Die Befahrung
In diesem Kapitel geht es endlich um Ablauf und Methoden einer Befahrung. Das Kapitel beginnt mit der Vorbereitung der Befahrung und schließt mit dem Aufräumen. Es wird dargelegt, was den noch unerfahrenen Bergbauforscher erwartet, wie Gefährdungen entstehen und vermieden werden können.
Bevor man ins Bergwerk hineinspaziert, muß man sich Gedanken um den Zweck der Befahrung machen. Nun steht über dem Heft der anspruchsvolle Titel „bergbauhistorische Forschung“, und in den vorhergehenden Kapiteln wird oft auf diesen Anspruch Bezug genommen. Das darf nicht so verstanden werden, daß jede Befahrung einem hehren wissenschaftlichen Ziel dienen muß. Derartige Gedanken leben zwar im Hirn der Vorschriftengläubigen, aber jeder Praktiker weiß, daß zahlreiche Befahrungen zu Trainingszwecken, zur Erprobung neuer Methoden oder aus ganz unspezifischer Neugier erfolgen. Oder man zeigt anderen etwas, oder braucht nach einer Woche Schreibtischarbeit einfach etwas anderes und geht aus Spaß an der Sache eine schöne Tour nochmals. Derart unbelastete und spontane Befahrungen sind ganz normal – aber man versuche einmal, „Freude am Hobby“ als „berechtigtes Interesse“ bei der Beantragung einer Befahrung durchzubekommen!
Ist man sich über den Zweck der Befahrung im klaren, kann man mit der Vorbereitung beginnen. Los geht es mit ein paar prinzipiellen Erwägungen zur Sicherheit.