Schacht: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Die [[Teufe]] der Schächte ist abhängig von der Tiefe der [[Lagerstätte]] und der eingesetzten [[Datei:Abb13.jpg|miniatur|rechts|Abgesetzte Schächte Bis 40 m bei fast seigeren Schächten, sonst in der Regel bis 25 m]]Fördertechnik. Die | + | Die [[Teufe]] der Schächte ist abhängig von der Tiefe der [[Lagerstätte]] und der eingesetzten [[Datei:Abb13.jpg|miniatur|rechts|Abgesetzte Schächte Bis 40 m bei fast seigeren Schächten, sonst in der Regel bis 25 m]]Fördertechnik. Die anfänglich im Altbergbau eingesetzte [[Haspel]] hatte eine maximale Förderhöhe von 40 m und machte damit das Absetzen der Schächte notwendig. (siehe Bild). |
Auch in der Neuzeit, so z. B. in den Anfangsjahren der SDAG Wismut, wurden bedingt durch die dort eingesetzte Fördertechnik (Fördemaschine TM 23) und deren maximale Förderhöhe (300 m) abgesetzte Schächte genutzt.<br />Die [[Auffahrung]] von Schächten erfolgt durch [[teufen]] oder durch das hochbrechen von [[Überhauen]]. Zur Beschleunigung der Arbeiten werden auch beide Varianten gleichzeitig genutzt. | Auch in der Neuzeit, so z. B. in den Anfangsjahren der SDAG Wismut, wurden bedingt durch die dort eingesetzte Fördertechnik (Fördemaschine TM 23) und deren maximale Förderhöhe (300 m) abgesetzte Schächte genutzt.<br />Die [[Auffahrung]] von Schächten erfolgt durch [[teufen]] oder durch das hochbrechen von [[Überhauen]]. Zur Beschleunigung der Arbeiten werden auch beide Varianten gleichzeitig genutzt. | ||
Bei größeren Schächten wird die [[Schachtröhre]] durch [[Vertonnungsbretter]] (Holzkonstruktionen) oder [[Schachtscheider]] (Mauern) in mehrere [[Trümer]] unterteilt. häufigstes Beispiel: [[Fördertrum]] und [[Fahrtentrum]]. | Bei größeren Schächten wird die [[Schachtröhre]] durch [[Vertonnungsbretter]] (Holzkonstruktionen) oder [[Schachtscheider]] (Mauern) in mehrere [[Trümer]] unterteilt. häufigstes Beispiel: [[Fördertrum]] und [[Fahrtentrum]]. | ||
| − | Der Schachtausbau ist abhängig von seinem Profil und dem Gestein, in dem der Schacht geteuft wurde. Bei standfestem Gebirge fand teilweise kein Ausbau statt. Der einfachste Ausbau ist der Holzausbau in Form von [[Bolzenschrotausbau]] oder Vollschrotausbau. Für Schächte mit längerer Standdauer wurde die Ausmauerung mit Bruchsteinen oder später dann Ziegeln angewendet. Neuere Schächte werden oft mit Beton oder [[ | + | Der Schachtausbau ist abhängig von seinem Profil und dem Gestein, in dem der Schacht geteuft wurde. Bei standfestem Gebirge fand teilweise kein Ausbau statt. Der einfachste Ausbau ist der Holzausbau in Form von [[Bolzenschrotausbau]] oder Vollschrotausbau. Für Schächte mit längerer Standdauer wurde die Ausmauerung mit Bruchsteinen oder später dann Ziegeln angewendet. Neuere Schächte werden oft mit Beton oder [[Tübbings]] ausgebaut. |
=== Schachtarten: === | === Schachtarten: === | ||
Version vom 10. Juli 2012, 14:07 Uhr
Schächte sind mehr oder weniger vertikal verlaufende schlauchartige Grubenräume im Gebirge mit unterschiedlichen, teils auch wechselnden Funktionen.
Als Sonderfall werden auch Stollen als Schächte bezeichnet (z. B. bei der SDAG Wismut).
Heute wird mit Schacht auch oftmals der gesamte Grubenraum mit den dazugehörigen übertägigen Gebäuden bezeichnet.
Abhängig vom Schachteinfallen werden saigere und tonnlägige Schächte unterschieden. Je nach Zweck und geplanter Standdauer werden die Schächte in rechteckigen, runden und ovalen Schachtprofilen aufgefahren.
Die Teufe der Schächte ist abhängig von der Tiefe der Lagerstätte und der eingesetzten Fördertechnik. Die anfänglich im Altbergbau eingesetzte Haspel hatte eine maximale Förderhöhe von 40 m und machte damit das Absetzen der Schächte notwendig. (siehe Bild).Auch in der Neuzeit, so z. B. in den Anfangsjahren der SDAG Wismut, wurden bedingt durch die dort eingesetzte Fördertechnik (Fördemaschine TM 23) und deren maximale Förderhöhe (300 m) abgesetzte Schächte genutzt.
Die Auffahrung von Schächten erfolgt durch teufen oder durch das hochbrechen von Überhauen. Zur Beschleunigung der Arbeiten werden auch beide Varianten gleichzeitig genutzt.
Bei größeren Schächten wird die Schachtröhre durch Vertonnungsbretter (Holzkonstruktionen) oder Schachtscheider (Mauern) in mehrere Trümer unterteilt. häufigstes Beispiel: Fördertrum und Fahrtentrum.
Der Schachtausbau ist abhängig von seinem Profil und dem Gestein, in dem der Schacht geteuft wurde. Bei standfestem Gebirge fand teilweise kein Ausbau statt. Der einfachste Ausbau ist der Holzausbau in Form von Bolzenschrotausbau oder Vollschrotausbau. Für Schächte mit längerer Standdauer wurde die Ausmauerung mit Bruchsteinen oder später dann Ziegeln angewendet. Neuere Schächte werden oft mit Beton oder Tübbings ausgebaut.
Schachtarten:
Unterscheidung nach Funktion:
Unterscheidung nach Bauart:
Um einen höheren Haldensturz zu erreichen, wurden die Schächte des Altbergbaues oft mit Hilfe einer Bruchsteinmauer oder Holzgeviert aufgesattelt, so dass die Rasenhängebank mehrere Meter über dem Umgebungsniveau lag.
Das hier sollte auf eine Extra-Seite (siehe Schachtarten.
Im ältesten Bergbau trifft man mancherorts sogenannte Stufenschächte an. Diese tonnlägigen Schächte besitzen, bedingt durch die angewandte Vortriebstechnologie (Schlägel und Eisen, von oben nach unten) in ihrem Liegenden Stufen (manchmal nur angedeutet, siehe auch Abbildung 63) über einen Teil oder die ganze Breite des Schachtes.
