Markscheiderische Fixpunkte (Polygonpunkte)
Markscheiderische Fixpunkte (Polygonpunkte) wurden erst mit umfangreichen Vermessungsarbeiten wie sie zur Erstellung von Rissen notwendig sind, erforderlich. Sehr alte Polygonpunkte sind deshalb nicht zu erwarten. Besonders im 16. und 17. Jahrhundert wurde vielfach nur mit an geeigneter Stelle eingeklemmten Holzstöcken gearbeitet. Derartige Vermessungshilfen haben sich gelegentlich bis heute erhalten.
Kompliziertere Vermessungsarbeiten erforderten feste Polygonpunkte, die auch nach einiger Zeit wieder gefunden werden mussten. Dazu schlug man Stufen in Form eines Kreuzes ins Gestein. Häufig weisen sie im Zentrum ein Bohrloch für den Holzdübel auf. An einer Schraube im Dübel konnte dann die Lachterschnur befestigt werden. Zuweilen sind neben den Kreuzen auch andere Zeichen verwendet worden.
Mit der Einführung des Theodoliten zur Vermessung und dem Wegfall der Lachterschnur kamen diese Zeichen außer Gebrauch und wurden durch aufgehängte Plaketten oder Tafeln ersetzt.
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Bild 2.4.01:
Markscheidekreuz mit Bohrloch und Holzdübel.
Reiche Zeche, Freiberg, Sachsen.
Foto: Thomas Witzke.
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Bild 2.4.02:
Markscheidekreuz.
Freudenstein Erbstolln, Halsbrücke bei Freiberg, Sachsen.
Foto: Michael Pfefferkorn.
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Bild 2.4.03:
Markscheidekreuz.
Rheinisch Wein, Halsbrücke bei Freiberg, Sachsen
Foto: Holger Lausch.
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Bild 2.4.04:
Markscheidekreuz.
Neuhoffnung Stollen, Kamsdorf, Thüringen.
Foto: Thomas Witzke.
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Bild 2.4.05:
Markscheidekreuz und Gedingezeichen.
Juliane-Stollen, Kamsdorf, Thüringen.
Foto: Thomas Witzke.
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Bild 2.4.06:
Markscheidekreuz in der Tiefen Rösche,
Thurm Rosenhof, Clausthal, Harz, Niedersachsen.
Foto: Thomas Witzke.
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Bild 2.4.07:
Markscheidekreuz im Herzberger Suchort an einem Gesenk,
Rammelsberg, Harz, Niedersachsen.
Der Polygonpunkt befindet sich an der Firste. Etwa Mitte 18. Jahrhundert.
Foto: Stefan Duetzer.
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Bild 2.4.08:
Markscheidekreuz, 1879.
Grube Wohlfahrt, Rescheid, Eifel, Nordrhein-Westfalen.
Foto: Thomas Witzke.
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Bild 2.4.09:
Markscheidekreuz, wahrscheinlich 16. Jahrhundert.
Stüblbau der Goldlagerstätte Schellgaden, Lungau, Salzburg, Österreich.
Foto: Christian Auer.
© Thomas Witzke und die jeweiligen Bildautoren