Mauerungen mit Bindemittel: Unterschied zwischen den Versionen

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Mit Bindemittel arbeitet man im Prinzip genauso wie beim [[Trockenmauerungen|trockenen Aufsetzen]] von Gewölben, man kann, aber muss nicht, so genau arbeiten wie ohne Mörtel. Die Lehre wird vor dem Aufbau des Gewölbes zweckmäßigerweise mit starker Baufolie bedeckt, dann kann nichts am Holz festkleben oder durchlaufen. Im Interesse der Ästhetik bemüht man sich um ein sauberes Arbeiten, da ein Gewölbe, dessen Fugen breiter sind als die verwendeten Steine, übel aussieht. Verwendet man Ziegel (Vollklinker, einfach gebrannte Steine sind nicht dauerhaft wasserbeständig!), kann man sie etwas keilförmig zurichten, sie passen dann besser zusammen. Es gibt alte Ziegelgewölbe, deren Fugen an der Unterseite des Bogens nur etwa 3 mm breit sind! Als Mörtel verwendet man bei Bruchsteinen Trasszementmörtel, da dieser gut an Naturstein haftet und eine hohe Festigkeit besitzt. Bei Ziegeln können Kalk-Zement- oder Zementmörtel eingesetzt werden, ersterer jedoch nur, wenn nicht mit sauren [[Grubenwasser|Grubenwässern]] zu rechnen ist. Ist das zusitzende Wasser stark sauer, verwendet man besser speziellen Mörtel für Arbeiten in der Kanalisation (Handelsnamen: Kanal- und Schachtbaumörtel, Sielbaumörtel). Sitzt in der auszubauenden [[Strecke]] viel Wasser zu, sorgt man mit entsprechenden Abzugslöchern im Gewölbe dafür, dass sich nichts staut. Die Masse auf dem Gewölbe sollte dann stückig sein, damit sich die Entwässerung nicht zusetzt. Der Gewölbefuß wird so gestaltet, dass er nicht unterspült werden kann, zum Beispiel mit etwas vorstehenden Steinen der unteren Reihen, auf die man dann gleich das Tragewerk auflegt.
  
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Datei:Abb 104.jpg|Kombination zwischen trocken gesetztem und Gewölbe mit Bindemittel. Das Ziegelgewölbe mit Bindemittel sitzt auf einer ebenfalls mit Bindemittel ausgeführten Mauerung auf. Oberhalb des Ziegelgewölbes wurde die Auflast bis zum Anstehenden so sauber gesetzt, daß ein ebenfalls tragfähiges Gewölbe entstanden ist.
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Datei:Abb 105 1.jpg|Viertelgewölbe. Häufig anzutreffende Art der Gewölbe in Gangstrecken mit steilem bis flachem Einfallen. Ziegel oder Bruchstein, trocken oder mit Bindemittel gesetzt, oft zum Halten von Versatzmassen in Abbauhohlräumen.
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Datei:Abb 105 2.jpg|Geschlossenes elliptisches Gewölbe. Elliptische Gewölbe kamen seit dem 18. Jahrhundert zum Einsatz. In geschlossener Form wurden sie in stark druckhaftem Gebirge eingebaut. Das Bild zeigt den nachträglichen Einbau in eine mit Holz eingebaute Strecke. Häufiger sind diese Gewölbe in offener Form, bei der die Sohle nicht mit eingewölbt ist. Ausführung in Bruchstein mit oder ohne Bindemittel oder Ziegelmauerung.
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[[Kategorie:Unfertige Artikel]]
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[[Kategorie:Befahrerhandbuch]]

Aktuelle Version vom 7. Juli 2012, 23:55 Uhr

Mit Bindemittel arbeitet man im Prinzip genauso wie beim trockenen Aufsetzen von Gewölben, man kann, aber muss nicht, so genau arbeiten wie ohne Mörtel. Die Lehre wird vor dem Aufbau des Gewölbes zweckmäßigerweise mit starker Baufolie bedeckt, dann kann nichts am Holz festkleben oder durchlaufen. Im Interesse der Ästhetik bemüht man sich um ein sauberes Arbeiten, da ein Gewölbe, dessen Fugen breiter sind als die verwendeten Steine, übel aussieht. Verwendet man Ziegel (Vollklinker, einfach gebrannte Steine sind nicht dauerhaft wasserbeständig!), kann man sie etwas keilförmig zurichten, sie passen dann besser zusammen. Es gibt alte Ziegelgewölbe, deren Fugen an der Unterseite des Bogens nur etwa 3 mm breit sind! Als Mörtel verwendet man bei Bruchsteinen Trasszementmörtel, da dieser gut an Naturstein haftet und eine hohe Festigkeit besitzt. Bei Ziegeln können Kalk-Zement- oder Zementmörtel eingesetzt werden, ersterer jedoch nur, wenn nicht mit sauren Grubenwässern zu rechnen ist. Ist das zusitzende Wasser stark sauer, verwendet man besser speziellen Mörtel für Arbeiten in der Kanalisation (Handelsnamen: Kanal- und Schachtbaumörtel, Sielbaumörtel). Sitzt in der auszubauenden Strecke viel Wasser zu, sorgt man mit entsprechenden Abzugslöchern im Gewölbe dafür, dass sich nichts staut. Die Masse auf dem Gewölbe sollte dann stückig sein, damit sich die Entwässerung nicht zusetzt. Der Gewölbefuß wird so gestaltet, dass er nicht unterspült werden kann, zum Beispiel mit etwas vorstehenden Steinen der unteren Reihen, auf die man dann gleich das Tragewerk auflegt.