Anschnitt: Unterschied zwischen den Versionen

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''„Es sol hiemit allen den denjenigen, so Lehnschafften bauen, aufferlegt seyn, daß sie von denselben wöchentlich anschneiden, und Ordnung halten"''<br />
 
''„Es sol hiemit allen den denjenigen, so Lehnschafften bauen, aufferlegt seyn, daß sie von denselben wöchentlich anschneiden, und Ordnung halten"''<br />
Löhneyss, G.E. , Bericht vom bergwerck, wie man dieselben bawen vnd in guten wolstande bringen sil sampt allen dazu gehörigen arbeiten, ordnung vnd Rechtlichen processen, Zellerfeld 1617
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(Löhneyss, G.E.[[Quellen|<sup>(22)</sup>]])
  
 
,,''Die Schichtmeister vnd Steiger, sollen auff den sontag bey dem anschneiden allezeit gegenwertig sein, Bergk, vnd Hüttenkost, vnd was sonst, die wothe auff die Zeche gangen, stückweis, auch die Namen vnd zunamen, aller Arbeiter, vnd was ein jeder gearbeit, vnd wor für der Lohn gegeben, eigentlich anzeigen, solches den Geschwornenverlesen, vnd sie es vberlegen lassen, derselben Summa vorzeichnis, niederlegen, welch durch den darzu verordenten, mit fleis auffgehoben, verschlossen, vnd zu der Rechnung wiederumb sollen fürgelegt werden,vund so die Geschworne im anschnit ungeschickligkeit vormerckten, das sollen sie dem Bergkmeister zustraffen anzeigen.''“ (Bergordnung Joachimsthal[[Quellen|<sup>(13)</sup>]])
 
,,''Die Schichtmeister vnd Steiger, sollen auff den sontag bey dem anschneiden allezeit gegenwertig sein, Bergk, vnd Hüttenkost, vnd was sonst, die wothe auff die Zeche gangen, stückweis, auch die Namen vnd zunamen, aller Arbeiter, vnd was ein jeder gearbeit, vnd wor für der Lohn gegeben, eigentlich anzeigen, solches den Geschwornenverlesen, vnd sie es vberlegen lassen, derselben Summa vorzeichnis, niederlegen, welch durch den darzu verordenten, mit fleis auffgehoben, verschlossen, vnd zu der Rechnung wiederumb sollen fürgelegt werden,vund so die Geschworne im anschnit ungeschickligkeit vormerckten, das sollen sie dem Bergkmeister zustraffen anzeigen.''“ (Bergordnung Joachimsthal[[Quellen|<sup>(13)</sup>]])

Version vom 5. September 2012, 18:38 Uhr

Als Anschnitt bezeichnet man die wöchentliche Vorlage und Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben des Berggebäudes beim Bergamt. Der Anschnitt erfolgte in früheren Jahrhunderten mittels Kerbholz.

Anschnitt halten oder Anschneiden bedeutet so viel wie Rechnung legen.

"Anschnitt, weil vor diesem die Bergk- und Hüttenkost auf Kerbhöltzern angeschnitten worden."(Meltzer(07))

„Es sol hiemit allen den denjenigen, so Lehnschafften bauen, aufferlegt seyn, daß sie von denselben wöchentlich anschneiden, und Ordnung halten"
(Löhneyss, G.E.(22))

,,Die Schichtmeister vnd Steiger, sollen auff den sontag bey dem anschneiden allezeit gegenwertig sein, Bergk, vnd Hüttenkost, vnd was sonst, die wothe auff die Zeche gangen, stückweis, auch die Namen vnd zunamen, aller Arbeiter, vnd was ein jeder gearbeit, vnd wor für der Lohn gegeben, eigentlich anzeigen, solches den Geschwornenverlesen, vnd sie es vberlegen lassen, derselben Summa vorzeichnis, niederlegen, welch durch den darzu verordenten, mit fleis auffgehoben, verschlossen, vnd zu der Rechnung wiederumb sollen fürgelegt werden,vund so die Geschworne im anschnit ungeschickligkeit vormerckten, das sollen sie dem Bergkmeister zustraffen anzeigen.“ (Bergordnung Joachimsthal(13))

Die Bergkosten wurden im Anschnittregister erfasst und nach Prüfung in das Anschnittbuch eingetragen.

Zum Anschnitt waren auch die Eigenlöhnergruben verpflichtet.

„Es sol auch hiemit allen den jenigen, so eigne Lehen bawen, aufferleget seyn, daß sie von denselbigen Wöchentlichen anschneiden sollen, vnnd Wöchentlich nach verichtem Anschnidt, soll vnser Hauptmann oder Verwalter, welcher bey dem Anschnidt sein wird, sampt dem Bergmeister, Berggeschworne, auch die Schichtmeister und Steiger……“(Bergordnung Joachimsthal(13))