Türstockausbau

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Eine weit verbreitete Art, Mundlöcher und Strecken in Holz auszubauen, ist der Türstockausbau. Dieser Begriff stammt aus dem Zimmermannshandwerk, dort ist der Türstock im Fachwerk das Konstruktionselement, an dem Haus- und Zimmertüren befestigt werden. Das Bauelement Türstock besteht aus zwei tragenden Ständern (bergmännisch: Stempel) und einem eingezapften beziehungsweise darüberliegenden Kopfriegel (bergmännisch: Kappe).

Deutscher und polnischer Türstock, Umzeichnung nach [32]:

Die zwei gebräuchlichsten Arten der Türstöcke sind Deutscher und Polnischer Türstock, siehe obere Abbildung. Wer noch mehr Arten kennenlernen will, informiert sich in der Fachliteratur ([32]). Der Deutsche Türstock kann Lasten aus Firste und Stoß, der Polnische Türstock nur solche aus der Firste aufnehmen. Hat man sich bei der Auswahl vertan und es wirkt doch Seitendruck auf den polnischen Türstock, kann man das durch eine Kopfspreize direkt unter der Kappe etwas ausgleichen, wird aber nie die Tragfähigkeit eines Deutschen Türstocks erreichen. Ist in derauszubauenden Strecke wenig Platz und ein Stoß standfest (meist das Liegende), kann man halbe Türstöcke (mittlere Abbildung) einsetzen oder bei standfesten Stößen nur Kappen einbühnen oder auf Kappschuhe (siehe unten) setzen.

Halbe Türstöcke, Umzeichnung nach [32]: