergbaus]]  &lt;br /&gt;
* [[Querbau]]: Abbauverfahren, das in mächtigen, steil einfallenden [[Lagerstätte]]n und in untertägigen Steinbrüchen angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Querschlag]]: Eine [[Strecke]], die quer zum [[Einfallen]] der Gebirgsschichten aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== R ====&lt;br /&gt;
* [[Rad]]:&lt;br /&gt;
* [[Radstube]]:&lt;br /&gt;
* [[Raithalde]]:&lt;br /&gt;
* [[Rampe]]: Geneigter, geradlinig oder spiralig („Wendel“) verlaufender Grubenbau. Rampen sind so angelegt, dass sie mit Großtechnik wie Fahrladern, Muldenkippern oder normalen Lkw befahren werden können. Auf diese Weise kann auch aus größeren Teufen mit gleisloser Großtechnik gefördert werden.&lt;br /&gt;
* [[Rasenhängebank]]: Hängebank zu ebener Erde.&lt;br /&gt;
* [[Raubbau]]: Auf kurzfristigen Höchstgewinn gerichteter Abbau, unter Verzicht auf vollständige Gewinnung und nachhaltigen Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Rauben]]: Entfernen der Betriebsmittel und des Grubenausbaus aus aufzugebenden Grubenbauen oder Betriebspunkten.&lt;br /&gt;
* [[Raubhilfe]]: Speziell für die Raubarbeit angefertigte Werkzeuge oder Arbeitsgeräte.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Regal]]:&lt;br /&gt;
* [[Retardat]]: Bergrechtlicher Vorgang im frühen Bergbau, durch den ein Kuxinhaber seine Anteile verlieren konnte, wenn er seine Zubuße nicht bezahlte.&lt;br /&gt;
* [[Retardat-Zettel]]:&lt;br /&gt;
* [[Revier]]: 1) im engeren Sinne eine Abteilung zur Ausführung von Abbau- und sonstigen Arbeiten an mehreren Betriebspunkten in einem bestimmten Teil eines Grubenfeldes sowie 2) im weiteren Sinne Bezeichnung für ein Gebiet, in dem bestimmte mineralische Rohstoffe abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Revierbeamte]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezess]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezessgeld]]: Abgabe, die ein Muter nach der Verleihung eines Grubenfeldes pro [[Quartal]] an das Bergamt zahlen musste.&lt;br /&gt;
* [[Rezessschreiber]]: Bergbaubeamter im Mittelalter, der am Bergamt die Tätigkeit eines Buchhalters ausübte.&lt;br /&gt;
* [[Richtschacht]]: Schacht, der saiger (ohne besondere Rücksicht auf den Verlauf der Lagerstätte) abgeteuft wird.&lt;br /&gt;
* [[Richtstrecke]]: Strecke, die geradlinig im mittleren Streichen („Generalstreichen“) der Lagerstätte aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen|Riemen]]: Lederner Riemen oder Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Ringausbau]]: Geschlossener Grubenausbau, der aus zusammengesetzten Stahlsegmenten besteht.&lt;br /&gt;
* [[Riss]]:&lt;br /&gt;
* [[Ritzeisen]]:Spezielles [[Bergeisen]], welches zu zur Anlage von Ritzen im [[Gestein]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Rolle]]: geneigter Grubenbau zur Förderung von Gut oder Bergen aus dem Abbau oder einer oberen Strecke in eine tieferliegende Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Rösche]]: Grubenbau der einer untertägigen Maschine ([[Wasserrad]], Turbine, [[Wassersäulenmaschine]]) die durch einen [[Kunstgraben]] herangebrachten Betriebswasser ([[Aufschlagwasser]]) zuführt ([[Aufschlagrösche]]) oder die benutzten Wasser ableitet ([[Abzugsrösche]]).&lt;br /&gt;
* [[Rüböl]]:&lt;br /&gt;
* [[Rücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Ruschel]]: Nicht mineralisierte Schergänge, die im Gegensatz zu mineralführenden Gängen nur zerriebenes Nebengestein enthalten und geringe Standfestigkeit besitzen.&lt;br /&gt;
* [[Rutengänger]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== S ====&lt;br /&gt;
* [[Saalband]]: Grenzfläche zwischen Gang und Nebengestein.&lt;br /&gt;
* [[Saline]]: Anlage, in der aus Salzlösungen durch Verdunstung des Wassers Kochsalz gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Salzlagerstätte]]: natürliches Vorkommen von Salzen, bilden sich vor allem durch Verdunstung von Meerwasser, enthalten meist verschiedene Salze.&lt;br /&gt;
* [[Sargdeckel]]: Ein sich an vorhandenen Trennflächen ohne Vorwarnung aus dem Hangenden lösender sehr großer Stein.&lt;br /&gt;
* [[Sattel]]:&lt;br /&gt;
* [[Satz]]:&lt;br /&gt;
* [[Saubern]]: reinigen, in Ordnung halten, Sohle planieren.&lt;br /&gt;
* [[Schacht]]: Seigerer, seltener auch tonnlägiger Grubenbau zum Fördern (Förderschacht) oder Bewettern (Wetterschacht). &lt;br /&gt;
* [[Schachtansatzpunkt]]: Bei Tagesschächten der Punkt an der Tagesoberfläche, an dem der Schacht abgeteuft werden soll.&lt;br /&gt;
* [[Schachtausbau]]: Verkleidung der Schachtwand, die dazu dient, den seitlichem Gebirgsdruck abzufangen.&lt;br /&gt;
* [[Schachtbruch]]: Plötzliches Abgehen der Schachtverfüllung bei abgeworfenen Tagesschächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtförderung]]: Förderung von Produkten, Versatz, Material und Personen vom Füllort bis zur Hängebank in Schächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtführung]]: Schachteinbauten, die den Fördergutträger in der Spur des jeweiligen Schachttrums lenken.&lt;br /&gt;
* [[Schachtpinge]]:&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheibe]]: Schachtquerschnitt mit Schachtausbau sowie der Einteilung der verschiedenen Trümer.&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheider]]: Bauelement aus Holz oder Mauerwerk zur Aufteilung des Schachtes in separate Trume.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsignalanlage]]: Technische Einrichtung im Schacht zur Kommunikation zwischen Fördermaschinist und Anschläger.&lt;br /&gt;
* [[Schachtstuhl]]: Konstruktion an den Anschlägen im Übergangsbereich vom Schacht ins Füllort.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsumpf]]: Tiefster Teil des Schachtes, unterhalb der tiefsten angeschlossenen Sohle. Dient der Aufnahme des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Schachtverwahrung]]: Abschluss eines abgeworfenen Tagesschachtes.&lt;br /&gt;
* [[Scharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schaufel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit.&lt;br /&gt;
* [[Scheffel]]: Altes Raummaß.&lt;br /&gt;
* [[Scheidebank]]: Aufbereitungshalle eines Bergwerks, in der das Erz manuell vom taubem Gestein getrennt wurde. &lt;br /&gt;
* [[Scheidehammer]]:Spezieller Hammer zur Erzscheidung.&lt;br /&gt;
* [[Scheidejunge]]: Lehrling, der in der Aufbereitung des Bergwerks tätig war und dort seine ersten Erfahrungen für den Beruf des Bergmanns sammelte (auch Klaubejunge oder im Oberharz Pochjunge genannt).&lt;br /&gt;
* [[Scheideplatten]]:Gesteins- oder Gußplatten, auf denen mit dem Scheidehammer die Erzscheidung erfolgte.&lt;br /&gt;
* [[Scheider]]:&lt;br /&gt;
* [[Schicht]]: Regelmäßige tägliche Arbeitszeit.&lt;br /&gt;
* [[Schichtgebet]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtmeister]]: Bergbeamter, der als Rechnungsführer des Bergwerks vereidigt war.&lt;br /&gt;
* [[Schichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schießblech]]: Viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Schießen]]: Gewinnungsarbeit durch gezielte Sprengung von Schwarzpulver in dazu angelegten Bohrlöchern. &lt;br /&gt;
* [[Schießpflock]]: Rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
* [[Schießspreize]]: Holz, welches zwischen dem auf den [[Schießpflock]] aufgelegtem [[Schießblech]] und dem gegenüberliegenden [[Stoß]] eingetrieben wird.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Schießnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Halm|Schießröhrchen]] (Halm): Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Schild]]:&lt;br /&gt;
* [[Schildausbau]]: Hydraulisches System zum Strebausbau im untertägigen Kohlebergbau.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eisenarbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel- und Eisenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] mittels [[Schlägel]] und [[Bergeisen]]. &lt;br /&gt;
* [[Schlagwetter]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlechten]]: Natürliche Trennflächen des Flözkörpers.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Schlegel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eise]arbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schleichwetter]]: Kleine, unkontrollierte Wetterströme, die durch abgeworfene Grubenbaue streichen und potentiell gefährlich sind.:&lt;br /&gt;
* [[Schlepper]]: Bergmann, der vorwiegend zur Förderung (Schleppen, Trecken) der Hunte eingesetzt wurde. In der Regel wurden Lehrlinge in ihrer Anfangszeit als „Treckejungen“ eingesetzt.&lt;br /&gt;
* [[Schleppungskreuz]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifkorb]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlotten]]: Im Mansfelder und Eislebener Kupferschieferbergbau angetroffene untertägige Hohlräume des Gipskarstes.&lt;br /&gt;
* [[Schmitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schneidkopf]]: Gewinnungswerkzeug an Teilschnittmaschinen.&lt;br /&gt;
* [[Schram]]: Bergmännisch hergestellter Schlitz im Nebengestein, der das [[Gewinnung|Hereingewinnen]] des [[Erz]]es erleichtert.&lt;br /&gt;
* [[Schrämen]]: Herausschlagen des tauben [[Gestein]]s neben einem [[Gang]], um das [[Erz]] von der Seite aus [[Gewinnung|hereingewinnen]] zu können. &lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Schrämhaue]]: Leichte Keilhaue, die ausschließlich zur Herstellung des [[Schram]]s verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhauer]] (Schrämer): Bergmann, welcher die [[Schräm]]e, meist mittels [[Schrämhammer]] herstellt&lt;br /&gt;
* [[Schrämkette]]: Umlaufende Gliederkette an Schrämmaschinen und Continuous Minern alter Bauart.&lt;br /&gt;
* [[Schrämkrone]]: An Säulen-Schrämmaschinen eingesetztes Werkzeug, zur Erzeugung der Schram.&lt;br /&gt;
* [[Schrämmaschine]]: Gerät im Bergbau und Steinbrüchen zur Erzeugung eines Schrams.&lt;br /&gt;
* [[Schrämspieß]]: Vierkantige gerade Eisenstange, die an einem Ende in einer an den Seitenflächen etwas gewölbten Spitze ausläuft.&lt;br /&gt;
* [[Schrämwalze]]: Walzenförmiger Werkzeugträger beim Walzenschrämlader.&lt;br /&gt;
* [[Schrapper]]:&lt;br /&gt;
* [[Schubort]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurf]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeldkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Schürfen]]:Aufsuchen einer Lagerstätte durch Aufdecken nahe der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Schürfschein]]: Amtlicher Erlaubnisschein, der dem Inhaber das Aufsuchen von Lagerstätten erlaubt. Offizieller Begriff: Aufsuchungserlaubnis.&lt;br /&gt;
* [[Schuss]]:&lt;br /&gt;
* [[Schüttelrutsche]]: Ein Abbaufördermittel im Kohlebergbau. Rinnenförmige Bleche werden langsam vor- und schnell zurückbewegt, dadurch rutscht die Kohle in Richtung Fußstrecke.&lt;br /&gt;
* [[Schütten]]:&lt;br /&gt;
* [[Schützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwaden]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebe]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebend]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwefelmännchen]]: Mit Schwefel überzogener starker bzw. doppelt gedrehter Woll- oder Baumwollfaden, welches an das Ende des [[Halm]]es gesteckt und mit der Öllampe angezündet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schwerköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Sechste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die statt des [[Siebente]]n gezahlt werden konnte, wenn die Ausgaben der [[Grube]]n zu hoch waren.&lt;br /&gt;
* [[Seife]]:&lt;br /&gt;
* [[Seiger]] (auch: saiger): senk-, lotrecht.&lt;br /&gt;
* [[Seigerriss]] (auch: Saigerriss): zeichnerische Projektion eines Bergwerkes, Vertikalschnitt.&lt;br /&gt;
* [[Seil]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilbruch]]: Durchreißen eines Förderseiles aufgrund von Materialermüdung oder Überlastung.&lt;br /&gt;
* [[Seileinband]]: (auch: Seilendverbindung) Konstruktion, die Förderseile oder andere Drahtseile mit Konstruktionsteilen oder anderen Festpunkten verbindet.&lt;br /&gt;
* [[Seilfahrt]]: Ein- und Ausfahrt der Bergleute in dem am Seil hängenden Förderkorb.&lt;br /&gt;
* [[Seilkorb]]: Vorrichtung an der Fördermaschine, auf der das Förderseil aufgewickelt wird.&lt;br /&gt;
* [[Seilrutsch]]: Rutschen des Förderseils auf der Treibscheibe, das vorwiegend bei starkem Anfahren oder scharfem Abbremsen auftreten kann. Siehe Koepeförderung.&lt;br /&gt;
* [[Seilscheibe]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilträger]]: Teil der Fördermaschine, mit dem das Förderseil bewegt wird. Siehe auch: Treibscheibe.&lt;br /&gt;
* [[Sekunde]]:&lt;br /&gt;
* [[Senken]]: Ist das Hereingewinnen der hochgequollenen Streckensohle, es dient zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der notwendigen Streckenhöhe.&lt;br /&gt;
* [[Senkstütze]]: Nachgiebiges Stützelement, das anstelle der stoßseitigen Ausbausegmente eingesetzt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Setzeisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitslampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitspfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitssteiger]]: Sicherheitsingenieur im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Siebente]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die in manchen [[Bergordnung]]en statt des [[Neunte]]n vorgeschrieben war. &lt;br /&gt;
* [[Sinkwerk]]: Untertägiger Hohlraum, in dem Salz durch Auslaugen mit Süßwasser gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Sinter]]:&lt;br /&gt;
* [[Sitzholz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sole]]: wässrige Steinsalzlösung mit einer Dichte von 1,204 g/cm3 und einen NaCl-Gehalt von 26,4 % (318 g/l). &lt;br /&gt;
* [[Sohle]]: 1. die Gesamtheit aller in einer Ebene gelegenen Teile eines Bergwerkes; 2. untere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus, z. B. einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Sohlenabstand]]: Abstand zwischen den einzelnen Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Söhlig]]: Horizontal, waagerecht.&lt;br /&gt;
* [[Spanne]]:&lt;br /&gt;
* [[Spanner]]:&lt;br /&gt;
* [[Spat]]:&lt;br /&gt;
* [[Spatgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Spitzeisen, Eisen, Bergeisen]]: Meißelartiges Werkzeug, das mit einem Stiel gehalten wird. Es gehört zum historischen Gezähe „Schlägel und Eisen“.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Spitzhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Spreize]]:&lt;br /&gt;
* [[Sprung]]:&lt;br /&gt;
* [[Spülversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Spurnagel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stalinpaket]]:&lt;br /&gt;
* [[Starrer Bogenausbau]]: Teilelliptischer starrer Streckenausbau aus einzelnen Ausbausegmenten.&lt;br /&gt;
* [[Stehender Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Steiger]]: Grubenaufseher, Bergingenieur, Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Steigort]]&lt;br /&gt;
* [[Steigbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Stempel]]: Stütze aus Holz oder Metall zum Abstützen des Gebirges.&lt;br /&gt;
* [[Stirn]]:&lt;br /&gt;
* [[Stock]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerksbau]]: Abbauverfahren&lt;br /&gt;
* [[Stollen]]: annähernd horizontale Strecke mit einem Mundloch an der Tagesoberfläche. In Sachsen, dem Erzgebirge, vor allem in Eigennamen und traditionell wird auch Stolln geschrieben.&lt;br /&gt;
* [[Stollenflügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollenhieb]]: Recht des [[Erbstöllner]]s, in bestimmten Maß angetroffene [[Erz]]e abzubauen. &lt;br /&gt;
* [[Stollenrösche]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollensteuer]]: Abgabe der [[Gerwerken]] an den [[Erbstöllner]] oder [[Stöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Stöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Störung]]: Trennfläche im Gebirge, an der z.B. eine Verschiebung von Gesteinsschollen stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
* [[Stoß]]: seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaus (z. B. Seitenwand einer Strecke).&lt;br /&gt;
* [[Streb]]:&lt;br /&gt;
* [[Strebausbau]]: Ausbau beim Strebbau.&lt;br /&gt;
* [[Strebbau]]: Untertage-Abbauverfahren, bei dem der Abbauraum im Flöz weiterrückt.&lt;br /&gt;
* [[Strecke]]: Horizontaler Grubenbau innerhalb des Grubengebäudes.&lt;br /&gt;
* [[Streckenausbau]]: Ausbau in untertägigen Strecken.&lt;br /&gt;
* [[Streckenbegleitdamm]]: Untertägiges Bauwerk, das in den Abbaustrecken dazu dient, den Streckensaum gegen den Alten Mann zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Streckenförderung]]: Horizontale Bewegung von Materialien, mineralischen Rohstoffen, Produkten und Versatz in Strecken und Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Streckensaum]]: Seitliche Begrenzung einer Abbaustrecke zum Flöz und zum Alten Mann hin.&lt;br /&gt;
* [[Streichen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in horizontaler Richtung, rechtwinklig zum Fallen. Entspricht dem Verlauf einer Höhenlinie.&lt;br /&gt;
* [[Strosse]]:&lt;br /&gt;
* [[Strossenbau]]: Älteste Abbaumethode für den Gangerzbergbau.&lt;br /&gt;
* [[Stube]]:&lt;br /&gt;
* [[Stufe]]: Kleines Gesteinsstück, insbesondere Erzstufe, aber auch ein vom [[Markscheider]] in das Gestein eingehauenes Zeichen.&lt;br /&gt;
* [[Stufenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Stufeneisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Stufenerz]]:&lt;br /&gt;
* [[Stunde]]: Einer der 24 Teile, in die der Grubenkompaß eingeteilt ist.&lt;br /&gt;
* [[Stundung (Bergbau)]]: Die (zeitweise/vorübergehende) Stilllegung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Sturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sturzbühne]]: Im Mansfelder Kupferschieferbergbau angewandte Methode des Umladens vom Strebhunt in den Förderwagen.&lt;br /&gt;
* [[Sumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen]] (auch Wassereisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sümpfen]]: Absenkung des Grundwasserspiegels, Trockenlegung überfluteter (ersoffener) Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Sumpfstrecke]]: Strecke, die als Sammelraum für das anfallende Grubenwasser verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== T ====&lt;br /&gt;
* [[Tag]] (über Tage, am Tage): Erdoberfläche, von der aus das Tageslicht sichtbar ist.&lt;br /&gt;
* [[Tagebau]]: Abbau des Nutzminerals von über Tage aus.&lt;br /&gt;
* [[Tagebruch]]: Verbruch der sich bis zur Tagesoberfläche durchschlägt.&lt;br /&gt;
* [[Tagegebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Tageschacht]]: Siehe [[Schacht (Bergbau)]].&lt;br /&gt;
* [[Tagewerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Taub]]: Ein Lagerstättenteil, der keine abbauwürdigen Mineralien enthält.&lt;br /&gt;
* [[Teufe]]: Die Tiefe eines Schachtes oder einer Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Teufen]]: Herstellen eines Grubenbaues von oben nach unten, siehe Abteufen.&lt;br /&gt;
* [[Tiefbau]]: Abbau unter Tage. &lt;br /&gt;
* [[Tiefste]]:&lt;br /&gt;
* [[Todt]]:&lt;br /&gt;
* [[Todter Mann]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonne]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonnlägig]]: Ein Schacht, der nicht senkrecht ins Bergwerk führt. Tonnlägige Schächte folgten im Gangerzbergbau dem von der Vertikalen abweichenden Einfallen des Ganges.&lt;br /&gt;
* [[Tonnung]]:&lt;br /&gt;
* [[Tradde]]: Abgabe an die Grundeigentümer.&lt;br /&gt;
* [[Tragwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Trecken]]:&lt;br /&gt;
* [[Treckejunge]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibehaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Treiben]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibe]]: Seilträger, bei dem die Energie der Antriebsmaschine mittels Reibschluss auf das Förderseil übertragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibenförderung]]: Schachtförderanlage, die nach ihrem Erfinder Carl Friedrich Koepe, auch Koepe-Förderung genannt wird. &lt;br /&gt;
* [[Treppenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Trog]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommel]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommelfördermaschine]]: [[Fördermaschine]], bei der das Förderseil auf eine [[Trommel]] gewickelt wird ([[Haspel]]).&lt;br /&gt;
* [[Trum]]: Von einem [[Gang]] abgetrennter Zweig des Ganges, aber auch ein abgeteilter Teil eines [[Schacht]]es, [[Gesenk]]es oder [[Überhauen]]s.&lt;br /&gt;
* [[Trümmerartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Tscherper]]: Ein Messer&lt;br /&gt;
* [[Tscherpertasche]]:&lt;br /&gt;
* [[Tummelbau]]: Abbauverfahren beim Braunkohlenbergbau mit bienenkorbförmigen Weitungen, sogenannten Tummel, das aufgrund seiner Gefährlichkeit im 19. Jahrhundert im deutschen Bergbau verboten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Tübbing]]: Segmente aus Gusseisen oder Stahl, die zum wasserdichten Ausbauen von Schächten bei nicht standfesten Nebengebirgen dienen.&lt;br /&gt;
* [[Türstock]]: Ausbaukonstruktion, bestehend aus einer Kappe mit zwei unterstützenden Stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== U ====&lt;br /&gt;
* [[Überfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Überhauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Überlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übrschar]]:&lt;br /&gt;
* [[Übersetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übertreiben]]: Vorbeifahren der Fördermittel über die Endanschläge hinaus.&lt;br /&gt;
* [[Übertreibsicherung]]: Dient dazu das Fördermittel abzubremsen damit es beim Übertreiben möglichst vor dem Prellträger zum Stehen kommt.&lt;br /&gt;
* [[über Tage]] oder Übertage: alles „an der Sonne“, also nicht der Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Ulm]]e: Seitliche Begrenzung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Umbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Umfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unbauwürdig]]:&lt;br /&gt;
* [[Ungeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Unschlitt]]: Tierische Körperfette (Talg), welche als Brennmaterial für offene [[Geleucht]]e, meist tönerne [[Frosch]]lampen, diente. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittgeld]]: Gebühr der [[Gewerkschaft]]en an den zuständigen [[Grabensteiger]] zur Deckung der ihm entstandenen Unkosten für das [[Geleucht]]. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittlampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterbank]]: Unterer Teil eines zweiteiligen Flözes.&lt;br /&gt;
* [[unter Tage]] oder Untertage: Stollen, Strecken, Schächte.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerk]]: Abbau unter der Stollnsohle.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerksbau]]: Abbau unterhalb der tiefsten Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Unverritzt]]:&lt;br /&gt;
* [[Urbar]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== V ====&lt;br /&gt;
* [[Ventilator]]:&lt;br /&gt;
* [[Verarmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbau]]:&lt;br /&gt;
* [[verblenden]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbolzung]]: Axiale Verkettung des Streckenausbaus um die Einzelbaue gegen eine Schubwirkung in Längsrichtung zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Verbrechen]]: Einbrechen oder Einstürzen und damit Unbrauchbarmachen eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Verbühnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbundbergwerk]]: Entsteht durch Zusammenlegung mehrerer Bergwerke.&lt;br /&gt;
* [[Verdingen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verdrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Veredeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verhieb]]: Art und Weise wie ein in Angriff genommener Abbaustoss abgebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Verlag]]:&lt;br /&gt;
* [[Verlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verleihen]]: Zueignung von Bergwerkseigentum durch den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* [[Verkippen]] / [[Verstürzen]]: Im Tagebau das Absetzen des Abraumes.&lt;br /&gt;
* [[Verritzen]]: Beginn des Abbaus einer Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Versatz]]: Verfüllung eines durch den Abbau entstandenen Hohlraums mit Bergen (Bergeversatz).&lt;br /&gt;
* [[Versetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verspünden]]: Wasserdichtes abdämmen einer [[Strecke]] durch einen Ziegel- oder Betondamm, früher auch Zimmerwerk.&lt;br /&gt;
* [[Verstufung]]: Bergrechtlicher Vorgang, durch den sich der [[Stöllner]] sämtliche Rechte an dem bisher aufgefahrenen Stollen gegen etwaige Ansprüche neuer [[Muter]] sicherte. Der [[Markscheider]] setzte ein [[Verstufung]]szeichen.&lt;br /&gt;
* [[Verwahren]]: Sicherung der Hohlräume eines stillgelegten (aufgelassenen) Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Verstufen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verstürzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Versuchsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Vertauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfung]]:&lt;br /&gt;
* [[Verziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzimmern]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzug]]: Auskleidung der Zwischenräume beim Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Vierter Pfennig]]: Kostenerstattung vom Besitzer der [[Grube]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Vierung]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorflut]]: Natürlicher Bach oder Fluss sowie künstlich geschaffene Möglichkeit (Kanal, Pumpwerk), um Wasser (auch Abwasser) abzuführen.&lt;br /&gt;
* [[Vorkommen]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorrichten]]: Vorbereitung des [[Abbau]]s der [[Lagerstätte]] und den Einbau von Gewinnungs– und Fördereinrichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== W ====&lt;br /&gt;
* [[Wolger|Walger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Walzenlader]]: Maschine zur schneidenden Gewinnung von Steinkohle und Erz.&lt;br /&gt;
* [[Wand]]:&lt;br /&gt;
* [[Wange]]: Im Harz verbreiteter Begriff für die seitlichen [[Stoß|Stöße]] eines horizontalen Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Wasseraufzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassereinfallgeld]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen|Wassereisen]] (auch Sumpfeisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Wasserhaltung]]: Anlagen und Maßnahmen zum Abführen des einer Grube zufließenden Wassers.&lt;br /&gt;
* [[Wasserknecht]]: Bergmann, der für die Wasserhaltung des Bergwerks zuständig war.&lt;br /&gt;
* [[Wasserkunst]]: System zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Wasserlauf]]: Regionale Bezeichnung für einen Wasserüberleitungsstollen im Oberharzer Bergbau (siehe auch [[Rösche]]). &lt;br /&gt;
* [[Wasserlösung]]: Abführen von Wasser, z. B. durch Wasserlösungsstollen.&lt;br /&gt;
* [[Wassernot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wasserregal]]: Königliches Hoheitsrecht zur Wassernutzung, meist zusammen mit dem [[Bergregal]] durch den Landesherren verliehenes Recht.&lt;br /&gt;
* [[Wassersack]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassersäulenmaschine]]: Maschine, die durch Wasserkraft angetrieben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wassersaige]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassertrommel]]: Bewetterungsmaschine, bei der der Sog des herabfallenden Wassers zur Bewetterung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wässerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wechsel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wegfüllarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der das gelöste [[Gestein]] und [[Erz]] mittels [[Gezähe]] in die [[Fördergefäß]]e verbracht wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wehr]]: Land, welches dem Bergbautreibenden zum [[Lehen]] gegeben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Weiberarsch]]: Umgangssprachliche Bezeichnung einer → Pfannenschaufel (regional).&lt;br /&gt;
* [[Weilarbeit]]: Schichten in der Freizeit, unter anderen in der [[Eigenlehner]]zeche.&lt;br /&gt;
* [[Weitung]]: Beim [[Weitungsbau]] entstandene Kammern.&lt;br /&gt;
* [[Weitungsbau]]: Variante des [[Kammerbaus]] bei mächtigen und durchwegs [[bauwürdig]]en [[Lagerstätte]]n.&lt;br /&gt;
* [[Wendelstrecke]], (auch kurz:) [[Wendel]]: Spiralförmige Rampe zwischen den einzelnen (Teil-)Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Wetter]]: Gesamtheit aller Gase im Bergwerk.&lt;br /&gt;
* [[Wetterbohrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterführung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterhut]]: beweglicher Holzaufsatz über dem Schacht.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlampe (Bergbau)|Wetterlampe]]: Mit Benzin betriebene Sicherheitslampe zur Kontrolle der Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlutte]]:&lt;br /&gt;
* [[Wettermann]]: Ein Bergmann, der in den einzelnen Grubenbauen die Wettermessungen durchführt.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlmaschine]]: Maschine, die zur direkten Wetterkühlung der Grubenbaue eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlung]]: Abkühlen von Teilwetterströmen mittels technischer Hilfsmittel und Maschinen.&lt;br /&gt;
* [[Wetternot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterofen]]: Konstruktion zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges.&lt;br /&gt;
* [[Wetterrad]]: Einfache Wettermaschine aus Holz zur Bewetterung der Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Wettersatz]]: Maschine, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur künstlichen Bewetterung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wetterschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterscheider]]: Wettertechnisches Bauwerk, das in den Grubenbauen die Frisch- von den Abwettern trennt.&lt;br /&gt;
* [[Wettersohle]]: Sohle, die hauptsächlich der Bewetterung dient.&lt;br /&gt;
* [[Wettertafel]]: Kontrolltafel unter Tage, auf der die erfolgte Überprüfung der Luftreinheit mit Datum, Uhrzeit und Unterschrift der Kontrollperson vermerkt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterwechsel]]: Jahreszeitlich bedingte Änderung der Wetterrichtung, aber auch Austausch der verbrauchten Luft gegen frische Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterzug]]: Von der Atmosphäre in den Grubenbauen angenommene Luftbewegung.&lt;br /&gt;
* [[Widersinnig]]:&lt;br /&gt;
* [[Wiederaufnehmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Winkel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wipperboden]]:&lt;br /&gt;
* [[Wirbellutte]]: Speziallutte, die in sonderbewetterten Streckenörtern zur Durchmischung von Wettern dient, auch Coanda-Wirbellutte.&lt;br /&gt;
* [[Wolger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Wünschelrute]]:&lt;br /&gt;
* [[Wurfschaufellader]]: Ladegerät, hauptsächlich im Streckenvortrieb. Gleisgebundene oder gleislose Ausführung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== X ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Y ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Z ====&lt;br /&gt;
* [[Zeche]]: Bergwerkseigentum der [[Gewerkschaft]], aber auch bei der [[SDAG Wismut]] ein Betrieb zur [[Beprobung]] von Uranerz.&lt;br /&gt;
* [[Zehnte]]: Abgabe des Bergwerksbesitzers an den Staat oder den [[Bergregal|Regal]]herren.&lt;br /&gt;
* [[Zehntner]]:&lt;br /&gt;
* [[Zertrümern]]:&lt;br /&gt;
* [[Ziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerling]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Zone]]:&lt;br /&gt;
* [[Zubuße]]: Zahlungen auf Basis der [[Kux]]e, die der Anteilseigner ([[Gewerken|Gewerke]]) einer Bergrechtlichen Gewerkschaft an diese zur Erfüllung von Verbindlichkeiten zu entrichten hat.&lt;br /&gt;
* [[Zug]]:&lt;br /&gt;
* [[Zulegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusammendrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zwanzigste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] (in Sachsen 1851 statt des [[Neunte]]n eingeführt).&lt;br /&gt;
* [[Zwischengeschirr]]: Verbindungselement zwischen Förderkorb und Förderseil.&lt;br /&gt;
* [[Zwischenmittel]]: dünne Schichten tauben Gesteins in einem Flöz oder einem Erzlager.&lt;br /&gt;
* [[Zwölfte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] für einen alten wieder aufgewältigten [[Erbstollen|Erbstolln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leere Artikelseiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2656</id>
		<title>Bergwörterbuch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2656"/>
				<updated>2012-09-19T11:32:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: /* B */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Inhaltsverzeichnis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== A ====&lt;br /&gt;
* [[Abbau]]: Vorgang des [[Lösen]]s von [[Mineral]]ien aus einer [[Lagerstätte]], aber auch der Ort, an dem dies geschieht.&lt;br /&gt;
* [[Abbaue]]:  Orte, an denen der [[Abbau]] stattfindet.&lt;br /&gt;
* [[Abbaurichtung]]: Hauptrichtung, in der ein [[Lagerstätte]]nanteil mittels des jeweiligen [[Abbauverfahren]]s in Angriff genommen wird.&lt;br /&gt;
* [[Abbaustoß]]: Angriffsfläche für den [[Abbau]].&lt;br /&gt;
* [[Abbaustrecke]]: Horizontaler [[Grubenbau]] in der [[Lagerstätte]], der den [[Abbau]] begleitet.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverfahren]]: Technik, die im Bergbau dazu dient, eine [[Lagerstätte]] wirtschaftlich auszubeuten. Für jede Lagerstätte wird das jeweilige Abbauverfahren genau geplant.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverluste]]: Nicht abbaubare [[Lagerstätte]]ninhalte innerhalb eines [[Grubenfeld]]es, gerechnet in Prozent des anstehenden Lagerstätteninhaltes.&lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Abfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abfangen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abgang]] (oft im Plural, Abgänge): das Abfallmaterial aus einer ([[Erz]]-)[[Aufbereitung]]sanlage (engl. Tailings). Insbesondere im Steinkohlebergbau auch als [[Waschberg]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Abgeworfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Abkehren]]: Den Dienst aufgeben.&lt;br /&gt;
* [[Ablegen]]: Entlassen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Ablöser]]: Gesteinsbrocken, die sich von der [[Firste]] oder vom  [[Stoß]] ablösen und herunterfallen können oder bereits heruntergefallen sind.&lt;br /&gt;
* [[Abmuten]]: Bemühungen, den Freifall (ins Bergfreie fallen) eines [[Muten|gemuteten]] Bergwerkes mittels Antrag zu erreichen.&lt;br /&gt;
* [[Abortkübel]]: Auch Bergmannsklo genannt, ist ein Behälter mit verschließbarem Deckel, in dem die Bergleute Untertage ihre Notdurft verrichten.&lt;br /&gt;
* [[Abraum]]: Im Tagebau das die Lagerstätte überdeckende Gestein, von abräumen.&lt;br /&gt;
* [[Absaufen]]: Ungeplantes Volllaufen der Grubenbaue mit Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Abschlag]]: Vortrieb, der durch jeweils eine Sprengarbeit entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Absetzen]]: Im Tagebau das Aufschütten des Abraumes, oft mittels eines Absetzers; auch verkippen oder verstürzen genannt.&lt;br /&gt;
* [[Absetzig]]: &lt;br /&gt;
* [[Absinken]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abteufen]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abtreiben]]: auch [[bereißen]] oder ''berauben'': loses Gestein aus Sicherheitsgründen herunterreißen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbaufeldes]].&lt;br /&gt;
* [[Abwetter]]: Aus den Grubenbauen abgeleitete verbrauchte Luft.&lt;br /&gt;
* [[Ader]]: &lt;br /&gt;
* [[Akkulok]]:&lt;br /&gt;
* [[Alter Mann]]: Bereich, in dem der [[Abbau]] beendet ist. &lt;br /&gt;
* [[Altung]]:&lt;br /&gt;
* [[Anbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Anfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Anlegen]]: Einstellen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Anreichern]]: &lt;br /&gt;
* [[Anscharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Anschlagen]]: Beginn der Auffahrung (&amp;quot;einen [[Stollen|Stolln]] anschlagen&amp;quot;), aber auch Signalgebung bei der [[Förderung]] im [[Schacht]] durch den  [[Anschläger]], der die [[Fördertonne]]n ans Seil &amp;quot;anschlägt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* [[Anschläger]]: Bergmann, der im [[Füllort]] unter Tage und auf der [[Hängebank]] über Tage die [[Fördertonne]]n ans Seil anschlägt. Bedient die Signalanlage zur Verständigung mit dem Maschinisten.&lt;br /&gt;
* [[Anschnitt]]: Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben des [[Berggebäude]]s beim [[Bergamt]]. Der Anschnitt erfolgte in früheren Jahrhunderten mittels [[Kerbholz]].&lt;br /&gt;
* [[Anschnittbuch]] (auch ''Anschnittbogen''): Im [[Bergamt]] hinterlegtes Buch, in dem die [[Bergkosten]] der [[Grube]]n vermerkt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Anschnittregister]]: Auflistung der [[Bergkosten]] der [[Grube]], welche beim [[Bergamt]] zur Untersuchung vorgelegt werden musste.&lt;br /&gt;
* [[Anschützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Apophyse]]:&lt;br /&gt;
* [[Arschleder]]: Gesäßschutz des Bergmanns, insbesondere, wenn er auf dem Leder einfährt (über tonnlägige Schächte in den Berg rutscht). Hauptsächlich aber als Schutz vor Nässe und Kälte beim Sitzen, siehe auch: [[Kniebügel]].&lt;br /&gt;
* [[Assanisator]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Aufbereiten]]: Gewonnene Mineralien zerkleinern, sortieren, klassieren, anreichern und konzentrieren.&lt;br /&gt;
* [[Aufbruch]]: Von unten, von einer tieferen Sohle her, nach oben hergestellter vertikaler Grubenbau. Auch [[Überhauen]] genannt.&lt;br /&gt;
* [[Auffahren]]: Einen Grubenbau herstellen.&lt;br /&gt;
* [[Aufgehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufhauen]]: Eine in einer Lagerstätte aufwärts führende Strecke, z. B. Strebaufhauen zur Vorrichtung eines Strebbaus, Wetteraufhauen zur Wetterführung.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Auflassen]]: (Auflässig) Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbau]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Aufnehmen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsatteln]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsäubern]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufschliessen]]: Eine [[Lagerstätte]] durch ein neues Bergwerk zugänglich machen.&lt;br /&gt;
* [[Aufschluss]]: &lt;br /&gt;
* [[Öhr|Auge]]: Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[aufwältigen]]: Einen verbrochenen (eingestürzten) oder verfüllten Grubenbau wiederherstellen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbau]]: Abstützung innerhalb des Bergwerkes mittels verschiedener Materialien und Techniken.&lt;br /&gt;
* [[Ausbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbaugespann]]: Hydraulischer Schreitausbau, der aus zwei oder drei Ausbaurahmen besteht.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeissen]]: Auch ausgehen; bergmännisch für zu Tage kommen, sich verringern, verschmälern; ausgehendes Flöz: ein zu Tage sich verschmälerndes, selbst aufhörendes Flöz.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeute]]: Überschuss aus dem Ertrag eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeutebogen]]: Verzeichnis aller Zechen eines Bergbaureviers, die Gewinne abwarfen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbiss]]: Das Hervortreten einer Lagerstätte an der Tagesoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Ausblühen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbringen]]: Gesamte Rohförderung an nutzbaren Mineralien einer Grube.&lt;br /&gt;
* [[Ausfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausgehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushalten]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushieb]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskeilen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausklauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Auslängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Auspochen]] (auch Ausklopfen): Akustisches Signal zum Schichtende vom [[Steiger]] über Tage zu den Bergleuten im [[Schacht]] und dessen Weiterleitung durch Schläge mit dem [[Schlägel]] an den [[Stoß]] bis zu den [[Ort|Örtern]].&lt;br /&gt;
* [[Ausrichtung]]: Erschließung eines [[Grubenfeld]]es durch die Anlage von [[Schacht|Schächten]], [[Querschlag|Querschlägen]], [[Feldstrecke|Feld]]- und [[Richtstrecke]]n.&lt;br /&gt;
* [[Ausschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausschläger]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausstreichen]]: Flöz oder Gang streicht an der Erdoberfläche aus, d. h. schneidet die Erdoberfläche, und ist dort sichtbar; auch Ausbiß oder Ausgehendes genannt.&lt;br /&gt;
* [[Ausziehen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== B ====&lt;br /&gt;
* [[Bankrecht]] ist eine Senkrechte zum [[Streichen]] und [[Einfallen|Fallen]] einer Schichtenfolge.&lt;br /&gt;
* [[Barte]] (oder Bergbarte): Kleines Beil mit einer langen Spitze und einem langen Stiel, das zu festlichen Anlässen mitgeführt wird.&lt;br /&gt;
* [[Bau]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauhaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig|Bauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Befahrbar]]: &lt;br /&gt;
* [[Befahren]]: Begehung eines [[Stollen[[s, heute auch die generelle Begehung (Besichtigung) eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Beibrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegung]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnungsurkunde]]: Verleihungsurkunde, die bei der [[Verleihen|Verleihung]] einer [[Muten|gemuteten]] [[Grube]] in das [[Lehensbuch]] eingetragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Beleihen]]: &lt;br /&gt;
* [[Beraubefahrzeug]]: Mobile Arbeitsmaschine, die Untertage zum bereißen der Firste eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Berauben]]: siehe [[Bereißen]].&lt;br /&gt;
* [[Berechtsame]]: Nutzungsrecht an bestimmten [[Grubenfeld]]ern, wird heute im [[Bergrecht]] Bergbauberechtigung genannt.&lt;br /&gt;
* [[Berechtsamsurkunde]]: [[Bergrecht]]liches Dokument, das aus der sogenannten [[Verleihen| Verleihung]]surkunde und einer Ausfertigung des Lager[[riss]]es besteht und einem Bergbautreibenden bei der Verleihung von Bergwerkseigentum überreicht wird.&lt;br /&gt;
* [[Bereißen]]: Herunterreißen von losen Gesteinsstücken oder Kohlebrocken von der [[Firste]] mittels Bereißwerkzeugen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Berg]]: Eher flach geneigte Verbindungsstrecke zwischen [[Grubenbau]]en unterschiedlicher [[Teufe]], z. B. zwischen den [[Sohle]]n eines Bergwerks. Siehe auch [[Förderberg]].&lt;br /&gt;
* [[Bergamt]]: Für den Bergbau zuständige Aufsichtsbehörde.&lt;br /&gt;
* [[Bergamtmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbeamte]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigungsfonds]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbehörde]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbuch]]: Öffentliches Verzeichnis aller Rechtsgeschäfte des [[Bergamt]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berge]] (auch: Bergematerial): Vom Bergmann aus dem Gebirge gelöstes, taubes oder auch (Neben-)Gestein, das bei Gewinnung von Bodenschätzen unter Tage anfällt.&lt;br /&gt;
* [[Bergekasten]]: Geviert aus Grubenholz, das mit Bergen gefüllt wird und zur Abstützung des Hangenden dient.&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen]]: Länglicher Spitzkeil, welches meist an einem [[Helm]] befestigt und bei der [[Schlägel]]- und Eisenarbeit eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Berghammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Bergfeste]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergfreie]]: (ins Bergfreie fallen)&lt;br /&gt;
* [[Bergfreiheit]]: Der Landesherr konnte bestimmte wirtschaftlich wichtige Mineralien für bergfrei erklären und damit ihre Gewinnung anregen. Ein bergfreies Mineral durfte jeder Finder sich aneignen – ohne Rücksicht auf den Grundbesitz. Vorausgesetzt war die Verleihung von Bergwerkseigentum.&lt;br /&gt;
* [[Berggemach]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggericht]]: Gericht, das für bergrechtliche Angelegenheiten in den Bergbaurevieren zuständig war. Es überwachte die Konzessionen und vertrat die Rechtsansprüche der Landesherren.&lt;br /&gt;
* [[Berggeschrei]]: Beginn des Silberbergbaus im Erzgebirge und dem Harz, vergleichbar mit dem Goldrausch in Nordamerika.&lt;br /&gt;
* [[Geschworener|Berggeschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berggesetz]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergglocke]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggrundbuch]]: Ein öffentliches Register, das auch Berghypothekenbuch genannt wird und das beim Amtsgericht geführt wird. In ihm werden die Bergwerke, deren Eigentümer, Gewerke und Feldesgrössen aufgeführt.&lt;br /&gt;
* [[Berghauptmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergherr]]: &lt;br /&gt;
* [[Berghoheit]]: &lt;br /&gt;
* [[Berginspektor]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergkittel]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergknecht]]: Bergmann, der zu Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bergmannschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergmeister]]: Beamter, der beim [[Bergamt]] angestellt war und die [[Zeche]]n in seinem Bezirk verwaltete.&lt;br /&gt;
* [[Bergordnung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergpredigt]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergquartal]]: Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* [[Bergrecht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergregal]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergrichter]]: Beamter, der dem [[Berggericht]] vorstand und in strittigen Bergsachen entscheiden musste.&lt;br /&gt;
* [[Bergschaden]]: Schaden an Personen oder Gebäuden, der durch bergbauliche Aktivitäten entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Bergschmied]]: Handwerker, der die zum Bergbau erforderlichen Werkzeuge schmiedete und der [[Berggericht]]sbarkeit unterstand.&lt;br /&gt;
* [[Bergschreiber]]: Buchhalter und Protokollführer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Bergsenkung]]: Bodenbewegung, die aufgrund von Bergbautätigkeiten entsteht und sich bis zur Erdoberfläche auswirkt.&lt;br /&gt;
* [[Bergsucht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergvogt]]: Ein dem [[Bergmeister]] untergeordneter Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Bergwerkseigentum]]: Das Recht, innerhalb festgelegter Grenzen ein [[Mineral]] zu gewinnen. Bergwerkseigentum wird aufgrund einer [[Muten|Mutung]] durch den Landesherrn [[Verleihung|verliehen]].&lt;br /&gt;
* [[Besatz]]: Masse, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Besetzen]]: &lt;br /&gt;
* [[Besteg]]: &lt;br /&gt;
* [[Blasversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Blende]]: &lt;br /&gt;
* [[Blende (Geleucht)]]: &lt;br /&gt;
* [[Blick]]: &lt;br /&gt;
* [[Blindschacht]]: [[Schacht]] ohne Verbindung zur Erdoberfläche (Tageslicht).&lt;br /&gt;
* [[Bobine]]: schmale Seiltrommel mit seitlichen Führungen, auf der die Windungen eines Flachseils übereinander liegen.&lt;br /&gt;
* [[Bombe]]: Bezeichnung des Kumpels für eine bestimmte elektrische Handlampe.&lt;br /&gt;
* [[Bornmeister]]: Aufsichtsperson in einer Saline, er führt die Aufsicht über die Sole.&lt;br /&gt;
* [[Böse Wetter]]: Schädliche Gasgemische, die für den Menschen schädlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrdeckel]]: Über den [[Bohrer]] gesteckt Scheibe, die das Herausspritzen des Bohrkleins verhinderte.&lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Bohren]]: Tätigkeit des Herstellens von Bohrlöchern mittels [[Bohrer]] und [[Schlägel]]. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen]]: [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] durch manuelles Anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver.&lt;br /&gt;
* [[Bohrer]]: Ein [[Gezähe]] für die Herstellung von Bohrlöchern beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrgestänge]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrkern]]: &lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrkruck]]: Hölzernes Hilfsmittel zum Umsetzen des Hand[[bohrer]]s beim [[Bohren und Schießen|Bohren]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrlappen]]: Lappen zur Reinigung und Trocknung des Bohrlochs.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrlöffel]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrpost]]: Anzahl stärkerer und schwächerer [[Bohrer]], welche zum Abbohren eines Bohrlochs erforderlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrschacht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrstange]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrtrog]]: &lt;br /&gt;
* [[Bolzenschrot]]: &lt;br /&gt;
* [[Brecher]]: Maschine mit einer rotierenden Meißelwalze, um das abgebaute [[Mineral]] zu zerkleinern und transportfähig zu machen (meist ist an einem Brecher ein Transportband angehangen, um die zerkleinerten Mineralien zu befördern).&lt;br /&gt;
* [[Brecheisen]]: Eisenstange mit einer Spitze oder einer Schneide, welche für unterschiedliche Arbeiten (z. B. [[Durchschlag]]en) eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bremmer]]: &lt;br /&gt;
* [[Bremsberg]]: Berg, in dem mit Hilfe gebremster Förderwagen abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsbergförderung]]: Fördertechnik, bei der das abgebaute Mineral an einem Bremsberg mittels Schwerkraft abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsförderer]]: Rutsche mit angetriebenen Stauscheiben.&lt;br /&gt;
* [[Bremswerk]]: Maschinelle Einrichtung, die bei Förderung an Bremsbergen die niedergehenden Wagen abbremst.&lt;br /&gt;
* [[Bruch]]: Einsturz eines Teiles eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Bruchbau]]: Abbaumethode, bei der der das [[Hangendes|Hangende]] planmässig zu Bruch geworfen wird.&lt;br /&gt;
* [[Prunen|Brunen]] (Brunnen): Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Bühne]]: Künstlich geschaffene Arbeitsplattform.&lt;br /&gt;
* [[Bühnloch]] (auch Bühnenloch): Eine in das feste [[Gestein]] gehauene Vertiefung, um den Fuß eines [[Stempel]]s oder das Ende einer [[Kappe]] unverrückbar aufzunehmen.&lt;br /&gt;
* [[Bulge]]: Schlauchförmiger Ledersack, der im Mittelalter zum Schöpfen von Grubenwasser diente.&lt;br /&gt;
* [[Bulgenkunst]]: Wasserhebemaschine aus Holz, die zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bunker]]: Grubenräume oder betriebliche Einrichtungen, in denen Schüttgüter wie Rohkohle, Roherz oder Berge zwischengelagert werden.&lt;br /&gt;
* [[Butzen]]: eine kleine selbständige Masse eines bestimmten Minerals im Gestein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== C ====&lt;br /&gt;
* [[Caducieren]]: Kuxe für nicht mehr bestehend erklären, das Eigentum daran aufheben. &lt;br /&gt;
* [[Communbergbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Concedieren]]: &lt;br /&gt;
* [[Concession]]: &lt;br /&gt;
* [[Consolidation]]:auch Konsolidation: Zusammenschluss mehrerer Grubenfelder bzw. der dazugehörigen Berechtsamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== D ====&lt;br /&gt;
* [[Damm:]] Bauwerk, das einen Teilbereich des Grubengebäudes von den übrigen Grubenbauen trennt. Man unterscheidet Brand-, Wasser-, Streckenbegleit- und Abschlussdämme.&lt;br /&gt;
* [[Dammtor]]: Sicherheitstor, meist in Strecken, mit dem plötzliche Wassereinbrüche abgesperrt und somit ein Teil des Grubengebäudes zu Sumpfe gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
* [[Derb]]:&lt;br /&gt;
* [[Dingen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dopplhäuer]]: &lt;br /&gt;
* [[Doppltrümig]]: &lt;br /&gt;
* [[Dreiecksbau]]: Altes Abbauverfahren, das hauptsächlich im Schieferbergbau angewendet wurde und durch den Querbau abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
* [[Drittel]]: Bei Belegung eines Ortes mit mehreren, sich ablösenden Arbeitsgruppen eine dieser Schichten. Ein Ort kann auch mit zwei oder mit vier Dritteln belegt sein. Siehe 3- und 4/3-Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Druse]]: &lt;br /&gt;
* [[Drusig]]: &lt;br /&gt;
* [[Duckelbau]]: Abbauverfahren für unregelmäßig vorkommende Lagerstätten mit geringer Mächtigkeit, bei dem die Gewinnung mittels kleiner Schächte, sogenannter Duckel erfolgt.&lt;br /&gt;
* [[Durchfallen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchbauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchörtern]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchschlag]]: Herstellung einer offenen Verbindung zwischen zwei Grubenbauen.&lt;br /&gt;
* [[Durchsinken]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchteufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dürr]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== E ====&lt;br /&gt;
* [[Edel]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehner]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehnerzeche]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbringen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbruch]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfallen]]: Neigungswinkel der Lagerstätte zur Horizontalen, also die Neigung in Falllinie. Das Einfallen wird senkrecht zum Streichen gemessen.&lt;br /&gt;
* [[Eingesprengt]]: &lt;br /&gt;
* [[Einkommen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einlegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Einsprengung]]: &lt;br /&gt;
* [[Einstrich]]: Horizontaler Schachteinbau, der aus Holz oder aus Stahl gefertigt ist.&lt;br /&gt;
* [[Eintrümmig]]: &lt;br /&gt;
* [[Einziehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Eisen]]: Historische Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen]]: Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Entblössen]]: &lt;br /&gt;
* [[Enterben]]: Übergang der Rechte zwischen [[Erbstollen]], wenn der neu ins das [[Grubenfeld]] einkommende Erbstollen die erforderliche [[Erbteufe]] hat.&lt;br /&gt;
* [[Enterbungsteufe]]: Senkrechter Abstand zwischen [[Erbstollen]] und enterbten Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Erbbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbbelehnung]]: Verleihung der Rechte auf den [[Abbau]] eines [[Mineral]]s innerhalb eines bestimmten Bezirkes. &lt;br /&gt;
* [[Erbbereiten]]: Berggerichtliche Handlung, die der nochmaligen genauen Vermessung eines [[Grubenfeld]]es diente, wenn dieses zur [[Ausbeute]]verteilung gekommen war.&lt;br /&gt;
* [[Erbbereitungsbuch]]: Buch zur Aufzeichnung aller Handlungen im Zusammenhang mit dem [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erben]]: Begriff mit unterschiedlicher Bedeutung im Bergbau (Grundeigentum, Vorrangstellung, aber auch Vererbung). &lt;br /&gt;
* [[Erbfluss]]: Größeren Bach oder Fluss, der, die das [[Grubenfeld]] durchsetzenden [[Gang|Gänge]] teilt.&lt;br /&gt;
* [[Erbgerechtigkeit]]: Herstellen der Rechtmäßigkeit des Besitzes oder Anspruchs durch Vermessung oder [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erbhäuer]]: Ausgelernter und für [[Gedinge]] zugelassener [[Hauer|Häuer]] mit vollem Häuerlohn. &lt;br /&gt;
* [[Erbkux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e zur Entschädigung des Grundbesitzers, auf dessen Land die [[Zeche]] liegt.&lt;br /&gt;
* [[Erbstamm]]: Gesamtheit der [[Erbkux]]e.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollen]]: Stollen zur Wasserlösung und zur Wetterführung in einem oder mehreren Bergwerken. Dem [[Erbstöllner]], der den Stollen herstellte, stand dafür ein Anteil an der [[Ausbeute]] der Bergwerke zu.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengebühr]]: Betrag, den die Besitzer der [[Zeche]] an den [[Erbstöllner]] abführen mussten.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengerechtigkeit]]: Ein nach besonderer [[Muten|Mutung]] erworbenes Recht, einen [[Erbstollen]] nach erfolgter Verleihung zu betreiben.&lt;br /&gt;
* [[Erbstöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbstufe]]: Ein ins Gestein gehauenes Zeichen an der Grenze des [[Grubenfeld]]es.  &lt;br /&gt;
* [[Erbteufe]]: Gesetzlich vorgeschriebene [[Teufe]] eines [[Erbstollen|Erbstollns]], um die vollen [[Erbstollengebühr]]en beanspruchen zu können.&lt;br /&gt;
* [[Erbtiefste]]: Tiefster Bau eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Erbwürdig]]: &lt;br /&gt;
* [[Erlängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erliegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Ersaufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Erschliessen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erschroten]]: &lt;br /&gt;
* [[Schürfen|Erschürfen]]: Auffinden einer [[Lagerstätte]] beim [[Schürfen]]. &lt;br /&gt;
* [[Erstrecken]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz]]: In der Natur vorkommende Verbindungen von Metallen mit anderen Stoffen. &lt;br /&gt;
* [[Erzbringer]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzfall]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzführung]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzräuber]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz säen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzstufe]]: Kleines Erzstück, das aus der Lagerstätte herausgeschlagen wurde. Man unterscheidet Probierstuffen, Handstuffen und Schaustufen.&lt;br /&gt;
* [[Etage]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== F ====&lt;br /&gt;
* [[Fahrbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahren]]: Allgemeiner Ausdruck für jegliche Fortbewegung des Bergmannes im Bergwerk. Anfahren, einfahren, Ausfahren.&lt;br /&gt;
* [[Fahrkunst]]: Historische Vorrichtung zum Ein- und Ausfahren der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Fahrlader]]: Radlader niedriger Bauart für den untertägigen Einsatz.&lt;br /&gt;
* [[Fahrmarke]]: Unterschiedlich geformte Marke aus Blech, die zur Anwesenheitskontrolle dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrt]]: Leiter.&lt;br /&gt;
* [[Fahrtklammer]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahrtrum]]: freizuhaltender Raum in Schächten, Gesenken und Überhauen, der der vertikalen Fahrung dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrüberhauen]]: dient ausschließlich zur Fahrung. Mittels dieses steilen (bis nahezu senkrechten) Grubenbaus kann man zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
* [[Fahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Fall]]:&lt;br /&gt;
* [[Fallen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in vertikaler Richtung.&lt;br /&gt;
* [[Fallort]]:&lt;br /&gt;
* [[Fangstützen]]: Im Förderturm eingebaute bewegliche Stahlriegel, die den Förderkorb auffangen, wenn dieser aufgrund eines Anstoßes gegen den Prellträger seillos geworden ist.&lt;br /&gt;
* [[Fangvorrichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Fäustel]]: Hammer, welcher bei Schlägel- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit, dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Feld]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldgestänge]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldort]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldstrecke]]:&lt;br /&gt;
* [[Feste]]:&lt;br /&gt;
* [[Feuerkübeln]]: Veraltete Methode zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges mittels Feuer.&lt;br /&gt;
* [[Feuersetzen]]: Technik, die in vielen Bergbauregionen vom Altertum bis Anfang des neunzehnten Jahrhunderts benutzt wurde, um Gestein aufzulockern oder zu sprengen.&lt;br /&gt;
* [[Fimmel]]: Starker eiserner [[Keil]], welcher als [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit von festeren [[Gestein]]en verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Firste]]: Obere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstenbau]]: Abbaumethode, die bei steileinfallenden Lagerstätten angewandt wird, Vorläufer des Firstenstoßbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstengewölbe]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenkasten]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenstoßbau]]: Abbaumethode für steileinfallende Lagerstätten, schwebende Abbaurichtung mit streichendem Verhieb.&lt;br /&gt;
* [[Flach]]: In der Neigung der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flache]]:&lt;br /&gt;
* [[Flacher Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Flachriss]]: zeichnerische Projektion eines Flözes oder eines Gangs auf eine Ebene parallel zur Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flöz]]: Durch Sedimentation entstandene plattenförmige, flächig ausgedehnte Lagerstätte (z. B. Kohlenflöz, Eisensteinflöz).&lt;br /&gt;
* [[Fluder]] (auch Gefluder): Gerinne aus Holz oder Metall zum Zu- oder Ableiten von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Flügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Flügeleisen]]: Eine Doppelkeilhaue, insbesondere früher im Steinkohlenbergbau zur Kohlengewinnung verwendet.&lt;br /&gt;
* [[Flügelort]]: Das Flügelort ist eine seitliche Fortsetzung eines Stollens ins Feld hinein.&lt;br /&gt;
* [[Förderberg]]: Geneigte [[Strecke]], die [[Sohle]]n eines Bergwerks verbindet und zum Anschluss der [[Flöz]]e an die [[Grubenbau]]e dient.&lt;br /&gt;
* [[Fördergerüst]]: Das über dem [[Schacht]] stehende Gerüst („Förderturm“), das die [[Seilscheibe]]n trägt.&lt;br /&gt;
* [[Fördergestell]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderkorb]] (auch Fördergestell): Am Förderseil hängendes Transportmittel für Material, Personen und gewonnenes Mineral im [[Schacht]].&lt;br /&gt;
* [[Förderkübel]]: Fördergefäß aus Holz, das im frühen Bergbau zur Förderung von Erz, Kohle oder Haufwerk eingesetzt wurde. Heute aus Stahl, wird beim Schachtabteufen verwendet (Abteufkübel).&lt;br /&gt;
* [[Fördermann]]: Bergmann, der für den Transport zuständig war; der Transport erfolgte in der Regel manuell mit Schlepptrögen, Laufkarren oder Hunten.&amp;lt;&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschine]]: Antriebsmaschine zum Treiben des Förderseils und damit des Förderkorbes.&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschinist]]: Bergmann, der die Fördermaschine bedient.&lt;br /&gt;
* [[Fördern]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderseil]]: Seil zum Heben von Lasten in Schächten und Blindschächten.&lt;br /&gt;
* [[Fördertonne]]: Fassartig geformter Behälter, der an Seilen oder Ketten gehängt zur Förderung in saigeren Schächten diente.&lt;br /&gt;
* [[Förderwagen]]: traditionelles Transportmittel im Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Frei]]:&lt;br /&gt;
* [[Freibau]]:&lt;br /&gt;
* [[Freifahrung]]: Bergrechtlicher Akt, durch den einem Grubenbesitzer die Besitzrechte auf die Grube entzogen werden konnten, wenn er die Grube nicht vorschriftsgemäß belegte.&lt;br /&gt;
* [[Freikux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e ohne Stimmrecht, die von einer [[Zeche]] herausgegeben werden.&lt;br /&gt;
* [[Freiverbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Frisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Fristen]]: Das zeitweise Außerbetriebsetzen einer Zeche ohne gleichzeitigen Verlust des Bergwerkseigentums.&lt;br /&gt;
* [[Frosch]]: Öllampe; ein Geleucht.&lt;br /&gt;
* [[Füllort]]: Verladestelle unter Tage; Umschlagpunkt, an dem die Streckenförderung in die Schachtförderung übergeht.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrube]]: [[Grubenfeld]], das aufgrund eines [[Mineral]]fundes in [[bauwürdig]]er [[Lagerstätte]] an den [[Muter]] als Bergwerkseigentum [[Verleihen|verliehen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrübner]]: Besitzer des [[Grubenfeld]]es einer [[Fundgrube]].&lt;br /&gt;
* [[Fundpunkt]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundrecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundschächte|Fundschacht]]: Der erste auf der [[Fundgrube]] geteufte [[Schacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== G ====&lt;br /&gt;
* [[Gabel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit bei der [[Gewinnung]] in [[Seiffen]].&lt;br /&gt;
* [[Gaipel]]: Im Harz häufig anstelle von Huthaus genutzter Ausdruck für ein über dem Schacht stehendes Betriebsgebäude, abgeleitet von Göpel.&lt;br /&gt;
* [[Gang]]: plattenförmig ausgefüllte Kluft im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gangart]]: Jedes Mineral in der Gangausfüllung, das nicht Ziel der Gewinnung ist.&lt;br /&gt;
* [[Gangbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangkreuz]]: Kreuzungspunkt von [[Gang|Gängen]], die oft reich ver[[erz]]t waren,&lt;br /&gt;
* [[Gangmasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Gasausbruch]]: Plötzliches und verstärktes Austreten von Gasen aus dem Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Gebirge]]: Das Gestein, in dem sich die Grubenbaue des Bergwerks befinden.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsanker]]: Konstruktionselemente, die im Bergbau untertägige Hohlräume offen halten. Sie werden am Stoß oder an der Firste in das Gebirge (das Gestein) eingebracht und halten dieses zusammen.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsdruck]]: Unsichtbare Spannung um einen untertägigen Hohlraum oder im unverritzten Gebirge, Auslöser für Gebirgsschläge.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsschlag]]: plötzliche Entspannung im Gebirge, bei der größere Mengen potenzieller (elastischer) Energie frei werden und bei der intensive Zerstörungen in der Grube sowie normalerweise heftige Erschütterungen an der Erdoberfläche auftreten.&lt;br /&gt;
* [[Gebräch]]: Lockeres, zum Hereinbrechen oder Nachfallen neigendes Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gediegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedinge]]: Vertrag über eine für ein bestimmtes Entgelt zu erbringende Arbeitsleistung.&lt;br /&gt;
* [[Gedingehäuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingelohn]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingezeichen]]: Untertägige Zeichen zur Abrechnung der Arbeitsleistung, wenn nach [[Gedinge]] gearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Gefluder]]: siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Gefrierverfahren]]: Verfahren, mit dem künstlich gefrorene Bodenkörper hergestellt werden, um beim Abteufen nicht standfestes, oftmals stark wasserführendes Gebirge besser zu durchörtern.&lt;br /&gt;
* [[Gegenbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Gegenortbetrieb]]: Von mindestens zwei Ausgangsorten aufzufahrende Strecke mit dem Ziel, sich zu treffen und dadurch Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
* [[Gegenschreiber]]: Bergbeamter, der das Gegenbuch führte und alle Kuxe und Gewerken in das Buch eintrug.&lt;br /&gt;
* [[Gelenkbogenausbau:]] Gelenkiger Streckenausbau, der in Strecken mit hohem Gebirgsdruck eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]: Vom Bergmann mitgeführte Grubenlampen, z. B. Frosch, Bombe, Wetter-, Karbid-, Kopflampen.&lt;br /&gt;
* [[Generalbefahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Generalstreichen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gequehle]]:&lt;br /&gt;
* [[Gerechtsame]]: die in einem Recht oder Gesetz begründete Befugniss.&lt;br /&gt;
* [[Gerinne]]: eine oben offene Wasserleitung oder -rinne, siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Geschicke]]:&lt;br /&gt;
* [[Geschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Gesenk]]: Von oben nach unten abgeteufter vertikaler Grubenbau.&lt;br /&gt;
* [[Gesprenge]]:&lt;br /&gt;
* [[Getriebezimmerung]]: Methode zum Vortrieb in lockerem Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Geviertfeld]]: Rechtwinklig begrenztes Feld, das je nach Bergbaurevier unterschiedlich groß war und in dem der Muter nach der Verleihung Bergbau betreiben darf.&lt;br /&gt;
* [[Gewältigen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gewerken]]: Anteilseigner einer bergrechtlichen [[Gewerkschaft]].&lt;br /&gt;
* [[Gewerkschaft]]: Alle zu einer [[Zeche]] gehörenden [[Gewerken]]. Historische Unternehmensform im Bergbau, zulässig bis zum Inkrafttreten des Bundesberggesetzes 1980.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnung]]: Lösen des abzubauenden Minerals aus der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnungsarbeiten]]: Gesamtheit der bergmännischen Arbeiten, durch welche die nutzbaren [[Mineral]]ien abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezähe]]: Bezeichnung für alle Werkzeuge und Arbeitsgeräte, die vom Bergmann zur Arbeit benötigt werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezeugstrecke]]: Alte bergmännische Bezeichnung für [[Sohle]].&lt;br /&gt;
* [[Gleitbogenausbau]]: Nachgiebiger Ausbau mit der Verwendung als Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Glück Auf]]: Bergmannsgruß, Ende des 16. Jahrhunderts im Erzgebirge entstanden. Heute allgemein der deutsche Bergmannsgruß.&lt;br /&gt;
* [[Gnadengeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Gnadengroschenkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Göpel]]: Historische Förderanlage, im weiteren Sinn eine stärkere Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Göpelhaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Grabensteiger]]:&lt;br /&gt;
* [[Besatz|Grand]]: Masse bezeichnet, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Graupe]]:&lt;br /&gt;
* [[Grube]]: Alle untertägigen Anlagen einer [[Zeche]].&lt;br /&gt;
* [[Grubenausbau]]: Absichern und Offenhalten von Räumen unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbau]]: Oberbegriff für alle Hohlräume im Bergwerk, wie Strecken, Schächte, Strebe etc.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbrand]]: Untertägig ausgebrochenes Feuer, dass sich unter Tage unkontrolliert entwickeln kann.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeld]]: Raum unterhalb der Erdoberfläche, in dem sich ein Bergbauberechtigter die Minerale der Lagerstätte aneignen darf.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeldsteuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenfunk]]: drahtloses Kommunikationssystem unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubengebäude]]: Gesamtheit der unter- und übertägigen Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Grubenholz]]: Holz, das im Bergbau im Tagebau und Untertagebau verwendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Grubenjunge]]: Junger Bergmann im Alter von 14 bis 23 Jahren, der unter Tage für Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Grubenkompass]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenlok]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenmauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenriß]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwässer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwehr]]: Rettungstruppe für den Einsatz im Bergbau, analog zur Feuerwehr. Besteht aus freiwilligen, besonders qualifizierten Bergleuten.&lt;br /&gt;
* [[Grundsohle]]:&lt;br /&gt;
* [[Grundstrecke]]: Tiefste streichende Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== H ====&lt;br /&gt;
* [[Habit]]:&lt;br /&gt;
* [[Häckel]]: Zierwaffe in Form eines kleinen Beiles mit langem Stiel.&lt;br /&gt;
* [[Halm]]: Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Halmdose]]: Behältnis zur Aufbewahrung der [[Halm|Halme]] (Zünder).&lt;br /&gt;
* [[Hängebank]]: Auch Schacht- oder Tagekranz: Es ist der oberste Teil der Schachtmündung. Hier wird der Förderkorb bzw. die Fördertonne be- oder entladen. (siehe Rasenhängebank).&lt;br /&gt;
* [[Hängen]]: Abwärtsfördern im Schacht, auch Einhängen.&lt;br /&gt;
* [[Hängezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Halde]]: Im Bergbau eine künstliche Anhäufung von Material (Haufwerk) oberhalb der umgebenden Geländeoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Haldensturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Halbe Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Hammelpfoten]]: Im Altbergbau bis zum 18. Jh. 70 - 100 cm lange Guss- oder Eisenschienen, die aneinandergelegt Grubenbahnschienen bilden konnten.&lt;br /&gt;
* [[Handstück]]:&lt;br /&gt;
* [[Hangendes]]: Das Gestein oberhalb der Lagerstätte. Siehe Liegendes.&lt;br /&gt;
* [[Harnisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspel]]: Vorrichtung zum Aufwickeln eines Seiles. Historisch Handhaspel für die Förderung über Schaächte und Gesenke.&lt;br /&gt;
* [[Haspelhorn]]: &lt;br /&gt;
* [[Haspelknecht]]: Bergmann, der in der Förderung mittels Haspel tätig war.&lt;br /&gt;
* [[Haspeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspelnische]]: Aussparung im Stoß für die Haspelknechte.&lt;br /&gt;
* [[Haspelschacht]]: Schacht von geringer Teufe, mit einer (Hand-)Haspel als Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Haueisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Hauer]] (auch Häuer): Berg–Facharbeiter.&lt;br /&gt;
* [[Häuerglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Haufwerk]]: Herausgebrochenes oder -gesprengtes Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Hauptstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Heinzenkunst]]: Mittelalterliche Maschine zum Heben des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Helm (Bergbau)|Helm]]: Industrieschutzhelm (Kopfschutz) für den Bergbau. Meist mit einem Schuh zur Aufnahme des [[Geleuchts]].&lt;br /&gt;
* [[Helm (Gezähe)]]: Hölzerner Stiel (meist Esche) für das Gezähe ([[Schlägel]], [[Bergeisen|Eisen]], [[Keilhaue]] etc.),&lt;br /&gt;
* [[Hereinbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereingewinnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereintreibearbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der [[Gestein]] oder [[Erz]] nach Anlage eines [[Schram]] [[Hereingewinnen|hereingewonnen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Hilfsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Hinterfüllung]]: Ausfüllen des Hohlraumes zwischen dem Streckenausbau und dem Gebirge mit geeigneten Baumaterialien.&lt;br /&gt;
* [[Hobel]]: Maschine zur schälenden Gewinnung von Steinkohle.&lt;br /&gt;
* [[Hobelantrieb]]: Maschinelle Einrichtung, die der Bewegung des Kohlenhobel dient.&lt;br /&gt;
* [[Hobelverfahren]]: Verschiedene Verfahren zur Steinkohlengewinnung mittels Kohlenhobel.&lt;br /&gt;
* [[Höffig:]] ein Gebiet oder eine Gesteinsformation, die – vermutet oder nachgewiesen – abbauwürdige Erze oder Minerale führt.&lt;br /&gt;
* [[Höfflich]]:&lt;br /&gt;
* [[Hoffnungsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Holzkasten]]: Aus Kanthölzern oder Schwellen zusammengesetztes Stützelement.&lt;br /&gt;
* [[Holzkux]]:&lt;br /&gt;
* [[Horizont]]:&lt;br /&gt;
* [[Hornstatt]]: &lt;br /&gt;
* [[Hunt]] (eig. ''Hund''): Offener, kastenförmiger Förderwagen zum fördern der unter Tage gewonnen Materialien. &lt;br /&gt;
* [[Huntestösser]]:&lt;br /&gt;
* [[Hut]]:&lt;br /&gt;
* [[Huthaus]]: Zentrales Verwaltungsgebäude eines Bergwerks, das zugleich Materiallager, Gezähekammer, Werkstatt und Wohnung des Hutmannes war.&lt;br /&gt;
* [[Hutmann]]: Grubenaufseher mit der Aufgabe, das Bergwerk zu überwachen oder - wie man es damals bezeichnete - zu behüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I ====&lt;br /&gt;
* [[Imprägnation]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== J ====&lt;br /&gt;
* [[Joch]]:&lt;br /&gt;
* [[Jochkappe]]:&lt;br /&gt;
* [[Jungbergmann]]: Jugendlicher, der ohne Ausbildungsvertrag im Bergbau beschäftigt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== K ====&lt;br /&gt;
* [[Kamm]]:&lt;br /&gt;
* [[Kammeradschaft]]: Gruppe von Bergleuten, denen im Mansfelder-/Eislebener Bergbau ein Strebabschnitt zum Abbau überlassen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kammerbau]]: Abbauverfahren im Tiefbau.&lt;br /&gt;
* [[Kanone]]: Bezeichnung für das [[Einbruch]]bohrloch im [[Wismut]]-Objekt 01. &lt;br /&gt;
* [[Kappe]]: horizontal eingebauter Balken aus Holz oder Metall, Bestandteil des Grubenausbaus.&lt;br /&gt;
* [[Katze]]: An der Decke hängendes, motorbetriebenes Transportsystem.&lt;br /&gt;
* [[Kaue]]: Ursprünglich Gebäude über dem Schacht als Witterungsschutz, später als Waschkaue der Umkleide- und Waschraum, unterteilt in Schwarz- und Weißkaue.&lt;br /&gt;
* [[Kaukamm]]: einseitig geschliffenes Grubenbeil.&lt;br /&gt;
* [[Kehrrad]]: Wasserrad mit umkehrbarer Drehrichtung zum Antrieb der Schachtförderung.&lt;br /&gt;
* [[Keil]]: Eisernes [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Keilhaue]]: (Einseitige) Spitzhacke zur [[Gewinnung]] von weicherem [[Gestein]] im [[Vortrieb]]. &lt;br /&gt;
* [[Keilhauenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der weicheres [[Gestein]] losgehackt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kerbholz]] (auch Kerbstock, Zählholz oder Zählstab ):  Hölzerne Zählliste, um Abrechnungen (z. B. Fördermengen) und anfallende [[Bergkosten|Berg- und Hüttenkosten]] fälschungssicher zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
* [[Ketscher]]:&lt;br /&gt;
* [[Kettenkunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Kirchenkux]]:&lt;br /&gt;
* [[klauben]]: Auslesen der erzhaltigen Brocken und Krümel aus dem Fördergut. Erfolgte im historischen Bergbau von Hand, heute meistens maschinell.&lt;br /&gt;
* [[Kluft]]:&lt;br /&gt;
* [[Klüftig]]:&lt;br /&gt;
* [[Kluppe]]: Lange Zange oder Schere, mit der abgebrochene Handbohrer aus dem Bohrloch gezogen wurden.&lt;br /&gt;
* [[Knappe]]: Bergmann, der die Lehre abgeschlossen hat, Geselle.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Knappeneisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Knappschaft]]: Zusammenschluss von Bergleuten zur Durchsetzung von Berufsinteressen und zur gegenseitigen sozialen Absicherung. Heute auch Synonym für die Sozialversicherungen der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Knappschaftskasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftskux]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftsrolle]]:&lt;br /&gt;
* [[Kniebügel]]: Knieschutz des Bergmanns, als Schutz vor Nässe und Kälte beim Knien, siehe auch: Arschleder.&lt;br /&gt;
* [[Koepemaschine]]: Art der Schachtförderung (nach Carl Friedrich Koepe). Siehe auch: „Treibscheibenförderung“.&lt;br /&gt;
* [[Kohlengräberei]]: Methode der Kohlengewinnung mittels einfacher Werkzeuge am ausgehenden der Flöze.&lt;br /&gt;
* [[Konvergenz]]: Ist das Zusammendrücken des Streckenquerschnittes aufgrund des Gebirgsdrucks.&lt;br /&gt;
* [[Korb]]:&lt;br /&gt;
* [[Kräll]], auch Krahl, Krähl: Harkenähnliches [[Gezähe]] zum Wegfüllen des [[Haufwerk]]es.&lt;br /&gt;
* [[Kranz]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzler]]: Ein den Kauf- und Verkauf vermittelnder von den Bergbehörden vereidigter Makler.&lt;br /&gt;
* [[Kratze]], auch Krätzer: Hackenähnliches [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit, um [[Haufwerk]] in die dafür vorgesehenen Gefäße ([[Trog]], [[Korb]] oder [[Schleppkasten]]) zu ziehen oder die [[Sohle]] frei zu räumen.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Krummzapfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübel]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelort]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelwart]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Kuckuck]]: Mit [[Rüböl]] betriebene kleine Öllampe, die in der [[Blende]] getragen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kuhlenbau]]: Abbauverfahren bei dem mittels kleiner Schächte, sogenannter Kuhlen, eine Lagerstätte ausgebeutet wird.&lt;br /&gt;
* [[Kumpel]]: Bergmann.&lt;br /&gt;
* [[Kunst]]: Historische Bezeichnung für jede Form einer Maschine. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgestänge]]: Stangenwerk zur Übertragung der von einem Kunstrad erzeugten mechanischen Bewegung über kürzere Entfernungen. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstgraben]]: Übertägige Wassergräben, über die Bergwerke und Pochwerke mit Wasser zum Antrieb von Wasserrädern versorgt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Kunstkreuz]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kunstmeister]]: Bergmann, der die Kunst baut. &lt;br /&gt;
* [[Kunstknecht]]: Bergmann, der die Kunst wartet.&lt;br /&gt;
* [[Kunstrad]]: Wasserrad mit Krummem Zapfen (Kurbel) zum Antrieb von Künsten.&lt;br /&gt;
* [[Kunstschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstteich]]: Meist künstlich angelegte Wassersammler zur Bereitstellung von ausreichend Wasser zum Antrieb von Wasserrädern im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Kunstwinkel]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Kux]]: Anteilsschein an einer Gewerkschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== L ====&lt;br /&gt;
* [[Lachter]]: Altes Längenmaß im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Lachterkette]]: Zusammenlegbares aus Eisen und/oder Messingdraht gefertigtes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Lachtermaß]]: Holz oder Eisnstab zur Vermessung.&lt;br /&gt;
* [[Lachterschnur]]: Ein aus Hanf oder Bast bestehende und mit Knoten versehenes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Laden]]:&lt;br /&gt;
* [[Lader]] oder Ladewagen: ist ein vielfältig verwendeter Begriff für ein Gerät zum Wegladen des Haufwerks. &lt;br /&gt;
* [[Ladesäule]]: Durch Patrone oder lose Einblasung eingebrachter Sprengstoff im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Ladespitz]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Lager]]: unregelmässige plattenförmige Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Lagerstätte]]:&lt;br /&gt;
* [[Lagerung]]: Einteilung der Lagerstätten nach ihrer Neigung gegenüber der Horizontalebene.&lt;br /&gt;
* [[Lampennische]]: Geschlägelte Aussparung im [[Stoß]] zum Abstellen des [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]es.&lt;br /&gt;
* [[Längenfeld]]: Maßangabe für ein Berechtsamsmaß in Preußen, welches zunächst auf ein Flöz beschränkt war, ab 1821 aber auch für mehrere Flöze galt.&lt;br /&gt;
* [[Ledige Schicht]]: Zusätzliche Zeit bzw. Schicht die der Bergmann verfuhr und deren Lohn unter anderen in die [[Knappschaftskasse]] gegeben wurde bzw. der Abarbeitung der [[Zubuße]] bei [[Kux]]besitz diente.&lt;br /&gt;
* [[Legeblech]] (Legeeisen): Dünne Keile, die paarweise in die Ritzen eingelegt wurden, um zwischen ihnen [[Keil]]e, [[Plötz]]e und [[Fimmel]] einzutreiben.&lt;br /&gt;
* [[Lehen]]: Flächenmaß, aber auch die Übertragung von Rechten an einer Zeche.&lt;br /&gt;
* [[Lehensbuch]]: Buch, in dem die übertragenen [[Lehnschaft]]en verzeichnet werden.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschaft]]: Übertragung eines [[Lehen]]s an eine Gruppe von Personen.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschein]]: Bescheinigung, die vom [[Bergmeister]] erstellt und an den [[Gegenschreiber]] geschickt wurde, damit dieser dann die Eintragung im [[Gegenbuch]] machen konnte. Den Lehenschein erhielt der Lehnträger als Bestätigung.&lt;br /&gt;
* [[Lehenträger]]: Einzelperson, Gesellschaft oder [[Gewerkschaft]], welche eine gemutete [[Fundgrube]], eine [[Maaß]] oder einen [[Stollen|Stolln]] verliehen bekommen hat.&lt;br /&gt;
* [[Leichköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Leitbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Leseband]]: Förderband auf dem die geförderte Kohle manuell von Fremdstoffen, vorwiegend Gestein, befreit wurde.&lt;br /&gt;
* [[Letten]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenbesteg]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenstampfer]]: Eisenstange zur Verdichtung des [[Besatz]]es im Bohrloch beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Lichtloch]]: Kleiner Schacht auf einem Stolln.&lt;br /&gt;
* [[Liegendes]]: Das Gestein unterhalb der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Linse]]:&lt;br /&gt;
* [[Lochstein]]: Ein die [[Markscheide]] kennzeichnender Grenzstein über Tage.&lt;br /&gt;
* [[Lösen]]: Als lösen wird sowohl das Abführen des [[Grubenwässer|Grubenwassers]] oder der [[Abwetter]] aus dem [[Grubenfeld]], als auch das Erschließen einer [[Lagerstätte]] bezeichnet. Auch die Trennflächen zwischen Gebirgsschichten untereinander werden als Lösen bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Löser]]: Gestein, welches sich von der [[Firste]] oder dem [[Stoß]] ablöst (siehe auch [[Ablöser]]), aber auch ein Bergmann, der seinen Kameraden ablöst.&lt;br /&gt;
* [[Lutte]]: Luftleitung zur Heranführung frischer bzw. absaugen schlechter [[Wetter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== M ====&lt;br /&gt;
* [[Maaß]]: Bezeichnung für ein bergbauliches [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Maaßner]]: Besitzer eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mächtigkeit]]: Die Dicke einer Gesteinsschicht oder eines Flözes.&lt;br /&gt;
* [[Mannschaftsfahrt]]:&lt;br /&gt;
* [[Markenkontrolle]]: Jeder Bergmann hatte zum Einfahren eine Metallmarke mit seiner persönlichen Nummer an einer Belegungstafel auf dem jeweiligen Arbeitsplatz einzuhängen und zur Ausfahr wieder abzuwerfen. Dadurch war eine Information über das eingefahrene Personal und dessen Einsatzort möglich.&lt;br /&gt;
* [[Markscheide]]: Grenze eines [[Grubenfeld]]es, Grenze zwischen Grubenfeldern.&lt;br /&gt;
* [[Markscheider]]: Vermessungsingenieur unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Markscheidekunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Markscheiderei]]:&lt;br /&gt;
* [[Matte Wetter]]: Verdorbene bzw. verbrauchte Atemluft mit einem zu geringen Anteil an Sauerstoff.&lt;br /&gt;
* [[Matzel]]:&lt;br /&gt;
* [[Mauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Mehlkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Mettenschicht]]: Letzte verfahrene Schicht vor Weihnachten.&lt;br /&gt;
* [[Mineral]]: Natürlich vorkommenden Stoff mit definierter chemischer Zusammensetzung in zumeist kristalliner Form.&lt;br /&gt;
* [[Mitbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mitbaurecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Morgengang]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulde]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulm]]:&lt;br /&gt;
* [[Mundloch]]:&lt;br /&gt;
* [[Muten]]: Absichtserklärung auf [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Muter]]: Absichtserklärer für die [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mutterklötzchen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mutzettel]]: Vom [[Muter]] dem Bergmeister vorzulegender Zettel mit allen notwendigen Angaben zum [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Mutungskarte]]: Wird bei den für die Bergaufsicht zuständigen Bergbehörden geführt und gibt einen Überblick über die verliehenen [[Grubenfeld]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== N ====&lt;br /&gt;
* [[Nachbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachreissen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nebengestein]]v&lt;br /&gt;
* [[Nebenschicht]]: Eine Schicht neben den Hauptseilfahrzeiten im 3/3- oder 4/3-Betrieb. Bei diesen zusätzlichen Seilfahrten fahren z.B. Lokfahrer und Bedienungsleute eine Stunde vor der üblichen [[Seilfahrt]] an, um den Betrieb zur regulären Schichtzeit sicherzustellen.&lt;br /&gt;
* [[Nest]]:&lt;br /&gt;
* [[Nesterartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Nierbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niederbringen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niergang]]:&lt;br /&gt;
* [[Niedergehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niere]]:&lt;br /&gt;
* [[Nierig]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== O ====&lt;br /&gt;
* [[Oberbank]]: Oberer Teil eines zweiteiligen [[Flöz]]es (siehe auch [[Unterbank]]).&lt;br /&gt;
* [[Oberbergamt]]:&lt;br /&gt;
* [[Oberleitungslok]]:&lt;br /&gt;
* [[Observationsbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Offen]]:&lt;br /&gt;
* [[Öhr]] (Öhre): Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Orgel]]:&lt;br /&gt;
* [[Ort]] das: Die Stelle, wo abgebaut wird oder eine [[Strecke]] vorgetrieben wird („vor Ort“). Ende einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Örter]] (Örtchen): Historische Bezeichnung für die Spitzen am verwendeten [[Gezähe]]. &lt;br /&gt;
* [[Örterbau]]: Abbauverfahren, bei dem 50-100 Meter lange [[Strecke]]n - Örter - aufgefahren werden, um so die  [[Lagerstätte]] auszubeuten.&lt;br /&gt;
* [[Ortsbrust]]: [[Stoß]] am Ende eines [[Grubenbaus]], an der der [[Vortrieb]] stattfindet oder stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== P ====&lt;br /&gt;
* [[Panne]], Pannschüppe: Umgangssprachlich für Pfannenschaufel (regional). Siehe auch Weiberarsch.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Päuschel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei der Hereintreibearbeit oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pendelförderung]]: Ein Verfahren der Streckenförderung, bei der ein Gefäß hin- und herbewegt wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfändung]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfannenschaufel]]: Schaufel, mit deren Hilfe das gelöste Gut, z.B. Kohle, auf das Fördermittel geladen wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfeiffe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeilerbau]]: Abbauverfahren, das zum Abbau plattenförmiger Lagerstätten mit einem flachen Einfallen von maximal 50 Gon angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Pinge]]: Von früherem Bergbau zurückgebliebene meist mulden- oder trichterförmige Vertiefung an der Tagesoberfläche, entstanden durch oberflächennahen Abbau, Einsturz eines Schachts (Schachtpinge) oder eines untertägigen Hohlraums.&lt;br /&gt;
* [[Plötz]]: Leicht keilförmiges eisernes [[Gezähe]] ohne Schneide für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Pochschuhe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochstempel]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Polygonausbau (Bergbau)]]: Zusammengesetzter Vieleckausbau der zur Verstärkung des Streckenausbaus eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Posen]]:&lt;br /&gt;
* [[Prellträger]]: Träger zum Schutz der Seilscheiben vor Beschädigung durch die Fördermittel.&lt;br /&gt;
* [[Pressbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Presshauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Pumpenkunst]]: Wasserhebemaschine, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pumpensumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Prunen]]: Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Q ====&lt;br /&gt;
* [[Bergquartal|Quartal]]:Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
* [[Quartalgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Quartalstufe]]:&lt;br /&gt;
* [[Quatembergeld]]: Abgabe an das [[Bergamt]] zur Besoldung der Bergbeamten während des [[Bergregal|Regalbergbaus]]  &lt;br /&gt;
* [[Querbau]]: Abbauverfahren, das in mächtigen, steil einfallenden [[Lagerstätte]]n und in untertägigen Steinbrüchen angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Querschlag]]: Eine [[Strecke]], die quer zum [[Einfallen]] der Gebirgsschichten aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== R ====&lt;br /&gt;
* [[Rad]]:&lt;br /&gt;
* [[Radstube]]:&lt;br /&gt;
* [[Raithalde]]:&lt;br /&gt;
* [[Rampe]]: Geneigter, geradlinig oder spiralig („Wendel“) verlaufender Grubenbau. Rampen sind so angelegt, dass sie mit Großtechnik wie Fahrladern, Muldenkippern oder normalen Lkw befahren werden können. Auf diese Weise kann auch aus größeren Teufen mit gleisloser Großtechnik gefördert werden.&lt;br /&gt;
* [[Rasenhängebank]]: Hängebank zu ebener Erde.&lt;br /&gt;
* [[Raubbau]]: Auf kurzfristigen Höchstgewinn gerichteter Abbau, unter Verzicht auf vollständige Gewinnung und nachhaltigen Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Rauben]]: Entfernen der Betriebsmittel und des Grubenausbaus aus aufzugebenden Grubenbauen oder Betriebspunkten.&lt;br /&gt;
* [[Raubhilfe]]: Speziell für die Raubarbeit angefertigte Werkzeuge oder Arbeitsgeräte.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Regal]]:&lt;br /&gt;
* [[Retardat]]: Bergrechtlicher Vorgang im frühen Bergbau, durch den ein Kuxinhaber seine Anteile verlieren konnte, wenn er seine Zubuße nicht bezahlte.&lt;br /&gt;
* [[Retardat-Zettel]]:&lt;br /&gt;
* [[Revier]]: 1) im engeren Sinne eine Abteilung zur Ausführung von Abbau- und sonstigen Arbeiten an mehreren Betriebspunkten in einem bestimmten Teil eines Grubenfeldes sowie 2) im weiteren Sinne Bezeichnung für ein Gebiet, in dem bestimmte mineralische Rohstoffe abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Revierbeamte]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezess]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezessgeld]]: Abgabe, die ein Muter nach der Verleihung eines Grubenfeldes pro [[Quartal]] an das Bergamt zahlen musste.&lt;br /&gt;
* [[Rezessschreiber]]: Bergbaubeamter im Mittelalter, der am Bergamt die Tätigkeit eines Buchhalters ausübte.&lt;br /&gt;
* [[Richtschacht]]: Schacht, der saiger (ohne besondere Rücksicht auf den Verlauf der Lagerstätte) abgeteuft wird.&lt;br /&gt;
* [[Richtstrecke]]: Strecke, die geradlinig im mittleren Streichen („Generalstreichen“) der Lagerstätte aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen|Riemen]]: Lederner Riemen oder Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Ringausbau]]: Geschlossener Grubenausbau, der aus zusammengesetzten Stahlsegmenten besteht.&lt;br /&gt;
* [[Riss]]:&lt;br /&gt;
* [[Ritzeisen]]:Spezielles [[Bergeisen]], welches zu zur Anlage von Ritzen im [[Gestein]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Rolle]]: geneigter Grubenbau zur Förderung von Gut oder Bergen aus dem Abbau oder einer oberen Strecke in eine tieferliegende Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Rösche]]: Grubenbau der einer untertägigen Maschine ([[Wasserrad]], Turbine, [[Wassersäulenmaschine]]) die durch einen [[Kunstgraben]] herangebrachten Betriebswasser ([[Aufschlagwasser]]) zuführt ([[Aufschlagrösche]]) oder die benutzten Wasser ableitet ([[Abzugsrösche]]).&lt;br /&gt;
* [[Rüböl]]:&lt;br /&gt;
* [[Rücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Ruschel]]: Nicht mineralisierte Schergänge, die im Gegensatz zu mineralführenden Gängen nur zerriebenes Nebengestein enthalten und geringe Standfestigkeit besitzen.&lt;br /&gt;
* [[Rutengänger]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== S ====&lt;br /&gt;
* [[Saalband]]: Grenzfläche zwischen Gang und Nebengestein.&lt;br /&gt;
* [[Saline]]: Anlage, in der aus Salzlösungen durch Verdunstung des Wassers Kochsalz gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Salzlagerstätte]]: natürliches Vorkommen von Salzen, bilden sich vor allem durch Verdunstung von Meerwasser, enthalten meist verschiedene Salze.&lt;br /&gt;
* [[Sargdeckel]]: Ein sich an vorhandenen Trennflächen ohne Vorwarnung aus dem Hangenden lösender sehr großer Stein.&lt;br /&gt;
* [[Sattel]]:&lt;br /&gt;
* [[Satz]]:&lt;br /&gt;
* [[Saubern]]: reinigen, in Ordnung halten, Sohle planieren.&lt;br /&gt;
* [[Schacht]]: Seigerer, seltener auch tonnlägiger Grubenbau zum Fördern (Förderschacht) oder Bewettern (Wetterschacht). &lt;br /&gt;
* [[Schachtansatzpunkt]]: Bei Tagesschächten der Punkt an der Tagesoberfläche, an dem der Schacht abgeteuft werden soll.&lt;br /&gt;
* [[Schachtausbau]]: Verkleidung der Schachtwand, die dazu dient, den seitlichem Gebirgsdruck abzufangen.&lt;br /&gt;
* [[Schachtbruch]]: Plötzliches Abgehen der Schachtverfüllung bei abgeworfenen Tagesschächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtförderung]]: Förderung von Produkten, Versatz, Material und Personen vom Füllort bis zur Hängebank in Schächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtführung]]: Schachteinbauten, die den Fördergutträger in der Spur des jeweiligen Schachttrums lenken.&lt;br /&gt;
* [[Schachtpinge]]:&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheibe]]: Schachtquerschnitt mit Schachtausbau sowie der Einteilung der verschiedenen Trümer.&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheider]]: Bauelement aus Holz oder Mauerwerk zur Aufteilung des Schachtes in separate Trume.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsignalanlage]]: Technische Einrichtung im Schacht zur Kommunikation zwischen Fördermaschinist und Anschläger.&lt;br /&gt;
* [[Schachtstuhl]]: Konstruktion an den Anschlägen im Übergangsbereich vom Schacht ins Füllort.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsumpf]]: Tiefster Teil des Schachtes, unterhalb der tiefsten angeschlossenen Sohle. Dient der Aufnahme des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Schachtverwahrung]]: Abschluss eines abgeworfenen Tagesschachtes.&lt;br /&gt;
* [[Scharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schaufel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit.&lt;br /&gt;
* [[Scheffel]]: Altes Raummaß.&lt;br /&gt;
* [[Scheidebank]]: Aufbereitungshalle eines Bergwerks, in der das Erz manuell vom taubem Gestein getrennt wurde. &lt;br /&gt;
* [[Scheidehammer]]:Spezieller Hammer zur Erzscheidung.&lt;br /&gt;
* [[Scheidejunge]]: Lehrling, der in der Aufbereitung des Bergwerks tätig war und dort seine ersten Erfahrungen für den Beruf des Bergmanns sammelte (auch Klaubejunge oder im Oberharz Pochjunge genannt).&lt;br /&gt;
* [[Scheideplatten]]:Gesteins- oder Gußplatten, auf denen mit dem Scheidehammer die Erzscheidung erfolgte.&lt;br /&gt;
* [[Scheider]]:&lt;br /&gt;
* [[Schicht]]: Regelmäßige tägliche Arbeitszeit.&lt;br /&gt;
* [[Schichtgebet]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtmeister]]: Bergbeamter, der als Rechnungsführer des Bergwerks vereidigt war.&lt;br /&gt;
* [[Schichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schießblech]]: Viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Schießen]]: Gewinnungsarbeit durch gezielte Sprengung von Schwarzpulver in dazu angelegten Bohrlöchern. &lt;br /&gt;
* [[Schießpflock]]: Rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
* [[Schießspreize]]: Holz, welches zwischen dem auf den [[Schießpflock]] aufgelegtem [[Schießblech]] und dem gegenüberliegenden [[Stoß]] eingetrieben wird.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Schießnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Halm|Schießröhrchen]] (Halm): Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Schild]]:&lt;br /&gt;
* [[Schildausbau]]: Hydraulisches System zum Strebausbau im untertägigen Kohlebergbau.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eisenarbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel- und Eisenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] mittels [[Schlägel]] und [[Bergeisen]]. &lt;br /&gt;
* [[Schlagwetter]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlechten]]: Natürliche Trennflächen des Flözkörpers.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Schlegel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eise]arbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schleichwetter]]: Kleine, unkontrollierte Wetterströme, die durch abgeworfene Grubenbaue streichen und potentiell gefährlich sind.:&lt;br /&gt;
* [[Schlepper]]: Bergmann, der vorwiegend zur Förderung (Schleppen, Trecken) der Hunte eingesetzt wurde. In der Regel wurden Lehrlinge in ihrer Anfangszeit als „Treckejungen“ eingesetzt.&lt;br /&gt;
* [[Schleppungskreuz]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifkorb]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlotten]]: Im Mansfelder und Eislebener Kupferschieferbergbau angetroffene untertägige Hohlräume des Gipskarstes.&lt;br /&gt;
* [[Schmitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schneidkopf]]: Gewinnungswerkzeug an Teilschnittmaschinen.&lt;br /&gt;
* [[Schram]]: Bergmännisch hergestellter Schlitz im Nebengestein, der das [[Gewinnung|Hereingewinnen]] des [[Erz]]es erleichtert.&lt;br /&gt;
* [[Schrämen]]: Herausschlagen des tauben [[Gestein]]s neben einem [[Gang]], um das [[Erz]] von der Seite aus [[Gewinnung|hereingewinnen]] zu können. &lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Schrämhaue]]: Leichte Keilhaue, die ausschließlich zur Herstellung des [[Schram]]s verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhauer]] (Schrämer): Bergmann, welcher die [[Schräm]]e, meist mittels [[Schrämhammer]] herstellt&lt;br /&gt;
* [[Schrämkette]]: Umlaufende Gliederkette an Schrämmaschinen und Continuous Minern alter Bauart.&lt;br /&gt;
* [[Schrämkrone]]: An Säulen-Schrämmaschinen eingesetztes Werkzeug, zur Erzeugung der Schram.&lt;br /&gt;
* [[Schrämmaschine]]: Gerät im Bergbau und Steinbrüchen zur Erzeugung eines Schrams.&lt;br /&gt;
* [[Schrämspieß]]: Vierkantige gerade Eisenstange, die an einem Ende in einer an den Seitenflächen etwas gewölbten Spitze ausläuft.&lt;br /&gt;
* [[Schrämwalze]]: Walzenförmiger Werkzeugträger beim Walzenschrämlader.&lt;br /&gt;
* [[Schrapper]]:&lt;br /&gt;
* [[Schubort]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurf]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeldkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Schürfen]]:Aufsuchen einer Lagerstätte durch Aufdecken nahe der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Schürfschein]]: Amtlicher Erlaubnisschein, der dem Inhaber das Aufsuchen von Lagerstätten erlaubt. Offizieller Begriff: Aufsuchungserlaubnis.&lt;br /&gt;
* [[Schuss]]:&lt;br /&gt;
* [[Schüttelrutsche]]: Ein Abbaufördermittel im Kohlebergbau. Rinnenförmige Bleche werden langsam vor- und schnell zurückbewegt, dadurch rutscht die Kohle in Richtung Fußstrecke.&lt;br /&gt;
* [[Schütten]]:&lt;br /&gt;
* [[Schützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwaden]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebe]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebend]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwefelmännchen]]: Mit Schwefel überzogener starker bzw. doppelt gedrehter Woll- oder Baumwollfaden, welches an das Ende des [[Halm]]es gesteckt und mit der Öllampe angezündet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schwerköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Sechste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die statt des [[Siebente]]n gezahlt werden konnte, wenn die Ausgaben der [[Grube]]n zu hoch waren.&lt;br /&gt;
* [[Seife]]:&lt;br /&gt;
* [[Seiger]] (auch: saiger): senk-, lotrecht.&lt;br /&gt;
* [[Seigerriss]] (auch: Saigerriss): zeichnerische Projektion eines Bergwerkes, Vertikalschnitt.&lt;br /&gt;
* [[Seil]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilbruch]]: Durchreißen eines Förderseiles aufgrund von Materialermüdung oder Überlastung.&lt;br /&gt;
* [[Seileinband]]: (auch: Seilendverbindung) Konstruktion, die Förderseile oder andere Drahtseile mit Konstruktionsteilen oder anderen Festpunkten verbindet.&lt;br /&gt;
* [[Seilfahrt]]: Ein- und Ausfahrt der Bergleute in dem am Seil hängenden Förderkorb.&lt;br /&gt;
* [[Seilkorb]]: Vorrichtung an der Fördermaschine, auf der das Förderseil aufgewickelt wird.&lt;br /&gt;
* [[Seilrutsch]]: Rutschen des Förderseils auf der Treibscheibe, das vorwiegend bei starkem Anfahren oder scharfem Abbremsen auftreten kann. Siehe Koepeförderung.&lt;br /&gt;
* [[Seilscheibe]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilträger]]: Teil der Fördermaschine, mit dem das Förderseil bewegt wird. Siehe auch: Treibscheibe.&lt;br /&gt;
* [[Sekunde]]:&lt;br /&gt;
* [[Senken]]: Ist das Hereingewinnen der hochgequollenen Streckensohle, es dient zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der notwendigen Streckenhöhe.&lt;br /&gt;
* [[Senkstütze]]: Nachgiebiges Stützelement, das anstelle der stoßseitigen Ausbausegmente eingesetzt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Setzeisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitslampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitspfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitssteiger]]: Sicherheitsingenieur im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Siebente]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die in manchen [[Bergordnung]]en statt des [[Neunte]]n vorgeschrieben war. &lt;br /&gt;
* [[Sinkwerk]]: Untertägiger Hohlraum, in dem Salz durch Auslaugen mit Süßwasser gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Sinter]]:&lt;br /&gt;
* [[Sitzholz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sole]]: wässrige Steinsalzlösung mit einer Dichte von 1,204 g/cm3 und einen NaCl-Gehalt von 26,4 % (318 g/l). &lt;br /&gt;
* [[Sohle]]: 1. die Gesamtheit aller in einer Ebene gelegenen Teile eines Bergwerkes; 2. untere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus, z. B. einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Sohlenabstand]]: Abstand zwischen den einzelnen Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Söhlig]]: Horizontal, waagerecht.&lt;br /&gt;
* [[Spanne]]:&lt;br /&gt;
* [[Spanner]]:&lt;br /&gt;
* [[Spat]]:&lt;br /&gt;
* [[Spatgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Spitzeisen, Eisen, Bergeisen]]: Meißelartiges Werkzeug, das mit einem Stiel gehalten wird. Es gehört zum historischen Gezähe „Schlägel und Eisen“.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Spitzhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Spreize]]:&lt;br /&gt;
* [[Sprung]]:&lt;br /&gt;
* [[Spülversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Spurnagel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stalinpaket]]:&lt;br /&gt;
* [[Starrer Bogenausbau]]: Teilelliptischer starrer Streckenausbau aus einzelnen Ausbausegmenten.&lt;br /&gt;
* [[Stehender Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Steiger]]: Grubenaufseher, Bergingenieur, Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Steigort]]&lt;br /&gt;
* [[Steigbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Stempel]]: Stütze aus Holz oder Metall zum Abstützen des Gebirges.&lt;br /&gt;
* [[Stirn]]:&lt;br /&gt;
* [[Stock]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerksbau]]: Abbauverfahren&lt;br /&gt;
* [[Stollen]]: annähernd horizontale Strecke mit einem Mundloch an der Tagesoberfläche. In Sachsen, dem Erzgebirge, vor allem in Eigennamen und traditionell wird auch Stolln geschrieben.&lt;br /&gt;
* [[Stollenflügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollenhieb]]: Recht des [[Erbstöllner]]s, in bestimmten Maß angetroffene [[Erz]]e abzubauen. &lt;br /&gt;
* [[Stollenrösche]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollensteuer]]: Abgabe der [[Gerwerken]] an den [[Erbstöllner]] oder [[Stöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Stöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Störung]]: Trennfläche im Gebirge, an der z.B. eine Verschiebung von Gesteinsschollen stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
* [[Stoß]]: seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaus (z. B. Seitenwand einer Strecke).&lt;br /&gt;
* [[Streb]]:&lt;br /&gt;
* [[Strebausbau]]: Ausbau beim Strebbau.&lt;br /&gt;
* [[Strebbau]]: Untertage-Abbauverfahren, bei dem der Abbauraum im Flöz weiterrückt.&lt;br /&gt;
* [[Strecke]]: Horizontaler Grubenbau innerhalb des Grubengebäudes.&lt;br /&gt;
* [[Streckenausbau]]: Ausbau in untertägigen Strecken.&lt;br /&gt;
* [[Streckenbegleitdamm]]: Untertägiges Bauwerk, das in den Abbaustrecken dazu dient, den Streckensaum gegen den Alten Mann zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Streckenförderung]]: Horizontale Bewegung von Materialien, mineralischen Rohstoffen, Produkten und Versatz in Strecken und Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Streckensaum]]: Seitliche Begrenzung einer Abbaustrecke zum Flöz und zum Alten Mann hin.&lt;br /&gt;
* [[Streichen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in horizontaler Richtung, rechtwinklig zum Fallen. Entspricht dem Verlauf einer Höhenlinie.&lt;br /&gt;
* [[Strosse]]:&lt;br /&gt;
* [[Strossenbau]]: Älteste Abbaumethode für den Gangerzbergbau.&lt;br /&gt;
* [[Stube]]:&lt;br /&gt;
* [[Stufe]]: Kleines Gesteinsstück, insbesondere Erzstufe, aber auch ein vom [[Markscheider]] in das Gestein eingehauenes Zeichen.&lt;br /&gt;
* [[Stufenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Stufeneisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Stufenerz]]:&lt;br /&gt;
* [[Stunde]]: Einer der 24 Teile, in die der Grubenkompaß eingeteilt ist.&lt;br /&gt;
* [[Stundung (Bergbau)]]: Die (zeitweise/vorübergehende) Stilllegung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Sturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sturzbühne]]: Im Mansfelder Kupferschieferbergbau angewandte Methode des Umladens vom Strebhunt in den Förderwagen.&lt;br /&gt;
* [[Sumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen]] (auch Wassereisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sümpfen]]: Absenkung des Grundwasserspiegels, Trockenlegung überfluteter (ersoffener) Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Sumpfstrecke]]: Strecke, die als Sammelraum für das anfallende Grubenwasser verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== T ====&lt;br /&gt;
* [[Tag]] (über Tage, am Tage): Erdoberfläche, von der aus das Tageslicht sichtbar ist.&lt;br /&gt;
* [[Tagebau]]: Abbau des Nutzminerals von über Tage aus.&lt;br /&gt;
* [[Tagebruch]]: Verbruch der sich bis zur Tagesoberfläche durchschlägt.&lt;br /&gt;
* [[Tagegebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Tageschacht]]: Siehe [[Schacht (Bergbau)]].&lt;br /&gt;
* [[Tagewerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Taub]]: Ein Lagerstättenteil, der keine abbauwürdigen Mineralien enthält.&lt;br /&gt;
* [[Teufe]]: Die Tiefe eines Schachtes oder einer Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Teufen]]: Herstellen eines Grubenbaues von oben nach unten, siehe Abteufen.&lt;br /&gt;
* [[Tiefbau]]: Abbau unter Tage. &lt;br /&gt;
* [[Tiefste]]:&lt;br /&gt;
* [[Todt]]:&lt;br /&gt;
* [[Todter Mann]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonne]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonnlägig]]: Ein Schacht, der nicht senkrecht ins Bergwerk führt. Tonnlägige Schächte folgten im Gangerzbergbau dem von der Vertikalen abweichenden Einfallen des Ganges.&lt;br /&gt;
* [[Tonnung]]:&lt;br /&gt;
* [[Tradde]]: Abgabe an die Grundeigentümer.&lt;br /&gt;
* [[Tragwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Trecken]]:&lt;br /&gt;
* [[Treckejunge]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibehaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Treiben]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibe]]: Seilträger, bei dem die Energie der Antriebsmaschine mittels Reibschluss auf das Förderseil übertragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibenförderung]]: Schachtförderanlage, die nach ihrem Erfinder Carl Friedrich Koepe, auch Koepe-Förderung genannt wird. &lt;br /&gt;
* [[Treppenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Trog]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommel]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommelfördermaschine]]: [[Fördermaschine]], bei der das Förderseil auf eine [[Trommel]] gewickelt wird ([[Haspel]]).&lt;br /&gt;
* [[Trum]]: Von einem [[Gang]] abgetrennter Zweig des Ganges, aber auch ein abgeteilter Teil eines [[Schacht]]es, [[Gesenk]]es oder [[Überhauen]]s.&lt;br /&gt;
* [[Trümmerartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Tscherper]]: Ein Messer&lt;br /&gt;
* [[Tscherpertasche]]:&lt;br /&gt;
* [[Tummelbau]]: Abbauverfahren beim Braunkohlenbergbau mit bienenkorbförmigen Weitungen, sogenannten Tummel, das aufgrund seiner Gefährlichkeit im 19. Jahrhundert im deutschen Bergbau verboten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Tübbing]]: Segmente aus Gusseisen oder Stahl, die zum wasserdichten Ausbauen von Schächten bei nicht standfesten Nebengebirgen dienen.&lt;br /&gt;
* [[Türstock]]: Ausbaukonstruktion, bestehend aus einer Kappe mit zwei unterstützenden Stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== U ====&lt;br /&gt;
* [[Überfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Überhauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Überlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übrschar]]:&lt;br /&gt;
* [[Übersetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übertreiben]]: Vorbeifahren der Fördermittel über die Endanschläge hinaus.&lt;br /&gt;
* [[Übertreibsicherung]]: Dient dazu das Fördermittel abzubremsen damit es beim Übertreiben möglichst vor dem Prellträger zum Stehen kommt.&lt;br /&gt;
* [[über Tage]] oder Übertage: alles „an der Sonne“, also nicht der Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Ulm]]e: Seitliche Begrenzung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Umbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Umfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unbauwürdig]]:&lt;br /&gt;
* [[Ungeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Unschlitt]]: Tierische Körperfette (Talg), welche als Brennmaterial für offene [[Geleucht]]e, meist tönerne [[Frosch]]lampen, diente. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittgeld]]: Gebühr der [[Gewerkschaft]]en an den zuständigen [[Grabensteiger]] zur Deckung der ihm entstandenen Unkosten für das [[Geleucht]]. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittlampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterbank]]: Unterer Teil eines zweiteiligen Flözes.&lt;br /&gt;
* [[unter Tage]] oder Untertage: Stollen, Strecken, Schächte.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerk]]: Abbau unter der Stollnsohle.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerksbau]]: Abbau unterhalb der tiefsten Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Unverritzt]]:&lt;br /&gt;
* [[Urbar]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== V ====&lt;br /&gt;
* [[Ventilator]]:&lt;br /&gt;
* [[Verarmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbau]]:&lt;br /&gt;
* [[verblenden]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbolzung]]: Axiale Verkettung des Streckenausbaus um die Einzelbaue gegen eine Schubwirkung in Längsrichtung zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Verbrechen]]: Einbrechen oder Einstürzen und damit Unbrauchbarmachen eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Verbühnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbundbergwerk]]: Entsteht durch Zusammenlegung mehrerer Bergwerke.&lt;br /&gt;
* [[Verdingen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verdrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Veredeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verhieb]]: Art und Weise wie ein in Angriff genommener Abbaustoss abgebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Verlag]]:&lt;br /&gt;
* [[Verlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verleihen]]: Zueignung von Bergwerkseigentum durch den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* [[Verkippen]] / [[Verstürzen]]: Im Tagebau das Absetzen des Abraumes.&lt;br /&gt;
* [[Verritzen]]: Beginn des Abbaus einer Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Versatz]]: Verfüllung eines durch den Abbau entstandenen Hohlraums mit Bergen (Bergeversatz).&lt;br /&gt;
* [[Versetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verspünden]]: Wasserdichtes abdämmen einer [[Strecke]] durch einen Ziegel- oder Betondamm, früher auch Zimmerwerk.&lt;br /&gt;
* [[Verstufung]]: Bergrechtlicher Vorgang, durch den sich der [[Stöllner]] sämtliche Rechte an dem bisher aufgefahrenen Stollen gegen etwaige Ansprüche neuer [[Muter]] sicherte. Der [[Markscheider]] setzte ein [[Verstufung]]szeichen.&lt;br /&gt;
* [[Verwahren]]: Sicherung der Hohlräume eines stillgelegten (aufgelassenen) Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Verstufen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verstürzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Versuchsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Vertauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfung]]:&lt;br /&gt;
* [[Verziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzimmern]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzug]]: Auskleidung der Zwischenräume beim Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Vierter Pfennig]]: Kostenerstattung vom Besitzer der [[Grube]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Vierung]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorflut]]: Natürlicher Bach oder Fluss sowie künstlich geschaffene Möglichkeit (Kanal, Pumpwerk), um Wasser (auch Abwasser) abzuführen.&lt;br /&gt;
* [[Vorkommen]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorrichten]]: Vorbereitung des [[Abbau]]s der [[Lagerstätte]] und den Einbau von Gewinnungs– und Fördereinrichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== W ====&lt;br /&gt;
* [[Wolger|Walger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Walzenlader]]: Maschine zur schneidenden Gewinnung von Steinkohle und Erz.&lt;br /&gt;
* [[Wand]]:&lt;br /&gt;
* [[Wange]]: Im Harz verbreiteter Begriff für die seitlichen [[Stoß|Stöße]] eines horizontalen Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Wasseraufzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassereinfallgeld]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen|Wassereisen]] (auch Sumpfeisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Wasserhaltung]]: Anlagen und Maßnahmen zum Abführen des einer Grube zufließenden Wassers.&lt;br /&gt;
* [[Wasserknecht]]: Bergmann, der für die Wasserhaltung des Bergwerks zuständig war.&lt;br /&gt;
* [[Wasserkunst]]: System zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Wasserlauf]]: Regionale Bezeichnung für einen Wasserüberleitungsstollen im Oberharzer Bergbau (siehe auch [[Rösche]]). &lt;br /&gt;
* [[Wasserlösung]]: Abführen von Wasser, z. B. durch Wasserlösungsstollen.&lt;br /&gt;
* [[Wassernot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wasserregal]]: Königliches Hoheitsrecht zur Wassernutzung, meist zusammen mit dem [[Bergregal]] durch den Landesherren verliehenes Recht.&lt;br /&gt;
* [[Wassersack]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassersäulenmaschine]]: Maschine, die durch Wasserkraft angetrieben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wassersaige]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassertrommel]]: Bewetterungsmaschine, bei der der Sog des herabfallenden Wassers zur Bewetterung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wässerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wechsel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wegfüllarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der das gelöste [[Gestein]] und [[Erz]] mittels [[Gezähe]] in die [[Fördergefäß]]e verbracht wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wehr]]: Land, welches dem Bergbautreibenden zum [[Lehen]] gegeben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Weiberarsch]]: Umgangssprachliche Bezeichnung einer → Pfannenschaufel (regional).&lt;br /&gt;
* [[Weilarbeit]]: Schichten in der Freizeit, unter anderen in der [[Eigenlehner]]zeche.&lt;br /&gt;
* [[Weitung]]: Beim [[Weitungsbau]] entstandene Kammern.&lt;br /&gt;
* [[Weitungsbau]]: Variante des [[Kammerbaus]] bei mächtigen und durchwegs [[bauwürdig]]en [[Lagerstätte]]n.&lt;br /&gt;
* [[Wendelstrecke]], (auch kurz:) [[Wendel]]: Spiralförmige Rampe zwischen den einzelnen (Teil-)Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Wetter]]: Gesamtheit aller Gase im Bergwerk.&lt;br /&gt;
* [[Wetterbohrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterführung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterhut]]: beweglicher Holzaufsatz über dem Schacht.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlampe (Bergbau)|Wetterlampe]]: Mit Benzin betriebene Sicherheitslampe zur Kontrolle der Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlutte]]:&lt;br /&gt;
* [[Wettermann]]: Ein Bergmann, der in den einzelnen Grubenbauen die Wettermessungen durchführt.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlmaschine]]: Maschine, die zur direkten Wetterkühlung der Grubenbaue eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlung]]: Abkühlen von Teilwetterströmen mittels technischer Hilfsmittel und Maschinen.&lt;br /&gt;
* [[Wetternot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterofen]]: Konstruktion zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges.&lt;br /&gt;
* [[Wetterrad]]: Einfache Wettermaschine aus Holz zur Bewetterung der Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Wettersatz]]: Maschine, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur künstlichen Bewetterung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wetterschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterscheider]]: Wettertechnisches Bauwerk, das in den Grubenbauen die Frisch- von den Abwettern trennt.&lt;br /&gt;
* [[Wettersohle]]: Sohle, die hauptsächlich der Bewetterung dient.&lt;br /&gt;
* [[Wettertafel]]: Kontrolltafel unter Tage, auf der die erfolgte Überprüfung der Luftreinheit mit Datum, Uhrzeit und Unterschrift der Kontrollperson vermerkt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterwechsel]]: Jahreszeitlich bedingte Änderung der Wetterrichtung, aber auch Austausch der verbrauchten Luft gegen frische Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterzug]]: Von der Atmosphäre in den Grubenbauen angenommene Luftbewegung.&lt;br /&gt;
* [[Widersinnig]]:&lt;br /&gt;
* [[Wiederaufnehmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Winkel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wipperboden]]:&lt;br /&gt;
* [[Wirbellutte]]: Speziallutte, die in sonderbewetterten Streckenörtern zur Durchmischung von Wettern dient, auch Coanda-Wirbellutte.&lt;br /&gt;
* [[Wolger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Wünschelrute]]:&lt;br /&gt;
* [[Wurfschaufellader]]: Ladegerät, hauptsächlich im Streckenvortrieb. Gleisgebundene oder gleislose Ausführung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== X ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Y ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Z ====&lt;br /&gt;
* [[Zeche]]: Bergwerkseigentum der [[Gewerkschaft]], aber auch bei der [[SDAG Wismut]] ein Betrieb zur [[Beprobung]] von Uranerz.&lt;br /&gt;
* [[Zehnte]]: Abgabe des Bergwerksbesitzers an den Staat oder den [[Bergregal|Regal]]herren.&lt;br /&gt;
* [[Zehntner]]:&lt;br /&gt;
* [[Zertrümern]]:&lt;br /&gt;
* [[Ziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerling]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Zone]]:&lt;br /&gt;
* [[Zubuße]]: Zahlungen auf Basis der [[Kux]]e, die der Anteilseigner ([[Gewerken|Gewerke]]) einer Bergrechtlichen Gewerkschaft an diese zur Erfüllung von Verbindlichkeiten zu entrichten hat.&lt;br /&gt;
* [[Zug]]:&lt;br /&gt;
* [[Zulegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusammendrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zwanzigste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] (in Sachsen 1851 statt des [[Neunte]]n eingeführt).&lt;br /&gt;
* [[Zwischengeschirr]]: Verbindungselement zwischen Förderkorb und Förderseil.&lt;br /&gt;
* [[Zwischenmittel]]: dünne Schichten tauben Gesteins in einem Flöz oder einem Erzlager.&lt;br /&gt;
* [[Zwölfte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] für einen alten wieder aufgewältigten [[Erbstollen|Erbstolln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leere Artikelseiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2655</id>
		<title>Bergwörterbuch</title>
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				<updated>2012-09-19T11:31:21Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: /* B */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Inhaltsverzeichnis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== A ====&lt;br /&gt;
* [[Abbau]]: Vorgang des [[Lösen]]s von [[Mineral]]ien aus einer [[Lagerstätte]], aber auch der Ort, an dem dies geschieht.&lt;br /&gt;
* [[Abbaue]]:  Orte, an denen der [[Abbau]] stattfindet.&lt;br /&gt;
* [[Abbaurichtung]]: Hauptrichtung, in der ein [[Lagerstätte]]nanteil mittels des jeweiligen [[Abbauverfahren]]s in Angriff genommen wird.&lt;br /&gt;
* [[Abbaustoß]]: Angriffsfläche für den [[Abbau]].&lt;br /&gt;
* [[Abbaustrecke]]: Horizontaler [[Grubenbau]] in der [[Lagerstätte]], der den [[Abbau]] begleitet.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverfahren]]: Technik, die im Bergbau dazu dient, eine [[Lagerstätte]] wirtschaftlich auszubeuten. Für jede Lagerstätte wird das jeweilige Abbauverfahren genau geplant.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverluste]]: Nicht abbaubare [[Lagerstätte]]ninhalte innerhalb eines [[Grubenfeld]]es, gerechnet in Prozent des anstehenden Lagerstätteninhaltes.&lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Abfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abfangen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abgang]] (oft im Plural, Abgänge): das Abfallmaterial aus einer ([[Erz]]-)[[Aufbereitung]]sanlage (engl. Tailings). Insbesondere im Steinkohlebergbau auch als [[Waschberg]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Abgeworfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Abkehren]]: Den Dienst aufgeben.&lt;br /&gt;
* [[Ablegen]]: Entlassen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Ablöser]]: Gesteinsbrocken, die sich von der [[Firste]] oder vom  [[Stoß]] ablösen und herunterfallen können oder bereits heruntergefallen sind.&lt;br /&gt;
* [[Abmuten]]: Bemühungen, den Freifall (ins Bergfreie fallen) eines [[Muten|gemuteten]] Bergwerkes mittels Antrag zu erreichen.&lt;br /&gt;
* [[Abortkübel]]: Auch Bergmannsklo genannt, ist ein Behälter mit verschließbarem Deckel, in dem die Bergleute Untertage ihre Notdurft verrichten.&lt;br /&gt;
* [[Abraum]]: Im Tagebau das die Lagerstätte überdeckende Gestein, von abräumen.&lt;br /&gt;
* [[Absaufen]]: Ungeplantes Volllaufen der Grubenbaue mit Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Abschlag]]: Vortrieb, der durch jeweils eine Sprengarbeit entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Absetzen]]: Im Tagebau das Aufschütten des Abraumes, oft mittels eines Absetzers; auch verkippen oder verstürzen genannt.&lt;br /&gt;
* [[Absetzig]]: &lt;br /&gt;
* [[Absinken]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abteufen]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abtreiben]]: auch [[bereißen]] oder ''berauben'': loses Gestein aus Sicherheitsgründen herunterreißen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbaufeldes]].&lt;br /&gt;
* [[Abwetter]]: Aus den Grubenbauen abgeleitete verbrauchte Luft.&lt;br /&gt;
* [[Ader]]: &lt;br /&gt;
* [[Akkulok]]:&lt;br /&gt;
* [[Alter Mann]]: Bereich, in dem der [[Abbau]] beendet ist. &lt;br /&gt;
* [[Altung]]:&lt;br /&gt;
* [[Anbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Anfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Anlegen]]: Einstellen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Anreichern]]: &lt;br /&gt;
* [[Anscharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Anschlagen]]: Beginn der Auffahrung (&amp;quot;einen [[Stollen|Stolln]] anschlagen&amp;quot;), aber auch Signalgebung bei der [[Förderung]] im [[Schacht]] durch den  [[Anschläger]], der die [[Fördertonne]]n ans Seil &amp;quot;anschlägt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* [[Anschläger]]: Bergmann, der im [[Füllort]] unter Tage und auf der [[Hängebank]] über Tage die [[Fördertonne]]n ans Seil anschlägt. Bedient die Signalanlage zur Verständigung mit dem Maschinisten.&lt;br /&gt;
* [[Anschnitt]]: Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben des [[Berggebäude]]s beim [[Bergamt]]. Der Anschnitt erfolgte in früheren Jahrhunderten mittels [[Kerbholz]].&lt;br /&gt;
* [[Anschnittbuch]] (auch ''Anschnittbogen''): Im [[Bergamt]] hinterlegtes Buch, in dem die [[Bergkosten]] der [[Grube]]n vermerkt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Anschnittregister]]: Auflistung der [[Bergkosten]] der [[Grube]], welche beim [[Bergamt]] zur Untersuchung vorgelegt werden musste.&lt;br /&gt;
* [[Anschützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Apophyse]]:&lt;br /&gt;
* [[Arschleder]]: Gesäßschutz des Bergmanns, insbesondere, wenn er auf dem Leder einfährt (über tonnlägige Schächte in den Berg rutscht). Hauptsächlich aber als Schutz vor Nässe und Kälte beim Sitzen, siehe auch: [[Kniebügel]].&lt;br /&gt;
* [[Assanisator]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Aufbereiten]]: Gewonnene Mineralien zerkleinern, sortieren, klassieren, anreichern und konzentrieren.&lt;br /&gt;
* [[Aufbruch]]: Von unten, von einer tieferen Sohle her, nach oben hergestellter vertikaler Grubenbau. Auch [[Überhauen]] genannt.&lt;br /&gt;
* [[Auffahren]]: Einen Grubenbau herstellen.&lt;br /&gt;
* [[Aufgehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufhauen]]: Eine in einer Lagerstätte aufwärts führende Strecke, z. B. Strebaufhauen zur Vorrichtung eines Strebbaus, Wetteraufhauen zur Wetterführung.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Auflassen]]: (Auflässig) Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbau]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Aufnehmen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsatteln]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsäubern]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufschliessen]]: Eine [[Lagerstätte]] durch ein neues Bergwerk zugänglich machen.&lt;br /&gt;
* [[Aufschluss]]: &lt;br /&gt;
* [[Öhr|Auge]]: Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[aufwältigen]]: Einen verbrochenen (eingestürzten) oder verfüllten Grubenbau wiederherstellen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbau]]: Abstützung innerhalb des Bergwerkes mittels verschiedener Materialien und Techniken.&lt;br /&gt;
* [[Ausbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbaugespann]]: Hydraulischer Schreitausbau, der aus zwei oder drei Ausbaurahmen besteht.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeissen]]: Auch ausgehen; bergmännisch für zu Tage kommen, sich verringern, verschmälern; ausgehendes Flöz: ein zu Tage sich verschmälerndes, selbst aufhörendes Flöz.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeute]]: Überschuss aus dem Ertrag eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeutebogen]]: Verzeichnis aller Zechen eines Bergbaureviers, die Gewinne abwarfen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbiss]]: Das Hervortreten einer Lagerstätte an der Tagesoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Ausblühen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbringen]]: Gesamte Rohförderung an nutzbaren Mineralien einer Grube.&lt;br /&gt;
* [[Ausfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausgehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushalten]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushieb]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskeilen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausklauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Auslängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Auspochen]] (auch Ausklopfen): Akustisches Signal zum Schichtende vom [[Steiger]] über Tage zu den Bergleuten im [[Schacht]] und dessen Weiterleitung durch Schläge mit dem [[Schlägel]] an den [[Stoß]] bis zu den [[Ort|Örtern]].&lt;br /&gt;
* [[Ausrichtung]]: Erschließung eines [[Grubenfeld]]es durch die Anlage von [[Schacht|Schächten]], [[Querschlag|Querschlägen]], [[Feldstrecke|Feld]]- und [[Richtstrecke]]n.&lt;br /&gt;
* [[Ausschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausschläger]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausstreichen]]: Flöz oder Gang streicht an der Erdoberfläche aus, d. h. schneidet die Erdoberfläche, und ist dort sichtbar; auch Ausbiß oder Ausgehendes genannt.&lt;br /&gt;
* [[Ausziehen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== B ====&lt;br /&gt;
* [[Bankrecht]] ist eine Senkrechte zum [[Streichen]] und [[Einfallen|Fallen]] einer Schichtenfolge.&lt;br /&gt;
* [[Barte]] (oder Bergbarte): Kleines Beil mit einer langen Spitze und einem langen Stiel, das zu festlichen Anlässen mitgeführt wird.&lt;br /&gt;
* [[Bau]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauhaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig|Bauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Befahrbar]]: &lt;br /&gt;
* [[Befahren]]: Begehung eines [[Stollen[[s, heute auch die generelle Begehung (Besichtigung) eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Beibrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegung]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnungsurkunde]]: Verleihungsurkunde, die bei der [[Verleihen|Verleihung]] einer [[Muten|gemuteten]] [[Grube]] in das [[Lehensbuch]] eingetragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Beleihen]]: &lt;br /&gt;
* [[Beraubefahrzeug]]: Mobile Arbeitsmaschine, die Untertage zum bereißen der Firste eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Berauben]]: siehe [[Bereißen]].&lt;br /&gt;
* [[Berechtsame]]: Nutzungsrecht an bestimmten [[Grubenfeld]]ern, wird heute im [[Bergrecht]] Bergbauberechtigung genannt.&lt;br /&gt;
* [[Berechtsamsurkunde]]: [[Bergrecht]]liches Dokument, das aus der sogenannten [[Verleihen| Verleihung]]surkunde und einer Ausfertigung des Lager[[riss]]es besteht und einem Bergbautreibenden bei der Verleihung von Bergwerkseigentum überreicht wird.&lt;br /&gt;
* [[Bereißen]]: Herunterreißen von losen Gesteinsstücken oder Kohlebrocken von der [[Firste]] mittels Bereißwerkzeugen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Berg]]: Eher flach geneigte Verbindungsstrecke zwischen [[Grubenbau]]en unterschiedlicher [[Teufe]], z. B. zwischen den [[Sohle]]n eines Bergwerks. Siehe auch [[Förderberg]].&lt;br /&gt;
* [[Bergamt]]: Für den Bergbau zuständige Aufsichtsbehörde.&lt;br /&gt;
* [[Bergamtmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbeamte]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigungsfonds]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbehörde]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbuch]]: Öffentliches Verzeichnis aller Rechtsgeschäfte des [[Bergamt]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berge]] (auch: Bergematerial): Vom Bergmann aus dem Gebirge gelöstes, taubes oder auch (Neben-)Gestein, das bei Gewinnung von Bodenschätzen unter Tage anfällt.&lt;br /&gt;
* [[Bergekasten]]: Geviert aus Grubenholz, das mit Bergen gefüllt wird und zur Abstützung des Hangenden dient.&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen]]: Länglicher Spitzkeil, welches meist an einem [[Helm]] befestigt und bei der [[Schlägel]]- und Eisenarbeit eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Berghammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Bergfeste]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergfreie]]: (ins Bergfreie fallen)&lt;br /&gt;
* [[Bergfreiheit]]: Der Landesherr konnte bestimmte wirtschaftlich wichtige Mineralien für bergfrei erklären und damit ihre Gewinnung anregen. Ein bergfreies Mineral durfte jeder Finder sich aneignen – ohne Rücksicht auf den Grundbesitz. Vorausgesetzt war die Verleihung von Bergwerkseigentum.&lt;br /&gt;
* [[Berggemach]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggericht]]: Gericht, das für bergrechtliche Angelegenheiten in den Bergbaurevieren zuständig war. Es überwachte die Konzessionen und vertrat die Rechtsansprüche der Landesherren.&lt;br /&gt;
* [[Berggeschrei]]: Beginn des Silberbergbaus im Erzgebirge und dem Harz, vergleichbar mit dem Goldrausch in Nordamerika.&lt;br /&gt;
* [[Geschworener|Berggeschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berggesetz]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergglocke]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggrundbuch]]: Ein öffentliches Register, das auch Berghypothekenbuch genannt wird und das beim Amtsgericht geführt wird. In ihm werden die Bergwerke, deren Eigentümer, Gewerke und Feldesgrössen aufgeführt.&lt;br /&gt;
* [[Berghauptmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergherr]]: &lt;br /&gt;
* [[Berghoheit]]: &lt;br /&gt;
* [[Berginspektor]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergkittel]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergknecht]]: Bergmann, der zu Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bergmannschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergmeister]]: Beamter, der beim [[Bergamt]] angestellt war und die [[Zeche]]n in seinem Bezirk verwaltete.&lt;br /&gt;
* [[Bergordnung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergpredigt]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergquartal]]: Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* [[Bergrecht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergregal]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergrichter]]: Beamter, der dem [[Berggericht]] vorstand und in strittigen Bergsachen entscheiden musste.&lt;br /&gt;
* [[Bergschaden]]: Schaden an Personen oder Gebäuden, der durch bergbauliche Aktivitäten entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Bergschmied]]: Handwerker, der die zum Bergbau erforderlichen Werkzeuge schmiedete und der [[Berggericht]]sbarkeit unterstand.&lt;br /&gt;
* [[Bergschreiber]]: Buchhalter und Protokollführer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Bergsenkung]]: Bodenbewegung, die aufgrund von Bergbautätigkeiten entsteht und sich bis zur Erdoberfläche auswirkt.&lt;br /&gt;
* [[Bergsucht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergvogt]]: Ein dem [[Bergmeister]] untergeordneter Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Bergwerkseigentum]]: Das Recht, innerhalb festgelegter Grenzen ein [[Mineral]] zu gewinnen. Bergwerkseigentum wird aufgrund einer [[Muten|Mutung]] durch den Landesherrn [[Verleihung|verliehen]].&lt;br /&gt;
* [[Besatz]]: Masse, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Besetzen]]: &lt;br /&gt;
* [[Besteg]]: &lt;br /&gt;
* [[Blasversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Blende]]: &lt;br /&gt;
* [[Blende (Geleucht)]]: &lt;br /&gt;
* [[Blick]]: &lt;br /&gt;
* [[Blindschacht]]: [[Schacht]] ohne Verbindung zur Erdoberfläche (Tageslicht).&lt;br /&gt;
* [[Bobine]]: schmale Seiltrommel mit seitlichen Führungen, auf der die Windungen eines Flachseils übereinander liegen.&lt;br /&gt;
* [[Bombe]]: Bezeichnung des Kumpels für eine bestimmte elektrische Handlampe.&lt;br /&gt;
* [[Bornmeister]]: Aufsichtsperson in einer Saline, er führt die Aufsicht über die Sole.&lt;br /&gt;
* [[Böse Wetter]]: Schädliche Gasgemische, die für den Menschen schädlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrdeckel]]: Über den [[Bohrer]] gesteckt Scheibe, die das Herausspritzen des Bohrkleins verhinderte.&lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Bohren]]: Tätigkeit des Herstellens von Bohrlöchern mittels [[Bohrer]] und [[Schlägel]]. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen]]: [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] durch manuelles Anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver.&lt;br /&gt;
* [[Bohrer]]: Ein [[Gezähe]] für die Herstellung von Bohrlöchern beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrgestänge]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrkern]]: &lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrkruck]]: Hölzernes Hilfsmittel zum Umsetzen des Hand[[bohrer]]s beim [[Bohren]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrlappen]]: Lappen zur Reinigung und Trocknung des Bohrlochs.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrlöffel]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrpost]]: Anzahl stärkerer und schwächerer [[Bohrer]], welche zum Abbohren eines Bohrlochs erforderlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrschacht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrstange]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrtrog]]: &lt;br /&gt;
* [[Bolzenschrot]]: &lt;br /&gt;
* [[Brecher]]: Maschine mit einer rotierenden Meißelwalze, um das abgebaute [[Mineral]] zu zerkleinern und transportfähig zu machen (meist ist an einem Brecher ein Transportband angehangen, um die zerkleinerten Mineralien zu befördern).&lt;br /&gt;
* [[Brecheisen]]: Eisenstange mit einer Spitze oder einer Schneide, welche für unterschiedliche Arbeiten (z. B. [[Durchschlag]]en) eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bremmer]]: &lt;br /&gt;
* [[Bremsberg]]: Berg, in dem mit Hilfe gebremster Förderwagen abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsbergförderung]]: Fördertechnik, bei der das abgebaute Mineral an einem Bremsberg mittels Schwerkraft abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsförderer]]: Rutsche mit angetriebenen Stauscheiben.&lt;br /&gt;
* [[Bremswerk]]: Maschinelle Einrichtung, die bei Förderung an Bremsbergen die niedergehenden Wagen abbremst.&lt;br /&gt;
* [[Bruch]]: Einsturz eines Teiles eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Bruchbau]]: Abbaumethode, bei der der das [[Hangendes|Hangende]] planmässig zu Bruch geworfen wird.&lt;br /&gt;
* [[Prunen|Brunen]] (Brunnen): Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Bühne]]: Künstlich geschaffene Arbeitsplattform.&lt;br /&gt;
* [[Bühnloch]] (auch Bühnenloch): Eine in das feste [[Gestein]] gehauene Vertiefung, um den Fuß eines [[Stempel]]s oder das Ende einer [[Kappe]] unverrückbar aufzunehmen.&lt;br /&gt;
* [[Bulge]]: Schlauchförmiger Ledersack, der im Mittelalter zum Schöpfen von Grubenwasser diente.&lt;br /&gt;
* [[Bulgenkunst]]: Wasserhebemaschine aus Holz, die zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bunker]]: Grubenräume oder betriebliche Einrichtungen, in denen Schüttgüter wie Rohkohle, Roherz oder Berge zwischengelagert werden.&lt;br /&gt;
* [[Butzen]]: eine kleine selbständige Masse eines bestimmten Minerals im Gestein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== C ====&lt;br /&gt;
* [[Caducieren]]: Kuxe für nicht mehr bestehend erklären, das Eigentum daran aufheben. &lt;br /&gt;
* [[Communbergbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Concedieren]]: &lt;br /&gt;
* [[Concession]]: &lt;br /&gt;
* [[Consolidation]]:auch Konsolidation: Zusammenschluss mehrerer Grubenfelder bzw. der dazugehörigen Berechtsamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== D ====&lt;br /&gt;
* [[Damm:]] Bauwerk, das einen Teilbereich des Grubengebäudes von den übrigen Grubenbauen trennt. Man unterscheidet Brand-, Wasser-, Streckenbegleit- und Abschlussdämme.&lt;br /&gt;
* [[Dammtor]]: Sicherheitstor, meist in Strecken, mit dem plötzliche Wassereinbrüche abgesperrt und somit ein Teil des Grubengebäudes zu Sumpfe gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
* [[Derb]]:&lt;br /&gt;
* [[Dingen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dopplhäuer]]: &lt;br /&gt;
* [[Doppltrümig]]: &lt;br /&gt;
* [[Dreiecksbau]]: Altes Abbauverfahren, das hauptsächlich im Schieferbergbau angewendet wurde und durch den Querbau abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
* [[Drittel]]: Bei Belegung eines Ortes mit mehreren, sich ablösenden Arbeitsgruppen eine dieser Schichten. Ein Ort kann auch mit zwei oder mit vier Dritteln belegt sein. Siehe 3- und 4/3-Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Druse]]: &lt;br /&gt;
* [[Drusig]]: &lt;br /&gt;
* [[Duckelbau]]: Abbauverfahren für unregelmäßig vorkommende Lagerstätten mit geringer Mächtigkeit, bei dem die Gewinnung mittels kleiner Schächte, sogenannter Duckel erfolgt.&lt;br /&gt;
* [[Durchfallen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchbauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchörtern]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchschlag]]: Herstellung einer offenen Verbindung zwischen zwei Grubenbauen.&lt;br /&gt;
* [[Durchsinken]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchteufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dürr]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== E ====&lt;br /&gt;
* [[Edel]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehner]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehnerzeche]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbringen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbruch]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfallen]]: Neigungswinkel der Lagerstätte zur Horizontalen, also die Neigung in Falllinie. Das Einfallen wird senkrecht zum Streichen gemessen.&lt;br /&gt;
* [[Eingesprengt]]: &lt;br /&gt;
* [[Einkommen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einlegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Einsprengung]]: &lt;br /&gt;
* [[Einstrich]]: Horizontaler Schachteinbau, der aus Holz oder aus Stahl gefertigt ist.&lt;br /&gt;
* [[Eintrümmig]]: &lt;br /&gt;
* [[Einziehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Eisen]]: Historische Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen]]: Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Entblössen]]: &lt;br /&gt;
* [[Enterben]]: Übergang der Rechte zwischen [[Erbstollen]], wenn der neu ins das [[Grubenfeld]] einkommende Erbstollen die erforderliche [[Erbteufe]] hat.&lt;br /&gt;
* [[Enterbungsteufe]]: Senkrechter Abstand zwischen [[Erbstollen]] und enterbten Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Erbbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbbelehnung]]: Verleihung der Rechte auf den [[Abbau]] eines [[Mineral]]s innerhalb eines bestimmten Bezirkes. &lt;br /&gt;
* [[Erbbereiten]]: Berggerichtliche Handlung, die der nochmaligen genauen Vermessung eines [[Grubenfeld]]es diente, wenn dieses zur [[Ausbeute]]verteilung gekommen war.&lt;br /&gt;
* [[Erbbereitungsbuch]]: Buch zur Aufzeichnung aller Handlungen im Zusammenhang mit dem [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erben]]: Begriff mit unterschiedlicher Bedeutung im Bergbau (Grundeigentum, Vorrangstellung, aber auch Vererbung). &lt;br /&gt;
* [[Erbfluss]]: Größeren Bach oder Fluss, der, die das [[Grubenfeld]] durchsetzenden [[Gang|Gänge]] teilt.&lt;br /&gt;
* [[Erbgerechtigkeit]]: Herstellen der Rechtmäßigkeit des Besitzes oder Anspruchs durch Vermessung oder [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erbhäuer]]: Ausgelernter und für [[Gedinge]] zugelassener [[Hauer|Häuer]] mit vollem Häuerlohn. &lt;br /&gt;
* [[Erbkux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e zur Entschädigung des Grundbesitzers, auf dessen Land die [[Zeche]] liegt.&lt;br /&gt;
* [[Erbstamm]]: Gesamtheit der [[Erbkux]]e.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollen]]: Stollen zur Wasserlösung und zur Wetterführung in einem oder mehreren Bergwerken. Dem [[Erbstöllner]], der den Stollen herstellte, stand dafür ein Anteil an der [[Ausbeute]] der Bergwerke zu.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengebühr]]: Betrag, den die Besitzer der [[Zeche]] an den [[Erbstöllner]] abführen mussten.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengerechtigkeit]]: Ein nach besonderer [[Muten|Mutung]] erworbenes Recht, einen [[Erbstollen]] nach erfolgter Verleihung zu betreiben.&lt;br /&gt;
* [[Erbstöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbstufe]]: Ein ins Gestein gehauenes Zeichen an der Grenze des [[Grubenfeld]]es.  &lt;br /&gt;
* [[Erbteufe]]: Gesetzlich vorgeschriebene [[Teufe]] eines [[Erbstollen|Erbstollns]], um die vollen [[Erbstollengebühr]]en beanspruchen zu können.&lt;br /&gt;
* [[Erbtiefste]]: Tiefster Bau eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Erbwürdig]]: &lt;br /&gt;
* [[Erlängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erliegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Ersaufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Erschliessen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erschroten]]: &lt;br /&gt;
* [[Schürfen|Erschürfen]]: Auffinden einer [[Lagerstätte]] beim [[Schürfen]]. &lt;br /&gt;
* [[Erstrecken]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz]]: In der Natur vorkommende Verbindungen von Metallen mit anderen Stoffen. &lt;br /&gt;
* [[Erzbringer]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzfall]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzführung]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzräuber]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz säen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzstufe]]: Kleines Erzstück, das aus der Lagerstätte herausgeschlagen wurde. Man unterscheidet Probierstuffen, Handstuffen und Schaustufen.&lt;br /&gt;
* [[Etage]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== F ====&lt;br /&gt;
* [[Fahrbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahren]]: Allgemeiner Ausdruck für jegliche Fortbewegung des Bergmannes im Bergwerk. Anfahren, einfahren, Ausfahren.&lt;br /&gt;
* [[Fahrkunst]]: Historische Vorrichtung zum Ein- und Ausfahren der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Fahrlader]]: Radlader niedriger Bauart für den untertägigen Einsatz.&lt;br /&gt;
* [[Fahrmarke]]: Unterschiedlich geformte Marke aus Blech, die zur Anwesenheitskontrolle dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrt]]: Leiter.&lt;br /&gt;
* [[Fahrtklammer]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahrtrum]]: freizuhaltender Raum in Schächten, Gesenken und Überhauen, der der vertikalen Fahrung dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrüberhauen]]: dient ausschließlich zur Fahrung. Mittels dieses steilen (bis nahezu senkrechten) Grubenbaus kann man zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
* [[Fahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Fall]]:&lt;br /&gt;
* [[Fallen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in vertikaler Richtung.&lt;br /&gt;
* [[Fallort]]:&lt;br /&gt;
* [[Fangstützen]]: Im Förderturm eingebaute bewegliche Stahlriegel, die den Förderkorb auffangen, wenn dieser aufgrund eines Anstoßes gegen den Prellträger seillos geworden ist.&lt;br /&gt;
* [[Fangvorrichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Fäustel]]: Hammer, welcher bei Schlägel- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit, dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Feld]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldgestänge]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldort]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldstrecke]]:&lt;br /&gt;
* [[Feste]]:&lt;br /&gt;
* [[Feuerkübeln]]: Veraltete Methode zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges mittels Feuer.&lt;br /&gt;
* [[Feuersetzen]]: Technik, die in vielen Bergbauregionen vom Altertum bis Anfang des neunzehnten Jahrhunderts benutzt wurde, um Gestein aufzulockern oder zu sprengen.&lt;br /&gt;
* [[Fimmel]]: Starker eiserner [[Keil]], welcher als [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit von festeren [[Gestein]]en verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Firste]]: Obere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstenbau]]: Abbaumethode, die bei steileinfallenden Lagerstätten angewandt wird, Vorläufer des Firstenstoßbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstengewölbe]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenkasten]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenstoßbau]]: Abbaumethode für steileinfallende Lagerstätten, schwebende Abbaurichtung mit streichendem Verhieb.&lt;br /&gt;
* [[Flach]]: In der Neigung der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flache]]:&lt;br /&gt;
* [[Flacher Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Flachriss]]: zeichnerische Projektion eines Flözes oder eines Gangs auf eine Ebene parallel zur Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flöz]]: Durch Sedimentation entstandene plattenförmige, flächig ausgedehnte Lagerstätte (z. B. Kohlenflöz, Eisensteinflöz).&lt;br /&gt;
* [[Fluder]] (auch Gefluder): Gerinne aus Holz oder Metall zum Zu- oder Ableiten von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Flügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Flügeleisen]]: Eine Doppelkeilhaue, insbesondere früher im Steinkohlenbergbau zur Kohlengewinnung verwendet.&lt;br /&gt;
* [[Flügelort]]: Das Flügelort ist eine seitliche Fortsetzung eines Stollens ins Feld hinein.&lt;br /&gt;
* [[Förderberg]]: Geneigte [[Strecke]], die [[Sohle]]n eines Bergwerks verbindet und zum Anschluss der [[Flöz]]e an die [[Grubenbau]]e dient.&lt;br /&gt;
* [[Fördergerüst]]: Das über dem [[Schacht]] stehende Gerüst („Förderturm“), das die [[Seilscheibe]]n trägt.&lt;br /&gt;
* [[Fördergestell]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderkorb]] (auch Fördergestell): Am Förderseil hängendes Transportmittel für Material, Personen und gewonnenes Mineral im [[Schacht]].&lt;br /&gt;
* [[Förderkübel]]: Fördergefäß aus Holz, das im frühen Bergbau zur Förderung von Erz, Kohle oder Haufwerk eingesetzt wurde. Heute aus Stahl, wird beim Schachtabteufen verwendet (Abteufkübel).&lt;br /&gt;
* [[Fördermann]]: Bergmann, der für den Transport zuständig war; der Transport erfolgte in der Regel manuell mit Schlepptrögen, Laufkarren oder Hunten.&amp;lt;&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschine]]: Antriebsmaschine zum Treiben des Förderseils und damit des Förderkorbes.&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschinist]]: Bergmann, der die Fördermaschine bedient.&lt;br /&gt;
* [[Fördern]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderseil]]: Seil zum Heben von Lasten in Schächten und Blindschächten.&lt;br /&gt;
* [[Fördertonne]]: Fassartig geformter Behälter, der an Seilen oder Ketten gehängt zur Förderung in saigeren Schächten diente.&lt;br /&gt;
* [[Förderwagen]]: traditionelles Transportmittel im Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Frei]]:&lt;br /&gt;
* [[Freibau]]:&lt;br /&gt;
* [[Freifahrung]]: Bergrechtlicher Akt, durch den einem Grubenbesitzer die Besitzrechte auf die Grube entzogen werden konnten, wenn er die Grube nicht vorschriftsgemäß belegte.&lt;br /&gt;
* [[Freikux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e ohne Stimmrecht, die von einer [[Zeche]] herausgegeben werden.&lt;br /&gt;
* [[Freiverbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Frisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Fristen]]: Das zeitweise Außerbetriebsetzen einer Zeche ohne gleichzeitigen Verlust des Bergwerkseigentums.&lt;br /&gt;
* [[Frosch]]: Öllampe; ein Geleucht.&lt;br /&gt;
* [[Füllort]]: Verladestelle unter Tage; Umschlagpunkt, an dem die Streckenförderung in die Schachtförderung übergeht.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrube]]: [[Grubenfeld]], das aufgrund eines [[Mineral]]fundes in [[bauwürdig]]er [[Lagerstätte]] an den [[Muter]] als Bergwerkseigentum [[Verleihen|verliehen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrübner]]: Besitzer des [[Grubenfeld]]es einer [[Fundgrube]].&lt;br /&gt;
* [[Fundpunkt]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundrecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundschächte|Fundschacht]]: Der erste auf der [[Fundgrube]] geteufte [[Schacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== G ====&lt;br /&gt;
* [[Gabel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit bei der [[Gewinnung]] in [[Seiffen]].&lt;br /&gt;
* [[Gaipel]]: Im Harz häufig anstelle von Huthaus genutzter Ausdruck für ein über dem Schacht stehendes Betriebsgebäude, abgeleitet von Göpel.&lt;br /&gt;
* [[Gang]]: plattenförmig ausgefüllte Kluft im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gangart]]: Jedes Mineral in der Gangausfüllung, das nicht Ziel der Gewinnung ist.&lt;br /&gt;
* [[Gangbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangkreuz]]: Kreuzungspunkt von [[Gang|Gängen]], die oft reich ver[[erz]]t waren,&lt;br /&gt;
* [[Gangmasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Gasausbruch]]: Plötzliches und verstärktes Austreten von Gasen aus dem Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Gebirge]]: Das Gestein, in dem sich die Grubenbaue des Bergwerks befinden.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsanker]]: Konstruktionselemente, die im Bergbau untertägige Hohlräume offen halten. Sie werden am Stoß oder an der Firste in das Gebirge (das Gestein) eingebracht und halten dieses zusammen.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsdruck]]: Unsichtbare Spannung um einen untertägigen Hohlraum oder im unverritzten Gebirge, Auslöser für Gebirgsschläge.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsschlag]]: plötzliche Entspannung im Gebirge, bei der größere Mengen potenzieller (elastischer) Energie frei werden und bei der intensive Zerstörungen in der Grube sowie normalerweise heftige Erschütterungen an der Erdoberfläche auftreten.&lt;br /&gt;
* [[Gebräch]]: Lockeres, zum Hereinbrechen oder Nachfallen neigendes Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gediegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedinge]]: Vertrag über eine für ein bestimmtes Entgelt zu erbringende Arbeitsleistung.&lt;br /&gt;
* [[Gedingehäuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingelohn]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingezeichen]]: Untertägige Zeichen zur Abrechnung der Arbeitsleistung, wenn nach [[Gedinge]] gearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Gefluder]]: siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Gefrierverfahren]]: Verfahren, mit dem künstlich gefrorene Bodenkörper hergestellt werden, um beim Abteufen nicht standfestes, oftmals stark wasserführendes Gebirge besser zu durchörtern.&lt;br /&gt;
* [[Gegenbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Gegenortbetrieb]]: Von mindestens zwei Ausgangsorten aufzufahrende Strecke mit dem Ziel, sich zu treffen und dadurch Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
* [[Gegenschreiber]]: Bergbeamter, der das Gegenbuch führte und alle Kuxe und Gewerken in das Buch eintrug.&lt;br /&gt;
* [[Gelenkbogenausbau:]] Gelenkiger Streckenausbau, der in Strecken mit hohem Gebirgsdruck eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]: Vom Bergmann mitgeführte Grubenlampen, z. B. Frosch, Bombe, Wetter-, Karbid-, Kopflampen.&lt;br /&gt;
* [[Generalbefahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Generalstreichen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gequehle]]:&lt;br /&gt;
* [[Gerechtsame]]: die in einem Recht oder Gesetz begründete Befugniss.&lt;br /&gt;
* [[Gerinne]]: eine oben offene Wasserleitung oder -rinne, siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Geschicke]]:&lt;br /&gt;
* [[Geschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Gesenk]]: Von oben nach unten abgeteufter vertikaler Grubenbau.&lt;br /&gt;
* [[Gesprenge]]:&lt;br /&gt;
* [[Getriebezimmerung]]: Methode zum Vortrieb in lockerem Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Geviertfeld]]: Rechtwinklig begrenztes Feld, das je nach Bergbaurevier unterschiedlich groß war und in dem der Muter nach der Verleihung Bergbau betreiben darf.&lt;br /&gt;
* [[Gewältigen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gewerken]]: Anteilseigner einer bergrechtlichen [[Gewerkschaft]].&lt;br /&gt;
* [[Gewerkschaft]]: Alle zu einer [[Zeche]] gehörenden [[Gewerken]]. Historische Unternehmensform im Bergbau, zulässig bis zum Inkrafttreten des Bundesberggesetzes 1980.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnung]]: Lösen des abzubauenden Minerals aus der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnungsarbeiten]]: Gesamtheit der bergmännischen Arbeiten, durch welche die nutzbaren [[Mineral]]ien abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezähe]]: Bezeichnung für alle Werkzeuge und Arbeitsgeräte, die vom Bergmann zur Arbeit benötigt werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezeugstrecke]]: Alte bergmännische Bezeichnung für [[Sohle]].&lt;br /&gt;
* [[Gleitbogenausbau]]: Nachgiebiger Ausbau mit der Verwendung als Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Glück Auf]]: Bergmannsgruß, Ende des 16. Jahrhunderts im Erzgebirge entstanden. Heute allgemein der deutsche Bergmannsgruß.&lt;br /&gt;
* [[Gnadengeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Gnadengroschenkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Göpel]]: Historische Förderanlage, im weiteren Sinn eine stärkere Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Göpelhaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Grabensteiger]]:&lt;br /&gt;
* [[Besatz|Grand]]: Masse bezeichnet, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Graupe]]:&lt;br /&gt;
* [[Grube]]: Alle untertägigen Anlagen einer [[Zeche]].&lt;br /&gt;
* [[Grubenausbau]]: Absichern und Offenhalten von Räumen unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbau]]: Oberbegriff für alle Hohlräume im Bergwerk, wie Strecken, Schächte, Strebe etc.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbrand]]: Untertägig ausgebrochenes Feuer, dass sich unter Tage unkontrolliert entwickeln kann.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeld]]: Raum unterhalb der Erdoberfläche, in dem sich ein Bergbauberechtigter die Minerale der Lagerstätte aneignen darf.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeldsteuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenfunk]]: drahtloses Kommunikationssystem unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubengebäude]]: Gesamtheit der unter- und übertägigen Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Grubenholz]]: Holz, das im Bergbau im Tagebau und Untertagebau verwendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Grubenjunge]]: Junger Bergmann im Alter von 14 bis 23 Jahren, der unter Tage für Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Grubenkompass]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenlok]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenmauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenriß]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwässer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwehr]]: Rettungstruppe für den Einsatz im Bergbau, analog zur Feuerwehr. Besteht aus freiwilligen, besonders qualifizierten Bergleuten.&lt;br /&gt;
* [[Grundsohle]]:&lt;br /&gt;
* [[Grundstrecke]]: Tiefste streichende Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== H ====&lt;br /&gt;
* [[Habit]]:&lt;br /&gt;
* [[Häckel]]: Zierwaffe in Form eines kleinen Beiles mit langem Stiel.&lt;br /&gt;
* [[Halm]]: Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Halmdose]]: Behältnis zur Aufbewahrung der [[Halm|Halme]] (Zünder).&lt;br /&gt;
* [[Hängebank]]: Auch Schacht- oder Tagekranz: Es ist der oberste Teil der Schachtmündung. Hier wird der Förderkorb bzw. die Fördertonne be- oder entladen. (siehe Rasenhängebank).&lt;br /&gt;
* [[Hängen]]: Abwärtsfördern im Schacht, auch Einhängen.&lt;br /&gt;
* [[Hängezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Halde]]: Im Bergbau eine künstliche Anhäufung von Material (Haufwerk) oberhalb der umgebenden Geländeoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Haldensturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Halbe Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Hammelpfoten]]: Im Altbergbau bis zum 18. Jh. 70 - 100 cm lange Guss- oder Eisenschienen, die aneinandergelegt Grubenbahnschienen bilden konnten.&lt;br /&gt;
* [[Handstück]]:&lt;br /&gt;
* [[Hangendes]]: Das Gestein oberhalb der Lagerstätte. Siehe Liegendes.&lt;br /&gt;
* [[Harnisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspel]]: Vorrichtung zum Aufwickeln eines Seiles. Historisch Handhaspel für die Förderung über Schaächte und Gesenke.&lt;br /&gt;
* [[Haspelhorn]]: &lt;br /&gt;
* [[Haspelknecht]]: Bergmann, der in der Förderung mittels Haspel tätig war.&lt;br /&gt;
* [[Haspeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspelnische]]: Aussparung im Stoß für die Haspelknechte.&lt;br /&gt;
* [[Haspelschacht]]: Schacht von geringer Teufe, mit einer (Hand-)Haspel als Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Haueisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Hauer]] (auch Häuer): Berg–Facharbeiter.&lt;br /&gt;
* [[Häuerglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Haufwerk]]: Herausgebrochenes oder -gesprengtes Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Hauptstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Heinzenkunst]]: Mittelalterliche Maschine zum Heben des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Helm (Bergbau)|Helm]]: Industrieschutzhelm (Kopfschutz) für den Bergbau. Meist mit einem Schuh zur Aufnahme des [[Geleuchts]].&lt;br /&gt;
* [[Helm (Gezähe)]]: Hölzerner Stiel (meist Esche) für das Gezähe ([[Schlägel]], [[Bergeisen|Eisen]], [[Keilhaue]] etc.),&lt;br /&gt;
* [[Hereinbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereingewinnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereintreibearbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der [[Gestein]] oder [[Erz]] nach Anlage eines [[Schram]] [[Hereingewinnen|hereingewonnen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Hilfsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Hinterfüllung]]: Ausfüllen des Hohlraumes zwischen dem Streckenausbau und dem Gebirge mit geeigneten Baumaterialien.&lt;br /&gt;
* [[Hobel]]: Maschine zur schälenden Gewinnung von Steinkohle.&lt;br /&gt;
* [[Hobelantrieb]]: Maschinelle Einrichtung, die der Bewegung des Kohlenhobel dient.&lt;br /&gt;
* [[Hobelverfahren]]: Verschiedene Verfahren zur Steinkohlengewinnung mittels Kohlenhobel.&lt;br /&gt;
* [[Höffig:]] ein Gebiet oder eine Gesteinsformation, die – vermutet oder nachgewiesen – abbauwürdige Erze oder Minerale führt.&lt;br /&gt;
* [[Höfflich]]:&lt;br /&gt;
* [[Hoffnungsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Holzkasten]]: Aus Kanthölzern oder Schwellen zusammengesetztes Stützelement.&lt;br /&gt;
* [[Holzkux]]:&lt;br /&gt;
* [[Horizont]]:&lt;br /&gt;
* [[Hornstatt]]: &lt;br /&gt;
* [[Hunt]] (eig. ''Hund''): Offener, kastenförmiger Förderwagen zum fördern der unter Tage gewonnen Materialien. &lt;br /&gt;
* [[Huntestösser]]:&lt;br /&gt;
* [[Hut]]:&lt;br /&gt;
* [[Huthaus]]: Zentrales Verwaltungsgebäude eines Bergwerks, das zugleich Materiallager, Gezähekammer, Werkstatt und Wohnung des Hutmannes war.&lt;br /&gt;
* [[Hutmann]]: Grubenaufseher mit der Aufgabe, das Bergwerk zu überwachen oder - wie man es damals bezeichnete - zu behüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I ====&lt;br /&gt;
* [[Imprägnation]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== J ====&lt;br /&gt;
* [[Joch]]:&lt;br /&gt;
* [[Jochkappe]]:&lt;br /&gt;
* [[Jungbergmann]]: Jugendlicher, der ohne Ausbildungsvertrag im Bergbau beschäftigt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== K ====&lt;br /&gt;
* [[Kamm]]:&lt;br /&gt;
* [[Kammeradschaft]]: Gruppe von Bergleuten, denen im Mansfelder-/Eislebener Bergbau ein Strebabschnitt zum Abbau überlassen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kammerbau]]: Abbauverfahren im Tiefbau.&lt;br /&gt;
* [[Kanone]]: Bezeichnung für das [[Einbruch]]bohrloch im [[Wismut]]-Objekt 01. &lt;br /&gt;
* [[Kappe]]: horizontal eingebauter Balken aus Holz oder Metall, Bestandteil des Grubenausbaus.&lt;br /&gt;
* [[Katze]]: An der Decke hängendes, motorbetriebenes Transportsystem.&lt;br /&gt;
* [[Kaue]]: Ursprünglich Gebäude über dem Schacht als Witterungsschutz, später als Waschkaue der Umkleide- und Waschraum, unterteilt in Schwarz- und Weißkaue.&lt;br /&gt;
* [[Kaukamm]]: einseitig geschliffenes Grubenbeil.&lt;br /&gt;
* [[Kehrrad]]: Wasserrad mit umkehrbarer Drehrichtung zum Antrieb der Schachtförderung.&lt;br /&gt;
* [[Keil]]: Eisernes [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Keilhaue]]: (Einseitige) Spitzhacke zur [[Gewinnung]] von weicherem [[Gestein]] im [[Vortrieb]]. &lt;br /&gt;
* [[Keilhauenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der weicheres [[Gestein]] losgehackt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kerbholz]] (auch Kerbstock, Zählholz oder Zählstab ):  Hölzerne Zählliste, um Abrechnungen (z. B. Fördermengen) und anfallende [[Bergkosten|Berg- und Hüttenkosten]] fälschungssicher zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
* [[Ketscher]]:&lt;br /&gt;
* [[Kettenkunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Kirchenkux]]:&lt;br /&gt;
* [[klauben]]: Auslesen der erzhaltigen Brocken und Krümel aus dem Fördergut. Erfolgte im historischen Bergbau von Hand, heute meistens maschinell.&lt;br /&gt;
* [[Kluft]]:&lt;br /&gt;
* [[Klüftig]]:&lt;br /&gt;
* [[Kluppe]]: Lange Zange oder Schere, mit der abgebrochene Handbohrer aus dem Bohrloch gezogen wurden.&lt;br /&gt;
* [[Knappe]]: Bergmann, der die Lehre abgeschlossen hat, Geselle.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Knappeneisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Knappschaft]]: Zusammenschluss von Bergleuten zur Durchsetzung von Berufsinteressen und zur gegenseitigen sozialen Absicherung. Heute auch Synonym für die Sozialversicherungen der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Knappschaftskasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftskux]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftsrolle]]:&lt;br /&gt;
* [[Kniebügel]]: Knieschutz des Bergmanns, als Schutz vor Nässe und Kälte beim Knien, siehe auch: Arschleder.&lt;br /&gt;
* [[Koepemaschine]]: Art der Schachtförderung (nach Carl Friedrich Koepe). Siehe auch: „Treibscheibenförderung“.&lt;br /&gt;
* [[Kohlengräberei]]: Methode der Kohlengewinnung mittels einfacher Werkzeuge am ausgehenden der Flöze.&lt;br /&gt;
* [[Konvergenz]]: Ist das Zusammendrücken des Streckenquerschnittes aufgrund des Gebirgsdrucks.&lt;br /&gt;
* [[Korb]]:&lt;br /&gt;
* [[Kräll]], auch Krahl, Krähl: Harkenähnliches [[Gezähe]] zum Wegfüllen des [[Haufwerk]]es.&lt;br /&gt;
* [[Kranz]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzler]]: Ein den Kauf- und Verkauf vermittelnder von den Bergbehörden vereidigter Makler.&lt;br /&gt;
* [[Kratze]], auch Krätzer: Hackenähnliches [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit, um [[Haufwerk]] in die dafür vorgesehenen Gefäße ([[Trog]], [[Korb]] oder [[Schleppkasten]]) zu ziehen oder die [[Sohle]] frei zu räumen.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Krummzapfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübel]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelort]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelwart]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Kuckuck]]: Mit [[Rüböl]] betriebene kleine Öllampe, die in der [[Blende]] getragen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kuhlenbau]]: Abbauverfahren bei dem mittels kleiner Schächte, sogenannter Kuhlen, eine Lagerstätte ausgebeutet wird.&lt;br /&gt;
* [[Kumpel]]: Bergmann.&lt;br /&gt;
* [[Kunst]]: Historische Bezeichnung für jede Form einer Maschine. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgestänge]]: Stangenwerk zur Übertragung der von einem Kunstrad erzeugten mechanischen Bewegung über kürzere Entfernungen. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstgraben]]: Übertägige Wassergräben, über die Bergwerke und Pochwerke mit Wasser zum Antrieb von Wasserrädern versorgt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Kunstkreuz]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kunstmeister]]: Bergmann, der die Kunst baut. &lt;br /&gt;
* [[Kunstknecht]]: Bergmann, der die Kunst wartet.&lt;br /&gt;
* [[Kunstrad]]: Wasserrad mit Krummem Zapfen (Kurbel) zum Antrieb von Künsten.&lt;br /&gt;
* [[Kunstschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstteich]]: Meist künstlich angelegte Wassersammler zur Bereitstellung von ausreichend Wasser zum Antrieb von Wasserrädern im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Kunstwinkel]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Kux]]: Anteilsschein an einer Gewerkschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== L ====&lt;br /&gt;
* [[Lachter]]: Altes Längenmaß im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Lachterkette]]: Zusammenlegbares aus Eisen und/oder Messingdraht gefertigtes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Lachtermaß]]: Holz oder Eisnstab zur Vermessung.&lt;br /&gt;
* [[Lachterschnur]]: Ein aus Hanf oder Bast bestehende und mit Knoten versehenes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Laden]]:&lt;br /&gt;
* [[Lader]] oder Ladewagen: ist ein vielfältig verwendeter Begriff für ein Gerät zum Wegladen des Haufwerks. &lt;br /&gt;
* [[Ladesäule]]: Durch Patrone oder lose Einblasung eingebrachter Sprengstoff im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Ladespitz]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Lager]]: unregelmässige plattenförmige Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Lagerstätte]]:&lt;br /&gt;
* [[Lagerung]]: Einteilung der Lagerstätten nach ihrer Neigung gegenüber der Horizontalebene.&lt;br /&gt;
* [[Lampennische]]: Geschlägelte Aussparung im [[Stoß]] zum Abstellen des [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]es.&lt;br /&gt;
* [[Längenfeld]]: Maßangabe für ein Berechtsamsmaß in Preußen, welches zunächst auf ein Flöz beschränkt war, ab 1821 aber auch für mehrere Flöze galt.&lt;br /&gt;
* [[Ledige Schicht]]: Zusätzliche Zeit bzw. Schicht die der Bergmann verfuhr und deren Lohn unter anderen in die [[Knappschaftskasse]] gegeben wurde bzw. der Abarbeitung der [[Zubuße]] bei [[Kux]]besitz diente.&lt;br /&gt;
* [[Legeblech]] (Legeeisen): Dünne Keile, die paarweise in die Ritzen eingelegt wurden, um zwischen ihnen [[Keil]]e, [[Plötz]]e und [[Fimmel]] einzutreiben.&lt;br /&gt;
* [[Lehen]]: Flächenmaß, aber auch die Übertragung von Rechten an einer Zeche.&lt;br /&gt;
* [[Lehensbuch]]: Buch, in dem die übertragenen [[Lehnschaft]]en verzeichnet werden.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschaft]]: Übertragung eines [[Lehen]]s an eine Gruppe von Personen.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschein]]: Bescheinigung, die vom [[Bergmeister]] erstellt und an den [[Gegenschreiber]] geschickt wurde, damit dieser dann die Eintragung im [[Gegenbuch]] machen konnte. Den Lehenschein erhielt der Lehnträger als Bestätigung.&lt;br /&gt;
* [[Lehenträger]]: Einzelperson, Gesellschaft oder [[Gewerkschaft]], welche eine gemutete [[Fundgrube]], eine [[Maaß]] oder einen [[Stollen|Stolln]] verliehen bekommen hat.&lt;br /&gt;
* [[Leichköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Leitbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Leseband]]: Förderband auf dem die geförderte Kohle manuell von Fremdstoffen, vorwiegend Gestein, befreit wurde.&lt;br /&gt;
* [[Letten]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenbesteg]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenstampfer]]: Eisenstange zur Verdichtung des [[Besatz]]es im Bohrloch beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Lichtloch]]: Kleiner Schacht auf einem Stolln.&lt;br /&gt;
* [[Liegendes]]: Das Gestein unterhalb der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Linse]]:&lt;br /&gt;
* [[Lochstein]]: Ein die [[Markscheide]] kennzeichnender Grenzstein über Tage.&lt;br /&gt;
* [[Lösen]]: Als lösen wird sowohl das Abführen des [[Grubenwässer|Grubenwassers]] oder der [[Abwetter]] aus dem [[Grubenfeld]], als auch das Erschließen einer [[Lagerstätte]] bezeichnet. Auch die Trennflächen zwischen Gebirgsschichten untereinander werden als Lösen bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Löser]]: Gestein, welches sich von der [[Firste]] oder dem [[Stoß]] ablöst (siehe auch [[Ablöser]]), aber auch ein Bergmann, der seinen Kameraden ablöst.&lt;br /&gt;
* [[Lutte]]: Luftleitung zur Heranführung frischer bzw. absaugen schlechter [[Wetter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== M ====&lt;br /&gt;
* [[Maaß]]: Bezeichnung für ein bergbauliches [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Maaßner]]: Besitzer eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mächtigkeit]]: Die Dicke einer Gesteinsschicht oder eines Flözes.&lt;br /&gt;
* [[Mannschaftsfahrt]]:&lt;br /&gt;
* [[Markenkontrolle]]: Jeder Bergmann hatte zum Einfahren eine Metallmarke mit seiner persönlichen Nummer an einer Belegungstafel auf dem jeweiligen Arbeitsplatz einzuhängen und zur Ausfahr wieder abzuwerfen. Dadurch war eine Information über das eingefahrene Personal und dessen Einsatzort möglich.&lt;br /&gt;
* [[Markscheide]]: Grenze eines [[Grubenfeld]]es, Grenze zwischen Grubenfeldern.&lt;br /&gt;
* [[Markscheider]]: Vermessungsingenieur unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Markscheidekunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Markscheiderei]]:&lt;br /&gt;
* [[Matte Wetter]]: Verdorbene bzw. verbrauchte Atemluft mit einem zu geringen Anteil an Sauerstoff.&lt;br /&gt;
* [[Matzel]]:&lt;br /&gt;
* [[Mauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Mehlkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Mettenschicht]]: Letzte verfahrene Schicht vor Weihnachten.&lt;br /&gt;
* [[Mineral]]: Natürlich vorkommenden Stoff mit definierter chemischer Zusammensetzung in zumeist kristalliner Form.&lt;br /&gt;
* [[Mitbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mitbaurecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Morgengang]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulde]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulm]]:&lt;br /&gt;
* [[Mundloch]]:&lt;br /&gt;
* [[Muten]]: Absichtserklärung auf [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Muter]]: Absichtserklärer für die [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mutterklötzchen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mutzettel]]: Vom [[Muter]] dem Bergmeister vorzulegender Zettel mit allen notwendigen Angaben zum [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Mutungskarte]]: Wird bei den für die Bergaufsicht zuständigen Bergbehörden geführt und gibt einen Überblick über die verliehenen [[Grubenfeld]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== N ====&lt;br /&gt;
* [[Nachbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachreissen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nebengestein]]v&lt;br /&gt;
* [[Nebenschicht]]: Eine Schicht neben den Hauptseilfahrzeiten im 3/3- oder 4/3-Betrieb. Bei diesen zusätzlichen Seilfahrten fahren z.B. Lokfahrer und Bedienungsleute eine Stunde vor der üblichen [[Seilfahrt]] an, um den Betrieb zur regulären Schichtzeit sicherzustellen.&lt;br /&gt;
* [[Nest]]:&lt;br /&gt;
* [[Nesterartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Nierbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niederbringen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niergang]]:&lt;br /&gt;
* [[Niedergehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niere]]:&lt;br /&gt;
* [[Nierig]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== O ====&lt;br /&gt;
* [[Oberbank]]: Oberer Teil eines zweiteiligen [[Flöz]]es (siehe auch [[Unterbank]]).&lt;br /&gt;
* [[Oberbergamt]]:&lt;br /&gt;
* [[Oberleitungslok]]:&lt;br /&gt;
* [[Observationsbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Offen]]:&lt;br /&gt;
* [[Öhr]] (Öhre): Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Orgel]]:&lt;br /&gt;
* [[Ort]] das: Die Stelle, wo abgebaut wird oder eine [[Strecke]] vorgetrieben wird („vor Ort“). Ende einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Örter]] (Örtchen): Historische Bezeichnung für die Spitzen am verwendeten [[Gezähe]]. &lt;br /&gt;
* [[Örterbau]]: Abbauverfahren, bei dem 50-100 Meter lange [[Strecke]]n - Örter - aufgefahren werden, um so die  [[Lagerstätte]] auszubeuten.&lt;br /&gt;
* [[Ortsbrust]]: [[Stoß]] am Ende eines [[Grubenbaus]], an der der [[Vortrieb]] stattfindet oder stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== P ====&lt;br /&gt;
* [[Panne]], Pannschüppe: Umgangssprachlich für Pfannenschaufel (regional). Siehe auch Weiberarsch.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Päuschel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei der Hereintreibearbeit oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pendelförderung]]: Ein Verfahren der Streckenförderung, bei der ein Gefäß hin- und herbewegt wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfändung]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfannenschaufel]]: Schaufel, mit deren Hilfe das gelöste Gut, z.B. Kohle, auf das Fördermittel geladen wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfeiffe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeilerbau]]: Abbauverfahren, das zum Abbau plattenförmiger Lagerstätten mit einem flachen Einfallen von maximal 50 Gon angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Pinge]]: Von früherem Bergbau zurückgebliebene meist mulden- oder trichterförmige Vertiefung an der Tagesoberfläche, entstanden durch oberflächennahen Abbau, Einsturz eines Schachts (Schachtpinge) oder eines untertägigen Hohlraums.&lt;br /&gt;
* [[Plötz]]: Leicht keilförmiges eisernes [[Gezähe]] ohne Schneide für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Pochschuhe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochstempel]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Polygonausbau (Bergbau)]]: Zusammengesetzter Vieleckausbau der zur Verstärkung des Streckenausbaus eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Posen]]:&lt;br /&gt;
* [[Prellträger]]: Träger zum Schutz der Seilscheiben vor Beschädigung durch die Fördermittel.&lt;br /&gt;
* [[Pressbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Presshauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Pumpenkunst]]: Wasserhebemaschine, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pumpensumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Prunen]]: Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Q ====&lt;br /&gt;
* [[Bergquartal|Quartal]]:Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
* [[Quartalgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Quartalstufe]]:&lt;br /&gt;
* [[Quatembergeld]]: Abgabe an das [[Bergamt]] zur Besoldung der Bergbeamten während des [[Bergregal|Regalbergbaus]]  &lt;br /&gt;
* [[Querbau]]: Abbauverfahren, das in mächtigen, steil einfallenden [[Lagerstätte]]n und in untertägigen Steinbrüchen angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Querschlag]]: Eine [[Strecke]], die quer zum [[Einfallen]] der Gebirgsschichten aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== R ====&lt;br /&gt;
* [[Rad]]:&lt;br /&gt;
* [[Radstube]]:&lt;br /&gt;
* [[Raithalde]]:&lt;br /&gt;
* [[Rampe]]: Geneigter, geradlinig oder spiralig („Wendel“) verlaufender Grubenbau. Rampen sind so angelegt, dass sie mit Großtechnik wie Fahrladern, Muldenkippern oder normalen Lkw befahren werden können. Auf diese Weise kann auch aus größeren Teufen mit gleisloser Großtechnik gefördert werden.&lt;br /&gt;
* [[Rasenhängebank]]: Hängebank zu ebener Erde.&lt;br /&gt;
* [[Raubbau]]: Auf kurzfristigen Höchstgewinn gerichteter Abbau, unter Verzicht auf vollständige Gewinnung und nachhaltigen Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Rauben]]: Entfernen der Betriebsmittel und des Grubenausbaus aus aufzugebenden Grubenbauen oder Betriebspunkten.&lt;br /&gt;
* [[Raubhilfe]]: Speziell für die Raubarbeit angefertigte Werkzeuge oder Arbeitsgeräte.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Regal]]:&lt;br /&gt;
* [[Retardat]]: Bergrechtlicher Vorgang im frühen Bergbau, durch den ein Kuxinhaber seine Anteile verlieren konnte, wenn er seine Zubuße nicht bezahlte.&lt;br /&gt;
* [[Retardat-Zettel]]:&lt;br /&gt;
* [[Revier]]: 1) im engeren Sinne eine Abteilung zur Ausführung von Abbau- und sonstigen Arbeiten an mehreren Betriebspunkten in einem bestimmten Teil eines Grubenfeldes sowie 2) im weiteren Sinne Bezeichnung für ein Gebiet, in dem bestimmte mineralische Rohstoffe abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Revierbeamte]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezess]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezessgeld]]: Abgabe, die ein Muter nach der Verleihung eines Grubenfeldes pro [[Quartal]] an das Bergamt zahlen musste.&lt;br /&gt;
* [[Rezessschreiber]]: Bergbaubeamter im Mittelalter, der am Bergamt die Tätigkeit eines Buchhalters ausübte.&lt;br /&gt;
* [[Richtschacht]]: Schacht, der saiger (ohne besondere Rücksicht auf den Verlauf der Lagerstätte) abgeteuft wird.&lt;br /&gt;
* [[Richtstrecke]]: Strecke, die geradlinig im mittleren Streichen („Generalstreichen“) der Lagerstätte aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen|Riemen]]: Lederner Riemen oder Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Ringausbau]]: Geschlossener Grubenausbau, der aus zusammengesetzten Stahlsegmenten besteht.&lt;br /&gt;
* [[Riss]]:&lt;br /&gt;
* [[Ritzeisen]]:Spezielles [[Bergeisen]], welches zu zur Anlage von Ritzen im [[Gestein]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Rolle]]: geneigter Grubenbau zur Förderung von Gut oder Bergen aus dem Abbau oder einer oberen Strecke in eine tieferliegende Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Rösche]]: Grubenbau der einer untertägigen Maschine ([[Wasserrad]], Turbine, [[Wassersäulenmaschine]]) die durch einen [[Kunstgraben]] herangebrachten Betriebswasser ([[Aufschlagwasser]]) zuführt ([[Aufschlagrösche]]) oder die benutzten Wasser ableitet ([[Abzugsrösche]]).&lt;br /&gt;
* [[Rüböl]]:&lt;br /&gt;
* [[Rücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Ruschel]]: Nicht mineralisierte Schergänge, die im Gegensatz zu mineralführenden Gängen nur zerriebenes Nebengestein enthalten und geringe Standfestigkeit besitzen.&lt;br /&gt;
* [[Rutengänger]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== S ====&lt;br /&gt;
* [[Saalband]]: Grenzfläche zwischen Gang und Nebengestein.&lt;br /&gt;
* [[Saline]]: Anlage, in der aus Salzlösungen durch Verdunstung des Wassers Kochsalz gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Salzlagerstätte]]: natürliches Vorkommen von Salzen, bilden sich vor allem durch Verdunstung von Meerwasser, enthalten meist verschiedene Salze.&lt;br /&gt;
* [[Sargdeckel]]: Ein sich an vorhandenen Trennflächen ohne Vorwarnung aus dem Hangenden lösender sehr großer Stein.&lt;br /&gt;
* [[Sattel]]:&lt;br /&gt;
* [[Satz]]:&lt;br /&gt;
* [[Saubern]]: reinigen, in Ordnung halten, Sohle planieren.&lt;br /&gt;
* [[Schacht]]: Seigerer, seltener auch tonnlägiger Grubenbau zum Fördern (Förderschacht) oder Bewettern (Wetterschacht). &lt;br /&gt;
* [[Schachtansatzpunkt]]: Bei Tagesschächten der Punkt an der Tagesoberfläche, an dem der Schacht abgeteuft werden soll.&lt;br /&gt;
* [[Schachtausbau]]: Verkleidung der Schachtwand, die dazu dient, den seitlichem Gebirgsdruck abzufangen.&lt;br /&gt;
* [[Schachtbruch]]: Plötzliches Abgehen der Schachtverfüllung bei abgeworfenen Tagesschächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtförderung]]: Förderung von Produkten, Versatz, Material und Personen vom Füllort bis zur Hängebank in Schächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtführung]]: Schachteinbauten, die den Fördergutträger in der Spur des jeweiligen Schachttrums lenken.&lt;br /&gt;
* [[Schachtpinge]]:&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheibe]]: Schachtquerschnitt mit Schachtausbau sowie der Einteilung der verschiedenen Trümer.&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheider]]: Bauelement aus Holz oder Mauerwerk zur Aufteilung des Schachtes in separate Trume.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsignalanlage]]: Technische Einrichtung im Schacht zur Kommunikation zwischen Fördermaschinist und Anschläger.&lt;br /&gt;
* [[Schachtstuhl]]: Konstruktion an den Anschlägen im Übergangsbereich vom Schacht ins Füllort.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsumpf]]: Tiefster Teil des Schachtes, unterhalb der tiefsten angeschlossenen Sohle. Dient der Aufnahme des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Schachtverwahrung]]: Abschluss eines abgeworfenen Tagesschachtes.&lt;br /&gt;
* [[Scharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schaufel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit.&lt;br /&gt;
* [[Scheffel]]: Altes Raummaß.&lt;br /&gt;
* [[Scheidebank]]: Aufbereitungshalle eines Bergwerks, in der das Erz manuell vom taubem Gestein getrennt wurde. &lt;br /&gt;
* [[Scheidehammer]]:Spezieller Hammer zur Erzscheidung.&lt;br /&gt;
* [[Scheidejunge]]: Lehrling, der in der Aufbereitung des Bergwerks tätig war und dort seine ersten Erfahrungen für den Beruf des Bergmanns sammelte (auch Klaubejunge oder im Oberharz Pochjunge genannt).&lt;br /&gt;
* [[Scheideplatten]]:Gesteins- oder Gußplatten, auf denen mit dem Scheidehammer die Erzscheidung erfolgte.&lt;br /&gt;
* [[Scheider]]:&lt;br /&gt;
* [[Schicht]]: Regelmäßige tägliche Arbeitszeit.&lt;br /&gt;
* [[Schichtgebet]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtmeister]]: Bergbeamter, der als Rechnungsführer des Bergwerks vereidigt war.&lt;br /&gt;
* [[Schichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schießblech]]: Viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Schießen]]: Gewinnungsarbeit durch gezielte Sprengung von Schwarzpulver in dazu angelegten Bohrlöchern. &lt;br /&gt;
* [[Schießpflock]]: Rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
* [[Schießspreize]]: Holz, welches zwischen dem auf den [[Schießpflock]] aufgelegtem [[Schießblech]] und dem gegenüberliegenden [[Stoß]] eingetrieben wird.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Schießnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Halm|Schießröhrchen]] (Halm): Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Schild]]:&lt;br /&gt;
* [[Schildausbau]]: Hydraulisches System zum Strebausbau im untertägigen Kohlebergbau.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eisenarbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel- und Eisenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] mittels [[Schlägel]] und [[Bergeisen]]. &lt;br /&gt;
* [[Schlagwetter]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlechten]]: Natürliche Trennflächen des Flözkörpers.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Schlegel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eise]arbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schleichwetter]]: Kleine, unkontrollierte Wetterströme, die durch abgeworfene Grubenbaue streichen und potentiell gefährlich sind.:&lt;br /&gt;
* [[Schlepper]]: Bergmann, der vorwiegend zur Förderung (Schleppen, Trecken) der Hunte eingesetzt wurde. In der Regel wurden Lehrlinge in ihrer Anfangszeit als „Treckejungen“ eingesetzt.&lt;br /&gt;
* [[Schleppungskreuz]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifkorb]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlotten]]: Im Mansfelder und Eislebener Kupferschieferbergbau angetroffene untertägige Hohlräume des Gipskarstes.&lt;br /&gt;
* [[Schmitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schneidkopf]]: Gewinnungswerkzeug an Teilschnittmaschinen.&lt;br /&gt;
* [[Schram]]: Bergmännisch hergestellter Schlitz im Nebengestein, der das [[Gewinnung|Hereingewinnen]] des [[Erz]]es erleichtert.&lt;br /&gt;
* [[Schrämen]]: Herausschlagen des tauben [[Gestein]]s neben einem [[Gang]], um das [[Erz]] von der Seite aus [[Gewinnung|hereingewinnen]] zu können. &lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Schrämhaue]]: Leichte Keilhaue, die ausschließlich zur Herstellung des [[Schram]]s verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhauer]] (Schrämer): Bergmann, welcher die [[Schräm]]e, meist mittels [[Schrämhammer]] herstellt&lt;br /&gt;
* [[Schrämkette]]: Umlaufende Gliederkette an Schrämmaschinen und Continuous Minern alter Bauart.&lt;br /&gt;
* [[Schrämkrone]]: An Säulen-Schrämmaschinen eingesetztes Werkzeug, zur Erzeugung der Schram.&lt;br /&gt;
* [[Schrämmaschine]]: Gerät im Bergbau und Steinbrüchen zur Erzeugung eines Schrams.&lt;br /&gt;
* [[Schrämspieß]]: Vierkantige gerade Eisenstange, die an einem Ende in einer an den Seitenflächen etwas gewölbten Spitze ausläuft.&lt;br /&gt;
* [[Schrämwalze]]: Walzenförmiger Werkzeugträger beim Walzenschrämlader.&lt;br /&gt;
* [[Schrapper]]:&lt;br /&gt;
* [[Schubort]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurf]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeldkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Schürfen]]:Aufsuchen einer Lagerstätte durch Aufdecken nahe der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Schürfschein]]: Amtlicher Erlaubnisschein, der dem Inhaber das Aufsuchen von Lagerstätten erlaubt. Offizieller Begriff: Aufsuchungserlaubnis.&lt;br /&gt;
* [[Schuss]]:&lt;br /&gt;
* [[Schüttelrutsche]]: Ein Abbaufördermittel im Kohlebergbau. Rinnenförmige Bleche werden langsam vor- und schnell zurückbewegt, dadurch rutscht die Kohle in Richtung Fußstrecke.&lt;br /&gt;
* [[Schütten]]:&lt;br /&gt;
* [[Schützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwaden]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebe]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebend]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwefelmännchen]]: Mit Schwefel überzogener starker bzw. doppelt gedrehter Woll- oder Baumwollfaden, welches an das Ende des [[Halm]]es gesteckt und mit der Öllampe angezündet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schwerköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Sechste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die statt des [[Siebente]]n gezahlt werden konnte, wenn die Ausgaben der [[Grube]]n zu hoch waren.&lt;br /&gt;
* [[Seife]]:&lt;br /&gt;
* [[Seiger]] (auch: saiger): senk-, lotrecht.&lt;br /&gt;
* [[Seigerriss]] (auch: Saigerriss): zeichnerische Projektion eines Bergwerkes, Vertikalschnitt.&lt;br /&gt;
* [[Seil]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilbruch]]: Durchreißen eines Förderseiles aufgrund von Materialermüdung oder Überlastung.&lt;br /&gt;
* [[Seileinband]]: (auch: Seilendverbindung) Konstruktion, die Förderseile oder andere Drahtseile mit Konstruktionsteilen oder anderen Festpunkten verbindet.&lt;br /&gt;
* [[Seilfahrt]]: Ein- und Ausfahrt der Bergleute in dem am Seil hängenden Förderkorb.&lt;br /&gt;
* [[Seilkorb]]: Vorrichtung an der Fördermaschine, auf der das Förderseil aufgewickelt wird.&lt;br /&gt;
* [[Seilrutsch]]: Rutschen des Förderseils auf der Treibscheibe, das vorwiegend bei starkem Anfahren oder scharfem Abbremsen auftreten kann. Siehe Koepeförderung.&lt;br /&gt;
* [[Seilscheibe]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilträger]]: Teil der Fördermaschine, mit dem das Förderseil bewegt wird. Siehe auch: Treibscheibe.&lt;br /&gt;
* [[Sekunde]]:&lt;br /&gt;
* [[Senken]]: Ist das Hereingewinnen der hochgequollenen Streckensohle, es dient zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der notwendigen Streckenhöhe.&lt;br /&gt;
* [[Senkstütze]]: Nachgiebiges Stützelement, das anstelle der stoßseitigen Ausbausegmente eingesetzt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Setzeisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitslampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitspfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitssteiger]]: Sicherheitsingenieur im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Siebente]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die in manchen [[Bergordnung]]en statt des [[Neunte]]n vorgeschrieben war. &lt;br /&gt;
* [[Sinkwerk]]: Untertägiger Hohlraum, in dem Salz durch Auslaugen mit Süßwasser gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Sinter]]:&lt;br /&gt;
* [[Sitzholz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sole]]: wässrige Steinsalzlösung mit einer Dichte von 1,204 g/cm3 und einen NaCl-Gehalt von 26,4 % (318 g/l). &lt;br /&gt;
* [[Sohle]]: 1. die Gesamtheit aller in einer Ebene gelegenen Teile eines Bergwerkes; 2. untere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus, z. B. einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Sohlenabstand]]: Abstand zwischen den einzelnen Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Söhlig]]: Horizontal, waagerecht.&lt;br /&gt;
* [[Spanne]]:&lt;br /&gt;
* [[Spanner]]:&lt;br /&gt;
* [[Spat]]:&lt;br /&gt;
* [[Spatgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Spitzeisen, Eisen, Bergeisen]]: Meißelartiges Werkzeug, das mit einem Stiel gehalten wird. Es gehört zum historischen Gezähe „Schlägel und Eisen“.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Spitzhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Spreize]]:&lt;br /&gt;
* [[Sprung]]:&lt;br /&gt;
* [[Spülversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Spurnagel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stalinpaket]]:&lt;br /&gt;
* [[Starrer Bogenausbau]]: Teilelliptischer starrer Streckenausbau aus einzelnen Ausbausegmenten.&lt;br /&gt;
* [[Stehender Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Steiger]]: Grubenaufseher, Bergingenieur, Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Steigort]]&lt;br /&gt;
* [[Steigbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Stempel]]: Stütze aus Holz oder Metall zum Abstützen des Gebirges.&lt;br /&gt;
* [[Stirn]]:&lt;br /&gt;
* [[Stock]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerksbau]]: Abbauverfahren&lt;br /&gt;
* [[Stollen]]: annähernd horizontale Strecke mit einem Mundloch an der Tagesoberfläche. In Sachsen, dem Erzgebirge, vor allem in Eigennamen und traditionell wird auch Stolln geschrieben.&lt;br /&gt;
* [[Stollenflügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollenhieb]]: Recht des [[Erbstöllner]]s, in bestimmten Maß angetroffene [[Erz]]e abzubauen. &lt;br /&gt;
* [[Stollenrösche]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollensteuer]]: Abgabe der [[Gerwerken]] an den [[Erbstöllner]] oder [[Stöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Stöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Störung]]: Trennfläche im Gebirge, an der z.B. eine Verschiebung von Gesteinsschollen stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
* [[Stoß]]: seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaus (z. B. Seitenwand einer Strecke).&lt;br /&gt;
* [[Streb]]:&lt;br /&gt;
* [[Strebausbau]]: Ausbau beim Strebbau.&lt;br /&gt;
* [[Strebbau]]: Untertage-Abbauverfahren, bei dem der Abbauraum im Flöz weiterrückt.&lt;br /&gt;
* [[Strecke]]: Horizontaler Grubenbau innerhalb des Grubengebäudes.&lt;br /&gt;
* [[Streckenausbau]]: Ausbau in untertägigen Strecken.&lt;br /&gt;
* [[Streckenbegleitdamm]]: Untertägiges Bauwerk, das in den Abbaustrecken dazu dient, den Streckensaum gegen den Alten Mann zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Streckenförderung]]: Horizontale Bewegung von Materialien, mineralischen Rohstoffen, Produkten und Versatz in Strecken und Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Streckensaum]]: Seitliche Begrenzung einer Abbaustrecke zum Flöz und zum Alten Mann hin.&lt;br /&gt;
* [[Streichen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in horizontaler Richtung, rechtwinklig zum Fallen. Entspricht dem Verlauf einer Höhenlinie.&lt;br /&gt;
* [[Strosse]]:&lt;br /&gt;
* [[Strossenbau]]: Älteste Abbaumethode für den Gangerzbergbau.&lt;br /&gt;
* [[Stube]]:&lt;br /&gt;
* [[Stufe]]: Kleines Gesteinsstück, insbesondere Erzstufe, aber auch ein vom [[Markscheider]] in das Gestein eingehauenes Zeichen.&lt;br /&gt;
* [[Stufenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Stufeneisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Stufenerz]]:&lt;br /&gt;
* [[Stunde]]: Einer der 24 Teile, in die der Grubenkompaß eingeteilt ist.&lt;br /&gt;
* [[Stundung (Bergbau)]]: Die (zeitweise/vorübergehende) Stilllegung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Sturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sturzbühne]]: Im Mansfelder Kupferschieferbergbau angewandte Methode des Umladens vom Strebhunt in den Förderwagen.&lt;br /&gt;
* [[Sumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen]] (auch Wassereisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sümpfen]]: Absenkung des Grundwasserspiegels, Trockenlegung überfluteter (ersoffener) Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Sumpfstrecke]]: Strecke, die als Sammelraum für das anfallende Grubenwasser verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== T ====&lt;br /&gt;
* [[Tag]] (über Tage, am Tage): Erdoberfläche, von der aus das Tageslicht sichtbar ist.&lt;br /&gt;
* [[Tagebau]]: Abbau des Nutzminerals von über Tage aus.&lt;br /&gt;
* [[Tagebruch]]: Verbruch der sich bis zur Tagesoberfläche durchschlägt.&lt;br /&gt;
* [[Tagegebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Tageschacht]]: Siehe [[Schacht (Bergbau)]].&lt;br /&gt;
* [[Tagewerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Taub]]: Ein Lagerstättenteil, der keine abbauwürdigen Mineralien enthält.&lt;br /&gt;
* [[Teufe]]: Die Tiefe eines Schachtes oder einer Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Teufen]]: Herstellen eines Grubenbaues von oben nach unten, siehe Abteufen.&lt;br /&gt;
* [[Tiefbau]]: Abbau unter Tage. &lt;br /&gt;
* [[Tiefste]]:&lt;br /&gt;
* [[Todt]]:&lt;br /&gt;
* [[Todter Mann]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonne]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonnlägig]]: Ein Schacht, der nicht senkrecht ins Bergwerk führt. Tonnlägige Schächte folgten im Gangerzbergbau dem von der Vertikalen abweichenden Einfallen des Ganges.&lt;br /&gt;
* [[Tonnung]]:&lt;br /&gt;
* [[Tradde]]: Abgabe an die Grundeigentümer.&lt;br /&gt;
* [[Tragwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Trecken]]:&lt;br /&gt;
* [[Treckejunge]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibehaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Treiben]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibe]]: Seilträger, bei dem die Energie der Antriebsmaschine mittels Reibschluss auf das Förderseil übertragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibenförderung]]: Schachtförderanlage, die nach ihrem Erfinder Carl Friedrich Koepe, auch Koepe-Förderung genannt wird. &lt;br /&gt;
* [[Treppenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Trog]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommel]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommelfördermaschine]]: [[Fördermaschine]], bei der das Förderseil auf eine [[Trommel]] gewickelt wird ([[Haspel]]).&lt;br /&gt;
* [[Trum]]: Von einem [[Gang]] abgetrennter Zweig des Ganges, aber auch ein abgeteilter Teil eines [[Schacht]]es, [[Gesenk]]es oder [[Überhauen]]s.&lt;br /&gt;
* [[Trümmerartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Tscherper]]: Ein Messer&lt;br /&gt;
* [[Tscherpertasche]]:&lt;br /&gt;
* [[Tummelbau]]: Abbauverfahren beim Braunkohlenbergbau mit bienenkorbförmigen Weitungen, sogenannten Tummel, das aufgrund seiner Gefährlichkeit im 19. Jahrhundert im deutschen Bergbau verboten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Tübbing]]: Segmente aus Gusseisen oder Stahl, die zum wasserdichten Ausbauen von Schächten bei nicht standfesten Nebengebirgen dienen.&lt;br /&gt;
* [[Türstock]]: Ausbaukonstruktion, bestehend aus einer Kappe mit zwei unterstützenden Stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== U ====&lt;br /&gt;
* [[Überfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Überhauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Überlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übrschar]]:&lt;br /&gt;
* [[Übersetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übertreiben]]: Vorbeifahren der Fördermittel über die Endanschläge hinaus.&lt;br /&gt;
* [[Übertreibsicherung]]: Dient dazu das Fördermittel abzubremsen damit es beim Übertreiben möglichst vor dem Prellträger zum Stehen kommt.&lt;br /&gt;
* [[über Tage]] oder Übertage: alles „an der Sonne“, also nicht der Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Ulm]]e: Seitliche Begrenzung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Umbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Umfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unbauwürdig]]:&lt;br /&gt;
* [[Ungeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Unschlitt]]: Tierische Körperfette (Talg), welche als Brennmaterial für offene [[Geleucht]]e, meist tönerne [[Frosch]]lampen, diente. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittgeld]]: Gebühr der [[Gewerkschaft]]en an den zuständigen [[Grabensteiger]] zur Deckung der ihm entstandenen Unkosten für das [[Geleucht]]. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittlampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterbank]]: Unterer Teil eines zweiteiligen Flözes.&lt;br /&gt;
* [[unter Tage]] oder Untertage: Stollen, Strecken, Schächte.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerk]]: Abbau unter der Stollnsohle.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerksbau]]: Abbau unterhalb der tiefsten Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Unverritzt]]:&lt;br /&gt;
* [[Urbar]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== V ====&lt;br /&gt;
* [[Ventilator]]:&lt;br /&gt;
* [[Verarmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbau]]:&lt;br /&gt;
* [[verblenden]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbolzung]]: Axiale Verkettung des Streckenausbaus um die Einzelbaue gegen eine Schubwirkung in Längsrichtung zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Verbrechen]]: Einbrechen oder Einstürzen und damit Unbrauchbarmachen eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Verbühnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbundbergwerk]]: Entsteht durch Zusammenlegung mehrerer Bergwerke.&lt;br /&gt;
* [[Verdingen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verdrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Veredeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verhieb]]: Art und Weise wie ein in Angriff genommener Abbaustoss abgebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Verlag]]:&lt;br /&gt;
* [[Verlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verleihen]]: Zueignung von Bergwerkseigentum durch den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* [[Verkippen]] / [[Verstürzen]]: Im Tagebau das Absetzen des Abraumes.&lt;br /&gt;
* [[Verritzen]]: Beginn des Abbaus einer Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Versatz]]: Verfüllung eines durch den Abbau entstandenen Hohlraums mit Bergen (Bergeversatz).&lt;br /&gt;
* [[Versetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verspünden]]: Wasserdichtes abdämmen einer [[Strecke]] durch einen Ziegel- oder Betondamm, früher auch Zimmerwerk.&lt;br /&gt;
* [[Verstufung]]: Bergrechtlicher Vorgang, durch den sich der [[Stöllner]] sämtliche Rechte an dem bisher aufgefahrenen Stollen gegen etwaige Ansprüche neuer [[Muter]] sicherte. Der [[Markscheider]] setzte ein [[Verstufung]]szeichen.&lt;br /&gt;
* [[Verwahren]]: Sicherung der Hohlräume eines stillgelegten (aufgelassenen) Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Verstufen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verstürzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Versuchsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Vertauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfung]]:&lt;br /&gt;
* [[Verziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzimmern]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzug]]: Auskleidung der Zwischenräume beim Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Vierter Pfennig]]: Kostenerstattung vom Besitzer der [[Grube]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Vierung]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorflut]]: Natürlicher Bach oder Fluss sowie künstlich geschaffene Möglichkeit (Kanal, Pumpwerk), um Wasser (auch Abwasser) abzuführen.&lt;br /&gt;
* [[Vorkommen]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorrichten]]: Vorbereitung des [[Abbau]]s der [[Lagerstätte]] und den Einbau von Gewinnungs– und Fördereinrichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== W ====&lt;br /&gt;
* [[Wolger|Walger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Walzenlader]]: Maschine zur schneidenden Gewinnung von Steinkohle und Erz.&lt;br /&gt;
* [[Wand]]:&lt;br /&gt;
* [[Wange]]: Im Harz verbreiteter Begriff für die seitlichen [[Stoß|Stöße]] eines horizontalen Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Wasseraufzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassereinfallgeld]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen|Wassereisen]] (auch Sumpfeisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Wasserhaltung]]: Anlagen und Maßnahmen zum Abführen des einer Grube zufließenden Wassers.&lt;br /&gt;
* [[Wasserknecht]]: Bergmann, der für die Wasserhaltung des Bergwerks zuständig war.&lt;br /&gt;
* [[Wasserkunst]]: System zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Wasserlauf]]: Regionale Bezeichnung für einen Wasserüberleitungsstollen im Oberharzer Bergbau (siehe auch [[Rösche]]). &lt;br /&gt;
* [[Wasserlösung]]: Abführen von Wasser, z. B. durch Wasserlösungsstollen.&lt;br /&gt;
* [[Wassernot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wasserregal]]: Königliches Hoheitsrecht zur Wassernutzung, meist zusammen mit dem [[Bergregal]] durch den Landesherren verliehenes Recht.&lt;br /&gt;
* [[Wassersack]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassersäulenmaschine]]: Maschine, die durch Wasserkraft angetrieben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wassersaige]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassertrommel]]: Bewetterungsmaschine, bei der der Sog des herabfallenden Wassers zur Bewetterung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wässerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wechsel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wegfüllarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der das gelöste [[Gestein]] und [[Erz]] mittels [[Gezähe]] in die [[Fördergefäß]]e verbracht wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wehr]]: Land, welches dem Bergbautreibenden zum [[Lehen]] gegeben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Weiberarsch]]: Umgangssprachliche Bezeichnung einer → Pfannenschaufel (regional).&lt;br /&gt;
* [[Weilarbeit]]: Schichten in der Freizeit, unter anderen in der [[Eigenlehner]]zeche.&lt;br /&gt;
* [[Weitung]]: Beim [[Weitungsbau]] entstandene Kammern.&lt;br /&gt;
* [[Weitungsbau]]: Variante des [[Kammerbaus]] bei mächtigen und durchwegs [[bauwürdig]]en [[Lagerstätte]]n.&lt;br /&gt;
* [[Wendelstrecke]], (auch kurz:) [[Wendel]]: Spiralförmige Rampe zwischen den einzelnen (Teil-)Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Wetter]]: Gesamtheit aller Gase im Bergwerk.&lt;br /&gt;
* [[Wetterbohrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterführung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterhut]]: beweglicher Holzaufsatz über dem Schacht.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlampe (Bergbau)|Wetterlampe]]: Mit Benzin betriebene Sicherheitslampe zur Kontrolle der Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlutte]]:&lt;br /&gt;
* [[Wettermann]]: Ein Bergmann, der in den einzelnen Grubenbauen die Wettermessungen durchführt.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlmaschine]]: Maschine, die zur direkten Wetterkühlung der Grubenbaue eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlung]]: Abkühlen von Teilwetterströmen mittels technischer Hilfsmittel und Maschinen.&lt;br /&gt;
* [[Wetternot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterofen]]: Konstruktion zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges.&lt;br /&gt;
* [[Wetterrad]]: Einfache Wettermaschine aus Holz zur Bewetterung der Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Wettersatz]]: Maschine, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur künstlichen Bewetterung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wetterschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterscheider]]: Wettertechnisches Bauwerk, das in den Grubenbauen die Frisch- von den Abwettern trennt.&lt;br /&gt;
* [[Wettersohle]]: Sohle, die hauptsächlich der Bewetterung dient.&lt;br /&gt;
* [[Wettertafel]]: Kontrolltafel unter Tage, auf der die erfolgte Überprüfung der Luftreinheit mit Datum, Uhrzeit und Unterschrift der Kontrollperson vermerkt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterwechsel]]: Jahreszeitlich bedingte Änderung der Wetterrichtung, aber auch Austausch der verbrauchten Luft gegen frische Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterzug]]: Von der Atmosphäre in den Grubenbauen angenommene Luftbewegung.&lt;br /&gt;
* [[Widersinnig]]:&lt;br /&gt;
* [[Wiederaufnehmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Winkel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wipperboden]]:&lt;br /&gt;
* [[Wirbellutte]]: Speziallutte, die in sonderbewetterten Streckenörtern zur Durchmischung von Wettern dient, auch Coanda-Wirbellutte.&lt;br /&gt;
* [[Wolger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Wünschelrute]]:&lt;br /&gt;
* [[Wurfschaufellader]]: Ladegerät, hauptsächlich im Streckenvortrieb. Gleisgebundene oder gleislose Ausführung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== X ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Y ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Z ====&lt;br /&gt;
* [[Zeche]]: Bergwerkseigentum der [[Gewerkschaft]], aber auch bei der [[SDAG Wismut]] ein Betrieb zur [[Beprobung]] von Uranerz.&lt;br /&gt;
* [[Zehnte]]: Abgabe des Bergwerksbesitzers an den Staat oder den [[Bergregal|Regal]]herren.&lt;br /&gt;
* [[Zehntner]]:&lt;br /&gt;
* [[Zertrümern]]:&lt;br /&gt;
* [[Ziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerling]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Zone]]:&lt;br /&gt;
* [[Zubuße]]: Zahlungen auf Basis der [[Kux]]e, die der Anteilseigner ([[Gewerken|Gewerke]]) einer Bergrechtlichen Gewerkschaft an diese zur Erfüllung von Verbindlichkeiten zu entrichten hat.&lt;br /&gt;
* [[Zug]]:&lt;br /&gt;
* [[Zulegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusammendrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zwanzigste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] (in Sachsen 1851 statt des [[Neunte]]n eingeführt).&lt;br /&gt;
* [[Zwischengeschirr]]: Verbindungselement zwischen Förderkorb und Förderseil.&lt;br /&gt;
* [[Zwischenmittel]]: dünne Schichten tauben Gesteins in einem Flöz oder einem Erzlager.&lt;br /&gt;
* [[Zwölfte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] für einen alten wieder aufgewältigten [[Erbstollen|Erbstolln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leere Artikelseiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2654</id>
		<title>Bergwörterbuch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2654"/>
				<updated>2012-09-19T11:30:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: /* B */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Inhaltsverzeichnis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== A ====&lt;br /&gt;
* [[Abbau]]: Vorgang des [[Lösen]]s von [[Mineral]]ien aus einer [[Lagerstätte]], aber auch der Ort, an dem dies geschieht.&lt;br /&gt;
* [[Abbaue]]:  Orte, an denen der [[Abbau]] stattfindet.&lt;br /&gt;
* [[Abbaurichtung]]: Hauptrichtung, in der ein [[Lagerstätte]]nanteil mittels des jeweiligen [[Abbauverfahren]]s in Angriff genommen wird.&lt;br /&gt;
* [[Abbaustoß]]: Angriffsfläche für den [[Abbau]].&lt;br /&gt;
* [[Abbaustrecke]]: Horizontaler [[Grubenbau]] in der [[Lagerstätte]], der den [[Abbau]] begleitet.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverfahren]]: Technik, die im Bergbau dazu dient, eine [[Lagerstätte]] wirtschaftlich auszubeuten. Für jede Lagerstätte wird das jeweilige Abbauverfahren genau geplant.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverluste]]: Nicht abbaubare [[Lagerstätte]]ninhalte innerhalb eines [[Grubenfeld]]es, gerechnet in Prozent des anstehenden Lagerstätteninhaltes.&lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Abfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abfangen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abgang]] (oft im Plural, Abgänge): das Abfallmaterial aus einer ([[Erz]]-)[[Aufbereitung]]sanlage (engl. Tailings). Insbesondere im Steinkohlebergbau auch als [[Waschberg]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Abgeworfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Abkehren]]: Den Dienst aufgeben.&lt;br /&gt;
* [[Ablegen]]: Entlassen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Ablöser]]: Gesteinsbrocken, die sich von der [[Firste]] oder vom  [[Stoß]] ablösen und herunterfallen können oder bereits heruntergefallen sind.&lt;br /&gt;
* [[Abmuten]]: Bemühungen, den Freifall (ins Bergfreie fallen) eines [[Muten|gemuteten]] Bergwerkes mittels Antrag zu erreichen.&lt;br /&gt;
* [[Abortkübel]]: Auch Bergmannsklo genannt, ist ein Behälter mit verschließbarem Deckel, in dem die Bergleute Untertage ihre Notdurft verrichten.&lt;br /&gt;
* [[Abraum]]: Im Tagebau das die Lagerstätte überdeckende Gestein, von abräumen.&lt;br /&gt;
* [[Absaufen]]: Ungeplantes Volllaufen der Grubenbaue mit Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Abschlag]]: Vortrieb, der durch jeweils eine Sprengarbeit entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Absetzen]]: Im Tagebau das Aufschütten des Abraumes, oft mittels eines Absetzers; auch verkippen oder verstürzen genannt.&lt;br /&gt;
* [[Absetzig]]: &lt;br /&gt;
* [[Absinken]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abteufen]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abtreiben]]: auch [[bereißen]] oder ''berauben'': loses Gestein aus Sicherheitsgründen herunterreißen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbaufeldes]].&lt;br /&gt;
* [[Abwetter]]: Aus den Grubenbauen abgeleitete verbrauchte Luft.&lt;br /&gt;
* [[Ader]]: &lt;br /&gt;
* [[Akkulok]]:&lt;br /&gt;
* [[Alter Mann]]: Bereich, in dem der [[Abbau]] beendet ist. &lt;br /&gt;
* [[Altung]]:&lt;br /&gt;
* [[Anbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Anfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Anlegen]]: Einstellen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Anreichern]]: &lt;br /&gt;
* [[Anscharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Anschlagen]]: Beginn der Auffahrung (&amp;quot;einen [[Stollen|Stolln]] anschlagen&amp;quot;), aber auch Signalgebung bei der [[Förderung]] im [[Schacht]] durch den  [[Anschläger]], der die [[Fördertonne]]n ans Seil &amp;quot;anschlägt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* [[Anschläger]]: Bergmann, der im [[Füllort]] unter Tage und auf der [[Hängebank]] über Tage die [[Fördertonne]]n ans Seil anschlägt. Bedient die Signalanlage zur Verständigung mit dem Maschinisten.&lt;br /&gt;
* [[Anschnitt]]: Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben des [[Berggebäude]]s beim [[Bergamt]]. Der Anschnitt erfolgte in früheren Jahrhunderten mittels [[Kerbholz]].&lt;br /&gt;
* [[Anschnittbuch]] (auch ''Anschnittbogen''): Im [[Bergamt]] hinterlegtes Buch, in dem die [[Bergkosten]] der [[Grube]]n vermerkt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Anschnittregister]]: Auflistung der [[Bergkosten]] der [[Grube]], welche beim [[Bergamt]] zur Untersuchung vorgelegt werden musste.&lt;br /&gt;
* [[Anschützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Apophyse]]:&lt;br /&gt;
* [[Arschleder]]: Gesäßschutz des Bergmanns, insbesondere, wenn er auf dem Leder einfährt (über tonnlägige Schächte in den Berg rutscht). Hauptsächlich aber als Schutz vor Nässe und Kälte beim Sitzen, siehe auch: [[Kniebügel]].&lt;br /&gt;
* [[Assanisator]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Aufbereiten]]: Gewonnene Mineralien zerkleinern, sortieren, klassieren, anreichern und konzentrieren.&lt;br /&gt;
* [[Aufbruch]]: Von unten, von einer tieferen Sohle her, nach oben hergestellter vertikaler Grubenbau. Auch [[Überhauen]] genannt.&lt;br /&gt;
* [[Auffahren]]: Einen Grubenbau herstellen.&lt;br /&gt;
* [[Aufgehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufhauen]]: Eine in einer Lagerstätte aufwärts führende Strecke, z. B. Strebaufhauen zur Vorrichtung eines Strebbaus, Wetteraufhauen zur Wetterführung.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Auflassen]]: (Auflässig) Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbau]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Aufnehmen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsatteln]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsäubern]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufschliessen]]: Eine [[Lagerstätte]] durch ein neues Bergwerk zugänglich machen.&lt;br /&gt;
* [[Aufschluss]]: &lt;br /&gt;
* [[Öhr|Auge]]: Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[aufwältigen]]: Einen verbrochenen (eingestürzten) oder verfüllten Grubenbau wiederherstellen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbau]]: Abstützung innerhalb des Bergwerkes mittels verschiedener Materialien und Techniken.&lt;br /&gt;
* [[Ausbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbaugespann]]: Hydraulischer Schreitausbau, der aus zwei oder drei Ausbaurahmen besteht.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeissen]]: Auch ausgehen; bergmännisch für zu Tage kommen, sich verringern, verschmälern; ausgehendes Flöz: ein zu Tage sich verschmälerndes, selbst aufhörendes Flöz.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeute]]: Überschuss aus dem Ertrag eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeutebogen]]: Verzeichnis aller Zechen eines Bergbaureviers, die Gewinne abwarfen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbiss]]: Das Hervortreten einer Lagerstätte an der Tagesoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Ausblühen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbringen]]: Gesamte Rohförderung an nutzbaren Mineralien einer Grube.&lt;br /&gt;
* [[Ausfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausgehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushalten]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushieb]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskeilen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausklauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Auslängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Auspochen]] (auch Ausklopfen): Akustisches Signal zum Schichtende vom [[Steiger]] über Tage zu den Bergleuten im [[Schacht]] und dessen Weiterleitung durch Schläge mit dem [[Schlägel]] an den [[Stoß]] bis zu den [[Ort|Örtern]].&lt;br /&gt;
* [[Ausrichtung]]: Erschließung eines [[Grubenfeld]]es durch die Anlage von [[Schacht|Schächten]], [[Querschlag|Querschlägen]], [[Feldstrecke|Feld]]- und [[Richtstrecke]]n.&lt;br /&gt;
* [[Ausschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausschläger]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausstreichen]]: Flöz oder Gang streicht an der Erdoberfläche aus, d. h. schneidet die Erdoberfläche, und ist dort sichtbar; auch Ausbiß oder Ausgehendes genannt.&lt;br /&gt;
* [[Ausziehen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== B ====&lt;br /&gt;
* [[Bankrecht]] ist eine Senkrechte zum [[Streichen]] und [[Einfallen|Fallen]] einer Schichtenfolge.&lt;br /&gt;
* [[Barte]] (oder Bergbarte): Kleines Beil mit einer langen Spitze und einem langen Stiel, das zu festlichen Anlässen mitgeführt wird.&lt;br /&gt;
* [[Bau]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauhaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig|Bauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Befahrbar]]: &lt;br /&gt;
* [[Befahren]]: Begehung eines [[Stollen[[s, heute auch die generelle Begehung (Besichtigung) eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Beibrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegung]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnungsurkunde]]: Verleihungsurkunde, die bei der [[Verleihen|Verleihung]] einer [[Muten|gemuteten]] [[Grube]] in das [[Lehensbuch]] eingetragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Beleihen]]: &lt;br /&gt;
* [[Beraubefahrzeug]]: Mobile Arbeitsmaschine, die Untertage zum bereißen der Firste eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Berauben]]: siehe [[Bereißen]].&lt;br /&gt;
* [[Berechtsame]]: Nutzungsrecht an bestimmten [[Grubenfeld]]ern, wird heute im [[Bergrecht]] Bergbauberechtigung genannt.&lt;br /&gt;
* [[Berechtsamsurkunde]]: [[Bergrecht]]liches Dokument, das aus der sogenannten [[Verleihen| Verleihung]]surkunde und einer Ausfertigung des Lager[[riss]]es besteht und einem Bergbautreibenden bei der Verleihung von Bergwerkseigentum überreicht wird.&lt;br /&gt;
* [[Bereißen]]: Herunterreißen von losen Gesteinsstücken oder Kohlebrocken von der [[Firste]] mittels Bereißwerkzeugen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Berg]]: Eher flach geneigte Verbindungsstrecke zwischen [[Grubenbau]]en unterschiedlicher [[Teufe]], z. B. zwischen den [[Sohle]]n eines Bergwerks. Siehe auch [[Förderberg]].&lt;br /&gt;
* [[Bergamt]]: Für den Bergbau zuständige Aufsichtsbehörde.&lt;br /&gt;
* [[Bergamtmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbeamte]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigungsfonds]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbehörde]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbuch]]: Öffentliches Verzeichnis aller Rechtsgeschäfte des [[Bergamt]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berge]] (auch: Bergematerial): Vom Bergmann aus dem Gebirge gelöstes, taubes oder auch (Neben-)Gestein, das bei Gewinnung von Bodenschätzen unter Tage anfällt.&lt;br /&gt;
* [[Bergekasten]]: Geviert aus Grubenholz, das mit Bergen gefüllt wird und zur Abstützung des Hangenden dient.&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen]]: Länglicher Spitzkeil, welches meist an einem [[Helm]] befestigt und bei der [[Schlägel]]- und Eisenarbeit eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Berghammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Bergfeste]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergfreie]]: (ins Bergfreie fallen)&lt;br /&gt;
* [[Bergfreiheit]]: Der Landesherr konnte bestimmte wirtschaftlich wichtige Mineralien für bergfrei erklären und damit ihre Gewinnung anregen. Ein bergfreies Mineral durfte jeder Finder sich aneignen – ohne Rücksicht auf den Grundbesitz. Vorausgesetzt war die Verleihung von Bergwerkseigentum.&lt;br /&gt;
* [[Berggemach]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggericht]]: Gericht, das für bergrechtliche Angelegenheiten in den Bergbaurevieren zuständig war. Es überwachte die Konzessionen und vertrat die Rechtsansprüche der Landesherren.&lt;br /&gt;
* [[Berggeschrei]]: Beginn des Silberbergbaus im Erzgebirge und dem Harz, vergleichbar mit dem Goldrausch in Nordamerika.&lt;br /&gt;
* [[Geschworener|Berggeschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berggesetz]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergglocke]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggrundbuch]]: Ein öffentliches Register, das auch Berghypothekenbuch genannt wird und das beim Amtsgericht geführt wird. In ihm werden die Bergwerke, deren Eigentümer, Gewerke und Feldesgrössen aufgeführt.&lt;br /&gt;
* [[Berghauptmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergherr]]: &lt;br /&gt;
* [[Berghoheit]]: &lt;br /&gt;
* [[Berginspektor]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergkittel]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergknecht]]: Bergmann, der zu Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bergmannschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergmeister]]: Beamter, der beim [[Bergamt]] angestellt war und die [[Zeche]]n in seinem Bezirk verwaltete.&lt;br /&gt;
* [[Bergordnung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergpredigt]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergquartal]]: Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* [[Bergrecht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergregal]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergrichter]]: Beamter, der dem [[Berggericht]] vorstand und in strittigen Bergsachen entscheiden musste.&lt;br /&gt;
* [[Bergschaden]]: Schaden an Personen oder Gebäuden, der durch bergbauliche Aktivitäten entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Bergschmied]]: Handwerker, der die zum Bergbau erforderlichen Werkzeuge schmiedete und der [[Berggericht]]sbarkeit unterstand.&lt;br /&gt;
* [[Bergschreiber]]: Buchhalter und Protokollführer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Bergsenkung]]: Bodenbewegung, die aufgrund von Bergbautätigkeiten entsteht und sich bis zur Erdoberfläche auswirkt.&lt;br /&gt;
* [[Bergsucht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergvogt]]: Ein dem [[Bergmeister]] untergeordneter Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Bergwerkseigentum]]: Das Recht, innerhalb festgelegter Grenzen ein [[Mineral]] zu gewinnen. Bergwerkseigentum wird aufgrund einer [[Muten|Mutung]] durch den Landesherrn [[Verleihung|verliehen]].&lt;br /&gt;
* [[Besatz]]: Masse, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Besetzen]]: &lt;br /&gt;
* [[Besteg]]: &lt;br /&gt;
* [[Blasversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Blende]]: &lt;br /&gt;
* [[Blende (Geleucht)]]: &lt;br /&gt;
* [[Blick]]: &lt;br /&gt;
* [[Blindschacht]]: [[Schacht]] ohne Verbindung zur Erdoberfläche (Tageslicht).&lt;br /&gt;
* [[Bobine]]: schmale Seiltrommel mit seitlichen Führungen, auf der die Windungen eines Flachseils übereinander liegen.&lt;br /&gt;
* [[Bombe]]: Bezeichnung des Kumpels für eine bestimmte elektrische Handlampe.&lt;br /&gt;
* [[Bornmeister]]: Aufsichtsperson in einer Saline, er führt die Aufsicht über die Sole.&lt;br /&gt;
* [[Böse Wetter]]: Schädliche Gasgemische, die für den Menschen schädlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrdeckel]]: Über den [[Bohrer]] gesteckt Scheibe, die das Herausspritzen des Bohrkleins verhinderte.&lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Bohren]]: Tätigkeit des Herstellens von Bohrlöchern mittels [[Bohrer]] und [[Schlägel]]. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen]]: [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] durch manuelles Anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver.&lt;br /&gt;
* [[Bohrer]]: Ein [[Gezähe]] für die Herstellung von Bohrlöchern beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrgestänge]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrkern]]: &lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrkruck]]: Hölzernes Hilfsmittel zum Umsetzen des Hand[[bohrer]]s beim [[Bohren]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrlappen]]: Lappen zur Reinigung und Trocknung des Bohrlochs.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrlöffel]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrpost]]: Anzahl stärkerer und schwächerer [[Bohrer]], welche zum Abbohren eines Bohrlochs erforderlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrschacht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrstange]]: &lt;br /&gt;
* [[Bolzenschrot]]: &lt;br /&gt;
* [[Brecher]]: Maschine mit einer rotierenden Meißelwalze, um das abgebaute [[Mineral]] zu zerkleinern und transportfähig zu machen (meist ist an einem Brecher ein Transportband angehangen, um die zerkleinerten Mineralien zu befördern).&lt;br /&gt;
* [[Brecheisen]]: Eisenstange mit einer Spitze oder einer Schneide, welche für unterschiedliche Arbeiten (z. B. [[Durchschlag]]en) eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bremmer]]: &lt;br /&gt;
* [[Bremsberg]]: Berg, in dem mit Hilfe gebremster Förderwagen abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsbergförderung]]: Fördertechnik, bei der das abgebaute Mineral an einem Bremsberg mittels Schwerkraft abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsförderer]]: Rutsche mit angetriebenen Stauscheiben.&lt;br /&gt;
* [[Bremswerk]]: Maschinelle Einrichtung, die bei Förderung an Bremsbergen die niedergehenden Wagen abbremst.&lt;br /&gt;
* [[Bruch]]: Einsturz eines Teiles eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Bruchbau]]: Abbaumethode, bei der der das [[Hangendes|Hangende]] planmässig zu Bruch geworfen wird.&lt;br /&gt;
* [[Prunen|Brunen]] (Brunnen): Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Bühne]]: Künstlich geschaffene Arbeitsplattform.&lt;br /&gt;
* [[Bühnloch]] (auch Bühnenloch): Eine in das feste [[Gestein]] gehauene Vertiefung, um den Fuß eines [[Stempel]]s oder das Ende einer [[Kappe]] unverrückbar aufzunehmen.&lt;br /&gt;
* [[Bulge]]: Schlauchförmiger Ledersack, der im Mittelalter zum Schöpfen von Grubenwasser diente.&lt;br /&gt;
* [[Bulgenkunst]]: Wasserhebemaschine aus Holz, die zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bunker]]: Grubenräume oder betriebliche Einrichtungen, in denen Schüttgüter wie Rohkohle, Roherz oder Berge zwischengelagert werden.&lt;br /&gt;
* [[Butzen]]: eine kleine selbständige Masse eines bestimmten Minerals im Gestein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== C ====&lt;br /&gt;
* [[Caducieren]]: Kuxe für nicht mehr bestehend erklären, das Eigentum daran aufheben. &lt;br /&gt;
* [[Communbergbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Concedieren]]: &lt;br /&gt;
* [[Concession]]: &lt;br /&gt;
* [[Consolidation]]:auch Konsolidation: Zusammenschluss mehrerer Grubenfelder bzw. der dazugehörigen Berechtsamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== D ====&lt;br /&gt;
* [[Damm:]] Bauwerk, das einen Teilbereich des Grubengebäudes von den übrigen Grubenbauen trennt. Man unterscheidet Brand-, Wasser-, Streckenbegleit- und Abschlussdämme.&lt;br /&gt;
* [[Dammtor]]: Sicherheitstor, meist in Strecken, mit dem plötzliche Wassereinbrüche abgesperrt und somit ein Teil des Grubengebäudes zu Sumpfe gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
* [[Derb]]:&lt;br /&gt;
* [[Dingen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dopplhäuer]]: &lt;br /&gt;
* [[Doppltrümig]]: &lt;br /&gt;
* [[Dreiecksbau]]: Altes Abbauverfahren, das hauptsächlich im Schieferbergbau angewendet wurde und durch den Querbau abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
* [[Drittel]]: Bei Belegung eines Ortes mit mehreren, sich ablösenden Arbeitsgruppen eine dieser Schichten. Ein Ort kann auch mit zwei oder mit vier Dritteln belegt sein. Siehe 3- und 4/3-Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Druse]]: &lt;br /&gt;
* [[Drusig]]: &lt;br /&gt;
* [[Duckelbau]]: Abbauverfahren für unregelmäßig vorkommende Lagerstätten mit geringer Mächtigkeit, bei dem die Gewinnung mittels kleiner Schächte, sogenannter Duckel erfolgt.&lt;br /&gt;
* [[Durchfallen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchbauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchörtern]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchschlag]]: Herstellung einer offenen Verbindung zwischen zwei Grubenbauen.&lt;br /&gt;
* [[Durchsinken]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchteufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dürr]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== E ====&lt;br /&gt;
* [[Edel]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehner]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehnerzeche]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbringen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbruch]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfallen]]: Neigungswinkel der Lagerstätte zur Horizontalen, also die Neigung in Falllinie. Das Einfallen wird senkrecht zum Streichen gemessen.&lt;br /&gt;
* [[Eingesprengt]]: &lt;br /&gt;
* [[Einkommen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einlegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Einsprengung]]: &lt;br /&gt;
* [[Einstrich]]: Horizontaler Schachteinbau, der aus Holz oder aus Stahl gefertigt ist.&lt;br /&gt;
* [[Eintrümmig]]: &lt;br /&gt;
* [[Einziehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Eisen]]: Historische Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen]]: Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Entblössen]]: &lt;br /&gt;
* [[Enterben]]: Übergang der Rechte zwischen [[Erbstollen]], wenn der neu ins das [[Grubenfeld]] einkommende Erbstollen die erforderliche [[Erbteufe]] hat.&lt;br /&gt;
* [[Enterbungsteufe]]: Senkrechter Abstand zwischen [[Erbstollen]] und enterbten Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Erbbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbbelehnung]]: Verleihung der Rechte auf den [[Abbau]] eines [[Mineral]]s innerhalb eines bestimmten Bezirkes. &lt;br /&gt;
* [[Erbbereiten]]: Berggerichtliche Handlung, die der nochmaligen genauen Vermessung eines [[Grubenfeld]]es diente, wenn dieses zur [[Ausbeute]]verteilung gekommen war.&lt;br /&gt;
* [[Erbbereitungsbuch]]: Buch zur Aufzeichnung aller Handlungen im Zusammenhang mit dem [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erben]]: Begriff mit unterschiedlicher Bedeutung im Bergbau (Grundeigentum, Vorrangstellung, aber auch Vererbung). &lt;br /&gt;
* [[Erbfluss]]: Größeren Bach oder Fluss, der, die das [[Grubenfeld]] durchsetzenden [[Gang|Gänge]] teilt.&lt;br /&gt;
* [[Erbgerechtigkeit]]: Herstellen der Rechtmäßigkeit des Besitzes oder Anspruchs durch Vermessung oder [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erbhäuer]]: Ausgelernter und für [[Gedinge]] zugelassener [[Hauer|Häuer]] mit vollem Häuerlohn. &lt;br /&gt;
* [[Erbkux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e zur Entschädigung des Grundbesitzers, auf dessen Land die [[Zeche]] liegt.&lt;br /&gt;
* [[Erbstamm]]: Gesamtheit der [[Erbkux]]e.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollen]]: Stollen zur Wasserlösung und zur Wetterführung in einem oder mehreren Bergwerken. Dem [[Erbstöllner]], der den Stollen herstellte, stand dafür ein Anteil an der [[Ausbeute]] der Bergwerke zu.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengebühr]]: Betrag, den die Besitzer der [[Zeche]] an den [[Erbstöllner]] abführen mussten.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengerechtigkeit]]: Ein nach besonderer [[Muten|Mutung]] erworbenes Recht, einen [[Erbstollen]] nach erfolgter Verleihung zu betreiben.&lt;br /&gt;
* [[Erbstöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbstufe]]: Ein ins Gestein gehauenes Zeichen an der Grenze des [[Grubenfeld]]es.  &lt;br /&gt;
* [[Erbteufe]]: Gesetzlich vorgeschriebene [[Teufe]] eines [[Erbstollen|Erbstollns]], um die vollen [[Erbstollengebühr]]en beanspruchen zu können.&lt;br /&gt;
* [[Erbtiefste]]: Tiefster Bau eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Erbwürdig]]: &lt;br /&gt;
* [[Erlängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erliegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Ersaufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Erschliessen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erschroten]]: &lt;br /&gt;
* [[Schürfen|Erschürfen]]: Auffinden einer [[Lagerstätte]] beim [[Schürfen]]. &lt;br /&gt;
* [[Erstrecken]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz]]: In der Natur vorkommende Verbindungen von Metallen mit anderen Stoffen. &lt;br /&gt;
* [[Erzbringer]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzfall]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzführung]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzräuber]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz säen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzstufe]]: Kleines Erzstück, das aus der Lagerstätte herausgeschlagen wurde. Man unterscheidet Probierstuffen, Handstuffen und Schaustufen.&lt;br /&gt;
* [[Etage]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== F ====&lt;br /&gt;
* [[Fahrbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahren]]: Allgemeiner Ausdruck für jegliche Fortbewegung des Bergmannes im Bergwerk. Anfahren, einfahren, Ausfahren.&lt;br /&gt;
* [[Fahrkunst]]: Historische Vorrichtung zum Ein- und Ausfahren der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Fahrlader]]: Radlader niedriger Bauart für den untertägigen Einsatz.&lt;br /&gt;
* [[Fahrmarke]]: Unterschiedlich geformte Marke aus Blech, die zur Anwesenheitskontrolle dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrt]]: Leiter.&lt;br /&gt;
* [[Fahrtklammer]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahrtrum]]: freizuhaltender Raum in Schächten, Gesenken und Überhauen, der der vertikalen Fahrung dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrüberhauen]]: dient ausschließlich zur Fahrung. Mittels dieses steilen (bis nahezu senkrechten) Grubenbaus kann man zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
* [[Fahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Fall]]:&lt;br /&gt;
* [[Fallen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in vertikaler Richtung.&lt;br /&gt;
* [[Fallort]]:&lt;br /&gt;
* [[Fangstützen]]: Im Förderturm eingebaute bewegliche Stahlriegel, die den Förderkorb auffangen, wenn dieser aufgrund eines Anstoßes gegen den Prellträger seillos geworden ist.&lt;br /&gt;
* [[Fangvorrichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Fäustel]]: Hammer, welcher bei Schlägel- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit, dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Feld]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldgestänge]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldort]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldstrecke]]:&lt;br /&gt;
* [[Feste]]:&lt;br /&gt;
* [[Feuerkübeln]]: Veraltete Methode zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges mittels Feuer.&lt;br /&gt;
* [[Feuersetzen]]: Technik, die in vielen Bergbauregionen vom Altertum bis Anfang des neunzehnten Jahrhunderts benutzt wurde, um Gestein aufzulockern oder zu sprengen.&lt;br /&gt;
* [[Fimmel]]: Starker eiserner [[Keil]], welcher als [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit von festeren [[Gestein]]en verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Firste]]: Obere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstenbau]]: Abbaumethode, die bei steileinfallenden Lagerstätten angewandt wird, Vorläufer des Firstenstoßbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstengewölbe]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenkasten]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenstoßbau]]: Abbaumethode für steileinfallende Lagerstätten, schwebende Abbaurichtung mit streichendem Verhieb.&lt;br /&gt;
* [[Flach]]: In der Neigung der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flache]]:&lt;br /&gt;
* [[Flacher Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Flachriss]]: zeichnerische Projektion eines Flözes oder eines Gangs auf eine Ebene parallel zur Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flöz]]: Durch Sedimentation entstandene plattenförmige, flächig ausgedehnte Lagerstätte (z. B. Kohlenflöz, Eisensteinflöz).&lt;br /&gt;
* [[Fluder]] (auch Gefluder): Gerinne aus Holz oder Metall zum Zu- oder Ableiten von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Flügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Flügeleisen]]: Eine Doppelkeilhaue, insbesondere früher im Steinkohlenbergbau zur Kohlengewinnung verwendet.&lt;br /&gt;
* [[Flügelort]]: Das Flügelort ist eine seitliche Fortsetzung eines Stollens ins Feld hinein.&lt;br /&gt;
* [[Förderberg]]: Geneigte [[Strecke]], die [[Sohle]]n eines Bergwerks verbindet und zum Anschluss der [[Flöz]]e an die [[Grubenbau]]e dient.&lt;br /&gt;
* [[Fördergerüst]]: Das über dem [[Schacht]] stehende Gerüst („Förderturm“), das die [[Seilscheibe]]n trägt.&lt;br /&gt;
* [[Fördergestell]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderkorb]] (auch Fördergestell): Am Förderseil hängendes Transportmittel für Material, Personen und gewonnenes Mineral im [[Schacht]].&lt;br /&gt;
* [[Förderkübel]]: Fördergefäß aus Holz, das im frühen Bergbau zur Förderung von Erz, Kohle oder Haufwerk eingesetzt wurde. Heute aus Stahl, wird beim Schachtabteufen verwendet (Abteufkübel).&lt;br /&gt;
* [[Fördermann]]: Bergmann, der für den Transport zuständig war; der Transport erfolgte in der Regel manuell mit Schlepptrögen, Laufkarren oder Hunten.&amp;lt;&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschine]]: Antriebsmaschine zum Treiben des Förderseils und damit des Förderkorbes.&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschinist]]: Bergmann, der die Fördermaschine bedient.&lt;br /&gt;
* [[Fördern]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderseil]]: Seil zum Heben von Lasten in Schächten und Blindschächten.&lt;br /&gt;
* [[Fördertonne]]: Fassartig geformter Behälter, der an Seilen oder Ketten gehängt zur Förderung in saigeren Schächten diente.&lt;br /&gt;
* [[Förderwagen]]: traditionelles Transportmittel im Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Frei]]:&lt;br /&gt;
* [[Freibau]]:&lt;br /&gt;
* [[Freifahrung]]: Bergrechtlicher Akt, durch den einem Grubenbesitzer die Besitzrechte auf die Grube entzogen werden konnten, wenn er die Grube nicht vorschriftsgemäß belegte.&lt;br /&gt;
* [[Freikux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e ohne Stimmrecht, die von einer [[Zeche]] herausgegeben werden.&lt;br /&gt;
* [[Freiverbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Frisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Fristen]]: Das zeitweise Außerbetriebsetzen einer Zeche ohne gleichzeitigen Verlust des Bergwerkseigentums.&lt;br /&gt;
* [[Frosch]]: Öllampe; ein Geleucht.&lt;br /&gt;
* [[Füllort]]: Verladestelle unter Tage; Umschlagpunkt, an dem die Streckenförderung in die Schachtförderung übergeht.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrube]]: [[Grubenfeld]], das aufgrund eines [[Mineral]]fundes in [[bauwürdig]]er [[Lagerstätte]] an den [[Muter]] als Bergwerkseigentum [[Verleihen|verliehen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrübner]]: Besitzer des [[Grubenfeld]]es einer [[Fundgrube]].&lt;br /&gt;
* [[Fundpunkt]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundrecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundschächte|Fundschacht]]: Der erste auf der [[Fundgrube]] geteufte [[Schacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== G ====&lt;br /&gt;
* [[Gabel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit bei der [[Gewinnung]] in [[Seiffen]].&lt;br /&gt;
* [[Gaipel]]: Im Harz häufig anstelle von Huthaus genutzter Ausdruck für ein über dem Schacht stehendes Betriebsgebäude, abgeleitet von Göpel.&lt;br /&gt;
* [[Gang]]: plattenförmig ausgefüllte Kluft im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gangart]]: Jedes Mineral in der Gangausfüllung, das nicht Ziel der Gewinnung ist.&lt;br /&gt;
* [[Gangbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangkreuz]]: Kreuzungspunkt von [[Gang|Gängen]], die oft reich ver[[erz]]t waren,&lt;br /&gt;
* [[Gangmasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Gasausbruch]]: Plötzliches und verstärktes Austreten von Gasen aus dem Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Gebirge]]: Das Gestein, in dem sich die Grubenbaue des Bergwerks befinden.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsanker]]: Konstruktionselemente, die im Bergbau untertägige Hohlräume offen halten. Sie werden am Stoß oder an der Firste in das Gebirge (das Gestein) eingebracht und halten dieses zusammen.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsdruck]]: Unsichtbare Spannung um einen untertägigen Hohlraum oder im unverritzten Gebirge, Auslöser für Gebirgsschläge.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsschlag]]: plötzliche Entspannung im Gebirge, bei der größere Mengen potenzieller (elastischer) Energie frei werden und bei der intensive Zerstörungen in der Grube sowie normalerweise heftige Erschütterungen an der Erdoberfläche auftreten.&lt;br /&gt;
* [[Gebräch]]: Lockeres, zum Hereinbrechen oder Nachfallen neigendes Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gediegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedinge]]: Vertrag über eine für ein bestimmtes Entgelt zu erbringende Arbeitsleistung.&lt;br /&gt;
* [[Gedingehäuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingelohn]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingezeichen]]: Untertägige Zeichen zur Abrechnung der Arbeitsleistung, wenn nach [[Gedinge]] gearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Gefluder]]: siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Gefrierverfahren]]: Verfahren, mit dem künstlich gefrorene Bodenkörper hergestellt werden, um beim Abteufen nicht standfestes, oftmals stark wasserführendes Gebirge besser zu durchörtern.&lt;br /&gt;
* [[Gegenbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Gegenortbetrieb]]: Von mindestens zwei Ausgangsorten aufzufahrende Strecke mit dem Ziel, sich zu treffen und dadurch Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
* [[Gegenschreiber]]: Bergbeamter, der das Gegenbuch führte und alle Kuxe und Gewerken in das Buch eintrug.&lt;br /&gt;
* [[Gelenkbogenausbau:]] Gelenkiger Streckenausbau, der in Strecken mit hohem Gebirgsdruck eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]: Vom Bergmann mitgeführte Grubenlampen, z. B. Frosch, Bombe, Wetter-, Karbid-, Kopflampen.&lt;br /&gt;
* [[Generalbefahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Generalstreichen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gequehle]]:&lt;br /&gt;
* [[Gerechtsame]]: die in einem Recht oder Gesetz begründete Befugniss.&lt;br /&gt;
* [[Gerinne]]: eine oben offene Wasserleitung oder -rinne, siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Geschicke]]:&lt;br /&gt;
* [[Geschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Gesenk]]: Von oben nach unten abgeteufter vertikaler Grubenbau.&lt;br /&gt;
* [[Gesprenge]]:&lt;br /&gt;
* [[Getriebezimmerung]]: Methode zum Vortrieb in lockerem Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Geviertfeld]]: Rechtwinklig begrenztes Feld, das je nach Bergbaurevier unterschiedlich groß war und in dem der Muter nach der Verleihung Bergbau betreiben darf.&lt;br /&gt;
* [[Gewältigen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gewerken]]: Anteilseigner einer bergrechtlichen [[Gewerkschaft]].&lt;br /&gt;
* [[Gewerkschaft]]: Alle zu einer [[Zeche]] gehörenden [[Gewerken]]. Historische Unternehmensform im Bergbau, zulässig bis zum Inkrafttreten des Bundesberggesetzes 1980.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnung]]: Lösen des abzubauenden Minerals aus der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnungsarbeiten]]: Gesamtheit der bergmännischen Arbeiten, durch welche die nutzbaren [[Mineral]]ien abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezähe]]: Bezeichnung für alle Werkzeuge und Arbeitsgeräte, die vom Bergmann zur Arbeit benötigt werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezeugstrecke]]: Alte bergmännische Bezeichnung für [[Sohle]].&lt;br /&gt;
* [[Gleitbogenausbau]]: Nachgiebiger Ausbau mit der Verwendung als Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Glück Auf]]: Bergmannsgruß, Ende des 16. Jahrhunderts im Erzgebirge entstanden. Heute allgemein der deutsche Bergmannsgruß.&lt;br /&gt;
* [[Gnadengeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Gnadengroschenkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Göpel]]: Historische Förderanlage, im weiteren Sinn eine stärkere Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Göpelhaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Grabensteiger]]:&lt;br /&gt;
* [[Besatz|Grand]]: Masse bezeichnet, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Graupe]]:&lt;br /&gt;
* [[Grube]]: Alle untertägigen Anlagen einer [[Zeche]].&lt;br /&gt;
* [[Grubenausbau]]: Absichern und Offenhalten von Räumen unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbau]]: Oberbegriff für alle Hohlräume im Bergwerk, wie Strecken, Schächte, Strebe etc.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbrand]]: Untertägig ausgebrochenes Feuer, dass sich unter Tage unkontrolliert entwickeln kann.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeld]]: Raum unterhalb der Erdoberfläche, in dem sich ein Bergbauberechtigter die Minerale der Lagerstätte aneignen darf.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeldsteuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenfunk]]: drahtloses Kommunikationssystem unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubengebäude]]: Gesamtheit der unter- und übertägigen Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Grubenholz]]: Holz, das im Bergbau im Tagebau und Untertagebau verwendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Grubenjunge]]: Junger Bergmann im Alter von 14 bis 23 Jahren, der unter Tage für Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Grubenkompass]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenlok]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenmauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenriß]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwässer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwehr]]: Rettungstruppe für den Einsatz im Bergbau, analog zur Feuerwehr. Besteht aus freiwilligen, besonders qualifizierten Bergleuten.&lt;br /&gt;
* [[Grundsohle]]:&lt;br /&gt;
* [[Grundstrecke]]: Tiefste streichende Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== H ====&lt;br /&gt;
* [[Habit]]:&lt;br /&gt;
* [[Häckel]]: Zierwaffe in Form eines kleinen Beiles mit langem Stiel.&lt;br /&gt;
* [[Halm]]: Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Halmdose]]: Behältnis zur Aufbewahrung der [[Halm|Halme]] (Zünder).&lt;br /&gt;
* [[Hängebank]]: Auch Schacht- oder Tagekranz: Es ist der oberste Teil der Schachtmündung. Hier wird der Förderkorb bzw. die Fördertonne be- oder entladen. (siehe Rasenhängebank).&lt;br /&gt;
* [[Hängen]]: Abwärtsfördern im Schacht, auch Einhängen.&lt;br /&gt;
* [[Hängezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Halde]]: Im Bergbau eine künstliche Anhäufung von Material (Haufwerk) oberhalb der umgebenden Geländeoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Haldensturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Halbe Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Hammelpfoten]]: Im Altbergbau bis zum 18. Jh. 70 - 100 cm lange Guss- oder Eisenschienen, die aneinandergelegt Grubenbahnschienen bilden konnten.&lt;br /&gt;
* [[Handstück]]:&lt;br /&gt;
* [[Hangendes]]: Das Gestein oberhalb der Lagerstätte. Siehe Liegendes.&lt;br /&gt;
* [[Harnisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspel]]: Vorrichtung zum Aufwickeln eines Seiles. Historisch Handhaspel für die Förderung über Schaächte und Gesenke.&lt;br /&gt;
* [[Haspelhorn]]: &lt;br /&gt;
* [[Haspelknecht]]: Bergmann, der in der Förderung mittels Haspel tätig war.&lt;br /&gt;
* [[Haspeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspelnische]]: Aussparung im Stoß für die Haspelknechte.&lt;br /&gt;
* [[Haspelschacht]]: Schacht von geringer Teufe, mit einer (Hand-)Haspel als Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Haueisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Hauer]] (auch Häuer): Berg–Facharbeiter.&lt;br /&gt;
* [[Häuerglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Haufwerk]]: Herausgebrochenes oder -gesprengtes Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Hauptstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Heinzenkunst]]: Mittelalterliche Maschine zum Heben des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Helm (Bergbau)|Helm]]: Industrieschutzhelm (Kopfschutz) für den Bergbau. Meist mit einem Schuh zur Aufnahme des [[Geleuchts]].&lt;br /&gt;
* [[Helm (Gezähe)]]: Hölzerner Stiel (meist Esche) für das Gezähe ([[Schlägel]], [[Bergeisen|Eisen]], [[Keilhaue]] etc.),&lt;br /&gt;
* [[Hereinbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereingewinnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereintreibearbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der [[Gestein]] oder [[Erz]] nach Anlage eines [[Schram]] [[Hereingewinnen|hereingewonnen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Hilfsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Hinterfüllung]]: Ausfüllen des Hohlraumes zwischen dem Streckenausbau und dem Gebirge mit geeigneten Baumaterialien.&lt;br /&gt;
* [[Hobel]]: Maschine zur schälenden Gewinnung von Steinkohle.&lt;br /&gt;
* [[Hobelantrieb]]: Maschinelle Einrichtung, die der Bewegung des Kohlenhobel dient.&lt;br /&gt;
* [[Hobelverfahren]]: Verschiedene Verfahren zur Steinkohlengewinnung mittels Kohlenhobel.&lt;br /&gt;
* [[Höffig:]] ein Gebiet oder eine Gesteinsformation, die – vermutet oder nachgewiesen – abbauwürdige Erze oder Minerale führt.&lt;br /&gt;
* [[Höfflich]]:&lt;br /&gt;
* [[Hoffnungsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Holzkasten]]: Aus Kanthölzern oder Schwellen zusammengesetztes Stützelement.&lt;br /&gt;
* [[Holzkux]]:&lt;br /&gt;
* [[Horizont]]:&lt;br /&gt;
* [[Hornstatt]]: &lt;br /&gt;
* [[Hunt]] (eig. ''Hund''): Offener, kastenförmiger Förderwagen zum fördern der unter Tage gewonnen Materialien. &lt;br /&gt;
* [[Huntestösser]]:&lt;br /&gt;
* [[Hut]]:&lt;br /&gt;
* [[Huthaus]]: Zentrales Verwaltungsgebäude eines Bergwerks, das zugleich Materiallager, Gezähekammer, Werkstatt und Wohnung des Hutmannes war.&lt;br /&gt;
* [[Hutmann]]: Grubenaufseher mit der Aufgabe, das Bergwerk zu überwachen oder - wie man es damals bezeichnete - zu behüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I ====&lt;br /&gt;
* [[Imprägnation]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== J ====&lt;br /&gt;
* [[Joch]]:&lt;br /&gt;
* [[Jochkappe]]:&lt;br /&gt;
* [[Jungbergmann]]: Jugendlicher, der ohne Ausbildungsvertrag im Bergbau beschäftigt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== K ====&lt;br /&gt;
* [[Kamm]]:&lt;br /&gt;
* [[Kammeradschaft]]: Gruppe von Bergleuten, denen im Mansfelder-/Eislebener Bergbau ein Strebabschnitt zum Abbau überlassen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kammerbau]]: Abbauverfahren im Tiefbau.&lt;br /&gt;
* [[Kanone]]: Bezeichnung für das [[Einbruch]]bohrloch im [[Wismut]]-Objekt 01. &lt;br /&gt;
* [[Kappe]]: horizontal eingebauter Balken aus Holz oder Metall, Bestandteil des Grubenausbaus.&lt;br /&gt;
* [[Katze]]: An der Decke hängendes, motorbetriebenes Transportsystem.&lt;br /&gt;
* [[Kaue]]: Ursprünglich Gebäude über dem Schacht als Witterungsschutz, später als Waschkaue der Umkleide- und Waschraum, unterteilt in Schwarz- und Weißkaue.&lt;br /&gt;
* [[Kaukamm]]: einseitig geschliffenes Grubenbeil.&lt;br /&gt;
* [[Kehrrad]]: Wasserrad mit umkehrbarer Drehrichtung zum Antrieb der Schachtförderung.&lt;br /&gt;
* [[Keil]]: Eisernes [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Keilhaue]]: (Einseitige) Spitzhacke zur [[Gewinnung]] von weicherem [[Gestein]] im [[Vortrieb]]. &lt;br /&gt;
* [[Keilhauenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der weicheres [[Gestein]] losgehackt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kerbholz]] (auch Kerbstock, Zählholz oder Zählstab ):  Hölzerne Zählliste, um Abrechnungen (z. B. Fördermengen) und anfallende [[Bergkosten|Berg- und Hüttenkosten]] fälschungssicher zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
* [[Ketscher]]:&lt;br /&gt;
* [[Kettenkunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Kirchenkux]]:&lt;br /&gt;
* [[klauben]]: Auslesen der erzhaltigen Brocken und Krümel aus dem Fördergut. Erfolgte im historischen Bergbau von Hand, heute meistens maschinell.&lt;br /&gt;
* [[Kluft]]:&lt;br /&gt;
* [[Klüftig]]:&lt;br /&gt;
* [[Kluppe]]: Lange Zange oder Schere, mit der abgebrochene Handbohrer aus dem Bohrloch gezogen wurden.&lt;br /&gt;
* [[Knappe]]: Bergmann, der die Lehre abgeschlossen hat, Geselle.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Knappeneisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Knappschaft]]: Zusammenschluss von Bergleuten zur Durchsetzung von Berufsinteressen und zur gegenseitigen sozialen Absicherung. Heute auch Synonym für die Sozialversicherungen der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Knappschaftskasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftskux]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftsrolle]]:&lt;br /&gt;
* [[Kniebügel]]: Knieschutz des Bergmanns, als Schutz vor Nässe und Kälte beim Knien, siehe auch: Arschleder.&lt;br /&gt;
* [[Koepemaschine]]: Art der Schachtförderung (nach Carl Friedrich Koepe). Siehe auch: „Treibscheibenförderung“.&lt;br /&gt;
* [[Kohlengräberei]]: Methode der Kohlengewinnung mittels einfacher Werkzeuge am ausgehenden der Flöze.&lt;br /&gt;
* [[Konvergenz]]: Ist das Zusammendrücken des Streckenquerschnittes aufgrund des Gebirgsdrucks.&lt;br /&gt;
* [[Korb]]:&lt;br /&gt;
* [[Kräll]], auch Krahl, Krähl: Harkenähnliches [[Gezähe]] zum Wegfüllen des [[Haufwerk]]es.&lt;br /&gt;
* [[Kranz]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzler]]: Ein den Kauf- und Verkauf vermittelnder von den Bergbehörden vereidigter Makler.&lt;br /&gt;
* [[Kratze]], auch Krätzer: Hackenähnliches [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit, um [[Haufwerk]] in die dafür vorgesehenen Gefäße ([[Trog]], [[Korb]] oder [[Schleppkasten]]) zu ziehen oder die [[Sohle]] frei zu räumen.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Krummzapfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübel]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelort]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelwart]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Kuckuck]]: Mit [[Rüböl]] betriebene kleine Öllampe, die in der [[Blende]] getragen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kuhlenbau]]: Abbauverfahren bei dem mittels kleiner Schächte, sogenannter Kuhlen, eine Lagerstätte ausgebeutet wird.&lt;br /&gt;
* [[Kumpel]]: Bergmann.&lt;br /&gt;
* [[Kunst]]: Historische Bezeichnung für jede Form einer Maschine. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgestänge]]: Stangenwerk zur Übertragung der von einem Kunstrad erzeugten mechanischen Bewegung über kürzere Entfernungen. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstgraben]]: Übertägige Wassergräben, über die Bergwerke und Pochwerke mit Wasser zum Antrieb von Wasserrädern versorgt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Kunstkreuz]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kunstmeister]]: Bergmann, der die Kunst baut. &lt;br /&gt;
* [[Kunstknecht]]: Bergmann, der die Kunst wartet.&lt;br /&gt;
* [[Kunstrad]]: Wasserrad mit Krummem Zapfen (Kurbel) zum Antrieb von Künsten.&lt;br /&gt;
* [[Kunstschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstteich]]: Meist künstlich angelegte Wassersammler zur Bereitstellung von ausreichend Wasser zum Antrieb von Wasserrädern im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Kunstwinkel]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Kux]]: Anteilsschein an einer Gewerkschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== L ====&lt;br /&gt;
* [[Lachter]]: Altes Längenmaß im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Lachterkette]]: Zusammenlegbares aus Eisen und/oder Messingdraht gefertigtes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Lachtermaß]]: Holz oder Eisnstab zur Vermessung.&lt;br /&gt;
* [[Lachterschnur]]: Ein aus Hanf oder Bast bestehende und mit Knoten versehenes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Laden]]:&lt;br /&gt;
* [[Lader]] oder Ladewagen: ist ein vielfältig verwendeter Begriff für ein Gerät zum Wegladen des Haufwerks. &lt;br /&gt;
* [[Ladesäule]]: Durch Patrone oder lose Einblasung eingebrachter Sprengstoff im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Ladespitz]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Lager]]: unregelmässige plattenförmige Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Lagerstätte]]:&lt;br /&gt;
* [[Lagerung]]: Einteilung der Lagerstätten nach ihrer Neigung gegenüber der Horizontalebene.&lt;br /&gt;
* [[Lampennische]]: Geschlägelte Aussparung im [[Stoß]] zum Abstellen des [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]es.&lt;br /&gt;
* [[Längenfeld]]: Maßangabe für ein Berechtsamsmaß in Preußen, welches zunächst auf ein Flöz beschränkt war, ab 1821 aber auch für mehrere Flöze galt.&lt;br /&gt;
* [[Ledige Schicht]]: Zusätzliche Zeit bzw. Schicht die der Bergmann verfuhr und deren Lohn unter anderen in die [[Knappschaftskasse]] gegeben wurde bzw. der Abarbeitung der [[Zubuße]] bei [[Kux]]besitz diente.&lt;br /&gt;
* [[Legeblech]] (Legeeisen): Dünne Keile, die paarweise in die Ritzen eingelegt wurden, um zwischen ihnen [[Keil]]e, [[Plötz]]e und [[Fimmel]] einzutreiben.&lt;br /&gt;
* [[Lehen]]: Flächenmaß, aber auch die Übertragung von Rechten an einer Zeche.&lt;br /&gt;
* [[Lehensbuch]]: Buch, in dem die übertragenen [[Lehnschaft]]en verzeichnet werden.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschaft]]: Übertragung eines [[Lehen]]s an eine Gruppe von Personen.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschein]]: Bescheinigung, die vom [[Bergmeister]] erstellt und an den [[Gegenschreiber]] geschickt wurde, damit dieser dann die Eintragung im [[Gegenbuch]] machen konnte. Den Lehenschein erhielt der Lehnträger als Bestätigung.&lt;br /&gt;
* [[Lehenträger]]: Einzelperson, Gesellschaft oder [[Gewerkschaft]], welche eine gemutete [[Fundgrube]], eine [[Maaß]] oder einen [[Stollen|Stolln]] verliehen bekommen hat.&lt;br /&gt;
* [[Leichköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Leitbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Leseband]]: Förderband auf dem die geförderte Kohle manuell von Fremdstoffen, vorwiegend Gestein, befreit wurde.&lt;br /&gt;
* [[Letten]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenbesteg]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenstampfer]]: Eisenstange zur Verdichtung des [[Besatz]]es im Bohrloch beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Lichtloch]]: Kleiner Schacht auf einem Stolln.&lt;br /&gt;
* [[Liegendes]]: Das Gestein unterhalb der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Linse]]:&lt;br /&gt;
* [[Lochstein]]: Ein die [[Markscheide]] kennzeichnender Grenzstein über Tage.&lt;br /&gt;
* [[Lösen]]: Als lösen wird sowohl das Abführen des [[Grubenwässer|Grubenwassers]] oder der [[Abwetter]] aus dem [[Grubenfeld]], als auch das Erschließen einer [[Lagerstätte]] bezeichnet. Auch die Trennflächen zwischen Gebirgsschichten untereinander werden als Lösen bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Löser]]: Gestein, welches sich von der [[Firste]] oder dem [[Stoß]] ablöst (siehe auch [[Ablöser]]), aber auch ein Bergmann, der seinen Kameraden ablöst.&lt;br /&gt;
* [[Lutte]]: Luftleitung zur Heranführung frischer bzw. absaugen schlechter [[Wetter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== M ====&lt;br /&gt;
* [[Maaß]]: Bezeichnung für ein bergbauliches [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Maaßner]]: Besitzer eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mächtigkeit]]: Die Dicke einer Gesteinsschicht oder eines Flözes.&lt;br /&gt;
* [[Mannschaftsfahrt]]:&lt;br /&gt;
* [[Markenkontrolle]]: Jeder Bergmann hatte zum Einfahren eine Metallmarke mit seiner persönlichen Nummer an einer Belegungstafel auf dem jeweiligen Arbeitsplatz einzuhängen und zur Ausfahr wieder abzuwerfen. Dadurch war eine Information über das eingefahrene Personal und dessen Einsatzort möglich.&lt;br /&gt;
* [[Markscheide]]: Grenze eines [[Grubenfeld]]es, Grenze zwischen Grubenfeldern.&lt;br /&gt;
* [[Markscheider]]: Vermessungsingenieur unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Markscheidekunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Markscheiderei]]:&lt;br /&gt;
* [[Matte Wetter]]: Verdorbene bzw. verbrauchte Atemluft mit einem zu geringen Anteil an Sauerstoff.&lt;br /&gt;
* [[Matzel]]:&lt;br /&gt;
* [[Mauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Mehlkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Mettenschicht]]: Letzte verfahrene Schicht vor Weihnachten.&lt;br /&gt;
* [[Mineral]]: Natürlich vorkommenden Stoff mit definierter chemischer Zusammensetzung in zumeist kristalliner Form.&lt;br /&gt;
* [[Mitbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mitbaurecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Morgengang]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulde]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulm]]:&lt;br /&gt;
* [[Mundloch]]:&lt;br /&gt;
* [[Muten]]: Absichtserklärung auf [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Muter]]: Absichtserklärer für die [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mutterklötzchen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mutzettel]]: Vom [[Muter]] dem Bergmeister vorzulegender Zettel mit allen notwendigen Angaben zum [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Mutungskarte]]: Wird bei den für die Bergaufsicht zuständigen Bergbehörden geführt und gibt einen Überblick über die verliehenen [[Grubenfeld]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== N ====&lt;br /&gt;
* [[Nachbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachreissen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nebengestein]]v&lt;br /&gt;
* [[Nebenschicht]]: Eine Schicht neben den Hauptseilfahrzeiten im 3/3- oder 4/3-Betrieb. Bei diesen zusätzlichen Seilfahrten fahren z.B. Lokfahrer und Bedienungsleute eine Stunde vor der üblichen [[Seilfahrt]] an, um den Betrieb zur regulären Schichtzeit sicherzustellen.&lt;br /&gt;
* [[Nest]]:&lt;br /&gt;
* [[Nesterartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Nierbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niederbringen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niergang]]:&lt;br /&gt;
* [[Niedergehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niere]]:&lt;br /&gt;
* [[Nierig]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== O ====&lt;br /&gt;
* [[Oberbank]]: Oberer Teil eines zweiteiligen [[Flöz]]es (siehe auch [[Unterbank]]).&lt;br /&gt;
* [[Oberbergamt]]:&lt;br /&gt;
* [[Oberleitungslok]]:&lt;br /&gt;
* [[Observationsbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Offen]]:&lt;br /&gt;
* [[Öhr]] (Öhre): Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Orgel]]:&lt;br /&gt;
* [[Ort]] das: Die Stelle, wo abgebaut wird oder eine [[Strecke]] vorgetrieben wird („vor Ort“). Ende einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Örter]] (Örtchen): Historische Bezeichnung für die Spitzen am verwendeten [[Gezähe]]. &lt;br /&gt;
* [[Örterbau]]: Abbauverfahren, bei dem 50-100 Meter lange [[Strecke]]n - Örter - aufgefahren werden, um so die  [[Lagerstätte]] auszubeuten.&lt;br /&gt;
* [[Ortsbrust]]: [[Stoß]] am Ende eines [[Grubenbaus]], an der der [[Vortrieb]] stattfindet oder stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== P ====&lt;br /&gt;
* [[Panne]], Pannschüppe: Umgangssprachlich für Pfannenschaufel (regional). Siehe auch Weiberarsch.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Päuschel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei der Hereintreibearbeit oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pendelförderung]]: Ein Verfahren der Streckenförderung, bei der ein Gefäß hin- und herbewegt wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfändung]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfannenschaufel]]: Schaufel, mit deren Hilfe das gelöste Gut, z.B. Kohle, auf das Fördermittel geladen wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfeiffe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeilerbau]]: Abbauverfahren, das zum Abbau plattenförmiger Lagerstätten mit einem flachen Einfallen von maximal 50 Gon angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Pinge]]: Von früherem Bergbau zurückgebliebene meist mulden- oder trichterförmige Vertiefung an der Tagesoberfläche, entstanden durch oberflächennahen Abbau, Einsturz eines Schachts (Schachtpinge) oder eines untertägigen Hohlraums.&lt;br /&gt;
* [[Plötz]]: Leicht keilförmiges eisernes [[Gezähe]] ohne Schneide für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Pochschuhe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochstempel]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Polygonausbau (Bergbau)]]: Zusammengesetzter Vieleckausbau der zur Verstärkung des Streckenausbaus eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Posen]]:&lt;br /&gt;
* [[Prellträger]]: Träger zum Schutz der Seilscheiben vor Beschädigung durch die Fördermittel.&lt;br /&gt;
* [[Pressbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Presshauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Pumpenkunst]]: Wasserhebemaschine, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pumpensumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Prunen]]: Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Q ====&lt;br /&gt;
* [[Bergquartal|Quartal]]:Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
* [[Quartalgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Quartalstufe]]:&lt;br /&gt;
* [[Quatembergeld]]: Abgabe an das [[Bergamt]] zur Besoldung der Bergbeamten während des [[Bergregal|Regalbergbaus]]  &lt;br /&gt;
* [[Querbau]]: Abbauverfahren, das in mächtigen, steil einfallenden [[Lagerstätte]]n und in untertägigen Steinbrüchen angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Querschlag]]: Eine [[Strecke]], die quer zum [[Einfallen]] der Gebirgsschichten aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== R ====&lt;br /&gt;
* [[Rad]]:&lt;br /&gt;
* [[Radstube]]:&lt;br /&gt;
* [[Raithalde]]:&lt;br /&gt;
* [[Rampe]]: Geneigter, geradlinig oder spiralig („Wendel“) verlaufender Grubenbau. Rampen sind so angelegt, dass sie mit Großtechnik wie Fahrladern, Muldenkippern oder normalen Lkw befahren werden können. Auf diese Weise kann auch aus größeren Teufen mit gleisloser Großtechnik gefördert werden.&lt;br /&gt;
* [[Rasenhängebank]]: Hängebank zu ebener Erde.&lt;br /&gt;
* [[Raubbau]]: Auf kurzfristigen Höchstgewinn gerichteter Abbau, unter Verzicht auf vollständige Gewinnung und nachhaltigen Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Rauben]]: Entfernen der Betriebsmittel und des Grubenausbaus aus aufzugebenden Grubenbauen oder Betriebspunkten.&lt;br /&gt;
* [[Raubhilfe]]: Speziell für die Raubarbeit angefertigte Werkzeuge oder Arbeitsgeräte.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Regal]]:&lt;br /&gt;
* [[Retardat]]: Bergrechtlicher Vorgang im frühen Bergbau, durch den ein Kuxinhaber seine Anteile verlieren konnte, wenn er seine Zubuße nicht bezahlte.&lt;br /&gt;
* [[Retardat-Zettel]]:&lt;br /&gt;
* [[Revier]]: 1) im engeren Sinne eine Abteilung zur Ausführung von Abbau- und sonstigen Arbeiten an mehreren Betriebspunkten in einem bestimmten Teil eines Grubenfeldes sowie 2) im weiteren Sinne Bezeichnung für ein Gebiet, in dem bestimmte mineralische Rohstoffe abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Revierbeamte]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezess]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezessgeld]]: Abgabe, die ein Muter nach der Verleihung eines Grubenfeldes pro [[Quartal]] an das Bergamt zahlen musste.&lt;br /&gt;
* [[Rezessschreiber]]: Bergbaubeamter im Mittelalter, der am Bergamt die Tätigkeit eines Buchhalters ausübte.&lt;br /&gt;
* [[Richtschacht]]: Schacht, der saiger (ohne besondere Rücksicht auf den Verlauf der Lagerstätte) abgeteuft wird.&lt;br /&gt;
* [[Richtstrecke]]: Strecke, die geradlinig im mittleren Streichen („Generalstreichen“) der Lagerstätte aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen|Riemen]]: Lederner Riemen oder Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Ringausbau]]: Geschlossener Grubenausbau, der aus zusammengesetzten Stahlsegmenten besteht.&lt;br /&gt;
* [[Riss]]:&lt;br /&gt;
* [[Ritzeisen]]:Spezielles [[Bergeisen]], welches zu zur Anlage von Ritzen im [[Gestein]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Rolle]]: geneigter Grubenbau zur Förderung von Gut oder Bergen aus dem Abbau oder einer oberen Strecke in eine tieferliegende Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Rösche]]: Grubenbau der einer untertägigen Maschine ([[Wasserrad]], Turbine, [[Wassersäulenmaschine]]) die durch einen [[Kunstgraben]] herangebrachten Betriebswasser ([[Aufschlagwasser]]) zuführt ([[Aufschlagrösche]]) oder die benutzten Wasser ableitet ([[Abzugsrösche]]).&lt;br /&gt;
* [[Rüböl]]:&lt;br /&gt;
* [[Rücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Ruschel]]: Nicht mineralisierte Schergänge, die im Gegensatz zu mineralführenden Gängen nur zerriebenes Nebengestein enthalten und geringe Standfestigkeit besitzen.&lt;br /&gt;
* [[Rutengänger]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== S ====&lt;br /&gt;
* [[Saalband]]: Grenzfläche zwischen Gang und Nebengestein.&lt;br /&gt;
* [[Saline]]: Anlage, in der aus Salzlösungen durch Verdunstung des Wassers Kochsalz gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Salzlagerstätte]]: natürliches Vorkommen von Salzen, bilden sich vor allem durch Verdunstung von Meerwasser, enthalten meist verschiedene Salze.&lt;br /&gt;
* [[Sargdeckel]]: Ein sich an vorhandenen Trennflächen ohne Vorwarnung aus dem Hangenden lösender sehr großer Stein.&lt;br /&gt;
* [[Sattel]]:&lt;br /&gt;
* [[Satz]]:&lt;br /&gt;
* [[Saubern]]: reinigen, in Ordnung halten, Sohle planieren.&lt;br /&gt;
* [[Schacht]]: Seigerer, seltener auch tonnlägiger Grubenbau zum Fördern (Förderschacht) oder Bewettern (Wetterschacht). &lt;br /&gt;
* [[Schachtansatzpunkt]]: Bei Tagesschächten der Punkt an der Tagesoberfläche, an dem der Schacht abgeteuft werden soll.&lt;br /&gt;
* [[Schachtausbau]]: Verkleidung der Schachtwand, die dazu dient, den seitlichem Gebirgsdruck abzufangen.&lt;br /&gt;
* [[Schachtbruch]]: Plötzliches Abgehen der Schachtverfüllung bei abgeworfenen Tagesschächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtförderung]]: Förderung von Produkten, Versatz, Material und Personen vom Füllort bis zur Hängebank in Schächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtführung]]: Schachteinbauten, die den Fördergutträger in der Spur des jeweiligen Schachttrums lenken.&lt;br /&gt;
* [[Schachtpinge]]:&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheibe]]: Schachtquerschnitt mit Schachtausbau sowie der Einteilung der verschiedenen Trümer.&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheider]]: Bauelement aus Holz oder Mauerwerk zur Aufteilung des Schachtes in separate Trume.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsignalanlage]]: Technische Einrichtung im Schacht zur Kommunikation zwischen Fördermaschinist und Anschläger.&lt;br /&gt;
* [[Schachtstuhl]]: Konstruktion an den Anschlägen im Übergangsbereich vom Schacht ins Füllort.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsumpf]]: Tiefster Teil des Schachtes, unterhalb der tiefsten angeschlossenen Sohle. Dient der Aufnahme des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Schachtverwahrung]]: Abschluss eines abgeworfenen Tagesschachtes.&lt;br /&gt;
* [[Scharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schaufel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit.&lt;br /&gt;
* [[Scheffel]]: Altes Raummaß.&lt;br /&gt;
* [[Scheidebank]]: Aufbereitungshalle eines Bergwerks, in der das Erz manuell vom taubem Gestein getrennt wurde. &lt;br /&gt;
* [[Scheidehammer]]:Spezieller Hammer zur Erzscheidung.&lt;br /&gt;
* [[Scheidejunge]]: Lehrling, der in der Aufbereitung des Bergwerks tätig war und dort seine ersten Erfahrungen für den Beruf des Bergmanns sammelte (auch Klaubejunge oder im Oberharz Pochjunge genannt).&lt;br /&gt;
* [[Scheideplatten]]:Gesteins- oder Gußplatten, auf denen mit dem Scheidehammer die Erzscheidung erfolgte.&lt;br /&gt;
* [[Scheider]]:&lt;br /&gt;
* [[Schicht]]: Regelmäßige tägliche Arbeitszeit.&lt;br /&gt;
* [[Schichtgebet]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtmeister]]: Bergbeamter, der als Rechnungsführer des Bergwerks vereidigt war.&lt;br /&gt;
* [[Schichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schießblech]]: Viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Schießen]]: Gewinnungsarbeit durch gezielte Sprengung von Schwarzpulver in dazu angelegten Bohrlöchern. &lt;br /&gt;
* [[Schießpflock]]: Rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
* [[Schießspreize]]: Holz, welches zwischen dem auf den [[Schießpflock]] aufgelegtem [[Schießblech]] und dem gegenüberliegenden [[Stoß]] eingetrieben wird.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Schießnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Halm|Schießröhrchen]] (Halm): Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Schild]]:&lt;br /&gt;
* [[Schildausbau]]: Hydraulisches System zum Strebausbau im untertägigen Kohlebergbau.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eisenarbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel- und Eisenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] mittels [[Schlägel]] und [[Bergeisen]]. &lt;br /&gt;
* [[Schlagwetter]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlechten]]: Natürliche Trennflächen des Flözkörpers.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Schlegel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eise]arbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schleichwetter]]: Kleine, unkontrollierte Wetterströme, die durch abgeworfene Grubenbaue streichen und potentiell gefährlich sind.:&lt;br /&gt;
* [[Schlepper]]: Bergmann, der vorwiegend zur Förderung (Schleppen, Trecken) der Hunte eingesetzt wurde. In der Regel wurden Lehrlinge in ihrer Anfangszeit als „Treckejungen“ eingesetzt.&lt;br /&gt;
* [[Schleppungskreuz]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifkorb]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlotten]]: Im Mansfelder und Eislebener Kupferschieferbergbau angetroffene untertägige Hohlräume des Gipskarstes.&lt;br /&gt;
* [[Schmitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schneidkopf]]: Gewinnungswerkzeug an Teilschnittmaschinen.&lt;br /&gt;
* [[Schram]]: Bergmännisch hergestellter Schlitz im Nebengestein, der das [[Gewinnung|Hereingewinnen]] des [[Erz]]es erleichtert.&lt;br /&gt;
* [[Schrämen]]: Herausschlagen des tauben [[Gestein]]s neben einem [[Gang]], um das [[Erz]] von der Seite aus [[Gewinnung|hereingewinnen]] zu können. &lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Schrämhaue]]: Leichte Keilhaue, die ausschließlich zur Herstellung des [[Schram]]s verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhauer]] (Schrämer): Bergmann, welcher die [[Schräm]]e, meist mittels [[Schrämhammer]] herstellt&lt;br /&gt;
* [[Schrämkette]]: Umlaufende Gliederkette an Schrämmaschinen und Continuous Minern alter Bauart.&lt;br /&gt;
* [[Schrämkrone]]: An Säulen-Schrämmaschinen eingesetztes Werkzeug, zur Erzeugung der Schram.&lt;br /&gt;
* [[Schrämmaschine]]: Gerät im Bergbau und Steinbrüchen zur Erzeugung eines Schrams.&lt;br /&gt;
* [[Schrämspieß]]: Vierkantige gerade Eisenstange, die an einem Ende in einer an den Seitenflächen etwas gewölbten Spitze ausläuft.&lt;br /&gt;
* [[Schrämwalze]]: Walzenförmiger Werkzeugträger beim Walzenschrämlader.&lt;br /&gt;
* [[Schrapper]]:&lt;br /&gt;
* [[Schubort]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurf]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeldkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Schürfen]]:Aufsuchen einer Lagerstätte durch Aufdecken nahe der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Schürfschein]]: Amtlicher Erlaubnisschein, der dem Inhaber das Aufsuchen von Lagerstätten erlaubt. Offizieller Begriff: Aufsuchungserlaubnis.&lt;br /&gt;
* [[Schuss]]:&lt;br /&gt;
* [[Schüttelrutsche]]: Ein Abbaufördermittel im Kohlebergbau. Rinnenförmige Bleche werden langsam vor- und schnell zurückbewegt, dadurch rutscht die Kohle in Richtung Fußstrecke.&lt;br /&gt;
* [[Schütten]]:&lt;br /&gt;
* [[Schützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwaden]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebe]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebend]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwefelmännchen]]: Mit Schwefel überzogener starker bzw. doppelt gedrehter Woll- oder Baumwollfaden, welches an das Ende des [[Halm]]es gesteckt und mit der Öllampe angezündet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schwerköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Sechste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die statt des [[Siebente]]n gezahlt werden konnte, wenn die Ausgaben der [[Grube]]n zu hoch waren.&lt;br /&gt;
* [[Seife]]:&lt;br /&gt;
* [[Seiger]] (auch: saiger): senk-, lotrecht.&lt;br /&gt;
* [[Seigerriss]] (auch: Saigerriss): zeichnerische Projektion eines Bergwerkes, Vertikalschnitt.&lt;br /&gt;
* [[Seil]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilbruch]]: Durchreißen eines Förderseiles aufgrund von Materialermüdung oder Überlastung.&lt;br /&gt;
* [[Seileinband]]: (auch: Seilendverbindung) Konstruktion, die Förderseile oder andere Drahtseile mit Konstruktionsteilen oder anderen Festpunkten verbindet.&lt;br /&gt;
* [[Seilfahrt]]: Ein- und Ausfahrt der Bergleute in dem am Seil hängenden Förderkorb.&lt;br /&gt;
* [[Seilkorb]]: Vorrichtung an der Fördermaschine, auf der das Förderseil aufgewickelt wird.&lt;br /&gt;
* [[Seilrutsch]]: Rutschen des Förderseils auf der Treibscheibe, das vorwiegend bei starkem Anfahren oder scharfem Abbremsen auftreten kann. Siehe Koepeförderung.&lt;br /&gt;
* [[Seilscheibe]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilträger]]: Teil der Fördermaschine, mit dem das Förderseil bewegt wird. Siehe auch: Treibscheibe.&lt;br /&gt;
* [[Sekunde]]:&lt;br /&gt;
* [[Senken]]: Ist das Hereingewinnen der hochgequollenen Streckensohle, es dient zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der notwendigen Streckenhöhe.&lt;br /&gt;
* [[Senkstütze]]: Nachgiebiges Stützelement, das anstelle der stoßseitigen Ausbausegmente eingesetzt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Setzeisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitslampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitspfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitssteiger]]: Sicherheitsingenieur im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Siebente]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die in manchen [[Bergordnung]]en statt des [[Neunte]]n vorgeschrieben war. &lt;br /&gt;
* [[Sinkwerk]]: Untertägiger Hohlraum, in dem Salz durch Auslaugen mit Süßwasser gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Sinter]]:&lt;br /&gt;
* [[Sitzholz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sole]]: wässrige Steinsalzlösung mit einer Dichte von 1,204 g/cm3 und einen NaCl-Gehalt von 26,4 % (318 g/l). &lt;br /&gt;
* [[Sohle]]: 1. die Gesamtheit aller in einer Ebene gelegenen Teile eines Bergwerkes; 2. untere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus, z. B. einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Sohlenabstand]]: Abstand zwischen den einzelnen Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Söhlig]]: Horizontal, waagerecht.&lt;br /&gt;
* [[Spanne]]:&lt;br /&gt;
* [[Spanner]]:&lt;br /&gt;
* [[Spat]]:&lt;br /&gt;
* [[Spatgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Spitzeisen, Eisen, Bergeisen]]: Meißelartiges Werkzeug, das mit einem Stiel gehalten wird. Es gehört zum historischen Gezähe „Schlägel und Eisen“.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Spitzhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Spreize]]:&lt;br /&gt;
* [[Sprung]]:&lt;br /&gt;
* [[Spülversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Spurnagel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stalinpaket]]:&lt;br /&gt;
* [[Starrer Bogenausbau]]: Teilelliptischer starrer Streckenausbau aus einzelnen Ausbausegmenten.&lt;br /&gt;
* [[Stehender Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Steiger]]: Grubenaufseher, Bergingenieur, Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Steigort]]&lt;br /&gt;
* [[Steigbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Stempel]]: Stütze aus Holz oder Metall zum Abstützen des Gebirges.&lt;br /&gt;
* [[Stirn]]:&lt;br /&gt;
* [[Stock]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerksbau]]: Abbauverfahren&lt;br /&gt;
* [[Stollen]]: annähernd horizontale Strecke mit einem Mundloch an der Tagesoberfläche. In Sachsen, dem Erzgebirge, vor allem in Eigennamen und traditionell wird auch Stolln geschrieben.&lt;br /&gt;
* [[Stollenflügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollenhieb]]: Recht des [[Erbstöllner]]s, in bestimmten Maß angetroffene [[Erz]]e abzubauen. &lt;br /&gt;
* [[Stollenrösche]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollensteuer]]: Abgabe der [[Gerwerken]] an den [[Erbstöllner]] oder [[Stöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Stöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Störung]]: Trennfläche im Gebirge, an der z.B. eine Verschiebung von Gesteinsschollen stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
* [[Stoß]]: seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaus (z. B. Seitenwand einer Strecke).&lt;br /&gt;
* [[Streb]]:&lt;br /&gt;
* [[Strebausbau]]: Ausbau beim Strebbau.&lt;br /&gt;
* [[Strebbau]]: Untertage-Abbauverfahren, bei dem der Abbauraum im Flöz weiterrückt.&lt;br /&gt;
* [[Strecke]]: Horizontaler Grubenbau innerhalb des Grubengebäudes.&lt;br /&gt;
* [[Streckenausbau]]: Ausbau in untertägigen Strecken.&lt;br /&gt;
* [[Streckenbegleitdamm]]: Untertägiges Bauwerk, das in den Abbaustrecken dazu dient, den Streckensaum gegen den Alten Mann zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Streckenförderung]]: Horizontale Bewegung von Materialien, mineralischen Rohstoffen, Produkten und Versatz in Strecken und Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Streckensaum]]: Seitliche Begrenzung einer Abbaustrecke zum Flöz und zum Alten Mann hin.&lt;br /&gt;
* [[Streichen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in horizontaler Richtung, rechtwinklig zum Fallen. Entspricht dem Verlauf einer Höhenlinie.&lt;br /&gt;
* [[Strosse]]:&lt;br /&gt;
* [[Strossenbau]]: Älteste Abbaumethode für den Gangerzbergbau.&lt;br /&gt;
* [[Stube]]:&lt;br /&gt;
* [[Stufe]]: Kleines Gesteinsstück, insbesondere Erzstufe, aber auch ein vom [[Markscheider]] in das Gestein eingehauenes Zeichen.&lt;br /&gt;
* [[Stufenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Stufeneisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Stufenerz]]:&lt;br /&gt;
* [[Stunde]]: Einer der 24 Teile, in die der Grubenkompaß eingeteilt ist.&lt;br /&gt;
* [[Stundung (Bergbau)]]: Die (zeitweise/vorübergehende) Stilllegung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Sturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sturzbühne]]: Im Mansfelder Kupferschieferbergbau angewandte Methode des Umladens vom Strebhunt in den Förderwagen.&lt;br /&gt;
* [[Sumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen]] (auch Wassereisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sümpfen]]: Absenkung des Grundwasserspiegels, Trockenlegung überfluteter (ersoffener) Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Sumpfstrecke]]: Strecke, die als Sammelraum für das anfallende Grubenwasser verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== T ====&lt;br /&gt;
* [[Tag]] (über Tage, am Tage): Erdoberfläche, von der aus das Tageslicht sichtbar ist.&lt;br /&gt;
* [[Tagebau]]: Abbau des Nutzminerals von über Tage aus.&lt;br /&gt;
* [[Tagebruch]]: Verbruch der sich bis zur Tagesoberfläche durchschlägt.&lt;br /&gt;
* [[Tagegebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Tageschacht]]: Siehe [[Schacht (Bergbau)]].&lt;br /&gt;
* [[Tagewerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Taub]]: Ein Lagerstättenteil, der keine abbauwürdigen Mineralien enthält.&lt;br /&gt;
* [[Teufe]]: Die Tiefe eines Schachtes oder einer Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Teufen]]: Herstellen eines Grubenbaues von oben nach unten, siehe Abteufen.&lt;br /&gt;
* [[Tiefbau]]: Abbau unter Tage. &lt;br /&gt;
* [[Tiefste]]:&lt;br /&gt;
* [[Todt]]:&lt;br /&gt;
* [[Todter Mann]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonne]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonnlägig]]: Ein Schacht, der nicht senkrecht ins Bergwerk führt. Tonnlägige Schächte folgten im Gangerzbergbau dem von der Vertikalen abweichenden Einfallen des Ganges.&lt;br /&gt;
* [[Tonnung]]:&lt;br /&gt;
* [[Tradde]]: Abgabe an die Grundeigentümer.&lt;br /&gt;
* [[Tragwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Trecken]]:&lt;br /&gt;
* [[Treckejunge]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibehaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Treiben]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibe]]: Seilträger, bei dem die Energie der Antriebsmaschine mittels Reibschluss auf das Förderseil übertragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibenförderung]]: Schachtförderanlage, die nach ihrem Erfinder Carl Friedrich Koepe, auch Koepe-Förderung genannt wird. &lt;br /&gt;
* [[Treppenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Trog]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommel]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommelfördermaschine]]: [[Fördermaschine]], bei der das Förderseil auf eine [[Trommel]] gewickelt wird ([[Haspel]]).&lt;br /&gt;
* [[Trum]]: Von einem [[Gang]] abgetrennter Zweig des Ganges, aber auch ein abgeteilter Teil eines [[Schacht]]es, [[Gesenk]]es oder [[Überhauen]]s.&lt;br /&gt;
* [[Trümmerartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Tscherper]]: Ein Messer&lt;br /&gt;
* [[Tscherpertasche]]:&lt;br /&gt;
* [[Tummelbau]]: Abbauverfahren beim Braunkohlenbergbau mit bienenkorbförmigen Weitungen, sogenannten Tummel, das aufgrund seiner Gefährlichkeit im 19. Jahrhundert im deutschen Bergbau verboten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Tübbing]]: Segmente aus Gusseisen oder Stahl, die zum wasserdichten Ausbauen von Schächten bei nicht standfesten Nebengebirgen dienen.&lt;br /&gt;
* [[Türstock]]: Ausbaukonstruktion, bestehend aus einer Kappe mit zwei unterstützenden Stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== U ====&lt;br /&gt;
* [[Überfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Überhauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Überlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übrschar]]:&lt;br /&gt;
* [[Übersetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übertreiben]]: Vorbeifahren der Fördermittel über die Endanschläge hinaus.&lt;br /&gt;
* [[Übertreibsicherung]]: Dient dazu das Fördermittel abzubremsen damit es beim Übertreiben möglichst vor dem Prellträger zum Stehen kommt.&lt;br /&gt;
* [[über Tage]] oder Übertage: alles „an der Sonne“, also nicht der Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Ulm]]e: Seitliche Begrenzung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Umbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Umfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unbauwürdig]]:&lt;br /&gt;
* [[Ungeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Unschlitt]]: Tierische Körperfette (Talg), welche als Brennmaterial für offene [[Geleucht]]e, meist tönerne [[Frosch]]lampen, diente. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittgeld]]: Gebühr der [[Gewerkschaft]]en an den zuständigen [[Grabensteiger]] zur Deckung der ihm entstandenen Unkosten für das [[Geleucht]]. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittlampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterbank]]: Unterer Teil eines zweiteiligen Flözes.&lt;br /&gt;
* [[unter Tage]] oder Untertage: Stollen, Strecken, Schächte.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerk]]: Abbau unter der Stollnsohle.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerksbau]]: Abbau unterhalb der tiefsten Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Unverritzt]]:&lt;br /&gt;
* [[Urbar]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== V ====&lt;br /&gt;
* [[Ventilator]]:&lt;br /&gt;
* [[Verarmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbau]]:&lt;br /&gt;
* [[verblenden]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbolzung]]: Axiale Verkettung des Streckenausbaus um die Einzelbaue gegen eine Schubwirkung in Längsrichtung zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Verbrechen]]: Einbrechen oder Einstürzen und damit Unbrauchbarmachen eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Verbühnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbundbergwerk]]: Entsteht durch Zusammenlegung mehrerer Bergwerke.&lt;br /&gt;
* [[Verdingen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verdrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Veredeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verhieb]]: Art und Weise wie ein in Angriff genommener Abbaustoss abgebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Verlag]]:&lt;br /&gt;
* [[Verlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verleihen]]: Zueignung von Bergwerkseigentum durch den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* [[Verkippen]] / [[Verstürzen]]: Im Tagebau das Absetzen des Abraumes.&lt;br /&gt;
* [[Verritzen]]: Beginn des Abbaus einer Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Versatz]]: Verfüllung eines durch den Abbau entstandenen Hohlraums mit Bergen (Bergeversatz).&lt;br /&gt;
* [[Versetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verspünden]]: Wasserdichtes abdämmen einer [[Strecke]] durch einen Ziegel- oder Betondamm, früher auch Zimmerwerk.&lt;br /&gt;
* [[Verstufung]]: Bergrechtlicher Vorgang, durch den sich der [[Stöllner]] sämtliche Rechte an dem bisher aufgefahrenen Stollen gegen etwaige Ansprüche neuer [[Muter]] sicherte. Der [[Markscheider]] setzte ein [[Verstufung]]szeichen.&lt;br /&gt;
* [[Verwahren]]: Sicherung der Hohlräume eines stillgelegten (aufgelassenen) Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Verstufen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verstürzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Versuchsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Vertauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfung]]:&lt;br /&gt;
* [[Verziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzimmern]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzug]]: Auskleidung der Zwischenräume beim Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Vierter Pfennig]]: Kostenerstattung vom Besitzer der [[Grube]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Vierung]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorflut]]: Natürlicher Bach oder Fluss sowie künstlich geschaffene Möglichkeit (Kanal, Pumpwerk), um Wasser (auch Abwasser) abzuführen.&lt;br /&gt;
* [[Vorkommen]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorrichten]]: Vorbereitung des [[Abbau]]s der [[Lagerstätte]] und den Einbau von Gewinnungs– und Fördereinrichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== W ====&lt;br /&gt;
* [[Wolger|Walger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Walzenlader]]: Maschine zur schneidenden Gewinnung von Steinkohle und Erz.&lt;br /&gt;
* [[Wand]]:&lt;br /&gt;
* [[Wange]]: Im Harz verbreiteter Begriff für die seitlichen [[Stoß|Stöße]] eines horizontalen Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Wasseraufzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassereinfallgeld]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen|Wassereisen]] (auch Sumpfeisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Wasserhaltung]]: Anlagen und Maßnahmen zum Abführen des einer Grube zufließenden Wassers.&lt;br /&gt;
* [[Wasserknecht]]: Bergmann, der für die Wasserhaltung des Bergwerks zuständig war.&lt;br /&gt;
* [[Wasserkunst]]: System zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Wasserlauf]]: Regionale Bezeichnung für einen Wasserüberleitungsstollen im Oberharzer Bergbau (siehe auch [[Rösche]]). &lt;br /&gt;
* [[Wasserlösung]]: Abführen von Wasser, z. B. durch Wasserlösungsstollen.&lt;br /&gt;
* [[Wassernot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wasserregal]]: Königliches Hoheitsrecht zur Wassernutzung, meist zusammen mit dem [[Bergregal]] durch den Landesherren verliehenes Recht.&lt;br /&gt;
* [[Wassersack]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassersäulenmaschine]]: Maschine, die durch Wasserkraft angetrieben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wassersaige]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassertrommel]]: Bewetterungsmaschine, bei der der Sog des herabfallenden Wassers zur Bewetterung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wässerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wechsel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wegfüllarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der das gelöste [[Gestein]] und [[Erz]] mittels [[Gezähe]] in die [[Fördergefäß]]e verbracht wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wehr]]: Land, welches dem Bergbautreibenden zum [[Lehen]] gegeben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Weiberarsch]]: Umgangssprachliche Bezeichnung einer → Pfannenschaufel (regional).&lt;br /&gt;
* [[Weilarbeit]]: Schichten in der Freizeit, unter anderen in der [[Eigenlehner]]zeche.&lt;br /&gt;
* [[Weitung]]: Beim [[Weitungsbau]] entstandene Kammern.&lt;br /&gt;
* [[Weitungsbau]]: Variante des [[Kammerbaus]] bei mächtigen und durchwegs [[bauwürdig]]en [[Lagerstätte]]n.&lt;br /&gt;
* [[Wendelstrecke]], (auch kurz:) [[Wendel]]: Spiralförmige Rampe zwischen den einzelnen (Teil-)Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Wetter]]: Gesamtheit aller Gase im Bergwerk.&lt;br /&gt;
* [[Wetterbohrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterführung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterhut]]: beweglicher Holzaufsatz über dem Schacht.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlampe (Bergbau)|Wetterlampe]]: Mit Benzin betriebene Sicherheitslampe zur Kontrolle der Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlutte]]:&lt;br /&gt;
* [[Wettermann]]: Ein Bergmann, der in den einzelnen Grubenbauen die Wettermessungen durchführt.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlmaschine]]: Maschine, die zur direkten Wetterkühlung der Grubenbaue eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlung]]: Abkühlen von Teilwetterströmen mittels technischer Hilfsmittel und Maschinen.&lt;br /&gt;
* [[Wetternot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterofen]]: Konstruktion zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges.&lt;br /&gt;
* [[Wetterrad]]: Einfache Wettermaschine aus Holz zur Bewetterung der Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Wettersatz]]: Maschine, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur künstlichen Bewetterung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wetterschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterscheider]]: Wettertechnisches Bauwerk, das in den Grubenbauen die Frisch- von den Abwettern trennt.&lt;br /&gt;
* [[Wettersohle]]: Sohle, die hauptsächlich der Bewetterung dient.&lt;br /&gt;
* [[Wettertafel]]: Kontrolltafel unter Tage, auf der die erfolgte Überprüfung der Luftreinheit mit Datum, Uhrzeit und Unterschrift der Kontrollperson vermerkt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterwechsel]]: Jahreszeitlich bedingte Änderung der Wetterrichtung, aber auch Austausch der verbrauchten Luft gegen frische Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterzug]]: Von der Atmosphäre in den Grubenbauen angenommene Luftbewegung.&lt;br /&gt;
* [[Widersinnig]]:&lt;br /&gt;
* [[Wiederaufnehmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Winkel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wipperboden]]:&lt;br /&gt;
* [[Wirbellutte]]: Speziallutte, die in sonderbewetterten Streckenörtern zur Durchmischung von Wettern dient, auch Coanda-Wirbellutte.&lt;br /&gt;
* [[Wolger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Wünschelrute]]:&lt;br /&gt;
* [[Wurfschaufellader]]: Ladegerät, hauptsächlich im Streckenvortrieb. Gleisgebundene oder gleislose Ausführung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== X ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Y ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Z ====&lt;br /&gt;
* [[Zeche]]: Bergwerkseigentum der [[Gewerkschaft]], aber auch bei der [[SDAG Wismut]] ein Betrieb zur [[Beprobung]] von Uranerz.&lt;br /&gt;
* [[Zehnte]]: Abgabe des Bergwerksbesitzers an den Staat oder den [[Bergregal|Regal]]herren.&lt;br /&gt;
* [[Zehntner]]:&lt;br /&gt;
* [[Zertrümern]]:&lt;br /&gt;
* [[Ziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerling]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Zone]]:&lt;br /&gt;
* [[Zubuße]]: Zahlungen auf Basis der [[Kux]]e, die der Anteilseigner ([[Gewerken|Gewerke]]) einer Bergrechtlichen Gewerkschaft an diese zur Erfüllung von Verbindlichkeiten zu entrichten hat.&lt;br /&gt;
* [[Zug]]:&lt;br /&gt;
* [[Zulegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusammendrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zwanzigste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] (in Sachsen 1851 statt des [[Neunte]]n eingeführt).&lt;br /&gt;
* [[Zwischengeschirr]]: Verbindungselement zwischen Förderkorb und Förderseil.&lt;br /&gt;
* [[Zwischenmittel]]: dünne Schichten tauben Gesteins in einem Flöz oder einem Erzlager.&lt;br /&gt;
* [[Zwölfte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] für einen alten wieder aufgewältigten [[Erbstollen|Erbstolln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leere Artikelseiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2653</id>
		<title>Bergwörterbuch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2653"/>
				<updated>2012-09-19T11:13:36Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: /* S */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Inhaltsverzeichnis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== A ====&lt;br /&gt;
* [[Abbau]]: Vorgang des [[Lösen]]s von [[Mineral]]ien aus einer [[Lagerstätte]], aber auch der Ort, an dem dies geschieht.&lt;br /&gt;
* [[Abbaue]]:  Orte, an denen der [[Abbau]] stattfindet.&lt;br /&gt;
* [[Abbaurichtung]]: Hauptrichtung, in der ein [[Lagerstätte]]nanteil mittels des jeweiligen [[Abbauverfahren]]s in Angriff genommen wird.&lt;br /&gt;
* [[Abbaustoß]]: Angriffsfläche für den [[Abbau]].&lt;br /&gt;
* [[Abbaustrecke]]: Horizontaler [[Grubenbau]] in der [[Lagerstätte]], der den [[Abbau]] begleitet.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverfahren]]: Technik, die im Bergbau dazu dient, eine [[Lagerstätte]] wirtschaftlich auszubeuten. Für jede Lagerstätte wird das jeweilige Abbauverfahren genau geplant.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverluste]]: Nicht abbaubare [[Lagerstätte]]ninhalte innerhalb eines [[Grubenfeld]]es, gerechnet in Prozent des anstehenden Lagerstätteninhaltes.&lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Abfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abfangen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abgang]] (oft im Plural, Abgänge): das Abfallmaterial aus einer ([[Erz]]-)[[Aufbereitung]]sanlage (engl. Tailings). Insbesondere im Steinkohlebergbau auch als [[Waschberg]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Abgeworfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Abkehren]]: Den Dienst aufgeben.&lt;br /&gt;
* [[Ablegen]]: Entlassen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Ablöser]]: Gesteinsbrocken, die sich von der [[Firste]] oder vom  [[Stoß]] ablösen und herunterfallen können oder bereits heruntergefallen sind.&lt;br /&gt;
* [[Abmuten]]: Bemühungen, den Freifall (ins Bergfreie fallen) eines [[Muten|gemuteten]] Bergwerkes mittels Antrag zu erreichen.&lt;br /&gt;
* [[Abortkübel]]: Auch Bergmannsklo genannt, ist ein Behälter mit verschließbarem Deckel, in dem die Bergleute Untertage ihre Notdurft verrichten.&lt;br /&gt;
* [[Abraum]]: Im Tagebau das die Lagerstätte überdeckende Gestein, von abräumen.&lt;br /&gt;
* [[Absaufen]]: Ungeplantes Volllaufen der Grubenbaue mit Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Abschlag]]: Vortrieb, der durch jeweils eine Sprengarbeit entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Absetzen]]: Im Tagebau das Aufschütten des Abraumes, oft mittels eines Absetzers; auch verkippen oder verstürzen genannt.&lt;br /&gt;
* [[Absetzig]]: &lt;br /&gt;
* [[Absinken]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abteufen]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abtreiben]]: auch [[bereißen]] oder ''berauben'': loses Gestein aus Sicherheitsgründen herunterreißen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbaufeldes]].&lt;br /&gt;
* [[Abwetter]]: Aus den Grubenbauen abgeleitete verbrauchte Luft.&lt;br /&gt;
* [[Ader]]: &lt;br /&gt;
* [[Akkulok]]:&lt;br /&gt;
* [[Alter Mann]]: Bereich, in dem der [[Abbau]] beendet ist. &lt;br /&gt;
* [[Altung]]:&lt;br /&gt;
* [[Anbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Anfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Anlegen]]: Einstellen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Anreichern]]: &lt;br /&gt;
* [[Anscharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Anschlagen]]: Beginn der Auffahrung (&amp;quot;einen [[Stollen|Stolln]] anschlagen&amp;quot;), aber auch Signalgebung bei der [[Förderung]] im [[Schacht]] durch den  [[Anschläger]], der die [[Fördertonne]]n ans Seil &amp;quot;anschlägt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* [[Anschläger]]: Bergmann, der im [[Füllort]] unter Tage und auf der [[Hängebank]] über Tage die [[Fördertonne]]n ans Seil anschlägt. Bedient die Signalanlage zur Verständigung mit dem Maschinisten.&lt;br /&gt;
* [[Anschnitt]]: Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben des [[Berggebäude]]s beim [[Bergamt]]. Der Anschnitt erfolgte in früheren Jahrhunderten mittels [[Kerbholz]].&lt;br /&gt;
* [[Anschnittbuch]] (auch ''Anschnittbogen''): Im [[Bergamt]] hinterlegtes Buch, in dem die [[Bergkosten]] der [[Grube]]n vermerkt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Anschnittregister]]: Auflistung der [[Bergkosten]] der [[Grube]], welche beim [[Bergamt]] zur Untersuchung vorgelegt werden musste.&lt;br /&gt;
* [[Anschützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Apophyse]]:&lt;br /&gt;
* [[Arschleder]]: Gesäßschutz des Bergmanns, insbesondere, wenn er auf dem Leder einfährt (über tonnlägige Schächte in den Berg rutscht). Hauptsächlich aber als Schutz vor Nässe und Kälte beim Sitzen, siehe auch: [[Kniebügel]].&lt;br /&gt;
* [[Assanisator]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Aufbereiten]]: Gewonnene Mineralien zerkleinern, sortieren, klassieren, anreichern und konzentrieren.&lt;br /&gt;
* [[Aufbruch]]: Von unten, von einer tieferen Sohle her, nach oben hergestellter vertikaler Grubenbau. Auch [[Überhauen]] genannt.&lt;br /&gt;
* [[Auffahren]]: Einen Grubenbau herstellen.&lt;br /&gt;
* [[Aufgehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufhauen]]: Eine in einer Lagerstätte aufwärts führende Strecke, z. B. Strebaufhauen zur Vorrichtung eines Strebbaus, Wetteraufhauen zur Wetterführung.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Auflassen]]: (Auflässig) Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbau]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Aufnehmen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsatteln]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsäubern]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufschliessen]]: Eine [[Lagerstätte]] durch ein neues Bergwerk zugänglich machen.&lt;br /&gt;
* [[Aufschluss]]: &lt;br /&gt;
* [[Öhr|Auge]]: Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[aufwältigen]]: Einen verbrochenen (eingestürzten) oder verfüllten Grubenbau wiederherstellen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbau]]: Abstützung innerhalb des Bergwerkes mittels verschiedener Materialien und Techniken.&lt;br /&gt;
* [[Ausbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbaugespann]]: Hydraulischer Schreitausbau, der aus zwei oder drei Ausbaurahmen besteht.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeissen]]: Auch ausgehen; bergmännisch für zu Tage kommen, sich verringern, verschmälern; ausgehendes Flöz: ein zu Tage sich verschmälerndes, selbst aufhörendes Flöz.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeute]]: Überschuss aus dem Ertrag eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeutebogen]]: Verzeichnis aller Zechen eines Bergbaureviers, die Gewinne abwarfen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbiss]]: Das Hervortreten einer Lagerstätte an der Tagesoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Ausblühen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbringen]]: Gesamte Rohförderung an nutzbaren Mineralien einer Grube.&lt;br /&gt;
* [[Ausfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausgehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushalten]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushieb]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskeilen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausklauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Auslängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Auspochen]] (auch Ausklopfen): Akustisches Signal zum Schichtende vom [[Steiger]] über Tage zu den Bergleuten im [[Schacht]] und dessen Weiterleitung durch Schläge mit dem [[Schlägel]] an den [[Stoß]] bis zu den [[Ort|Örtern]].&lt;br /&gt;
* [[Ausrichtung]]: Erschließung eines [[Grubenfeld]]es durch die Anlage von [[Schacht|Schächten]], [[Querschlag|Querschlägen]], [[Feldstrecke|Feld]]- und [[Richtstrecke]]n.&lt;br /&gt;
* [[Ausschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausschläger]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausstreichen]]: Flöz oder Gang streicht an der Erdoberfläche aus, d. h. schneidet die Erdoberfläche, und ist dort sichtbar; auch Ausbiß oder Ausgehendes genannt.&lt;br /&gt;
* [[Ausziehen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== B ====&lt;br /&gt;
* [[Bankrecht]] ist eine Senkrechte zum [[Streichen]] und [[Einfallen|Fallen]] einer Schichtenfolge.&lt;br /&gt;
* [[Barte]] (oder Bergbarte): Kleines Beil mit einer langen Spitze und einem langen Stiel, das zu festlichen Anlässen mitgeführt wird.&lt;br /&gt;
* [[Bau]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauhaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig|Bauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Befahrbar]]: &lt;br /&gt;
* [[Befahren]]: Begehung eines [[Stollen[[s, heute auch die generelle Begehung (Besichtigung) eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Beibrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegung]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnungsurkunde]]: Verleihungsurkunde, die bei der [[Verleihen|Verleihung]] einer [[Muten|gemuteten]] [[Grube]] in das [[Lehensbuch]] eingetragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Beleihen]]: &lt;br /&gt;
* [[Beraubefahrzeug]]: Mobile Arbeitsmaschine, die Untertage zum bereißen der Firste eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Berauben]]: siehe [[Bereißen]].&lt;br /&gt;
* [[Berechtsame]]: Nutzungsrecht an bestimmten [[Grubenfeld]]ern, wird heute im [[Bergrecht]] Bergbauberechtigung genannt.&lt;br /&gt;
* [[Berechtsamsurkunde]]: [[Bergrecht]]liches Dokument, das aus der sogenannten [[Verleihen| Verleihung]]surkunde und einer Ausfertigung des Lager[[riss]]es besteht und einem Bergbautreibenden bei der Verleihung von Bergwerkseigentum überreicht wird.&lt;br /&gt;
* [[Bereißen]]: Herunterreißen von losen Gesteinsstücken oder Kohlebrocken von der [[Firste]] mittels Bereißwerkzeugen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Berg]]: Eher flach geneigte Verbindungsstrecke zwischen [[Grubenbau]]en unterschiedlicher [[Teufe]], z. B. zwischen den [[Sohle]]n eines Bergwerks. Siehe auch [[Förderberg]].&lt;br /&gt;
* [[Bergamt]]: Für den Bergbau zuständige Aufsichtsbehörde.&lt;br /&gt;
* [[Bergamtmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbeamte]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigungsfonds]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbehörde]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbuch]]: Öffentliches Verzeichnis aller Rechtsgeschäfte des [[Bergamt]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berge]] (auch: Bergematerial): Vom Bergmann aus dem Gebirge gelöstes, taubes oder auch (Neben-)Gestein, das bei Gewinnung von Bodenschätzen unter Tage anfällt.&lt;br /&gt;
* [[Bergekasten]]: Geviert aus Grubenholz, das mit Bergen gefüllt wird und zur Abstützung des Hangenden dient.&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen]]: Länglicher Spitzkeil, welches meist an einem [[Helm]] befestigt und bei der [[Schlägel]]- und Eisenarbeit eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Berghammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Bergfeste]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergfreie]]: (ins Bergfreie fallen)&lt;br /&gt;
* [[Bergfreiheit]]: Der Landesherr konnte bestimmte wirtschaftlich wichtige Mineralien für bergfrei erklären und damit ihre Gewinnung anregen. Ein bergfreies Mineral durfte jeder Finder sich aneignen – ohne Rücksicht auf den Grundbesitz. Vorausgesetzt war die Verleihung von Bergwerkseigentum.&lt;br /&gt;
* [[Berggemach]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggericht]]: Gericht, das für bergrechtliche Angelegenheiten in den Bergbaurevieren zuständig war. Es überwachte die Konzessionen und vertrat die Rechtsansprüche der Landesherren.&lt;br /&gt;
* [[Berggeschrei]]: Beginn des Silberbergbaus im Erzgebirge und dem Harz, vergleichbar mit dem Goldrausch in Nordamerika.&lt;br /&gt;
* [[Geschworener|Berggeschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berggesetz]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergglocke]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggrundbuch]]: Ein öffentliches Register, das auch Berghypothekenbuch genannt wird und das beim Amtsgericht geführt wird. In ihm werden die Bergwerke, deren Eigentümer, Gewerke und Feldesgrössen aufgeführt.&lt;br /&gt;
* [[Berghauptmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergherr]]: &lt;br /&gt;
* [[Berghoheit]]: &lt;br /&gt;
* [[Berginspektor]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergkittel]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergknecht]]: Bergmann, der zu Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bergmannschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergmeister]]: Beamter, der beim [[Bergamt]] angestellt war und die [[Zeche]]n in seinem Bezirk verwaltete.&lt;br /&gt;
* [[Bergordnung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergpredigt]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergquartal]]: Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* [[Bergrecht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergregal]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergrichter]]: Beamter, der dem [[Berggericht]] vorstand und in strittigen Bergsachen entscheiden musste.&lt;br /&gt;
* [[Bergschaden]]: Schaden an Personen oder Gebäuden, der durch bergbauliche Aktivitäten entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Bergschmied]]: Handwerker, der die zum Bergbau erforderlichen Werkzeuge schmiedete und der [[Berggericht]]sbarkeit unterstand.&lt;br /&gt;
* [[Bergschreiber]]: Buchhalter und Protokollführer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Bergsenkung]]: Bodenbewegung, die aufgrund von Bergbautätigkeiten entsteht und sich bis zur Erdoberfläche auswirkt.&lt;br /&gt;
* [[Bergsucht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergvogt]]: Ein dem [[Bergmeister]] untergeordneter Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Bergwerkseigentum]]: Das Recht, innerhalb festgelegter Grenzen ein [[Mineral]] zu gewinnen. Bergwerkseigentum wird aufgrund einer [[Muten|Mutung]] durch den Landesherrn [[Verleihung|verliehen]].&lt;br /&gt;
* [[Besatz]]: Masse, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Besetzen]]: &lt;br /&gt;
* [[Besteg]]: &lt;br /&gt;
* [[Blasversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Blende]]: &lt;br /&gt;
* [[Blende (Geleucht)]]: &lt;br /&gt;
* [[Blick]]: &lt;br /&gt;
* [[Blindschacht]]: [[Schacht]] ohne Verbindung zur Erdoberfläche (Tageslicht).&lt;br /&gt;
* [[Bobine]]: schmale Seiltrommel mit seitlichen Führungen, auf der die Windungen eines Flachseils übereinander liegen.&lt;br /&gt;
* [[Bombe]]: Bezeichnung des Kumpels für eine bestimmte elektrische Handlampe.&lt;br /&gt;
* [[Bornmeister]]: Aufsichtsperson in einer Saline, er führt die Aufsicht über die Sole.&lt;br /&gt;
* [[Böse Wetter]]: Schädliche Gasgemische, die für den Menschen schädlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrdeckel]]: Über den [[Bohrer]] gesteckt Scheibe, die das Herausspritzen des Bohrkleins verhinderte.&lt;br /&gt;
* [[Bohren]]:&lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen]]: [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] durch manuelles Anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver.&lt;br /&gt;
* [[Bohrer]]: Ein [[Gezähe]] für die Herstellung von Bohrlöchern beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrgestänge]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrkern]]: &lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrkruck]]: Hölzernes Hilfsmittel zum Umsetzen des Hand[[bohrer]]s beim [[Bohren]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrlappen]]: Lappen zur Reinigung und Trocknung des Bohrlochs.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrlöffel]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrpost]]: Anzahl stärkerer und schwächerer [[Bohrer]], welche zum Abbohren eines Bohrlochs erforderlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrschacht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrstange]]: &lt;br /&gt;
* [[Bolzenschrot]]: &lt;br /&gt;
* [[Brecher]]: Maschine mit einer rotierenden Meißelwalze, um das abgebaute [[Mineral]] zu zerkleinern und transportfähig zu machen (meist ist an einem Brecher ein Transportband angehangen, um die zerkleinerten Mineralien zu befördern).&lt;br /&gt;
* [[Brecheisen]]: Eisenstange mit einer Spitze oder einer Schneide, welche für unterschiedliche Arbeiten (z. B. [[Durchschlag]]en) eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bremmer]]: &lt;br /&gt;
* [[Bremsberg]]: Berg, in dem mit Hilfe gebremster Förderwagen abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsbergförderung]]: Fördertechnik, bei der das abgebaute Mineral an einem Bremsberg mittels Schwerkraft abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsförderer]]: Rutsche mit angetriebenen Stauscheiben.&lt;br /&gt;
* [[Bremswerk]]: Maschinelle Einrichtung, die bei Förderung an Bremsbergen die niedergehenden Wagen abbremst.&lt;br /&gt;
* [[Bruch]]: Einsturz eines Teiles eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Bruchbau]]: Abbaumethode, bei der der das [[Hangendes|Hangende]] planmässig zu Bruch geworfen wird.&lt;br /&gt;
* [[Prunen|Brunen]] (Brunnen): Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Bühne]]: Künstlich geschaffene Arbeitsplattform.&lt;br /&gt;
* [[Bühnloch]] (auch Bühnenloch): Eine in das feste [[Gestein]] gehauene Vertiefung, um den Fuß eines [[Stempel]]s oder das Ende einer [[Kappe]] unverrückbar aufzunehmen.&lt;br /&gt;
* [[Bulge]]: Schlauchförmiger Ledersack, der im Mittelalter zum Schöpfen von Grubenwasser diente.&lt;br /&gt;
* [[Bulgenkunst]]: Wasserhebemaschine aus Holz, die zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bunker]]: Grubenräume oder betriebliche Einrichtungen, in denen Schüttgüter wie Rohkohle, Roherz oder Berge zwischengelagert werden.&lt;br /&gt;
* [[Butzen]]: eine kleine selbständige Masse eines bestimmten Minerals im Gestein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== C ====&lt;br /&gt;
* [[Caducieren]]: Kuxe für nicht mehr bestehend erklären, das Eigentum daran aufheben. &lt;br /&gt;
* [[Communbergbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Concedieren]]: &lt;br /&gt;
* [[Concession]]: &lt;br /&gt;
* [[Consolidation]]:auch Konsolidation: Zusammenschluss mehrerer Grubenfelder bzw. der dazugehörigen Berechtsamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== D ====&lt;br /&gt;
* [[Damm:]] Bauwerk, das einen Teilbereich des Grubengebäudes von den übrigen Grubenbauen trennt. Man unterscheidet Brand-, Wasser-, Streckenbegleit- und Abschlussdämme.&lt;br /&gt;
* [[Dammtor]]: Sicherheitstor, meist in Strecken, mit dem plötzliche Wassereinbrüche abgesperrt und somit ein Teil des Grubengebäudes zu Sumpfe gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
* [[Derb]]:&lt;br /&gt;
* [[Dingen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dopplhäuer]]: &lt;br /&gt;
* [[Doppltrümig]]: &lt;br /&gt;
* [[Dreiecksbau]]: Altes Abbauverfahren, das hauptsächlich im Schieferbergbau angewendet wurde und durch den Querbau abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
* [[Drittel]]: Bei Belegung eines Ortes mit mehreren, sich ablösenden Arbeitsgruppen eine dieser Schichten. Ein Ort kann auch mit zwei oder mit vier Dritteln belegt sein. Siehe 3- und 4/3-Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Druse]]: &lt;br /&gt;
* [[Drusig]]: &lt;br /&gt;
* [[Duckelbau]]: Abbauverfahren für unregelmäßig vorkommende Lagerstätten mit geringer Mächtigkeit, bei dem die Gewinnung mittels kleiner Schächte, sogenannter Duckel erfolgt.&lt;br /&gt;
* [[Durchfallen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchbauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchörtern]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchschlag]]: Herstellung einer offenen Verbindung zwischen zwei Grubenbauen.&lt;br /&gt;
* [[Durchsinken]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchteufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dürr]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== E ====&lt;br /&gt;
* [[Edel]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehner]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehnerzeche]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbringen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbruch]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfallen]]: Neigungswinkel der Lagerstätte zur Horizontalen, also die Neigung in Falllinie. Das Einfallen wird senkrecht zum Streichen gemessen.&lt;br /&gt;
* [[Eingesprengt]]: &lt;br /&gt;
* [[Einkommen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einlegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Einsprengung]]: &lt;br /&gt;
* [[Einstrich]]: Horizontaler Schachteinbau, der aus Holz oder aus Stahl gefertigt ist.&lt;br /&gt;
* [[Eintrümmig]]: &lt;br /&gt;
* [[Einziehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Eisen]]: Historische Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen]]: Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Entblössen]]: &lt;br /&gt;
* [[Enterben]]: Übergang der Rechte zwischen [[Erbstollen]], wenn der neu ins das [[Grubenfeld]] einkommende Erbstollen die erforderliche [[Erbteufe]] hat.&lt;br /&gt;
* [[Enterbungsteufe]]: Senkrechter Abstand zwischen [[Erbstollen]] und enterbten Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Erbbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbbelehnung]]: Verleihung der Rechte auf den [[Abbau]] eines [[Mineral]]s innerhalb eines bestimmten Bezirkes. &lt;br /&gt;
* [[Erbbereiten]]: Berggerichtliche Handlung, die der nochmaligen genauen Vermessung eines [[Grubenfeld]]es diente, wenn dieses zur [[Ausbeute]]verteilung gekommen war.&lt;br /&gt;
* [[Erbbereitungsbuch]]: Buch zur Aufzeichnung aller Handlungen im Zusammenhang mit dem [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erben]]: Begriff mit unterschiedlicher Bedeutung im Bergbau (Grundeigentum, Vorrangstellung, aber auch Vererbung). &lt;br /&gt;
* [[Erbfluss]]: Größeren Bach oder Fluss, der, die das [[Grubenfeld]] durchsetzenden [[Gang|Gänge]] teilt.&lt;br /&gt;
* [[Erbgerechtigkeit]]: Herstellen der Rechtmäßigkeit des Besitzes oder Anspruchs durch Vermessung oder [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erbhäuer]]: Ausgelernter und für [[Gedinge]] zugelassener [[Hauer|Häuer]] mit vollem Häuerlohn. &lt;br /&gt;
* [[Erbkux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e zur Entschädigung des Grundbesitzers, auf dessen Land die [[Zeche]] liegt.&lt;br /&gt;
* [[Erbstamm]]: Gesamtheit der [[Erbkux]]e.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollen]]: Stollen zur Wasserlösung und zur Wetterführung in einem oder mehreren Bergwerken. Dem [[Erbstöllner]], der den Stollen herstellte, stand dafür ein Anteil an der [[Ausbeute]] der Bergwerke zu.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengebühr]]: Betrag, den die Besitzer der [[Zeche]] an den [[Erbstöllner]] abführen mussten.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengerechtigkeit]]: Ein nach besonderer [[Muten|Mutung]] erworbenes Recht, einen [[Erbstollen]] nach erfolgter Verleihung zu betreiben.&lt;br /&gt;
* [[Erbstöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbstufe]]: Ein ins Gestein gehauenes Zeichen an der Grenze des [[Grubenfeld]]es.  &lt;br /&gt;
* [[Erbteufe]]: Gesetzlich vorgeschriebene [[Teufe]] eines [[Erbstollen|Erbstollns]], um die vollen [[Erbstollengebühr]]en beanspruchen zu können.&lt;br /&gt;
* [[Erbtiefste]]: Tiefster Bau eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Erbwürdig]]: &lt;br /&gt;
* [[Erlängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erliegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Ersaufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Erschliessen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erschroten]]: &lt;br /&gt;
* [[Schürfen|Erschürfen]]: Auffinden einer [[Lagerstätte]] beim [[Schürfen]]. &lt;br /&gt;
* [[Erstrecken]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz]]: In der Natur vorkommende Verbindungen von Metallen mit anderen Stoffen. &lt;br /&gt;
* [[Erzbringer]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzfall]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzführung]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzräuber]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz säen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzstufe]]: Kleines Erzstück, das aus der Lagerstätte herausgeschlagen wurde. Man unterscheidet Probierstuffen, Handstuffen und Schaustufen.&lt;br /&gt;
* [[Etage]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== F ====&lt;br /&gt;
* [[Fahrbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahren]]: Allgemeiner Ausdruck für jegliche Fortbewegung des Bergmannes im Bergwerk. Anfahren, einfahren, Ausfahren.&lt;br /&gt;
* [[Fahrkunst]]: Historische Vorrichtung zum Ein- und Ausfahren der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Fahrlader]]: Radlader niedriger Bauart für den untertägigen Einsatz.&lt;br /&gt;
* [[Fahrmarke]]: Unterschiedlich geformte Marke aus Blech, die zur Anwesenheitskontrolle dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrt]]: Leiter.&lt;br /&gt;
* [[Fahrtklammer]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahrtrum]]: freizuhaltender Raum in Schächten, Gesenken und Überhauen, der der vertikalen Fahrung dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrüberhauen]]: dient ausschließlich zur Fahrung. Mittels dieses steilen (bis nahezu senkrechten) Grubenbaus kann man zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
* [[Fahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Fall]]:&lt;br /&gt;
* [[Fallen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in vertikaler Richtung.&lt;br /&gt;
* [[Fallort]]:&lt;br /&gt;
* [[Fangstützen]]: Im Förderturm eingebaute bewegliche Stahlriegel, die den Förderkorb auffangen, wenn dieser aufgrund eines Anstoßes gegen den Prellträger seillos geworden ist.&lt;br /&gt;
* [[Fangvorrichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Fäustel]]: Hammer, welcher bei Schlägel- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit, dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Feld]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldgestänge]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldort]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldstrecke]]:&lt;br /&gt;
* [[Feste]]:&lt;br /&gt;
* [[Feuerkübeln]]: Veraltete Methode zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges mittels Feuer.&lt;br /&gt;
* [[Feuersetzen]]: Technik, die in vielen Bergbauregionen vom Altertum bis Anfang des neunzehnten Jahrhunderts benutzt wurde, um Gestein aufzulockern oder zu sprengen.&lt;br /&gt;
* [[Fimmel]]: Starker eiserner [[Keil]], welcher als [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit von festeren [[Gestein]]en verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Firste]]: Obere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstenbau]]: Abbaumethode, die bei steileinfallenden Lagerstätten angewandt wird, Vorläufer des Firstenstoßbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstengewölbe]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenkasten]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenstoßbau]]: Abbaumethode für steileinfallende Lagerstätten, schwebende Abbaurichtung mit streichendem Verhieb.&lt;br /&gt;
* [[Flach]]: In der Neigung der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flache]]:&lt;br /&gt;
* [[Flacher Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Flachriss]]: zeichnerische Projektion eines Flözes oder eines Gangs auf eine Ebene parallel zur Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flöz]]: Durch Sedimentation entstandene plattenförmige, flächig ausgedehnte Lagerstätte (z. B. Kohlenflöz, Eisensteinflöz).&lt;br /&gt;
* [[Fluder]] (auch Gefluder): Gerinne aus Holz oder Metall zum Zu- oder Ableiten von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Flügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Flügeleisen]]: Eine Doppelkeilhaue, insbesondere früher im Steinkohlenbergbau zur Kohlengewinnung verwendet.&lt;br /&gt;
* [[Flügelort]]: Das Flügelort ist eine seitliche Fortsetzung eines Stollens ins Feld hinein.&lt;br /&gt;
* [[Förderberg]]: Geneigte [[Strecke]], die [[Sohle]]n eines Bergwerks verbindet und zum Anschluss der [[Flöz]]e an die [[Grubenbau]]e dient.&lt;br /&gt;
* [[Fördergerüst]]: Das über dem [[Schacht]] stehende Gerüst („Förderturm“), das die [[Seilscheibe]]n trägt.&lt;br /&gt;
* [[Fördergestell]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderkorb]] (auch Fördergestell): Am Förderseil hängendes Transportmittel für Material, Personen und gewonnenes Mineral im [[Schacht]].&lt;br /&gt;
* [[Förderkübel]]: Fördergefäß aus Holz, das im frühen Bergbau zur Förderung von Erz, Kohle oder Haufwerk eingesetzt wurde. Heute aus Stahl, wird beim Schachtabteufen verwendet (Abteufkübel).&lt;br /&gt;
* [[Fördermann]]: Bergmann, der für den Transport zuständig war; der Transport erfolgte in der Regel manuell mit Schlepptrögen, Laufkarren oder Hunten.&amp;lt;&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschine]]: Antriebsmaschine zum Treiben des Förderseils und damit des Förderkorbes.&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschinist]]: Bergmann, der die Fördermaschine bedient.&lt;br /&gt;
* [[Fördern]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderseil]]: Seil zum Heben von Lasten in Schächten und Blindschächten.&lt;br /&gt;
* [[Fördertonne]]: Fassartig geformter Behälter, der an Seilen oder Ketten gehängt zur Förderung in saigeren Schächten diente.&lt;br /&gt;
* [[Förderwagen]]: traditionelles Transportmittel im Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Frei]]:&lt;br /&gt;
* [[Freibau]]:&lt;br /&gt;
* [[Freifahrung]]: Bergrechtlicher Akt, durch den einem Grubenbesitzer die Besitzrechte auf die Grube entzogen werden konnten, wenn er die Grube nicht vorschriftsgemäß belegte.&lt;br /&gt;
* [[Freikux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e ohne Stimmrecht, die von einer [[Zeche]] herausgegeben werden.&lt;br /&gt;
* [[Freiverbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Frisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Fristen]]: Das zeitweise Außerbetriebsetzen einer Zeche ohne gleichzeitigen Verlust des Bergwerkseigentums.&lt;br /&gt;
* [[Frosch]]: Öllampe; ein Geleucht.&lt;br /&gt;
* [[Füllort]]: Verladestelle unter Tage; Umschlagpunkt, an dem die Streckenförderung in die Schachtförderung übergeht.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrube]]: [[Grubenfeld]], das aufgrund eines [[Mineral]]fundes in [[bauwürdig]]er [[Lagerstätte]] an den [[Muter]] als Bergwerkseigentum [[Verleihen|verliehen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrübner]]: Besitzer des [[Grubenfeld]]es einer [[Fundgrube]].&lt;br /&gt;
* [[Fundpunkt]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundrecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundschächte|Fundschacht]]: Der erste auf der [[Fundgrube]] geteufte [[Schacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== G ====&lt;br /&gt;
* [[Gabel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit bei der [[Gewinnung]] in [[Seiffen]].&lt;br /&gt;
* [[Gaipel]]: Im Harz häufig anstelle von Huthaus genutzter Ausdruck für ein über dem Schacht stehendes Betriebsgebäude, abgeleitet von Göpel.&lt;br /&gt;
* [[Gang]]: plattenförmig ausgefüllte Kluft im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gangart]]: Jedes Mineral in der Gangausfüllung, das nicht Ziel der Gewinnung ist.&lt;br /&gt;
* [[Gangbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangkreuz]]: Kreuzungspunkt von [[Gang|Gängen]], die oft reich ver[[erz]]t waren,&lt;br /&gt;
* [[Gangmasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Gasausbruch]]: Plötzliches und verstärktes Austreten von Gasen aus dem Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Gebirge]]: Das Gestein, in dem sich die Grubenbaue des Bergwerks befinden.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsanker]]: Konstruktionselemente, die im Bergbau untertägige Hohlräume offen halten. Sie werden am Stoß oder an der Firste in das Gebirge (das Gestein) eingebracht und halten dieses zusammen.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsdruck]]: Unsichtbare Spannung um einen untertägigen Hohlraum oder im unverritzten Gebirge, Auslöser für Gebirgsschläge.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsschlag]]: plötzliche Entspannung im Gebirge, bei der größere Mengen potenzieller (elastischer) Energie frei werden und bei der intensive Zerstörungen in der Grube sowie normalerweise heftige Erschütterungen an der Erdoberfläche auftreten.&lt;br /&gt;
* [[Gebräch]]: Lockeres, zum Hereinbrechen oder Nachfallen neigendes Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gediegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedinge]]: Vertrag über eine für ein bestimmtes Entgelt zu erbringende Arbeitsleistung.&lt;br /&gt;
* [[Gedingehäuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingelohn]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingezeichen]]: Untertägige Zeichen zur Abrechnung der Arbeitsleistung, wenn nach [[Gedinge]] gearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Gefluder]]: siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Gefrierverfahren]]: Verfahren, mit dem künstlich gefrorene Bodenkörper hergestellt werden, um beim Abteufen nicht standfestes, oftmals stark wasserführendes Gebirge besser zu durchörtern.&lt;br /&gt;
* [[Gegenbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Gegenortbetrieb]]: Von mindestens zwei Ausgangsorten aufzufahrende Strecke mit dem Ziel, sich zu treffen und dadurch Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
* [[Gegenschreiber]]: Bergbeamter, der das Gegenbuch führte und alle Kuxe und Gewerken in das Buch eintrug.&lt;br /&gt;
* [[Gelenkbogenausbau:]] Gelenkiger Streckenausbau, der in Strecken mit hohem Gebirgsdruck eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]: Vom Bergmann mitgeführte Grubenlampen, z. B. Frosch, Bombe, Wetter-, Karbid-, Kopflampen.&lt;br /&gt;
* [[Generalbefahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Generalstreichen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gequehle]]:&lt;br /&gt;
* [[Gerechtsame]]: die in einem Recht oder Gesetz begründete Befugniss.&lt;br /&gt;
* [[Gerinne]]: eine oben offene Wasserleitung oder -rinne, siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Geschicke]]:&lt;br /&gt;
* [[Geschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Gesenk]]: Von oben nach unten abgeteufter vertikaler Grubenbau.&lt;br /&gt;
* [[Gesprenge]]:&lt;br /&gt;
* [[Getriebezimmerung]]: Methode zum Vortrieb in lockerem Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Geviertfeld]]: Rechtwinklig begrenztes Feld, das je nach Bergbaurevier unterschiedlich groß war und in dem der Muter nach der Verleihung Bergbau betreiben darf.&lt;br /&gt;
* [[Gewältigen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gewerken]]: Anteilseigner einer bergrechtlichen [[Gewerkschaft]].&lt;br /&gt;
* [[Gewerkschaft]]: Alle zu einer [[Zeche]] gehörenden [[Gewerken]]. Historische Unternehmensform im Bergbau, zulässig bis zum Inkrafttreten des Bundesberggesetzes 1980.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnung]]: Lösen des abzubauenden Minerals aus der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnungsarbeiten]]: Gesamtheit der bergmännischen Arbeiten, durch welche die nutzbaren [[Mineral]]ien abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezähe]]: Bezeichnung für alle Werkzeuge und Arbeitsgeräte, die vom Bergmann zur Arbeit benötigt werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezeugstrecke]]: Alte bergmännische Bezeichnung für [[Sohle]].&lt;br /&gt;
* [[Gleitbogenausbau]]: Nachgiebiger Ausbau mit der Verwendung als Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Glück Auf]]: Bergmannsgruß, Ende des 16. Jahrhunderts im Erzgebirge entstanden. Heute allgemein der deutsche Bergmannsgruß.&lt;br /&gt;
* [[Gnadengeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Gnadengroschenkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Göpel]]: Historische Förderanlage, im weiteren Sinn eine stärkere Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Göpelhaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Grabensteiger]]:&lt;br /&gt;
* [[Besatz|Grand]]: Masse bezeichnet, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Graupe]]:&lt;br /&gt;
* [[Grube]]: Alle untertägigen Anlagen einer [[Zeche]].&lt;br /&gt;
* [[Grubenausbau]]: Absichern und Offenhalten von Räumen unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbau]]: Oberbegriff für alle Hohlräume im Bergwerk, wie Strecken, Schächte, Strebe etc.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbrand]]: Untertägig ausgebrochenes Feuer, dass sich unter Tage unkontrolliert entwickeln kann.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeld]]: Raum unterhalb der Erdoberfläche, in dem sich ein Bergbauberechtigter die Minerale der Lagerstätte aneignen darf.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeldsteuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenfunk]]: drahtloses Kommunikationssystem unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubengebäude]]: Gesamtheit der unter- und übertägigen Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Grubenholz]]: Holz, das im Bergbau im Tagebau und Untertagebau verwendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Grubenjunge]]: Junger Bergmann im Alter von 14 bis 23 Jahren, der unter Tage für Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Grubenkompass]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenlok]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenmauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenriß]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwässer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwehr]]: Rettungstruppe für den Einsatz im Bergbau, analog zur Feuerwehr. Besteht aus freiwilligen, besonders qualifizierten Bergleuten.&lt;br /&gt;
* [[Grundsohle]]:&lt;br /&gt;
* [[Grundstrecke]]: Tiefste streichende Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== H ====&lt;br /&gt;
* [[Habit]]:&lt;br /&gt;
* [[Häckel]]: Zierwaffe in Form eines kleinen Beiles mit langem Stiel.&lt;br /&gt;
* [[Halm]]: Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Halmdose]]: Behältnis zur Aufbewahrung der [[Halm|Halme]] (Zünder).&lt;br /&gt;
* [[Hängebank]]: Auch Schacht- oder Tagekranz: Es ist der oberste Teil der Schachtmündung. Hier wird der Förderkorb bzw. die Fördertonne be- oder entladen. (siehe Rasenhängebank).&lt;br /&gt;
* [[Hängen]]: Abwärtsfördern im Schacht, auch Einhängen.&lt;br /&gt;
* [[Hängezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Halde]]: Im Bergbau eine künstliche Anhäufung von Material (Haufwerk) oberhalb der umgebenden Geländeoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Haldensturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Halbe Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Hammelpfoten]]: Im Altbergbau bis zum 18. Jh. 70 - 100 cm lange Guss- oder Eisenschienen, die aneinandergelegt Grubenbahnschienen bilden konnten.&lt;br /&gt;
* [[Handstück]]:&lt;br /&gt;
* [[Hangendes]]: Das Gestein oberhalb der Lagerstätte. Siehe Liegendes.&lt;br /&gt;
* [[Harnisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspel]]: Vorrichtung zum Aufwickeln eines Seiles. Historisch Handhaspel für die Förderung über Schaächte und Gesenke.&lt;br /&gt;
* [[Haspelhorn]]: &lt;br /&gt;
* [[Haspelknecht]]: Bergmann, der in der Förderung mittels Haspel tätig war.&lt;br /&gt;
* [[Haspeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspelnische]]: Aussparung im Stoß für die Haspelknechte.&lt;br /&gt;
* [[Haspelschacht]]: Schacht von geringer Teufe, mit einer (Hand-)Haspel als Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Haueisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Hauer]] (auch Häuer): Berg–Facharbeiter.&lt;br /&gt;
* [[Häuerglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Haufwerk]]: Herausgebrochenes oder -gesprengtes Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Hauptstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Heinzenkunst]]: Mittelalterliche Maschine zum Heben des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Helm (Bergbau)|Helm]]: Industrieschutzhelm (Kopfschutz) für den Bergbau. Meist mit einem Schuh zur Aufnahme des [[Geleuchts]].&lt;br /&gt;
* [[Helm (Gezähe)]]: Hölzerner Stiel (meist Esche) für das Gezähe ([[Schlägel]], [[Bergeisen|Eisen]], [[Keilhaue]] etc.),&lt;br /&gt;
* [[Hereinbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereingewinnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereintreibearbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der [[Gestein]] oder [[Erz]] nach Anlage eines [[Schram]] [[Hereingewinnen|hereingewonnen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Hilfsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Hinterfüllung]]: Ausfüllen des Hohlraumes zwischen dem Streckenausbau und dem Gebirge mit geeigneten Baumaterialien.&lt;br /&gt;
* [[Hobel]]: Maschine zur schälenden Gewinnung von Steinkohle.&lt;br /&gt;
* [[Hobelantrieb]]: Maschinelle Einrichtung, die der Bewegung des Kohlenhobel dient.&lt;br /&gt;
* [[Hobelverfahren]]: Verschiedene Verfahren zur Steinkohlengewinnung mittels Kohlenhobel.&lt;br /&gt;
* [[Höffig:]] ein Gebiet oder eine Gesteinsformation, die – vermutet oder nachgewiesen – abbauwürdige Erze oder Minerale führt.&lt;br /&gt;
* [[Höfflich]]:&lt;br /&gt;
* [[Hoffnungsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Holzkasten]]: Aus Kanthölzern oder Schwellen zusammengesetztes Stützelement.&lt;br /&gt;
* [[Holzkux]]:&lt;br /&gt;
* [[Horizont]]:&lt;br /&gt;
* [[Hornstatt]]: &lt;br /&gt;
* [[Hunt]] (eig. ''Hund''): Offener, kastenförmiger Förderwagen zum fördern der unter Tage gewonnen Materialien. &lt;br /&gt;
* [[Huntestösser]]:&lt;br /&gt;
* [[Hut]]:&lt;br /&gt;
* [[Huthaus]]: Zentrales Verwaltungsgebäude eines Bergwerks, das zugleich Materiallager, Gezähekammer, Werkstatt und Wohnung des Hutmannes war.&lt;br /&gt;
* [[Hutmann]]: Grubenaufseher mit der Aufgabe, das Bergwerk zu überwachen oder - wie man es damals bezeichnete - zu behüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I ====&lt;br /&gt;
* [[Imprägnation]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== J ====&lt;br /&gt;
* [[Joch]]:&lt;br /&gt;
* [[Jochkappe]]:&lt;br /&gt;
* [[Jungbergmann]]: Jugendlicher, der ohne Ausbildungsvertrag im Bergbau beschäftigt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== K ====&lt;br /&gt;
* [[Kamm]]:&lt;br /&gt;
* [[Kammeradschaft]]: Gruppe von Bergleuten, denen im Mansfelder-/Eislebener Bergbau ein Strebabschnitt zum Abbau überlassen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kammerbau]]: Abbauverfahren im Tiefbau.&lt;br /&gt;
* [[Kanone]]: Bezeichnung für das [[Einbruch]]bohrloch im [[Wismut]]-Objekt 01. &lt;br /&gt;
* [[Kappe]]: horizontal eingebauter Balken aus Holz oder Metall, Bestandteil des Grubenausbaus.&lt;br /&gt;
* [[Katze]]: An der Decke hängendes, motorbetriebenes Transportsystem.&lt;br /&gt;
* [[Kaue]]: Ursprünglich Gebäude über dem Schacht als Witterungsschutz, später als Waschkaue der Umkleide- und Waschraum, unterteilt in Schwarz- und Weißkaue.&lt;br /&gt;
* [[Kaukamm]]: einseitig geschliffenes Grubenbeil.&lt;br /&gt;
* [[Kehrrad]]: Wasserrad mit umkehrbarer Drehrichtung zum Antrieb der Schachtförderung.&lt;br /&gt;
* [[Keil]]: Eisernes [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Keilhaue]]: (Einseitige) Spitzhacke zur [[Gewinnung]] von weicherem [[Gestein]] im [[Vortrieb]]. &lt;br /&gt;
* [[Keilhauenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der weicheres [[Gestein]] losgehackt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kerbholz]] (auch Kerbstock, Zählholz oder Zählstab ):  Hölzerne Zählliste, um Abrechnungen (z. B. Fördermengen) und anfallende [[Bergkosten|Berg- und Hüttenkosten]] fälschungssicher zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
* [[Ketscher]]:&lt;br /&gt;
* [[Kettenkunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Kirchenkux]]:&lt;br /&gt;
* [[klauben]]: Auslesen der erzhaltigen Brocken und Krümel aus dem Fördergut. Erfolgte im historischen Bergbau von Hand, heute meistens maschinell.&lt;br /&gt;
* [[Kluft]]:&lt;br /&gt;
* [[Klüftig]]:&lt;br /&gt;
* [[Kluppe]]: Lange Zange oder Schere, mit der abgebrochene Handbohrer aus dem Bohrloch gezogen wurden.&lt;br /&gt;
* [[Knappe]]: Bergmann, der die Lehre abgeschlossen hat, Geselle.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Knappeneisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Knappschaft]]: Zusammenschluss von Bergleuten zur Durchsetzung von Berufsinteressen und zur gegenseitigen sozialen Absicherung. Heute auch Synonym für die Sozialversicherungen der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Knappschaftskasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftskux]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftsrolle]]:&lt;br /&gt;
* [[Kniebügel]]: Knieschutz des Bergmanns, als Schutz vor Nässe und Kälte beim Knien, siehe auch: Arschleder.&lt;br /&gt;
* [[Koepemaschine]]: Art der Schachtförderung (nach Carl Friedrich Koepe). Siehe auch: „Treibscheibenförderung“.&lt;br /&gt;
* [[Kohlengräberei]]: Methode der Kohlengewinnung mittels einfacher Werkzeuge am ausgehenden der Flöze.&lt;br /&gt;
* [[Konvergenz]]: Ist das Zusammendrücken des Streckenquerschnittes aufgrund des Gebirgsdrucks.&lt;br /&gt;
* [[Korb]]:&lt;br /&gt;
* [[Kräll]], auch Krahl, Krähl: Harkenähnliches [[Gezähe]] zum Wegfüllen des [[Haufwerk]]es.&lt;br /&gt;
* [[Kranz]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzler]]: Ein den Kauf- und Verkauf vermittelnder von den Bergbehörden vereidigter Makler.&lt;br /&gt;
* [[Kratze]], auch Krätzer: Hackenähnliches [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit, um [[Haufwerk]] in die dafür vorgesehenen Gefäße ([[Trog]], [[Korb]] oder [[Schleppkasten]]) zu ziehen oder die [[Sohle]] frei zu räumen.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Krummzapfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübel]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelort]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelwart]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Kuckuck]]: Mit [[Rüböl]] betriebene kleine Öllampe, die in der [[Blende]] getragen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kuhlenbau]]: Abbauverfahren bei dem mittels kleiner Schächte, sogenannter Kuhlen, eine Lagerstätte ausgebeutet wird.&lt;br /&gt;
* [[Kumpel]]: Bergmann.&lt;br /&gt;
* [[Kunst]]: Historische Bezeichnung für jede Form einer Maschine. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgestänge]]: Stangenwerk zur Übertragung der von einem Kunstrad erzeugten mechanischen Bewegung über kürzere Entfernungen. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstgraben]]: Übertägige Wassergräben, über die Bergwerke und Pochwerke mit Wasser zum Antrieb von Wasserrädern versorgt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Kunstkreuz]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kunstmeister]]: Bergmann, der die Kunst baut. &lt;br /&gt;
* [[Kunstknecht]]: Bergmann, der die Kunst wartet.&lt;br /&gt;
* [[Kunstrad]]: Wasserrad mit Krummem Zapfen (Kurbel) zum Antrieb von Künsten.&lt;br /&gt;
* [[Kunstschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstteich]]: Meist künstlich angelegte Wassersammler zur Bereitstellung von ausreichend Wasser zum Antrieb von Wasserrädern im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Kunstwinkel]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Kux]]: Anteilsschein an einer Gewerkschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== L ====&lt;br /&gt;
* [[Lachter]]: Altes Längenmaß im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Lachterkette]]: Zusammenlegbares aus Eisen und/oder Messingdraht gefertigtes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Lachtermaß]]: Holz oder Eisnstab zur Vermessung.&lt;br /&gt;
* [[Lachterschnur]]: Ein aus Hanf oder Bast bestehende und mit Knoten versehenes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Laden]]:&lt;br /&gt;
* [[Lader]] oder Ladewagen: ist ein vielfältig verwendeter Begriff für ein Gerät zum Wegladen des Haufwerks. &lt;br /&gt;
* [[Ladesäule]]: Durch Patrone oder lose Einblasung eingebrachter Sprengstoff im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Ladespitz]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Lager]]: unregelmässige plattenförmige Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Lagerstätte]]:&lt;br /&gt;
* [[Lagerung]]: Einteilung der Lagerstätten nach ihrer Neigung gegenüber der Horizontalebene.&lt;br /&gt;
* [[Lampennische]]: Geschlägelte Aussparung im [[Stoß]] zum Abstellen des [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]es.&lt;br /&gt;
* [[Längenfeld]]: Maßangabe für ein Berechtsamsmaß in Preußen, welches zunächst auf ein Flöz beschränkt war, ab 1821 aber auch für mehrere Flöze galt.&lt;br /&gt;
* [[Ledige Schicht]]: Zusätzliche Zeit bzw. Schicht die der Bergmann verfuhr und deren Lohn unter anderen in die [[Knappschaftskasse]] gegeben wurde bzw. der Abarbeitung der [[Zubuße]] bei [[Kux]]besitz diente.&lt;br /&gt;
* [[Legeblech]] (Legeeisen): Dünne Keile, die paarweise in die Ritzen eingelegt wurden, um zwischen ihnen [[Keil]]e, [[Plötz]]e und [[Fimmel]] einzutreiben.&lt;br /&gt;
* [[Lehen]]: Flächenmaß, aber auch die Übertragung von Rechten an einer Zeche.&lt;br /&gt;
* [[Lehensbuch]]: Buch, in dem die übertragenen [[Lehnschaft]]en verzeichnet werden.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschaft]]: Übertragung eines [[Lehen]]s an eine Gruppe von Personen.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschein]]: Bescheinigung, die vom [[Bergmeister]] erstellt und an den [[Gegenschreiber]] geschickt wurde, damit dieser dann die Eintragung im [[Gegenbuch]] machen konnte. Den Lehenschein erhielt der Lehnträger als Bestätigung.&lt;br /&gt;
* [[Lehenträger]]: Einzelperson, Gesellschaft oder [[Gewerkschaft]], welche eine gemutete [[Fundgrube]], eine [[Maaß]] oder einen [[Stollen|Stolln]] verliehen bekommen hat.&lt;br /&gt;
* [[Leichköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Leitbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Leseband]]: Förderband auf dem die geförderte Kohle manuell von Fremdstoffen, vorwiegend Gestein, befreit wurde.&lt;br /&gt;
* [[Letten]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenbesteg]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenstampfer]]: Eisenstange zur Verdichtung des [[Besatz]]es im Bohrloch beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Lichtloch]]: Kleiner Schacht auf einem Stolln.&lt;br /&gt;
* [[Liegendes]]: Das Gestein unterhalb der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Linse]]:&lt;br /&gt;
* [[Lochstein]]: Ein die [[Markscheide]] kennzeichnender Grenzstein über Tage.&lt;br /&gt;
* [[Lösen]]: Als lösen wird sowohl das Abführen des [[Grubenwässer|Grubenwassers]] oder der [[Abwetter]] aus dem [[Grubenfeld]], als auch das Erschließen einer [[Lagerstätte]] bezeichnet. Auch die Trennflächen zwischen Gebirgsschichten untereinander werden als Lösen bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Löser]]: Gestein, welches sich von der [[Firste]] oder dem [[Stoß]] ablöst (siehe auch [[Ablöser]]), aber auch ein Bergmann, der seinen Kameraden ablöst.&lt;br /&gt;
* [[Lutte]]: Luftleitung zur Heranführung frischer bzw. absaugen schlechter [[Wetter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== M ====&lt;br /&gt;
* [[Maaß]]: Bezeichnung für ein bergbauliches [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Maaßner]]: Besitzer eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mächtigkeit]]: Die Dicke einer Gesteinsschicht oder eines Flözes.&lt;br /&gt;
* [[Mannschaftsfahrt]]:&lt;br /&gt;
* [[Markenkontrolle]]: Jeder Bergmann hatte zum Einfahren eine Metallmarke mit seiner persönlichen Nummer an einer Belegungstafel auf dem jeweiligen Arbeitsplatz einzuhängen und zur Ausfahr wieder abzuwerfen. Dadurch war eine Information über das eingefahrene Personal und dessen Einsatzort möglich.&lt;br /&gt;
* [[Markscheide]]: Grenze eines [[Grubenfeld]]es, Grenze zwischen Grubenfeldern.&lt;br /&gt;
* [[Markscheider]]: Vermessungsingenieur unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Markscheidekunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Markscheiderei]]:&lt;br /&gt;
* [[Matte Wetter]]: Verdorbene bzw. verbrauchte Atemluft mit einem zu geringen Anteil an Sauerstoff.&lt;br /&gt;
* [[Matzel]]:&lt;br /&gt;
* [[Mauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Mehlkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Mettenschicht]]: Letzte verfahrene Schicht vor Weihnachten.&lt;br /&gt;
* [[Mineral]]: Natürlich vorkommenden Stoff mit definierter chemischer Zusammensetzung in zumeist kristalliner Form.&lt;br /&gt;
* [[Mitbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mitbaurecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Morgengang]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulde]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulm]]:&lt;br /&gt;
* [[Mundloch]]:&lt;br /&gt;
* [[Muten]]: Absichtserklärung auf [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Muter]]: Absichtserklärer für die [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mutterklötzchen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mutzettel]]: Vom [[Muter]] dem Bergmeister vorzulegender Zettel mit allen notwendigen Angaben zum [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Mutungskarte]]: Wird bei den für die Bergaufsicht zuständigen Bergbehörden geführt und gibt einen Überblick über die verliehenen [[Grubenfeld]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== N ====&lt;br /&gt;
* [[Nachbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachreissen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nebengestein]]v&lt;br /&gt;
* [[Nebenschicht]]: Eine Schicht neben den Hauptseilfahrzeiten im 3/3- oder 4/3-Betrieb. Bei diesen zusätzlichen Seilfahrten fahren z.B. Lokfahrer und Bedienungsleute eine Stunde vor der üblichen [[Seilfahrt]] an, um den Betrieb zur regulären Schichtzeit sicherzustellen.&lt;br /&gt;
* [[Nest]]:&lt;br /&gt;
* [[Nesterartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Nierbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niederbringen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niergang]]:&lt;br /&gt;
* [[Niedergehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niere]]:&lt;br /&gt;
* [[Nierig]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== O ====&lt;br /&gt;
* [[Oberbank]]: Oberer Teil eines zweiteiligen [[Flöz]]es (siehe auch [[Unterbank]]).&lt;br /&gt;
* [[Oberbergamt]]:&lt;br /&gt;
* [[Oberleitungslok]]:&lt;br /&gt;
* [[Observationsbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Offen]]:&lt;br /&gt;
* [[Öhr]] (Öhre): Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Orgel]]:&lt;br /&gt;
* [[Ort]] das: Die Stelle, wo abgebaut wird oder eine [[Strecke]] vorgetrieben wird („vor Ort“). Ende einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Örter]] (Örtchen): Historische Bezeichnung für die Spitzen am verwendeten [[Gezähe]]. &lt;br /&gt;
* [[Örterbau]]: Abbauverfahren, bei dem 50-100 Meter lange [[Strecke]]n - Örter - aufgefahren werden, um so die  [[Lagerstätte]] auszubeuten.&lt;br /&gt;
* [[Ortsbrust]]: [[Stoß]] am Ende eines [[Grubenbaus]], an der der [[Vortrieb]] stattfindet oder stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== P ====&lt;br /&gt;
* [[Panne]], Pannschüppe: Umgangssprachlich für Pfannenschaufel (regional). Siehe auch Weiberarsch.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Päuschel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei der Hereintreibearbeit oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pendelförderung]]: Ein Verfahren der Streckenförderung, bei der ein Gefäß hin- und herbewegt wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfändung]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfannenschaufel]]: Schaufel, mit deren Hilfe das gelöste Gut, z.B. Kohle, auf das Fördermittel geladen wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfeiffe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeilerbau]]: Abbauverfahren, das zum Abbau plattenförmiger Lagerstätten mit einem flachen Einfallen von maximal 50 Gon angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Pinge]]: Von früherem Bergbau zurückgebliebene meist mulden- oder trichterförmige Vertiefung an der Tagesoberfläche, entstanden durch oberflächennahen Abbau, Einsturz eines Schachts (Schachtpinge) oder eines untertägigen Hohlraums.&lt;br /&gt;
* [[Plötz]]: Leicht keilförmiges eisernes [[Gezähe]] ohne Schneide für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Pochschuhe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochstempel]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Polygonausbau (Bergbau)]]: Zusammengesetzter Vieleckausbau der zur Verstärkung des Streckenausbaus eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Posen]]:&lt;br /&gt;
* [[Prellträger]]: Träger zum Schutz der Seilscheiben vor Beschädigung durch die Fördermittel.&lt;br /&gt;
* [[Pressbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Presshauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Pumpenkunst]]: Wasserhebemaschine, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pumpensumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Prunen]]: Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Q ====&lt;br /&gt;
* [[Bergquartal|Quartal]]:Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
* [[Quartalgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Quartalstufe]]:&lt;br /&gt;
* [[Quatembergeld]]: Abgabe an das [[Bergamt]] zur Besoldung der Bergbeamten während des [[Bergregal|Regalbergbaus]]  &lt;br /&gt;
* [[Querbau]]: Abbauverfahren, das in mächtigen, steil einfallenden [[Lagerstätte]]n und in untertägigen Steinbrüchen angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Querschlag]]: Eine [[Strecke]], die quer zum [[Einfallen]] der Gebirgsschichten aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== R ====&lt;br /&gt;
* [[Rad]]:&lt;br /&gt;
* [[Radstube]]:&lt;br /&gt;
* [[Raithalde]]:&lt;br /&gt;
* [[Rampe]]: Geneigter, geradlinig oder spiralig („Wendel“) verlaufender Grubenbau. Rampen sind so angelegt, dass sie mit Großtechnik wie Fahrladern, Muldenkippern oder normalen Lkw befahren werden können. Auf diese Weise kann auch aus größeren Teufen mit gleisloser Großtechnik gefördert werden.&lt;br /&gt;
* [[Rasenhängebank]]: Hängebank zu ebener Erde.&lt;br /&gt;
* [[Raubbau]]: Auf kurzfristigen Höchstgewinn gerichteter Abbau, unter Verzicht auf vollständige Gewinnung und nachhaltigen Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Rauben]]: Entfernen der Betriebsmittel und des Grubenausbaus aus aufzugebenden Grubenbauen oder Betriebspunkten.&lt;br /&gt;
* [[Raubhilfe]]: Speziell für die Raubarbeit angefertigte Werkzeuge oder Arbeitsgeräte.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Regal]]:&lt;br /&gt;
* [[Retardat]]: Bergrechtlicher Vorgang im frühen Bergbau, durch den ein Kuxinhaber seine Anteile verlieren konnte, wenn er seine Zubuße nicht bezahlte.&lt;br /&gt;
* [[Retardat-Zettel]]:&lt;br /&gt;
* [[Revier]]: 1) im engeren Sinne eine Abteilung zur Ausführung von Abbau- und sonstigen Arbeiten an mehreren Betriebspunkten in einem bestimmten Teil eines Grubenfeldes sowie 2) im weiteren Sinne Bezeichnung für ein Gebiet, in dem bestimmte mineralische Rohstoffe abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Revierbeamte]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezess]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezessgeld]]: Abgabe, die ein Muter nach der Verleihung eines Grubenfeldes pro [[Quartal]] an das Bergamt zahlen musste.&lt;br /&gt;
* [[Rezessschreiber]]: Bergbaubeamter im Mittelalter, der am Bergamt die Tätigkeit eines Buchhalters ausübte.&lt;br /&gt;
* [[Richtschacht]]: Schacht, der saiger (ohne besondere Rücksicht auf den Verlauf der Lagerstätte) abgeteuft wird.&lt;br /&gt;
* [[Richtstrecke]]: Strecke, die geradlinig im mittleren Streichen („Generalstreichen“) der Lagerstätte aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen|Riemen]]: Lederner Riemen oder Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Ringausbau]]: Geschlossener Grubenausbau, der aus zusammengesetzten Stahlsegmenten besteht.&lt;br /&gt;
* [[Riss]]:&lt;br /&gt;
* [[Ritzeisen]]:Spezielles [[Bergeisen]], welches zu zur Anlage von Ritzen im [[Gestein]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Rolle]]: geneigter Grubenbau zur Förderung von Gut oder Bergen aus dem Abbau oder einer oberen Strecke in eine tieferliegende Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Rösche]]: Grubenbau der einer untertägigen Maschine ([[Wasserrad]], Turbine, [[Wassersäulenmaschine]]) die durch einen [[Kunstgraben]] herangebrachten Betriebswasser ([[Aufschlagwasser]]) zuführt ([[Aufschlagrösche]]) oder die benutzten Wasser ableitet ([[Abzugsrösche]]).&lt;br /&gt;
* [[Rüböl]]:&lt;br /&gt;
* [[Rücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Ruschel]]: Nicht mineralisierte Schergänge, die im Gegensatz zu mineralführenden Gängen nur zerriebenes Nebengestein enthalten und geringe Standfestigkeit besitzen.&lt;br /&gt;
* [[Rutengänger]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== S ====&lt;br /&gt;
* [[Saalband]]: Grenzfläche zwischen Gang und Nebengestein.&lt;br /&gt;
* [[Saline]]: Anlage, in der aus Salzlösungen durch Verdunstung des Wassers Kochsalz gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Salzlagerstätte]]: natürliches Vorkommen von Salzen, bilden sich vor allem durch Verdunstung von Meerwasser, enthalten meist verschiedene Salze.&lt;br /&gt;
* [[Sargdeckel]]: Ein sich an vorhandenen Trennflächen ohne Vorwarnung aus dem Hangenden lösender sehr großer Stein.&lt;br /&gt;
* [[Sattel]]:&lt;br /&gt;
* [[Satz]]:&lt;br /&gt;
* [[Saubern]]: reinigen, in Ordnung halten, Sohle planieren.&lt;br /&gt;
* [[Schacht]]: Seigerer, seltener auch tonnlägiger Grubenbau zum Fördern (Förderschacht) oder Bewettern (Wetterschacht). &lt;br /&gt;
* [[Schachtansatzpunkt]]: Bei Tagesschächten der Punkt an der Tagesoberfläche, an dem der Schacht abgeteuft werden soll.&lt;br /&gt;
* [[Schachtausbau]]: Verkleidung der Schachtwand, die dazu dient, den seitlichem Gebirgsdruck abzufangen.&lt;br /&gt;
* [[Schachtbruch]]: Plötzliches Abgehen der Schachtverfüllung bei abgeworfenen Tagesschächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtförderung]]: Förderung von Produkten, Versatz, Material und Personen vom Füllort bis zur Hängebank in Schächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtführung]]: Schachteinbauten, die den Fördergutträger in der Spur des jeweiligen Schachttrums lenken.&lt;br /&gt;
* [[Schachtpinge]]:&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheibe]]: Schachtquerschnitt mit Schachtausbau sowie der Einteilung der verschiedenen Trümer.&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheider]]: Bauelement aus Holz oder Mauerwerk zur Aufteilung des Schachtes in separate Trume.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsignalanlage]]: Technische Einrichtung im Schacht zur Kommunikation zwischen Fördermaschinist und Anschläger.&lt;br /&gt;
* [[Schachtstuhl]]: Konstruktion an den Anschlägen im Übergangsbereich vom Schacht ins Füllort.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsumpf]]: Tiefster Teil des Schachtes, unterhalb der tiefsten angeschlossenen Sohle. Dient der Aufnahme des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Schachtverwahrung]]: Abschluss eines abgeworfenen Tagesschachtes.&lt;br /&gt;
* [[Scharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schaufel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit.&lt;br /&gt;
* [[Scheffel]]: Altes Raummaß.&lt;br /&gt;
* [[Scheidebank]]: Aufbereitungshalle eines Bergwerks, in der das Erz manuell vom taubem Gestein getrennt wurde. &lt;br /&gt;
* [[Scheidehammer]]:Spezieller Hammer zur Erzscheidung.&lt;br /&gt;
* [[Scheidejunge]]: Lehrling, der in der Aufbereitung des Bergwerks tätig war und dort seine ersten Erfahrungen für den Beruf des Bergmanns sammelte (auch Klaubejunge oder im Oberharz Pochjunge genannt).&lt;br /&gt;
* [[Scheideplatten]]:Gesteins- oder Gußplatten, auf denen mit dem Scheidehammer die Erzscheidung erfolgte.&lt;br /&gt;
* [[Scheider]]:&lt;br /&gt;
* [[Schicht]]: Regelmäßige tägliche Arbeitszeit.&lt;br /&gt;
* [[Schichtgebet]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtmeister]]: Bergbeamter, der als Rechnungsführer des Bergwerks vereidigt war.&lt;br /&gt;
* [[Schichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schießblech]]: Viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen|Schießen]]: Gewinnungsarbeit durch gezielte Sprengung von Schwarzpulver in dazu angelegten Bohrlöchern. &lt;br /&gt;
* [[Schießpflock]]: Rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
* [[Schießspreize]]: Holz, welches zwischen dem auf den [[Schießpflock]] aufgelegtem [[Schießblech]] und dem gegenüberliegenden [[Stoß]] eingetrieben wird.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Schießnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Halm|Schießröhrchen]] (Halm): Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Schild]]:&lt;br /&gt;
* [[Schildausbau]]: Hydraulisches System zum Strebausbau im untertägigen Kohlebergbau.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eisenarbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel- und Eisenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] mittels [[Schlägel]] und [[Bergeisen]]. &lt;br /&gt;
* [[Schlagwetter]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlechten]]: Natürliche Trennflächen des Flözkörpers.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Schlegel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eise]arbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schleichwetter]]: Kleine, unkontrollierte Wetterströme, die durch abgeworfene Grubenbaue streichen und potentiell gefährlich sind.:&lt;br /&gt;
* [[Schlepper]]: Bergmann, der vorwiegend zur Förderung (Schleppen, Trecken) der Hunte eingesetzt wurde. In der Regel wurden Lehrlinge in ihrer Anfangszeit als „Treckejungen“ eingesetzt.&lt;br /&gt;
* [[Schleppungskreuz]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifkorb]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlotten]]: Im Mansfelder und Eislebener Kupferschieferbergbau angetroffene untertägige Hohlräume des Gipskarstes.&lt;br /&gt;
* [[Schmitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schneidkopf]]: Gewinnungswerkzeug an Teilschnittmaschinen.&lt;br /&gt;
* [[Schram]]: Bergmännisch hergestellter Schlitz im Nebengestein, der das [[Gewinnung|Hereingewinnen]] des [[Erz]]es erleichtert.&lt;br /&gt;
* [[Schrämen]]: Herausschlagen des tauben [[Gestein]]s neben einem [[Gang]], um das [[Erz]] von der Seite aus [[Gewinnung|hereingewinnen]] zu können. &lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Schrämhaue]]: Leichte Keilhaue, die ausschließlich zur Herstellung des [[Schram]]s verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhauer]] (Schrämer): Bergmann, welcher die [[Schräm]]e, meist mittels [[Schrämhammer]] herstellt&lt;br /&gt;
* [[Schrämkette]]: Umlaufende Gliederkette an Schrämmaschinen und Continuous Minern alter Bauart.&lt;br /&gt;
* [[Schrämkrone]]: An Säulen-Schrämmaschinen eingesetztes Werkzeug, zur Erzeugung der Schram.&lt;br /&gt;
* [[Schrämmaschine]]: Gerät im Bergbau und Steinbrüchen zur Erzeugung eines Schrams.&lt;br /&gt;
* [[Schrämspieß]]: Vierkantige gerade Eisenstange, die an einem Ende in einer an den Seitenflächen etwas gewölbten Spitze ausläuft.&lt;br /&gt;
* [[Schrämwalze]]: Walzenförmiger Werkzeugträger beim Walzenschrämlader.&lt;br /&gt;
* [[Schrapper]]:&lt;br /&gt;
* [[Schubort]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurf]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeldkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Schürfen]]:Aufsuchen einer Lagerstätte durch Aufdecken nahe der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Schürfschein]]: Amtlicher Erlaubnisschein, der dem Inhaber das Aufsuchen von Lagerstätten erlaubt. Offizieller Begriff: Aufsuchungserlaubnis.&lt;br /&gt;
* [[Schuss]]:&lt;br /&gt;
* [[Schüttelrutsche]]: Ein Abbaufördermittel im Kohlebergbau. Rinnenförmige Bleche werden langsam vor- und schnell zurückbewegt, dadurch rutscht die Kohle in Richtung Fußstrecke.&lt;br /&gt;
* [[Schütten]]:&lt;br /&gt;
* [[Schützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwaden]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebe]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebend]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwefelmännchen]]: Mit Schwefel überzogener starker bzw. doppelt gedrehter Woll- oder Baumwollfaden, welches an das Ende des [[Halm]]es gesteckt und mit der Öllampe angezündet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schwerköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Sechste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die statt des [[Siebente]]n gezahlt werden konnte, wenn die Ausgaben der [[Grube]]n zu hoch waren.&lt;br /&gt;
* [[Seife]]:&lt;br /&gt;
* [[Seiger]] (auch: saiger): senk-, lotrecht.&lt;br /&gt;
* [[Seigerriss]] (auch: Saigerriss): zeichnerische Projektion eines Bergwerkes, Vertikalschnitt.&lt;br /&gt;
* [[Seil]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilbruch]]: Durchreißen eines Förderseiles aufgrund von Materialermüdung oder Überlastung.&lt;br /&gt;
* [[Seileinband]]: (auch: Seilendverbindung) Konstruktion, die Förderseile oder andere Drahtseile mit Konstruktionsteilen oder anderen Festpunkten verbindet.&lt;br /&gt;
* [[Seilfahrt]]: Ein- und Ausfahrt der Bergleute in dem am Seil hängenden Förderkorb.&lt;br /&gt;
* [[Seilkorb]]: Vorrichtung an der Fördermaschine, auf der das Förderseil aufgewickelt wird.&lt;br /&gt;
* [[Seilrutsch]]: Rutschen des Förderseils auf der Treibscheibe, das vorwiegend bei starkem Anfahren oder scharfem Abbremsen auftreten kann. Siehe Koepeförderung.&lt;br /&gt;
* [[Seilscheibe]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilträger]]: Teil der Fördermaschine, mit dem das Förderseil bewegt wird. Siehe auch: Treibscheibe.&lt;br /&gt;
* [[Sekunde]]:&lt;br /&gt;
* [[Senken]]: Ist das Hereingewinnen der hochgequollenen Streckensohle, es dient zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der notwendigen Streckenhöhe.&lt;br /&gt;
* [[Senkstütze]]: Nachgiebiges Stützelement, das anstelle der stoßseitigen Ausbausegmente eingesetzt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Setzeisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitslampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitspfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitssteiger]]: Sicherheitsingenieur im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Siebente]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die in manchen [[Bergordnung]]en statt des [[Neunte]]n vorgeschrieben war. &lt;br /&gt;
* [[Sinkwerk]]: Untertägiger Hohlraum, in dem Salz durch Auslaugen mit Süßwasser gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Sinter]]:&lt;br /&gt;
* [[Sitzholz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sole]]: wässrige Steinsalzlösung mit einer Dichte von 1,204 g/cm3 und einen NaCl-Gehalt von 26,4 % (318 g/l). &lt;br /&gt;
* [[Sohle]]: 1. die Gesamtheit aller in einer Ebene gelegenen Teile eines Bergwerkes; 2. untere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus, z. B. einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Sohlenabstand]]: Abstand zwischen den einzelnen Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Söhlig]]: Horizontal, waagerecht.&lt;br /&gt;
* [[Spanne]]:&lt;br /&gt;
* [[Spanner]]:&lt;br /&gt;
* [[Spat]]:&lt;br /&gt;
* [[Spatgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Spitzeisen, Eisen, Bergeisen]]: Meißelartiges Werkzeug, das mit einem Stiel gehalten wird. Es gehört zum historischen Gezähe „Schlägel und Eisen“.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Spitzhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Spreize]]:&lt;br /&gt;
* [[Sprung]]:&lt;br /&gt;
* [[Spülversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Spurnagel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stalinpaket]]:&lt;br /&gt;
* [[Starrer Bogenausbau]]: Teilelliptischer starrer Streckenausbau aus einzelnen Ausbausegmenten.&lt;br /&gt;
* [[Stehender Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Steiger]]: Grubenaufseher, Bergingenieur, Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Steigort]]&lt;br /&gt;
* [[Steigbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Stempel]]: Stütze aus Holz oder Metall zum Abstützen des Gebirges.&lt;br /&gt;
* [[Stirn]]:&lt;br /&gt;
* [[Stock]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerksbau]]: Abbauverfahren&lt;br /&gt;
* [[Stollen]]: annähernd horizontale Strecke mit einem Mundloch an der Tagesoberfläche. In Sachsen, dem Erzgebirge, vor allem in Eigennamen und traditionell wird auch Stolln geschrieben.&lt;br /&gt;
* [[Stollenflügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollenhieb]]: Recht des [[Erbstöllner]]s, in bestimmten Maß angetroffene [[Erz]]e abzubauen. &lt;br /&gt;
* [[Stollenrösche]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollensteuer]]: Abgabe der [[Gerwerken]] an den [[Erbstöllner]] oder [[Stöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Stöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Störung]]: Trennfläche im Gebirge, an der z.B. eine Verschiebung von Gesteinsschollen stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
* [[Stoß]]: seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaus (z. B. Seitenwand einer Strecke).&lt;br /&gt;
* [[Streb]]:&lt;br /&gt;
* [[Strebausbau]]: Ausbau beim Strebbau.&lt;br /&gt;
* [[Strebbau]]: Untertage-Abbauverfahren, bei dem der Abbauraum im Flöz weiterrückt.&lt;br /&gt;
* [[Strecke]]: Horizontaler Grubenbau innerhalb des Grubengebäudes.&lt;br /&gt;
* [[Streckenausbau]]: Ausbau in untertägigen Strecken.&lt;br /&gt;
* [[Streckenbegleitdamm]]: Untertägiges Bauwerk, das in den Abbaustrecken dazu dient, den Streckensaum gegen den Alten Mann zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Streckenförderung]]: Horizontale Bewegung von Materialien, mineralischen Rohstoffen, Produkten und Versatz in Strecken und Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Streckensaum]]: Seitliche Begrenzung einer Abbaustrecke zum Flöz und zum Alten Mann hin.&lt;br /&gt;
* [[Streichen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in horizontaler Richtung, rechtwinklig zum Fallen. Entspricht dem Verlauf einer Höhenlinie.&lt;br /&gt;
* [[Strosse]]:&lt;br /&gt;
* [[Strossenbau]]: Älteste Abbaumethode für den Gangerzbergbau.&lt;br /&gt;
* [[Stube]]:&lt;br /&gt;
* [[Stufe]]: Kleines Gesteinsstück, insbesondere Erzstufe, aber auch ein vom [[Markscheider]] in das Gestein eingehauenes Zeichen.&lt;br /&gt;
* [[Stufenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Stufeneisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Stufenerz]]:&lt;br /&gt;
* [[Stunde]]: Einer der 24 Teile, in die der Grubenkompaß eingeteilt ist.&lt;br /&gt;
* [[Stundung (Bergbau)]]: Die (zeitweise/vorübergehende) Stilllegung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Sturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sturzbühne]]: Im Mansfelder Kupferschieferbergbau angewandte Methode des Umladens vom Strebhunt in den Förderwagen.&lt;br /&gt;
* [[Sumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen]] (auch Wassereisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sümpfen]]: Absenkung des Grundwasserspiegels, Trockenlegung überfluteter (ersoffener) Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Sumpfstrecke]]: Strecke, die als Sammelraum für das anfallende Grubenwasser verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== T ====&lt;br /&gt;
* [[Tag]] (über Tage, am Tage): Erdoberfläche, von der aus das Tageslicht sichtbar ist.&lt;br /&gt;
* [[Tagebau]]: Abbau des Nutzminerals von über Tage aus.&lt;br /&gt;
* [[Tagebruch]]: Verbruch der sich bis zur Tagesoberfläche durchschlägt.&lt;br /&gt;
* [[Tagegebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Tageschacht]]: Siehe [[Schacht (Bergbau)]].&lt;br /&gt;
* [[Tagewerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Taub]]: Ein Lagerstättenteil, der keine abbauwürdigen Mineralien enthält.&lt;br /&gt;
* [[Teufe]]: Die Tiefe eines Schachtes oder einer Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Teufen]]: Herstellen eines Grubenbaues von oben nach unten, siehe Abteufen.&lt;br /&gt;
* [[Tiefbau]]: Abbau unter Tage. &lt;br /&gt;
* [[Tiefste]]:&lt;br /&gt;
* [[Todt]]:&lt;br /&gt;
* [[Todter Mann]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonne]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonnlägig]]: Ein Schacht, der nicht senkrecht ins Bergwerk führt. Tonnlägige Schächte folgten im Gangerzbergbau dem von der Vertikalen abweichenden Einfallen des Ganges.&lt;br /&gt;
* [[Tonnung]]:&lt;br /&gt;
* [[Tradde]]: Abgabe an die Grundeigentümer.&lt;br /&gt;
* [[Tragwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Trecken]]:&lt;br /&gt;
* [[Treckejunge]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibehaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Treiben]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibe]]: Seilträger, bei dem die Energie der Antriebsmaschine mittels Reibschluss auf das Förderseil übertragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibenförderung]]: Schachtförderanlage, die nach ihrem Erfinder Carl Friedrich Koepe, auch Koepe-Förderung genannt wird. &lt;br /&gt;
* [[Treppenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Trog]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommel]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommelfördermaschine]]: [[Fördermaschine]], bei der das Förderseil auf eine [[Trommel]] gewickelt wird ([[Haspel]]).&lt;br /&gt;
* [[Trum]]: Von einem [[Gang]] abgetrennter Zweig des Ganges, aber auch ein abgeteilter Teil eines [[Schacht]]es, [[Gesenk]]es oder [[Überhauen]]s.&lt;br /&gt;
* [[Trümmerartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Tscherper]]: Ein Messer&lt;br /&gt;
* [[Tscherpertasche]]:&lt;br /&gt;
* [[Tummelbau]]: Abbauverfahren beim Braunkohlenbergbau mit bienenkorbförmigen Weitungen, sogenannten Tummel, das aufgrund seiner Gefährlichkeit im 19. Jahrhundert im deutschen Bergbau verboten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Tübbing]]: Segmente aus Gusseisen oder Stahl, die zum wasserdichten Ausbauen von Schächten bei nicht standfesten Nebengebirgen dienen.&lt;br /&gt;
* [[Türstock]]: Ausbaukonstruktion, bestehend aus einer Kappe mit zwei unterstützenden Stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== U ====&lt;br /&gt;
* [[Überfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Überhauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Überlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übrschar]]:&lt;br /&gt;
* [[Übersetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übertreiben]]: Vorbeifahren der Fördermittel über die Endanschläge hinaus.&lt;br /&gt;
* [[Übertreibsicherung]]: Dient dazu das Fördermittel abzubremsen damit es beim Übertreiben möglichst vor dem Prellträger zum Stehen kommt.&lt;br /&gt;
* [[über Tage]] oder Übertage: alles „an der Sonne“, also nicht der Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Ulm]]e: Seitliche Begrenzung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Umbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Umfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unbauwürdig]]:&lt;br /&gt;
* [[Ungeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Unschlitt]]: Tierische Körperfette (Talg), welche als Brennmaterial für offene [[Geleucht]]e, meist tönerne [[Frosch]]lampen, diente. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittgeld]]: Gebühr der [[Gewerkschaft]]en an den zuständigen [[Grabensteiger]] zur Deckung der ihm entstandenen Unkosten für das [[Geleucht]]. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittlampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterbank]]: Unterer Teil eines zweiteiligen Flözes.&lt;br /&gt;
* [[unter Tage]] oder Untertage: Stollen, Strecken, Schächte.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerk]]: Abbau unter der Stollnsohle.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerksbau]]: Abbau unterhalb der tiefsten Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Unverritzt]]:&lt;br /&gt;
* [[Urbar]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== V ====&lt;br /&gt;
* [[Ventilator]]:&lt;br /&gt;
* [[Verarmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbau]]:&lt;br /&gt;
* [[verblenden]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbolzung]]: Axiale Verkettung des Streckenausbaus um die Einzelbaue gegen eine Schubwirkung in Längsrichtung zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Verbrechen]]: Einbrechen oder Einstürzen und damit Unbrauchbarmachen eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Verbühnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbundbergwerk]]: Entsteht durch Zusammenlegung mehrerer Bergwerke.&lt;br /&gt;
* [[Verdingen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verdrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Veredeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verhieb]]: Art und Weise wie ein in Angriff genommener Abbaustoss abgebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Verlag]]:&lt;br /&gt;
* [[Verlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verleihen]]: Zueignung von Bergwerkseigentum durch den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* [[Verkippen]] / [[Verstürzen]]: Im Tagebau das Absetzen des Abraumes.&lt;br /&gt;
* [[Verritzen]]: Beginn des Abbaus einer Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Versatz]]: Verfüllung eines durch den Abbau entstandenen Hohlraums mit Bergen (Bergeversatz).&lt;br /&gt;
* [[Versetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verspünden]]: Wasserdichtes abdämmen einer [[Strecke]] durch einen Ziegel- oder Betondamm, früher auch Zimmerwerk.&lt;br /&gt;
* [[Verstufung]]: Bergrechtlicher Vorgang, durch den sich der [[Stöllner]] sämtliche Rechte an dem bisher aufgefahrenen Stollen gegen etwaige Ansprüche neuer [[Muter]] sicherte. Der [[Markscheider]] setzte ein [[Verstufung]]szeichen.&lt;br /&gt;
* [[Verwahren]]: Sicherung der Hohlräume eines stillgelegten (aufgelassenen) Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Verstufen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verstürzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Versuchsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Vertauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfung]]:&lt;br /&gt;
* [[Verziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzimmern]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzug]]: Auskleidung der Zwischenräume beim Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Vierter Pfennig]]: Kostenerstattung vom Besitzer der [[Grube]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Vierung]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorflut]]: Natürlicher Bach oder Fluss sowie künstlich geschaffene Möglichkeit (Kanal, Pumpwerk), um Wasser (auch Abwasser) abzuführen.&lt;br /&gt;
* [[Vorkommen]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorrichten]]: Vorbereitung des [[Abbau]]s der [[Lagerstätte]] und den Einbau von Gewinnungs– und Fördereinrichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== W ====&lt;br /&gt;
* [[Wolger|Walger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Walzenlader]]: Maschine zur schneidenden Gewinnung von Steinkohle und Erz.&lt;br /&gt;
* [[Wand]]:&lt;br /&gt;
* [[Wange]]: Im Harz verbreiteter Begriff für die seitlichen [[Stoß|Stöße]] eines horizontalen Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Wasseraufzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassereinfallgeld]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen|Wassereisen]] (auch Sumpfeisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Wasserhaltung]]: Anlagen und Maßnahmen zum Abführen des einer Grube zufließenden Wassers.&lt;br /&gt;
* [[Wasserknecht]]: Bergmann, der für die Wasserhaltung des Bergwerks zuständig war.&lt;br /&gt;
* [[Wasserkunst]]: System zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Wasserlauf]]: Regionale Bezeichnung für einen Wasserüberleitungsstollen im Oberharzer Bergbau (siehe auch [[Rösche]]). &lt;br /&gt;
* [[Wasserlösung]]: Abführen von Wasser, z. B. durch Wasserlösungsstollen.&lt;br /&gt;
* [[Wassernot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wasserregal]]: Königliches Hoheitsrecht zur Wassernutzung, meist zusammen mit dem [[Bergregal]] durch den Landesherren verliehenes Recht.&lt;br /&gt;
* [[Wassersack]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassersäulenmaschine]]: Maschine, die durch Wasserkraft angetrieben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wassersaige]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassertrommel]]: Bewetterungsmaschine, bei der der Sog des herabfallenden Wassers zur Bewetterung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wässerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wechsel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wegfüllarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der das gelöste [[Gestein]] und [[Erz]] mittels [[Gezähe]] in die [[Fördergefäß]]e verbracht wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wehr]]: Land, welches dem Bergbautreibenden zum [[Lehen]] gegeben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Weiberarsch]]: Umgangssprachliche Bezeichnung einer → Pfannenschaufel (regional).&lt;br /&gt;
* [[Weilarbeit]]: Schichten in der Freizeit, unter anderen in der [[Eigenlehner]]zeche.&lt;br /&gt;
* [[Weitung]]: Beim [[Weitungsbau]] entstandene Kammern.&lt;br /&gt;
* [[Weitungsbau]]: Variante des [[Kammerbaus]] bei mächtigen und durchwegs [[bauwürdig]]en [[Lagerstätte]]n.&lt;br /&gt;
* [[Wendelstrecke]], (auch kurz:) [[Wendel]]: Spiralförmige Rampe zwischen den einzelnen (Teil-)Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Wetter]]: Gesamtheit aller Gase im Bergwerk.&lt;br /&gt;
* [[Wetterbohrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterführung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterhut]]: beweglicher Holzaufsatz über dem Schacht.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlampe (Bergbau)|Wetterlampe]]: Mit Benzin betriebene Sicherheitslampe zur Kontrolle der Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlutte]]:&lt;br /&gt;
* [[Wettermann]]: Ein Bergmann, der in den einzelnen Grubenbauen die Wettermessungen durchführt.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlmaschine]]: Maschine, die zur direkten Wetterkühlung der Grubenbaue eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlung]]: Abkühlen von Teilwetterströmen mittels technischer Hilfsmittel und Maschinen.&lt;br /&gt;
* [[Wetternot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterofen]]: Konstruktion zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges.&lt;br /&gt;
* [[Wetterrad]]: Einfache Wettermaschine aus Holz zur Bewetterung der Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Wettersatz]]: Maschine, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur künstlichen Bewetterung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wetterschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterscheider]]: Wettertechnisches Bauwerk, das in den Grubenbauen die Frisch- von den Abwettern trennt.&lt;br /&gt;
* [[Wettersohle]]: Sohle, die hauptsächlich der Bewetterung dient.&lt;br /&gt;
* [[Wettertafel]]: Kontrolltafel unter Tage, auf der die erfolgte Überprüfung der Luftreinheit mit Datum, Uhrzeit und Unterschrift der Kontrollperson vermerkt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterwechsel]]: Jahreszeitlich bedingte Änderung der Wetterrichtung, aber auch Austausch der verbrauchten Luft gegen frische Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterzug]]: Von der Atmosphäre in den Grubenbauen angenommene Luftbewegung.&lt;br /&gt;
* [[Widersinnig]]:&lt;br /&gt;
* [[Wiederaufnehmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Winkel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wipperboden]]:&lt;br /&gt;
* [[Wirbellutte]]: Speziallutte, die in sonderbewetterten Streckenörtern zur Durchmischung von Wettern dient, auch Coanda-Wirbellutte.&lt;br /&gt;
* [[Wolger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Wünschelrute]]:&lt;br /&gt;
* [[Wurfschaufellader]]: Ladegerät, hauptsächlich im Streckenvortrieb. Gleisgebundene oder gleislose Ausführung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== X ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Y ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Z ====&lt;br /&gt;
* [[Zeche]]: Bergwerkseigentum der [[Gewerkschaft]], aber auch bei der [[SDAG Wismut]] ein Betrieb zur [[Beprobung]] von Uranerz.&lt;br /&gt;
* [[Zehnte]]: Abgabe des Bergwerksbesitzers an den Staat oder den [[Bergregal|Regal]]herren.&lt;br /&gt;
* [[Zehntner]]:&lt;br /&gt;
* [[Zertrümern]]:&lt;br /&gt;
* [[Ziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerling]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Zone]]:&lt;br /&gt;
* [[Zubuße]]: Zahlungen auf Basis der [[Kux]]e, die der Anteilseigner ([[Gewerken|Gewerke]]) einer Bergrechtlichen Gewerkschaft an diese zur Erfüllung von Verbindlichkeiten zu entrichten hat.&lt;br /&gt;
* [[Zug]]:&lt;br /&gt;
* [[Zulegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusammendrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zwanzigste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] (in Sachsen 1851 statt des [[Neunte]]n eingeführt).&lt;br /&gt;
* [[Zwischengeschirr]]: Verbindungselement zwischen Förderkorb und Förderseil.&lt;br /&gt;
* [[Zwischenmittel]]: dünne Schichten tauben Gesteins in einem Flöz oder einem Erzlager.&lt;br /&gt;
* [[Zwölfte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] für einen alten wieder aufgewältigten [[Erbstollen|Erbstolln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leere Artikelseiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fpflock&amp;diff=2652</id>
		<title>Schießpflock</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fpflock&amp;diff=2652"/>
				<updated>2012-09-19T11:09:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: Die Seite wurde neu angelegt: „Der '''Schießpflock''' war ein rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum Besatz des Bohrloches.  Der ''Schie…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Schießpflock''' war ein rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ''Schießpflock'' wurde, wenn noch nicht vorgefertigt, auf die Größe des Bohrloches zugeschnitten und mit dem [[Schlägel]] in das Bohrloch eingetrieben. Besaß der ''Schießpflock'' kein Loch, wurde vorher noch eine entsprechende Kerbe für die (Zünd)Spur eingeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Hilfe des ''Schießpflockes'' wurde ein Verschluss des Bohrloches und somit eine Erhöhung der Sprengwirkung erzielt. Zusätzlich verhinderte der ''Schießpflock'', dass Funken an die Pulverladung gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Schiß-Pflöcker / sind Hölzer wodurch ein Loche gebohret / welche in das schiß Loch getrieben / und das zünd Pulfer hinein geschüttet wird.“'' (Junghans, G. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(29)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Soferne keine Wasser darinnen zulauffen / kan alsbald geschossen werden / wenn zu vorhero alles darzu zugerichtet ist. Denn es muß ein Pflock von buchigen Holze nach der Grösse des Loches / und Länge desselben zugeschnitten werden / uff demselben wird der Länge nach eine Spur oder Kerbe ausgeschnitten / anstatt des Zünd-Loches.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Das Schiessen ist hier vom ersten Anfange bis Anno 1687 mit Schießpflöcken verrichtet worden. Diese wurden von hartem Büchenholze im Walde aus dem gröbesten gehauen, hernach getrocknet oder geräuchert, und also auf die Gruben geliefert. Sie waren 30 bis 36 Zoll lang, rund, und so dicke, daß sie das gebohrte Loch über dem Pulver ausfüllen können. Ein jedes Schock ward mit 20 Mgr. (Mariengroschen) bezahlet, bis Anno 1681. da man 2 Groschen abgebrochen. Ein jeder Steiger, der seinen Untersteiger hatte, schnitt seine Schießpflöcke in der Nachmittagspose, da der Untersteiger in der Grube das Schiessen verrichtet, durchbohrte sie mit dem Pflockbohrer, und bereitete sie zum Gebrauch auf den folgenden Tag. Wenn aber auf seiner Grube kein Untersteiger gewesen, und der Steiger anderer nöthigen Arbeit halber die Schießpflöcke in der Schicht nicht ausbohren können; So ist es nach der Schicht verrichtet, und vor jedes Schock 8 Mgr. besonders bezahlet worden, daß also ein Schock völlig zubereiteter Schießpflöcke 28 Mgr. und zulezt von Anno 1681. auf 26 Mgr. zu stehen gekommen.“'' (Calvör, H. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(27)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den eingetriebenen ''Schießpflock'' wurde bündig in ein entsprechendes Bühnenloch das [[Schießblech]] gesetzt und dieses anschließend mittels [[Schießspreize]] befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Uff solchen Pflock muß ein sonderlich Schieß-Eisen / das ist ein Blech in gevier 2. Hände breit / ein oder zwey Finger stark / ins Gestein eingehauen werden / daß es sich nicht schieben kann / darüber das Zünd-Loch seyn muß. Auff solches Blech wird so dann ein Poltzen oder Stempel angetrieben, welcher wohl verwahret in einem Bühn-Loch stehen muß.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2651</id>
		<title>Bergwörterbuch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Bergw%C3%B6rterbuch&amp;diff=2651"/>
				<updated>2012-09-19T11:07:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: /* S */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Inhaltsverzeichnis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== A ====&lt;br /&gt;
* [[Abbau]]: Vorgang des [[Lösen]]s von [[Mineral]]ien aus einer [[Lagerstätte]], aber auch der Ort, an dem dies geschieht.&lt;br /&gt;
* [[Abbaue]]:  Orte, an denen der [[Abbau]] stattfindet.&lt;br /&gt;
* [[Abbaurichtung]]: Hauptrichtung, in der ein [[Lagerstätte]]nanteil mittels des jeweiligen [[Abbauverfahren]]s in Angriff genommen wird.&lt;br /&gt;
* [[Abbaustoß]]: Angriffsfläche für den [[Abbau]].&lt;br /&gt;
* [[Abbaustrecke]]: Horizontaler [[Grubenbau]] in der [[Lagerstätte]], der den [[Abbau]] begleitet.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverfahren]]: Technik, die im Bergbau dazu dient, eine [[Lagerstätte]] wirtschaftlich auszubeuten. Für jede Lagerstätte wird das jeweilige Abbauverfahren genau geplant.&lt;br /&gt;
* [[Abbauverluste]]: Nicht abbaubare [[Lagerstätte]]ninhalte innerhalb eines [[Grubenfeld]]es, gerechnet in Prozent des anstehenden Lagerstätteninhaltes.&lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Abfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abfangen]]:&lt;br /&gt;
* [[Abgang]] (oft im Plural, Abgänge): das Abfallmaterial aus einer ([[Erz]]-)[[Aufbereitung]]sanlage (engl. Tailings). Insbesondere im Steinkohlebergbau auch als [[Waschberg]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Abgeworfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Abkehren]]: Den Dienst aufgeben.&lt;br /&gt;
* [[Ablegen]]: Entlassen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Ablöser]]: Gesteinsbrocken, die sich von der [[Firste]] oder vom  [[Stoß]] ablösen und herunterfallen können oder bereits heruntergefallen sind.&lt;br /&gt;
* [[Abmuten]]: Bemühungen, den Freifall (ins Bergfreie fallen) eines [[Muten|gemuteten]] Bergwerkes mittels Antrag zu erreichen.&lt;br /&gt;
* [[Abortkübel]]: Auch Bergmannsklo genannt, ist ein Behälter mit verschließbarem Deckel, in dem die Bergleute Untertage ihre Notdurft verrichten.&lt;br /&gt;
* [[Abraum]]: Im Tagebau das die Lagerstätte überdeckende Gestein, von abräumen.&lt;br /&gt;
* [[Absaufen]]: Ungeplantes Volllaufen der Grubenbaue mit Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Abschlag]]: Vortrieb, der durch jeweils eine Sprengarbeit entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Absetzen]]: Im Tagebau das Aufschütten des Abraumes, oft mittels eines Absetzers; auch verkippen oder verstürzen genannt.&lt;br /&gt;
* [[Absetzig]]: &lt;br /&gt;
* [[Absinken]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abteufen]]: Niederbringen oder ab[[teufen]] von [[Schacht|Schächten]], [[Gesenk]]en und Bohrlöchern.&lt;br /&gt;
* [[Abtreiben]]: auch [[bereißen]] oder ''berauben'': loses Gestein aus Sicherheitsgründen herunterreißen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen]]: Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbaufeldes]].&lt;br /&gt;
* [[Abwetter]]: Aus den Grubenbauen abgeleitete verbrauchte Luft.&lt;br /&gt;
* [[Ader]]: &lt;br /&gt;
* [[Akkulok]]:&lt;br /&gt;
* [[Alter Mann]]: Bereich, in dem der [[Abbau]] beendet ist. &lt;br /&gt;
* [[Altung]]:&lt;br /&gt;
* [[Anbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Anfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Anlegen]]: Einstellen eines Bergmanns.&lt;br /&gt;
* [[Anreichern]]: &lt;br /&gt;
* [[Anscharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Anschlagen]]: Beginn der Auffahrung (&amp;quot;einen [[Stollen|Stolln]] anschlagen&amp;quot;), aber auch Signalgebung bei der [[Förderung]] im [[Schacht]] durch den  [[Anschläger]], der die [[Fördertonne]]n ans Seil &amp;quot;anschlägt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* [[Anschläger]]: Bergmann, der im [[Füllort]] unter Tage und auf der [[Hängebank]] über Tage die [[Fördertonne]]n ans Seil anschlägt. Bedient die Signalanlage zur Verständigung mit dem Maschinisten.&lt;br /&gt;
* [[Anschnitt]]: Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben des [[Berggebäude]]s beim [[Bergamt]]. Der Anschnitt erfolgte in früheren Jahrhunderten mittels [[Kerbholz]].&lt;br /&gt;
* [[Anschnittbuch]] (auch ''Anschnittbogen''): Im [[Bergamt]] hinterlegtes Buch, in dem die [[Bergkosten]] der [[Grube]]n vermerkt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Anschnittregister]]: Auflistung der [[Bergkosten]] der [[Grube]], welche beim [[Bergamt]] zur Untersuchung vorgelegt werden musste.&lt;br /&gt;
* [[Anschützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Apophyse]]:&lt;br /&gt;
* [[Arschleder]]: Gesäßschutz des Bergmanns, insbesondere, wenn er auf dem Leder einfährt (über tonnlägige Schächte in den Berg rutscht). Hauptsächlich aber als Schutz vor Nässe und Kälte beim Sitzen, siehe auch: [[Kniebügel]].&lt;br /&gt;
* [[Assanisator]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Aufbereiten]]: Gewonnene Mineralien zerkleinern, sortieren, klassieren, anreichern und konzentrieren.&lt;br /&gt;
* [[Aufbruch]]: Von unten, von einer tieferen Sohle her, nach oben hergestellter vertikaler Grubenbau. Auch [[Überhauen]] genannt.&lt;br /&gt;
* [[Auffahren]]: Einen Grubenbau herstellen.&lt;br /&gt;
* [[Aufgehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufhauen]]: Eine in einer Lagerstätte aufwärts führende Strecke, z. B. Strebaufhauen zur Vorrichtung eines Strebbaus, Wetteraufhauen zur Wetterführung.&lt;br /&gt;
* [[Abwerfen|Auflassen]]: (Auflässig) Aufgeben einer [[Grube]], eines Grubenbereiches oder eines [[Abbaue|Abbau]]feldes.&lt;br /&gt;
* [[Aufnehmen]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsatteln]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufsäubern]]: &lt;br /&gt;
* [[Aufschliessen]]: Eine [[Lagerstätte]] durch ein neues Bergwerk zugänglich machen.&lt;br /&gt;
* [[Aufschluss]]: &lt;br /&gt;
* [[Öhr|Auge]]: Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[aufwältigen]]: Einen verbrochenen (eingestürzten) oder verfüllten Grubenbau wiederherstellen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbau]]: Abstützung innerhalb des Bergwerkes mittels verschiedener Materialien und Techniken.&lt;br /&gt;
* [[Ausbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbaugespann]]: Hydraulischer Schreitausbau, der aus zwei oder drei Ausbaurahmen besteht.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeissen]]: Auch ausgehen; bergmännisch für zu Tage kommen, sich verringern, verschmälern; ausgehendes Flöz: ein zu Tage sich verschmälerndes, selbst aufhörendes Flöz.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeute]]: Überschuss aus dem Ertrag eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Ausbeutebogen]]: Verzeichnis aller Zechen eines Bergbaureviers, die Gewinne abwarfen.&lt;br /&gt;
* [[Ausbiss]]: Das Hervortreten einer Lagerstätte an der Tagesoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Ausblühen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausbringen]]: Gesamte Rohförderung an nutzbaren Mineralien einer Grube.&lt;br /&gt;
* [[Ausfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausgehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushalten]]:&lt;br /&gt;
* [[Aushieb]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskeilen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausklauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Auskutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Auslängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Auspochen]] (auch Ausklopfen): Akustisches Signal zum Schichtende vom [[Steiger]] über Tage zu den Bergleuten im [[Schacht]] und dessen Weiterleitung durch Schläge mit dem [[Schlägel]] an den [[Stoß]] bis zu den [[Ort|Örtern]].&lt;br /&gt;
* [[Ausrichtung]]: Erschließung eines [[Grubenfeld]]es durch die Anlage von [[Schacht|Schächten]], [[Querschlag|Querschlägen]], [[Feldstrecke|Feld]]- und [[Richtstrecke]]n.&lt;br /&gt;
* [[Ausschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausschläger]]:&lt;br /&gt;
* [[Ausstreichen]]: Flöz oder Gang streicht an der Erdoberfläche aus, d. h. schneidet die Erdoberfläche, und ist dort sichtbar; auch Ausbiß oder Ausgehendes genannt.&lt;br /&gt;
* [[Ausziehen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== B ====&lt;br /&gt;
* [[Bankrecht]] ist eine Senkrechte zum [[Streichen]] und [[Einfallen|Fallen]] einer Schichtenfolge.&lt;br /&gt;
* [[Barte]] (oder Bergbarte): Kleines Beil mit einer langen Spitze und einem langen Stiel, das zu festlichen Anlässen mitgeführt wird.&lt;br /&gt;
* [[Bau]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bauhaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Abbauwürdig|Bauwürdig]]: Beurteilung eines Rohstoffvorkommens unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit.&lt;br /&gt;
* [[Befahrbar]]: &lt;br /&gt;
* [[Befahren]]: Begehung eines [[Stollen[[s, heute auch die generelle Begehung (Besichtigung) eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Beibrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belegung]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnen]]: &lt;br /&gt;
* [[Belehnungsurkunde]]: Verleihungsurkunde, die bei der [[Verleihen|Verleihung]] einer [[Muten|gemuteten]] [[Grube]] in das [[Lehensbuch]] eingetragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Beleihen]]: &lt;br /&gt;
* [[Beraubefahrzeug]]: Mobile Arbeitsmaschine, die Untertage zum bereißen der Firste eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Berauben]]: siehe [[Bereißen]].&lt;br /&gt;
* [[Berechtsame]]: Nutzungsrecht an bestimmten [[Grubenfeld]]ern, wird heute im [[Bergrecht]] Bergbauberechtigung genannt.&lt;br /&gt;
* [[Berechtsamsurkunde]]: [[Bergrecht]]liches Dokument, das aus der sogenannten [[Verleihen| Verleihung]]surkunde und einer Ausfertigung des Lager[[riss]]es besteht und einem Bergbautreibenden bei der Verleihung von Bergwerkseigentum überreicht wird.&lt;br /&gt;
* [[Bereißen]]: Herunterreißen von losen Gesteinsstücken oder Kohlebrocken von der [[Firste]] mittels Bereißwerkzeugen, „die Firste hart machen“.&lt;br /&gt;
* [[Berg]]: Eher flach geneigte Verbindungsstrecke zwischen [[Grubenbau]]en unterschiedlicher [[Teufe]], z. B. zwischen den [[Sohle]]n eines Bergwerks. Siehe auch [[Förderberg]].&lt;br /&gt;
* [[Bergamt]]: Für den Bergbau zuständige Aufsichtsbehörde.&lt;br /&gt;
* [[Bergamtmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbeamte]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbegnadigungsfonds]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbehörde]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergbuch]]: Öffentliches Verzeichnis aller Rechtsgeschäfte des [[Bergamt]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berge]] (auch: Bergematerial): Vom Bergmann aus dem Gebirge gelöstes, taubes oder auch (Neben-)Gestein, das bei Gewinnung von Bodenschätzen unter Tage anfällt.&lt;br /&gt;
* [[Bergekasten]]: Geviert aus Grubenholz, das mit Bergen gefüllt wird und zur Abstützung des Hangenden dient.&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen]]: Länglicher Spitzkeil, welches meist an einem [[Helm]] befestigt und bei der [[Schlägel]]- und Eisenarbeit eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Berghammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Bergfeste]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergfreie]]: (ins Bergfreie fallen)&lt;br /&gt;
* [[Bergfreiheit]]: Der Landesherr konnte bestimmte wirtschaftlich wichtige Mineralien für bergfrei erklären und damit ihre Gewinnung anregen. Ein bergfreies Mineral durfte jeder Finder sich aneignen – ohne Rücksicht auf den Grundbesitz. Vorausgesetzt war die Verleihung von Bergwerkseigentum.&lt;br /&gt;
* [[Berggemach]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggericht]]: Gericht, das für bergrechtliche Angelegenheiten in den Bergbaurevieren zuständig war. Es überwachte die Konzessionen und vertrat die Rechtsansprüche der Landesherren.&lt;br /&gt;
* [[Berggeschrei]]: Beginn des Silberbergbaus im Erzgebirge und dem Harz, vergleichbar mit dem Goldrausch in Nordamerika.&lt;br /&gt;
* [[Geschworener|Berggeschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Berggesetz]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergglocke]]: &lt;br /&gt;
* [[Berggrundbuch]]: Ein öffentliches Register, das auch Berghypothekenbuch genannt wird und das beim Amtsgericht geführt wird. In ihm werden die Bergwerke, deren Eigentümer, Gewerke und Feldesgrössen aufgeführt.&lt;br /&gt;
* [[Berghauptmann]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergherr]]: &lt;br /&gt;
* [[Berghoheit]]: &lt;br /&gt;
* [[Berginspektor]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergkittel]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergknecht]]: Bergmann, der zu Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bergmannschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergmeister]]: Beamter, der beim [[Bergamt]] angestellt war und die [[Zeche]]n in seinem Bezirk verwaltete.&lt;br /&gt;
* [[Bergordnung]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergpredigt]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergquartal]]: Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* [[Bergrecht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergregal]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergrichter]]: Beamter, der dem [[Berggericht]] vorstand und in strittigen Bergsachen entscheiden musste.&lt;br /&gt;
* [[Bergschaden]]: Schaden an Personen oder Gebäuden, der durch bergbauliche Aktivitäten entstanden ist.&lt;br /&gt;
* [[Bergschmied]]: Handwerker, der die zum Bergbau erforderlichen Werkzeuge schmiedete und der [[Berggericht]]sbarkeit unterstand.&lt;br /&gt;
* [[Bergschreiber]]: Buchhalter und Protokollführer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Bergsenkung]]: Bodenbewegung, die aufgrund von Bergbautätigkeiten entsteht und sich bis zur Erdoberfläche auswirkt.&lt;br /&gt;
* [[Bergsucht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergvogt]]: Ein dem [[Bergmeister]] untergeordneter Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Bergwerkseigentum]]: Das Recht, innerhalb festgelegter Grenzen ein [[Mineral]] zu gewinnen. Bergwerkseigentum wird aufgrund einer [[Muten|Mutung]] durch den Landesherrn [[Verleihung|verliehen]].&lt;br /&gt;
* [[Besatz]]: Masse, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Besetzen]]: &lt;br /&gt;
* [[Besteg]]: &lt;br /&gt;
* [[Blasversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Blende]]: &lt;br /&gt;
* [[Blende (Geleucht)]]: &lt;br /&gt;
* [[Blick]]: &lt;br /&gt;
* [[Blindschacht]]: [[Schacht]] ohne Verbindung zur Erdoberfläche (Tageslicht).&lt;br /&gt;
* [[Bobine]]: schmale Seiltrommel mit seitlichen Führungen, auf der die Windungen eines Flachseils übereinander liegen.&lt;br /&gt;
* [[Bombe]]: Bezeichnung des Kumpels für eine bestimmte elektrische Handlampe.&lt;br /&gt;
* [[Bornmeister]]: Aufsichtsperson in einer Saline, er führt die Aufsicht über die Sole.&lt;br /&gt;
* [[Böse Wetter]]: Schädliche Gasgemische, die für den Menschen schädlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrdeckel]]: Über den [[Bohrer]] gesteckt Scheibe, die das Herausspritzen des Bohrkleins verhinderte.&lt;br /&gt;
* [[Bohren]]:&lt;br /&gt;
* [[Bohren und Schießen]]: [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] durch manuelles Anlegen von Bohrlöchern und dem Einsatz von Schwarzpulver.&lt;br /&gt;
* [[Bohrer]]: Ein [[Gezähe]] für die Herstellung von Bohrlöchern beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrgestänge]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrkern]]: &lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrkruck]]: Hölzernes Hilfsmittel zum Umsetzen des Hand[[bohrer]]s beim [[Bohren]].&lt;br /&gt;
* [[Bohrlappen]]: Lappen zur Reinigung und Trocknung des Bohrlochs.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Bohrlöffel]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Bohrpost]]: Anzahl stärkerer und schwächerer [[Bohrer]], welche zum Abbohren eines Bohrlochs erforderlich sind.&lt;br /&gt;
* [[Bohrschacht]]: &lt;br /&gt;
* [[Bohrstange]]: &lt;br /&gt;
* [[Bolzenschrot]]: &lt;br /&gt;
* [[Brecher]]: Maschine mit einer rotierenden Meißelwalze, um das abgebaute [[Mineral]] zu zerkleinern und transportfähig zu machen (meist ist an einem Brecher ein Transportband angehangen, um die zerkleinerten Mineralien zu befördern).&lt;br /&gt;
* [[Brecheisen]]: Eisenstange mit einer Spitze oder einer Schneide, welche für unterschiedliche Arbeiten (z. B. [[Durchschlag]]en) eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bremmer]]: &lt;br /&gt;
* [[Bremsberg]]: Berg, in dem mit Hilfe gebremster Förderwagen abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsbergförderung]]: Fördertechnik, bei der das abgebaute Mineral an einem Bremsberg mittels Schwerkraft abwärts gefördert wird.&lt;br /&gt;
* [[Bremsförderer]]: Rutsche mit angetriebenen Stauscheiben.&lt;br /&gt;
* [[Bremswerk]]: Maschinelle Einrichtung, die bei Förderung an Bremsbergen die niedergehenden Wagen abbremst.&lt;br /&gt;
* [[Bruch]]: Einsturz eines Teiles eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Bruchbau]]: Abbaumethode, bei der der das [[Hangendes|Hangende]] planmässig zu Bruch geworfen wird.&lt;br /&gt;
* [[Prunen|Brunen]] (Brunnen): Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Bühne]]: Künstlich geschaffene Arbeitsplattform.&lt;br /&gt;
* [[Bühnloch]] (auch Bühnenloch): Eine in das feste [[Gestein]] gehauene Vertiefung, um den Fuß eines [[Stempel]]s oder das Ende einer [[Kappe]] unverrückbar aufzunehmen.&lt;br /&gt;
* [[Bulge]]: Schlauchförmiger Ledersack, der im Mittelalter zum Schöpfen von Grubenwasser diente.&lt;br /&gt;
* [[Bulgenkunst]]: Wasserhebemaschine aus Holz, die zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Bunker]]: Grubenräume oder betriebliche Einrichtungen, in denen Schüttgüter wie Rohkohle, Roherz oder Berge zwischengelagert werden.&lt;br /&gt;
* [[Butzen]]: eine kleine selbständige Masse eines bestimmten Minerals im Gestein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== C ====&lt;br /&gt;
* [[Caducieren]]: Kuxe für nicht mehr bestehend erklären, das Eigentum daran aufheben. &lt;br /&gt;
* [[Communbergbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Concedieren]]: &lt;br /&gt;
* [[Concession]]: &lt;br /&gt;
* [[Consolidation]]:auch Konsolidation: Zusammenschluss mehrerer Grubenfelder bzw. der dazugehörigen Berechtsamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== D ====&lt;br /&gt;
* [[Damm:]] Bauwerk, das einen Teilbereich des Grubengebäudes von den übrigen Grubenbauen trennt. Man unterscheidet Brand-, Wasser-, Streckenbegleit- und Abschlussdämme.&lt;br /&gt;
* [[Dammtor]]: Sicherheitstor, meist in Strecken, mit dem plötzliche Wassereinbrüche abgesperrt und somit ein Teil des Grubengebäudes zu Sumpfe gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
* [[Derb]]:&lt;br /&gt;
* [[Dingen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dopplhäuer]]: &lt;br /&gt;
* [[Doppltrümig]]: &lt;br /&gt;
* [[Dreiecksbau]]: Altes Abbauverfahren, das hauptsächlich im Schieferbergbau angewendet wurde und durch den Querbau abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
* [[Drittel]]: Bei Belegung eines Ortes mit mehreren, sich ablösenden Arbeitsgruppen eine dieser Schichten. Ein Ort kann auch mit zwei oder mit vier Dritteln belegt sein. Siehe 3- und 4/3-Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Druse]]: &lt;br /&gt;
* [[Drusig]]: &lt;br /&gt;
* [[Duckelbau]]: Abbauverfahren für unregelmäßig vorkommende Lagerstätten mit geringer Mächtigkeit, bei dem die Gewinnung mittels kleiner Schächte, sogenannter Duckel erfolgt.&lt;br /&gt;
* [[Durchfallen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchbauen]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchörtern]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchhieb]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchschlag]]: Herstellung einer offenen Verbindung zwischen zwei Grubenbauen.&lt;br /&gt;
* [[Durchsinken]]: &lt;br /&gt;
* [[Durchteufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Dürr]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== E ====&lt;br /&gt;
* [[Edel]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehner]]: &lt;br /&gt;
* [[Eigenlehnerzeche]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbrechen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbringen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einbruch]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfahren]]: &lt;br /&gt;
* [[Einfallen]]: Neigungswinkel der Lagerstätte zur Horizontalen, also die Neigung in Falllinie. Das Einfallen wird senkrecht zum Streichen gemessen.&lt;br /&gt;
* [[Eingesprengt]]: &lt;br /&gt;
* [[Einkommen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einlegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Einschlagen]]:&lt;br /&gt;
* [[Einsprengung]]: &lt;br /&gt;
* [[Einstrich]]: Horizontaler Schachteinbau, der aus Holz oder aus Stahl gefertigt ist.&lt;br /&gt;
* [[Eintrümmig]]: &lt;br /&gt;
* [[Einziehen]]: &lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Eisen]]: Historische Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen]]: Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Entblössen]]: &lt;br /&gt;
* [[Enterben]]: Übergang der Rechte zwischen [[Erbstollen]], wenn der neu ins das [[Grubenfeld]] einkommende Erbstollen die erforderliche [[Erbteufe]] hat.&lt;br /&gt;
* [[Enterbungsteufe]]: Senkrechter Abstand zwischen [[Erbstollen]] und enterbten Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Erbbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbbelehnung]]: Verleihung der Rechte auf den [[Abbau]] eines [[Mineral]]s innerhalb eines bestimmten Bezirkes. &lt;br /&gt;
* [[Erbbereiten]]: Berggerichtliche Handlung, die der nochmaligen genauen Vermessung eines [[Grubenfeld]]es diente, wenn dieses zur [[Ausbeute]]verteilung gekommen war.&lt;br /&gt;
* [[Erbbereitungsbuch]]: Buch zur Aufzeichnung aller Handlungen im Zusammenhang mit dem [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erben]]: Begriff mit unterschiedlicher Bedeutung im Bergbau (Grundeigentum, Vorrangstellung, aber auch Vererbung). &lt;br /&gt;
* [[Erbfluss]]: Größeren Bach oder Fluss, der, die das [[Grubenfeld]] durchsetzenden [[Gang|Gänge]] teilt.&lt;br /&gt;
* [[Erbgerechtigkeit]]: Herstellen der Rechtmäßigkeit des Besitzes oder Anspruchs durch Vermessung oder [[Erbbereiten]].&lt;br /&gt;
* [[Erbhäuer]]: Ausgelernter und für [[Gedinge]] zugelassener [[Hauer|Häuer]] mit vollem Häuerlohn. &lt;br /&gt;
* [[Erbkux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e zur Entschädigung des Grundbesitzers, auf dessen Land die [[Zeche]] liegt.&lt;br /&gt;
* [[Erbstamm]]: Gesamtheit der [[Erbkux]]e.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollen]]: Stollen zur Wasserlösung und zur Wetterführung in einem oder mehreren Bergwerken. Dem [[Erbstöllner]], der den Stollen herstellte, stand dafür ein Anteil an der [[Ausbeute]] der Bergwerke zu.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengebühr]]: Betrag, den die Besitzer der [[Zeche]] an den [[Erbstöllner]] abführen mussten.&lt;br /&gt;
* [[Erbstollengerechtigkeit]]: Ein nach besonderer [[Muten|Mutung]] erworbenes Recht, einen [[Erbstollen]] nach erfolgter Verleihung zu betreiben.&lt;br /&gt;
* [[Erbstöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Erbstufe]]: Ein ins Gestein gehauenes Zeichen an der Grenze des [[Grubenfeld]]es.  &lt;br /&gt;
* [[Erbteufe]]: Gesetzlich vorgeschriebene [[Teufe]] eines [[Erbstollen|Erbstollns]], um die vollen [[Erbstollengebühr]]en beanspruchen zu können.&lt;br /&gt;
* [[Erbtiefste]]: Tiefster Bau eines Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Erbwürdig]]: &lt;br /&gt;
* [[Erlängen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erliegen]]: &lt;br /&gt;
* [[Ersaufen]]: &lt;br /&gt;
* [[Erschliessen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erschroten]]: &lt;br /&gt;
* [[Schürfen|Erschürfen]]: Auffinden einer [[Lagerstätte]] beim [[Schürfen]]. &lt;br /&gt;
* [[Erstrecken]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz]]: In der Natur vorkommende Verbindungen von Metallen mit anderen Stoffen. &lt;br /&gt;
* [[Erzbringer]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzfall]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzführung]]: &lt;br /&gt;
* [[Erzgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzräuber]]: &lt;br /&gt;
* [[Erz säen]]:&lt;br /&gt;
* [[Erzstufe]]: Kleines Erzstück, das aus der Lagerstätte herausgeschlagen wurde. Man unterscheidet Probierstuffen, Handstuffen und Schaustufen.&lt;br /&gt;
* [[Etage]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== F ====&lt;br /&gt;
* [[Fahrbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahren]]: Allgemeiner Ausdruck für jegliche Fortbewegung des Bergmannes im Bergwerk. Anfahren, einfahren, Ausfahren.&lt;br /&gt;
* [[Fahrkunst]]: Historische Vorrichtung zum Ein- und Ausfahren der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Fahrlader]]: Radlader niedriger Bauart für den untertägigen Einsatz.&lt;br /&gt;
* [[Fahrmarke]]: Unterschiedlich geformte Marke aus Blech, die zur Anwesenheitskontrolle dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrt]]: Leiter.&lt;br /&gt;
* [[Fahrtklammer]]:&lt;br /&gt;
* [[Fahrtrum]]: freizuhaltender Raum in Schächten, Gesenken und Überhauen, der der vertikalen Fahrung dient.&lt;br /&gt;
* [[Fahrüberhauen]]: dient ausschließlich zur Fahrung. Mittels dieses steilen (bis nahezu senkrechten) Grubenbaus kann man zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
* [[Fahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Fall]]:&lt;br /&gt;
* [[Fallen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in vertikaler Richtung.&lt;br /&gt;
* [[Fallort]]:&lt;br /&gt;
* [[Fangstützen]]: Im Förderturm eingebaute bewegliche Stahlriegel, die den Förderkorb auffangen, wenn dieser aufgrund eines Anstoßes gegen den Prellträger seillos geworden ist.&lt;br /&gt;
* [[Fangvorrichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Fäustel]]: Hammer, welcher bei Schlägel- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit, dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Feld]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldgestänge]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldort]]:&lt;br /&gt;
* [[Feldstrecke]]:&lt;br /&gt;
* [[Feste]]:&lt;br /&gt;
* [[Feuerkübeln]]: Veraltete Methode zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges mittels Feuer.&lt;br /&gt;
* [[Feuersetzen]]: Technik, die in vielen Bergbauregionen vom Altertum bis Anfang des neunzehnten Jahrhunderts benutzt wurde, um Gestein aufzulockern oder zu sprengen.&lt;br /&gt;
* [[Fimmel]]: Starker eiserner [[Keil]], welcher als [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit von festeren [[Gestein]]en verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Firste]]: Obere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstenbau]]: Abbaumethode, die bei steileinfallenden Lagerstätten angewandt wird, Vorläufer des Firstenstoßbaus.&lt;br /&gt;
* [[Firstengewölbe]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenkasten]]:&lt;br /&gt;
* [[Firstenstoßbau]]: Abbaumethode für steileinfallende Lagerstätten, schwebende Abbaurichtung mit streichendem Verhieb.&lt;br /&gt;
* [[Flach]]: In der Neigung der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flache]]:&lt;br /&gt;
* [[Flacher Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Flachriss]]: zeichnerische Projektion eines Flözes oder eines Gangs auf eine Ebene parallel zur Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Flöz]]: Durch Sedimentation entstandene plattenförmige, flächig ausgedehnte Lagerstätte (z. B. Kohlenflöz, Eisensteinflöz).&lt;br /&gt;
* [[Fluder]] (auch Gefluder): Gerinne aus Holz oder Metall zum Zu- oder Ableiten von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Flügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Flügeleisen]]: Eine Doppelkeilhaue, insbesondere früher im Steinkohlenbergbau zur Kohlengewinnung verwendet.&lt;br /&gt;
* [[Flügelort]]: Das Flügelort ist eine seitliche Fortsetzung eines Stollens ins Feld hinein.&lt;br /&gt;
* [[Förderberg]]: Geneigte [[Strecke]], die [[Sohle]]n eines Bergwerks verbindet und zum Anschluss der [[Flöz]]e an die [[Grubenbau]]e dient.&lt;br /&gt;
* [[Fördergerüst]]: Das über dem [[Schacht]] stehende Gerüst („Förderturm“), das die [[Seilscheibe]]n trägt.&lt;br /&gt;
* [[Fördergestell]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderkorb]] (auch Fördergestell): Am Förderseil hängendes Transportmittel für Material, Personen und gewonnenes Mineral im [[Schacht]].&lt;br /&gt;
* [[Förderkübel]]: Fördergefäß aus Holz, das im frühen Bergbau zur Förderung von Erz, Kohle oder Haufwerk eingesetzt wurde. Heute aus Stahl, wird beim Schachtabteufen verwendet (Abteufkübel).&lt;br /&gt;
* [[Fördermann]]: Bergmann, der für den Transport zuständig war; der Transport erfolgte in der Regel manuell mit Schlepptrögen, Laufkarren oder Hunten.&amp;lt;&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschine]]: Antriebsmaschine zum Treiben des Förderseils und damit des Förderkorbes.&lt;br /&gt;
* [[Fördermaschinist]]: Bergmann, der die Fördermaschine bedient.&lt;br /&gt;
* [[Fördern]]:&lt;br /&gt;
* [[Förderseil]]: Seil zum Heben von Lasten in Schächten und Blindschächten.&lt;br /&gt;
* [[Fördertonne]]: Fassartig geformter Behälter, der an Seilen oder Ketten gehängt zur Förderung in saigeren Schächten diente.&lt;br /&gt;
* [[Förderwagen]]: traditionelles Transportmittel im Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Frei]]:&lt;br /&gt;
* [[Freibau]]:&lt;br /&gt;
* [[Freifahrung]]: Bergrechtlicher Akt, durch den einem Grubenbesitzer die Besitzrechte auf die Grube entzogen werden konnten, wenn er die Grube nicht vorschriftsgemäß belegte.&lt;br /&gt;
* [[Freikux]]: Von [[Zubuße]] befreite [[Kux]]e ohne Stimmrecht, die von einer [[Zeche]] herausgegeben werden.&lt;br /&gt;
* [[Freiverbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Frisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Fristen]]: Das zeitweise Außerbetriebsetzen einer Zeche ohne gleichzeitigen Verlust des Bergwerkseigentums.&lt;br /&gt;
* [[Frosch]]: Öllampe; ein Geleucht.&lt;br /&gt;
* [[Füllort]]: Verladestelle unter Tage; Umschlagpunkt, an dem die Streckenförderung in die Schachtförderung übergeht.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrube]]: [[Grubenfeld]], das aufgrund eines [[Mineral]]fundes in [[bauwürdig]]er [[Lagerstätte]] an den [[Muter]] als Bergwerkseigentum [[Verleihen|verliehen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Fundgrübner]]: Besitzer des [[Grubenfeld]]es einer [[Fundgrube]].&lt;br /&gt;
* [[Fundpunkt]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundrecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Fundschächte|Fundschacht]]: Der erste auf der [[Fundgrube]] geteufte [[Schacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== G ====&lt;br /&gt;
* [[Gabel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit bei der [[Gewinnung]] in [[Seiffen]].&lt;br /&gt;
* [[Gaipel]]: Im Harz häufig anstelle von Huthaus genutzter Ausdruck für ein über dem Schacht stehendes Betriebsgebäude, abgeleitet von Göpel.&lt;br /&gt;
* [[Gang]]: plattenförmig ausgefüllte Kluft im Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gangart]]: Jedes Mineral in der Gangausfüllung, das nicht Ziel der Gewinnung ist.&lt;br /&gt;
* [[Gangbar]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangkreuz]]: Kreuzungspunkt von [[Gang|Gängen]], die oft reich ver[[erz]]t waren,&lt;br /&gt;
* [[Gangmasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Gangzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Gasausbruch]]: Plötzliches und verstärktes Austreten von Gasen aus dem Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Gebirge]]: Das Gestein, in dem sich die Grubenbaue des Bergwerks befinden.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsanker]]: Konstruktionselemente, die im Bergbau untertägige Hohlräume offen halten. Sie werden am Stoß oder an der Firste in das Gebirge (das Gestein) eingebracht und halten dieses zusammen.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsdruck]]: Unsichtbare Spannung um einen untertägigen Hohlraum oder im unverritzten Gebirge, Auslöser für Gebirgsschläge.&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsschlag]]: plötzliche Entspannung im Gebirge, bei der größere Mengen potenzieller (elastischer) Energie frei werden und bei der intensive Zerstörungen in der Grube sowie normalerweise heftige Erschütterungen an der Erdoberfläche auftreten.&lt;br /&gt;
* [[Gebräch]]: Lockeres, zum Hereinbrechen oder Nachfallen neigendes Gebirge.&lt;br /&gt;
* [[Gediegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedinge]]: Vertrag über eine für ein bestimmtes Entgelt zu erbringende Arbeitsleistung.&lt;br /&gt;
* [[Gedingehäuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingelohn]]:&lt;br /&gt;
* [[Gedingezeichen]]: Untertägige Zeichen zur Abrechnung der Arbeitsleistung, wenn nach [[Gedinge]] gearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Gefluder]]: siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Gefrierverfahren]]: Verfahren, mit dem künstlich gefrorene Bodenkörper hergestellt werden, um beim Abteufen nicht standfestes, oftmals stark wasserführendes Gebirge besser zu durchörtern.&lt;br /&gt;
* [[Gegenbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Gegenortbetrieb]]: Von mindestens zwei Ausgangsorten aufzufahrende Strecke mit dem Ziel, sich zu treffen und dadurch Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
* [[Gegenschreiber]]: Bergbeamter, der das Gegenbuch führte und alle Kuxe und Gewerken in das Buch eintrug.&lt;br /&gt;
* [[Gelenkbogenausbau:]] Gelenkiger Streckenausbau, der in Strecken mit hohem Gebirgsdruck eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]: Vom Bergmann mitgeführte Grubenlampen, z. B. Frosch, Bombe, Wetter-, Karbid-, Kopflampen.&lt;br /&gt;
* [[Generalbefahrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Generalstreichen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gequehle]]:&lt;br /&gt;
* [[Gerechtsame]]: die in einem Recht oder Gesetz begründete Befugniss.&lt;br /&gt;
* [[Gerinne]]: eine oben offene Wasserleitung oder -rinne, siehe Fluder.&lt;br /&gt;
* [[Geschicke]]:&lt;br /&gt;
* [[Geschworener]]: Vereidigter Bediensteter des [[Bergamt]]es, der die Bergwerke befuhr. Er war Helfer des [[Bergmeister]]s und Beisitzer des [[Berggericht]]s.&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft]]: &lt;br /&gt;
* [[Gesenk]]: Von oben nach unten abgeteufter vertikaler Grubenbau.&lt;br /&gt;
* [[Gesprenge]]:&lt;br /&gt;
* [[Getriebezimmerung]]: Methode zum Vortrieb in lockerem Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Geviertfeld]]: Rechtwinklig begrenztes Feld, das je nach Bergbaurevier unterschiedlich groß war und in dem der Muter nach der Verleihung Bergbau betreiben darf.&lt;br /&gt;
* [[Gewältigen]]:&lt;br /&gt;
* [[Gewerken]]: Anteilseigner einer bergrechtlichen [[Gewerkschaft]].&lt;br /&gt;
* [[Gewerkschaft]]: Alle zu einer [[Zeche]] gehörenden [[Gewerken]]. Historische Unternehmensform im Bergbau, zulässig bis zum Inkrafttreten des Bundesberggesetzes 1980.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnung]]: Lösen des abzubauenden Minerals aus der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnungsarbeiten]]: Gesamtheit der bergmännischen Arbeiten, durch welche die nutzbaren [[Mineral]]ien abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezähe]]: Bezeichnung für alle Werkzeuge und Arbeitsgeräte, die vom Bergmann zur Arbeit benötigt werden.&lt;br /&gt;
* [[Gezeugstrecke]]: Alte bergmännische Bezeichnung für [[Sohle]].&lt;br /&gt;
* [[Gleitbogenausbau]]: Nachgiebiger Ausbau mit der Verwendung als Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Glück Auf]]: Bergmannsgruß, Ende des 16. Jahrhunderts im Erzgebirge entstanden. Heute allgemein der deutsche Bergmannsgruß.&lt;br /&gt;
* [[Gnadengeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Gnadengroschenkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Göpel]]: Historische Förderanlage, im weiteren Sinn eine stärkere Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Göpelhaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Grabensteiger]]:&lt;br /&gt;
* [[Besatz|Grand]]: Masse bezeichnet, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen und abgedämmt wird.&lt;br /&gt;
* [[Graupe]]:&lt;br /&gt;
* [[Grube]]: Alle untertägigen Anlagen einer [[Zeche]].&lt;br /&gt;
* [[Grubenausbau]]: Absichern und Offenhalten von Räumen unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbau]]: Oberbegriff für alle Hohlräume im Bergwerk, wie Strecken, Schächte, Strebe etc.&lt;br /&gt;
* [[Grubenbrand]]: Untertägig ausgebrochenes Feuer, dass sich unter Tage unkontrolliert entwickeln kann.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeld]]: Raum unterhalb der Erdoberfläche, in dem sich ein Bergbauberechtigter die Minerale der Lagerstätte aneignen darf.&lt;br /&gt;
* [[Grubenfeldsteuer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenfunk]]: drahtloses Kommunikationssystem unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Grubengebäude]]: Gesamtheit der unter- und übertägigen Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Grubenholz]]: Holz, das im Bergbau im Tagebau und Untertagebau verwendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Grubenjunge]]: Junger Bergmann im Alter von 14 bis 23 Jahren, der unter Tage für Hilfsarbeiten eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Grubenkompass]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenlok]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenmauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenriß]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwässer]]:&lt;br /&gt;
* [[Grubenwehr]]: Rettungstruppe für den Einsatz im Bergbau, analog zur Feuerwehr. Besteht aus freiwilligen, besonders qualifizierten Bergleuten.&lt;br /&gt;
* [[Grundsohle]]:&lt;br /&gt;
* [[Grundstrecke]]: Tiefste streichende Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== H ====&lt;br /&gt;
* [[Habit]]:&lt;br /&gt;
* [[Häckel]]: Zierwaffe in Form eines kleinen Beiles mit langem Stiel.&lt;br /&gt;
* [[Halm]]: Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Halmdose]]: Behältnis zur Aufbewahrung der [[Halm|Halme]] (Zünder).&lt;br /&gt;
* [[Hängebank]]: Auch Schacht- oder Tagekranz: Es ist der oberste Teil der Schachtmündung. Hier wird der Förderkorb bzw. die Fördertonne be- oder entladen. (siehe Rasenhängebank).&lt;br /&gt;
* [[Hängen]]: Abwärtsfördern im Schacht, auch Einhängen.&lt;br /&gt;
* [[Hängezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Halde]]: Im Bergbau eine künstliche Anhäufung von Material (Haufwerk) oberhalb der umgebenden Geländeoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Haldensturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Halbe Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Hammelpfoten]]: Im Altbergbau bis zum 18. Jh. 70 - 100 cm lange Guss- oder Eisenschienen, die aneinandergelegt Grubenbahnschienen bilden konnten.&lt;br /&gt;
* [[Handstück]]:&lt;br /&gt;
* [[Hangendes]]: Das Gestein oberhalb der Lagerstätte. Siehe Liegendes.&lt;br /&gt;
* [[Harnisch]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspel]]: Vorrichtung zum Aufwickeln eines Seiles. Historisch Handhaspel für die Förderung über Schaächte und Gesenke.&lt;br /&gt;
* [[Haspelhorn]]: &lt;br /&gt;
* [[Haspelknecht]]: Bergmann, der in der Förderung mittels Haspel tätig war.&lt;br /&gt;
* [[Haspeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Haspelnische]]: Aussparung im Stoß für die Haspelknechte.&lt;br /&gt;
* [[Haspelschacht]]: Schacht von geringer Teufe, mit einer (Hand-)Haspel als Fördermaschine.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Haueisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Hauer]] (auch Häuer): Berg–Facharbeiter.&lt;br /&gt;
* [[Häuerglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Haufwerk]]: Herausgebrochenes oder -gesprengtes Gestein.&lt;br /&gt;
* [[Hauptstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Heinzenkunst]]: Mittelalterliche Maschine zum Heben des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Helm (Bergbau)|Helm]]: Industrieschutzhelm (Kopfschutz) für den Bergbau. Meist mit einem Schuh zur Aufnahme des [[Geleuchts]].&lt;br /&gt;
* [[Helm (Gezähe)]]: Hölzerner Stiel (meist Esche) für das Gezähe ([[Schlägel]], [[Bergeisen|Eisen]], [[Keilhaue]] etc.),&lt;br /&gt;
* [[Hereinbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereingewinnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hereintreibearbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der [[Gestein]] oder [[Erz]] nach Anlage eines [[Schram]] [[Hereingewinnen|hereingewonnen]] wurde.&lt;br /&gt;
* [[Hilfsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Hinterfüllung]]: Ausfüllen des Hohlraumes zwischen dem Streckenausbau und dem Gebirge mit geeigneten Baumaterialien.&lt;br /&gt;
* [[Hobel]]: Maschine zur schälenden Gewinnung von Steinkohle.&lt;br /&gt;
* [[Hobelantrieb]]: Maschinelle Einrichtung, die der Bewegung des Kohlenhobel dient.&lt;br /&gt;
* [[Hobelverfahren]]: Verschiedene Verfahren zur Steinkohlengewinnung mittels Kohlenhobel.&lt;br /&gt;
* [[Höffig:]] ein Gebiet oder eine Gesteinsformation, die – vermutet oder nachgewiesen – abbauwürdige Erze oder Minerale führt.&lt;br /&gt;
* [[Höfflich]]:&lt;br /&gt;
* [[Hoffnungsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Holzkasten]]: Aus Kanthölzern oder Schwellen zusammengesetztes Stützelement.&lt;br /&gt;
* [[Holzkux]]:&lt;br /&gt;
* [[Horizont]]:&lt;br /&gt;
* [[Hornstatt]]: &lt;br /&gt;
* [[Hunt]] (eig. ''Hund''): Offener, kastenförmiger Förderwagen zum fördern der unter Tage gewonnen Materialien. &lt;br /&gt;
* [[Huntestösser]]:&lt;br /&gt;
* [[Hut]]:&lt;br /&gt;
* [[Huthaus]]: Zentrales Verwaltungsgebäude eines Bergwerks, das zugleich Materiallager, Gezähekammer, Werkstatt und Wohnung des Hutmannes war.&lt;br /&gt;
* [[Hutmann]]: Grubenaufseher mit der Aufgabe, das Bergwerk zu überwachen oder - wie man es damals bezeichnete - zu behüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I ====&lt;br /&gt;
* [[Imprägnation]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== J ====&lt;br /&gt;
* [[Joch]]:&lt;br /&gt;
* [[Jochkappe]]:&lt;br /&gt;
* [[Jungbergmann]]: Jugendlicher, der ohne Ausbildungsvertrag im Bergbau beschäftigt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== K ====&lt;br /&gt;
* [[Kamm]]:&lt;br /&gt;
* [[Kammeradschaft]]: Gruppe von Bergleuten, denen im Mansfelder-/Eislebener Bergbau ein Strebabschnitt zum Abbau überlassen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kammerbau]]: Abbauverfahren im Tiefbau.&lt;br /&gt;
* [[Kanone]]: Bezeichnung für das [[Einbruch]]bohrloch im [[Wismut]]-Objekt 01. &lt;br /&gt;
* [[Kappe]]: horizontal eingebauter Balken aus Holz oder Metall, Bestandteil des Grubenausbaus.&lt;br /&gt;
* [[Katze]]: An der Decke hängendes, motorbetriebenes Transportsystem.&lt;br /&gt;
* [[Kaue]]: Ursprünglich Gebäude über dem Schacht als Witterungsschutz, später als Waschkaue der Umkleide- und Waschraum, unterteilt in Schwarz- und Weißkaue.&lt;br /&gt;
* [[Kaukamm]]: einseitig geschliffenes Grubenbeil.&lt;br /&gt;
* [[Kehrrad]]: Wasserrad mit umkehrbarer Drehrichtung zum Antrieb der Schachtförderung.&lt;br /&gt;
* [[Keil]]: Eisernes [[Gezähe]] für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Keilhaue]]: (Einseitige) Spitzhacke zur [[Gewinnung]] von weicherem [[Gestein]] im [[Vortrieb]]. &lt;br /&gt;
* [[Keilhauenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der weicheres [[Gestein]] losgehackt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kerbholz]] (auch Kerbstock, Zählholz oder Zählstab ):  Hölzerne Zählliste, um Abrechnungen (z. B. Fördermengen) und anfallende [[Bergkosten|Berg- und Hüttenkosten]] fälschungssicher zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
* [[Ketscher]]:&lt;br /&gt;
* [[Kettenkunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Kirchenkux]]:&lt;br /&gt;
* [[klauben]]: Auslesen der erzhaltigen Brocken und Krümel aus dem Fördergut. Erfolgte im historischen Bergbau von Hand, heute meistens maschinell.&lt;br /&gt;
* [[Kluft]]:&lt;br /&gt;
* [[Klüftig]]:&lt;br /&gt;
* [[Kluppe]]: Lange Zange oder Schere, mit der abgebrochene Handbohrer aus dem Bohrloch gezogen wurden.&lt;br /&gt;
* [[Knappe]]: Bergmann, der die Lehre abgeschlossen hat, Geselle.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Knappeneisen]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Knappschaft]]: Zusammenschluss von Bergleuten zur Durchsetzung von Berufsinteressen und zur gegenseitigen sozialen Absicherung. Heute auch Synonym für die Sozialversicherungen der Bergleute.&lt;br /&gt;
* [[Knappschaftskasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftskux]]:&lt;br /&gt;
* [[Kappschaftsrolle]]:&lt;br /&gt;
* [[Kniebügel]]: Knieschutz des Bergmanns, als Schutz vor Nässe und Kälte beim Knien, siehe auch: Arschleder.&lt;br /&gt;
* [[Koepemaschine]]: Art der Schachtförderung (nach Carl Friedrich Koepe). Siehe auch: „Treibscheibenförderung“.&lt;br /&gt;
* [[Kohlengräberei]]: Methode der Kohlengewinnung mittels einfacher Werkzeuge am ausgehenden der Flöze.&lt;br /&gt;
* [[Konvergenz]]: Ist das Zusammendrücken des Streckenquerschnittes aufgrund des Gebirgsdrucks.&lt;br /&gt;
* [[Korb]]:&lt;br /&gt;
* [[Kräll]], auch Krahl, Krähl: Harkenähnliches [[Gezähe]] zum Wegfüllen des [[Haufwerk]]es.&lt;br /&gt;
* [[Kranz]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Kränzler]]: Ein den Kauf- und Verkauf vermittelnder von den Bergbehörden vereidigter Makler.&lt;br /&gt;
* [[Kratze]], auch Krätzer: Hackenähnliches [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit, um [[Haufwerk]] in die dafür vorgesehenen Gefäße ([[Trog]], [[Korb]] oder [[Schleppkasten]]) zu ziehen oder die [[Sohle]] frei zu räumen.&lt;br /&gt;
* [[Krätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Krummzapfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübel]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelort]]:&lt;br /&gt;
* [[Kübelwart]]: Person, die für die Entleerung der sich Untertage befindenden Abortkübel verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
* [[Kuckuck]]: Mit [[Rüböl]] betriebene kleine Öllampe, die in der [[Blende]] getragen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kuhlenbau]]: Abbauverfahren bei dem mittels kleiner Schächte, sogenannter Kuhlen, eine Lagerstätte ausgebeutet wird.&lt;br /&gt;
* [[Kumpel]]: Bergmann.&lt;br /&gt;
* [[Kunst]]: Historische Bezeichnung für jede Form einer Maschine. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgestänge]]: Stangenwerk zur Übertragung der von einem Kunstrad erzeugten mechanischen Bewegung über kürzere Entfernungen. &lt;br /&gt;
* [[Kunstgezeug]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstgraben]]: Übertägige Wassergräben, über die Bergwerke und Pochwerke mit Wasser zum Antrieb von Wasserrädern versorgt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Kunstkreuz]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kunstmeister]]: Bergmann, der die Kunst baut. &lt;br /&gt;
* [[Kunstknecht]]: Bergmann, der die Kunst wartet.&lt;br /&gt;
* [[Kunstrad]]: Wasserrad mit Krummem Zapfen (Kurbel) zum Antrieb von Künsten.&lt;br /&gt;
* [[Kunstschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Kunstteich]]: Meist künstlich angelegte Wassersammler zur Bereitstellung von ausreichend Wasser zum Antrieb von Wasserrädern im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Kunstwinkel]]: Diente zur Umkehrung einer horizontalen in eine vertikale Bewegung an Kunstgezeugen.&lt;br /&gt;
* [[Kutten]]:&lt;br /&gt;
* [[Kux]]: Anteilsschein an einer Gewerkschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== L ====&lt;br /&gt;
* [[Lachter]]: Altes Längenmaß im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Lachterkette]]: Zusammenlegbares aus Eisen und/oder Messingdraht gefertigtes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Lachtermaß]]: Holz oder Eisnstab zur Vermessung.&lt;br /&gt;
* [[Lachterschnur]]: Ein aus Hanf oder Bast bestehende und mit Knoten versehenes Meßinstrument.&lt;br /&gt;
* [[Laden]]:&lt;br /&gt;
* [[Lader]] oder Ladewagen: ist ein vielfältig verwendeter Begriff für ein Gerät zum Wegladen des Haufwerks. &lt;br /&gt;
* [[Ladesäule]]: Durch Patrone oder lose Einblasung eingebrachter Sprengstoff im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Ladespitz]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Lager]]: unregelmässige plattenförmige Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Lagerstätte]]:&lt;br /&gt;
* [[Lagerung]]: Einteilung der Lagerstätten nach ihrer Neigung gegenüber der Horizontalebene.&lt;br /&gt;
* [[Lampennische]]: Geschlägelte Aussparung im [[Stoß]] zum Abstellen des [[Geleucht (Bergbau)|Geleucht]]es.&lt;br /&gt;
* [[Längenfeld]]: Maßangabe für ein Berechtsamsmaß in Preußen, welches zunächst auf ein Flöz beschränkt war, ab 1821 aber auch für mehrere Flöze galt.&lt;br /&gt;
* [[Ledige Schicht]]: Zusätzliche Zeit bzw. Schicht die der Bergmann verfuhr und deren Lohn unter anderen in die [[Knappschaftskasse]] gegeben wurde bzw. der Abarbeitung der [[Zubuße]] bei [[Kux]]besitz diente.&lt;br /&gt;
* [[Legeblech]] (Legeeisen): Dünne Keile, die paarweise in die Ritzen eingelegt wurden, um zwischen ihnen [[Keil]]e, [[Plötz]]e und [[Fimmel]] einzutreiben.&lt;br /&gt;
* [[Lehen]]: Flächenmaß, aber auch die Übertragung von Rechten an einer Zeche.&lt;br /&gt;
* [[Lehensbuch]]: Buch, in dem die übertragenen [[Lehnschaft]]en verzeichnet werden.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschaft]]: Übertragung eines [[Lehen]]s an eine Gruppe von Personen.&lt;br /&gt;
* [[Lehenschein]]: Bescheinigung, die vom [[Bergmeister]] erstellt und an den [[Gegenschreiber]] geschickt wurde, damit dieser dann die Eintragung im [[Gegenbuch]] machen konnte. Den Lehenschein erhielt der Lehnträger als Bestätigung.&lt;br /&gt;
* [[Lehenträger]]: Einzelperson, Gesellschaft oder [[Gewerkschaft]], welche eine gemutete [[Fundgrube]], eine [[Maaß]] oder einen [[Stollen|Stolln]] verliehen bekommen hat.&lt;br /&gt;
* [[Leichköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Leitbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Leseband]]: Förderband auf dem die geförderte Kohle manuell von Fremdstoffen, vorwiegend Gestein, befreit wurde.&lt;br /&gt;
* [[Letten]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenbesteg]]:&lt;br /&gt;
* [[Lettenstampfer]]: Eisenstange zur Verdichtung des [[Besatz]]es im Bohrloch beim [[Bohren und Schießen]].&lt;br /&gt;
* [[Lichtloch]]: Kleiner Schacht auf einem Stolln.&lt;br /&gt;
* [[Liegendes]]: Das Gestein unterhalb der Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Linse]]:&lt;br /&gt;
* [[Lochstein]]: Ein die [[Markscheide]] kennzeichnender Grenzstein über Tage.&lt;br /&gt;
* [[Lösen]]: Als lösen wird sowohl das Abführen des [[Grubenwässer|Grubenwassers]] oder der [[Abwetter]] aus dem [[Grubenfeld]], als auch das Erschließen einer [[Lagerstätte]] bezeichnet. Auch die Trennflächen zwischen Gebirgsschichten untereinander werden als Lösen bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Löser]]: Gestein, welches sich von der [[Firste]] oder dem [[Stoß]] ablöst (siehe auch [[Ablöser]]), aber auch ein Bergmann, der seinen Kameraden ablöst.&lt;br /&gt;
* [[Lutte]]: Luftleitung zur Heranführung frischer bzw. absaugen schlechter [[Wetter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== M ====&lt;br /&gt;
* [[Maaß]]: Bezeichnung für ein bergbauliches [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Maaßner]]: Besitzer eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mächtigkeit]]: Die Dicke einer Gesteinsschicht oder eines Flözes.&lt;br /&gt;
* [[Mannschaftsfahrt]]:&lt;br /&gt;
* [[Markenkontrolle]]: Jeder Bergmann hatte zum Einfahren eine Metallmarke mit seiner persönlichen Nummer an einer Belegungstafel auf dem jeweiligen Arbeitsplatz einzuhängen und zur Ausfahr wieder abzuwerfen. Dadurch war eine Information über das eingefahrene Personal und dessen Einsatzort möglich.&lt;br /&gt;
* [[Markscheide]]: Grenze eines [[Grubenfeld]]es, Grenze zwischen Grubenfeldern.&lt;br /&gt;
* [[Markscheider]]: Vermessungsingenieur unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Markscheidekunst]]:&lt;br /&gt;
* [[Markscheiderei]]:&lt;br /&gt;
* [[Matte Wetter]]: Verdorbene bzw. verbrauchte Atemluft mit einem zu geringen Anteil an Sauerstoff.&lt;br /&gt;
* [[Matzel]]:&lt;br /&gt;
* [[Mauerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Krätzer|Mehlkrätzer]]:Länglichers Gezähe mit gebogener Spitze zum entfernen des Bohrmehls aus dem Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Mettenschicht]]: Letzte verfahrene Schicht vor Weihnachten.&lt;br /&gt;
* [[Mineral]]: Natürlich vorkommenden Stoff mit definierter chemischer Zusammensetzung in zumeist kristalliner Form.&lt;br /&gt;
* [[Mitbauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mitbaurecht]]:&lt;br /&gt;
* [[Morgengang]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulde]]:&lt;br /&gt;
* [[Mulm]]:&lt;br /&gt;
* [[Mundloch]]:&lt;br /&gt;
* [[Muten]]: Absichtserklärung auf [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Muter]]: Absichtserklärer für die [[Verleihen|Verleihung]] eines [[Grubenfeld]]es.&lt;br /&gt;
* [[Mutterklötzchen]]:&lt;br /&gt;
* [[Mutzettel]]: Vom [[Muter]] dem Bergmeister vorzulegender Zettel mit allen notwendigen Angaben zum [[Grubenfeld]].&lt;br /&gt;
* [[Mutungskarte]]: Wird bei den für die Bergaufsicht zuständigen Bergbehörden geführt und gibt einen Überblick über die verliehenen [[Grubenfeld]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== N ====&lt;br /&gt;
* [[Nachbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Nachreissen]]:&lt;br /&gt;
* [[Nebengestein]]v&lt;br /&gt;
* [[Nebenschicht]]: Eine Schicht neben den Hauptseilfahrzeiten im 3/3- oder 4/3-Betrieb. Bei diesen zusätzlichen Seilfahrten fahren z.B. Lokfahrer und Bedienungsleute eine Stunde vor der üblichen [[Seilfahrt]] an, um den Betrieb zur regulären Schichtzeit sicherzustellen.&lt;br /&gt;
* [[Nest]]:&lt;br /&gt;
* [[Nesterartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Neunte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Nierbrechen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niederbringen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niergang]]:&lt;br /&gt;
* [[Niedergehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Niere]]:&lt;br /&gt;
* [[Nierig]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== O ====&lt;br /&gt;
* [[Oberbank]]: Oberer Teil eines zweiteiligen [[Flöz]]es (siehe auch [[Unterbank]]).&lt;br /&gt;
* [[Oberbergamt]]:&lt;br /&gt;
* [[Oberleitungslok]]:&lt;br /&gt;
* [[Observationsbuch]]:&lt;br /&gt;
* [[Offen]]:&lt;br /&gt;
* [[Öhr]] (Öhre): Stelle am [[Gezähe]], in die der [[Helm]] (Stiel) gesteckt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Orgel]]:&lt;br /&gt;
* [[Ort]] das: Die Stelle, wo abgebaut wird oder eine [[Strecke]] vorgetrieben wird („vor Ort“). Ende einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Örter]] (Örtchen): Historische Bezeichnung für die Spitzen am verwendeten [[Gezähe]]. &lt;br /&gt;
* [[Örterbau]]: Abbauverfahren, bei dem 50-100 Meter lange [[Strecke]]n - Örter - aufgefahren werden, um so die  [[Lagerstätte]] auszubeuten.&lt;br /&gt;
* [[Ortsbrust]]: [[Stoß]] am Ende eines [[Grubenbaus]], an der der [[Vortrieb]] stattfindet oder stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== P ====&lt;br /&gt;
* [[Panne]], Pannschüppe: Umgangssprachlich für Pfannenschaufel (regional). Siehe auch Weiberarsch.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Päuschel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei der Hereintreibearbeit oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pendelförderung]]: Ein Verfahren der Streckenförderung, bei der ein Gefäß hin- und herbewegt wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfändung]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfannenschaufel]]: Schaufel, mit deren Hilfe das gelöste Gut, z.B. Kohle, auf das Fördermittel geladen wird.&lt;br /&gt;
* [[Pfeiffe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Pfeilerbau]]: Abbauverfahren, das zum Abbau plattenförmiger Lagerstätten mit einem flachen Einfallen von maximal 50 Gon angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Pinge]]: Von früherem Bergbau zurückgebliebene meist mulden- oder trichterförmige Vertiefung an der Tagesoberfläche, entstanden durch oberflächennahen Abbau, Einsturz eines Schachts (Schachtpinge) oder eines untertägigen Hohlraums.&lt;br /&gt;
* [[Plötz]]: Leicht keilförmiges eisernes [[Gezähe]] ohne Schneide für die Hereintreibearbeit.&lt;br /&gt;
* [[Pochschuhe]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochstempel]]:&lt;br /&gt;
* [[Pochwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Polygonausbau (Bergbau)]]: Zusammengesetzter Vieleckausbau der zur Verstärkung des Streckenausbaus eingebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Posen]]:&lt;br /&gt;
* [[Prellträger]]: Träger zum Schutz der Seilscheiben vor Beschädigung durch die Fördermittel.&lt;br /&gt;
* [[Pressbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Presshauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Pumpenkunst]]: Wasserhebemaschine, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts zur Wasserhaltung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Pumpensumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Prunen]]: Sichtbaren Spuren der [[Schlägel]]- und [[Bergeisen|Eisen]]arbeit im Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Q ====&lt;br /&gt;
* [[Bergquartal|Quartal]]:Abrechnungszeitraum im Bergbau bis Mitte des 19. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
* [[Quartalgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Quartalstufe]]:&lt;br /&gt;
* [[Quatembergeld]]: Abgabe an das [[Bergamt]] zur Besoldung der Bergbeamten während des [[Bergregal|Regalbergbaus]]  &lt;br /&gt;
* [[Querbau]]: Abbauverfahren, das in mächtigen, steil einfallenden [[Lagerstätte]]n und in untertägigen Steinbrüchen angewendet wird.&lt;br /&gt;
* [[Querschlag]]: Eine [[Strecke]], die quer zum [[Einfallen]] der Gebirgsschichten aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== R ====&lt;br /&gt;
* [[Rad]]:&lt;br /&gt;
* [[Radstube]]:&lt;br /&gt;
* [[Raithalde]]:&lt;br /&gt;
* [[Rampe]]: Geneigter, geradlinig oder spiralig („Wendel“) verlaufender Grubenbau. Rampen sind so angelegt, dass sie mit Großtechnik wie Fahrladern, Muldenkippern oder normalen Lkw befahren werden können. Auf diese Weise kann auch aus größeren Teufen mit gleisloser Großtechnik gefördert werden.&lt;br /&gt;
* [[Rasenhängebank]]: Hängebank zu ebener Erde.&lt;br /&gt;
* [[Raubbau]]: Auf kurzfristigen Höchstgewinn gerichteter Abbau, unter Verzicht auf vollständige Gewinnung und nachhaltigen Betrieb.&lt;br /&gt;
* [[Rauben]]: Entfernen der Betriebsmittel und des Grubenausbaus aus aufzugebenden Grubenbauen oder Betriebspunkten.&lt;br /&gt;
* [[Raubhilfe]]: Speziell für die Raubarbeit angefertigte Werkzeuge oder Arbeitsgeräte.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Regal]]:&lt;br /&gt;
* [[Retardat]]: Bergrechtlicher Vorgang im frühen Bergbau, durch den ein Kuxinhaber seine Anteile verlieren konnte, wenn er seine Zubuße nicht bezahlte.&lt;br /&gt;
* [[Retardat-Zettel]]:&lt;br /&gt;
* [[Revier]]: 1) im engeren Sinne eine Abteilung zur Ausführung von Abbau- und sonstigen Arbeiten an mehreren Betriebspunkten in einem bestimmten Teil eines Grubenfeldes sowie 2) im weiteren Sinne Bezeichnung für ein Gebiet, in dem bestimmte mineralische Rohstoffe abgebaut werden.&lt;br /&gt;
* [[Revierbeamte]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Revierstolln]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezess]]:&lt;br /&gt;
* [[Rezessgeld]]: Abgabe, die ein Muter nach der Verleihung eines Grubenfeldes pro [[Quartal]] an das Bergamt zahlen musste.&lt;br /&gt;
* [[Rezessschreiber]]: Bergbaubeamter im Mittelalter, der am Bergamt die Tätigkeit eines Buchhalters ausübte.&lt;br /&gt;
* [[Richtschacht]]: Schacht, der saiger (ohne besondere Rücksicht auf den Verlauf der Lagerstätte) abgeteuft wird.&lt;br /&gt;
* [[Richtstrecke]]: Strecke, die geradlinig im mittleren Streichen („Generalstreichen“) der Lagerstätte aufgefahren wird.&lt;br /&gt;
* [[Eisenriemen|Riemen]]: Lederner Riemen oder Gekrümmten Bügel mit zwei angehängten Flacheisen zum Auffädeln der [[Bergeisen]], welches vom Bergmann über die Schulter getragen wurde. &lt;br /&gt;
* [[Ringausbau]]: Geschlossener Grubenausbau, der aus zusammengesetzten Stahlsegmenten besteht.&lt;br /&gt;
* [[Riss]]:&lt;br /&gt;
* [[Ritzeisen]]:Spezielles [[Bergeisen]], welches zu zur Anlage von Ritzen im [[Gestein]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Rolle]]: geneigter Grubenbau zur Förderung von Gut oder Bergen aus dem Abbau oder einer oberen Strecke in eine tieferliegende Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Rösche]]: Grubenbau der einer untertägigen Maschine ([[Wasserrad]], Turbine, [[Wassersäulenmaschine]]) die durch einen [[Kunstgraben]] herangebrachten Betriebswasser ([[Aufschlagwasser]]) zuführt ([[Aufschlagrösche]]) oder die benutzten Wasser ableitet ([[Abzugsrösche]]).&lt;br /&gt;
* [[Rüböl]]:&lt;br /&gt;
* [[Rücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Ruschel]]: Nicht mineralisierte Schergänge, die im Gegensatz zu mineralführenden Gängen nur zerriebenes Nebengestein enthalten und geringe Standfestigkeit besitzen.&lt;br /&gt;
* [[Rutengänger]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== S ====&lt;br /&gt;
* [[Saalband]]: Grenzfläche zwischen Gang und Nebengestein.&lt;br /&gt;
* [[Saline]]: Anlage, in der aus Salzlösungen durch Verdunstung des Wassers Kochsalz gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Salzlagerstätte]]: natürliches Vorkommen von Salzen, bilden sich vor allem durch Verdunstung von Meerwasser, enthalten meist verschiedene Salze.&lt;br /&gt;
* [[Sargdeckel]]: Ein sich an vorhandenen Trennflächen ohne Vorwarnung aus dem Hangenden lösender sehr großer Stein.&lt;br /&gt;
* [[Sattel]]:&lt;br /&gt;
* [[Satz]]:&lt;br /&gt;
* [[Saubern]]: reinigen, in Ordnung halten, Sohle planieren.&lt;br /&gt;
* [[Schacht]]: Seigerer, seltener auch tonnlägiger Grubenbau zum Fördern (Förderschacht) oder Bewettern (Wetterschacht). &lt;br /&gt;
* [[Schachtansatzpunkt]]: Bei Tagesschächten der Punkt an der Tagesoberfläche, an dem der Schacht abgeteuft werden soll.&lt;br /&gt;
* [[Schachtausbau]]: Verkleidung der Schachtwand, die dazu dient, den seitlichem Gebirgsdruck abzufangen.&lt;br /&gt;
* [[Schachtbruch]]: Plötzliches Abgehen der Schachtverfüllung bei abgeworfenen Tagesschächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtförderung]]: Förderung von Produkten, Versatz, Material und Personen vom Füllort bis zur Hängebank in Schächten.&lt;br /&gt;
* [[Schachtführung]]: Schachteinbauten, die den Fördergutträger in der Spur des jeweiligen Schachttrums lenken.&lt;br /&gt;
* [[Schachtpinge]]:&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheibe]]: Schachtquerschnitt mit Schachtausbau sowie der Einteilung der verschiedenen Trümer.&lt;br /&gt;
* [[Schachtscheider]]: Bauelement aus Holz oder Mauerwerk zur Aufteilung des Schachtes in separate Trume.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsignalanlage]]: Technische Einrichtung im Schacht zur Kommunikation zwischen Fördermaschinist und Anschläger.&lt;br /&gt;
* [[Schachtstuhl]]: Konstruktion an den Anschlägen im Übergangsbereich vom Schacht ins Füllort.&lt;br /&gt;
* [[Schachtsumpf]]: Tiefster Teil des Schachtes, unterhalb der tiefsten angeschlossenen Sohle. Dient der Aufnahme des Grubenwassers.&lt;br /&gt;
* [[Schachtverwahrung]]: Abschluss eines abgeworfenen Tagesschachtes.&lt;br /&gt;
* [[Scharen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schaufel]]: [[Gezähe]] für die Wegfüllarbeit.&lt;br /&gt;
* [[Scheffel]]: Altes Raummaß.&lt;br /&gt;
* [[Scheidebank]]: Aufbereitungshalle eines Bergwerks, in der das Erz manuell vom taubem Gestein getrennt wurde. &lt;br /&gt;
* [[Scheidehammer]]:Spezieller Hammer zur Erzscheidung.&lt;br /&gt;
* [[Scheidejunge]]: Lehrling, der in der Aufbereitung des Bergwerks tätig war und dort seine ersten Erfahrungen für den Beruf des Bergmanns sammelte (auch Klaubejunge oder im Oberharz Pochjunge genannt).&lt;br /&gt;
* [[Scheideplatten]]:Gesteins- oder Gußplatten, auf denen mit dem Scheidehammer die Erzscheidung erfolgte.&lt;br /&gt;
* [[Scheider]]:&lt;br /&gt;
* [[Schicht]]: Regelmäßige tägliche Arbeitszeit.&lt;br /&gt;
* [[Schichtgebet]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtglocke]]:&lt;br /&gt;
* [[Schichtmeister]]: Bergbeamter, der als Rechnungsführer des Bergwerks vereidigt war.&lt;br /&gt;
* [[Schichtung]]:&lt;br /&gt;
* [[Schießblech]]: Viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
* [[Schießen]]: Sprengen unter Tage.&lt;br /&gt;
* [[Schießpflock]]: Rundes, leicht konisch zulaufendes und meist aus Buchenholz bestehendes Holzstück zum [[Besatz]] des Bohrloches.&lt;br /&gt;
* [[Schießspreize]]: Holz, welches zwischen dem auf den [[Schießpflock]] aufgelegtem [[Schießblech]] und dem gegenüberliegenden [[Stoß]] eingetrieben wird.&lt;br /&gt;
* [[Räumnadel|Schießnadel]]: Lange Nadel mit Ring zur Herstellung und Offenhaltung des Zündkanals im Bohrloch.&lt;br /&gt;
* [[Halm|Schießröhrchen]] (Halm): Ein mit Schwarzpulver gefülltes Schilfrohr, welches in die [[Patrone]] gesteckt wurde und als Zünder beim [[Bohren und Schießen]] diente.&lt;br /&gt;
* [[Schild]]:&lt;br /&gt;
* [[Schildausbau]]: Hydraulisches System zum Strebausbau im untertägigen Kohlebergbau.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eisenarbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel- und Eisenarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]] mittels [[Schlägel]] und [[Bergeisen]]. &lt;br /&gt;
* [[Schlagwetter]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlechten]]: Natürliche Trennflächen des Flözkörpers.&lt;br /&gt;
* [[Schlägel|Schlegel]]: Leicht gebogener Hammer, welcher bei [[Schlägel- und Eise]arbeit]], dem Hereintreiben, dem Handbohren oder anderen bergmännischen Arbeiten verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schleichwetter]]: Kleine, unkontrollierte Wetterströme, die durch abgeworfene Grubenbaue streichen und potentiell gefährlich sind.:&lt;br /&gt;
* [[Schlepper]]: Bergmann, der vorwiegend zur Förderung (Schleppen, Trecken) der Hunte eingesetzt wurde. In der Regel wurden Lehrlinge in ihrer Anfangszeit als „Treckejungen“ eingesetzt.&lt;br /&gt;
* [[Schleppungskreuz]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schleifkorb]]:&lt;br /&gt;
* [[Schlotten]]: Im Mansfelder und Eislebener Kupferschieferbergbau angetroffene untertägige Hohlräume des Gipskarstes.&lt;br /&gt;
* [[Schmitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schneidkopf]]: Gewinnungswerkzeug an Teilschnittmaschinen.&lt;br /&gt;
* [[Schram]]: Bergmännisch hergestellter Schlitz im Nebengestein, der das [[Gewinnung|Hereingewinnen]] des [[Erz]]es erleichtert.&lt;br /&gt;
* [[Schrämen]]: Herausschlagen des tauben [[Gestein]]s neben einem [[Gang]], um das [[Erz]] von der Seite aus [[Gewinnung|hereingewinnen]] zu können. &lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Schrämhaue]]: Leichte Keilhaue, die ausschließlich zur Herstellung des [[Schram]]s verwendet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhauer]] (Schrämer): Bergmann, welcher die [[Schräm]]e, meist mittels [[Schrämhammer]] herstellt&lt;br /&gt;
* [[Schrämkette]]: Umlaufende Gliederkette an Schrämmaschinen und Continuous Minern alter Bauart.&lt;br /&gt;
* [[Schrämkrone]]: An Säulen-Schrämmaschinen eingesetztes Werkzeug, zur Erzeugung der Schram.&lt;br /&gt;
* [[Schrämmaschine]]: Gerät im Bergbau und Steinbrüchen zur Erzeugung eines Schrams.&lt;br /&gt;
* [[Schrämspieß]]: Vierkantige gerade Eisenstange, die an einem Ende in einer an den Seitenflächen etwas gewölbten Spitze ausläuft.&lt;br /&gt;
* [[Schrämwalze]]: Walzenförmiger Werkzeugträger beim Walzenschrämlader.&lt;br /&gt;
* [[Schrapper]]:&lt;br /&gt;
* [[Schubort]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurf]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Schurfgeldkasse]]:&lt;br /&gt;
* [[Schürfen]]:Aufsuchen einer Lagerstätte durch Aufdecken nahe der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
* [[Schürfschein]]: Amtlicher Erlaubnisschein, der dem Inhaber das Aufsuchen von Lagerstätten erlaubt. Offizieller Begriff: Aufsuchungserlaubnis.&lt;br /&gt;
* [[Schuss]]:&lt;br /&gt;
* [[Schüttelrutsche]]: Ein Abbaufördermittel im Kohlebergbau. Rinnenförmige Bleche werden langsam vor- und schnell zurückbewegt, dadurch rutscht die Kohle in Richtung Fußstrecke.&lt;br /&gt;
* [[Schütten]]:&lt;br /&gt;
* [[Schützen]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwaden]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebe]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwebend]]:&lt;br /&gt;
* [[Schwefelmännchen]]: Mit Schwefel überzogener starker bzw. doppelt gedrehter Woll- oder Baumwollfaden, welches an das Ende des [[Halm]]es gesteckt und mit der Öllampe angezündet wurde.&lt;br /&gt;
* [[Schwerköstig]]:&lt;br /&gt;
* [[Sechste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die statt des [[Siebente]]n gezahlt werden konnte, wenn die Ausgaben der [[Grube]]n zu hoch waren.&lt;br /&gt;
* [[Seife]]:&lt;br /&gt;
* [[Seiger]] (auch: saiger): senk-, lotrecht.&lt;br /&gt;
* [[Seigerriss]] (auch: Saigerriss): zeichnerische Projektion eines Bergwerkes, Vertikalschnitt.&lt;br /&gt;
* [[Seil]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilbruch]]: Durchreißen eines Förderseiles aufgrund von Materialermüdung oder Überlastung.&lt;br /&gt;
* [[Seileinband]]: (auch: Seilendverbindung) Konstruktion, die Förderseile oder andere Drahtseile mit Konstruktionsteilen oder anderen Festpunkten verbindet.&lt;br /&gt;
* [[Seilfahrt]]: Ein- und Ausfahrt der Bergleute in dem am Seil hängenden Förderkorb.&lt;br /&gt;
* [[Seilkorb]]: Vorrichtung an der Fördermaschine, auf der das Förderseil aufgewickelt wird.&lt;br /&gt;
* [[Seilrutsch]]: Rutschen des Förderseils auf der Treibscheibe, das vorwiegend bei starkem Anfahren oder scharfem Abbremsen auftreten kann. Siehe Koepeförderung.&lt;br /&gt;
* [[Seilscheibe]]:&lt;br /&gt;
* [[Seilträger]]: Teil der Fördermaschine, mit dem das Förderseil bewegt wird. Siehe auch: Treibscheibe.&lt;br /&gt;
* [[Sekunde]]:&lt;br /&gt;
* [[Senken]]: Ist das Hereingewinnen der hochgequollenen Streckensohle, es dient zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der notwendigen Streckenhöhe.&lt;br /&gt;
* [[Senkstütze]]: Nachgiebiges Stützelement, das anstelle der stoßseitigen Ausbausegmente eingesetzt wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Setzeisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitslampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitspfeiler]]:&lt;br /&gt;
* [[Sicherheitssteiger]]: Sicherheitsingenieur im Bergbau.&lt;br /&gt;
* [[Siebente]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]], die in manchen [[Bergordnung]]en statt des [[Neunte]]n vorgeschrieben war. &lt;br /&gt;
* [[Sinkwerk]]: Untertägiger Hohlraum, in dem Salz durch Auslaugen mit Süßwasser gewonnen wird.&lt;br /&gt;
* [[Sinter]]:&lt;br /&gt;
* [[Sitzholz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sole]]: wässrige Steinsalzlösung mit einer Dichte von 1,204 g/cm3 und einen NaCl-Gehalt von 26,4 % (318 g/l). &lt;br /&gt;
* [[Sohle]]: 1. die Gesamtheit aller in einer Ebene gelegenen Teile eines Bergwerkes; 2. untere Begrenzungsfläche eines Grubenbaus, z. B. einer Strecke.&lt;br /&gt;
* [[Sohlenabstand]]: Abstand zwischen den einzelnen Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Söhlig]]: Horizontal, waagerecht.&lt;br /&gt;
* [[Spanne]]:&lt;br /&gt;
* [[Spanner]]:&lt;br /&gt;
* [[Spat]]:&lt;br /&gt;
* [[Spatgang]]:&lt;br /&gt;
* [[Spitzeisen, Eisen, Bergeisen]]: Meißelartiges Werkzeug, das mit einem Stiel gehalten wird. Es gehört zum historischen Gezähe „Schlägel und Eisen“.&lt;br /&gt;
* [[Schrämhammer|Spitzhammer]]: Sonderform der [[Keilhaue]] zur Herstellung des [[Schram]].&lt;br /&gt;
* [[Spreize]]:&lt;br /&gt;
* [[Sprung]]:&lt;br /&gt;
* [[Spülversatz]]:&lt;br /&gt;
* [[Spurnagel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stalinpaket]]:&lt;br /&gt;
* [[Starrer Bogenausbau]]: Teilelliptischer starrer Streckenausbau aus einzelnen Ausbausegmenten.&lt;br /&gt;
* [[Stehender Gang]]:&lt;br /&gt;
* [[Steiger]]: Grubenaufseher, Bergingenieur, Bergbeamter.&lt;br /&gt;
* [[Steigort]]&lt;br /&gt;
* [[Steigbaum]]:&lt;br /&gt;
* [[Stempel]]: Stütze aus Holz oder Metall zum Abstützen des Gebirges.&lt;br /&gt;
* [[Stirn]]:&lt;br /&gt;
* [[Stock]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Stockwerksbau]]: Abbauverfahren&lt;br /&gt;
* [[Stollen]]: annähernd horizontale Strecke mit einem Mundloch an der Tagesoberfläche. In Sachsen, dem Erzgebirge, vor allem in Eigennamen und traditionell wird auch Stolln geschrieben.&lt;br /&gt;
* [[Stollenflügel]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollenhieb]]: Recht des [[Erbstöllner]]s, in bestimmten Maß angetroffene [[Erz]]e abzubauen. &lt;br /&gt;
* [[Stollenrösche]]:&lt;br /&gt;
* [[Stollensteuer]]: Abgabe der [[Gerwerken]] an den [[Erbstöllner]] oder [[Stöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Stöllner]]:&lt;br /&gt;
* [[Störung]]: Trennfläche im Gebirge, an der z.B. eine Verschiebung von Gesteinsschollen stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
* [[Stoß]]: seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaus (z. B. Seitenwand einer Strecke).&lt;br /&gt;
* [[Streb]]:&lt;br /&gt;
* [[Strebausbau]]: Ausbau beim Strebbau.&lt;br /&gt;
* [[Strebbau]]: Untertage-Abbauverfahren, bei dem der Abbauraum im Flöz weiterrückt.&lt;br /&gt;
* [[Strecke]]: Horizontaler Grubenbau innerhalb des Grubengebäudes.&lt;br /&gt;
* [[Streckenausbau]]: Ausbau in untertägigen Strecken.&lt;br /&gt;
* [[Streckenbegleitdamm]]: Untertägiges Bauwerk, das in den Abbaustrecken dazu dient, den Streckensaum gegen den Alten Mann zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Streckenförderung]]: Horizontale Bewegung von Materialien, mineralischen Rohstoffen, Produkten und Versatz in Strecken und Stollen.&lt;br /&gt;
* [[Streckensaum]]: Seitliche Begrenzung einer Abbaustrecke zum Flöz und zum Alten Mann hin.&lt;br /&gt;
* [[Streichen]]: Verlauf einer flächigen Lagerstätte (Flöz oder Gang) in horizontaler Richtung, rechtwinklig zum Fallen. Entspricht dem Verlauf einer Höhenlinie.&lt;br /&gt;
* [[Strosse]]:&lt;br /&gt;
* [[Strossenbau]]: Älteste Abbaumethode für den Gangerzbergbau.&lt;br /&gt;
* [[Stube]]:&lt;br /&gt;
* [[Stufe]]: Kleines Gesteinsstück, insbesondere Erzstufe, aber auch ein vom [[Markscheider]] in das Gestein eingehauenes Zeichen.&lt;br /&gt;
* [[Stufenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Bergeisen|Stufeneisen]]: Andere (historische) Bezeichnung für [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Stufenerz]]:&lt;br /&gt;
* [[Stunde]]: Einer der 24 Teile, in die der Grubenkompaß eingeteilt ist.&lt;br /&gt;
* [[Stundung (Bergbau)]]: Die (zeitweise/vorübergehende) Stilllegung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Sturz]]:&lt;br /&gt;
* [[Sturzbühne]]: Im Mansfelder Kupferschieferbergbau angewandte Methode des Umladens vom Strebhunt in den Förderwagen.&lt;br /&gt;
* [[Sumpf]]:&lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen]] (auch Wassereisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Sümpfen]]: Absenkung des Grundwasserspiegels, Trockenlegung überfluteter (ersoffener) Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Sumpfstrecke]]: Strecke, die als Sammelraum für das anfallende Grubenwasser verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== T ====&lt;br /&gt;
* [[Tag]] (über Tage, am Tage): Erdoberfläche, von der aus das Tageslicht sichtbar ist.&lt;br /&gt;
* [[Tagebau]]: Abbau des Nutzminerals von über Tage aus.&lt;br /&gt;
* [[Tagebruch]]: Verbruch der sich bis zur Tagesoberfläche durchschlägt.&lt;br /&gt;
* [[Tagegebäude]]:&lt;br /&gt;
* [[Tageschacht]]: Siehe [[Schacht (Bergbau)]].&lt;br /&gt;
* [[Tagewerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Taub]]: Ein Lagerstättenteil, der keine abbauwürdigen Mineralien enthält.&lt;br /&gt;
* [[Teufe]]: Die Tiefe eines Schachtes oder einer Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Teufen]]: Herstellen eines Grubenbaues von oben nach unten, siehe Abteufen.&lt;br /&gt;
* [[Tiefbau]]: Abbau unter Tage. &lt;br /&gt;
* [[Tiefste]]:&lt;br /&gt;
* [[Todt]]:&lt;br /&gt;
* [[Todter Mann]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonne]]:&lt;br /&gt;
* [[Tonnlägig]]: Ein Schacht, der nicht senkrecht ins Bergwerk führt. Tonnlägige Schächte folgten im Gangerzbergbau dem von der Vertikalen abweichenden Einfallen des Ganges.&lt;br /&gt;
* [[Tonnung]]:&lt;br /&gt;
* [[Tradde]]: Abgabe an die Grundeigentümer.&lt;br /&gt;
* [[Tragwerk]]:&lt;br /&gt;
* [[Trecken]]:&lt;br /&gt;
* [[Treckejunge]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibehaus]]:&lt;br /&gt;
* [[Treiben]]:&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibe]]: Seilträger, bei dem die Energie der Antriebsmaschine mittels Reibschluss auf das Förderseil übertragen wird.&lt;br /&gt;
* [[Treibscheibenförderung]]: Schachtförderanlage, die nach ihrem Erfinder Carl Friedrich Koepe, auch Koepe-Förderung genannt wird. &lt;br /&gt;
* [[Treppenschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Trog]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommel]]:&lt;br /&gt;
* [[Trommelfördermaschine]]: [[Fördermaschine]], bei der das Förderseil auf eine [[Trommel]] gewickelt wird ([[Haspel]]).&lt;br /&gt;
* [[Trum]]: Von einem [[Gang]] abgetrennter Zweig des Ganges, aber auch ein abgeteilter Teil eines [[Schacht]]es, [[Gesenk]]es oder [[Überhauen]]s.&lt;br /&gt;
* [[Trümmerartig]]:&lt;br /&gt;
* [[Tscherper]]: Ein Messer&lt;br /&gt;
* [[Tscherpertasche]]:&lt;br /&gt;
* [[Tummelbau]]: Abbauverfahren beim Braunkohlenbergbau mit bienenkorbförmigen Weitungen, sogenannten Tummel, das aufgrund seiner Gefährlichkeit im 19. Jahrhundert im deutschen Bergbau verboten wurde.&lt;br /&gt;
* [[Tübbing]]: Segmente aus Gusseisen oder Stahl, die zum wasserdichten Ausbauen von Schächten bei nicht standfesten Nebengebirgen dienen.&lt;br /&gt;
* [[Türstock]]: Ausbaukonstruktion, bestehend aus einer Kappe mit zwei unterstützenden Stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== U ====&lt;br /&gt;
* [[Überfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Überhauen]]:&lt;br /&gt;
* [[Überlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übrschar]]:&lt;br /&gt;
* [[Übersetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Übertreiben]]: Vorbeifahren der Fördermittel über die Endanschläge hinaus.&lt;br /&gt;
* [[Übertreibsicherung]]: Dient dazu das Fördermittel abzubremsen damit es beim Übertreiben möglichst vor dem Prellträger zum Stehen kommt.&lt;br /&gt;
* [[über Tage]] oder Übertage: alles „an der Sonne“, also nicht der Grubenbetrieb.&lt;br /&gt;
* [[Ulm]]e: Seitliche Begrenzung eines Grubenbaues.&lt;br /&gt;
* [[Umbruch]]:&lt;br /&gt;
* [[Umfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unbauwürdig]]:&lt;br /&gt;
* [[Ungeld]]:&lt;br /&gt;
* [[Unschlitt]]: Tierische Körperfette (Talg), welche als Brennmaterial für offene [[Geleucht]]e, meist tönerne [[Frosch]]lampen, diente. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittgeld]]: Gebühr der [[Gewerkschaft]]en an den zuständigen [[Grabensteiger]] zur Deckung der ihm entstandenen Unkosten für das [[Geleucht]]. &lt;br /&gt;
* [[Unschlittlampe]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Unterbank]]: Unterer Teil eines zweiteiligen Flözes.&lt;br /&gt;
* [[unter Tage]] oder Untertage: Stollen, Strecken, Schächte.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerk]]: Abbau unter der Stollnsohle.&lt;br /&gt;
* [[Unterwerksbau]]: Abbau unterhalb der tiefsten Sohle.&lt;br /&gt;
* [[Unverritzt]]:&lt;br /&gt;
* [[Urbar]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== V ====&lt;br /&gt;
* [[Ventilator]]:&lt;br /&gt;
* [[Verarmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbau]]:&lt;br /&gt;
* [[verblenden]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbolzung]]: Axiale Verkettung des Streckenausbaus um die Einzelbaue gegen eine Schubwirkung in Längsrichtung zu sichern.&lt;br /&gt;
* [[Verbrechen]]: Einbrechen oder Einstürzen und damit Unbrauchbarmachen eines Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Verbühnen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verbundbergwerk]]: Entsteht durch Zusammenlegung mehrerer Bergwerke.&lt;br /&gt;
* [[Verdingen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verdrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Veredeln]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfahren]]:&lt;br /&gt;
* [[Verfallen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verhieb]]: Art und Weise wie ein in Angriff genommener Abbaustoss abgebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[Verlag]]:&lt;br /&gt;
* [[Verlegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verleihen]]: Zueignung von Bergwerkseigentum durch den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* [[Verkippen]] / [[Verstürzen]]: Im Tagebau das Absetzen des Abraumes.&lt;br /&gt;
* [[Verritzen]]: Beginn des Abbaus einer Lagerstätte.&lt;br /&gt;
* [[Versatz]]: Verfüllung eines durch den Abbau entstandenen Hohlraums mit Bergen (Bergeversatz).&lt;br /&gt;
* [[Versetzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verspünden]]: Wasserdichtes abdämmen einer [[Strecke]] durch einen Ziegel- oder Betondamm, früher auch Zimmerwerk.&lt;br /&gt;
* [[Verstufung]]: Bergrechtlicher Vorgang, durch den sich der [[Stöllner]] sämtliche Rechte an dem bisher aufgefahrenen Stollen gegen etwaige Ansprüche neuer [[Muter]] sicherte. Der [[Markscheider]] setzte ein [[Verstufung]]szeichen.&lt;br /&gt;
* [[Verwahren]]: Sicherung der Hohlräume eines stillgelegten (aufgelassenen) Bergwerkes.&lt;br /&gt;
* [[Verstufen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verstürzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Versuchsbau]]:&lt;br /&gt;
* [[Vertauben]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verwerfung]]:&lt;br /&gt;
* [[Verziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzimmern]]:&lt;br /&gt;
* [[Verzug]]: Auskleidung der Zwischenräume beim Streckenausbau.&lt;br /&gt;
* [[Vierter Pfennig]]: Kostenerstattung vom Besitzer der [[Grube]] an den [[Erbstöllner]].&lt;br /&gt;
* [[Vierung]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorflut]]: Natürlicher Bach oder Fluss sowie künstlich geschaffene Möglichkeit (Kanal, Pumpwerk), um Wasser (auch Abwasser) abzuführen.&lt;br /&gt;
* [[Vorkommen]]:&lt;br /&gt;
* [[Vorrichten]]: Vorbereitung des [[Abbau]]s der [[Lagerstätte]] und den Einbau von Gewinnungs– und Fördereinrichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== W ====&lt;br /&gt;
* [[Wolger|Walger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Walzenlader]]: Maschine zur schneidenden Gewinnung von Steinkohle und Erz.&lt;br /&gt;
* [[Wand]]:&lt;br /&gt;
* [[Wange]]: Im Harz verbreiteter Begriff für die seitlichen [[Stoß|Stöße]] eines horizontalen Grubenbaus.&lt;br /&gt;
* [[Wasseraufzug]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassereinfallgeld]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]]. &lt;br /&gt;
* [[Sumpfeisen|Wassereisen]] (auch Sumpfeisen): Hauptsächlich beim [[Teufen]] von [[Schacht|Schächten]] oder bei Arbeiten auf wasserführenden [[Sohle]]n verwendetes [[Bergeisen]].&lt;br /&gt;
* [[Wasserhaltung]]: Anlagen und Maßnahmen zum Abführen des einer Grube zufließenden Wassers.&lt;br /&gt;
* [[Wasserknecht]]: Bergmann, der für die Wasserhaltung des Bergwerks zuständig war.&lt;br /&gt;
* [[Wasserkunst]]: System zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser.&lt;br /&gt;
* [[Wasserlauf]]: Regionale Bezeichnung für einen Wasserüberleitungsstollen im Oberharzer Bergbau (siehe auch [[Rösche]]). &lt;br /&gt;
* [[Wasserlösung]]: Abführen von Wasser, z. B. durch Wasserlösungsstollen.&lt;br /&gt;
* [[Wassernot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wasserregal]]: Königliches Hoheitsrecht zur Wassernutzung, meist zusammen mit dem [[Bergregal]] durch den Landesherren verliehenes Recht.&lt;br /&gt;
* [[Wassersack]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassersäulenmaschine]]: Maschine, die durch Wasserkraft angetrieben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wassersaige]]:&lt;br /&gt;
* [[Wassertrommel]]: Bewetterungsmaschine, bei der der Sog des herabfallenden Wassers zur Bewetterung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wässerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wechsel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wegfüllarbeit]]: Eine [[Gewinnungsarbeiten|Gewinnungsarbeit]], bei der das gelöste [[Gestein]] und [[Erz]] mittels [[Gezähe]] in die [[Fördergefäß]]e verbracht wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wehr]]: Land, welches dem Bergbautreibenden zum [[Lehen]] gegeben wurde.&lt;br /&gt;
* [[Weiberarsch]]: Umgangssprachliche Bezeichnung einer → Pfannenschaufel (regional).&lt;br /&gt;
* [[Weilarbeit]]: Schichten in der Freizeit, unter anderen in der [[Eigenlehner]]zeche.&lt;br /&gt;
* [[Weitung]]: Beim [[Weitungsbau]] entstandene Kammern.&lt;br /&gt;
* [[Weitungsbau]]: Variante des [[Kammerbaus]] bei mächtigen und durchwegs [[bauwürdig]]en [[Lagerstätte]]n.&lt;br /&gt;
* [[Wendelstrecke]], (auch kurz:) [[Wendel]]: Spiralförmige Rampe zwischen den einzelnen (Teil-)Sohlen eines Bergwerks.&lt;br /&gt;
* [[Wetter]]: Gesamtheit aller Gase im Bergwerk.&lt;br /&gt;
* [[Wetterbohrung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterführung]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterhut]]: beweglicher Holzaufsatz über dem Schacht.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlampe (Bergbau)|Wetterlampe]]: Mit Benzin betriebene Sicherheitslampe zur Kontrolle der Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterlutte]]:&lt;br /&gt;
* [[Wettermann]]: Ein Bergmann, der in den einzelnen Grubenbauen die Wettermessungen durchführt.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlmaschine]]: Maschine, die zur direkten Wetterkühlung der Grubenbaue eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterkühlung]]: Abkühlen von Teilwetterströmen mittels technischer Hilfsmittel und Maschinen.&lt;br /&gt;
* [[Wetternot]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterofen]]: Konstruktion zur Erzeugung eines künstlichen Wetterzuges.&lt;br /&gt;
* [[Wetterrad]]: Einfache Wettermaschine aus Holz zur Bewetterung der Grubenbaue.&lt;br /&gt;
* [[Wettersatz]]: Maschine, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur künstlichen Bewetterung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Wetterschacht]]:&lt;br /&gt;
* [[Wetterscheider]]: Wettertechnisches Bauwerk, das in den Grubenbauen die Frisch- von den Abwettern trennt.&lt;br /&gt;
* [[Wettersohle]]: Sohle, die hauptsächlich der Bewetterung dient.&lt;br /&gt;
* [[Wettertafel]]: Kontrolltafel unter Tage, auf der die erfolgte Überprüfung der Luftreinheit mit Datum, Uhrzeit und Unterschrift der Kontrollperson vermerkt wird.&lt;br /&gt;
* [[Wetterwechsel]]: Jahreszeitlich bedingte Änderung der Wetterrichtung, aber auch Austausch der verbrauchten Luft gegen frische Wetter.&lt;br /&gt;
* [[Wetterzug]]: Von der Atmosphäre in den Grubenbauen angenommene Luftbewegung.&lt;br /&gt;
* [[Widersinnig]]:&lt;br /&gt;
* [[Wiederaufnehmen]]:&lt;br /&gt;
* [[Winkel]]:&lt;br /&gt;
* [[Wipperboden]]:&lt;br /&gt;
* [[Wirbellutte]]: Speziallutte, die in sonderbewetterten Streckenörtern zur Durchmischung von Wettern dient, auch Coanda-Wirbellutte.&lt;br /&gt;
* [[Wolger]]: Zylindrisch geformter Pfropf aus getrocknetem und quarzfreiem Lehm zum [[Besatz]] der Bohrlöcher.&lt;br /&gt;
* [[Wünschelrute]]:&lt;br /&gt;
* [[Wurfschaufellader]]: Ladegerät, hauptsächlich im Streckenvortrieb. Gleisgebundene oder gleislose Ausführung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== X ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Y ====&lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
* [[Begriff]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Z ====&lt;br /&gt;
* [[Zeche]]: Bergwerkseigentum der [[Gewerkschaft]], aber auch bei der [[SDAG Wismut]] ein Betrieb zur [[Beprobung]] von Uranerz.&lt;br /&gt;
* [[Zehnte]]: Abgabe des Bergwerksbesitzers an den Staat oder den [[Bergregal|Regal]]herren.&lt;br /&gt;
* [[Zehntner]]:&lt;br /&gt;
* [[Zertrümern]]:&lt;br /&gt;
* [[Ziehen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerling]]:&lt;br /&gt;
* [[Zimmerung]]:&lt;br /&gt;
* [[Zone]]:&lt;br /&gt;
* [[Zubuße]]: Zahlungen auf Basis der [[Kux]]e, die der Anteilseigner ([[Gewerken|Gewerke]]) einer Bergrechtlichen Gewerkschaft an diese zur Erfüllung von Verbindlichkeiten zu entrichten hat.&lt;br /&gt;
* [[Zug]]:&lt;br /&gt;
* [[Zulegen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusammendrücken]]:&lt;br /&gt;
* [[Zusitzen]]:&lt;br /&gt;
* [[Zwanzigste]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] (in Sachsen 1851 statt des [[Neunte]]n eingeführt).&lt;br /&gt;
* [[Zwischengeschirr]]: Verbindungselement zwischen Förderkorb und Förderseil.&lt;br /&gt;
* [[Zwischenmittel]]: dünne Schichten tauben Gesteins in einem Flöz oder einem Erzlager.&lt;br /&gt;
* [[Zwölfte]]: Abgabe der [[Gewerken]] an den [[Erbstöllner]] für einen alten wieder aufgewältigten [[Erbstollen|Erbstolln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leere Artikelseiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fspreize&amp;diff=2650</id>
		<title>Schießspreize</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fspreize&amp;diff=2650"/>
				<updated>2012-09-19T10:11:16Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eine '''Schießspreize''' ist ein Holz, welches zwischen dem auf den [[Schießpflock]] aufgelegtem [[Schießblech]] und dem gegenüberliegenden [[Stoß]] eingetrieben wird, um die Wirkung der [[Bohren und Schießen|Sprengung]] zu vergrößern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„SchißSpreizen / sind Hölzer welche auff die Schiß Pflöcker / gesezet und an das Gestein angetrieben werden / das der Schuß desto besser umb sich greiffe“'' (Junghans, G. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(29)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Uff solchen Pflock muß ein sonderlich Schieß-Eisen / das ist ein Blech in gevier 2. Hände breit / ein oder zwey Finger stark / ins Gestein eingehauen werden / daß es sich nicht schieben kann / darüber das Zünd-Loch seyn muß. Auff solches Blech wird so dann ein Poltzen oder Stempel angetrieben, welcher wohl verwahret in einem Bühn-Loch stehen muß.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fblech&amp;diff=2649</id>
		<title>Schießblech</title>
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				<updated>2012-09-19T10:10:46Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein '''Schießblech''' ist eine viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''Schießblech'' wurde nach dem Eintreiben des Schießpflocks in ein um das Bohrloch gehauenes Bühnenloch passgenau eingesetzt. Dabei war darauf zu achten, dass die Öffnung des ''Schießbleches'' mit der Öffnung für die Pulverspur des Schießpflockes übereinstimmt. Anschließend wurde das ''Schießblech'' mit Hilfe der [[Schießspreize]] befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Uff solchen Pflock muß ein sonderlich Schieß-Eisen / das ist ein Blech in gevier 2. Hände breit / ein oder zwey Finger stark / ins Gestein eingehauen werden / daß es sich nicht schieben kann / darüber das Zünd-Loch seyn muß. Auff solches Blech wird so dann ein Poltzen oder Stempel angetrieben, welcher wohl verwahret in einem Bühn-Loch stehen muß.“'' (Roessler, B. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(05)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„SchißBleche / sind Eisen die zwischen die Spreizen und Schißpflöcker geleget werden / welche verhütten / daß die Spreiz vom Pflock nicht gespellet werden / werden auch Schißstücke genennt.“'' (Junghans, G. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(29)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Besatz&amp;diff=2648</id>
		<title>Besatz</title>
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				<updated>2012-09-19T09:06:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Besatz''' (auch Grand, Besetzgrand, Besatzgrand) wird die Masse bezeichnet, mit der ein Bohrloch über der Pulverladung ([[Patrone]]) verschlossen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waren die Bohrlöcher so verschlossen, wurde diese Verdämmung mit [[Schlägel|Fäustel]] und [[Lettenstampfer]] verdichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die für den Besatz verwendeten Letten durften keine Quarzkörner enthalten, damit beim Verdichten mittels Lettenstampfer und beim Heraustreiben der anfänglich noch eisernen [[Räumnadel]] (später wurden nur noch Räumnadeln aus Messing oder Kupfer verwendet) kein Funken entstehen konnten, die die Pulverladung im Bohrloch hätten entzünden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Der Besatz ist bestimmt den eigentlichen festen Verschluss des Bohrloches über dem Pulver zu bewirken.“'', (Gätzschmann, M. F.[[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(24)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Als Besatz dienen weiches Gestein und in dessen Ermangelung Nudeln aus getrockneten quarzfreiem Lehm (sogenannte Wolgern).“'' , (Lottner, F. H.[[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(25)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besatz mit Hilfe von Ton oder Letten wurde durch den aus Altenberg in Sachsen stammenden Carl Zumbe im Jahr 1687 eingeführt und kam in der Clausthaler Grube „Englische Treue“ und „Neue Benedikt“ erstmalig zum Einsatz. Damit wurde die bisherige und recht unfallträchtige Methode, das Bohrloch mittels Schießpflock zu verdämmen, bei gleichem Ergebnis abgelöst. Diese Methode verbreitete sich rasch auch auf die anderen Reviere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls als '''Besatz''' wurden die vor dem Einsatz von Ton und Letten als Besatzmaterial verwendeten [[Schießpflock|Schießpflöcke]] und die dazu gehörigen [[Schießblech]]e und [[Schießspreize]]n bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fblech&amp;diff=2647</id>
		<title>Schießblech</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://handbuch.untertage.com/index.php?title=Schie%C3%9Fblech&amp;diff=2647"/>
				<updated>2012-09-19T09:01:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nobi: Die Seite wurde neu angelegt: „Ein '''Schießblech''' ist eine viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim Besatz des Bohrlochs mittels Schießpflock verwendet wurde. …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein '''Schießblech''' ist eine viereckige starke Eisenplatte mit einer Öffnung, die beim [[Besatz]] des Bohrlochs mittels [[Schießpflock]] verwendet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''Schießblech'' wurde nach dem Eintreiben des Schießpflocks in ein um das Bohrloch gehauenes Bühnenloch passgenau eingesetzt. Dabei war darauf zu achten, dass die Öffnung des ''Schießbleches'' mit der Öffnung für die Pulverspur des Schießpflockes übereinstimmt. Anschließend wurde das ''Schießblec''h mit Hilfe der [[Schießspreize]] befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„SchißBleche / sind Eisen die zwischen die Spreizen und Schißpflöcker geleget werden / welche verhütten / daß die Spreiz vom Pflock nicht gespellet werden / werden auch Schißstücke genennt.“'' (Junghans, G. [[Quellen|&amp;lt;sup&amp;gt;(29)&amp;lt;/sup&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwörterbuch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nobi</name></author>	</entry>

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