Schrämen

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Unter Schrämen versteht man das Herausschlagen des tauben Gesteins neben einem Gang, um das Erz von der Seite aus hereingewinnen zu können. Diese Tätigkeit wurde meist vom Schrämhauer mittels Schrämhammer durchgeführt, während die Gewinnung des Erzes von andern Hauern erledigt wurde.

Neben dem Gangerzbergbau wurde das Schrämen hauptsächlich bei flözartigen Lagerstätten (z. B. Steinkohle) eingesetzt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das manuelle Schrämen zunehmend durch maschinelles Schrämen mittels speziellen Schrämmaschinen ersetzt.

Als Schrämen wird auch das Glätten von Begrenzungsflächen eines im Gestein erstellten freien Raumes (meist mittels Schlägel- und Eisenarbeit) oder der gleichförmige Vortrieb mittels Keilhaue bezeichnet (Veith (03)).