Tafeln vom Erbbereiten

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Das Erbbereiten war eine alte bergmännische Amtshandlung, bei der ein Grubenfeld mit besonderen, unanfechtbaren Bergbaurechten ausgestattet wurde. Voraussetzung war, daß Ausbeute erzielt wurde und Erze anstanden. Das Erbbereiten wurde mit besonderen Zeremonien veranstaltet. Die hohen Kosten gingen zu Lasten der Gewerken. Das Verfahren ist sehr alt, es wird bereits in einem Dokument von 1320 erwähnt. Der Begriff "Erbbereiten" ist wohl auf den Brauch zurückzuführen, das vermessene Feld zu Pferde abzureiten. Beim Erbbereiten werden übertage Lochsteine gesetzt. Ausgehend davon kann das Grubenfeld auch untertage vermessen werden, was z.T. durch Tafeln dokumentiert wird.


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Bild 2.1.19:
Tafel zum Erbbereiten von 1750,
Milde Hand Gottes, Brand-Erbisdorf, Erzgebirge, Sachsen.
Foto Michael Pfefferkorn.

Die Abkürzungen auf der Tafel bedeuten:

M(ilde) H(and) G(ottes) F(undgruben) E(nde)
17 + 50
I(ohann) E(manuel) S(tephani)   I(ohann) S(amuel) K(öhler)
B(erg) M(eister)        V(ice) B(erg) M(eister)


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Bild 2.1.20:
Tafel zum Erbbereiten von 1697,
Altmolchner Stehender (?), Brand-Erbisdorf, Erzgebirge, Sachsen.
Foto Michael Pfefferkorn.

Die Abkürzungen auf der Tafel bedeuten:

A(ndreas) S(üß)   B(erg) M(eister)
I(ohann) A(ndreas) S(üß)    V(ice) B(erg) M(eister)
A(ugust) B(eyer) M(ark)S(cheider)     A(ndreas) T(ränkner) G(eschworner)


© Thomas Witzke und die jeweiligen Bildautoren


Markscheiderische Zeichen, Tafeln und Markierungen


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