Geleucht: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | suche man im Dunkeln die als Notgeleucht vorgesehenen Lichtquelle heraus und fahre dann mit dieser aus! | + | Das '''Geleucht''' ist natürlich der Hauptbestandteil der [[Persönliche Ausrüstung|Ausrüstung]]. Wem die Notwendigkeit, seinem Geleucht entsprechend Zeit und Sorgfalt zu widmen, nicht klar ist, der versuche aus einer ihm sehr gut bekannten Grube (ohne [[Schacht|Schächte]]!!) einige 100 m zum [[Mundloch]] zu fahren – ohne Geleucht. Dieser Versuch wird erfahrungsgemäß sehr schnell aufgegeben. Um den Test zu komplettieren, suche man im Dunkeln die als Notgeleucht vorgesehenen Lichtquelle heraus und fahre dann mit dieser aus! |
| − | Die Lichtquelle wird am Helm befestigt, so ist stets das Blickfeld ausgeleuchtet und die Hände bleiben frei. Es ist zweckmäßig, eine Steckbefestigung zu verwenden, um den Lampenkopf abnehmen zu können, beispielsweise zum Ausleuchten kleiner Hohlräume oder zum raschen Auswechseln des Geleuchts. | + | Die Lichtquelle wird am [[Helm]] befestigt, so ist stets das Blickfeld ausgeleuchtet und die Hände bleiben frei. Es ist zweckmäßig, eine Steckbefestigung zu verwenden, um den Lampenkopf abnehmen zu können, beispielsweise zum Ausleuchten kleiner Hohlräume oder zum raschen Auswechseln des Geleuchts. |
| − | Prinzipiell gibt es verschiedene Möglichkeiten, Licht bereitzustellen - elektrisch, mit offener Flamme, durch Chemilumineszens oder auch durch Fluoreszens. Praktische Bedeutung haben heute das elektrische Geleucht, das LED-Geleucht und das Karbidgeleucht, in Sonderfällen die Benzinsicherheitslampe und chemische Leuchtstäbe (Cyalume®). | + | Prinzipiell gibt es verschiedene Möglichkeiten, Licht bereitzustellen - elektrisch, mit offener Flamme, durch Chemilumineszens oder auch durch Fluoreszens. Praktische Bedeutung haben heute das |
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| + | Immer ein Ersatzgeleucht mitführen! Es ist nicht ausreichend, wenn vier Leute zusammen einfahren und „jeder sein Geleucht hat, wenn eins ausfällt, helfen die anderen schon weiter ...“. Es sind schon 5er - Trupps mit einer „halben“ Lampe zurückgetapst! Sehr sinnvoll ist die Kombination von Karbidlicht und elektrischer Zusatz-/ Notbeleuchtung - sie ist außer für den Notfall beim Karbidwechsel, unter dem Wasserfall, zum Ausleuchten von Schächten und, und, und optimal. Auch eine griffbereite [[Stabtaschenlampe]] erfüllt diesen Zweck, blockiert aber eine Hand. Unabhängig davon gehört ins Rettungsset auf jeden Fall ein ''Cyalume - Leuchtstab'' (zum Beispiel bei Globetrotter Ausrüstung). Wird er als Lichtquelle benötigt, wird der Stab in der Mitte geknickt. Dadurch bricht eine Glaskapsel und die eintretende chemische Reaktion zweier Flüssigkeiten stellt 8 bis 10 Stunden eine absolut zuverlässige Lichtquelle zur Verfügung - wasserdicht und unzerbrechlich. Die Leuchtstärke ist nicht sehr hoch, zur Orientierung jedoch ausreichend, und das Auge registriert nach entsprechender Adaption Lichtstärken im Bereich von Einzelquanten! | ||
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| + | [8] CD RÖMMP Chemie Lexikon, Version 1.0. Stuttgart, New York: Georg Thieme Verlag, 1995 | ||
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Aktuelle Version vom 10. Juli 2012, 12:28 Uhr
Das Geleucht ist natürlich der Hauptbestandteil der Ausrüstung. Wem die Notwendigkeit, seinem Geleucht entsprechend Zeit und Sorgfalt zu widmen, nicht klar ist, der versuche aus einer ihm sehr gut bekannten Grube (ohne Schächte!!) einige 100 m zum Mundloch zu fahren – ohne Geleucht. Dieser Versuch wird erfahrungsgemäß sehr schnell aufgegeben. Um den Test zu komplettieren, suche man im Dunkeln die als Notgeleucht vorgesehenen Lichtquelle heraus und fahre dann mit dieser aus!
Die Lichtquelle wird am Helm befestigt, so ist stets das Blickfeld ausgeleuchtet und die Hände bleiben frei. Es ist zweckmäßig, eine Steckbefestigung zu verwenden, um den Lampenkopf abnehmen zu können, beispielsweise zum Ausleuchten kleiner Hohlräume oder zum raschen Auswechseln des Geleuchts.
Prinzipiell gibt es verschiedene Möglichkeiten, Licht bereitzustellen - elektrisch, mit offener Flamme, durch Chemilumineszens oder auch durch Fluoreszens. Praktische Bedeutung haben heute das
- elektrische Geleucht, dabei vorzugsweise das
- LED-Geleucht und das
- Karbidgeleucht, in Sonderfällen die
- Wetterlampe oder auch Benzinsicherheitslampe
und chemische Leuchtstäbe (Cyalume®).
Sicherheitstips Beleuchtung
Immer ein Ersatzgeleucht mitführen! Es ist nicht ausreichend, wenn vier Leute zusammen einfahren und „jeder sein Geleucht hat, wenn eins ausfällt, helfen die anderen schon weiter ...“. Es sind schon 5er - Trupps mit einer „halben“ Lampe zurückgetapst! Sehr sinnvoll ist die Kombination von Karbidlicht und elektrischer Zusatz-/ Notbeleuchtung - sie ist außer für den Notfall beim Karbidwechsel, unter dem Wasserfall, zum Ausleuchten von Schächten und, und, und optimal. Auch eine griffbereite Stabtaschenlampe erfüllt diesen Zweck, blockiert aber eine Hand. Unabhängig davon gehört ins Rettungsset auf jeden Fall ein Cyalume - Leuchtstab (zum Beispiel bei Globetrotter Ausrüstung). Wird er als Lichtquelle benötigt, wird der Stab in der Mitte geknickt. Dadurch bricht eine Glaskapsel und die eintretende chemische Reaktion zweier Flüssigkeiten stellt 8 bis 10 Stunden eine absolut zuverlässige Lichtquelle zur Verfügung - wasserdicht und unzerbrechlich. Die Leuchtstärke ist nicht sehr hoch, zur Orientierung jedoch ausreichend, und das Auge registriert nach entsprechender Adaption Lichtstärken im Bereich von Einzelquanten!
Einzelnachweise
[8] CD RÖMMP Chemie Lexikon, Version 1.0. Stuttgart, New York: Georg Thieme Verlag, 1995