Feuersetzen
Aus Handbuch
Das Feuersetzen ist eine uralte, durch die Bohr- und Sprengarbeit fast völlig verdrängte bergmännische Gewinnungsarbeit, bei der das Gestein durch Abbrennen aufgeschichteter trockener Holzscheite erhitzt wurde. Durch die Hitzeeinwirkung dehnte sich das Gestein aus und wurde bei der nachfolgenden Abkühlung porös. Die darauf folgende Gewinnung geschah dann mittels Schlägel und Eisen.
Schon in der Tridentiner Bergordnung von 1208 wird auf das Feuersetzen verwiesen: "Si quis ignem in aliqua putea posuerit, ...quinquaginta libras...emendare teneatur". Sinngemäß übersetzt bedeutet es: "50 Pfund Holz in einem gut platziertem Feuer verbessern die Gewinnungsarbeit".