Holzausbau von Schächten: Unterschied zwischen den Versionen

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Der einfachste Schachtausbau im standfesten Gebirge besteht im Einbau von [[Fahrtenbühnen]] und [[Fahrten]] (Abbildung 107). Die Bühnenbretter werden auf Bühnhölzer genagelt, die in Bühnlöcher eingesetzt, keinesfalls jedoch nur verkeilt sind. Der Einbau von
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Bühnhölzern geschieht wie beim Stempelausbau beschrieben, jedoch liegen die Hölzer in Schächten in Waage.<br />
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Die [[Stempel]] (Kantholz oder an der Auflagefläche der Bretter gerade abgebeiltes Rundholz) sind mindestens 120 mm stark, bei weiten Schächten entsprechend mehr. Bei Bedarf werden rechtwinklig dazu Querhölzer aufgelegt, die Verbindungsstellen werden verblattet ausgeführt.
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Die Bühnenbretter dürfen sich beim Darauftreten nicht durchbiegen, sie sind, entsprechend kurzen Abstand der Bühnhölzer vorausgesetzt, nicht schwächer als 35 mm. Ein Überstehen der Bühnbretter von mehr als 10 cm über die Bühnhölzer zu gefährlichen Stellen (zum Beispiel Fördertrum) hin wird vermieden, da ja meistens die faulen Bretter erst ausgetauscht werden, wenn schon mal einer durchgebrochen ist...!
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Die Fahrten stehen auf den Bühnen und werden mit einem quergenagelten Holz am Wegrutschen gehindert. Ideal ist es, wenn sich unter dem Aufstellungspunkt der Fahrt ein Querholz in der Bühne befindet, was bei angefaulten Bühnenbrettern vor bösen Überraschungen schützt. Der Fuß der Fahrt ist so abgeschrägt, daß die Holme voll aufstehen. Am oberen Ende sind die Fahrten mit Fahrthaken an einem Bühnoder Querholz befestigt. Wird der Schacht nicht im ganzen Profil zur Fahrung benutzt, nagelt man zum durchgehenden Trum hin auf Abstand gesetzte Bretter an, damit niemand hineinfallen kann ([[Vertonnung]]).
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Die gebräuchlichste Art des einfachen Ausbaus zur Fahrung besteht darin, alle 3 bis 5 m eine Bühne so einzubauen, daß wechselseitig oder versetzt übereinander auf die nächste Fahrt gestiegen wird (Abbildung 107). Die abwärtsgehenden Fahrten ragen mindestens 20 cm über die Bühne hinaus, damit man sich beim Umsteigen ordentlich festhalten kann; wird das zu eng, bringt man Griffe in der Art von Kanalsteigeisen am Stoß an.
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In engen Schächten kann man längere Fahrten verwenden, die dann aber recht steil stehen. Dazu ist es oftmals notwendig, aus zwei Fahrten eine zu machen, das geschieht mit einer kurzen genagelten Verblattung, eisernen Laschen und Schrauben und nicht etwa mit Nagelblechen aus dem Baumarkt!
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Senkrecht an den Stoß stellen darf man die Fahrten nicht, da sonst der Aufstieg, vor allem mit Gepäck, zur Tortur wird und man keinen Platz hat, den Fuß etwas über die Sprossen hinauszustecken. Ist es sehr eng und sieht man keine Möglichkeit, Umtrittbühnen einzubauen, verwendet man durchgehende Fahrten und Bühnen mit Fahrtendeckeln.
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Die Fahrten werden mit [[Fahrthaken]] (Abbildung 108 zeigt zwei Ausführungen) an den Bühn- oder Querhölzern befestigt und zusätzlich mit Laschen untereinander befestigt. Alle 5 bis 8 m wird eine Bühne mit Fahrtendeckel im Fahrtrum eingebaut. Der Deckel kann zum leichteren Öffnen mit einem Gegengewicht versehen werden. Er wird von jedem Befahrer wieder zugemacht, denn er soll verhindern, daß jemand beim Loslassen der Fahrt gleich ganz hinunterfällt oder dem Untermann auf den Kopf springt.
  
  
 
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]
 
[[Kategorie:Unfertige Artikel]]

Aktuelle Version vom 3. Juli 2012, 07:36 Uhr

Der einfachste Schachtausbau im standfesten Gebirge besteht im Einbau von Fahrtenbühnen und Fahrten (Abbildung 107). Die Bühnenbretter werden auf Bühnhölzer genagelt, die in Bühnlöcher eingesetzt, keinesfalls jedoch nur verkeilt sind. Der Einbau von Bühnhölzern geschieht wie beim Stempelausbau beschrieben, jedoch liegen die Hölzer in Schächten in Waage.
Die Stempel (Kantholz oder an der Auflagefläche der Bretter gerade abgebeiltes Rundholz) sind mindestens 120 mm stark, bei weiten Schächten entsprechend mehr. Bei Bedarf werden rechtwinklig dazu Querhölzer aufgelegt, die Verbindungsstellen werden verblattet ausgeführt.

Die Bühnenbretter dürfen sich beim Darauftreten nicht durchbiegen, sie sind, entsprechend kurzen Abstand der Bühnhölzer vorausgesetzt, nicht schwächer als 35 mm. Ein Überstehen der Bühnbretter von mehr als 10 cm über die Bühnhölzer zu gefährlichen Stellen (zum Beispiel Fördertrum) hin wird vermieden, da ja meistens die faulen Bretter erst ausgetauscht werden, wenn schon mal einer durchgebrochen ist...!

Die Fahrten stehen auf den Bühnen und werden mit einem quergenagelten Holz am Wegrutschen gehindert. Ideal ist es, wenn sich unter dem Aufstellungspunkt der Fahrt ein Querholz in der Bühne befindet, was bei angefaulten Bühnenbrettern vor bösen Überraschungen schützt. Der Fuß der Fahrt ist so abgeschrägt, daß die Holme voll aufstehen. Am oberen Ende sind die Fahrten mit Fahrthaken an einem Bühnoder Querholz befestigt. Wird der Schacht nicht im ganzen Profil zur Fahrung benutzt, nagelt man zum durchgehenden Trum hin auf Abstand gesetzte Bretter an, damit niemand hineinfallen kann (Vertonnung).

Die gebräuchlichste Art des einfachen Ausbaus zur Fahrung besteht darin, alle 3 bis 5 m eine Bühne so einzubauen, daß wechselseitig oder versetzt übereinander auf die nächste Fahrt gestiegen wird (Abbildung 107). Die abwärtsgehenden Fahrten ragen mindestens 20 cm über die Bühne hinaus, damit man sich beim Umsteigen ordentlich festhalten kann; wird das zu eng, bringt man Griffe in der Art von Kanalsteigeisen am Stoß an.

In engen Schächten kann man längere Fahrten verwenden, die dann aber recht steil stehen. Dazu ist es oftmals notwendig, aus zwei Fahrten eine zu machen, das geschieht mit einer kurzen genagelten Verblattung, eisernen Laschen und Schrauben und nicht etwa mit Nagelblechen aus dem Baumarkt!

Senkrecht an den Stoß stellen darf man die Fahrten nicht, da sonst der Aufstieg, vor allem mit Gepäck, zur Tortur wird und man keinen Platz hat, den Fuß etwas über die Sprossen hinauszustecken. Ist es sehr eng und sieht man keine Möglichkeit, Umtrittbühnen einzubauen, verwendet man durchgehende Fahrten und Bühnen mit Fahrtendeckeln.

Die Fahrten werden mit Fahrthaken (Abbildung 108 zeigt zwei Ausführungen) an den Bühn- oder Querhölzern befestigt und zusätzlich mit Laschen untereinander befestigt. Alle 5 bis 8 m wird eine Bühne mit Fahrtendeckel im Fahrtrum eingebaut. Der Deckel kann zum leichteren Öffnen mit einem Gegengewicht versehen werden. Er wird von jedem Befahrer wieder zugemacht, denn er soll verhindern, daß jemand beim Loslassen der Fahrt gleich ganz hinunterfällt oder dem Untermann auf den Kopf springt.