Aufstieg mit technischen Hilfsmitteln
Die erste Stufe ist, sich die Kletterei zunächst durch künstliche Tritte und Griffe einfacher zu machen. Knotenschlingen, Haken und so weiter werden selbstverständlich als Griffe und Tritte verwendet. Prima vorwärts geht es an einem soliden Meißel, der in einem Bohrloch steckt. Für das Erklimmen von Trockenmauern ideal ist das Einschlagen U-förmig gebogener Bewehrungseisen vom Bau.
Ganz technisch wird es beim Hochnageln (Abbildung 176). Mit dieser Technik erklimmt man auch noch Überhänge, allerdings mit einigem Aufwand. Hauptinstrumente sind etwa zwei Meterlange Strickfahrten, die sogenannten FiFis (woher der Name kommt, weiß der Autor auch nicht). In dem Punkt, in dem es nicht mehr weitergeht, wird ein Bohrhaken gesetzt und eine der kurzen Fahrten eingehängt. Man ersteigt diese und setzt oben den nächsten Bohrhaken – so geht es in Zwei-Meter-Schritten vorwärts. Bei dieser Technik ist natürlich eine Akkubohrmaschine etwas Hochfeines! Am zügigsten geht es vorwärts, wenn man in einem Tonnläger die Fahrten jeweils bis zur letzten Stufe erklimmen kann. Im saigeren Schacht muß man sich dagegen im letzten Bohrhaken anhängen, was fast einen Meter Höhe je Bohrhaken raubt. Während der ganzen Kletterei wird natürlich von unten wie beim Freiklettern gesichert! Theoretisch kommt man mit zwei FiFis aus, praktischer sind mindestens vier.
Eine gute Idee für enge Schächte kommt aus tschechischen HöFo-Kreisen: im letzten Sicherungspunkt wird eine Stange befestigt (Alu-Rohr), an deren Spitze eine Strickfahrt befestigt ist. Je nach praktisch zu bewältigender Stangenlänge kann man so jeweils bis 5m gutmachen (ebenfalls Abbildung 176).
Für freie Quergänge wird man ebenso versuchen, weitestgehend irgendwelche Brücken zu legen, da man sonst die Sicherungspunkte höchstens einen Meter auseinander setzen kann. Handelt es sich um eine längere Strecke, ist es meist sinnvoll, nach unten abzuseilen und sich am anderen Ende des Quergangs wieder emporzuarbeiten.